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"Nachhaltigkeit als Leitidee im Handeln braucht bessere Bildung als Basis, dazu mehr Aktionspartnerschaften und Praxisbeispiele, lokal, regional und international."

Walter Hirche, Mitglied des Rates

Kurz und bündig: Der Rat für Nachhaltige Entwicklung

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) ist ein Beratungsgremium mit Mandat der Bundesregierung. Dem Rat gehören 15 Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens an. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die aktuellen Ratsmitglieder im Juni 2010 für drei Jahre berufen. Erstmals berufen wurde der Rat im April 2001 vom damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder.
 

Aufgaben

Die Bundesregierung hat den Rat mit folgenden Aufgaben betraut:

  • Beiträge zur nationalen Nachhaltigkeitsstrategie entwickeln
  • konkrete Handlungsfelder und Projekte benennen
  • die öffentliche Diskussion über Nachhaltigkeit stärken
     

Vorsitz

Der Vorsitzende des Rates war bis Januar 2012 Hans-Peter Repnik. Er gehörte dem Deutschen Bundestag sieben Legislaturperioden lang als direkt gewählter Abgeordneter an, war Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Fraktion und Parlamentarischer Staatssekretär sowie Vorstandsvorsitzender der Duales System Deutschland GmbH. Marlehn Thieme, Mitglied des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland ist stellvertretende Vorsitzende des Nachhaltigkeitsrates. Sie ist in leitender Position bei der Deutschen Bank AG tätig.
 

Anliegen

Nachhaltige Entwicklung heißt, Umweltgesichtspunkte gleichberechtigt mit sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu berücksichtigen. Dies klar herauszustellen, ist Anliegen des Rates. Zukunftsfähig wirtschaften bedeutet: Wir müssen unseren Kindern und Enkelkindern ein intaktes ökologisches, soziales und ökonomisches Gefüge hinterlassen. Das eine ist ohne das andere nicht zu haben.

Der Rat will die nachhaltige Entwicklung zu einem wesentlichen Ziel und Handlungsfeld der Politik machen. Bei Bürgerinnen und Bürgern wirkt er auf einen nachhaltigen Lebensstil hin. Unternehmen und Institutionen drängt der Rat, ihr wirtschaftliches Handeln nachhaltig zu machen, sich den Herausforderungen der Nachhaltigkeit zu stellen und die Chancen der Nachhaltigkeit zu nutzen. Er will die gesellschaftliche Diskussion über Nachhaltigkeit verbreitern und ihre Ergebnisse wirkungsvoller und verbindlicher machen.
 

Ergebnisse

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung prägt die Fortentwicklung der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie im kritischen Dialog mit der Bundesregierung und mit Akteuren in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Der Rat hat den „Deutschen Nachhaltigkeitskodex“ öffentlich diskutiert und in einer Praxisphase gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern von Unternehmen und Kapitalmarkt getestet und weiterentwickelt. Der neue Transparenzstandard beschreibt in zwanzig Kriterien die Kernanforderungen nachhaltigen Wirtschaftens und macht diese mit einer Auswahl quantifizierter Indikatoren vergleichbar. Die jüngsten politischen Empfehlungen des Rates fordern eine Stabilisierung der Finanzmärkte (PDF, 52 KB) und den Aufbau einer Kreislaufwirtschaft für strategische Rohstoffe (PDF, 476 KB). Im März 2011 erprobte der Rat mit „Dialoge_Zukunft_Vision2050“ ein neues Format für gesellschaftlichen Dialog über Langfristpolitik. Aktuell begleitet er eine Initiative von rund 20 Oberbürgermeistern für nachhaltige Kommunalentwicklung. 2009 organisierte der Rat die kritische Analyse der deutschen Nachhaltigkeitspolitik durch internationale Experten (Peer Review). Bundestag und Bundesregierung haben ihren Bericht „Sustainability: Made in Germany“ (PDF, 3513 KB) zur Fortentwicklung der Nachhaltigkeitspolitik genutzt.

Der Nachhaltigkeitsrat vergibt jährlich den Titel „Social Entrepreneur der Nachhaltigkeit“, lädt zu wissenschaftlichen Carl-von-Carlowitz-Vorlesungen ein und verleiht besonderen Nachhaltigkeitsinitiativen für jeweils ein Jahr das Qualitätslabel „Werkstatt N“.
 

Instrumente

Ratsmitglieder

Marlehn Thieme
stellvertretende Vorsitzende des Rates, Mitglied des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Director der Deutsche Bank AG

Dr. Heinrich Graf von Bassewitz
Landwirt, Bundesbeauftragter für ökologischen Landbau des Deutschen Bauernverbandes (DBV) und Mitglied des DBV-Präsidiums

Dr. Ursula Eid
Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung a.D.

Dr. Joachim Faber
Mitglied des Vorstands der Allianz SE Asset Management

Dr. Hans Geisler
Sächsischer Staatsminister für Soziales, Gesundheit, Jugend und Familie a.D.

Alois Glück
Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK)

Walter Hirche
Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium a.D., Minister a.D. in Niedersachsen und Brandenburg, Präsident Deutsche Unesco-Kommission

Prof. Dr. Lucia A. Reisch
Professorin an der Copenhagen Business School und der Zeppelin Universität Friedrichshafen

Max Schön
Geschäftsführender Gesellschafter der Max Schön Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. Service KG, Präsident der Deutschen Gesellschaft "The Club of Rome", Vorsitzender des Aufsichtsrats der DESERTEC Foundation

Dr. Eric Schweitzer
Vorstandsmitglied ALBA Group, Präsident der Berliner Industrie- und Handelskammer

Olaf Tschimpke
Präsident des Naturschutzbund Deutschland (NABU)

Michael Vassiliadis
Vorsitzender der Industriegewerkschaft IG BCE

Hubert Weinzierl
Präsident des Deutschen Naturschutzrings (DNR), Vorsitzender des Kuratoriums der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU)

Prof. Dr. Angelika Zahrnt
Ehrenvorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)

Jochen Zeitz, kooptiertes Mitglied des Rates
Verwaltungsratsvorsitzender von PUMA SE, CEO der Sport- und Lifestyle-Gruppe und Chief Sustainability Officer von PPR

 

Kontakt:

Rat für Nachhaltige Entwicklung
Gst. c/o GIZ
Dr. Günther Bachmann
Potsdamer Platz 10
D-10785 Berlin
Telefon +49(0)30 408190 121
Telefax +49(0)30 408190 125
E-Mail: guenther.bachmann@nachhaltigkeitsrat.de
Internet: www.nachhaltigkeitsrat.de

Pressekontakt:

Rat für Nachhaltige Entwicklung
Gst. c/o GIZ
Katja Tamchina
Potsdamer Platz 10
D-10785 Berlin
Telefon +49 (0)30 408190 233
Telefax +49 (0)30 408190 22233
E-Mail: katja.tamchina@nachhaltigkeitsrat.de
Internet: www.nachhaltigkeitsrat.de

 
Stand Januar 2012

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Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeitspolitik soll eine wichtige Grundlage schaffen, um die Umwelt zu erhalten und die Lebensqualität, den sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft und die wirtschaftliche Entwicklung in einer integrierten Art und Weise sowohl in Deutschland als auch international voran zu bringen.