Fact Sheet: Der Rat für Nachhaltige Entwicklung
Der Rat für Nachhaltige Entwicklung wurde im Juni 2007 von Bundeskanzlerin Angela Merkel erneut berufen. Ihm gehören derzeit 13 Personen aus unterschiedlichen Bereichen des öffentlichen Lebens an. Erstmals berufen wurde der Rat im April 2001 vom damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder. Die laufende Berufungsperiode endet zum Juni 2010.
Aufgaben
- Entwicklung von Beiträgen zur nationalen Nachhaltigkeitsstrategie
- Benennung konkreter Handlungsfelder und Projekte
- Verbreitung des Nachhaltigkeitsleitbildes in der Öffentlichkeit
Wirkungsweise
Der Rat für Nachhaltige Entwicklung prägt die Fortentwicklung der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie im kritischen Dialog mit der Bundesregierung und mit Akteuren in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Er hat unter anderem dafür Sorge getragen, dass quantifizierte Nachhaltigkeitsziele festgelegt und durch Indikatoren überprüfbar wurden. Der Rat gibt Anstöße zur Fortentwicklung der deutschen Nachhaltigkeitspolitik. So setzte er konkrete Schritte gegen die Übernutzung natürlicher Ressourcen auf die politische Tagesordnung, ebenso wie die unternehmerische Verantwortung zur Nachhaltigkeit.
Seine jüngsten Beiträge sind die Studie „Nachhaltig aus der Krise. Analyse möglicher Beiträge einer ökologischen Finanzreform“ (PDF, 1267 KB) und ein Positionspapier zur deutschen Klima- und Energiepolitik (PDF, 68 KB). Außerdem organisierte der Rat die Arbeiten zu einer kritischen Analyse der deutschen Nachhaltigkeitspolitik, einem internationalen Peer Review im Auftrag der Bundeskanzlerin. Daraus entstand das 2009 vorgelegte Gutachten „Sustainability made in Germany – we know you can do it“ (PDF, 3513 KB).
Stellungnahmen
Der Rat äußert sich in Stellungnahmen zu aktuellen politischen Themen. Seine Stellungnahmen richten sich in erster Linie an die Bundesregierung, sind aber auch zur Wahrnehmung in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gedacht.
Empfehlungen
Der Rat richtet konkrete Handlungsempfehlungen an die Bundesregierung. Darunter sind Empfehlungen zur Energieeffizienz und -forschung, zur künftigen Kohlepolitik, zum Weltagrarhandel, zur Forschungs- und Technologiepolitik gegenüber den Schwellenländern, zur Waldwirtschaft, zur Flächeninanspruchnahme und zur unternehmerischen Verantwortung in einer globalisierten Welt. Die jüngsten Empfehlungen des Rates widmen sich dem Zusammenhang zwischen Konsum und Nachhaltigkeit, der Modernisierung des öffentlichen Beschaffungswesens sowie der Frage, wie die Biomasse-Produktion auf Nachhaltigkeitskriterien umgestellt werden kann.
Konferenzen
Einmal jährlich veranstaltet der Rat eine große Nachhaltigkeitskonferenz mit Beiträgen namhafter Politiker und Nachhaltigkeitsexperten sowie Beteiligungsmöglichkeiten für das Publikum. Die Veranstaltung hat sich zur zentralen deutschen Konferenz für Nachhaltigkeit entwickelt. Im Jahr 2009 nahmen mehr als 1300 Menschen teil.
Kommunikationsprojekte
Nach einem Jugend-Schreibwettbewerb (2002), einem Postkarten-Design-Wettbewerb (2003), dem Filmprojekt „Ins Herz der Zukunft“ (2004), dem Fotowettbewerb „Facing Sustainability“ (2005), und dem Kunst- und Medienwettbewerb „24 Stunden für morgen“ (2006) begann 2007 die „Mission Sustainability“ als Online-Plattform für Ideen zu einem nachhaltigem Leben im Alltag. „Mission Sustainability“ wurde 2009 weitergeführt.
Publikationen
Der Rat veröffentlicht gedruckte Stellungnahmen, Empfehlungen, Studien und Pressemitteilungen, ebenso Broschüren wie den Einkaufsführer „Der nachhaltige Warenkorb“. Publikationen des Rates sind kostenlos und zudem online unter www.nachhaltigkeitsrat.de erhältlich. Dort ist auch der zweiwöchentlich erscheinende Newsletter des Rates „News Nachhaltigkeit“ zu abonnieren.
Bundesaktion „Bürger initiieren Nachhaltigkeit“ (BIN)
Mit dieser Aktion unterstützt der Rat in Zusammenarbeit mit mehreren Bundesministerien bürgerliches Engagement für Nachhaltigkeit. „Bürger initiieren Nachhaltigkeit“ soll Impulse zur Verwirklichung der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie auf lokaler und regionaler Ebene geben. Im Jahr 2009 widmete sich die Aktion als Wettbewerb „Generationendialog in der Praxis – Bürger initiieren Nachhaltigkeit“ Modellprojekten für das künftige Zusammenleben von Jung und Alt.
Nachhaltigkeit vor Ort – Dialog zur Nachhaltigkeitsstrategie
Der Rat lud im Juni 2008 die 100 jüngsten Kommunalparlamentarier und Kommunalparlamentarierinnen Deutschlands zu einer dreitägigen Dialogveranstaltung ein, um mit ihnen über die Fortschreibung der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung zu diskutieren. Die Ergebnisse sind online auf den Projektseiten des Nachhaltigkeitsrates zu finden.
BRICS+G Sustainability and Growth. A Dialogue with Brazil, Russia, India, China, South-Africa plus Germany
Auf der Grundlage des internationalen Dialogprojekts BRICS+G Sustainability and Growth, das der Rat 2005 gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) organisierte, verfolgt das Bundesministerium für Bildung und Forschung den internationalen Forschungsdialog „D4S-Dialogue for Sustainability – Dialog für Nachhaltigkeit“. Auf Veranlassung des Rates hat das Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung ISI hierzu in einer Grundlagenstudie die Wissenschafts- und Technologiekompetenz für eine nachhaltige Entwicklung in den genannten Ländern untersucht.
Europäisches Nachhaltigkeitsnetzwerk
Der Rat ist Mitglied des Netzwerks European Environment and Sustainable Development Advisory Councils (EEAC). Er hat sich kritisch zur Überprüfung der Europäischen Nachhaltigkeitsstrategie geäußert. Die Fortschreibung der Strategie wurde im Juni 2006 vom Europäischen Rat verabschiedet und weist den Nachhaltigkeitsräten eine aktive Rolle in der informierten Debatte über Nachhaltigkeit und beim Monitoring der Strategie zu. Das Ratsmitglied Prof. Dr. Angelika Zahrnt war von 2007 bis 2009 stellvertretende Vorsitzende des EEAC.
Kontakt:
Dr. Günther Bachmann, Generalsekretär
Rat für Nachhaltige Entwicklung
Geschäftsstelle c/o GTZ
Potsdamer Platz 10
D-10785 Berlin
Telefon +49(0)30 408190 122
Telefax +49(0)30 408190 125
E-Mail: guenther.bachmann@nachhaltigkeitsrat.de
Internet: www.nachhaltigkeitsrat.de
Pressekontakt:
Christian Schaudwet, Medienreferent
Rat für Nachhaltige Entwicklung
Geschäftsstelle c/o GTZ
Potsdamer Platz 10
D-10785 Berlin
Telefon +49 (0)30 408190-233
Telefax +49 (0)30 408190 22-233
E-Mail: christian.schaudwet@nachhaltigkeitsrat.de
Internet: www.nachhaltigkeitsrat.de
Stand Januar 2010
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Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeitspolitik soll eine wichtige Grundlage schaffen, um die Umwelt zu erhalten und die Lebensqualität, den sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft und die wirtschaftliche Entwicklung in einer integrierten Art und Weise sowohl in Deutschland als auch international voran zu bringen.

