Der RNE hat eine Arbeitshilfe zum Berichtsrahmen Nachhaltige Kommune (BNK) entwickelt, die eine praxisnahe, effiziente und effektive Anwendung des BNK im kommunalen Nachhaltigkeitsmanagement unterstützt.
Die Arbeitshilfe geht auf unterschiedliche Ausgangssituationen und Prozessstände in Kommunen ein. Sie ist modular aufgebaut und bietet Hilfestellungen und Checklisten zu zentralen Vorüberlegungen und organisatorischen Fragen – angepasst an unterschiedliche Kommunalgrößen, Strukturen und Reifegrade des jeweiligen Nachhaltigkeitsmanagements. Dabei bezieht sie sich durchgehend auf Erfahrungswerte aus Anwenderkommunen.
Die Arbeitshilfe bezieht durchgehend Hinweise zur Digitalisierung ein, insbesondere zur Arbeit mit dem neuen Portal für nachhaltige Kommunen.
„Uns ist wichtig, mit der Handreichung eine Starthilfe für effektives Management anbieten zu können, betont RNE-Generalsekretär Dr. Jürgen Janssen. „Wir freuen uns, mit der nun vorliegenden Arbeitshilfe die BNK-Handreichung um Erfahrungswerte aus der Praxis des kommunalen Nachhaltigkeitsmanagements zu ergänzen. Kommunen bekommen konkrete Hinweise, wie sie den BNK-Bericht als wirkungsvolles Instrument in ihrer Verwaltungsarbeit einsetzen und sinnvoll mit anderen Instrumenten und Prozessen verzahnen.”
Die vierteilige Arbeitshilfe legt einen Schwerpunkt auf strategische Überlegungen, eine gute Vorbereitung und praktische Umsetzung:
- Kapitel 1 stellt knapp den BNK sowie das Portal für nachhaltige Kommunen vor.
- Kapitel 2 behandelt strukturelle und strategische Vorüberlegungen vor der Erarbeitung des Berichts: Welche Funktionen soll der Nachhaltigkeitsbericht in der Kommune erfüllen? Welche Rolle kann er im Kontext des kommunalen Nachhaltigkeitsmanagements (zukünftig) einnehmen? Was gilt es in kleinen, mittleren und großen Kommunen zu beachten? Welche Strukturoptionen im BNK eignen sich für die kommunalspezifischen Zwecke? Wie werden die relevanten kommunalen Unternehmen ausgewählt, in den Berichtsprozess eingebunden und wie wird die Zusammenarbeit geregelt? Wie stark soll der Prozess digitalisiert werden?
- Kapitel 3 widmet sich den praktischen Schritten in der Berichterstellung. Dazu zählen die Verankerung in Verwaltungsstrukturen und -prozessen, das Ressourcen- und Projektmanagement, das Datenmanagement, die Einbindung externer Akteur*innen sowie die Erarbeitung, Abstimmung und Darstellung der Inhalte. Zudem zeigt das Kapitel, wie Inhalte so aufbereitet werden können, dass sie klare Bezüge zu bestehenden (Nachhaltigkeits-)Strategien herstellen und so deren Monitoring unterstützen. Das Prinzip „comply or explain” wird vorgestellt und seine Anwendung erläutert.
- Kapitel 4 bezieht sich auf die Arbeit mit dem fertiggestellten BNK-Bericht, gibt Empfehlungen, wie ausgewählte Inhalte zielgruppengerecht in unterschiedlichen Formaten veröffentlicht und kommuniziert werden können und bietet Impulse zur langfristigen Verstetigung der Berichterstattung.
Großer Dank gilt den engagierten Kommunen, deren Praxisbeispiele die gesamte Arbeitshilfe prägen sowie dem BNK-Partnerkonsortium: Das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu), die Bertelsmann Stiftung, die drei kommunalen Spitzenverbände, die Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt), die Landesarbeitsgemeinschaft Agenda21 NRW (LAG21 NRW) e.V. und in diesem Kontext insbesondere die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW), die Erfahrungswerte aus der BNK-Anwendung im Rahmen ihrer Förderprogramme aus den Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) für diese Publikation bereitgestellt hat. Nicht zuletzt danken wir auch Dr. Anke Butscher (corsus-corporate sustainability GmbH) und Julia Pfinder (Organisationsentwicklung und Prozessbegleitung) für die umfassende inhaltliche und strukturelle Bearbeitung.