Nachhaltigkeit besser kommunizieren

Berlin, 21.01.2015 – Mithilfe des Deutschen Nachhaltigkeitskodex wollen die deutschen Lebensmittelhersteller zukünftig ihre Nachhaltigkeitsleistungen transparenter und vergleichbar machen.
Die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) und Vertreter der Lebensmittelbranche setzen verstärkt auf die Anwendung des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK). Mit dem vom Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) geschaffenen Standard können Unternehmen ihre klassischen Bilanzen um relevante Angaben aus den Bereichen Umwelt und Soziales ergänzen. Gemeinsam mit dem RNE will der BVE einen Branchenleitfaden zur einfachen und fachspezifischen Anwendung des DNK erstellen.
„Nachhaltigkeit wird mehr und mehr zu einem Wettbewerbsfaktor für Unternehmen. Mit dem DNK geben wir Firmen und Organisationen ein erprobtes Instrument zur Hand, mit dem sie ihre Nachhaltigkeitsleistungen effektiv kommunizieren können“, betont Prof. Dr. Günther Bachmann. Dies sei, ergänzt der Generalsekretär des RNE, nicht zuletzt für Stakeholder und Investoren von großem Interesse.
Da es seine zentrale Aufgabe sei, den Nachhaltigkeitsgedanken insgesamt voranzubringen, begrüße der RNE die Initiative des Bundesverbands. „Schließlich ist die Ernährungsindustrie ein bedeutender Wirtschaftszweig in Deutschland. Der RNE steht der Initiative für eine verbesserte Nachhaltigkeitskommunikation mit Rat und Tat zur Seite“, so Prof. Dr. Bachmann.
Christoph Minhoff, Hauptgeschäftsführer der BVE, sieht seine Branche auf dem richtigen Weg: „Wir müssen die Leistungen unserer Unternehmen im Bereich Nachhaltigkeit mehr hervorheben. Eine verständliche und vergleichbare Nachhaltigkeitsberichterstattung ist daher unser Ziel. Mit dem DNK haben wir das richtige Werkzeug dafür gefunden. Es ist niedrigschwellig und legt den Fokus auf die wesentlichen Einflusskriterien, sodass es gerade für unseren kleinen und mittelständischen Unternehmen unkompliziert anzuwenden ist.“
Auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin geben Günther Bachmann und Christoph Minhoff Einblick in die Zusammenarbeit von RNE und BVE und erläutern die Herausforderungen bei der Anwendung des Deutschen Nachhaltigkeitskodex. Die Veranstaltung findet am 21. Januar 2015 um 15:30 Uhr auf der Bühne des Gemeinschaftsstands der BVE und des Bundes für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL) statt.Der fördert verantwortungsbewusstes Wirtschaften. Er misst die Nachhaltigkeitsleistung von nationalen wie internationalen Organisationen und Unternehmen jeder Größe und Rechtsform anhand von 20 grundsätzlichen Kriterien. Ab 2017 müssen kapitalmarktorientierte Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern über ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten berichten. Die EU-Kommission hat den DNK als geeigneten Standard zur Erfüllung der Berichtspflicht gewürdigt. Aufgrund seiner Ausrichtung und unkomplizierten Handhabung ist der DNK jedoch auch und besonders für kleinere und mittlere Unternehmen geeignet.
Der wurde erstmals im April 2001 von der Bundesregierung berufen. Ihm gehören 15 Personen des öffentlichen Lebens an. Der Rat entwickelt Beiträge für die Umsetzung der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie, benennt konkrete Handlungsfelder und Projekte und verfolgt die Aufgabe, Nachhaltigkeit zu einem wichtigen öffentlichen Anliegen zu machen. Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel setzt die nationale Nachhaltigkeitsstrategie fort und hat den RNE zum 1. Juli 2013 für weitere drei Jahre berufen.
Die , in der sich Fachverbände und Unternehmen alle wichtigen Branchen der Ernährungsindustrie – von den alkoholfreien Getränken über Fleisch und Süßwaren bis hin zum Zucker – zusammengeschlossen haben.
Die Ernährungsindustrie ist mit rund 555.000 Beschäftigten in 6.000 Betrieben der viertgrößte Industriezweig Deutschlands. Sie versorgt 80 Millionen Verbraucher mit hochwertigen Lebensmitteln. Mit einer Exportquote von 33 Prozent schätzen zudem Kunden weltweit die Qualität deutscher Produkte.Deutscher Nachhaltigkeitskodex
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