Concordia Versicherungen ist 500. Anwender des Deutschen Nachhaltigkeitskodex

Berlin, 30.04.2019 – Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) feiert die Concordia als 500. Anwenderunternehmen des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK). Vor acht Jahren hat der RNE den DNK als Mindeststandard für die Offenlegung unternehmerischer Nachhaltigkeitsleistungen veröffentlicht.

Das Jubiläum trifft mitten hinein in die EU-weite Diskussion zu nachhaltigen Finanzen sowie die Weiterentwicklung der nicht-verpflichtenden Leitlinien der Nachhaltigkeitsberichterstattung der EU-Kommission. Umso passender, dass ein Unternehmen aus dem Finanzbereich diesen Meilenstein erreicht. „Hier schließt sich der Kreis der aktuell sehr lebhaften Diskussionen um Sustainable Finance und Berichterstattung“ sagt Yvonne Zwick, Leiterin des Büros Deutscher Nachhaltigkeitskodex und stellvertretende RNE-Generalsekretärin. Auch aus Sicht der Concordia ist der Zeitpunkt passend: „Das Geschäftsmodell von Versicherungen ist auf die Zukunft gerichtet. Nachhaltigkeit ist daher fest in den Wurzeln der Concordia verankert“, so Henning Mettler, der Finanzvorstand des Hannoverschen Unternehmens. Die Rahmenbedingungen haben sich jedoch stark verändert. „Globale Herausforderungen bedeuten, dass wir bestehende gesellschaftliche und unternehmerische Denkmuster hinterfragen und ein Umdenken fördern müssen“. In Zusammenarbeit mit einem externen, unabhängigen Nachhaltigkeitsbeirat wurde beispielsweise ein Katalog von sehr strengen Nachhaltigkeitskriterien für die Kapitalanlagen bestimmter Produktlinien der Concordia oeco Lebensversicherung aufgestellt. „Als Unternehmen und Arbeitgeber stellen wir über die geschäftlichen Aufgaben hinaus das Prinzip der Nachhaltigkeit nach besten Kräften in den Mittelpunkt unseres Handelns. Daher freuen wir uns besonders, dass wir das 500. Anwenderunternehmen sind.“

Gerade aufgrund der seit letztem Jahr geltenden, sogenannten CSR-Berichtspflicht haben viele Unternehmen aus dem Bereich Finanzen & Versicherungen den DNK als Standard für Ihre Berichterstattung gewählt – außer Concordia weitere 148 Unternehmen. Das CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz verpflichtet Unternehmen dazu, über sogenannte nichtfinanzielle Informationen zu berichten. Dabei schätzen Anwender den DNK als pragmatischen Einstieg in die Nachhaltigkeitsberichterstattung, insbesondere solche, die auf diesem Gebiet noch keine oder wenig Erfahrung haben. Dies zeigen auch die Ergebnisse einer Anwenderumfrage von 2018. „Im zweiten Jahr der CSR-Berichtspflicht sehen wir, welche Entwicklung viele Berichte durchlaufen: Lasen wir letztes Jahr bei einigen weder eine Nachhaltigkeitsstrategie, noch konkrete Konzepte zu den einzelnen Belangen, haben sie sich innerhalb eines Jahres sichtbar weiter mit den Wirkungen ihres Kerngeschäfts auf Umwelt, Gesellschaft und ihre langfristige wirtschaftliche Entwicklung auseinandergesetzt. Immer mehr Unternehmen berichten nun von der Planung und Umsetzung konkreter Schritte in Richtung eines Nachhaltigkeitsmanagements“, so Zwick. „Die Berichte schaffen eine informierte Basis für den gesellschaftlichen Diskurs darüber, was Unternehmen leisten sollen, leisten können und zeigt zugleich, wie Berichterstattung in die Unternehmen hineinwirkt, wenn sie seriös betrieben wird.“ Dabei gewinnen die globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDGs) als Bezugsrahmen in den Berichten an Bedeutung.

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung und das Büro Deutscher Nachhaltigkeitskodex freuen sich, die Concordia Versicherung im Kreis der Anwenderunternehmen zu begrüßen.

Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex (DNK) wird von der Geschäftsstelle des Rates für Nachhaltige Entwicklung betreut und fördert verantwortungsbewusstes Wirtschaften. Er stellt die Nachhaltigkeitsleistung von nationalen wie internationalen Organisationen und Unternehmen jeder Größe und Rechtsform anhand von 20 Kriterien und ergänzenden Leistungsindikatoren dar. Seit Anfang 2017 müssen kapitalmarktorientierte Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitenden über ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten berichten. Die EU-Kommission und der deutsche Gesetzgeber haben den DNK als geeigneten Standard zur Erfüllung dieser Berichtspflicht gewürdigt. Aufgrund seiner Ausrichtung und unkomplizierten Handhabung ist der DNK auch für kleinere und mittelgroße Unternehmen gut anwendbar. Die Nutzung des DNK und der DNK-Datenbank sind kostenlos. Mehr Informationen finden Sie unter www.deutscher-nachhaltigkeitskodex.de

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) berät die Bundesregierung zur Nachhaltigkeitspolitik. Er ist in seiner Tätigkeit unabhängig und wird seit 2001 alle drei Jahre von der Bundesregierung berufen. Ihm gehören 15 Personen des öffentlichen Lebens aus der Zivilgesellschaft, der Wirtschaft, der Wissenschaft und der Politik an. Den Vorsitz führt seit 2020 Dr. Werner Schnappauf, stellvertretende Vorsitzende ist Prof. Dr. Imme Scholz. Der Rat führt auch eigene Projekte durch, mit denen die Nachhaltigkeit praktisch vorangebracht wird. Zudem setzt er Impulse für den politischen und gesellschaftlichen Dialog. Der Rat wird von einer Geschäftsstelle mit Sitz in Berlin unterstützt.

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