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"Nachhaltigkeit verpflichtet zu Vernunft und Verantwortung unseres Handelns im sozialen, ökologischen und ökonomischen Bereich."

Michael Vassiliadis, Mitglied des Rates

21.11.2002

Verantwortungsvoll konsumieren - aber wie?

Wer verantwortungsvoll und bewußt konsumieren will, hat's nicht einfach. In den meisten Haushalten in Deutschland herrscht ein beträchtliches Wissensdefizit darüber, wie im täglichen Einkaufs- und Konsumverhalten Nachhaltigkeit konkret umgesetzt werden kann. Familien, die aber konkrete Empfehlungen für einen nachhaltigen Konsum erhalten, setzen diese im Alltag häufig um, überprüfen ihr Einkaufsverhalten kritisch und sprechen mit Freunden, Verwandten und Verkäufern viel über nachhaltigen Konsum. Zu diesen Ergebnissen kommt das Institut für Markt-Umwelt-Gesellschaft (imug) an der Universität Hannover. Das Institut hat im Auftrag des Nachhaltigkeitsrats im Frühjahr ein Konzept für einen "nachhaltigen Warenkorb" ermittelt und den Warenkorb in rund 70 Familien während einer vierwöchigen Testphase erprobt. Die Pilotphase hat neben der großen Akzeptanz des Warenkorbs auch eine Reihe von Problemen und Zielkonflikten deutlich gemacht. Beispielsweise werden viele Waren nicht ausreichend gekennzeichnet, manche der empfohlenen Produkte sind schwer zu finden, die Anfahrtswege zum Einkaufen sind oft länger und viele der teilnehmenden Haushalte zeigten sich verunsichert, ob nachhaltiger Konsum übers Jahr gesehen teurer wäre oder nicht. Der Rat will den nachhaltigen Warenkorb im kommenden Jahr weiterentwickeln, weitere Akteure einbeziehen und die Anregungen von Experten und Konsumenten aufgreifen. Im Rahmen der Grünen Woche in Berlin ist am 23. Januar 2003 dazu eine Fachveranstaltung geplant.

Weitere Informationen:

Nachhaltiger Warenkorb