Bildung und Forschung

Bildung und Forschung müssen zentrale Aufgaben zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele übernehmen. Sie haben die Aufgabe, verstärkt die hierfür nötigen Grundvoraussetzungen an Wissen und Kompetenzen zu schaffen. Projekte des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE) vermitteln neue Ansätze und Lösungen in die Gesellschaft hinein.

Bildung und Forschung für Nachhaltigkeit

Bildung für alle

Die 2015 vereinbarten 17 globalen Nachhaltigkeitsziele („Sustainable Development Goals“, SDGs) der Vereinten Nationen fordern eine inklusive, gleichberechtigte, hochwertige und lebenslange Bildung für alle. Darüber hinaus fördert die UNESCO mit ihrem „Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) seit 2015 weltweit entsprechende Projekte: Jeder Mensch soll das Wissen, die Fähigkeiten, Werte und Einstellungen erlernen, mit denen er zu einer gerechteren, friedlicheren und nachhaltigeren Gesellschaft beitragen kann. Bildung soll außerdem in allen Programmen für nachhaltige Entwicklung gestärkt werden.

Deutsche Nachhaltigkeitspolitik durch strategische Platzierung von Wissen unterstützen

Mit der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie will die Bundesregierung allen Kindern und Jugendlichen die Chance auf Bildung und Teilhabe geben und Weiterbildungsangebote stärken. Zudem soll Bildung für nachhaltige Entwicklung in allen Bildungsbereichen strukturell verankert werden. Daran arbeitet die Bundesregierung seit vielen Jahren: 2015 hat sie die Nationale Plattform Bildung für Nachhaltige Entwicklung konstituiert, um das UNESCO-Weltaktionsprogramm BNE umzusetzen. Im Sommer 2017 hat die Multiakteurs-Plattform dazu einen Nationalen Aktionsplan BNE beschlossen.

Teil der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie ist auch die im Sommer 2017 eingerichtete Wissenschaftsplattform Nachhaltigkeit 2030. Der Lenkungskreis der Plattform analysiert aus Perspektive der Wissenschaft, ob Deutschland die Agenda 2030 hierzulande umsetzt und weltweit genug und wirkungsvolle Unterstützung leistet. Er will Dialogformate entwickeln, um sich mit Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und organisierter Zivilgesellschaft auszutauschen.

Die Bundesregierung hat sich bis Mitte 2017 außerdem vom „Hightech-Forum“ aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft beraten lassen. Das Ergebnis dient der Umsetzung der „Hightech-Strategie“ der Bundesregierung. Der Nachhaltigkeitsrat hat hier insbesondere den Gedanken der Nachhaltigkeit eingebracht und dass Forschungsstrategien stärker mit der Nachhaltigkeitsstrategie verzahnt werden müssen.

Fachforum Nachhaltiges Wirtschaften: Innovation durch Nachhaltiges Wirtschaften-Handlungsempfehlungen (PDF, 1.4 MB)

Hightech-Strategie der Bundesregierung

Der Beitrag des Nachhaltigkeitsrates

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung fördert Wissenschaft für Nachhaltigkeit auf unterschiedlichen Wegen. Neben Mitgliedschaften, etwa in der Nationalen Plattform BNE, der Wissenschaftsplattform Nachhaltigkeit 2030 oder dem Hightech-Forum, hat der Nachhaltigkeitsrat 2015 mit rund 50 Hochschulvertreterinnen und -vertretern begonnen, den Deutschen Nachhaltigkeitskodex für Hochschulen anzupassen. Die Beta-Version testen seit Ende 2016 rund zehn Hochschulen in dem Projekt HOCH-N, das vom BMBF finanziert wird. Darüber hinaus hat der RNE 2016 ein Gutachten zu Innovationsindikatorik, eine Studie zu Indikatoren für Nachhaltigen Konsum und 2017 einen Bericht zu Industrie 4.0 und Nachhaltigkeit veröffentlicht.

Bildungswettbewerb „Zukunft, fertig, los!“

„Zukunft, fertig, los!“ ist ein im Herbst 2017 gestarteter Ideenwettbewerb des RNE für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zur Bekanntmachung der Sustainable Development Goals in der frühkindlichen Bildung, in Schulen, Berufs- und Hochschulen, in der Fort- und Weiterbildung sowie im non-formalen und informellen Bildungsbereich.

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