Dialog „Deutscher Nachhaltigkeitskodex“
Der Rat für Nachhaltige Entwicklung hat den Deutschen Nachhaltigkeitskodex (PDF, 2076 KB) in seiner Sitzung am 13.10.2011 einstimmig beschlosen. Das Instrument wurde mit einer Empfehlung zur Implementierung an die Bundesregierung überstellt.
Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex macht Nachhaltigkeitsleistungen der Unternehmen sichtbar, mit einer höheren Verbindlichkeit transparent und vergleichbar. Er verbreitert damit die Basis für die Umsetzung von Nachhaltigkeit. Der Nachhaltigkeitskodex eignet sich für Unternehmen jeder Größe und Rechtsform.
Einige Statements prominenter Personen und Institutionen verdeutlichen das Wirkungspotenzial des Instruments:
„Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex ist - neben vielen anderen Möglichkeiten der Darstellung unternehmerischer Sozialverantwortung - ein gutes Instrument, mit dem eine nachhaltige Unternehmensführung dokumentiert werden kann. Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex ist ein sinnvolles Instrument, um die Bemühungen der deutschen Wirtschaft für eine nachhaltige Entwicklung noch stärker zu unterstützen. Unternehmen erhalten eine verlässliche und vor allem freiwillige Grundlage, anhand derer sie ihre Aktivitäten evaluieren, ausbauen und glaubhaft kommunizieren können. In Berlin wird sich die IHK auch künftig dafür einsetzen, das Thema Nachhaltigkeit in der Wirtschaft voranzutreiben. Der Kodex wird dabei gute Dienste leisten."
Dr. Eric Schweitzer, Mitglied des Rates für Nachhaltige Entwicklung und Präsident der IHK Berlin
"Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex gibt den Untenrehmen einen kräftigen Impuls für mehr Transparenz und nachhaltige Verantwortung. Besonders positiv ist es, dass der Deutsche Nachhaltigkeitskodex in einem umfassenden Dialog entwickelt wurde - initiiert vom Rat für Nachhaltige Entwicklung und getragen von vielen unterschiedlichen Beteiligten. Jetzt geht es darum, die begonnene Zusammenarbeit konsequent voranzutreiben, damit möglichst viele Unternehmen den Deutschen Nachhaltigkeitskodex in der Praxis anwenden. Die REWE Group wird sich auch weiterhin aktiv engagieren und setzt damit - gerade mit Blick auf die aktuelle Diskussion über eine europäische Nachhaltigkeitsstrategie auf die Prinzipien der Transparenz, Glaubwürdigkeit, Verantwortung und Freiwilligkeit."
Alain Caparros, Vorstandsvorsitzender der REWE Group
" Der politische Mehrwert des Deutschen Nachhaltigkeitskodex für große, global operierende Unternehmen ist nicht zu bestreiten. Sie betreiben einen erheblichen Aufwand, den sehr unterschiedlichen Informationsanforderungen von Investoren gerecht zu werden. Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex ist sehr gut geeignet, eine Vereinheitlichung herbei zu führen. Es steht Deutschland gut an, hier Vorreiter zu sein. Kleine und mittlere Unternehmen, für die Managementsysteme und vorgegebene Berichtsformate nicht geeignet sind, können gleichwohl aus den Ansätzen des Nachhaltigkeitskodex wichtige und hilfreiche Anregungen für nachhaltiges Wirtschaften schöpfen."
Peter Clever, Mitglied der Hauptgeschäftsführung der BDA
„Mit dem DNK ist für Unternehmen aller Rechtsformen ein Instrument geschaffen, dass Transparenz über die Nachhaltigkeit und damit Qualitätsvergleiche erlaubt. Mit den richtigen Rahmenbedingungen wird der Kodex im Kapitalmarkt und bei allen Stakeholdern klar positive Wirkungen zeigen.“
Christian Strenger, Aufsichtsratsmitglied bei DWS Investment, Fraport, Evonik, Tui
"Mit dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex haben Wirtschaft, Gesellschaft und Branchen nun Transparenz und Orientierung für die Bewertung aber auch für die Entwicklung nachhaltiger Lösungen, Strategien und Produkte. So können nun auch nicht börsennotierte Unternehmen ihre nachhaltige Unternehmensführung glaubwürdig anhand global gültiger Kriterien darstellen. Unseren Kunden und Partnern geben wir damit detaillierten Einblick in unsere nachhaltige Unternehmensstrategie und die damit verbundenen Handlungsfelder."
Michael Söffge, Geschäftsführer der Steinbeis Papier GmbH
„Nachhaltigkeit ist heute wichtiger denn je – umso mehr ist das Engagement des Rats für nachhaltige Entwicklung zu begrüßen. Für uns als Verband kommunaler Unternehmen gehört nachhaltiges Wirtschaften seit jeher zu unserem Selbstverständnis. Der Nachhaltigkeits-Kodex ist dabei ein interessantes Instrument für die Kommunalwirtschaft, da er nachhaltiges Handeln transparent macht. Wer die Zukunft gestalten will, muss heute damit beginnen. Und wo geht das besser als vor Ort, in den Kommunen.“
Hans-Joachim Reck, Hauptgeschäftsführer VKU
Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex beschreibt in 20 Kriterien mit je bis zu zwei Leistungsindaktoren Aspekte der Ökologie, Sozialem und der Unternehmensführung (ESG). Er enthält außerdem einen Kommentar , der die Schritte zur Entsprechenserklärung beschreibt sowie Begriffe definiert. Als Service wird ein Template (Word/DOC, 202 KB) zur Verfügung gestellt, das bei der Erstellung der Entsprechenserklärung verwendet werden kann.
Der Rat für Nachhaltige Entwicklung wird bis auf weiteres an dieser Stelle auf Entsprechenserklärungen von Unternehmen zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex verlinken.
Nach umfangreichen Vorarbeiten auf Expertenebene hatte der Nachhaltigkeitsrat am 29.11.2010 einen ersten Entwurf für den Deutschen Nachhaltigkeitskodex vorgelegt und die Öffentlichkeit und alle Unternehmen zu einem Dialog darüber eingeladen. Bis zum Ende der Dialogphase am 25.02.2011 wurden knapp achtzig Stellungnahmen und Diskussionsbeiträge eingereicht. In einem Qualifizierungs-Workshop mit Unternehmen am 09.05.2011 und durch Erfahrungen in der Anwendung des Kodex in einer Praxisphase von Juni bis August 2011 wurde der Entwurf stetig weiter entwickelt. Die aggregierten Ergebnisse der Praxisphase und die daraus resultierenden Änderungen im Kodexentwurf finden Sie in einer zusammenfassenden Präsentation (PDF, 219 KB) von Prof. Dr. Alexander Bassen.
Die Frage nach dem Geltungsbereich des Kodex und der Implementierung wurde in einem Multistakeholderforum am 26.09.2011 in Frankfurt a.M. öffentlich diskutiert. Diese Diskussion floss in die beschlussfassende Sitzung des Nachhaltigkeitsrates am 13. Oktober ein. Eine Dokumentation der Veranstaltung wird im November veröffentlicht.
Weiter gehende Informationen zur Konzeption des Kodex, seinen Anliegen, den zentralen Diskussionspunkten im Entstehungsprozess und den Alternativen z.B. hinsichtlich der Verankerung des Kodex, finden Sie in einer Zusammenfassung (PDF, 340 KB) von Prof. Dr. Alexander Bassen von der Universität Hamburg, dem an dieser Stelle für seine Begleitung herzlich gedankt sei.
Berichte in Fachmedien und auf Websites von Organisationen
It’s time for alignment of ESG agendas, Financial Times, 11.12.2011
CSR NEWS: DPRG-Arbeitskreis: Transparenzpflicht für Unternehmen – Ja oder Nein?, 18.11.2011
Kernfrage der Energiewende - Interview mit Bundesumweltminister Norbert Röttgen, BMU-Website, Quelle: BWA-Journal, Ausgabe 3/2011
REGIERUNGonline: Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel anlässlich der Delegiertenversammlung des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels, 16.11.2011
CFOworld: Interview mit Prof. Dr. Alexander Bassen, 16.11.2011
Der Glocalist, 26.10.2011
Bundesinitiative "Unternehmen: Partner der Jugend" (UPJ) e.V., 18.10.2011
Green financials: Interview mit Yvonne Zwick, Referentin beim RNE, 14.03.2011
Handelsblatt Business Briefing, Nachhaltige Investments (PDF, 84 KB), 10.12.2010
German Socially Responsible Investment: Barriers and Opportunities, 12 German Law Journal No. 3 (2011) (PDF, 377 KB)
Institut für Kammerrecht e.V., aktuelle stellungnahmen 4/11 (PDF, 206 KB), 30.06.2011
DGAP-News: Deutsches Aktieninstitut e.V., 02.05.2011
CFOworld, 15.03.2011
Utopia.de, Projektseite Deutscher Nachhaltigkeitskodex
forum Nachhaltig Wirtschaften, 02.12.2010
UmweltDialog, 01.12.2010
natur + kosmos, 02.12.2010
CSR NEWS, 12.04.2011
CSR NEWS, 03.02.2011
Sebastian Backhaus‘ Blog, 16.12.2010
Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW), Umwelt-Service, Nr. 2, 09.05.2011
Nachhaltige Produktion
RWE AG, CR-News 01/2011
DIHK Eco-Post (PDF, 556 KB), Seite 19, 03.01.2011
Deutsches Global Compact Netzwerk, 02.01.2011
Runder Tisch Verhaltenskodizes - Newsletter Sozialstandards & Corporate Social Responsibility (PDF, 1,1MB), März 2011
Stiftung & Sponsoring
Nachhaltigkeit.at, 06.02.2011
Ökosoziales Forum - Deutschland, 10.03.2011
Bundesinitiative "Unternehmen: Partner der Jugend" (UPJ) e.V, 30.11.2010
Bundesdeutscher Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) e.V., 12/2010
Arbeitgebervereinigung für Unternehmen aus dem Bereich EDV und Kommunikationstechnologie e.V. (AGEV), 12/ 2010
Arbeitskreis Nachhaltige Unternehmensführung (AKNU), 02.12.2010
vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V., 07.12.2010
future e.V. - verantwortung unternehmen, 15.12.2010
bayme - Bayerischer Unternehmensverband Metall und Elektro e.V., 07.12.2010
Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland, 22.12.2010
Bundesverband Ethik e.V.
IHK Südlicher Oberrhein



