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Wie kommt das? Michael Schmidt: Dafür gibt es drei Erklärungen: Die erste ist die Wertpapierkultur, die bei den deutschen Anlegern generell noch nicht weit entwickelt ist. Sie wissen wenig über die Zusammenhänge von Finanzsystem und Gesamtwirtschaft und damit auch über Nachhaltigkeit in diesem Bereich. Man kauft hierzulande zwar Bio, ist von der Energiewende überzeugt, achtet auf die Herkunft von Produkten und setzt sich Solaranlagen aufs Dach. Aber das Interesse dafür, wie Finanzentscheidungen wirken, ist gering. Liegt es also an der Nachfrage der Kunden? Nein, nicht nur. Der zweite Punkt sind institutionelle Anleger, also etwa Stiftungen, Pensionskassen, Versicherungen und Anlagemanager. Zu viele sehen nach wie vor einen Konflikt zwischen dem magischen Dreieck von Rendite, Sicherheit und Liquidität – und dem Aspekt Nachhaltigkeit, der diese Ziele vermeintlich gefährdet. Da gibt es teilweise Berührungsängste, Wissenslücken und einen Mangel an Bewusstsein. 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Da sind etwa Norwegen oder Frankreich viel weiter. Viele der Debatten haben sich in der Vergangenheit wiederholt. Was wird nun anders beim ersten Sustainable Finance Gipfel am 23. Oktober? Das beantwortet sich schon am Titel: „Sustainable Finance Gipfel Deutschland“. Erstmals reden wir über alle Themen der Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft. Nicht über einzelne Produkte, die neben der Finanzwirtschaft existieren, sondern um Grundsätzliches im System. Wir haben konkrete Empfehlungspapiere – den Zwischenbericht der High Level Expert Group on Sustainable Finance der EU-Kommission, die PRI Roadmap für Deutschland, das living document Sustainable Finance des Rates für Nachhaltige Entwicklung und die Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures des Finanzstabilitätsrates der G20-Staaten. Aber es gibt doch Vorbehalte in der Branche? Es gibt Berührungsängste, vor allem zwischen der Zivilgesellschaft und der Finanzindustrie sowie der Politik und der Finanzindustrie. 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Stichwort Regierungsbildung: Wenn die Partei der Ökologie mit der Partei der Wirtschaft in einer Koalition sind – wäre das im Sinne der Nachhaltigkeit? Absolut. Eine Jamaika-Koalition könnte Wirtschaft und Ökologie versöhnen. Das ist eine Riesenchance für die nachhaltige Finanzwirtschaft. Der Steuerungskreis des Hub empfiehlt die Aufnahme der nachhaltigen Finanzwirtschaft in die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie. Welche Wirkung versprechen Sie sich davon? Mehr Verbindlichkeit und konkrete Ansätze. Deutschland hat sich der Agenda 2030 der Vereinten Nationen und den Klimazielen von Paris verpflichtet. Doch die Finanzierungslücke, um die Ziele zu erreichen, ist groß, wir brauchen deshalb alle Akteure – Politik, Realwirtschaft und Finanzwirtschaft –, um sie zu schließen. Deutschland erreicht nicht einmal die Klimaziele 2020, deshalb muss nachhaltige Finanzwirtschaft ein klarer Fokus werden. Kooperiert der Hub denn mit ähnlichen Initiativen? Erst kürzlich haben beispielsweise zehn internationale Finanzzentren ein Programm für eine nachhaltige Finanzwirtschaft gestartet. Wir sind aufgeschlossen, was das angeht und mit verschiedenen Initiativen im Gespräch. Von außen hat man oft den Eindruck, nachhaltige Finanzwirtschaft ist angedockt, aber nicht im Kern der Märkte angekommen. Wie sieht denn Ihre Erfahrung aus der Praxis aus? Ihre Beobachtung ist sicherlich richtig. Aber das gilt für Nachhaltigkeit und Wirtschaft generell. Noch haben wir eine getrennte Nachhaltigkeits- und Finanzberichterstattung. Zudem existieren in der Finanzwirtschaft nachhaltige und normale Produkte nebeneinander. Diese Stränge müssen verbunden werden. Nachhaltigkeit muss im Kern des Finanzsystems ankommen. Gibt es Widerstände in der Finanzbranche? Auf emotionaler oder gar persönlicher Ebene gibt es keinen Widerstand. Klar gibt es den einen oder anderen, der das Thema belächelt. Oft gibt es noch ein falsches Verständnis zur eigenen Rolle, Verpflichtungen und Zielen. Generell ist die Finanzwirtschaft auf genau messbare Größen angewiesen und da gibt es noch systemische Probleme. Außerdem sind durch die Finanzmarktregulierung der vergangenen Jahre Widersprüchlichkeiten zwischen Regulierung und Nachhaltigkeitszielen gefördert worden. Zum Beispiel? Nehmen wir Liquidität. Die Regulierung legt großen Wert auf kurzfristige Realisierung von Vermögensgegenständen. Das führt zu kurzfristigen Anlagen mit geringem Risiko. Nachhaltige Investments brauchen aber oft langfristige, illiquide Anlagen mit einer erhöhten Risikoübernahme, wenn es etwa um Innovationen geht. Oder nehmen Sie Aktien: Sie sind ein sehr teures Anlagegut für Versicherer, weil sie mit besonders viel Eigenkapital unterlegt werden müssen. Das ist Unsinn. Aktien sind für längerfristige Investitionen die beste Wahl. Das wird aber nicht verstanden. 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Für ihn haben vor allem die Akteure dieser Märkte einen wichtigen Hebel in der Hand. Gemeinsam mit den anderen Mitgliedern des Steuerungskreises des Hub for Sustainable Finance (H4SF) hat Bassen nun zehn Thesen für eine nachhaltige Finanzwirtschaft erarbeitet, die der Steuerungskreis am 27. September in Berlin vorstellte. Grundlage für das Papier sind der Interimsbericht der High Level Expert Group on Sustainable Finance der EU-Kommission, die PRI Roadmap für Deutschland, das living document Sustainable Finance des Rates für Nachhaltige Entwicklung, welches der Rat seit März fortschreibt, die Zielsetzung der Accelerating Sustainable Finance Initiative der Deutschen Börse und die Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures des Finanzstabilitätsrates. Bundesregierung soll nachhaltige Investments fördern und fordern Vor allem die Politik sehen die Experten in der Pflicht. Ihr komme eine impulssetzende Rolle als Gestalterin zu, die sie bislang noch nicht ausreichend wahrnehme, heißt es gleich zu Beginn des Thesenpapiers. Der Finanzsektor und die ihm zukommende Verantwortung seien im Rahmen der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie unterrepräsentiert. Vice versa fehle auf Seiten der Finanzmarktakteure eine branchenspezifische Erörterung ihrer Beiträge, um die Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Bassen fordert die künftige Bundesregierung auf, das Thema in der Nachhaltigkeitsstrategie zu verankern. Damit könne die Interaktion zwischen Kapitalmarkt und Politik gestärkt werden, so das RNE-Ratsmitglied. Der politische Rahmen für eine nachhaltigere Finanzwirtschaft spielt eine zentrale Rolle. Dies betont auch Kristina Jeromin, Head of Group Sustainability bei der Deutschen Börse. „Nachhaltiges Finanzieren rückt zunehmend in den Fokus der Öffentlichkeit. 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Der Finanzexperte ist Geschäftsführer der Deka Investment und Mitglied der High-Level Expert Group on Sustainable Finance der EU-Kommission. Vor allem im EU-Vergleich hinke Deutschland beim Thema nachhaltige Finanzwirtschaft hinterher, sagt Schmidt. Während Staaten wie Großbritannien oder Frankreich sich mit zahlreichen Entsandten an der Expertengruppe der EU-Kommission beteiligten, ist Schmidt der einzige Vertreter aus Deutschland. „Zu viele Akteure in den Finanzmärkten sehen Nachhaltigkeitskriterien immer noch als Einschränkung ihrer Zielsetzungen – vollkommen zu Unrecht“, sagt Schmidt. Vielmehr sei es lohnend und gehöre zur treuhänderischen Verantwortung, Nachhaltigkeit im sogenannten magischen Dreieck von Rendite, Risiko und Liquidität explizit und systematisch zu berücksichtigen. Mit den Sustainable Development Goals (SDGs) hat sich die Weltgemeinschaft dazu verpflichtet, Armut zu bekämpfen, die Umwelt zu schützen und Nachhaltigkeitsaspekte in allen Lebensbereichen und Entscheidungen in den Fokus zu rücken. Für Dustin Neuneyer, Head of Continental Europe von PRI Principles for Responsible Investment, geht es vor allem um die Frage, wie der Finanzsektor die UN-Nachhaltigkeitsziele umsetzen kann – auch in Deutschland. In den vergangenen elf Jahren haben mehr als 1.800 Unterstützer die PRI-Initiative unterzeichnet, ein ursprünglich von den Vereinten Nationen initiiertes Projekt. Damit ist rund die Hälfte der weltweit verfügbaren Gelder abgedeckt. Dies bedeutet aber nicht zugleich, dass die Hälfte aller Investitionen nach Nachhaltigkeitskriterien erfolgt. Auch Neuneyer bestätigt, Deutschland sei bei der nachhaltigen Finanzwirtschaft noch „unterentwickelt“. 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Bei dem „Sustainable Finance Gipfel Deutschland“ in Frankfurt kommen Politikvertreter/-innen, Wirtschafts- und Finanzexpert/-innen, Investor/-innen und Wissenschaftler/-innen zusammen. Das Bundesfinanzministerium hat die Schirmherrschaft für die Veranstaltung übernommen. Der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir kommt, um ein Grußwort zu halten. Ziel der Veranstaltung ist es, die wichtigsten Aspekte für eine Agenda nachhaltiger Finanzwirtschaft in Deutschland aufzustellen und die Politik darauf aufmerksam zu machen. Aufgrund des großen Interesses ist die Veranstaltung bereits ausgebucht. Für alle Interessierten steht am 23.10.17 für die gesamte Dauer der Veranstaltung von 9 bis 18 Uhr ein Livestream auf www.h4sf.de zur Verfügung." ["post_title"]=> string(74) "Wie man eine nachhaltige Finanzwirtschaft in Deutschland vorantreiben kann" ["post_excerpt"]=> string(316) "Nachhaltigkeitskriterien finden bei Investoren, Unternehmen oder Kapitalgebern noch zu wenig Beachtung. 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Oktober in Frankfurt Frankfurt / Berlin, 06.09.2017 – Die Deutsche Börse AG und der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) haben am Mittwoch eine strategische Zusammenarbeit im Bereich nachhaltiger Finanzwirtschaft bekannt gegeben. Die Partner werden darin ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten im Finanzsektor koordinieren und weiter vorantreiben. Dabei werden sie sich mit Aspekten der Regulierung, marktgerechten Instrumenten und Kriterien auseinandersetzen, die eine nachhaltige Entwicklung des Finanzsystems fördern. Die gemeinsamen Aktivitäten der Deutschen Börse und des Rates für Nachhaltige Entwicklung werden in einem Steuerungskreis für einen so genannten Hub for Sustainable Finance (H4SF) koordiniert und weiterentwickelt. Mitglieder dieses Gremiums sind zunächst Prof. Dr. Alexander Bassen, Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung, Kristina Jeromin, Head of Group Sustainability bei der Deutschen Börse, Michael Schmidt, Mitglied der Geschäftsführung der Deka Investment und Mitglied der High-Level Expert Group on Sustainable Finance der EU-Kommission, Dustin Neuneyer, Head of Continental Europe von PRI Principles for Responsible Investment sowie das hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung. Die Aktivitäten des Hub for Sustainable Finance werden vom Dialog mit der Wirtschaft und mit zivilgesellschaftlichen Akteuren geprägt sein. „Die Kooperation mit dem Rat für Nachhaltige Entwicklung bietet eine große Chance, gemeinsam konkrete Veränderungen in Wirtschaft und Politik zu fördern und so die notwendige Transformation hin zu einem nachhaltigen Finanzsystem stärker voranzutreiben. 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Oktober in Frankfurt ein „Sustainable Finance Gipfel Deutschland“ des Hub for Sustainable Finance im Hause der DVFA, Deutsche Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management, statt. Hier sollen die wesentlichen Aspekte des Interimsberichts der High-Level Expert Group on Sustainable Finance der EU vom Juli diskutiert werden, der ebenso wie ein Diskussionspapier des RNE zur nachhaltigen Finanzwirtschaft noch bis Mitte September kommentiert werden kann. Das Expertengremium der EU gibt in seinem Zwischenbericht die wesentlichen Eckpfeiler zur Umsetzung von Nachhaltigkeitskriterien für die Mitgliedsstaaten vor. Dazu zählen Aspekte wie Systemstabilität der Finanzmärkte im Hinblick auf Umweltrisiken, die Finanzierung von nachhaltigem Wachstum und die Umsetzung in finanzpolitische Rahmenbedingungen. Zielsetzung der Veranstaltung ist, zentrale Thesen für eine Agenda nachhaltiger Finanzwirtschaft in Deutschland zu diskutieren. 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Ziel ist es, mit vereinter Expertise nachhaltige Lösungen und neue Strukturen für den Kapitalmarkt zu entwickeln. Mit der „Frankfurter Erklärung“, der mittlerweile 44 Unterzeichner angehören, bezeugen die Akteure ihre Absicht, Rahmenbedingungen einer nachhaltigen Finanzwirtschaft zu definieren und verschiedene Initiativen und Projekte anzustoßen. Diese werden aktuell in Projektgruppen ausgearbeitet. Eine Folgekonferenz ist für Anfang 2018 vorgesehen. Weitere Informationen zum Nachhaltigkeitsengagement der Gruppe Deutsche Börse finden Sie unter: http://deutsche-boerse.com/dbg-de/nachhaltigkeit Der Rat für Nachhaltige Entwicklung ist ein Beratungsgremium der Bundesregierung und macht u.a. Vorschläge für die Umsetzung und Weiterentwicklung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie. Seine Aufgabe ist es, konkrete Handlungsfelder zu benennen und die öffentliche Diskussion über Nachhaltigkeit zu fördern. Nachhaltige Finanzwirtschaft stellt im aktuellen Arbeitsprogramm des RNE einen Schwerpunkt dar. In einem „living document“ entwickelt der Rat seit März 2017 unter Beteiligung der interessierten Öffentlichkeit Empfehlungen, wie das Thema zu befördern sei. Ein zentraler Gedanke darin: in Deutschland einen “Hub for Sustainable Finance” gründen. Weitere Informationen zum Rat für Nachhaltige Entwicklung unter www.nachhaltigkeitsrat.de PRI (Principles for Responsible Investment) ist ein von den Vereinten Nationen ideell gefördertes internationales Netzwerk von Investoren, deren Ziel es ist, die Auswirkungen von ökologischen, sozialen und auf Unternehmensführung bezogene Themen auf Investitionsprozesse zu verstehen und die Unterzeichner bei der Berücksichtigung dieser Themen in ihren Investitions- und Eigentümerentscheidungsprozessen zu unterstützen. Weitere Informationen finden Sie hier: https://www.unpri.org/about

Ansprechpartner für die Medien

Deutsche Börse AG Leticia Adam Leticia.adam@deutsche-boerse.com +49 69 2 11 1 2766 Rat für Nachhaltige Entwicklung Katja Tamchina katja.tamchina@nachhaltigkeitsrat.de Telefon: 030/338424-233" ["post_title"]=> string(111) "Deutsche Börse und Rat für Nachhaltige Entwicklung beschließen Kooperation für nachhaltige Finanzwirtschaft" ["post_excerpt"]=> string(0) "" ["post_status"]=> string(7) "publish" ["comment_status"]=> string(4) "open" ["ping_status"]=> string(4) "open" ["post_password"]=> string(0) "" ["post_name"]=> string(111) "deutsche-boerse-und-rat-fuer-nachhaltige-entwicklung-beschliessen-kooperation-fuer-nachhaltige-finanzwirtschaft" ["to_ping"]=> string(0) "" ["pinged"]=> string(0) "" ["post_modified"]=> string(19) "2018-01-04 12:08:29" ["post_modified_gmt"]=> string(19) "2018-01-04 11:08:29" ["post_content_filtered"]=> string(0) "" ["post_parent"]=> int(0) ["guid"]=> string(40) "http://www.nachhaltigkeitsrat.de/?p=3887" ["menu_order"]=> int(0) ["post_type"]=> string(4) "post" ["post_mime_type"]=> string(0) "" ["comment_count"]=> string(1) "0" ["filter"]=> string(3) "raw" } [3]=> object(WP_Post)#4468 (24) { ["ID"]=> int(2356) ["post_author"]=> string(1) "5" ["post_date"]=> string(19) "2017-06-23 08:08:58" ["post_date_gmt"]=> string(19) "2017-06-23 06:08:58" ["post_content"]=> string(5423) "

Mit einem Fachgespräch hat der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) die Diskussion um die Entwicklung einer nachhaltigen Finanzwirtschaft in Deutschland weiter angeschoben. Am 12. Juni hatte der Rat Expertinnen und Experten eingeladen, um einen offenen Austausch über die Ideen und Thesen eines im März publizierten “living documents” zum Thema zu ermöglichen.

Die Perspektive der Auftaktveranstaltung war dem Thema entsprechend breit angelegt. Die Anwesenden kamen aus Politik, Finanzindustrie und Zivilgesellschaft: Vertreterinnen und Vertreter des Bundesumwelt- und des Bundesfinanzministeriums sowie des Landes Nordrhein-Westfalen, aus Banken und anderen Finanzinstitutionen, den Bereichen Verbraucherschutz, Impact Investing und verschiedener finanzmarktnaher Non-Profit-Organisationen trafen in Berlin zusammen. Unter anderem nahm mit Michael Schmidt, Geschäftsführer der Deka Investment GmbH, ein Mitglied der „High-Level Expert Group on Sustainable Finance“ der EU teil. Er berichtete vom Diskussionsstand auf europäischer Ebene. Eine seiner Erkenntnisse: Andere Länder seien deutlich aktiver, wenn es darum gehe, die EU-Regulierung einer nachhaltigen Finanzwirtschaft mitzugestalten.

Kristina Jeromin von der Deutschen Börse informierte über den Stand der “Accelerating Sustainable Finance Initiative”, die die Deutsche Börse Ende Mai gemeinsam mit wichtigen Akteuren des Finanzplatzes Frankfurt gestartet hat. Die Initiative hat zum Ziel, den Finanzmarkt nachhaltiger zu gestalten. Mit der „Frankfurter Erklärung“ bezeugen die Unterzeichner ihre Absicht, Rahmenbedingungen einer nachhaltigen Finanzwirtschaft zu definieren und verschiedene Initiativen am Finanzplatz Frankfurt anzustoßen. Der Nachhaltigkeitsrat gehört zu den Unterzeichnern.

Wer übernimmt die Initiative?

Erste Anstöße, neuen Schwung in die Debatte über Co-Regulierungsprozesse für nachhaltige Finanzwirtschaft in Deutschland zu bringen, hatte der RNE bereits vor einigen Monaten gegeben – zunächst noch unter dem Schlagwort “Green Finance”. Im aktuellen Arbeitsprogramm des Rates liegt auf dem Thema ein Schwerpunkt. Das ehemalige Ratsmitglied Achim Steiner, seit dem 19. Juni Leiter des UN-Entwicklungsprogrammes (UNDP), und Ratsmitglied Alexander Bassen, Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Universität Hamburg, hatten dazu gemeinsam mit RNE-Generalsekretär Bachmann ein als “living document” angelegtes Diskussionspapier erstellt, das auch die Grundlage für das aktuelle Fachgespräch bot.

Das Papier war seit März 2017 bereits unter anderem auf der PAGE-Konferenz, im Staatssekretärsausschuss für nachhaltige Entwicklung und auf der RNE-Jahreskonferenz präsentiert worden. Ein zentraler Gedanke darin: in Deutschland einen “Hub for Sustainable Finance” zu gründen, über den die vielen Akteure zusammenarbeiten können. “Ein wichtiger Schritt auf dem Weg dahin war das Expertengespräch ”, sagte Alexander Bassen , als er die zentralen Ergebnisse der Veranstaltung zusammenfasste.

Im ersten Schritt ging es darum, eine gemeinsame Diskussionsgrundlage zu schaffen: Die Ergebnisse der Runde dienen dazu, das “living document" zu konkretisieren, zu verbessern und zu ergänzen, einige Probleme klarer zu definieren und mögliche Hebel zu prüfen, um das Thema weiter vorantreiben zu können. Die Frage, wer in den kommenden Monaten am besten die Initiative ergreifen sollte, wurde diskutiert und wird Gegenstand weiterer Gespräche mit verschiedenen Akteuren in den nächsten Wochen sein.

Wie Sie sich am öffentlichen Dialog beteiligen können

Im Nachgang an das Fachgespräch wurde das Diskussionspapiers weiterentwickelt. Die neue Fassung vom 22.06.2017 ist auf der Webseite des RNE veröffentlicht, Interessierte sind herzlich eingeladen, diese in einer Konsultationsphase bis zum 15. September zu kommentieren und aus ihrer jeweiligen Perspektive konstruktiv weiterzuentwickeln. Stellungnahmen können bis zum Ablauf der Frist mit dem Betreff „living document Sustainable Finance“ an Yvonne Zwick (yvonne.zwick@nachhaltigkeitsrat.de) gesandt werden.

Gleichzeitig wird der RNE das Gespräch mit Vertretern der Deutschen Börse suchen, um die parallel laufenden Initiativen der beiden Organisationen zusammenzubringen. Wie Alexander Bassen in seinem Fazit am Ende des Tages sagte: „Wir haben uns im 'living document' ehrgeizige Ziele gesetzt. Wenn es uns gelingt, einen Hub auf den Weg zu bringen, der die verschiedenen Kompetenzen und Interessen bündelt, wird er die Entwicklung zu mehr Nachhaltigkeit der Kapitalmärkte langfristig begleiten und vorantreiben."

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Wie kommt das? Michael Schmidt: Dafür gibt es drei Erklärungen: Die erste ist die Wertpapierkultur, die bei den deutschen Anlegern generell noch nicht weit entwickelt ist. Sie wissen wenig über die Zusammenhänge von Finanzsystem und Gesamtwirtschaft und damit auch über Nachhaltigkeit in diesem Bereich. Man kauft hierzulande zwar Bio, ist von der Energiewende überzeugt, achtet auf die Herkunft von Produkten und setzt sich Solaranlagen aufs Dach. Aber das Interesse dafür, wie Finanzentscheidungen wirken, ist gering. Liegt es also an der Nachfrage der Kunden? Nein, nicht nur. Der zweite Punkt sind institutionelle Anleger, also etwa Stiftungen, Pensionskassen, Versicherungen und Anlagemanager. Zu viele sehen nach wie vor einen Konflikt zwischen dem magischen Dreieck von Rendite, Sicherheit und Liquidität – und dem Aspekt Nachhaltigkeit, der diese Ziele vermeintlich gefährdet. Da gibt es teilweise Berührungsängste, Wissenslücken und einen Mangel an Bewusstsein. Also sollte aus dem magischen Dreieck ein Viereck werden? Nachhaltigkeitsaspekte sollten integraler Bestandteil von Rendite, Sicherheit und Liquidität sein. Man könnte aber auch ein magisches Viereck definieren. Da kann es dann durchaus Zielkonflikte geben, etwa zwischen Nachhaltigkeit und Liquidität. Wenn man beispielsweise in langfristige, nachhaltige Projekte investiert, dann kann man diese nicht einfach am nächsten Tag wieder verkaufen, sie sind also nicht liquide. Schließt man zu viele Investitionen aus, kann es auch zu einem Zielkonflikt zwischen Nachhaltigkeit und Rendite kommen. Deshalb sollte Nachhaltigkeit bei vielen institutionellen Anlegern aber nicht von vorn herein ausgeschlossen werden. Denn gleichzeitig zeigen viele Studien, dass sich die risikojustierte Rendite oft sogar verbessert, wenn man Nachhaltigkeitsaspekte mit einbezieht. Und der dritte Punkt? Die Vorbildfunktion des Staates bei der Anlage öffentlicher Gelder fehlt in Deutschland komplett. Da sind etwa Norwegen oder Frankreich viel weiter. Viele der Debatten haben sich in der Vergangenheit wiederholt. Was wird nun anders beim ersten Sustainable Finance Gipfel am 23. Oktober? Das beantwortet sich schon am Titel: „Sustainable Finance Gipfel Deutschland“. Erstmals reden wir über alle Themen der Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft. Nicht über einzelne Produkte, die neben der Finanzwirtschaft existieren, sondern um Grundsätzliches im System. Wir haben konkrete Empfehlungspapiere – den Zwischenbericht der High Level Expert Group on Sustainable Finance der EU-Kommission, die PRI Roadmap für Deutschland, das living document Sustainable Finance des Rates für Nachhaltige Entwicklung und die Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures des Finanzstabilitätsrates der G20-Staaten. Aber es gibt doch Vorbehalte in der Branche? Es gibt Berührungsängste, vor allem zwischen der Zivilgesellschaft und der Finanzindustrie sowie der Politik und der Finanzindustrie. Diese wollen wir abbauen. Vorschläge des Rates für Nachhaltige Entwicklung sind in der Finanzindustrie bisher mit Vorsicht betrachtet worden. Entscheidend ist, dass wir ein gemeinsames Thema haben. Vieles, was es an Vorschlägen zur nachhaltigen Finanzwirtschaft gibt, kommt von internationalen Organisationen. Da konnte man in Deutschland bisher bequem sagen: Na, warten wir mal ab. Jetzt wollen wir zeigen, wie relevant das Thema für Deutschland ist. Was muss denn die nächste Bundesregierung leisten? Nicht von ungefähr haben wir den Gipfel jetzt angesetzt. Wir haben zehn Thesen, viele davon richten sich klar an die Bundesregierung. Eine etwa lautet, dass wir Anreize auf der realwirtschaftlichen Seite brauchen. Die Finanzindustrie kann allokieren und verstärken, aber letztlich werden die Ziele zum Klimawandel oder zur Agenda 2030 nur in Produktionsprozessen, Produktentwicklungen und Infrastrukturprojekten konkret. Dafür muss die Politik den Rahmen setzen. Stichwort Regierungsbildung: Wenn die Partei der Ökologie mit der Partei der Wirtschaft in einer Koalition sind – wäre das im Sinne der Nachhaltigkeit? Absolut. Eine Jamaika-Koalition könnte Wirtschaft und Ökologie versöhnen. Das ist eine Riesenchance für die nachhaltige Finanzwirtschaft. Der Steuerungskreis des Hub empfiehlt die Aufnahme der nachhaltigen Finanzwirtschaft in die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie. Welche Wirkung versprechen Sie sich davon? Mehr Verbindlichkeit und konkrete Ansätze. Deutschland hat sich der Agenda 2030 der Vereinten Nationen und den Klimazielen von Paris verpflichtet. Doch die Finanzierungslücke, um die Ziele zu erreichen, ist groß, wir brauchen deshalb alle Akteure – Politik, Realwirtschaft und Finanzwirtschaft –, um sie zu schließen. Deutschland erreicht nicht einmal die Klimaziele 2020, deshalb muss nachhaltige Finanzwirtschaft ein klarer Fokus werden. Kooperiert der Hub denn mit ähnlichen Initiativen? Erst kürzlich haben beispielsweise zehn internationale Finanzzentren ein Programm für eine nachhaltige Finanzwirtschaft gestartet. Wir sind aufgeschlossen, was das angeht und mit verschiedenen Initiativen im Gespräch. Von außen hat man oft den Eindruck, nachhaltige Finanzwirtschaft ist angedockt, aber nicht im Kern der Märkte angekommen. Wie sieht denn Ihre Erfahrung aus der Praxis aus? Ihre Beobachtung ist sicherlich richtig. Aber das gilt für Nachhaltigkeit und Wirtschaft generell. Noch haben wir eine getrennte Nachhaltigkeits- und Finanzberichterstattung. Zudem existieren in der Finanzwirtschaft nachhaltige und normale Produkte nebeneinander. Diese Stränge müssen verbunden werden. Nachhaltigkeit muss im Kern des Finanzsystems ankommen. Gibt es Widerstände in der Finanzbranche? Auf emotionaler oder gar persönlicher Ebene gibt es keinen Widerstand. Klar gibt es den einen oder anderen, der das Thema belächelt. Oft gibt es noch ein falsches Verständnis zur eigenen Rolle, Verpflichtungen und Zielen. Generell ist die Finanzwirtschaft auf genau messbare Größen angewiesen und da gibt es noch systemische Probleme. Außerdem sind durch die Finanzmarktregulierung der vergangenen Jahre Widersprüchlichkeiten zwischen Regulierung und Nachhaltigkeitszielen gefördert worden. Zum Beispiel? Nehmen wir Liquidität. Die Regulierung legt großen Wert auf kurzfristige Realisierung von Vermögensgegenständen. Das führt zu kurzfristigen Anlagen mit geringem Risiko. Nachhaltige Investments brauchen aber oft langfristige, illiquide Anlagen mit einer erhöhten Risikoübernahme, wenn es etwa um Innovationen geht. Oder nehmen Sie Aktien: Sie sind ein sehr teures Anlagegut für Versicherer, weil sie mit besonders viel Eigenkapital unterlegt werden müssen. Das ist Unsinn. Aktien sind für längerfristige Investitionen die beste Wahl. Das wird aber nicht verstanden. Aber eine Lockerung der Finanzmarktregulierung würde doch nicht sicherstellen, dass Investoren auch in nachhaltige Unternehmen investieren. Es geht um Folgendes: Aktionäre haben ein Eigentumsrecht und damit die Pflicht, sich auch bei Themen der Nachhaltigkeit in einem Unternehmen einzumischen. Institutionelle Anleger können ganz gezielt über die Vorstände und Aufsichtsräte auf einen Wandel in Unternehmen drängen, etwa um Klimaziele zu erreichen. Wir bei Deka Investment verfolgen diesen Ansatz und engagieren uns aktiv als Anwalt der Anleger. Aber um Einfluss nehmen zu können, muss ich als Aktionär das Unternehmen auch langfristig begleiten. Wie wichtig sind denn "stranded assets", um den Rest der Branche zu überzeugen? Also die Idee, dass Anlagen in CO2-intensive Firmen schnell an Wert verlieren werden? Es ist ein wichtiges Argument. In der Tat besteht die Gefahr, dass die Bewertung fossiler Rohstoffreserven und Produktionsmittel in den Bilanzen nicht mehr korrekt sind. Das sind greifbare Risiken, die jeder Investor und Kreditgeber notwendigerweise stärker in den Blick nehmen muss, sonst sind Wertberichtigungen notwendig. Die Frage ist, wie geht man mit den Risiken um? Wie machen Sie das bei der Deka? Wir haben einen konstruktiven Ansatz: Innovationen fördern, Wandel begleiten. Wir nutzen unsere Stimmrechte und machen in Investorendialogen klar, dass sich was ändern muss. Natürlich kann die Ultima Ratio sein, sich komplett aus Anlagen zu verabschieden. Wenn Sie in einem Aktienportfolio den CO2-Ausstoß minimieren wollen, dann geht das einfach: Alles, was mit Chemie, Öl und Gas zu tun hat, abstoßen, dafür Technologiewerte kaufen. Damit geben Sie dann aber auch den Dialog mit dem Unternehmen auf und verlieren somit die Chance auf eine Einflussnahme. Damit ist dann auch in der realen Welt kein einziges Gramm CO2 reduziert. Sie setzen auf eine Art Marsch durch die Institutionen in den Unternehmen? Das Begleiten ist wichtig. Es kann sonst der Effekt eintreten, dass sich alle von bestimmten Unternehmen komplett verabschieden und damit soziale Probleme entstehen, wenn Arbeitsplätze betroffen sind. Man kann nicht das eine Nachhaltigkeitsziel einem anderen gegenüber bevorzugen. Aber natürlich drängt die Zeit. Wir fordern von jedem Unternehmen eine klare Klimastrategie. Gibt es bereits einen Risikoaufschlag, also höhere Zinsen, wenn ein Unternehmen bei Nachhaltigkeitsthemen schwach ist? Sind die Modelle schon da? Da muss noch Arbeit geleistet werden. Studien legen nahe, dass Nachhaltigkeit in der Risikoprämie integriert sein muss. Aber wir können das noch nicht genau quantifizieren. Die Datenverfügbarkeit und die Wissenschaft entwickeln sich jedoch rasant weiter. Wo stehen wir in dem Prozess hin zu einer nachhaltigen Finanzwirtschaft? Es sieht aus, als ob wir noch ganz am Anfang sind. Das würde ich so nicht sehen. Aber ja, wir brauchen einen langen Atem, denn wir haben hier eine weitere Evolutionsstufe vor uns. Natürlich drängt die Zeit wegen der Brisanz des Klimawandels. Aber die zehn Thesen des Hub-Steuerungskreises sind nicht einfach nette Visionen. Sie sind konkret und können jederzeit umgesetzt werden. Finanzmärkte brauchen ewiges Wachstum, eine nachhaltige Wirtschaft weiß um die Grenzen des Wachstums. Ist dieser fundamentale Widerspruch überhaupt jemals aufzulösen? Ich glaube, der Mensch ist als neugieriges Wesen auf Wachstum ausgelegt. Deshalb widerspreche ich der These. Dass es Grenzen bei einigen Formen des Wachstums gibt, das würde ich unterschreiben. Wir werden beispielsweise nicht mehr über fossile, rohstoffbasierte Produktionsmethoden und Produkte wachsen, sondern durch intellektuelles Kapital und moderne Technologien." 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