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„Auf allen Feldern müssen wir dazu beitragen, eine These zu widerlegen: dass es unseren Wohlstand verschlechtern wird, wenn wir nachhaltig wirtschaften. Das stimmt nicht. Wir werden ihn verbessern.“ So energisch schloss Bundesfinanzminister Olaf Scholz seine mit Spannung erwartete Rede auf der 19. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE). Wenn ein wirtschaftlich erfolgreiches Hochtechnologieland wie Deutschland es schaffe, mit wenig bis gar keinen Emissionen ein wirtschaftlich erfolgreiches Hochtechnologieland zu bleiben, sei das der beste Beweis für die Möglichkeit eines nachhaltigen Wandels. In Zusammenhang mit den Herausforderungen des Klimawandels und der Energiewende arbeitete Scholz auch die Bedeutung einer nachhaltigen Finanzwirtschaft – oder Sustainable Finance – heraus, eines der Schwerpunktthemen der Konferenz.

Insofern war es nur passend, dass zum ersten Mal bei einer RNE-Jahreskonferenz ein amtierender Bundesfinanzminister sprach. Auch Scholz’ Ankündigung, dass die Bundesregierung nur zwei Tage später, am 6. Juni, einen Beirat für Sustainable Finance einsetzen würde, passte zu diesem Fokus. Bereits seit Jahren treibt der RNE – unter anderem mit dem Hub for Sustainable Finance – das Thema voran. Am 4. Juli lädt der Rat erneut zu einem Roundtable zum Thema „Kompetenzaufbau Sustainable Finance im Banking, Investment- und Versicherungsgeschäft“, eine weitere Veranstaltung am 10. September widmet sich dem Thema Digitalisierung und Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft.

Auf der Jahreskonferenz hatte Ratsvorsitzende Marlehn Thieme die Bundesregierung aufgefordert, alles zu tun, um ihre selbst gesteckten Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Dies gelte selbstverständlich auch im Bereich Finanzwirtschaft, sagte sie. In seiner Rede betonte Bundesfinanzminister Scholz, dass die Industrie den Strukturwandel schaffen werde, wenn die entsprechenden Rahmenbedingungen geschaffen würden. Schnelles und konsequentes Handeln sei daher von großer Bedeutung.

Standards und Enddaten festlegen

Scholz betonte allerdings, dass marktwirtschaftliche Instrumente allein nicht ausreichen würden: „Das halte ich für eine Illusion“, sagte der Minister und erhielt dafür Applaus vom Publikum. Man sehe das zum Beispiel an den Mitteln aus dem Klimafonds, die nur in geringem Maße abgerufen würden. Deswegen müsse die Regierung Standards, Zwischenziele und ein Enddatum festlegen, zu dem diese erreicht sein sollten: „Ohne Zielperspektive wird das nichts werden.“ Ähnlich wie die Bundeskanzlerin will der Bundesfinanzminister die EU-Ratspräsidentschaft 2020 dazu nutzen, mit seinen Amtskolleginnen und -kollegen Vorhaben zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele zu besprechen und gemeinsame Maßnahmen zu verabreden.

In der Podiumsdiskussion, die an Scholz’ Rede anschloss, wies Alexander Bassen, Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Universität Hamburg und Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung, darauf hin, dass Deutschland derzeit noch weit davon entfernt sei, beim Thema Sustainable Finance eine Führungsrolle einzunehmen. „Internationale Diskussionen finden aktuell noch weitgehend ohne deutschen Beitrag statt“, sagte er. Bassen ist auch Teil des neu konstituierten Beirats für Sustainable Finance, der die Bundesregierung bei der Ausarbeitung und Umsetzung ihrer Sustainable-Finance-Strategie beraten, bestehende Expertise bündeln und den Dialog zwischen den relevanten Akteuren fördern soll. Die Entwicklung einer Sustainable-Finance-Strategie für Deutschland geht auf die Initiative des Bundesfinanz- und des Bundesumweltministeriums zurück und soll in enger Abstimmung mit dem Bundeswirtschaftsministerium erfolgen. Karsten Löffler von der Frankfurt School of Finance & Management und Geschäftsführer des Green and Sustainable Finance Clusters Germany wurde bei der ersten Sitzung zum Beiratsvorsitzenden bestimmt. Informationen zu den weiteren Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie dem Arbeitsprogramm will die Bundesregierung in Kürze veröffentlichen.

„Die Unternehmen hören uns zu“

Auf dem von Alexander Bassen und RNE-Generalsekretär Günther Bachmann moderierten Podium auf der Jahreskonferenz diskutierten Anja Mikus, Vorsitzende des Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung, und Alexander Schindler, Vorstandsmitglied bei Union Investment, die Chancen nachhaltiger Finanzanlagen. Mikus, die für den ersten Staatsfonds verantwortlich ist, der von Anfang an Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigt, wies darauf hin, dass diese die Rendite nicht schmälern, sondern steigern: „Zudem tragen sie dazu bei, Risiken und Schwankungen zu reduzieren.“ Schindler betonte die Verantwortung und die Einflussmöglichkeiten der Finanzwirtschaft: „Wir gehen soweit, dass wir ein Unternehmen wie Daimler dazu bringen, seine ganze Lieferkette auf Nachhaltigkeit zu überprüfen“, sagte er. „Die Unternehmen hören uns zu.“

Video- und Audiomitschnitte der 19. RNE-Jahreskonferenz inklusive der Rede von Bundesfinanzminister Olaf Scholz und dem Panel zu Sustainable Finance finden Sie hier.

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Berlin, 07.06.2019 - Der Absender ist die Botschaft. Erstmals gehen Bund und Länder bei Nachhaltigkeitszielen gemeinsam in die Offensive. Am Abend des 6. Juni 2019 haben sich die Regierungsspitzen Deutschlands zu einer Gemeinschafts-Offensive verabredet. Das bewertet der Generalsekretär des Rates für Nachhaltige Entwicklung, Prof. Dr. Günther Bachmann, positiv: „Das sind starke Worte“. Die Töne, die Bund und Länder jetzt anschlagen, bewertet er als neu. „Ich will das nicht überbewerten, zunächst sind es natürlich nur Worte, aber hier scheint doch Grundsätzliches durch. Die föderalen Spitzen setzen sich selbst unter Druck, jetzt liefern zu müssen.“ Mehr an Ankündigung gehe nicht. Jetzt wissen alle interessierten Kreise und Bürger, dass sie auf die 'Hardware' schauen müssen.

Die Aussage, „gemeinsam kann der Wandel gelingen“, ist in Wahrheit ein MUSS. Der Klimaschutz habe vier Jahre aktive Regierungspolitik verloren, die Energiewende stecke in Details fest. Die Kreislaufwirtschaft warte viel zu lange schon auf eine politische Innovation. Die Entgiftung der Landschaft, Schranken gegen das Artensterben, eine wirksame Bodenschutzvorsorge - das alles stehe auf der Soll-Seite zu Buche. „Es ist richtig, dass sich die politischen Spitzen von Bund und Ländern mit den Nachhaltigkeitszielen und der globalen Verantwortung befassen, weil es um ein gesamtgesellschaftliches Anliegen geht“, so Bachmann.

Wichtig ist ihm, dass die föderalen Spitzen sich auf die sogenannten Prinzipien für Regierungshandeln geeinigt haben, die der Bund vorgegeben hat. Das ist neu. Diese Prinzipien (früher: Regeln für Nachhaltigkeit) seien ein wichtiges Instrument für konkretes Verwaltungshandeln. Werden sie wirklich angewandt, wäre das ein großer Schub für alle Anliegen und Ziele der Nachhaltigkeit - von der Bildungsgerechtigkeit, einem fairen Handel bis hin zur nachhaltigen Beschaffung, für die Umweltvorsorge, das Recycling und die Kreislaufwirtschaft. Die Erklärung sei ein Beispiel für gute antizyklische Politik: Während die Weltpolitik durch nationale Egoismen und Handelskriege gezeichnet ist, bekennt sich Deutschland zum Multilateralismus und zur gemeinsamen globalen Verantwortung. „Das ist ein gutes Zeichen“, so Bachmann, die Fortsetzung müsse beim VN-Gipfel im September folgen.

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung berät die Bundesregierung aktuell auf Basis seiner Stellungnahme vom 4. Juni 2019. Der Rat fordert und zeigt Wege zur Problemlösung. Unter anderem regt er darin ein Gemeinschaftswerk Nachhaltigkeit an.

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Der Ausdruck “Achtsamkeit” – oder auf Englisch: “Mindfulness” – hat in den vergangenen Jahren eine beachtliche Karriere hingelegt, überraschenderweise auch in der Unternehmenswelt. Sie gehören zu den Pionieren dieser Entwicklung. Was ändert sich da gerade?

Peter Bostelmann: Erst mal ist Achtsamkeit ja gar kein neues Konzept, sondern uralt. Es ist etwas, was wir alle von Geburt an in uns tragen und was wir wiederentdecken können. In den alten Weisheitstraditionen, etwa dem Buddhismus, beschäftigen sich Menschen seit Tausenden von Jahren damit. Nur ist das in der westlichen Welt komplett verdrängt worden. Seit den 1950er Jahren kam die Idee dann über San Francisco, wo ich lebe und arbeite, wieder zu uns zurück. Immer mehr Menschen haben in dieser Zeit entdeckt, dass sie das weiterbringt. Da ist es irgendwie zwangsläufig, dass manche von ihnen das aus ihrem Privatleben irgendwann auch in ihre Berufswelt einbringen…

So wie Sie. Wie sind Sie denn zum ersten Mal mit Achtsamkeit, mit Yoga und Meditation in Berührung gekommen? Für einen Wirtschaftsingenieur, der für die SAP arbeitet, scheint das alles andere als zwangsläufig…

Und genau deswegen bin ich der richtige Mensch, um das Thema bei der SAP unterzubringen. Denn ich war früher selbst diesem so typisch deutschen, männlichen Rollenklischee verhaftet: Yoga, Meditation, das war alles nichts für mich, das war esoterisch. Wenn sich meine damalige Lebensgefährtin damit beschäftigte, habe ich das mit Erstaunen betrachtet und etwas belächelt. Aber dennoch: Wenn sie von ihren Schweigeseminaren zurückkam, ist mir schon aufgefallen, dass ihr das richtig gutgetan hatte – und das hat meine Neugierde geweckt. Dann und wann habe ich daraufhin mal so eine halbe Stunde meditiert, und das fand ich auch ganz gut – eine gute Eintrittserfahrung.

Diese Erfahrung machen viele Menschen. Was hat Sie bewegt, sich intensiver damit auseinanderzusetzen?

Eine private Krise, die ich einige Jahre später durchgemacht habe. Die war im Grunde der Motor, den es für mich gebraucht hat. Ich hatte damals mein Gefühl zu mir selbst verloren und wusste nicht, in welche Richtung ich gehen sollte. Ein Freund hat mir damals geraten, selbst mal für ein paar Tage an einem Schweige-Retreat teilzunehmen. Ich wurde überrascht: Ich war davon ausgegangen, dass ich mich in einen entrückten, träumerischen Zustand versetzen würde, aber das war überhaupt nicht so. Im Gegenteil: Ich wurde immer ruhiger und bewusster im Geist, meine Sinne schärften sich. Es entstand eine innere Klarheit, von der ich gar nicht wusste, dass ich dazu in der Lage bin. Ich habe gemerkt, dass ich meine innere Haltung beeinflussen kann, und das hat mich beeindruckt.

Was hat Sie motiviert, diese Erfahrungen in Ihr Unternehmen hineinzutragen?

Es tat mir auch beruflich gut, dass ich gelernt hatte, mich zu beobachten. Ich habe in Stress-Situationen besser reagiert, konnte meine Emotionen besser regulieren, bin dem Berufsalltag mit einer größeren inneren Ruhe und Klarheit begegnet – und hatte auch noch mehr Freude an der Arbeit. Ich habe weniger auf Reize und Trigger reagiert, stattdessen selbstbestimmter agiert. Auch meinen Kollegen ist das aufgefallen, und zwar positiv.

Hatten Sie Vorbilder in anderen Unternehmen?

Einige Unternehmen haben schon früh Programme aufgelegt, ohne dabei allerdings den Begriff “Mindfulness” zu verwenden. Pamela Weiss hat bereits 2004 das “Personal Excellence Programme” entwickelt, das in Unternehmen wie Genentech, Roche, Salesforce and Pixar eingesetzt wurde. Bei Google wurden ab 2007 solche Trainingsprogramme entwickelt. Das hatte ich alles beobachtet, und ab 2012 habe ich begonnen, auch in meinem Unternehmen darüber zu sprechen. Zeitgleich hatte Google seine Programme für die Öffentlichkeit freigegeben, und wir haben das dann bei uns pilotiert. Ich habe das damals ganz klein gedacht. Nie hätte ich gedacht, dass das jemals so groß werden würde.

Es hat bestimmt geholfen, dass Sie die Sprache der Business-Welt sprechen. Sie zeigen Studien vor, die den Effekt solcher Programme belegen, argumentieren – wenn auch ein wenig ironisch – damit, dass Achtsamkeitstrainings 200 Prozent ROI (Return on Investment) bringen… wie wichtig ist das?

Das ist notwendig, denn wir schwimmen immer noch gegen den Strom. Wir haben weiterhin mit vielen Vorurteilen zu tun – zum Beispiel, dass Achtsamkeitstrainings eine Art Burnout-Prävention seien, dass man sowas nur praktiziere, wenn man Probleme habe, oder dass erfolgreiche, produktive Mitarbeiter schlicht keine Zeit für so etwas hätten. Dabei geht es doch darum, die Fähigkeiten der Mitarbeiter zu Selbsterkenntnis und Selbstbewusstsein zu stärken. Inzwischen haben wir von über 98.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern etwa zehn Prozent trainiert. Aber es gibt immer noch viele, auch hohe Führungskräfte, die ganz klar sagen: Sowas brauchen wir nicht.

Was tun sie, um zu überzeugen?

Ein Bekannter hat mal zu mir im Scherz gesagt: SAP übernimmt die Standardimplementierung von Achtsamkeit – mit deutscher Gründlichkeit. Ich musste lachen, aber so falsch finde ich das gar nicht: Nachdem ich nun schon über 20 Jahre bei der SAP bin und in dieser Zeit auch große Projekte geleitet habe, ist es doch ganz natürlich, dass ich mich frage: Wie setzt man so etwas auf, damit es möglichst groß und erfolgreich wird und nachhaltig weiterwächst? Ich bin überzeugt: Nicht mit missionarischer Begeisterung, denn da gerät man schnell unter Esoterik-Verdacht und kann nicht mehr viel bewegen. Sondern mit klaren Strukturen, in der Sprache des Unternehmens, und indem man die Leute mitnimmt, einen nach dem anderen. Unser Vorteil ist es, dass wir wirklich organisch wachsen wollen und können, nicht im Hauruck-Verfahren. Hier herrscht keine Start-up-Mentalität. In unserem erweiterten Team haben wir inzwischen 43 Trainer, die neben ihrem Hauptjob noch 20 Prozent ihrer Zeit in die Weiterbildung ihrer Kollegen investieren. Und mein Kernteam besteht mit mir aus sechs Leuten. Jedes Jahr können wir zehn bis 20 neue Trainer ausbilden. Wir arbeiten heute auch als Dienstleister für andere Unternehmen, zum Beispiel Siemens oder Procter & Gamble und wir haben gerade beschlossen, mit kleinen Videos unsere Ideen auch in eine breitere Öffentlichkeit zu tragen. Damit sind wir weltweit einzigartig, und wir wollen Trendsetter für die anderen Unternehmen sein, die gerade damit beginnen, ebenfalls etwas aufzubauen.

Unternehmen handeln in der Regel nicht altruistisch. Bieten sie Achtsamkeitstrainings nur an, um dadurch einen Mehrwert aus ihren Mitarbeitern zu ziehen?

Auch das ist ein gängiges Vorurteil, besonders in Deutschland. Die „bösen Unternehmen”, die immer nur auf den eigenen Vorteil bedacht sind. Aus meiner Sicht ist es in Ordnung, wenn ein Unternehmen funktionieren will und eine Gewinnerwartung hat – denn nur so überlebt es in unserem System. Damit ist es für mich aber auch kein Widerspruch, dass etwas dem Unternehmen und gleichzeitig seinen Mitarbeitern guttun kann. Manchmal ist das auch nicht so simpel, wie man sich das von außen möglicherweise vorstellt: Bei der SAP gehen wir zum Beispiel davon aus, dass eine bestimmte Anzahl Mitarbeiter das Unternehmen verlässt, nachdem sie an einem Achtsamkeitstraining teilgenommen haben, weil sie feststellen, dass sie etwas Anderes mit ihrem Leben anfangen wollen. Das ist für das Unternehmen in Ordnung.

Selbstoptimierung liegt im Trend. Manchmal keimt deswegen der leise Verdacht auf: Muss ich mich jetzt auch noch mental optimieren? Anders formuliert: Muss ich auch noch meditieren, wo ich doch schon joggen gehe?

Ich halte das für zu linear gedacht. Es geht ja im Gegenteil darum, Freiheiten zu schaffen, ein größeres Selbst-Bewusstsein. Es geht darum, mit sich besser in Kontakt treten, mehr Acht auf sich zu geben. Die Frage ist doch: Wie will ich das Geschenk meines Lebens nutzen? Es gibt Studien, die zeigen, dass Menschen, die Achtsamkeit praktizieren, zu einem ethischeren Handeln neigen. In anderen Worten: Wenn man mit sich in Kontakt ist, fällt es schwerer, sich böse zu verhalten. Andere Studien, die zeigen, dass solche Menschen ihr Konsumverhalten verändern, dass sie weniger brauchen, also auch verbrauchen.

Der Trend zu mehr Achtsamkeit könnte also auch zu gesellschaftlichen Veränderungen und Verbesserungen führen?

Das glaube ich durchaus. Ich glaube, in 20, 30 Jahren wird es eine gesellschaftliche Normalität sein, regelmäßig zu meditieren. Vor 150 Jahren wussten auch die wenigsten, wie wichtig persönliche Hygiene ist. Und wir wissen heute auch, dass man regelmäßig Sport machen oder sich gut ernähren muss, um gesund zu bleiben – auch wenn das dann nicht jeder macht. Wenn viele Menschen ein anderes Bewusstsein für sich und füreinander entwickeln, dann verändert das auch die Gesellschaft, in der sie zusammenleben.

Peter Bostelmann diskutiert auf der 19. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung das Thema „Achtsamkeitspolitik – wie fördern wir unser Miteinander?“. Die Konferenz findet am 4. Juni 2019 in Berlin statt und kann auf Twitter via #RNE19 verfolgt werden. Die Veranstaltung ist ausgebucht. Das Programm im Plenum können Sie hier per Livestream verfolgen.

" ["post_title"]=> string(57) "„Wir wollen Trendsetter für andere Unternehmen sein“" ["post_excerpt"]=> string(461) "Peter Bostelmann hat im Jahr 2012 bei SAP die “Global Mindfulness Practice” gegründet und ist inzwischen als Chief Mindfulness Officer auf Vorstandsebene dafür verantwortlich, das Unternehmen und seine Mitarbeiter achtsamer sich selbst und anderen gegenüber werden zu lassen. Ein Gespräch über Ursprünge, Chancen und Vorurteile – und darüber, dass Meditation in einigen Jahrzehnten genauso selbstverständlich sein könnte wie regelmäßiger Sport." ["post_status"]=> string(7) "publish" ["comment_status"]=> string(6) "closed" ["ping_status"]=> string(6) "closed" ["post_password"]=> string(0) "" ["post_name"]=> string(51) "wir-wollen-trendsetter-fuer-andere-unternehmen-sein" ["to_ping"]=> string(0) "" ["pinged"]=> string(0) "" ["post_modified"]=> string(19) "2019-06-06 12:02:07" ["post_modified_gmt"]=> string(19) "2019-06-06 10:02:07" ["post_content_filtered"]=> string(0) "" ["post_parent"]=> int(0) ["guid"]=> string(42) "https://www.nachhaltigkeitsrat.de/?p=14810" ["menu_order"]=> int(0) ["post_type"]=> string(4) "post" ["post_mime_type"]=> string(0) "" ["comment_count"]=> string(1) "0" ["filter"]=> string(3) "raw" } [3]=> object(WP_Post)#6947 (24) { ["ID"]=> int(14752) ["post_author"]=> string(1) "8" ["post_date"]=> string(19) "2019-05-28 09:04:37" ["post_date_gmt"]=> string(19) "2019-05-28 07:04:37" ["post_content"]=> string(5422) "

Berlin, 28.05.2019 – Verfehlte Klimaziele, Plastikozeane, Hitzewellen, weltweit Hunger und Flucht: Das ist der traurige Status quo. Aber zu zynischem Pessimismus besteht kein Grund. Die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen beginnen erst langsam zu wirken. Zu den positiven Entwicklungen gehört, dass das Thema Nachhaltigkeit im Alltag der meisten Menschen angekommen ist. Dies ist einer der vielen Schritte in Richtung Zukunft, in Richtung einer nachhaltigen Welt. Wie machen wir diese Zukunft zur politischen Heimat und stellen uns gegen die Allmacht des Status quo? Diese Frage steht im Mittelpunkt der 19. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung am 4. Juni 2019 im bcc in Berlin. Die Konferenz beleuchtet, wie wir dieses Ziel erreichen können – in Sachen Digitalisierung, Landwirtschaft, Mobilität, Plastik und Achtsamkeitspolitik. Weitere Themen sind Sustainable Finance und die globale Zusammenarbeit für Nachhaltigkeit.

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, Vize-Kanzler und Bundesfinanzminister Olaf Scholz, Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller, Bundesumweltministerin Svenja Schulze sowie weitere hochrangige Rednerinnen, Redner und Gäste haben ihre Teilnahme an der Jahreskonferenz bereits zugesagt.

Das Programm finden Sie auf unserer Website. Journalistinnen und Journalisten, Fotografinnen und Fotografen sowie Kamerateams können sich ab sofort online akkreditieren.

Von 12.15 Uhr bis 13.00 Uhr findet die Pressekonferenz mit Marlehn Thieme, Vorsitzende des Rates für Nachhaltige Entwicklung, und Heidemarie Wieczorek-Zeul, Ratsmitglied und Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung a. D. statt. Themen sind die Forderungen des Rates zur Weiterentwicklung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie sowie Erwartungen im Hinblick auf den kommenden Nachhaltigkeitsgipfel der Vereinten Nationen im September. Die Pressekonferenz findet ausschließlich in deutscher Sprache statt.

+++ Sollten Sie darüber hinaus Interesse an einzelnen Interviewslots mit den Ratsmitgliedern Frau Thieme (Nachhaltigkeitspolitik allgemein, RNE-Strategiepapier), Frau Wieczorek-Zeul (Multilateralismus, VN-Nachhaltigkeitsgipfel), Frau Scholz (Globale Verantwortung) oder Herrn Bassen (Sustainable Finance) haben, kommen Sie bitte direkt auf uns zu. +++

Der Plenarteil der Jahreskonferenz wird per Livestream übertragen.

Wir laden Sie ein, unter #RNE19 über die Veranstaltung zu twittern.

Bitte nutzen Sie für die Anreise das klimafreundliche Veranstaltungsticket der Deutschen Bahn und den öffentlichen Nahverkehr. Den Link zum Veranstaltungsticket und Hinweise zu Anreise und Veranstaltungsort finden Sie hier.

Barrierefreiheit ist eine Voraussetzung für Inklusion. Der Rat für Nachhaltige Entwicklung hat einen barrierefreien Veranstaltungsort gewählt. Teilnehmende, die besondere Unterstützung für ihre Teilnahme an der Konferenz benötigen, können ihren Bedarf anmelden.

Wie bereits in den Vorjahren wird die Jahreskonferenz nach den Kriterien eines nachhaltigen Veranstaltungsmanagements geplant und realisiert.

Hintergrundinformationen:

Anfragen zu Akkreditierung, Ablauf und Organisation:

Silke Eckert / Birthe Bruhns
MediaCompany – Agentur für Kommunikation GmbH
i. A. des Rates für Nachhaltige Entwicklung
Tel.: +49 (0)30 / 2888 453-26 / -17
Fax: +49 (0)30 / 2888 453-10
E-Mail: presse-rne2019@mediacompany.com

" ["post_title"]=> string(120) "+++ Reminder +++ Presseeinladung: Zukunft zur Heimat machen - 19. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung" ["post_excerpt"]=> string(0) "" ["post_status"]=> string(7) "publish" ["comment_status"]=> string(6) "closed" ["ping_status"]=> string(6) "closed" ["post_password"]=> string(0) "" ["post_name"]=> string(108) "reminder-presseeinladung-zukunft-zur-heimat-machen-19-jahreskonferenz-des-rates-fuer-nachhaltige-entwicklung" ["to_ping"]=> string(0) "" ["pinged"]=> string(0) "" ["post_modified"]=> string(19) "2019-05-28 09:58:29" ["post_modified_gmt"]=> string(19) "2019-05-28 07:58:29" ["post_content_filtered"]=> string(0) "" ["post_parent"]=> int(0) ["guid"]=> string(42) "https://www.nachhaltigkeitsrat.de/?p=14752" ["menu_order"]=> int(0) ["post_type"]=> string(4) "post" ["post_mime_type"]=> string(0) "" ["comment_count"]=> string(1) "0" ["filter"]=> string(3) "raw" } [4]=> object(WP_Post)#6946 (24) { ["ID"]=> int(14491) ["post_author"]=> string(1) "8" ["post_date"]=> string(19) "2019-05-17 20:13:44" ["post_date_gmt"]=> string(19) "2019-05-17 18:13:44" ["post_content"]=> string(10520) "

Berlin, 17.05.2019 – Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) hat für den Ideenwettbewerb „Land schreibt Zukunft“ 16 Gewinnerprojekte ausgewählt, die jeweils für bis zu 12 Monate mit maximal 50.000 Euro gefördert werden sollen. Alle Antragstellerinnen und Antragsteller werden nun informiert. In den kommenden Wochen werden die Verträge mit den Gewinnerprojekten erstellt. Ausgezeichnet wurden Projekte in den Kategorien Wertschöpfung & nachhaltiges Wirtschaften, Tourismus, Gesellschaftlicher Wandel, Bildung und Öffentliche Verwaltung. Die vollständige Liste finden Sie am Ende des Textes.

Bewerben konnten sich sowohl gemeinnützige Akteure, wie Vereine, Stiftungen, und Verbände, aber auch beispielsweise Schulen und Kindergärten. Die antragstellende Institution musste im ländlichen Raum verankert sein. Eine Kooperation mit der Gemeinde und/oder dem Landkreis war wünschenswert. Diese konnten aber auch selbst Antragsteller sein. Kleine und mittelgroße Städte mit bis zu 30.000 Einwohnerinnen und Einwohnern waren ebenfalls antragsberechtigt.

Insgesamt hatten sich 200 Projekte beworben. Der stellvertretende RNE-Generalsekretär und Projektleiter des Fonds Nachhaltigkeitskultur, Bodo Richter, zeigte sich beeindruckt: „Der ländliche Raum wird oft unterschätzt. Hier gibt es großes Potential für nachhaltige Entwicklung. Die hohe Anzahl der eingereichten Anträge bestätigt diesen Eindruck.“

Das Team des Fonds Nachhaltigkeitskultur legte der Jury, bestehend aus dem stellvertretenden Ratsvorsitzenden Olaf Tschimpke, den Ratsmitgliedern Ulla Burchardt, Lucia Reisch, Andreas Pickert sowie RNE-Generalsekretär Günther Bachmann, eine Auswahl von 40 eingereichten Projekten vor, die allen Förderkriterien entsprachen und sich zusätzlich durch ihre besonders innovativen und transformativen Ansätze auszeichneten. Die nun geförderten 16 Projekte tragen aus Sicht der Jury in besonderer Weise dazu bei, gesellschaftliche Denkmuster aufzubrechen und neue Wege zu nachhaltigem Handeln aufzuzeigen. Der Fonds Nachhaltigkeitskultur besteht seit 2017. Auf Initiative des Bundestages stellte das Bundeskanzleramt über einen Zeitraum von drei Jahren 7,5 Millionen Euro zur Verfügung. Der RNE ruft in diesen drei Jahren mehrere Ideenwettbewerbe zu verschiedenen Bereichen der Alltagskultur aus. Der Fonds soll bewährte Ansätze stärken und auch neue Wege gehen, um eine gesellschaftliche Transformation zu mehr Nachhaltigkeit anzustoßen.

Weitere Information zum Fonds, zu anstehenden Wettbewerben und den Gewinnerprojekten des aktuellen Wettbewerbs finden Sie hier.

Die geförderten Projekte zum Wettbewerb „Land schreibt Zukunft“ im Kurzportrait:

Ackerdemia e.V.

Das Bildungsprogramm GemüseAckerdemie stärkt die Wertschätzung von Lebensmitteln, fördert den sozialen Zusammenhalt, das Interesse und Wissen bezüglich einer gesunden Lebensweise und einem ressourcenschonenden Umgang mit der Umwelt. Durch die Einbindung von Seniorinnen als Mentoren an Lernorten im ländlichen Raum wird der Acker zum Ort für Begegnung & Austausch.

Berufsbildende Schulen I Uelzen

Im Rahmen einer Projektwerkstatt erarbeiten Schülerinnen der BBS Uelzen durch aktive Beteiligung, wie Künstliche Intelligenz die Lebensverhältnisse auf dem Land verbessern kann. Die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse ermöglichen es Entscheidungsträgern, nachhaltige Taten für morgen zu realisieren.

Große Kreisstadt Leutkirch im Allgäu

Die App Eat Me Up! ermöglicht virtuelle Reisen durch Raum & Zeit des Ernährungssystems. Ob Betriebsführungen im Hier & Jetzt oder Zeitreisen in die Vergangenheit, im Wissen über historische sowie über gegenwärtige Entwicklungen liegt die Grundlage für nachhaltiges Handeln.

Halle 36 e. V.

Mit „Handwerk für morgen“ begreifen Schülerinnen die Produktionskette vom Schaf bis zum Wollprodukt. Sie lernen verschiedene Handwerkstechniken und regionales Wirtschaften kennen. Sie erproben sich in einer Schülerfirma und entwickeln eine Wertschätzung des Handwerks und einen kritischen Blick auf die sozialen und ökologischen Bedingungen der Textilproduktion in Fernost.

Hermann-Lietz-Schule Haubinda

In einer sehr ländlichen Region arbeiten Schule und Gemeinde zusammen. Zwei Dorfläden werden zum Treffpunkt; ermöglichen Einkauf, Café, Kunst und Kultur - ganz ohne Autoverkehr. Jugendliche erleben, wie ihr Engagement das Dorfleben für alle attraktiver macht.

Landkreis Lüchow-Dannenberg

Der Landkreis Lüchow-Dannenberg möchte durch soziale Innovationen die Alltagskultur durch eine Neukonfiguration sozialer Praktiken positiv verändern. Es sollen Unterstützungsstrukturen initiiert werden, die eine dauerhafte Umsetzung des sozialen Wandels gewährleisten.

Natur schafft Wissen gGmbH

Die Natur schafft Wissen gGmbH hat es sich zur Aufgabe gemacht, zu verantwortungsbewusstem Denken und Handeln anzustiften. Mit einem Naturerlebnis-, Kultur und Begegnungszentrum entsteht ein Ort, an dem mit konkreten Taten für morgen, Nachhaltigkeitsgedanken im Kleinen und Großen gedacht werden.

Schweisfurth Stiftung

Das Ziel der Schweisfurth Stiftung ist es, ein Open Source Online Toolkit zu entwickeln, das regionale Akteure befähigt, in ihrer Region eine Mitmach-Konferenz zu veranstalten. Sie vernetzt lokale Organisationen, Politik und Einzelpersonen und bekräftigt diese in ihrer Wirksamkeit.

Senegal-Projekt des Oberstufenzentrums Märkisch-Oderland e.V.

Die „Schule für globales Lernen“ ist ein neuartiges, zentrales und offenes Jugendbildungsangebot im ländlichen Raum. Dabei bestimmen Jugendliche wie sie aussieht, die neue Struktur für kreatives Lernen und handfestes Engagement.

Stadt Geestland

Ein Netzwerk von Partnern aus Unternehmen, Politik, Gewerbevereinen und der Verwaltung, das sich im Bereich Nachhaltigkeit in Geestland engagiert und die Stadt Geestland aktiv unterstützt, um enkeltauglich zu agieren.

StadtLABOR Hildesheim e.V.

Klimaschutzmanagerin „zum Ausborgen“ - ein Pilotprojekt zum Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsmonitoring und zur Beratung zu Resilienz- und Suffizienzmaßnahmen für ländliche Kommunen, Unternehmen, Gewerbetreibende und Menschen in den Landkreisen Hildesheim und Peine.

Stadt Weißwasser / Citymanagement

Hinter „Helft Euch selbst!“ steckt eine Projektidee, welche die Installation einer Stadtwerkstatt mit eingebundenem Reparatur-Café und einer Bibliothek der Dinge beinhaltet.

Stechlin-Institut

Mit LandÜber soll eine Zukunftsstrategie 2025 entwickelt werden, um das Stechlin-Institut als Leuchtturm für nachhaltige Taten für morgen in der Region und darüber hinaus zu verankern.

Verein zur Förderung solidarischer Lebensgestaltung e.V.

Auf ehemals trockengelegten endlosen Moorwiesen werden nachwachsende Rohstoffe umweltfreundlich angebaut und zu gesunden Baustoffen verarbeitet, um daraus regionaltypische vorgefertigte Ferienhäuser (Kleinode) zu bauen.

Zentrum für Zukunftstechnologie Kunst und Design - Zentralwerkstatt Pfännerhall Geiseltal

Unter dem Slogan "wer etwas zu sagen hat der rede" wird das Zentrum für Zukunftstechnologie Kunst und Design aktive Menschen, die alle Altersgruppen und Schichten der Region des Geiseltales vertreten, in einem Anderen Parlament (DERGUTERAT) handelbar sein lassen.

Zukunftswerft

Im Brandenburger Havelland wird eine Community von Menschen geschaffen, die etwas bewegen möchten und sich inspiriert von und in Begleitung durch erfahrene Engagierte und Expert*innen aus ganz Deutschland gegenseitig bei der Realisierung ihrer Ideen unterstützen.

Projektleiter Fonds Nachhaltigkeitskultur:

Bodo Richter
Wissenschaftlicher Referent
Rat für Nachhaltige Entwicklung
Geschäftsstelle c/o GIZ GmbH
Potsdamer Platz 10
D-10785Berlin
Telefon: +49 (0)30 / 338424-279
E-Mail: bodo.richter@nachhaltigkeitsrat.de

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Berlin, 03.05.2019 – Verfehlte Klimaziele, Plastikozeane, Hitzewellen, weltweit Hunger und Flucht: Das ist der traurige Status quo. Aber zu zynischem Pessimismus besteht kein Grund. Die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen beginnen erst langsam zu wirken. Zu den positiven Entwicklungen gehört, dass das Thema Nachhaltigkeit im Alltag der meisten Menschen angekommen ist. Dies ist einer der vielen Schritte in Richtung Zukunft, in Richtung einer nachhaltigen Welt. Wie machen wir diese Zukunft zur politischen Heimat und stellen uns gegen die Allmacht des Status quo? Diese Frage steht im Mittelpunkt der 19. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung am 4. Juni 2019 im bcc in Berlin. Die Konferenz beleuchtet, wie wir dieses Ziel erreichen können – in Sachen Digitalisierung, Landwirtschaft, Mobilität, Plastik und Achtsamkeitspolitik. Weitere Themen sind Sustainable Finance und die globale Zusammenarbeit für Nachhaltigkeit.

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, Bundesfinanzminister Olaf Scholz, Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller, Bundesumweltministerin Svenja Schulze sowie weitere hochrangige Rednerinnen, Redner und Gäste haben ihre Teilnahme an der Jahreskonferenz bereits zugesagt.

Das Programm finden Sie auf unserer Website. Journalistinnen und Journalisten, Fotografinnen und Fotografen sowie Kamerateams können sich ab sofort online akkreditieren.

Von 12.15 Uhr bis 13.00 Uhr findet die Pressekonferenz mit Marlehn Thieme, Vorsitzende des Rates für Nachhaltige Entwicklung, und Heidemarie Wieczorek-Zeul, Ratsmitglied und Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung a. D. statt. Themen sind die Forderungen des Rates zur Weiterentwicklung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie sowie Erwartungen im Hinblick auf den kommenden Nachhaltigkeitsgipfel der Vereinten Nationen im September. Die Pressekonferenz findet ausschließlich in deutscher Sprache statt.

Der Plenarteil der Jahreskonferenz wird per Livestream übertragen (Link siehe am Tag der Konferenz unter www.nachhaltigkeitsrat.de).

Wir laden Sie ein, unter #RNE19 über die Veranstaltung zu twittern.

Bitte nutzen Sie für die Anreise das klimafreundliche Veranstaltungsticket der Deutschen Bahn und den öffentlichen Nahverkehr. Den Link zum Veranstaltungsticket und Hinweise zu Anreise und Veranstaltungsort finden Sie hier.

Barrierefreiheit ist eine Voraussetzung für Inklusion. Der Rat für Nachhaltige Entwicklung hat einen barrierefreien Veranstaltungsort gewählt. Teilnehmende, die besondere Unterstützung für ihre Teilnahme an der Konferenz benötigen, können ihren Bedarf anmelden.

Wie bereits in den Vorjahren wird die Jahreskonferenz nach den Kriterien eines nachhaltigen Veranstaltungsmanagements geplant und realisiert.

Hintergrundinformationen:

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung wurde erstmals im April 2001 von der Bundesregierung berufen. Dem Rat gehören 15 Personen des öffentlichen Lebens an. Die Aufgaben des Rates sind die Entwicklung von Beiträgen für die Umsetzung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie, die Benennung von konkreten Handlungsfeldern und Projekten sowie Nachhaltigkeit zu einem wichtigen öffentlichen Anliegen zu machen.
In der Wahl seiner Themen und Aktionsformen ist der Rat unabhängig. Ergebnisse aus der laufenden Arbeit sind zum Beispiel der Deutsche Nachhaltigkeitskodex, Stellungnahmen zu aktuellen Themen der deutschen, europäischen und internationalen Nachhaltigkeitspolitik, die Gründung des Hub for Sustainable Finance, die zivilgesellschaftlichen Initiativen im Rahmen der Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit und des Fonds Nachhaltigkeitskultur, der Dialog Nachhaltige Stadt mit Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeistern, der Nachhaltige Warenkorb sowie Beiträge zum nachhaltigen Wirtschaften. Mehr unter www.nachhaltigkeitsrat.de

Anfragen zu Akkreditierung, Ablauf und Organisation:

Silke Eckert / Birthe Bruhns
MediaCompany – Agentur für Kommunikation GmbH
i. A. des Rates für Nachhaltige Entwicklung
Tel.: +49 (0)30 / 2888 453-26 / -17
Fax: +49 (0)30 / 2888 453-10
E-Mail: presse-rne2019@mediacompany.com

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Berlin, 30.04.2019 – Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) feiert die Concordia als 500. Anwenderunternehmen des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK). Vor acht Jahren hat der RNE den DNK als Mindeststandard für die Offenlegung unternehmerischer Nachhaltigkeitsleistungen veröffentlicht.

Das Jubiläum trifft mitten hinein in die EU-weite Diskussion zu nachhaltigen Finanzen sowie die Weiterentwicklung der nicht-verpflichtenden Leitlinien der Nachhaltigkeitsberichterstattung der EU-Kommission. Umso passender, dass ein Unternehmen aus dem Finanzbereich diesen Meilenstein erreicht. „Hier schließt sich der Kreis der aktuell sehr lebhaften Diskussionen um Sustainable Finance und Berichterstattung“ sagt Yvonne Zwick, Leiterin des Büros Deutscher Nachhaltigkeitskodex und stellvertretende RNE-Generalsekretärin. Auch aus Sicht der Concordia ist der Zeitpunkt passend: „Das Geschäftsmodell von Versicherungen ist auf die Zukunft gerichtet. Nachhaltigkeit ist daher fest in den Wurzeln der Concordia verankert“, so Henning Mettler, der Finanzvorstand des Hannoverschen Unternehmens. Die Rahmenbedingungen haben sich jedoch stark verändert. „Globale Herausforderungen bedeuten, dass wir bestehende gesellschaftliche und unternehmerische Denkmuster hinterfragen und ein Umdenken fördern müssen“. In Zusammenarbeit mit einem externen, unabhängigen Nachhaltigkeitsbeirat wurde beispielsweise ein Katalog von sehr strengen Nachhaltigkeitskriterien für die Kapitalanlagen bestimmter Produktlinien der Concordia oeco Lebensversicherung aufgestellt. „Als Unternehmen und Arbeitgeber stellen wir über die geschäftlichen Aufgaben hinaus das Prinzip der Nachhaltigkeit nach besten Kräften in den Mittelpunkt unseres Handelns. Daher freuen wir uns besonders, dass wir das 500. Anwenderunternehmen sind.“

Gerade aufgrund der seit letztem Jahr geltenden, sogenannten CSR-Berichtspflicht haben viele Unternehmen aus dem Bereich Finanzen & Versicherungen den DNK als Standard für Ihre Berichterstattung gewählt – außer Concordia weitere 148 Unternehmen. Das CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz verpflichtet Unternehmen dazu, über sogenannte nichtfinanzielle Informationen zu berichten. Dabei schätzen Anwender den DNK als pragmatischen Einstieg in die Nachhaltigkeitsberichterstattung, insbesondere solche, die auf diesem Gebiet noch keine oder wenig Erfahrung haben. Dies zeigen auch die Ergebnisse einer Anwenderumfrage von 2018. „Im zweiten Jahr der CSR-Berichtspflicht sehen wir, welche Entwicklung viele Berichte durchlaufen: Lasen wir letztes Jahr bei einigen weder eine Nachhaltigkeitsstrategie, noch konkrete Konzepte zu den einzelnen Belangen, haben sie sich innerhalb eines Jahres sichtbar weiter mit den Wirkungen ihres Kerngeschäfts auf Umwelt, Gesellschaft und ihre langfristige wirtschaftliche Entwicklung auseinandergesetzt. Immer mehr Unternehmen berichten nun von der Planung und Umsetzung konkreter Schritte in Richtung eines Nachhaltigkeitsmanagements“, so Zwick. „Die Berichte schaffen eine informierte Basis für den gesellschaftlichen Diskurs darüber, was Unternehmen leisten sollen, leisten können und zeigt zugleich, wie Berichterstattung in die Unternehmen hineinwirkt, wenn sie seriös betrieben wird.“ Dabei gewinnen die globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDGs) als Bezugsrahmen in den Berichten an Bedeutung.

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung und das Büro Deutscher Nachhaltigkeitskodex freuen sich, die Concordia Versicherung im Kreis der Anwenderunternehmen zu begrüßen.

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Immer noch gehen jede Woche Schülerinnen und Schüler weltweit für Klimaschutz auf die Straße – geht es nach Valdis Dombrovskis, dem Vizepräsidenten der Europäischen Kommission zuständig für Finanzdienstleistungen, hat die Politik längst eine Antwort auf die Forderungen der jungen Generation: „Meine Antwort an junge Menschen und Bürger auf der ganzen Welt ist klar: Die Europäische Union steht zu ihren Verpflichtungen, die wir mit dem Abkommen von Paris eingegangen sind“, sagte er zum Auftakt des zweiten Gipfels für eine Nachhaltige Finanzwirtschaft der EU im März in Brüssel.

Auf diesem Gipfel ging es um ein zentrales Vorhaben der EU, um die Klimaziele einzuhalten: den Aufbau eines nachhaltigen Finanzsystems. Den Rahmen dazu hat die Kommission bereits im Mai 2018 gesetzt, als sie ein ganzes Bündel an Reformen angestoßen hat. Einer der zentralen Pfeiler geht jetzt in die finale Runde: Die Definition von EU-weit einheitlichen Regeln dafür, was im Sinne der Umwelt eine nachhaltige Geldanlage ist. Soziale Aspekte der Nachhaltigkeit spielen bisher eine untergeordnete Rolle. Zu dieser sogenannten Taxonomie hat nach der EU-Kommission nun auch das EU-Parlament seine Position verabschiedet. In den nächsten Wochen soll der Ministerrat der EU-Finanzminister folgen, dann startet der entscheidende Trilog zwischen Rat, Kommission und Parlament. Eine Einigung wird es vor den EU-Parlamentswahlen Ende Mai noch nicht geben.

Doch bereits jetzt zeichnet sich eine Vorentscheidung in wichtigen Fragen ab: Einer der beiden Berichterstatter, Bas Eickhout von den niederländischen Grünen, konnte sich mit seinem Vorschlag nicht durchsetzen, nach dem künftig alle Finanzprodukte in der EU unter die Taxonomie fallen sollen. Das hätte bedeutet, dass vom Aktienfonds über Unternehmensanleihen bis zur Rentenversicherung transparent gewesen wäre, wie klimaschädlich oder klimafreundlich sie sind. Nun will neben der Kommission auch das Parlament, dass die Taxonomie von Finanzmarktakteuren nur freiwillig angewendet wird. Finanzprodukte können somit auch als „nachhaltig“ bezeichnet werden, wenn sie nicht der Taxonomie entsprechen. Kommission und Parlament setzen aber darauf, dass aus den freiwilligen EU-Regeln ein Standard erwächst, hinter den kein Anbieter mehr zurückfällt. Finanzprodukte ohne Hinweis auf mögliche umweltschädliche Aktivitäten dürfen jedoch weiterhin verkauft werden.

Es fehlen 180 Milliarden Euro im Jahr

Die Regeln entsprechen damit der Grundidee der Kommission. Nach deren Berechnungen fehlen jährlich 180 Milliarden Euro an Investitionen, um die EU-Klimaziele bis 2030 einzuhalten, also Minus 40 Prozent CO2-Ausstoß im Vergleich zu 1990 zu erreichen. Besonders die Taxonomie sei darauf ausgelegt, diese Lücke zu schließen, schreibt Nina Lazic von der Brüsseler NGO Finance Watch. Es geht also nicht darum, klimaschädliche Finanzströme als solche kenntlich zu machen, sondern grüne Geldanlagen zu stärken. Sie sitzt mit 35 weiteren Expertinnen und Experten in einer Arbeitsgruppe, die im Auftrag der Kommission die technischen Details für die Taxonomie und drei weitere Reformen erarbeitet. „Es gibt Druck aus dem privaten Sektor, die Höhe von Investitionen oder das Ausmaß von Geschäftsaktivitäten, die dem Klimaschutz zuwiderlaufen, nicht angeben zu müssen“, sagt Lazic.

Steffen Hörter leitet global den Bereich „ESG“ bei Allianz Global Investors und sitzt in der gleichen EU-Expertengruppe wie Lazic. Er verweist darauf, dass die Taxonomie im Kontext des gesamten Pakets für Nachhaltige Finanzwirtschaft gesehen werden müsse. Dazu zählen beispielsweise sogenannte Offenlegungsanforderungen. Wer künftig ein Finanzprodukt kauft, muss demnach von den Anbietern informiert werden, inwieweit sie Aspekte der Ökologie, des Sozialen und der Governance, kurz ESG-Kriterien, berücksichtigen. Diese Reformen könnten eine Art „Klimastresstest“ auch bei herkömmlichen Kapitalanlagen ermöglichen. Damit könnte jeder Anlegerin und jedem Anleger transparent werden, ob eine Investition mit dem Zwei-Grad-Ziel von Paris vereinbar ist.

Finanzierungen in einzelne Projekte wie Kraftwerke oder Infrastruktur werde man anhand der Taxonomie relativ einfach auf ihre Klimafreundlichkeit bewerten können, glaubt Hörter. „Aber wir investieren über Aktien und Bonds in ganze Unternehmen mit komplexen Geschäftsaktivitäten. Mithilfe der Taxonomie muss am Ende klar sein, wieviel Prozent der Geschäftstätigkeiten eines Unternehmens grün sind“, sagt er. Er fordert deshalb, dass auch nach Verabschiedung der Taxonomie eine Gruppe aus Experten das EU-Rahmenwerk für grüne Finanzprodukte weiterentwickelt und daran arbeitet, die Kriterien in konkrete Daten zu übersetzen, mit denen Investoren arbeiten können. „Das alles muss erst noch entwickelt werden“, sagt Hörter.

Kohle und Atomkraft gelten als nicht nachhaltig

Was das angeht, ist auch der Entwurf des Parlaments lediglich eine Richtschnur – für die es aber auch Lob von denjenigen gibt, die gerne härtere Regeln gehabt hätten. So schreibt etwa der Grüne EU-Abgeordnete Sven Giegold, dass die Regeln des Parlaments Greenwashing erschweren würden. Denn das EU-Parlament fordert, Investitionen in Kohle, Atomkraft und andere CO2-intensive Anlagen definitiv nicht als ‚nachhaltig‘ deklarierbar zu machen. Sonst könnte eine Investition, mit der ein Kohlekraftwerk effizienter wird, mithilfe nachhaltiger Geldanlagen finanziert werden.

Ebenfalls positiv bewertet etwa Finance Watch, dass das Parlament die sozialen Mindeststandards nachhaltiger Geldanalgen stärken will – nach dem Vorschlag der Kommission hätten Investoren lediglich die ILO-Kernarbeitsnormen einhalten müssen. Das Parlament fordert, dass die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte eingehalten werden müssen, die als strenger gelten. Generell müssen nachhaltige Geldanlagen mindestens einem von sechs EU-Umweltzielen (beispielsweise Klimaschutz, Biodiversität oder Schutz der Meere) nützlich sein und dürfen keinem davon widersprechen.

Insgesamt dauert der Zeitplan der Kommission zur Reform der Finanzmärkte bis 2022 – und wird das nächste Parlament und die nächste Kommission nach der Wahl weiter beschäftigen. „Ich bin davon überzeugt, das Thema Sustainable Finance wird weiterhin oben auf der Agenda stehen“, sagt Karsten Löffler, der ebenfalls zu den von der EU berufenen Experten zählt und Co-Head der Frankfurt School – UNEP Collaborating Centre for Climate & Sustainable Energy Finance ist. „Das Thema Klimaschutz und Finanzmärkte ist schon so weit fortgeschritten, das wird nicht einfach wieder weggehen“, glaubt er.

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Anlässlich der Wahlen zum Europäischen Parlament am 26. Mai 2019 sollten die im Bundestag vertretenen Fraktionen anhand von fünf Fragen ihre Positionen zu nachhaltiger Entwicklung im europäischen Kontext darlegen. Beiträge haben CDU/CSU, SPD, FDP, Die Linke sowie Bündnis 90/Die Grünen geliefert, eine Reaktion der AfD blieb aus. In den Fragen ging es darum, welche generelle Bedeutung die jeweilige Partei der nachhaltigen Entwicklung beimisst, mit welchen Mitteln die Ziele erreicht werden sollen und wie sie die Nachhaltigkeitspolitik auf EU-Ebene gestalten wollen. Zudem wurde zur Verknüpfung von Nachhaltigkeit und Digitalisierung gefragt, ebenso wie nach konkreten „Leuchttürmen“, mit denen die Parteien ihre Herangehensweise an das Thema am besten verdeutlichen. In ihren Antworten messen alle Parteien dem Thema generell große Bedeutung bei und wollen die Nachhaltigkeitspolitik in Europa kraftvoll fortentwickeln. Unterschiede bestehen beim ‚Wie‘. 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Für die Wählerinnen und Wähler machen sie die unterschiedlichen Perspektiven und Herangehensweisen der Parteien deutlich. Wählerinnen und Wähler können sich ab sofort auf der RNE-Website gezielt zu den Positionen der Parteien rund ums Thema Nachhaltigkeit für die Wahlen zum Europäischen Parlament am 26. Mai 2019 informieren.     Der Rat für Nachhaltige Entwicklung wurde erstmals im April 2001 von der Bundesregierung berufen. Dem Rat gehören 15 Personen des öffentlichen Lebens an. Die Aufgaben des Rates sind die Entwicklung von Beiträgen für die Umsetzung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie, die Benennung von konkreten Handlungsfeldern und Projekten sowie Nachhaltigkeit zu einem wichtigen öffentlichen Anliegen zu machen. In der Wahl seiner Themen und Aktionsformen ist der Rat unabhängig. Ergebnisse aus der laufenden Arbeit sind zum Beispiel der Deutsche Nachhaltigkeitskodex, Stellungnahmen zu aktuellen Themen der deutschen, europäischen und internationalen Nachhaltigkeitspolitik, die Gründung des Hub for Sustainable Finance, die zivilgesellschaftlichen Initiativen im Rahmen der Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit und des Fonds Nachhaltigkeitskultur, der Dialog Nachhaltige Stadt mit Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeistern, der Nachhaltige Warenkorb sowie Beiträge zum nachhaltigen Wirtschaften. Mehr unter www.nachhaltigkeitsrat.de

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Marijke Eschenbach Medienreferentin Rat für Nachhaltige Entwicklung Geschäftsstelle c/o GIZ GmbH Potsdamer Platz 10 D-10785 Berlin Telefon: +49 (0)30 / 338424-233 E-Mail: marijke.eschenbach@nachhaltigkeitsrat.de" ["post_title"]=> string(54) "Europawahl 2019: Parteien zur Nachhaltigkeit in der EU" ["post_excerpt"]=> string(0) "" ["post_status"]=> string(7) "publish" ["comment_status"]=> string(6) "closed" ["ping_status"]=> string(6) "closed" ["post_password"]=> string(0) "" ["post_name"]=> string(53) "europawahl-2019-parteien-zur-nachhaltigkeit-in-der-eu" ["to_ping"]=> string(0) "" ["pinged"]=> string(0) "" ["post_modified"]=> string(19) "2019-04-23 18:06:04" ["post_modified_gmt"]=> string(19) "2019-04-23 16:06:04" ["post_content_filtered"]=> string(0) "" ["post_parent"]=> int(0) ["guid"]=> string(42) "https://www.nachhaltigkeitsrat.de/?p=13777" ["menu_order"]=> int(0) ["post_type"]=> string(4) "post" ["post_mime_type"]=> string(0) "" ["comment_count"]=> string(1) "0" ["filter"]=> string(3) "raw" } [9]=> object(WP_Post)#6941 (24) { ["ID"]=> int(13231) ["post_author"]=> string(1) "8" ["post_date"]=> string(19) "2019-03-22 12:20:35" ["post_date_gmt"]=> string(19) "2019-03-22 11:20:35" ["post_content"]=> string(6892) "Wenn eine Idee Schub bekommen soll, so Heiko Rosenthal (Die Linke), Bürgermeister und Beigeordneter für Umwelt, Ordnung, Sport der Stadt Leipzig, gehe es zum Beispiel darum, eine gemeinsame Sprache zu finden, sich zu verständigen, was „Nachhaltigkeit“ überhaupt bedeutet. Wie bleibt eine Stadt oder eine Gemeinde also mit ihren Bürgerinnen und Bürgern im Dialog, um sich für die Zukunft zu wappnen? Wie arbeiten zivilgesellschaftliche Akteure und Gemeinden in Nachhaltigkeitsthemen künftig noch besser zusammen? Das haben die 160 Teilnehmenden der 3. Jahrestagung von RENN.mitte, eine der bundesweit vier Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien, am 8. März in Leipzig ausgelotet. Mit dabei waren Vertreterinnen und Vertreter von Kommunen und Zivilgesellschaft, aber auch kommunale Unternehmen und zahlreiche Initiativen, die unter dem Titel „Kommunen und Zivilgesellschaft – Nachhaltigkeit gemeinsam gestalten“ miteinander ins Gespräch kamen. Besonders begrüßenswert: Zugleich wurde dort der sächsische Bürgermeisterdialog initiiert. Rosenthal und seine Kolleginnen und Kollegen wollen sich ab sofort regelmäßig treffen, um Erfahrungen auszutauschen, wie sich Nachhaltigkeit am besten und systematisch in die kommunale Entwicklung integrieren lässt. Leipzig, die größte Stadt Sachsens, habe Zielbilder formuliert, Indikatoren festgelegt und ins Management integriert, erklärte Rosenthal. Der sächsische Umweltstaatssekretär Frank Pfeil betonte, dass es um eine „ressortübergreifende“ Sache gehe, der schwarz-rot regierte Freistaat zudem Dialogveranstaltungen, Onlinebefragungen und verschiedene Beteiligungsformate entwickelt habe. Längst werden in Städten und Gemeinden ganz konkrete Ideen entwickelt, wie sich gemeinsam weiterkommen lässt und das gesammelte Wissen lokal genutzt werden kann. Zwei Beispiele:

Erstens: Nachhaltige kommunale Partnerschaften bilden

Sich gemeinsam auf den Weg machen – so wie Leipzig und Travnik, eine Stadt mit rund 50.000 Einwohnern etwa 100 Kilometer nordwestlich von Sarajevo, der Hauptstadt von Bosnien und Herzegowina. Ihre Städtepartnerschaft begann schon vor mehr als 20 Jahren, anfangs ging es um humanitäre Hilfe zur Beseitigung der Kriegsfolgen. Doch 2017 wurde daraus eine „Kommunale Nachhaltigkeitspartnerschaft“, die 2018 mit dem Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet wurde. Die beiden Städte entwickelten „Visionen für ein Nachhaltiges Leipzig - nachhaltiges Travnik - eine nachhaltige Städtepartnerschaft im Jahr 2030“. In Leipzig wurden zum Beispiel Unterrichtsmaterialien zur Nachhaltigkeit erarbeitet, in Travnik der Radverkehr ausgebaut. Der Leiter des dortigen Bürgermeisterbüros, Faris Hafizadic, war bei der Leipziger Tagung per Video zugeschaltet. Er ist überzeugt: „Egal, welches Ziel man ins Auge fasst, man kann es nie alleine erreichen. Städtepartnerschaften sollten Schule machen!“ Die Städtepartnerschaft wurde von Engagement Global begleitet. Eine Servicestelle dort unterstützt Kommunen, die die Nachhaltigkeit vor Ort und mit anderen zusammen voranbringen wollen. Auch Schülerpartnerschaften sind denkbar. Das sächsische Freiberg beispielsweise macht es in Nepal vor.

Zweitens: Aus Städten Reallabore machen

Neue Wege ausprobieren – etwa beim Klimaschutz. Andere Städte können von sogenannten Reallaboren wie in Berlin lernen. Die Hauptstadt will bis zum Jahr 2050 klimaneutral werden. Ein Forscherteam um den Soziologen Dr. Fritz Reusswig vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung hat dazu mit 100 Haushalten ein Jahr lang getestet, wie das zu schaffen ist - und was das für den Alltag bedeutet. Der Name des Projekts: Klimaneutral leben in Berlin, KliB. Die teilnehmenden Haushalte dokumentierten wöchentlich in einer App, dem KliB-CO2-Tracker, ihren Verbrauch und wurden im Alltag von Berliner Unternehmen unterstützt, die klimafreundliche Produkte und Dienstleistungen anbieten. Sie landeten bei 7,3 Tonnen CO2 pro Kopf und Jahr. Zum Vergleich: Der Bundesdurchschnitt liegt bei 11,6 Tonnen. In Reallaboren sei es möglich zu experimentieren, um Antworten zu finden auf Klimawandel oder Verkehrskollaps, so Reusswig. Er will das Experiment auch auf den ländlichen Raum ausweiten. Partnerschaften und Reallabore - das sind gute Ideen. Mindestens genauso wichtig ist aber: Miteinander reden, besser ins Gespräch kommen. Dabei können kommunale Bürgerumfragen helfen, wie sie zum Beispiel die Stadt Leipzig zum Thema Klimaschutz durchgeführt hat. Auf der Tagung gab es aber zahlreiche weitere Anregungen.

Viele Ideen für ein gutes Miteinander

Kommunen sollten „kommunizieren, was geht. Und nicht, was nicht geht“ so eine Forderung aus dem Publikum, wenn es gesetzliche Pflichten zu beachten gebe. Sie sollten Ansprechpartner genau benennen, damit nicht von Amt zu Amt rennen muss, wer in seinem Stadtviertel etwa eine autofreie Woche organisieren will. Andere wünschten sich, dass Städte und Gemeinden Räume für Gespräche zur Verfügung stellen. Entscheidend sei auch, dass Bürger Rückmeldungen bekommen, wenn sie an politischen Prozessen beteiligt werden: welche Ideen funktionieren, welche nicht - und warum nicht? Etwa weil sie zu teuer, zu aufwendig, oder zu kompliziert sind? Sonst entstehe ein „Ich-kann-nichts-bewirken-Frust“, der sogar kontraproduktiv sein könne. Ein letzter Vorschlag auf der Jahrestagung war schließlich noch, kommunale Unternehmen, deren Ausrichtung von Stadträten beeinflusst wird, mehr zu schätzen und zu fördern. Denn: neben der Gewinnerzielungsabsicht können diese mit Ihrem Handeln einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung einer Kommune oder Region leisten. Die 3. Jahrestagung von RENN.süd findet am 23. März in Ulm statt – Fokusthema wird dort „Initiativen rund um Nachhaltiges Leben“ sein. Wir dürfen gespannt sein auf viele interessante Diskussionen und gute Ideen auch von dort!" ["post_title"]=> string(108) "Nachhaltigkeit gemeinsam gestalten: So kommen Bürgerinnen und Bürger nachhaltig mit Kommunen ins Gespräch" ["post_excerpt"]=> string(290) "In Leipzig diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen und der Zivilgesellschaft bei der Jahrestagung von RENN.mitte, wie man Städte und Gemeinden gemeinsam zukunftsfähig machen kann. Am Ende stehen zahlreiche Ideen und der Auftakt für einen sächsischen Bürgermeisterdialog." ["post_status"]=> string(7) "publish" ["comment_status"]=> string(6) "closed" ["ping_status"]=> string(6) "closed" ["post_password"]=> string(0) "" ["post_name"]=> string(107) "nachhaltigkeit-gemeinsam-gestalten-so-kommen-buergerinnen-und-buerger-nachhaltig-mit-kommunen-ins-gespraech" ["to_ping"]=> string(0) "" ["pinged"]=> string(0) "" ["post_modified"]=> string(19) "2019-03-22 12:20:35" ["post_modified_gmt"]=> string(19) "2019-03-22 11:20:35" ["post_content_filtered"]=> string(0) "" ["post_parent"]=> int(0) ["guid"]=> string(42) "https://www.nachhaltigkeitsrat.de/?p=13231" ["menu_order"]=> int(0) ["post_type"]=> string(4) "post" ["post_mime_type"]=> string(0) "" ["comment_count"]=> string(1) "0" ["filter"]=> string(3) "raw" } [10]=> object(WP_Post)#6940 (24) { ["ID"]=> int(12092) ["post_author"]=> string(1) "8" ["post_date"]=> string(19) "2018-12-02 22:39:52" ["post_date_gmt"]=> string(19) "2018-12-02 21:39:52" ["post_content"]=> string(8847) "Da habe es tatsächlich die eine oder andere grüne Position in den bayerischen Koalitionsvertrag geschafft, und das, obwohl die Grünen gar nicht an der neuen Landesregierung beteiligt seien – so und ähnlich fiel das Presseurteil aus, als das Kabinett von Ministerpräsident Markus Söder Anfang November seinen Fahrplan für die nächsten fünf Jahre vorlegte. Ein Indiz: Der Flächenverbrauch in Bayern solle deutlich gesenkt werden, auf eine Richtgröße von fünf Hektar pro Tag, so steht es im Koalitionsvertrag. Wie sich nachhaltige Ansätze wie dieser dauerhaft in gesellschaftlichen und politischen Strukturen verankern lassen, war ein zentrales Thema der bayernweiten Nachhaltigkeitstagung “Nachhaltigkeit first?!” Mitte November in Augsburg. Der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger, auch Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE), sagte in seiner Eröffnungsrede: “Es gibt eine Legitimation für die unterschiedlichsten Positionen.” Und genau diese unterschiedlichsten Positionen müssten gemeinsam an einen Tisch kommen, um ihre Argumente auszutauschen – so wie er das derzeit in der Kohle-Kommission erlebe. Aber er erlebe das in dieser Form zum ersten Mal. In Deutschland fehlten die Strukturen, um einen Diskurs zwischen gegensätzlichen Positionen zu führen, dabei sei gegenseitiges Verständnis eine Bedingung für künftigen Erfolg: “Wir schaffen das nur gemeinsam.” Wie wichtig aber sind sich ändernde politische Rahmenbedingungen? Zum Beispiel: Was ändert der neue Richtwert zum Flächenverbrauch vor Ort in den Kommunen tatsächlich? Mit ihrer Maßgabe orientiert sich die bayerische Regierungskoalition an der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie. Darin hat sich die Bundesregierung zum Ziel gesetzt, täglich nicht mehr als 30 Hektar Land für den Bau von Wohnungen und Gewerbeimmobilien zu opfern – deutschlandweit und bis zum Jahr 2030. Zur Einordnung: Heute sind es mehr als doppelt zu viel, rund 88 Fußballfelder werden jeden Tag bebaut und so “verbraucht”. Auch im bayerischen Koalitionsvertrag ist allerdings nicht davon die Rede, den Flächenverbrauch für neue Siedlungs- und Verkehrsflächen gesetzlich zu begrenzen, wie dies etwa die Grünen fordern.

Wohnraum und Arbeitsplätze als Gegner des Landschaftsschutzes

Schon am Vormittag forderte Manfred Miosga, Geografie-Professor an der Universität Bayreuth, in seinem “Blitzlicht” klare, transparente Vorgaben, wie viel Fläche künftig bebaut werden dürfe: “Aber keine von der EU vorgegebene Zahl, sondern in ihrer Funktion für die Region.” Das Format der “Blitzlichter” ließ das weite Themenspektrum der Tagung in ersten Einblicken aufscheinen. Dabei gaben eine Reihe von Expertinnen und Experten in kurzen Redebeiträgen dem Publikum Denkanstöße zu Fragestellungen rund um zivilgesellschaftliches Engagement, Digitalisierung, soziale Gerechtigkeit oder eben Flächenverbrauch. Die Foren am Nachmittag spiegelten diese Fragen erneut wider. Die Teilnehmenden fanden sich in kleineren Gruppen zusammen, für die sie sich schon im Vorfeld angemeldet hatten. “Wie schaffen wir Wohnraum und Arbeitsplätze, ohne immer weiter zu versiegeln?” diskutierte ein Workshop, der Impulse von Richard Mergner, dem BUND-Landesvorsitzenden, und von Wolfgang Rid, Professor am Institut für Stadt, Mobilität und Energie Stuttgart, erhielt. Ein Positionspapier des Bayerischen Gemeindetages diente ebenfalls als Grundlage für die Diskussion. Und die kreiste um die Frage: Wie kommen wir zu den fünf Hektar? “Wir stehen in Bayern noch ganz am Anfang”, konstatierte Mergner. Immer noch baue man eher in die Fläche als in die Höhe, der Flächenverbrauch nehme zu, nicht ab. Der bayerische Weg der Freiwilligkeit sei gescheitert, wegen des kommunalen Wettbewerbs seien staatliche Leitlinien und Vorgaben notwendig. Er plädierte dafür, Wissen aus Ländern zu importieren, die Deutschland bereits heute beim Flächensparen etwas vormachten – etwa aus den Niederlanden. Wolfgang Rid präsentierte im Workshop die Ergebnisse einer Studie zur “Ökologischen Siedlungsentwicklung im Raum Augsburg”. So sollten zum Beispiel Baulücken und Brachen “nachverdichtet” – also bebaut – werden. Kommunen könnten sie ausfindig machen, indem sie die Landschaft aus der Luft fotografieren und dann nach ihrer Qualität kartografieren. Aus der Praxis teilten zwei Bürgermeister aus der Region – Gerhard Siegler aus Weidenbach-Triesdorf und Roland Schmitt aus Rottendorf – ihre Erfahrungen, etwa wie wertvoll es sei, die kommunalen Mitarbeiter zu schulen, oder dass das persönliche Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern Bedingung sei, wenn diese sich bereit erklären sollten, Flächen für die Nachverdichtung freizugeben.

Austausch auf dem Zukunftsmarkt und im Wandelplenum

Auch in den anderen Themenforen diskutierten die Teilnehmenden ihre Erfahrungen und Lösungsansätze, zum Beispiel bei der Frage, wie sich die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals – SDGs) besser auf kommunaler Ebene verwirklichen lassen, wie Hochschulen als Katalysatoren für eine nachhaltige Regionalentwicklung dienen können, oder auch, ganz praktisch, wie nachhaltige Beschaffung in Kommunen funktioniert – und warum das noch viel besser laufen müsste. Die Tagung, veranstaltet vom Zentrum für nachhaltige Kommunalentwicklung in Bayern, RENN.süd, den Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien für den süddeutschen Raum, und von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW), versammelte unter dem Motto “Nachhaltige Entwicklung auf kommunaler Ebene in Bayern verstärken” unterschiedliche Themenfelder, Akteure und Projekte und damit unterschiedliche Blickwinkel auf den derzeitigen Entwicklungsfortschritt. Außerhalb der Tagungsräume, im Foyer des Augsburger Kongresszentrums, stellten sich auf dem so genannten “Zukunftsmarkt” eine Reihe von Initiativen vor, zum Beispiel der gemeinnützige Verein Cradle to Cradle, der sich auch in Regionalgruppen für eine Denkschule einsetzt, in der sich Menschen als Nützlinge auf der Erde sehen und verhalten. Oder die bayernweite Mitmachaktion “KunstWerkZukunft”, die sich mit Künstlern vernetzt hat, um gemeinsam Aufmerksamkeit für nachhaltige Lebensstile zu schaffen. Insbesondere im interaktiven Format “Wandelplenum” – in der Stunde vor der Mittagspause – zogen die Teilnehmenden von Stand zu Stand und setzen sich mit den präsentierten Ideen auseinander. An vielen Ständen sammelten sich dabei kleinere Gruppen und kamen miteinander ins Gespräch. 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Ergebnisse aus der laufenden Arbeit sind zum Beispiel der Deutsche Nachhaltigkeitskodex, Stellungnahmen zur Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie, zu den Globalen Nachhaltigkeitszielen, zur Klimapolitik, zur Rohstoffpolitik und zur fiskalischen Nachhaltigkeit, zum Ökolandbau, die Gründung des Hub for Sustainable Finance, die zivilgesellschaftlichen Initiativen von Projekt Nachhaltigkeit, der Strategiedialog zur nachhaltigen Stadtentwicklung mit Oberbürgermeistern, die Impulse Jugendlicher und junger Erwachsener zur kommunalen Nachhaltigkeit und zur deutschen Nachhaltigkeitspolitik sowie Beiträge zum nachhaltigen Wirtschaften. Mehr unter www.nachhaltigkeitsrat.de

Medienkontakt:

Katja Tamchina Medienreferentin Rat für Nachhaltige Entwicklung Geschäftsstelle c/o GIZ GmbH Potsdamer Platz 10 D-10785 Berlin Telefon: +49 (0)30 / 338424-233 E-Mail: katja.tamchina@nachhaltigkeitsrat.de" ["post_title"]=> string(159) "„Es geht darum, gerechte Lebensverhältnisse weltweit zu schaffen“ – Rat für Nachhaltige Entwicklung begrüßt Bundestagsbeschluss zum UN-Migrationspakt" ["post_excerpt"]=> string(0) "" ["post_status"]=> string(7) "publish" ["comment_status"]=> string(6) "closed" ["ping_status"]=> string(6) "closed" ["post_password"]=> string(0) "" ["post_name"]=> string(55) "rne-begruesst-bundestagsbeschluss-zum-un-migrationspakt" ["to_ping"]=> string(0) "" ["pinged"]=> string(0) "" ["post_modified"]=> string(19) "2018-12-06 15:40:53" ["post_modified_gmt"]=> string(19) "2018-12-06 14:40:53" ["post_content_filtered"]=> string(0) "" ["post_parent"]=> int(0) ["guid"]=> string(42) "https://www.nachhaltigkeitsrat.de/?p=12086" ["menu_order"]=> int(0) ["post_type"]=> string(4) "post" ["post_mime_type"]=> string(0) "" ["comment_count"]=> string(1) "0" ["filter"]=> string(3) "raw" } } ["post_count"]=> int(12) ["current_post"]=> int(-1) ["in_the_loop"]=> bool(false) ["post"]=> object(WP_Post)#6950 (24) { ["ID"]=> int(15252) ["post_author"]=> string(1) "8" ["post_date"]=> string(19) "2019-06-07 16:25:33" ["post_date_gmt"]=> string(19) "2019-06-07 14:25:33" ["post_content"]=> string(7447) "

„Auf allen Feldern müssen wir dazu beitragen, eine These zu widerlegen: dass es unseren Wohlstand verschlechtern wird, wenn wir nachhaltig wirtschaften. Das stimmt nicht. Wir werden ihn verbessern.“ So energisch schloss Bundesfinanzminister Olaf Scholz seine mit Spannung erwartete Rede auf der 19. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE). Wenn ein wirtschaftlich erfolgreiches Hochtechnologieland wie Deutschland es schaffe, mit wenig bis gar keinen Emissionen ein wirtschaftlich erfolgreiches Hochtechnologieland zu bleiben, sei das der beste Beweis für die Möglichkeit eines nachhaltigen Wandels. In Zusammenhang mit den Herausforderungen des Klimawandels und der Energiewende arbeitete Scholz auch die Bedeutung einer nachhaltigen Finanzwirtschaft – oder Sustainable Finance – heraus, eines der Schwerpunktthemen der Konferenz.

Insofern war es nur passend, dass zum ersten Mal bei einer RNE-Jahreskonferenz ein amtierender Bundesfinanzminister sprach. Auch Scholz’ Ankündigung, dass die Bundesregierung nur zwei Tage später, am 6. Juni, einen Beirat für Sustainable Finance einsetzen würde, passte zu diesem Fokus. Bereits seit Jahren treibt der RNE – unter anderem mit dem Hub for Sustainable Finance – das Thema voran. Am 4. Juli lädt der Rat erneut zu einem Roundtable zum Thema „Kompetenzaufbau Sustainable Finance im Banking, Investment- und Versicherungsgeschäft“, eine weitere Veranstaltung am 10. September widmet sich dem Thema Digitalisierung und Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft.

Auf der Jahreskonferenz hatte Ratsvorsitzende Marlehn Thieme die Bundesregierung aufgefordert, alles zu tun, um ihre selbst gesteckten Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Dies gelte selbstverständlich auch im Bereich Finanzwirtschaft, sagte sie. In seiner Rede betonte Bundesfinanzminister Scholz, dass die Industrie den Strukturwandel schaffen werde, wenn die entsprechenden Rahmenbedingungen geschaffen würden. Schnelles und konsequentes Handeln sei daher von großer Bedeutung.

Standards und Enddaten festlegen

Scholz betonte allerdings, dass marktwirtschaftliche Instrumente allein nicht ausreichen würden: „Das halte ich für eine Illusion“, sagte der Minister und erhielt dafür Applaus vom Publikum. Man sehe das zum Beispiel an den Mitteln aus dem Klimafonds, die nur in geringem Maße abgerufen würden. Deswegen müsse die Regierung Standards, Zwischenziele und ein Enddatum festlegen, zu dem diese erreicht sein sollten: „Ohne Zielperspektive wird das nichts werden.“ Ähnlich wie die Bundeskanzlerin will der Bundesfinanzminister die EU-Ratspräsidentschaft 2020 dazu nutzen, mit seinen Amtskolleginnen und -kollegen Vorhaben zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele zu besprechen und gemeinsame Maßnahmen zu verabreden.

In der Podiumsdiskussion, die an Scholz’ Rede anschloss, wies Alexander Bassen, Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Universität Hamburg und Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung, darauf hin, dass Deutschland derzeit noch weit davon entfernt sei, beim Thema Sustainable Finance eine Führungsrolle einzunehmen. „Internationale Diskussionen finden aktuell noch weitgehend ohne deutschen Beitrag statt“, sagte er. Bassen ist auch Teil des neu konstituierten Beirats für Sustainable Finance, der die Bundesregierung bei der Ausarbeitung und Umsetzung ihrer Sustainable-Finance-Strategie beraten, bestehende Expertise bündeln und den Dialog zwischen den relevanten Akteuren fördern soll. Die Entwicklung einer Sustainable-Finance-Strategie für Deutschland geht auf die Initiative des Bundesfinanz- und des Bundesumweltministeriums zurück und soll in enger Abstimmung mit dem Bundeswirtschaftsministerium erfolgen. Karsten Löffler von der Frankfurt School of Finance & Management und Geschäftsführer des Green and Sustainable Finance Clusters Germany wurde bei der ersten Sitzung zum Beiratsvorsitzenden bestimmt. Informationen zu den weiteren Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie dem Arbeitsprogramm will die Bundesregierung in Kürze veröffentlichen.

„Die Unternehmen hören uns zu“

Auf dem von Alexander Bassen und RNE-Generalsekretär Günther Bachmann moderierten Podium auf der Jahreskonferenz diskutierten Anja Mikus, Vorsitzende des Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung, und Alexander Schindler, Vorstandsmitglied bei Union Investment, die Chancen nachhaltiger Finanzanlagen. Mikus, die für den ersten Staatsfonds verantwortlich ist, der von Anfang an Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigt, wies darauf hin, dass diese die Rendite nicht schmälern, sondern steigern: „Zudem tragen sie dazu bei, Risiken und Schwankungen zu reduzieren.“ Schindler betonte die Verantwortung und die Einflussmöglichkeiten der Finanzwirtschaft: „Wir gehen soweit, dass wir ein Unternehmen wie Daimler dazu bringen, seine ganze Lieferkette auf Nachhaltigkeit zu überprüfen“, sagte er. „Die Unternehmen hören uns zu.“

Video- und Audiomitschnitte der 19. RNE-Jahreskonferenz inklusive der Rede von Bundesfinanzminister Olaf Scholz und dem Panel zu Sustainable Finance finden Sie hier.

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