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"Die Städte werden in Zukunft noch stärker Zentren technologischer und gesellschaftlicher Innovationen sein. Umso wichtiger sind die Bemühungen um eine nachhaltige Entwicklung unserer Städte."

Dr. Wolfgang Schuster, Mitglied des Rates

30.04.2009

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Hauff: Nachhaltige Mobilität statt Abwrackprämie

Als richtigen Schritt wertet der Vorsitzende des Rates für Nachhaltige Entwicklung, Volker Hauff, die jüngste Initiative der Bundesregierung zur Förderung elektrischer Fahrzeugantriebe. Zugleich fordert er jedoch eine schlüssigen Gesamtstrategie für Mobilität anstatt isolierter Fördermaßnahmen.

Die Bundesregierung will der deutschen Auto- und der Autozulieferindustrie 100 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II für die Weiterentwicklung und Erprobung  von Plug-In-Hybrid- und Elektroantrieben, Verfahren zum Be- und Entladen im Pkw- und Wirtschaftsverkehr sowie die Forschung und Entwicklung im Recycling von Antriebsbatterien zur Verfügung stellen. In Modellregionen sollen Elektrofahrzeuge mit solchen Energiesystemen mittels Informations- und Kommunikationstechnologie vernetzt werden.

„Die Elektro-Mobilität ist eine viel bessere Antwort auf die Wirtschaftskrise als das Abwracken“, kommentiert Hauff die neue Förderinitiative. In der Debatte um den angeschlagenen Autohersteller Opel hat der Ratsvorsitzende bereits mehrfach angemahnt, grundsätzlich über Alternativen in der Automobilität nachzudenken.

Mit einer Elektrifizierungsstrategie, so Hauff, eröffneten sich die deutschen Autobauer Chancen auf  einem Zukunftsmarkt. Eine solche Strategie jedoch brauche eine langfristige Perspektive auf den nötigen Gesamtumbau der Automobilität. Deshalb müsse sie weit über isolierte, Förderprojekte hinausgehen. Hauff drängt die Regierung, in der Wirtschaftskrise den marktwirtschaftlichen Ordnungsrahmen so zu ändern, dass Nachhaltigkeit zum Geschäftsfeld wird. „Abwracken fördert die Schnäppchen-Mentalität des schnellen Vorteils. Nachhaltigkeit braucht die Aufbau-Mentalität des langfristig Sinnreichen“, so Hauff.

Nur so, sagt Hauff, sei das Ziel der Bundesregierung zu erreichen, Deutschland zum Leitmarkt für Elektromobilität zu entwickeln. Nach Plänen der Bundesregierung sollen bis zum Jahr 2020 eine Million Fahrzeuge mit Elektroantrieb auf die Straße kommen. Für die Entwicklung leistungsfähigerer Batterien, die als Voraussetzung für den Erfolg der Elektromobilität gelten, stellte das Bundesbildungsministerium im vergangenen Jahr 60 Millionen Euro bis zum Jahr 2012 bereit. Weitere 360 Millionen Euro hat ein Industriekonsortium beigesteuert.

Elektromobilität gilt trotz einiger ungelöster technologischer Herausforderungen als Hoffnungsträger für einen klimaverträglicheren Verkehr. Ihre Förderung rückt derzeit in vielen Staaten auf der politischen Agenda nach oben. Dänemark und Israel hatten im Frühjahr 2008 Ausbaupläne für Stromtankstellen bekannt gegeben, Kalifornien und Australien zogen Ende des Jahres nach. Neben dem Klimaschutz spielt bei der Förderung von Elektromobilität auch der Wunsch nach weniger Abhängigkeit von Ölimporten eine wesentliche Rolle. Deutschland verbraucht derzeit rund 30 Prozent seiner Primärenergie im Verkehrssektor.

Weiterführende Informationen

Bundesumweltministerium fördert elektrische Fahrzeugantriebe mit 100 Millionen Euro. Pressemitteilung des Bundesumweltministeriums, 23.04.2009. 

Bekanntmachung über die Förderung von Forschung und Entwicklung im Bereich der Elektromobilität. Förderbekanntmachung des Bundesumweltministeriums, 22.04.2009. [PDF, 107 KB]

Weltbeste Elektroautos sollen bald aus Deutschland kommen. Pressemitteilung des Bundesbildungsministeriums, 26.03.2009.

Deutschland soll Leitmarkt für Elektromobilität werden. Pressemitteilung des Bundesverkehrsministeriums, 25.11.2008. 

Elektromobilität. Hintergrundinformationen des Bundesverkehrsministeriums.

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