Ideenwettbewerb „Kultur + Nachhaltigkeit = Heimat“ – bis zum 5. Februar 2020 bewerben

Berlin, 5. Dezember 2019 – Ohne Natur gibt es keine Heimat und ohne Heimat keine Kultur. Aber wie kann Nachhaltigkeit in unserer Kultur verankert werden, damit unsere Heimat zukünftig lebenswert bleibt? Wie kann Kultur umweltfreundliche und nachhaltige Entscheidungen im Alltag fördern? Um diese Fragen zu beantworten, sucht der Rat für Nachhaltige Entwicklung gemeinsam mit dem Deutschen Kulturrat im Rahmen eines Ideenwettbewerbs Kooperationsprojekte von Kulturschaffenden und Umweltschützer*innen, die einen Wandel unserer Alltagskultur hin zu mehr Nachhaltigkeit in ihrer Heimat oder Region bewirken.

Ziel des Wettbewerbs ist es, durch den Austausch von Naturschutzakteuren und kulturell Agierenden neue Perspektiven auf Kultur und Umwelt zu eröffnen. Die Jury des Fonds Nachhaltigkeitskultur wählt aus allen Bewerbungen die innovativsten Ideen für eine Förderung aus. Die Gewinner werden bis zu einem Jahr und bis zu einer Höhe von 50.000 Euro gefördert.

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, unterstreicht die besondere Verantwortung von Kultur- und Umwelteinrichtungen: „Kultur und Natur sind zwei Seiten derselben Nachhaltigkeits-Medaille. Nachhaltigkeit in der Kultur und in der Natur zu erreichen, ist unsere gemeinsame Zukunftsaufgabe. Der Ideenwettbewerb „Kultur + Nachhaltigkeit = Heimat“ des Rates für Nachhaltige Entwicklung ist ein großer Schritt in die Richtung zu mehr Kooperation zwischen dem Kultur- und Umweltbereich. Gemeinsam denken, gemeinsam handeln, gemeinsam unsere Heimat gestalten.“

Wer kann am Ideenwettbewerb teilnehmen?
Mit ihren Ideen bewerben können sich gemeinnützige Akteure, also zum Beispiel Verbände, Vereine, Stiftungen, Netzwerke von Institutionen und Körperschaften des öffentlichen Rechts wie Universitäten, Schulen und Gemeinden. Die eingereichten Ideen dürfen noch nicht umgesetzt worden sein. Bestehende Projekte können mit einer Weiterentwicklungsidee teilnehmen.

Wichtig: Voraussetzung für eine Teilnahme ist, dass mindestens eine Institution aus dem Bereich Natur- und Umweltschutz und eine aus dem kulturellen Sektor zur Umsetzung der Projektidee als Partner zusammenarbeiten. Ein Förderantrag ist über ein webbasiertes System auf dem Portal www.tatenfuermorgen.de bis zum 5. Februar 2020 einzureichen (> LogIn-Bereich > „Mein Konto“ > „Mein Fonds Antrag“ > „neues Projekt anlegen“). Alle nötigen Schritte dazu sind dort erklärt. Die endgültige Entscheidung über eine Förderung trifft der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) nach abschließender Prüfung.

Der Fonds Nachhaltigkeitskultur agiert seit 2017 auf Initiative des Bundestages, um bewährte Ansätze zu stärken sowie neue Wege zu gehen, mit dem Ziel eine gesellschaftliche Transformation zu mehr Nachhaltigkeit anzustoßen. Das Bundeskanzleramt stellt dafür über einen Zeitraum von drei Jahren 7,5 Millionen Euro zur Verfügung. Der RNE ruft in diesen drei Jahren mehrere Ideenwettbewerbe zu verschiedenen Bereichen der Alltagskultur aus. Weitere Information zum Fonds, den vergangenen Wettbewerben und zum aktuellen Wettbewerb finden Sie auf der #TatenFuerMorgen-Webseite.

Projektleiter Fonds Nachhaltigkeitskultur:

Bodo Richter
Stellvertretender Generalsekretär
Rat für Nachhaltige Entwicklung
Geschäftsstelle c/o GIZ GmbH
Potsdamer Platz 10
D-10785Berlin
Telefon: 030/338424-279
E-Mail: bodo.richter@nachhaltigkeitsrat.de

Medienkontakt:

Marijke Eschenbach
Medienreferentin
Rat für Nachhaltige Entwicklung
Geschäftsstelle c/o GIZ GmbH
Potsdamer Platz 10
D-10785 Berlin
Telefon: +49 (0)30 / 338424-233
E-Mail: marijke.eschenbach@nachhaltigkeitsrat.de

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Dem Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) gehören 15 Personen des öffentlichen Lebens an. Er wird jeweils für eine dreijährige Amtsperiode von Bundeskanzlerin Angela Merkel berufen. Den Vorsitz führt Dr. Werner Schnappauf, langjähriger bayerischer Umweltminister, stellvertreten von Prof. Dr. Imme Scholz, kommissarische Direktorin des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE). Der Rat berät die Bundesregierung zur Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie, benennt dringende Handlungsfelder und trägt vielfältig dazu bei, Nachhaltigkeit zu einem wichtigen öffentlichen Anliegen zu machen.

Inhaltlich und in seinen Aktionsformen ist der Rat unabhängig. Ergebnisse seiner Arbeit sind zum Beispiel der Deutsche Nachhaltigkeitskodex, diverse politische Stellungnahmen zur nationalen und internationalen Nachhaltigkeitspolitik sowie zu Themen wie Digitalisierung, Klima, Rohstoffe, Plastik, Landwirtschaft. Der Rat bringt Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister zum Dialog „Nachhaltige Stadt“ zusammen, hat den Peer Review 2018 zur deutschen Nachhaltigkeitsstrategie organisiert und moderiert, er vernetzt Akteure durch die Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien (RENN) und fördert Projekte zur Alltagskultur mit diversen Ideenwettbewerben über den Fonds Nachhaltigkeitskultur sowie den Deutschen Aktionstagen Nachhaltigkeit. Die Mitglieder des Rates werden durch eine Geschäftsstelle unterstützt. Mehr unter www.nachhaltigkeitsrat.de.