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"Wir brauchen mutige politische Entscheidungen, die weniger Wachstum und mehr Nachhaltigkeit belohnen, die Gemeinwohl statt Gewinnstreben fördern."

Prof. Dr. Hubert Weiger, Mitglied des Rates

Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung am 23.11.2009 in Berlin

„Nachhaltigkeit in einer sich ändernden Welt –
Weichenstellung für Deutschland“

Überblick

Gutachten: Jetzt Chance Nachhaltigkeit nutzen
Experten überreichen Bericht Kanzlerin Merkel

Kanzlerin mit Peer Report und Peer-Gutachtergruppe - Foto: Rainer Lutter, Andrea Linß-Stelte, LIBOMEDIA, © Rat für Nachhaltige Entwicklung

Lob und Anerkennung, aber auch deutliche Kritik und Handlungsempfehlungen enthält das Gutachten „Sustainability Made in Germany – we know you can do it“, das eine internationale Gruppe aus Klima-, Nachhaltigkeits- und Wirtschaftsexperten am 23. November 2009 in Berlin Bundeskanzlerin Angela Merkel übergeben hat. Volker Hauff, der Vorsitzende des Rates für Nachhaltige Entwicklung, appellierte an die Bundesregierung, die Empfehlungen der ausländischen Experten eingehend zu prüfen. Die Kanzlerin nutzte die Jahreskonferenz des Nachhaltigkeitsrates mit über 1200 Teilnehmern zu einer Rede über die deutsche Nachhaltigkeitspolitik und über ihre Ziele für den Klimagipfel von Kopenhagen.

Sieben Gutachter aus Schweden, Finnland, Großbritannien, den Niederlanden, Indien, Kanada und den USA hatten die deutsche Nachhaltigkeitspolitik einer kritischen Analyse (Peer Review) unterzogen. Ihr Bericht (PDF, 4MB) würdigt Deutschlands bisherige Leistungen beim Klimaschutz und bei umweltfreundlichen Technologien. Die Autoren kritisieren aber auch, Deutschland bleibe im Kampf gegen den Klimawandel unter seinen Möglichkeiten. Das Land nutze seine guten Voraussetzungen und Talente nicht koordiniert und entschlossen genug. In „Sustainability Made in Germany“ empfehlen die Experten Bundeskanzlerin Angela Merkel, die deutsche Nachhaltigkeitspolitik schwungvoller und wirksamer fortzuführen und benennen konkrete Handlungsfelder, darunter eine stärkere und integrierte Verankerung von Nachhaltigkeitskriterien in allen Bundes- und Landesressorts sowie eine stärkere Führungsrolle des Bundeskanzleramts.

Die Kanzlerin griff in ihrer Rede (Videomitschnitt, Textversion) das Motto der Jahreskonferenz des Nachhaltigkeitsrates, „Weichenstellung für Deutschland“, auf und prognostizierte, in den nächsten zehn Jahren werde sich entscheiden, ob Deutschland sich auf einem nachhaltigen Wohlstandskurs befinde. Sie wies auf bisher Erreichtes in der deutschen Nachhaltigkeitspolitik hin und versicherte, die Bundesregierung wolle ihren Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung leisten – national wie international. Mit Blick auf die internationalen Klimaverhandlungen in Kopenhagen erneuerte die Kanzlerin ihre Forderung nach international verbindlichen und nachprüfbaren Verpflichtungen zur Senkung des Ausstoßes von Treibhausgasen. Außerdem warb sie erneut für ihr Vorhaben einer "Charta für nachhaltige Entwicklung“, die einen neuen werteorientierten Rahmen für die Weltwirtschaft schaffen und gleichrangig neben anderen internationalen Vereinbarungen auf Ebene der Vereinten Nationen stehen solle.

Der Vorsitzende des Rates für Nachhaltige Entwicklung nutzte den Besuch der Kanzlerin zu einem Appell an die Bundesregierung: Hauff forderte von den Regierenden größere Anstrengungen zur Schaffung einer kohlenstoffarmen, Ressourcen schonenden Wirtschaft. Die Konjunkturpolitik, mit der die Regierungskoalition versuche, die Folgen der Wirtschaftskrise zu mildern, sei nicht differenziert und nachhaltig genug. Hauff rief die Bundesregierung dazu auf, stärker dort  Wachstumsanreize zu schaffen, wo Wachstum zur Verringerung von Treibhausgasemissionen beitrage. Bleibe ein solches Umsteuern in Deutschland und international aus, drohe eine wesentlich schlimmere ökologisch-ökonomische Krise.

Dokumente

Dieses Gutachten können Sie ebenfalls mithilfe eines Online-Formulars kostenlos  als Broschüre des Rates bestellen.

Weitere Informationen:
Fotogalerie zur Peer-Beratungswoche vom 22. bis 26. Juni 2009

Carl-von-Carlowitz-Vorlesung:

Inconvenient ecological truths - A perspective on sustainability in the 21st Century, Wolfgang Haber (PDF, 2681 KB) 09.07.2010

Carl-von-Carlowitz-Series vol. 1, oekom verlag, Munich, 2010 [englisch, nur Download]

Fotos

Bildergalerie zur 9. Jahreskonferenz des Rates am 23. November 2009 in Berlin

Zum Vergrößern und Herunterladen hochauflösender Fotodateien bitte auf die Vorschaubilder klicken. Die Bildunterschriften finden Sie in den IPTC-Metadaten der jeweiligen Fotodatei.

Weitere Bilder von der Präsentation der besten 12 Projekte des Wettbewerbs "Mission Sustainability" auf der Jahreskonferenz des Rates finden Sie hier.

Fotos: Rainer Lutter, Andrea Linß-Stelte, LIBOMEDIA
© Rat für Nachhaltige Entwicklung

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Videos

Videos zur 9. Jahreskonferenz des Rates am 23. November 2009 in Berlin

© Rat für Nachhaltige Entwicklung

Hauff fordert nachhaltiges Wachstum

Volker Hauff fordert auf der 9. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung am 23.11.2009 in Berlin ein Umdenken hin zu nachhaltigem Wachstum und eine Umsetzung der im Peer-Review zur deutschen Nachhaltigkeitspolitik gemachten Vorschläge. Der Ratsvorsitzende dankt Bundeskanzlerin Merkel für Ihr Engagement für Klimaschutz und nachhaltiges Wirtschaften.

Film im Player starten (Länge: 6:29)

Alternatives Filmformat:
Film im MPEG-Format anschauen oder herunterladen (MPG, 64MB)

Tipp (für alternatives Filmformat): Klick mit linker Maustaste: Film im Browser starten (z.B. mit Quicktime, Windows Media Player etc.). Klick mit rechter Maustaste: Film über das Kontextmenü "Ziel/Verknüpfung speichern unter..." herunterladen.

Merkel: „Entscheidendes Jahrzehnt"

Linksklick: Film im Player auf einer Unterseite starten

Nach Einschätzung von Bundeskanzlerin Angela Merkel wird das kommende Jahrzehnt entscheidend sein für die Wohlstandsperspektive Deutschlands. Auf der 9. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung am 23.11.09 in Berlin lieferte die Kanzlerin einen Ausblick auf Herausforderungen unter anderem in der Wachstumspolitik, der Bildungs- und Forschungspolitik, beim Artenschutz und in der internationalen Zusammenarbeit. Der Film zeigt den letzten Abschnitt aus Merkels einstündiger Rede zur deutschen Nachhaltigkeitspolitik.

Film im Player starten (Länge: 8:16)

Alternatives Filmformat:
Film im MPEG-Format anschauen oder herunterladen (MPG, 81MB)

Mode gegen Armut

Linksklick: Film im Player auf einer Unterseite starten

Mit dem Entwerfen und Schneidern von Mode versuchen junge Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika, der Armut zu entkommen. Die aus Kamerun stammende Schneiderin und Schauspielerin Lionelle Ulrich und die Hilfsorganisation Misereor brachten das Ausbildungsprogramm „Vom Projekt auf den Laufsteg" am 23.11.2009 als Modenschau auf die Bühne des Rates für Nachhaltige Entwicklung. Die Initiative war ein Leuchtturmprojekt der Ideenplattform „Mission Sustainability" des Nachhaltigkeitsrates. Auf der Bühne präsentiert wurde sie von Elisabeth Bially von Misereor.

Film im Player starten (Länge: 5:09)

Alternatives Filmformat:
Film im MPEG-Format anschauen oder herunterladen (MPG, 50MB)

Presse

Digitale Pressemappe: 9. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung in Berlin (23.11.2009)

Hier können Sie die digitale Pressemappe zur 9. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung in Berlin in zwei ZIP-komprimierten Dateien mit allen Dokumenten und Fotos herunterladen oder alternativ auch die einzelnen Dokumente der Pressemappe.

Stand: Fr., 05.03.2010

Alle Dokumente der Pressemappe in zwei Dateien:

Download der Dokumente, Stand: Mi., 23.12.2009
(ZIP-komprimiertes Archiv, 7,7MB, 14 PDF-Dateien)

Download der Pressefotos, Stand: Fr., 05.03.2010
(ZIP-komprimiertes Archiv, 165MB, 55 JPG-Dateien)

Einzeldokumente der Pressemappe:

Pressefotos:

Die in der Pressemappe enthaltenen Fotos sind hochauflösende, druckfähige Versionen der Fotos, die Sie in unserer Bildergalerie zur Konferenz einsehen und von dort aus bei Bedarf auch einzeln herunterladen können. Klicken Sie dazu bitte in der Bildergalerie auf ein Vorschaubild. In der sich dann öffnenden Großansicht des Bildes finden Sie einen Link zur hochauflösenden JPG-Fotodatei. Die Bildunterschriften finden Sie in den IPTC-Metadaten der jeweiligen Fotodatei.

nachhaltig!

Klimaschonend und umweltfreundlich: grüne Jahreskonferenz

Die 9. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung möchten wir möglichst umweltfreundlich und klimaschonend vorbereiten und umsetzen.

Bereits in den vergangenen Jahren haben wir auf eine umweltfreundliche Vorbereitung und Realisierung der Konferenz geachtet. In diesem Jahr möchten wir einen Schritt weiter gehen und dabei die wesentlichen Ansätze zum nachhaltigen Veranstaltungsmanagement dokumentieren und auswerten. Sie sollen einen Einblick in die Vorbereitung erhalten und die Entwicklung der Maßnahmen verfolgen können nicht zuletzt, da einige dieser Vorhaben Sie als Teilnehmer direkt betreffen werden. So werden Sie zum Beispiel in diesem Jahr die Einladung zur Konferenz nur als elektronische Post und nicht mehr als gedruckten Flyer erhalten.

In der Vorbereitungszeit der Jahreskonferenz finden Sie an dieser Stelle kontinuierlich neue Informationen über die Umsetzung des Konzeptes zu einem möglichst umweltschonenden Veranstaltungsmanagement. Bei der Umsetzung geht es uns um eine passgenaue Lösung für die Jahreskonferenz und vor allem um einen Zugewinn im Handeln aller Beteiligten und Teilnehmer. Daher nehmen wir auch gerne Ihre Anregungen entgegen.

Wir haben die zu erwartende CO2 Bilanz für die Jahreskonferenz berechnen lassen. Danach werden durch die Veranstaltung voraussichtlich insgesamt 78 t CO2 entstehen. Den größten Anteil hat dabei mit ca. 43 t die An- und Abreise der Teilnehmer. Bisher konnten wir nur anhand der Teilnehmerlisten der vergangenen Jahre Mittelwerte zu Grunde legen. Um die Berechnungen präzisieren zu können bitten wir Sie, uns in diesem Jahr über den Einwurf Ihres Namensschildes in speziell dafür aufgestellte Behälter am Ende der Veranstaltung zu verraten, wie Sie angereist sind.

Welche Maßnahmen haben einen hohen Nutzen oder Effekt im Sinne der klimaschonenden und umweltbewussten Vorbereitung von Veranstaltungen? Welche Ansätze lassen sich nur schwer realisieren, welche hingegen sind mit wenig Aufwand verbunden? Welche Maßnahmen sind noch nicht ausgereift und verlangen die Kreativität des Vorbereitungsteams? All diese Erfahrungen werden wir in den kommenden Wochen an dieser Stelle im Sinne eines praxisnahen nachhaltigen Veranstaltungsmanagements dokumentieren.

Ihre Anregung/Ihr Kommentar zum nachhaltigen Veranstaltungsmanagement:
Bitte senden Sie eine E-Mail an RNE-Jahreskonferenz-2009@lab-concepts.de.

Einzelbausteine des nachhaltigen Veranstaltungsmanagements

Einladungsmanagement

Umsetzung einfach
Kosten null/gering
Effekt hoch

Wir versuchen in diesem Jahr ganz auf die postalischen Einladungen zur Konferenz zu verzichten. Das heißt, wir werden keinen Programmflyer drucken und ausschließlich auf digitale Bewerbung und Einladungsmanagement setzen. Wir sind gespannt, wie sich dies auf die Anmeldungen auswirkt und werden Sie an dieser Stelle natürlich über unsere Erfahrungen auf dem Laufenden halten.

Anreise

Umsetzung einfach
Kosten null/gering
Effekt hoch

Die Hauptumweltbelastung bei Veranstaltungen fällt in der Regel bei der An- und Abreise der Gäste an. Hier haben wir als Vorbereitungsteam aber den geringsten Einfluss. Wir möchten Sie dennoch so gut wie möglich unterstützen, Ihre Reise zur Konferenz umweltschonend zu planen. Mit dem Mobilitätsrechner können Sie Ihre individuelle CO2-Bilanz und Ihre eingesparte Menge ermitteln: www.bahn.de/p/view/buchung/auskunft/ueb2_adresse.shtml

Übernachtung

Umsetzung handhabbar
Kosten null/gering
Effekt niedrig

Für die Referenten und aktiven Teilnehmenden der Konferenz halten wir, wie in jedem Jahr, ein Kontingent von Hotelzimmern bereit. Bei der Auswahl des Hotels achten wir in erster Linie auf die Nähe zum Veranstaltungsort, um unnötige Transfers innerhalb Berlins zu vermeiden. In diesem Jahr haben wir zudem versucht ein Hotel ausfindig zu machen, das nach der Umweltmanagementnorm zertifiziert ist und ggf. seinen Gästen Ausgleichsmaßnahmen für nichtvermeidbare Emissionen anbietet. Leider bieten in Berlin bisher nur wenige Hotels einen solchen Service und diese liegen in größerer Entfernung zum Konferenzort. Daher haben wir wieder ein Kontingent im Park Inn am Alexanderplatz gebucht, hoffen aber, dass sich durch die wiederholte Nachfrage nach zertifizierten Hotels in Zukunft dieser Standard in Berlin durchsetzt.

Sollten Sie eine Hotelübernachtung benötigen, können Sie sich auf der Webseite des Berliner Tourismus informieren.

Berlin Tourist Information (www.btm.de)

Digitales Informationsangebot

Umsetzung einfach
Kosten null/gering
Effekt hoch

Im vergangenen Jahr haben wir Ihnen mit Blick auf den Servicegedanken am Tag der Konferenz alle relevanten Informationen, wie die Biografien der Referenten, die Teilnehmerliste etc. in Form einer Konferenzmappe bei der Registrierung überreicht. Insgesamt sind so im vergangenen Jahr  57.200 DIN A4 Seiten Papier ausgegeben worden.

Wir sind der Meinung, dass ein gut strukturiertes digitales Angebot für Sie keine großen Einschnitte im Service bedeutet und verzichten daher in diesem Jahr auf einen Großteil der Informationen auf Papier.

Lediglich den Raumplan und das aktuelle Programm werden wir für Sie vor Ort im gewohnten Papierformat bereithalten.

Natürlich bieten wir diesen Service bereits im Vorfeld. In den kommenden Wochen werden Sie an dieser Stelle alle wichtigen Dokumente zur Konferenz finden.

Alle nicht vermeidbaren Kopien werden auf vom FSC (Forest Stewardship Council) zertifiziertem Papier doppelseitig gedruckt.

Für Materialien, die Sie mit nach Hause nehmen möchten, halten wir am Tag der Veranstaltung Bio-Baumwolltaschen bereit. Die Taschen stammen aus fairer Produktion.

Catering

Umsetzung einfach
Kosten mäßig
Effekt mittel

Das Angebot an Speisen und Getränken während der Konferenz ist wie in den vergangenen Jahren saisonal ausgerichtet, aus ökologischem Anbau und fair gehandelt. Für das Catering werden ausschließlich ökologisch vorteilhafte Verpackungen, d.h. Nachfüllgrößen und Mehrwegverpackungen genutzt werden, um Abfall zu reduzieren. Der im Catering angebotene Fisch wird gemäß der Empfehlung des „Einkaufsratgebers Fische & Meeresfrüchte“ des WWF eingekauft. Auch bei diesem Thema hat der gezielte Einsatz von Ressourcen oberste Priorität. Obwohl es uns in den letzten Jahren gelungen ist, die Menge der Speisen sehr genau an den tatsächlichen Bedarf anzupassen, gelang es doch nicht zu 100%. Jetzt haben wir einen Weg gefunden, die übrig gebliebenen Speisen an die gemeinnützige Berliner Tafel e.V. weiterzugeben. Neben der Reduktion der Speisen werden wir den Anteil des Fleischangebotes beim Catering verringern und statt Mineralwasser Leitungswasser anbieten.

Der Konferenzort

Umsetzung einfach
Kosten null/gering
Effekt hoch

Das bcc

Neben der zentralen Lage des Konferenzortes und der guten Erreichbarkeit ist das bcc ein gutes Beispiel für die nachhaltige Nutzung bestehender Ressourcen. Das Bestandsgebäude aus den 60er Jahren wurde nicht abgerissen und neu gebaut, sondern 2003 zu einem modernen und zukunftsfähigen Konferenzzentrum umgebaut. 90% der Tagungsräume sind mit Tageslicht und wärmereflektierender Außenverschattung ausgestattet; gleichzeitig verläuft die Regulierung der lüftungstechnischen Anlagen energiebewusst mittels einer zentralen Gebäudeleittechnik.

Die in der Küche entstandenen Bioabfälle werden durch den Entsorger zu Biogas und dann zu Strom und Wärme verarbeitet. In den Waschräumen werden ausschließlich WC- und Hygienepapiere aus wiederaufbereiteten Altpapieren eingesetzt. Sensor- und zeitgesteuerte Armaturen sowie moderne Start-/Stop-Toilettenspülungen helfen, Wasser zu sparen. Die Reinigung des gesamten Hauses erfolgt mit zertifizierten Reinigungsmitteln ohne ökotoxikologische Inhaltsstoffe.
Um das Engagement kontinuierlich zu verbessern, ist das bcc eingetragenes Mitglied der von der Berlin Tourismus Marketing GmbH ins Leben gerufenen Initiative „Green Meetings“.

Die Energieversorgung

Das bcc hat auf unsere Bitte hin mit seinem Stromversorger Vattenfall einen Sondervertrag für die Durchführung der RNE-Jahreskonferenz abgeschlossen. Die Mehrkosten werden durch den Rat übernommen. Zitat Vattenfall: „Die Zertifikate beziehen sich auf Neuanlagen und stellen damit die höchste verfügbare Ökostromqualität dar.“

Zusätzlich hat das bcc angeboten, ein sichtbares und bildliches Zeichen zu setzen. Es wird vier Obstbäume in der angrenzenden Kindertagesstätte "Traumzauberbaum" pflanzen. Die Bäume werden neben dem Symbolwert und der Verbesserung des Aufenthaltsklimas für die Kinder im Garten  jährlich mehr als doppelt soviel CO2 aufnehmen, wie durch Strom und Beheizung an einem Veranstaltungstag emittiert wird. Die Kosten dafür übernimmt das bcc.

Natürlich versuchen wir auch darüber hinaus, soviel Energie wie möglich zu sparen.  Die Hausbeleuchtung des bcc erfolgt über moderne, energiesparende Leuchtstoffmittel und wird zentral und teilweise sensorgesteuert. Ferner werden durch die jüngste Anschaffung innovativer Küchentechnologie, wie z.B. Induktionskochfelder und wassersparender Geschirrspüler mit Energierückgewinnung, 40% des früheren Energiebedarfs eingespart. Durch die Umstellung auf neueste IT- und Servertechnologie wurde die Anzahl der Server und somit der Stromverbrauch und die benötigte Kühlung erheblich reduziert.

Die Ausstattung

Die für die Jahreskonferenz verwendete Ausstattung, wie Mobiliar, Geschirr und Technik, ist - wie in den vergangenen Jahren - bereits im bcc vorhanden und wird daher wiederholt eingesetzt. Wir schaffen dadurch eine Minimierung von LKW-Transporten. Mülltrennstationen im bcc ermöglichen es durch Ihre Mithilfe, den Müll ordnungsgemäß zu entsorgen.

Wenn Sie bereits in den vergangenen Jahren unsere Jahreskonferenz besucht haben, wissen Sie, dass wir Wert darauf legen, Ihnen den Tag im bcc so angenehm wie möglich zu gestalten. Dazu gehört auch, dass Sie sich gut zurechtfinden und nicht lange nach Räumen und Wegen suchen müssen. Neben den Hostessen, die jederzeit für Sie zur Verfügung stehen, haben wir dabei auf ein umfangreiches Leitsystem gesetzt, das Ihnen die Wege erleichtert. Neu ist in diesem Jahr das Material, aus dem dieses Leitsystem hergestellt wird. Bisher haben wir dafür so genannte Forex- oder Kapafixplatten bedrucken lassen, da diese die beste Druckqualität ermöglichen. Da es sich bei beiden Materialien jedoch um nicht hundertprozentig abbaubare Kunststoffe (Polyurethan-Hartschaum) handelt, werden wir in diesem Jahr auf Displaykarton drucken, der im Anschluss recycelt wird.

Neben dem Wegeleitsystem finden Sie an der einen oder anderen Stelle Banner oder Hintersetzer, die den Titel der Konferenz tragen. Diese lassen wir natürlich nicht jedes Jahr komplett neu produzieren. Es handelt sich um die immer gleiche Grundausstattung, die wir jedes Jahr reversibel beschriften lassen. Nach der Konferenz werden die Buchstaben abgelöst. Die Banner stehen so für den nächsten Einsatz bereit.

Bühnengestaltung

Umsetzung einfach
Kosten null/gering
Effekt nicht bewertbar
8. Jahreskonferenz des Rates - Foto: Frank Peters, © Rat für Nachhaltige Entwicklung

Zu jeder Veranstaltung gehört natürlich auch das entsprechende Ambiente auf der Bühne. Seit vier Jahren haben wir ein sehr reduziertes Bühnenbild und arbeiten mit Materialien, die wir möglichst oft wieder verwenden. Die alten Bilder schmücken die Räume der Geschäftsstelle.

Die Blumen für die Bühne sind aus saisonalem Angebot, fair gehandelt und aus ökologischem Anbau. Zudem achten wir darauf, dass der Anbieter für die Blumendekoration das FLP-Siegel (Flower Label Programme) trägt.

Namensschilder

Umsetzung einfach
Kosten null/gering
Effekt niedrig

Bisher haben Sie bei der Registrierung ein Namensschild aus Plastik erhalten. Das wird auch in diesem Jahr so bleiben. Denn – vielleicht erinnern Sie sich – wir haben Sie am Ausgang und an der Garderobe gebeten, uns das Schildchen zurückzugeben. So haben wir nach jeder Veranstaltung einen Großteil der Namensbadges einsammeln können. Diese nutzen wir in jedem Jahr wieder.

In diesem Jahr wird ihr Badge sogar mehr als ein Namensschild sein. Es wird zum Informationsträger! Wir werden Sie am Ende der Veranstaltung bitten, uns zu verraten, wie Sie zur Konferenz angereist sind. Einfach, indem Sie Ihr Badge in eine dafür vorgesehene und entsprechend gekennzeichnete Kiste werfen. Mit Hilfe dieser Information werden wir  die Anreise der Teilnehmer auswerten,  die für die CO2 Berechnung der Gesamtveranstaltung benötigt wird. Denn wir werden im Anschluss an die Veranstaltung den nicht vermeidbaren  CO2 Verbrauch  von einem unabhängigen Institut berechnen lassen.

Das hilft uns außerdem, einen möglichst hohen Rücklauf der Schildchen an der Garderobe zu erreichen, damit wir auch im kommenden Jahr keine neuen bestellen müssen. Denn eines muss an dieser Stelle fairerweise gesagt werden - Alternativen zu finden ist nicht einfach. Nach Auskunft der deutschen Bundesstiftung Umwelt sind so genannte nachhaltige und umweltschonende Badges in der Herstellung CO2-intensiver und unsere industrielle Entsorgung ist nicht darauf eingerichtet, „normale“ Badges von PLA-Badges zu unterscheiden. Zudem sind häufig nicht alle Bestandteile der Badges umweltschonend und recycelbar.

Suchen

Medienspiegel

TV-Nachrichtensendungen vom 23.11.09 mit Berichten von der Jahreskonferenz des Nachhaltigkeitsrates

ARD tagesschau, 16:00 Uhr

ARD tagesschau, 17:00 Uhr

ZDF heute, 19:00 Uhr

ARD Tagesschau, 20:00 Uhr

ZDF heute journal, 21:45 Uhr
Siehe Nachrichtenblock

ARD tagesthemen, 22:15 Uhr

 

Print- und Online-Berichte

handelsblatt.com, 23.11.09
Merkel will Klimakonferenz nicht abschreiben

spiegel.de, 23.11.09
Regierung setzt bei Umweltpolitik falsche Schwerpunkte

ftd.de, 23.11.09
Merkel will bindende Klima-Zusagen

ftd.de, 23.1109
Experten kritisieren verfehlte Umweltpolitik Deutschlands

Focus Online, 23.11.09
Experten – Deutschlands Spitzenstellung gefährdet?

Zeit Online, 23.11.09
Merkel will bindende Klimazusagen

n-tv.de, 23.11.09
Experten kritisieren Umweltpolitik

Deutsche Welle/dw-world.de, 23.11.09
Germany's lead in environmental technology under threat: report

Handelsblatt, 24.11.09
Klimagipfel: Experten fordern nationale Vision

sueddeutsche.de, 24.11.09
Die besten Nachhaltigkeitsberichte: Gutes tun und darüber reden

Berliner Zeitung, 24.11.09
Rüffel für die Klima-Kanzerlin

Tagesspiegel, 24.11.09
Merkel fordert Charta der Nachhaltigkeit