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	<title>Suchergebnisse für &#8222;vision 2050&#8220; | Rat für nachhaltige Entwicklung</title>
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	<description>Der Rat für Nachhaltige Entwicklung initiiert und fördert Projekte zum gesellschaftlichen Wandel und macht damit Nachhaltigkeit im Alltag konkret.</description>
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	<title>Suchergebnisse für &#8222;vision 2050&#8220; | Rat für nachhaltige Entwicklung</title>
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		<title>„Klimaschutz muss mit zirkulärem Wirtschaften verknüpft werden, sonst verschenken wir eine wichtige Chance“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Mar 2023 07:02:07 +0000</pubDate>
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        <div class="module-content">
            <p>Bevor Gunda Röstel in die Privatwirtschaft ging, war die ausgebildete Lehrerin Bundesparteivorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen. Die Geschäftsführerin der Stadtentwässerung Dresden ist seit kurzem stellvertretende Ratsvorsitzende. Auf welche Schwerpunkte sie Wert legt und was das mit Schwämmen zu tun hat, verrät sie im Interview.</p>
        </div>
    </div>


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                    <p>
                                                    <span class="image-caption">Gunda Röstel ist seit Januar 2020 Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung und seit kurzem nun auch dessen stellvertretende Vorsitzende. Foto © Sascha Kreklau</span>
                        
                                                    <span class="image-author">&#169; Sascha Kreklau</span>
                                            </p>
                </div>
            
        </div>

    </div>


    <div data-module="headline">
        <div class="module-content">

            <h4>Deutschland ist ein wasserreiches Land. Doch der Klimawandel sorgt immer häufiger für sehr heiße und trockene Sommer. Sie sind kaufmännische Geschäftsführerin der Stadtentwässerung Dresden GmbH und Prokuristin der Gelsenwasser AG. Wie sicher ist die Wasserversorgung Deutschlands?</h4>
        </div>
    </div>


    <div data-module="text">
        <div class="module-content">
            <p><strong>Gunda Röstel</strong>: Prinzipiell gehört Deutschland zu den wasserreichen Ländern. Bürgerinnen und Bürger müssen sich keine Sorgen machen, dass es in den nächsten zwei bis drei Jahrzehnten zu extremen Wasserknappheiten kommt. Allerdings beobachten wir im Zuge des Klimawandels Veränderungen der Niederschläge. Sie sind häufiger viel heftiger und lokal begrenzt. Dies und die ungebrochene Versiegelung der Flächen machen es schwer, dass Niederschlagswasser in den Böden absorbiert und in den Grundwasserreservoiren angereichert werden kann. Noch immer tun wir so als wären Böden ein nachwachsendes Gut.
</p><p>Doch wo wir in unberührte Natur eingreifen, Moore trockenlegen und Wälder abholzen – beides wichtige Wasserspeicher – hat das starke Auswirkungen auf den Wasserhaushalt, die Biodiversität und natürlich auf den Klimawandel. Allein in Dresden hatten wir innerhalb von zehn Jahren drei Jahrhunderthochwasser – zuletzt dann die furchtbaren Ereignisse in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz mit einer bislang auch ungekannten Zahl von Todesopfern. Die Klimawandelfolgen sind in Deutschland angekommen.<br></p>        </div>
    </div>


    <div data-module="headline">
        <div class="module-content">

            <h4>Wie können die negativen Auswirkungen des Klimawandels auf den Wasserhaushalt eingedämmt werden?</h4>
        </div>
    </div>


    <div data-module="text">
        <div class="module-content">
            <p>
„Klimaschutz first“ ist Pflichtaufgabe und das beste Rezept, teure Bewältigung der Folgen zu mindern und zu vermeiden. Weil der fortschreitende Klimawandel aber nicht wie ein Lichtschalter ausgeknipst werden kann, müssen wir auch gemeinsam an Strategien zur Anpassung an den Klimawandel arbeiten. Unter Federführung des Umweltministeriums hat die Bundesregierung die Nationale Wasserstrategie verabschiedet, in der sich eine ganze Reihe wichtiger Handlungsoptionen finden. Eine Priorität kommt dabei der Sicherung der Trinkwasserversorgung zu. Die kluge Steuerung von Nutzungskonkurrenzen, die Schaffung bundesweiter Datengrundlagen, die Anpassung der Infrastrukturen etwa über Schwammstadtkonzepte oder die Vermeidung von Schadstoffeinträgen sind nur einige der Ansätze.<br></p>        </div>
    </div>


    <div data-module="headline">
        <div class="module-content">

            <h4>Was genau ist eine „Schwammstadt“?</h4>
        </div>
    </div>


    <div data-module="text">
        <div class="module-content">
            <p>
Heute sind Städte hoch versiegelt und Regenwasser wird meist nur in die Kanalisation abgeleitet. In einer Schwammstadt versickert das Wasser vor Ort, reichert Grundwasservorkommen an und wird in Regenbecken zwischengespeichert, sodass es während Hitzeperioden verdunsten und so für Abkühlung sorgen kann. Es funktioniert also ähnlich wie ein Schwamm, der Wasser aufnehmen kann, wenn viel davon da ist, und es wieder abgibt, wenn es benötigt wird.<br></p>        </div>
    </div>


    <div data-module="headline">
        <div class="module-content">

            <h4>Die heutige lineare Wirtschaftsweise zeichnet sich durch einen hohen Ressourcenverbrauch aus. In einer Stellungnahme von Oktober 2021 betont der RNE den wichtigen Hebel des zirkulären Wirtschaftens. In Deutschland ist der Begriff Kreislaufwirtschaft weit verbreitet. Gibt es da einen Unterschied?</h4>
        </div>
    </div>


    <div data-module="text">
        <div class="module-content">
            <p>
Im Nachhaltigkeitsrat haben wir darüber diskutiert und uns schließlich für „zirkuläres Wirtschaften“ entschieden. Durch das Kreislaufwirtschaftsgesetz ist der Begriff „Kreislaufwirtschaft“ in Deutschland mit der Abfallbehandlung assoziiert. Mit „zirkulärem Wirtschaften“ wollen wir den Bogen aber über Abfallentsorgung und Recycling hinaus deutlich weiterspannen. Es geht darum, den absoluten Verbrauch der Ressourcen deutlich zu senken. 2020 haben wir das erste Mal dem globalen Ökosystem mehr als 100 Milliarden Tonnen Rohstoffe entnommen. Wenn wir das weiter zulassen, dann bräuchten wir 2050 drei Erden. Dieser Ressourcenhunger funktioniert angesichts der planetaren Grenzen nicht.
</p><p>Zirkuläres Wirtschaften adressiert die vier „R“: reduce, reuse, repair, recycle. Neben der Absenkung des absoluten Ressourcenverbrauchs und eines effizienteren Umgangs mit Ressourcen, muss der Lebenszyklus von Produkten deutlich länger werden, Reparatur verpflichtend möglich sein und sich für Verbraucher*innen und Handwerksbetriebe rechnen. Es ist doch verrückt, dass wir uns eher neue Schuhe kaufen, als beschädigte reparieren zu lassen. Gleiches gilt für eine Vielzahl technischer Geräte vom Rechner bis zur Küchenmaschine. Am Ende des Lebenszyklus eines Produkts kommt es dann auf die Recyclingfähigkeit an. Dies hängt vom Design der Materialien ab und muss über Forschung und bahnbrechende Innovationen neu gedacht und entwickelt werden. Ergänzt um die Vermeidung von Schadstoffeinträgen lässt sich so der Kreis des zirkulären Wirtschaftens Stück für Stück schließen. Auf EU-Ebene tut sich hierzu mit dem Circular Economy Action Plan, dem Zero Pollution Action Plan, der aktuellen Revision der Chemikalien-Richtlinie REACH oder der Urban Waste Water Treatment Directive eine ganze Menge.<br></p>        </div>
    </div>


    <div data-module="headline">
        <div class="module-content">

            <h4>Welche Bedeutung hat zirkuläres Wirtschaften darüber hinaus?</h4>
        </div>
    </div>


    <div data-module="text">
        <div class="module-content">
            <p>
Unsere heutige Art und Weise des linearen Verbrauchs von Ressourcen ist für einen Großteil der Biodiversitätsverluste verantwortlich und treibt auch den Klimawandel weiter an. Zirkuläres Wirtschaften ist deshalb nicht einfach nur irgendeine grüne Idee, sondern der Ast, auf dem wir sitzen. Zudem macht es unsere Wirtschaft resilienter gegenüber Engpässen und unabhängiger von Rohstoffimporten. Bisher konnten wir unseren Zugang zu kritischen Rohstoffen wie Seltenen Erden über den Markt sichern. Aber schon die Corona-Pandemie und noch brachialer Russlands Krieg gegen die Ukraine hat uns alle wachgerüttelt und uns bewusst gemacht, dass wir geopolitische Veränderungen unter Umständen künftig nicht mehr mit Geld aufholen können.<br></p>        </div>
    </div>


    <div data-module="headline">
        <div class="module-content">

            <h4>Die EU hat vor kurzem einen Entwurf für ein neues EU-Rohstoffgesetz vorgelegt, das zum Ziel hat, die für die grüne Energiewende benötigten Rohstoffe wie Lithium oder die schon erwähnten Seltenen Erden zu sichern. Der Bedarf an diesen Metallen wird auch langfristig nur zu einem Bruchteil über Recycling gedeckt werden können. Steht das nicht im Widerspruch zu einer zirkulären Wirtschaft?</h4>
        </div>
    </div>


    <div data-module="text">
        <div class="module-content">
            <p>
Wir steuern heute eine der größten Transformationen, weg von fossilen Energieträgern zu Gunsten des Klimas. Das ist gut und unausweichlich. Wir steuern diese Transformation in die Klimaneutralität aber noch nicht verknüpft mit dem Einstieg in eine wirkliche zirkuläre Wirtschaft. Es kann nicht sein, dass wir E-Mobilität ohne Batterierecycling oder den vor allem demografiebedingt steigenden Medikamentenkonsum ohne die Erforschung umweltverträglicherer Grundstoffe hochfahren. Hier sind noch viele Fragen zu klären.
</p><p>Zu bedenken ist auch, dass Unternehmen, die heute in die Transformation zu Gunsten des Klimaschutzes investieren, was viel von ihnen abverlangt, in fünfzehn Jahren sicher nicht die nächste Tiefentransformation bewältigen können. Wenn also Klimaschutz nicht mit zirkulärem Wirtschaften verknüpft wird, verschenken wir nicht nur eine gigantische Chance, sondern werden auch nicht die notwendigen Erfolge beim Schutz der Biodiversität erzielen.<br></p>        </div>
    </div>


    <div data-module="headline">
        <div class="module-content">

            <h4>Nach aktuellen Entwürfen der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) der EU sollen Unternehmen auch zu ihrer Zirkularität berichten. Wie kann der RNE mit dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) Unternehmen bei den neuen Berichtspflichten unterstützen?</h4>
        </div>
    </div>


    <div data-module="text">
        <div class="module-content">
            <p>
Nachhaltigkeitsberichterstattung ist ein ganz entscheidender Hebel, weil über Kapitalmärkte wesentliche Finanzströme für Investitionen gelenkt werden. Nachhaltigkeitsberichte liefern Anleger*innen notwendige Daten, um Investitionsentscheidungen in Richtung Nachhaltigkeit treffen zu können. Der RNE hat mit dem <a href="https://www.nachhaltigkeitsrat.de/projekte/deutscher-nachhaltigkeitskodex/" class="rne-link"><span>Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK)</span></a> seit 2012 ein tolles Instrument für eine einfache Nachhaltigkeitsberichterstattung entwickelt, welches wir an künftig steigende Berichtspflichten weiter anpassen wollen. Wir müssen die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft über die Industrie- und Handelskammern sowie die Handwerkskammern dabei vor allem zu Gunsten des Mittelstandes verstärken. Mit Branchenleitfäden zum DNK wollen wir helfen, die spezifischen Bedarfe in den Wirtschaftssektoren für eine erfolgversprechende Transformation voranzubringen. Dies, eine stetige Aktualisierung und neue Unterstützungsformate steigern dabei auch die Attraktivität des DNK weiter. Tausende mittelständische Unternehmen mit dem DNK auf Nachhaltigkeitskurs zu bringen, wären doch ein echter Gewinn.<br></p>        </div>
    </div>


    <div data-module="headline">
        <div class="module-content">

            <h4>Sie sind auch Vorsitzende des Hochschulrates der TU Dresden. Spielt zirkuläres Wirtschaften dort schon eine Rolle?</h4>
        </div>
    </div>


    <div data-module="text">
        <div class="module-content">
            <p>
Ja, da ist die Exzellenzuniversität Dresden sehr gut aufgestellt. So forscht eine Gruppe an einer neuen Bauweise mit materialminimiertem Carbonbeton, was sowohl bei Neubauten als auch in der Bestandssanierung durch Einsparungen in der klimaintensiven Zementnutzung eine Emissionssenkung von bis zu 80 Prozent bedeuten würde.
</p><p>Ein zweiter Bereich betrifft den Leichtbau, wo es etwa um die Materialien für Rotorblätter von Windkraftanlagen geht und wie man diese recyceln kann. Ein dritter befasst sich mit alternativen Grundstoffen für die Pharmaproduktion. Und dazu kommen lebendige Netzwerke aus Wirtschaft und Wissenschaft, sodass aus klugen Innovationen möglichst rasch Investitionen werden mit Chancen für Wertschöpfung und Arbeitsplätze.<br></p>        </div>
    </div>


    <div data-module="headline">
        <div class="module-content">

            <h4>Die Bundesregierung hat die Absicht, eine Kreislaufwirtschaftsstrategie zu erarbeiten. Wie sollte diese aus Ihrer Sicht gestaltet sein?</h4>
        </div>
    </div>


    <div data-module="text">
        <div class="module-content">
            <p>
Die Bundesregierung sollte mit federführenden Wissenschaftler*innen und Vertreter*innen aus der Wirtschaft unter einer übergeordneten klaren und verlässlichen Zielstellung eigene, sektorbezogene Strategien entwickeln, um die vier großen „R“ jeweils gut zu erfüllen. Zudem wünsche ich mir, dass dies auf der nationalen wie europäischen Ebene und am besten auch global parallel zur Klimatransformation und zum Biodiversitätsschutz eingeordnet wird. Klingt komplex und ist es auch. Doch ohne eine systemisch vernetzte Steuerung kann es nicht funktionieren.<br></p>        </div>
    </div>


    <div data-module="headline">
        <div class="module-content">

            <h4>Das neue Arbeitsprogramm des Rates wird noch erarbeitet. Im Februar wurden Sie zur stellvertretenden Ratsvorsitzenden gewählt: Auf welche Schwerpunkte legen Sie wert?</h4>
        </div>
    </div>


    <div data-module="text">
        <div class="module-content">
            <p>
Ich freue mich zunächst auf die erste Klausurtagung dieser Mandatsperiode und auf meine beeindruckenden Ratskolleginnen und -kollegen. Neben den Themen Klimaschutz und Klimawandelanpassung in der Verknüpfung mit zirkulärer Wirtschaft und Biodiversität sollten wir auch einen stärkeren Schwerpunkt auf die soziale Säule setzen, weil wir das Ziel „leave no one behind“ ernst nehmen müssen. Und wenn dann die Regierung unseren Rat annimmt, dann hat sich diese ehrenamtliche Arbeit gelohnt.<br></p>        </div>
    </div>


    <div data-module="headline">
        <div class="module-content">

            <h3>Zur Person</h3>
        </div>
    </div>


    <div data-module="text">
        <div class="module-content">
            <p>
Gunda Röstel, geboren 1962 in Hohenstein-Ernstthal, ist kaufmännische Geschäftsführerin der Stadtentwässerung Dresden GmbH und Prokuristin der Gelsenwasser AG. Seit Januar 2020 ist sie aktiv im Rat für Nachhaltige Entwicklung. In dieser Zeit arbeitete sie unter anderem am Positionspapier Klimaneutralität und an der Stellungnahme des Rates zum Zirkulären Wirtschaften. Mitte Februar 2023 wurde sie zur <a href="https://www.nachhaltigkeitsrat.de/mitglieder/gunda-roestel/" class="rne-link"><span>stellvertretenden Vorsitzenden des RNE</span></a> gewählt.</p>        </div>
    </div>


        <div data-module="links">
            <div class="module-content">
                <h2>Weiterführende Links</h2>
                <div class="links">
                    
                            <a href="https://www.nachhaltigkeitsrat.de/wp-content/uploads/2023/04/Broschuere-Ratsmitglieder-2023-2026.pdf" class="rne-link" >
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                            </a>
                        
                                    </div>
            </div>
        </div>

    
</div></div></div></div>
</div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>10. Jahreskonferenz</title>
		<link>https://www.nachhaltigkeitsrat.de/termine/10-jahreskonferenz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Jul 2019 08:05:36 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://www.nachhaltigkeitsrat.de/termine/10-jahreskonferenz/</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">    <div data-module="event-details">

        <div class="module-content">

            <div class="event-organizer gray-card">

                <h4>Veranstalter</h4>

                                    <p class="semi-bold">Veranstaltung des Rates</p>
                
                
                
                

            </div>

            <div class="event-place gray-card">
                <h4>Veranstaltungsort</h4>
                                    <div class="on-site-location">

                        <p class="semi-bold">

                                                            <span>Berliner Congress Centrum (bcc)</span>
                            
                        </p>

                        <div class="location-address">

                            
                                                            <p>Berlin</p>

                            
                        </div>
                    </div>

                
                
            </div>

        </div>

    </div>


    <div data-module="excerpt">
        <div class="module-content">
            <p>Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung am 27.09.2010 in Berlin</p>
        </div>
    </div>


    <div data-module="text">
        <div class="module-content">
            <p>Mehr als 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft empfing der Rat für Nachhaltige Entwicklung auf seiner 10. Jahreskonferenz unter dem Motto „Die Uhr neu stellen: 2050“. Die größte deutsche Tagung zum Thema Nachhaltigkeit fand am 27. September 2010 im Berliner Congress Centrum (bcc) statt. Leitthema der Veranstaltung: eine Vision für das Jahr 2050 – warum sich Deutschland trotz Krisen und tagespolitischer Zwänge an langfristigen Nachhaltigkeitszielen orientieren muss. Die Bundeskanzlerin nahm Stellung zur Nachhaltigkeitspolitik der Regierung. Der im Juni 2010 neu berufene Nachhaltigkeitsrat stellte sich auf der Konferenz in seiner neuen Besetzung vor.</p>        </div>
    </div>


        <div data-module="links">
            <div class="module-content">
                <h2>Weiterführende Links</h2>
                <div class="links">
                    
                            <a href="https://www.nachhaltigkeitsrat.de/wp-content/uploads/2019/07/RNE_Programm_Jahreskonferenz_2010.pdf" class="rne-link" >
                                <svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" class="icon link-pdf-icon" width="24" height="24"  aria-hidden="true" role="img" fill="none"><use href="#icon-document-pdf"></use></svg>                                <span>Programm der 10. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung</span>
                            </a>
                        
                                    </div>
            </div>
        </div>

    
</div></div></div></div>
</div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>11. Jahreskonferenz</title>
		<link>https://www.nachhaltigkeitsrat.de/termine/11-jahreskonferenz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Jul 2019 07:23:35 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://www.nachhaltigkeitsrat.de/termine/11-jahreskonferenz/</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">    <div data-module="event-details">

        <div class="module-content">

            <div class="event-organizer gray-card">

                <h4>Veranstalter</h4>

                                    <p class="semi-bold">Veranstaltung des Rates</p>
                
                
                
                

            </div>

            <div class="event-place gray-card">
                <h4>Veranstaltungsort</h4>
                                    <div class="on-site-location">

                        <p class="semi-bold">

                                                            <span>Tempodrom</span>
                            
                        </p>

                        <div class="location-address">

                            
                                                            <p>Berlin</p>

                            
                        </div>
                    </div>

                
                
            </div>

        </div>

    </div>


    <div data-module="excerpt">
        <div class="module-content">
            <p>Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung am 20.06.2011 in Berlin</p>
        </div>
    </div>


    <div data-module="text">
        <div class="module-content">
            <p>„… und was bedeutet Nachhaltigkeit?“ – diese Frage stellte das Motto der 11. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung am 20. Juni 2011 in Berlin. Die Idee der Nachhaltigkeit macht die Runde, aber oft auch nur als leere Formel und in irreführender Verwendung. Was ist Nachhaltigkeit? Worum geht es wirklich? Namhafte Redner setzten sich damit auseinander. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesumweltminister Norbert Röttgen bezogen Stellung, ebenso Hans-Peter Repnik und die Mitglieder des Nachhaltigkeitsrates, die Wirtschaftsführer Jochen Zeitz (Puma) und Götz Rehn (Alnatura), der Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber (PIK) und viele andere mehr. Entscheidungsträger der kommenden 40 Jahre, die „U27“, berichteten und diskutierten über ihre Vision für 2050. Noch mehr als bisher setzte der Rat auf Dialog, was auch im Namen des neuen Formates Ausdruck fand: „Der Meinungsplatz.“</p>        </div>
    </div>


        <div data-module="links">
            <div class="module-content">
                <h2>Weiterführende Links</h2>
                <div class="links">
                    
                            <a href="https://www.nachhaltigkeitsrat.de/wp-content/uploads/2019/07/RNE_Programm_Jahreskonferenz_2011.pdf" class="rne-link" >
                                <svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" class="icon link-pdf-icon" width="24" height="24"  aria-hidden="true" role="img" fill="none"><use href="#icon-document-pdf"></use></svg>                                <span>Programm der 11. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung</span>
                            </a>
                        
                                    </div>
            </div>
        </div>

    
</div></div></div></div>
</div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Nachhaltigkeit gemeinsam gestalten: So kommen Bürgerinnen und Bürger nachhaltig mit Kommunen ins Gespräch</title>
		<link>https://www.nachhaltigkeitsrat.de/aktuelles/nachhaltigkeit-gemeinsam-gestalten-so-kommen-buergerinnen-und-buerger-nachhaltig-mit-kommunen-ins-gespraech/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Mar 2019 10:20:35 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[]]></description>
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    <div data-module="excerpt">
        <div class="module-content">
            <p>In Leipzig diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen und der Zivilgesellschaft bei der Jahrestagung von RENN.mitte, wie man Städte und Gemeinden gemeinsam zukunftsfähig machen kann. Am Ende stehen zahlreiche Ideen und der Auftakt für einen sächsischen Bürgermeisterdialog.</p>
        </div>
    </div>


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        <div class="module-content">

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                        alt="Eine Städtepartnerschaft wird zur Partnerschaft für kommunale Nachhaltigkeit. Liveschaltung zum Gespräch Travnik-Leipzig - Foto: Andreas Birkigt / RENN.mitte © Rat für Nachhaltige Entwicklung"
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                                                    <span class="image-caption">Eine Städtepartnerschaft wird zur Partnerschaft für kommunale Nachhaltigkeit. Liveschaltung zum Gespräch Travnik-Leipzig - Foto: Andreas Birkigt / RENN.mitte © Rat für Nachhaltige Entwicklung</span>
                        
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                </div>
            
        </div>

    </div>


    <div data-module="text">
        <div class="module-content">
            <p>Wenn eine Idee Schub bekommen soll, so Heiko Rosenthal (Die Linke), Bürgermeister und Beigeordneter für Umwelt, Ordnung, Sport der Stadt Leipzig, gehe es zum Beispiel darum, eine gemeinsame Sprache zu finden, sich zu verständigen, was „Nachhaltigkeit“ überhaupt bedeutet. Wie bleibt eine Stadt oder eine Gemeinde also mit ihren Bürgerinnen und Bürgern im Dialog, um sich für die Zukunft zu wappnen? Wie arbeiten zivilgesellschaftliche Akteure und Gemeinden in Nachhaltigkeitsthemen künftig noch besser zusammen? Das haben die 160 Teilnehmenden der 3. Jahrestagung von <a href="https://www.renn-netzwerk.de/mitte/" rel="noopener" target="_blank" class="rne-link"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" class="icon " width="24" height="24" aria-hidden="true" role="img" fill="none"><use href="#icon-external-link"></use></svg><span>RENN.mitte</span></a>, eine der bundesweit vier Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien, am 8. März in Leipzig ausgelotet.
</p><p>Mit dabei waren Vertreterinnen und Vertreter von Kommunen und Zivilgesellschaft, aber auch kommunale Unternehmen und zahlreiche Initiativen, die unter dem Titel „Kommunen und Zivilgesellschaft – Nachhaltigkeit gemeinsam gestalten“ miteinander ins Gespräch kamen. Besonders begrüßenswert: Zugleich wurde dort der sächsische Bürgermeisterdialog initiiert. Rosenthal und seine Kolleginnen und Kollegen wollen sich ab sofort regelmäßig treffen, um Erfahrungen auszutauschen, wie sich Nachhaltigkeit am besten und systematisch in die kommunale Entwicklung integrieren lässt. Leipzig, die größte Stadt Sachsens, habe Zielbilder formuliert, Indikatoren festgelegt und ins Management integriert, erklärte Rosenthal. Der sächsische Umweltstaatssekretär Frank Pfeil betonte, dass es um eine „ressortübergreifende“ Sache gehe, der schwarz-rot regierte Freistaat zudem <a href="http://www.nachhaltigkeit.sachsen.de/" rel="noopener" target="_blank" class="rne-link"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" class="icon " width="24" height="24" aria-hidden="true" role="img" fill="none"><use href="#icon-external-link"></use></svg><span>Dialogveranstaltungen, Onlinebefragungen und verschiedene Beteiligungsformate</span></a> entwickelt habe.</p><p>Längst werden in Städten und Gemeinden ganz konkrete Ideen entwickelt, wie sich gemeinsam weiterkommen lässt und das gesammelte Wissen lokal genutzt werden kann. Zwei Beispiele:</p><p></p>        </div>
    </div>


    <div data-module="headline">
        <div class="module-content">

            <h2>Erstens: Nachhaltige kommunale Partnerschaften bilden</h2>
        </div>
    </div>


    <div data-module="text">
        <div class="module-content">
            <p>Sich gemeinsam auf den Weg machen – so wie Leipzig und Travnik, eine Stadt mit rund 50.000 Einwohnern etwa 100 Kilometer nordwestlich von Sarajevo, der Hauptstadt von Bosnien und Herzegowina. Ihre Städtepartnerschaft begann schon vor mehr als 20 Jahren, anfangs ging es um humanitäre Hilfe zur Beseitigung der Kriegsfolgen. Doch 2017 wurde daraus eine „Kommunale Nachhaltigkeitspartnerschaft“, die 2018 mit dem <a href="https://www.leipzig.de/news/news/auszeichnung-top-3-platzierung-beim-nachhaltigkeitspreis-fuer-staedtepartnerschaft-leipzig-travnik/" rel="noopener" target="_blank" class="rne-link"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" class="icon " width="24" height="24" aria-hidden="true" role="img" fill="none"><use href="#icon-external-link"></use></svg><span>Nachhaltigkeitspreis</span></a> ausgezeichnet wurde.</p><p>Die beiden Städte entwickelten „Visionen für ein Nachhaltiges Leipzig – nachhaltiges Travnik – eine nachhaltige Städtepartnerschaft im Jahr 2030“. In Leipzig wurden zum Beispiel Unterrichtsmaterialien zur Nachhaltigkeit erarbeitet, in Travnik der Radverkehr ausgebaut. Der Leiter des dortigen Bürgermeisterbüros, Faris Hafizadic, war bei der Leipziger Tagung per Video zugeschaltet. Er ist überzeugt: „Egal, welches Ziel man ins Auge fasst, man kann es nie alleine erreichen. Städtepartnerschaften sollten Schule machen!“</p><p>Die Städtepartnerschaft wurde von <a href="https://www.engagement-global.de/" rel="noopener" target="_blank" class="rne-link"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" class="icon " width="24" height="24" aria-hidden="true" role="img" fill="none"><use href="#icon-external-link"></use></svg><span>Engagement Global</span></a> begleitet. Eine <a href="https://skew.engagement-global.de/aktuelle-mitteilung/drei-jahre-agenda-2030.html" rel="noopener" target="_blank" class="rne-link"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" class="icon " width="24" height="24" aria-hidden="true" role="img" fill="none"><use href="#icon-external-link"></use></svg><span>Servicestelle</span></a> dort unterstützt Kommunen, die die Nachhaltigkeit vor Ort und mit anderen zusammen voranbringen wollen. Auch Schülerpartnerschaften sind denkbar. <a href="https://www.nepalfreiberg.de/cms/index.php/ueber-uns/die-schulpartnerschaft" rel="noopener" target="_blank" class="rne-link"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" class="icon " width="24" height="24" aria-hidden="true" role="img" fill="none"><use href="#icon-external-link"></use></svg><span>Das sächsische Freiberg beispielsweise macht es in Nepal vor.</span></a></p><p></p>        </div>
    </div>


    <div data-module="headline">
        <div class="module-content">

            <h2>Zweitens: Aus Städten Reallabore machen</h2>
        </div>
    </div>


    <div data-module="text">
        <div class="module-content">
            <p>Neue Wege ausprobieren – etwa beim Klimaschutz. Andere Städte können von sogenannten Reallaboren wie in Berlin lernen. Die Hauptstadt will bis zum Jahr 2050 klimaneutral werden. Ein Forscherteam um den Soziologen Dr. Fritz Reusswig vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung hat dazu mit 100 Haushalten ein Jahr lang getestet, wie das zu schaffen ist – und was das für den Alltag bedeutet. Der Name des Projekts: <a href="https://klimaneutral.berlin/" rel="noopener" target="_blank" class="rne-link"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" class="icon " width="24" height="24" aria-hidden="true" role="img" fill="none"><use href="#icon-external-link"></use></svg><span>Klimaneutral leben in Berlin, KliB</span></a>.</p><p>Die teilnehmenden Haushalte dokumentierten wöchentlich in einer App, dem <em>KliB-CO2-Tracker</em>, ihren Verbrauch und wurden im Alltag von Berliner Unternehmen unterstützt, die klimafreundliche Produkte und Dienstleistungen anbieten. Sie landeten bei 7,3 Tonnen CO2 pro Kopf und Jahr. Zum Vergleich: Der Bundesdurchschnitt liegt bei 11,6 Tonnen. In Reallaboren sei es möglich zu experimentieren, um Antworten zu finden auf Klimawandel oder Verkehrskollaps, so Reusswig. Er will das Experiment auch auf den ländlichen Raum ausweiten.</p><p>Partnerschaften und Reallabore – das sind gute Ideen. Mindestens genauso wichtig ist aber: Miteinander reden, besser ins Gespräch kommen. Dabei können kommunale Bürgerumfragen helfen, wie sie zum Beispiel die Stadt Leipzig zum <a href="https://www.klimaschutz.de/sites/default/files/practice_example/Difu-Praxisbeispiel_Leipzig-Klimaanpassung.pdf" rel="noopener" target="_blank" class="rne-link"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" class="icon " width="24" height="24" aria-hidden="true" role="img" fill="none"><use href="#icon-external-link"></use></svg><span>Thema Klimaschutz</span></a> durchgeführt hat. Auf der Tagung gab es aber zahlreiche weitere Anregungen.</p><p></p>        </div>
    </div>


    <div data-module="headline">
        <div class="module-content">

            <h2>Viele Ideen für ein gutes Miteinander</h2>
        </div>
    </div>


    <div data-module="text">
        <div class="module-content">
            <p>Kommunen sollten „kommunizieren, was geht. Und nicht, was nicht geht“ so eine Forderung aus dem Publikum, wenn es gesetzliche Pflichten zu beachten gebe. Sie sollten Ansprechpartner genau benennen, damit nicht von Amt zu Amt rennen muss, wer in seinem Stadtviertel etwa eine autofreie Woche organisieren will. Andere wünschten sich, dass Städte und Gemeinden Räume für Gespräche zur Verfügung stellen. Entscheidend sei auch, dass Bürger Rückmeldungen bekommen, wenn sie an politischen Prozessen beteiligt werden: welche Ideen funktionieren, welche nicht – und warum nicht? Etwa weil sie zu teuer, zu aufwendig, oder zu kompliziert sind? Sonst entstehe ein „Ich-kann-nichts-bewirken-Frust“, der sogar kontraproduktiv sein könne.</p><p>Ein letzter Vorschlag auf der Jahrestagung war schließlich noch, kommunale Unternehmen, deren Ausrichtung von Stadträten beeinflusst wird, mehr zu schätzen und zu fördern. Denn: neben der Gewinnerzielungsabsicht können diese mit Ihrem Handeln einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung einer Kommune oder Region leisten.</p><p><em>Die 3. Jahrestagung von RENN.süd findet am 23. März in Ulm statt – Fokusthema wird dort „Initiativen rund um Nachhaltiges Leben“ sein. Wir dürfen gespannt sein auf viele interessante Diskussionen und gute Ideen auch von dort!</em></p>        </div>
    </div>


        <div data-module="links">
            <div class="module-content">
                <h2>Weiterführende Links</h2>
                <div class="links">
                    
                            <a href="https://www.renn-netzwerk.de/mitte/" class="rne-link" target="_blank">
                                <svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" class="icon " width="24" height="24"  aria-hidden="true" role="img" fill="none"><use href="#icon-external-link"></use></svg>                                <span>Website der RENN.mitte</span>
                            </a>
                        
                    
                            <a href="http://www.nachhaltigkeit.sachsen.de/" class="rne-link" target="_blank">
                                <svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" class="icon " width="24" height="24"  aria-hidden="true" role="img" fill="none"><use href="#icon-external-link"></use></svg>                                <span>Website www.nachhaltigkeit.sachsen.de</span>
                            </a>
                        
                    
                            <a href="https://www.leipzig.de/news/news/auszeichnung-top-3-platzierung-beim-nachhaltigkeitspreis-fuer-staedtepartnerschaft-leipzig-travnik/" class="rne-link" target="_blank">
                                <svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" class="icon " width="24" height="24"  aria-hidden="true" role="img" fill="none"><use href="#icon-external-link"></use></svg>                                <span>Meldung &quot;Auszeichnung: TOP 3 Platzierung beim Nachhaltigkeitspreis für Städtepartnerschaft Leipzig-Travnik&quot; (29.11.2018. leipzig.de)</span>
                            </a>
                        
                    
                            <a href="https://www.engagement-global.de/" class="rne-link" target="_blank">
                                <svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" class="icon " width="24" height="24"  aria-hidden="true" role="img" fill="none"><use href="#icon-external-link"></use></svg>                                <span>Website der Engagement Global gGmbH</span>
                            </a>
                        
                    
                            <a href="https://skew.engagement-global.de/aktuelle-mitteilung/drei-jahre-agenda-2030.html" class="rne-link" target="_blank">
                                <svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" class="icon " width="24" height="24"  aria-hidden="true" role="img" fill="none"><use href="#icon-external-link"></use></svg>                                <span>SKEW - Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (Engagement Global)</span>
                            </a>
                        
                    
                            <a href="https://www.nepalfreiberg.de/cms/index.php/ueber-uns/die-schulpartnerschaft" class="rne-link" target="_blank">
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                            </a>
                        
                    
                            <a href="https://klimaneutral.berlin/" class="rne-link" target="_blank">
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                            </a>
                        
                    
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			</item>
		<item>
		<title>Energiewende in der Hotellerie – von der politischen Vision zur lohnenden Investition</title>
		<link>https://www.nachhaltigkeitsrat.de/termine/energiewende-in-der-hotellerie-von-der-politischen-vision-zur-lohnenden-investition/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Sep 2018 11:05:13 +0000</pubDate>
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                <h4>Veranstalter</h4>

                
                
                
                

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                <h4>Veranstaltungsort</h4>
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                                                            <span>Torgauer Straße 12-15</span>
                            
                        </p>

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                                                            <p>EUREF- Campus Berlin, Wasserturm</p>

                            
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        </div>

    </div>


    <div data-module="excerpt">
        <div class="module-content">
            <p>Die Hotellerie in Deutschland ist heterogen: Privat- und Kettenhotellerie stehen unterschiedlichen Herausforderungen gegenüber. Ein Ziel gilt für alle: Das Erreichen der Klimaschutzziele 2050 und damit verbunden die Gestaltung der Energiewende in Deutschland.</p>
        </div>
    </div>


    <div data-module="text">
        <div class="module-content">
            <p>wwWo steht die Branche? Was plant die Politik?<br>
Die Deutsche Energie-Agentur (dena) zeichnet mit der Veranstaltung ein Bild der Handlungsfelder, Herausforderungen und Lösungsansätze im Themenfeld Energie und Gebäude. Politik und Branche diskutieren im Spannungsfeld zwischen Forderung und Förderung.
</p><p>Die kostenfreie Veranstaltung richtet sich an Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft im Branchenumfeld Hotellerie sowie an Verbände, NGOs und Initiativen.  Auf der Veranstaltung werden Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Ministerien die Ziele und Pläne der Bundesregierung vorstellen und mit der Hotelbranche diskutieren, welche Wege zu einem nachhaltigen und effizienten Gebäudebestand in der Hotelbranche führen.</p><p></p>        </div>
    </div>


        <div data-module="links">
            <div class="module-content">
                <h2>Weiterführende Links</h2>
                <div class="links">
                    
                            <a href="https://effizienzgebaeude.dena.de/best-practice/modellvorhaben-hotels-und-herbergen/" class="rne-link" target="_blank">
                                <svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" class="icon " width="24" height="24"  aria-hidden="true" role="img" fill="none"><use href="#icon-external-link"></use></svg>                                <span>Weitere Informationen</span>
                            </a>
                        
                                    </div>
            </div>
        </div>

    
</div></div></div></div>
</div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mehlwürmer, Ratings und ein Flussbad</title>
		<link>https://www.nachhaltigkeitsrat.de/aktuelles/mehlwuermer-ratings-und-ein-flussbad/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Jul 2017 07:31:35 +0000</pubDate>
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    <div data-module="excerpt">
        <div class="module-content">
            <p>Springen Sie doch einfach mitten in Berlin mal in die Spree oder verdienen Sie Geld mit Unternehmen, die Gutes tun. Sechs Ideen von Vordenkern, die zeigen, was Nachhaltigkeit alles kann.</p>
        </div>
    </div>


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                                                    <span class="image-caption">So könnte der Einstieg zum Flussbad am Lustgarten in Berlin aussehen. Foto: united/Flussbad Berlin e.V.</span>
                        
                                            </p>
                </div>
            
        </div>

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    <div data-module="text">
        <div class="module-content">
            <p style="margin-bottom: 0cm">Es ist so etwas wie der Ted-Talk auf der Jahreskonferenz des RNE: Macher berichten in Kurzvorträgen, wie sie Nachhaltigkeit umsetzen. Hier ihre Ideen.</p><p style="margin-bottom: 0cm"><b>Arianna Nicoletti – Emotionen für bessere Mode </b></p><p style="margin-bottom: 0cm"><b></b>Die meisten Menschen tragen nicht irgendwelche Kleider, sie suchen sich ziemlich bewusst zusammen, was zusammen passt. „Aber wer von Ihnen hat sich heute Morgen wirklich bewusst angezogen?“, fragt Arianna Nicoletti. Die Modedesignerin aus Berlin meint damit: nach ethischen Kriterien. Nicoletti trifft in ihrem Upcycling Fashion Store in Berlin seit Jahren Kunden und hat zwei Dinge festgestellt: In Sachen nachhaltiger Mode fehlt den Menschen nicht nur Wissen, sondern vor allem eine emotionale Verbindung zu den Menschen, die Kleidung für uns nähen. </p><p style="margin-bottom: 0cm">„Wir sind alle Teil eines komplexen Systems mit Namen ‚globale Modeindustrie’“, sagt sie und zählt auf, was das bedeutet: Eben diese Industrie sei der zweitgrößte Umweltverschmutzer weltweit, hinter der Ölindustrie. Sie stehe für die Verschwendung von Ressourcen, für den unkontrollierten Einsatz von Giftstoffen und für katastrophale Arbeitsbedingungen. „Der Verbraucher weiß davon viel zu wenig“, sagt sie. </p><p style="margin-bottom: 0cm">Was sie dagegen unternimmt? Workshops geben und aufklären – und zeigen, wo es Alternativen gibt. Zusammen mit Mitstreiterinnen bietet Nicoletti <a href="http://greenfashiontours.com/" target="_blank" class="rne-link"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" class="icon " width="24" height="24" aria-hidden="true" role="img" fill="none"><use href="#icon-external-link"></use></svg><span>Green Fashion Tours</span></a> an, Stadtführungen durch Berlin, an die Orte, wo man nachhaltig hergestellte Kleidung bekommt. Das tue auch der Stadt gut: „Wir verstärken Berlins Image als grüne Hauptstadt“, sagt Nicoletti. </p><p style="margin-bottom: 0cm"><b>Marlene Haas, Eva Bergauer – Eine IHK denkt um </b></p><p style="margin-bottom: 0cm"><b></b>Die Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main ist 200 Jahre alt, hat 110.000 Mitglieder und 220 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Da gebe es keinen Expressweg zu mehr Nachhaltigkeit, sagen Marlene Haas und Eva Bergauer, „sondern einen Prozess, den wir jetzt angestoßen haben“. Die Jungunternehmerin Haas hat eine Agentur für Projektmanagement in den Bereichen ökologische und soziale Nachhaltigkeit und Kultur gegründet und ist Vizepräsidentin der IHK Frankfurt. Eva Bergauer leitet das Kompetenzzentrum Nachhaltigkeit der IHK. </p><p style="margin-bottom: 0cm">Seit 2014 arbeiten beide gemeinsam an einer Positionierung der Kammer zum Thema Nachhaltigkeit und gründeten einen entsprechenden Arbeitskreis. „Viele dachten anfangs, das ist die Spielwiese der jungen Vizepräsidentin“, sagt Haas. Schnell war klar, so Haas, dass jedes Unternehmen eine eigene Vorstellung davon hat, was nachhaltiges Wirtschaften konkret bedeutet.</p><p style="margin-bottom: 0cm">„Es war schwer, Positionen zu erarbeiten, mit denen man sich an die Politik wenden kann“, erklärt Haas. Zusammen mit Eva Bergauer trommelte sie alle wichtigen Akteure in der Mainmetropole zusammen – Banken, Industrie, kleine und mittelständische Unternehmen, und alle machten mit. Im Februar 2017 war es so weit: Die IHK Frankfurt ist die erste Kammer in Deutschland, die ein <a href="http://www.frankfurt-main.ihk.de/csr/" target="_blank" class="rne-link"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" class="icon " width="24" height="24" aria-hidden="true" role="img" fill="none"><use href="#icon-external-link"></use></svg><span>eigenes Positionspapier zum Thema Nachhaltigkeit</span></a> hat. </p><p style="margin-bottom: 0cm"><b>Robert Haßler – Ratings für eine bessere Welt </b></p><p style="margin-bottom: 0cm">Die <a href="http://www.oekom-research.eu/index.php?content=vorstand" target="_blank" class="rne-link"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" class="icon " width="24" height="24" aria-hidden="true" role="img" fill="none"><use href="#icon-external-link"></use></svg><span>Oekom Research AG</span></a> ist eine Ratingagentur, die Länder und Unternehmen anhand ökologischer und sozialer Kriterien bewertet. „Wir schauen uns nicht die Rendite an, sondern wir fragen, woher kommt sie, mit wie viel Umweltzerstörung und Ausbeutung werden die Renditen erarbeitet?“, sagt Mitgründer Robert Haßler. </p><p style="margin-bottom: 0cm">Das sei nicht der einzige Unterschied zu einer herkömmlichen Ratingagentur. Oekom wird von Investoren bezahlt, nicht von den zu bewertenden Unternehmen. Bei geläufigen Ratingagenturen ist es andersrum. Firmen zahlen für ihre eigenen Ratings – was es den Ratingagenturen schwerer macht, wirklich unabhängige Bewertungen zu treffen. „Die Masse der Unternehmen schneidet, nach unseren nachhaltigen Kriterien betrachtet, noch relativ schlecht ab“, sagt Haßler. 43 Prozent der bewerteten Unternehmen in Industrieländer haben demnach ein schlechtes, nur 16,5 Prozent ein gutes oder sehr gutes Nachhaltigkeitsrating. In Entwicklungsländern sieht es noch schlechter aus. </p><p style="margin-bottom: 0cm">Aber, der Wandel ist im Gange. Und es spricht einiges dafür, dass es weiter in die richtige Richtung geht. Haßler kann aufzeigen, dass die Unternehmen mit einem guten Nachhaltigkeitsrating finanziell besser dastehen. „Es ist eine gesicherte empirische Erkenntnis, dass Unternehmen, die aktiv im Nachhaltigkeitsmanagement sind, sich unterm Strich finanziell gleich gut oder sogar besser entwickeln“, sagt er. Ratingagenturen seien, so Haßler, das Bindeglied, das die Forderungen von nachhaltig orientierten Investoren an die Unternehmen heranträgt. Was das bringt? „Wenn Investoren ökologische und soziale Kriterien einfordern, führt das automatisch dazu, dass sich Unternehmen auch danach richten“, sagt Haßler. </p><p style="margin-bottom: 0cm"><b>Thomas H. Osburg – Digitalisierung heißt Verantwortung </b></p><p style="margin-bottom: 0cm">„Alles, was digitalisiert werden kann, wird digitalisiert werden“, sagt <a href="http://www.thomasosburg.de/" target="_blank" class="rne-link"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" class="icon " width="24" height="24" aria-hidden="true" role="img" fill="none"><use href="#icon-external-link"></use></svg><span>Thomas Osburg</span></a>, Professor für Sustainable Marketing &amp; Leadership an der Hochschule Fresenius. Gleichzeitig sinke das Vertrauen der Bevölkerung in die Digitalisierung ständig und das, so Osburg, sei ein großes Problem. </p><p style="margin-bottom: 0cm">Als Lösung schlägt er zweierlei vor: Zum einen müsse die Verantwortung von Unternehmen neu definiert werden. „CSR muss komplett neu gedacht werden“, sagt Osburg. Positiv gesehen könnten aus der Digitalisierung völlig neue Innovationen entstehen, die gut für die Gesellschaft sind. </p><p style="margin-bottom: 0cm">Als kritisches Beispiel sieht er Alexa. Das Audio-Gerät von Amazon steht in der Wohnung und hört immer mit. So kann es auf Anforderung per Sprachsteuerung Musik abspielen, das Internet durchsuchen oder andere Funktionen im Smart Home steuert. „Wo aber sind die Daten, wer genau hört mit und wie geht die Gesellschaft grundsätzlich mit so etwas um?“, fragt Osburg. Er appelliert an Unternehmen und Gesellschaft, eine neue Verantwortlichkeit in Zeiten der Digitalisierung zu entwickeln. Damit Digitalisierung von den Menschen nicht als Bedrohung wahrgenommen wird, sondern als Chance. </p><p style="margin-bottom: 0cm"><b>TeneTrio – Mehlwurmsnacks für Hunde </b></p><p style="margin-bottom: 0cm">Im Vergleich Mehlwurm gegen Rind hat das Rind keine Chance. Um ein Kilo Rindfleisch zu erzeugen, braucht es 15.415 Liter Wasser, 25 Kilo Futter und 200 Quadratmeter Fläche. Wer mit Rindfleisch ein Kilo zunehmen will, setzt 2.850 Gramm CO2 frei. Für ein Kilo Mehlwurm dagegen braucht es 4.341 Liter Wasser, 2,1 Kilo Futter und 15 Quadratmeter Fläche. Macht für ein Kilo Gewichtszunahme 7,5 Gramm CO2. </p><p style="margin-bottom: 0cm">Die Zahlen stammen von Ina Henkel, die an der Universität Potsdam an essbaren Insekten forscht und sie auch vermarktet. Henkel ist eine von drei Gründerinnen des <a href="http://tenetrio.de/" target="_blank" class="rne-link"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" class="icon " width="24" height="24" aria-hidden="true" role="img" fill="none"><use href="#icon-external-link"></use></svg><span>Startups TeneTrio</span></a>, das Hundefutter aus Mehlwürmern anbieten will – ein kleiner Schritt, um ein großes Problem zu lösen: „Wie, um alles in der Welt, sollen wir die für 2050 postulierten zehn Milliarden Menschen auf unserem Planeten ernähren?“, fragt Henkel. Ein Teil der Lösung könnten nahrhafte Insekten sein, die deutlich weniger Ressourcen verbrauchen. </p><p style="margin-bottom: 0cm">Sie seien bereits mitten unter uns, die essbaren Insekten, so Henkel: Die amerikanische Food and Drug Administration, also die Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelzulassungsbehörde der Vereinigten Staaten, erlaubt pro 100 Gramm Schokolade bis zu 60 winzige, unbeabsichtigt in das Produkt gelangte Insektenteile. Rund zwei Milliarden Menschen essen ohnehin gewollt und bewusst regelmäßig Insekten. </p><p style="margin-bottom: 0cm"><b>Charlotte Hopf, Flussbad Berlin </b></p><p style="margin-bottom: 0cm">Das letzte Flussbad in Berlin machte im Jahr 1925 dicht, weil die Spree zu verschmutzt war. Der <a href="http://www.flussbad-berlin.de/start" target="_blank" class="rne-link"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" class="icon " width="24" height="24" aria-hidden="true" role="img" fill="none"><use href="#icon-external-link"></use></svg><span>Verein Flussbad Berlin</span></a> setzt sich dafür ein, die Tradition der Flussbäder wieder aufleben zu lassen. Zwischen Schlossplatz und Bode-Museum soll im Spreekanal, ein Seitenarm des Flusses in Berlin-Mitte, ein 840 Meter langes Flussbad entstehen. Ein vorgeschalteter renaturierter Bereich soll als natürlicher Pflanzenfilter das Wasser reinigen. </p><p style="margin-bottom: 0cm">Die Pläne des Vereins sehen unter anderem eine breite Treppe am Rande des Lustgartens auf der Museumsinsel vor, um im Spreekanal schwimmen zu können. „Ist das ein Widerspruch, schwimmen und Museum, Alltags- und Hochkultur?“, fragt Charlotte Hopf, Architektin und Vorstand des gemeinnützigen Vereins Flussbad Berlin. </p><p style="margin-bottom: 0cm">Für Hopf ist das kein Widerspruch, im Gegenteil, das Konzept passt aus ihrer Sicht zur Geschichte der Insel. „Die Museumsinsel ist Weltkulturerbe, weil sie Zeugnis einer Geisteshaltung ist“, sagt Hopf. „Sie ist ein Ort, an dem wir unsere gemeinsamen Werte zeigen.“ Hopf leitet das auch aus der Geschichte ab: So hat der preußische Architekt und Baumeister Karl Friedrich Schinkel 1830 das heute noch bestehende Alte Museum errichtet, das es den Bürgerinnen und Bürgern erstmals ermöglichte, Kunst zu genießen – bis dato ein Privileg der Königinnen und Könige. </p><p style="margin-bottom: 0cm">Auch heute kann die Museumsinseln mit ihren vier Millionen Besucherinnen und Besuchern jährlich einen Wertekanon ausdrücken, so die Idee. „Wir sehen die Chance, einen öffentlichen, nicht kommerziellen Raum zu schaffen, der Nachhaltigkeit sichtbar und erlebbar macht und dort verankert, wo sie hingehört: In die Mitte dessen, was uns lieb und teuer ist“, sagt Hopf. Der Verein mit seinen 300 Mitgliedern arbeitet kontinuierlich an seiner Vision: Ab 10. Juni präsentiert er das Projekt im Garten der ESMT European School of Management and Technology in Berlin – dort ist auch eine Forschungsstation zur Spreewasserfilterung zu sehen. </p><p></p>        </div>
    </div>

</div></div></div></div>
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			</item>
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		<title>Willkommen in der intelligenten Stadt</title>
		<link>https://www.nachhaltigkeitsrat.de/aktuelles/willkommen-in-der-intelligenten-stadt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Jun 2017 05:01:19 +0000</pubDate>
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    <div data-module="excerpt">
        <div class="module-content">
            <p>Die digitale Stadt muss gesteuert werden, und zwar von den Rathäusern aus, fordert Professor Wolfgang Schuster, Ex-Oberbürgermeister von Stuttgart und Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung. Hilfe soll der Monitor „nachhaltige Kommune“ der Bertelsmannstiftung bieten. Ideen gibt es viele.</p>
        </div>
    </div>


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            <p style="margin-bottom: 0cm">Die Digitalisierung durchdringt das Leben, für die Städte bedeutet das eine Revolution – und eine Herausforderung. Denn eine smarte Stadt sei nicht ohne weiteres lebenswert und nachhaltig, erklärt Wolfgang Schuster, einst CDU-Oberbürgermeister von Stuttgart und Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung. Er meint: „Gebraucht wird das Rathaus“. Die Ratsfrauen und -herren müssten im Dialog mit den Bürgern „systematisch eine langfristige Linie entwickeln, auch wenn das bei wechselnden Stimmungen nicht so leicht ist.“</p><p style="margin-bottom: 0cm">Allerorten machen sich Experten Gedanken, wie die Digitalisierung gesteuert werden kann, damit die Städte nicht nur „smart“, sondern, wie Schuster sagt, „intelligent“ werden. Das heißt: sozial, umweltfreundlich, wirtschaftlich wettbewerbsfähig. Den Rahmen dafür setzt das Ziel 11 der <a href="http://www.un.org/sustainabledevelopment/sustainable-development-goals/" target="_blank" rel="noopener" class="rne-link"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" class="icon " width="24" height="24" aria-hidden="true" role="img" fill="none"><use href="#icon-external-link"></use></svg><span>Agenda 2030 der Vereinten Nationen</span></a> „nachhaltige Städte und Gemeinden“. Der Handlungsbedarf ist offensichtlich. 2050 werden weltweit etwa zwei Drittel der Menschen in Städten leben, 2014 waren <a href="https://esa.un.org/unpd/wup/" target="_blank" rel="noopener" class="rne-link"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" class="icon " width="24" height="24" aria-hidden="true" role="img" fill="none"><use href="#icon-external-link"></use></svg><span>es etwas mehr als 50 Prozent</span></a>.</p><p style="margin-bottom: 0cm"><b>Smarter Bürgerservice</b></p><p style="margin-bottom: 0cm">In der Stadt von morgen wird zum Beispiel der Bürgerservice online schneller. Das Gebäudemanagement von städtischen Kitas, Krankenhäusern, Altenheimen wird digital und damit energiesparender. Und Mobilitätsapps erleichtern den Umstieg vom eigenen Auto in den Öffentlichen Personennahverkehr und das Carsharing. Das ist längst nicht alles. Doch wie weiß eine Kommune, wie weit sie bei der Nachhaltigkeit eigentlich ist?</p><p style="margin-bottom: 0cm">Die Bertelsmann Stiftung hat in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Institut für Urbanistik, Difu, den <a href="https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/unsere-projekte/monitor-nachhaltige-kommune/" target="_blank" rel="noopener" class="rne-link"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" class="icon " width="24" height="24" aria-hidden="true" role="img" fill="none"><use href="#icon-external-link"></use></svg><span>Monitor Nachhaltige Kommune</span></a> entwickelt, eine Art Baukasten von Indikatoren und Steuerungsinstrumenten. Das sei ein „Unterstützungstool“ für Gemeinden mit mehr als 5.000 Einwohnern, sagt Oliver Haubner. Er betreut das Projekt bei der Stiftung. Auf der 17. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung Ende Mai in Berlin hat er es beim Forum „Städte: alles `smart city´ oder was?“ vorgestellt. Darauf aufbauend erarbeitet die Stiftung derzeit mit dem Deutschen Städtetag und anderen Partnern die sogenannten „SDG Indikatoren für Kommunen“. Ab nächstem Frühjahr soll den Kommunen damit ein an die Agenda 2030 angepasstes Tool zur Verfügung stehen.</p><p style="margin-bottom: 0cm">Derzeit tut sich allerorten was. 20 Städte und Gemeinden in Deutschland erproben zum Beispiel <a href="https://www.wettbewerb-zukunftsstadt.de/neues-zum-wettbewerb/wettbewerb-zukunftsstadt-zwanzig-kommunen-ausgewaehlt.html" target="_blank" rel="noopener" class="rne-link"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" class="icon " width="24" height="24" aria-hidden="true" role="img" fill="none"><use href="#icon-external-link"></use></svg><span>im Wettbewerb Zukunftsstadt</span></a>, wie sie zusammen mit den Bürgern, auch mit der Wissenschaft ihre Visionen für die nachhaltige Stadt real werden lassen. Sie werden vom Bundesforschungsministerium gefördert. Dessen Staatssekretär Georg Schütte sagt: „Man muss die Menschen mitnehmen“. Das sei entscheidend für Erfolge.</p><p style="margin-bottom: 0cm"><b>Bürgerstrom: Brooklyn Micro Grid</b></p><p style="margin-bottom: 0cm">Schütte hat sich erst vor kurzem in New York das <a href="http://brooklynmicrogrid.com/" target="_blank" rel="noopener" class="rne-link"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" class="icon " width="24" height="24" aria-hidden="true" role="img" fill="none"><use href="#icon-external-link"></use></svg><span>Brooklyn Micro Grid</span></a> angeguckt. Bürger produzieren in diesem Projekt für ihre Nachbarn selbst Strom. Der kommt von den Solarpanels auf ihren Dächern. Die Abrechnung und Bezahlung wickeln sie untereinander mittels des sogenannten Blockchain-Verfahrens ab, also digital. Sie ändern damit, wenn auch im Kleinen, den Strommarkt.</p><p style="margin-bottom: 0cm">Das beschäftigt auch die etablierten Versorger. Andreas Feicht beobachtet die Entwicklungen hin zu einer dezentraleren Energieversorgung für die Wuppertaler Stadtwerke. Er sagt: „In Zukunft geht es mehr darum, in Dienstleistungen einzusteigen als Energie zu verkaufen.“</p><p style="margin-bottom: 0cm">Doch die Digitalisierung macht Städte nicht automatisch nachhaltig. Für Lama Messari-Becker, Professorin für Gebäudetechnologie und Bauphysik an der Universität Siegen aus dem Sachverständigenrat der Bundesregierung für Umweltfragen, SRU, geht es auch darum, die Flächeninanspruchnahme zu mindern. 1947 habe eine Person in Deutschland im Schnitt 15 Quadratmeter Wohnraum beansprucht, heute seien es 45. Eine ihrer Ideen: Damit die Älteren nicht alleine in Räumen leben, die einst für vier Personen gebaut wurden, soll es digitale Wohnungs-Tauschbörsen geben für Rentner und junge Familien.</p><p style="margin-bottom: 0cm"><b>Kurze Wege</b></p><p style="margin-bottom: 0cm">Wie viele im Alter noch umziehen wollen, ist offen. Architekten entwickeln aber auch längst sogenannte Swing Spaces, in denen sich Räume je nach Bedarf der einen oder anderen Wohnung zuschlagen lassen. Aus dem Familienhaushalt lässt sich dann leichter eine Einpersonenwohnung machen. Aus einer Kita kann vielleicht ein Seniorenheim entstehen. Messari-Becker jedenfalls glaubt, dass die Bürger enger zusammenrücken müssen. Sie fordert eine „Nachverdichtung“, etwa durch den Ausbau von Dachgeschossen. Ihr Ideal: die Stadt der kurzen Wege.</p><p style="margin-bottom: 0cm">Einen ganz anderen Aspekt gibt Ulrich Schraml zu bedenken. Er ist Professor für Forst- und Umweltpolitik und Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung und meint, dass die Stadt immer in Abhängigkeit stehe zu seinem Umland, sie nicht allein zu denken sei. Damit kommt ein neuer Begriff ins Spiel: die intelligente Region.</p><p></p>        </div>
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		<title>Was die Energiewende jetzt braucht</title>
		<link>https://www.nachhaltigkeitsrat.de/aktuelles/was-die-energiewende-jetzt-braucht-3/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Apr 2014 18:00:00 +0000</pubDate>
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            <p>Die Bundesregierung hat ihre Neufassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes vorgestellt. Weitere Reformen sind angekündigt. Vier Mitglieder des Rates für Nachhaltige Entwicklung stellen hier ihre Thesen vor, was nun getan werden sollte: Olaf Tschimpke plädiert dafür, den Flächenverbrauch zu reduzieren. Max Schön fordert eine steuerliche Energiewendeabschreibung. Alois Glück stellt fest, dass den Bürgern der Sinn des Projektes besser vermittelt werden muss. Und Lucia A. Reisch fordert Maßnahmen, um das Konsumverhalten zu ändern.
</p><p><strong>Lucia A. Reisch: Wir brauchen eine verhaltensbasierte Energienachfragepolitik</strong> </p><p>Die Energiewende wird nur dann gelingen, wenn nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die privaten und öffentlichen Haushalte als wichtige wirtschaftliche Akteure einen Beitrag zur Energieeffizienzsteigerung leisten. Im kommenden Jahrzehnt müssen sie mindestens ein Drittel Energie einsparen, wenn die Energiewende ohne prohibitive gesellschaftliche Kosten und wirtschaftliche Krisen gelingen soll. </p><p>Ich schlage deshalb Maßnahmen für eine verhaltensbasierte Energienachfragepolitik vor. Sie muss auf der Mikroebene direkt die Entscheidungs- und Verhaltensweisen der Konsumenten beeinflussen. Auf der Mesoebene kann sie im unmittelbaren sozialen und physischen Umfeld der Individuen wirken. Zudem braucht es eine förderliche (technologisch, politisch, juristisch) Rahmung auf der Makroebene. </p><p>Für die Mikroebene muss man zunächst wissen, wie und aus welchen Motiven heraus Menschen Energie nachfragen, wie sie sie in ihrem Lebens- und Arbeitsraum nutzen und welche konkreten Handlungsbarrieren es für energieeffizienteres Verhalten gibt. Dabei zeigt die Forschung deutlich, dass eine Reihe sozialer, kognitiver und verhaltensbedingter Faktoren der eigentlich rational sinnvollen Entscheidung für kosten- und energieeffiziente Lösungen entgegenstehen. </p><p>Soziale Normen können wirksame Vehikel zur Förderung von Energieeffizienz darstellen, vor allem dann, wenn umweltfreundliches Verhalten sichtbar ist. In den USA und Großbritannien gibt es deshalb Experimente, bei denen Stromkunden Informationen über den Konsum ihrer sozialen Vergleichsgruppe, insbesondere der Nachbarschaft, bekommen und sich so sparsamer verhalten. </p><p>Konsumpsychologisch handelt es sich bei der Energienachfrage um ein so genanntes low salience Produkt. Konsumenten denken in der Regel wenig darüber nach, da es kaum sichtbar ist. Gerade bei solchen low salience Produkten müssen die Produktinformationen klar und einfach, die Signale deutlich und relevant sowie die Anreize für eine Verhaltensänderung stark, regelmäßig, zeitnah und zielgruppenspezifisch sein, um überhaupt wahrgenommen zu werden. </p><p>Das sind nur zwei Beispiele. Wie auch immer das Instrumentarium einer verhaltensbasierten Energienachfragepolitik aussieht, es sollte vorab auf seine Wirksamkeit und unbeabsichtigten Nebenwirkungen untersucht und ganz konkret mit Probanden empirisch getestet werden. </p><p>Lucia A. Reisch ist Professorin an der Copenhagen Business School und Gastprofessorin an der Zeppelin Universität Friedrichshafen  </p><p> </p><p><strong>Alois Glück – Wer Zustimmung will, muss Sinn vermitteln</strong></p><p>Das Grundproblem der Energiewende sind nicht einzelne Themen wie die EEG-Reform, sondern, dass das Leitthema verloren gegangen ist. Für alle anstrengenden Projekte gilt: Wer Zustimmung will, muss Sinn vermitteln! </p><p>In der Debatte über die Details ist das Leitmotiv verloren gegangen: Eine Stromversorgung aufzubauen, die dauerhaft umweltverträglich, sozial verträglich und ökonomisch sinnvoll ist. Die Energiewende ist nur als ein Gemeinschaftsprojekt der Bürger und der Politik realisierbar, aber es hat sich zunehmend die Haltung durchgesetzt, dass jeder das größte Kuchenstück und den größten Vorteil haben möchte. </p><p>Die Stromversorgung ist ein anspruchsvolles System, ein anspruchsvolles Netzwerk von Technik und Akteuren, jede Gruppe hängt aber an ihrem Detail.  </p><p>Deshalb ist die dringlichste Aufgabe der Politik den Sinn, das Ziel und die notwendigen Schritte zu diesem Ziel wieder verständlich zu machen. Dann ist es auch möglich, notwendige und sinnvolle Einzelmaßnahmen zu gestalten.  </p><p>Alois Glück ist Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken und Mitglied der Ethikkommission Sichere Energieversorgung</p><p><strong>Max Schön – Die Energiewende vom Ende her denken</strong>  </p><p>Die Energiewende kann nur dann ein Vorbild für andere Staaten werden, wenn sie mehr als nur eine Stromwende ist: Wärme und Mobilität gehören auch dazu – und Energieeffizienz spielt in allen Bereichen eine entscheidende Rolle. Die Energiewende muss die gesamte Art, wie wir Energie verwenden, ändern. Weil sich noch keine klare Vision durchgesetzt hat und stattdessen permanent Zweifel und Gegeninteressen das Projekt bedrängen, fehlt es der Energiewende international an Strahlkraft. </p><p>Viele schauen interessiert nach Deutschland, bleiben bisher aber noch skeptisch: Schafft eine Industrienation es, ihr gesamtes Energiesystem – von der Versorgung bis zur Verwendung – sicher, sauber, effizient zu gestalten? Und dabei wettbewerbsfähig zu bleiben? Gleichzeitig klingt es immer wieder: Wer sonst könnte das schaffen, wenn nicht Deutschland?! </p><p>Wir müssten eigentlich aus der Zukunft auf heute schließen: Im Jahr 2050 will Deutschland noch zehn Prozent des CO<sub>2</sub> von heute ausstoßen. Was bedeutet das? Eigentlich darf dann nach 2020 kein Kraftwerk mehr ans Netz, das noch Treibhausgase emittiert, schließlich beträgt die Abschreibungszeit mindestens 30 Jahre. In der Heiztechnik müssten ab dem nächsten Jahrzehnt keine neuen Verbrennungsheizungen mehr eingebaut werden, denn 2050 müssten unsere Häuser CO2-frei sein. </p><p>Und in der Mobilität ist bislang viel zu wenig in Sachen CO<sub>2</sub>-Minderung geschehen: Wie können wir dort Ressourceneffizienz und Innovation vorantreiben, um klimafreundliche Verkehrsträger und Antriebstechnologie in Güter- und Personenverkehr schneller zu integrieren?  </p><p>Erfolgsversprechend erscheint es mir für Deutschland zu sein, massiv in die Erhöhung von Energieeffizienz zu investieren: Keine Energie ist billiger, sauberer und sicherer als die, die gar nicht erst verbraucht wird.</p><p>Im Gebäudebereich zum Beispiel brauchen wir eine mindestens doppelt so hohe energetische Sanierungsrate wie bisher, um bis 2050 einen CO<sub>2</sub>-neutralen Wohnpark zu erreichen – ein ambitioniertes und machbares Ziel, welches Tausende grüner Arbeitsplätze schaffen würde. Denkbar wäre dazu die Einführung einer „Energiewendeabschreibung“: Zeitlich auf etwa fünf Jahre befristet, könnte eine steuerliche Abschreibungsmöglichkeit für energetische Gebäudesanierungen eingeführt werden. </p><p>Das gibt es bereit für denkmalgeschützte Häuser, warum nicht auch für die Energiewende? Der Staat hätte zwar zunächst weniger Ertragssteuern, allerdings kämen durch die Baumaßnahmen erhöhte Mehrwertsteuereinnahmen zustande. An Geld für die Sanierungswilligen mangelt es nicht: Baukredite sind so billig wie nie und es könnte ein Teil der rund 50 Milliarden Euro, die in privaten Bausparverträgen schlummern, aktiviert werden. </p><p>Auf jeden Fall müssten zusätzlich zur „Stromwende“ nach der EEG-Reform in aller nächster Zeit von der Bundesregierung noch große Würfe in Sachen Energiewende kommen und zwar in den Bereichen Energieeffizienz, Mobilität und Wärme. Der neuen Regierungskoalition steht dabei durch ihre starken Mehrheiten im Bundestag und Bundesrat die große Chance offen, aus der Energiewende eine Erfolgsgeschichte zu machen und Klimaschutz, Wettbewerbsfähigkeit und Innovation erfolgreich miteinander zu verknüpfen. Nur Mut! </p><p>Max Schön ist Unternehmer, Vorstand der Stiftung 2à° – Deutsche Unternehmer für Klimaschutz, und Präsident der Deutschen Gesellschaft „The Club of Rome“ </p><p><strong>Olaf Tschimpke – Energiewende mit Naturschutz in Einklang bringen</strong> </p><p>Momentan haben wir keine echte Energiewende, sondern eine Stromwende. Wir brauchen dringend ein Gesamtkonzept, das beispielsweise den Strommarkt mit dem Wärmemarkt verknüpft, weil beides zusammen gedacht wesentlich effizienter funktionieren kann. Die Stromerzeugung aus Braunkohle muss zudem dringend zurückgedrängt werden.  </p><p>Vor allem darf es beim Ausbau erneuerbarer Energien keinen Wettlauf um die meisten Anlagen geben, wenn es zu Konflikten mit dem Umwelt- und Naturschutz kommt. Das gilt auch für Stromtrassen. Im Koalitionsvertrag ist deshalb die Einrichtung eines Kompetenzzentrums Naturschutz und Energiewende vorgesehen, das muss nun schnellstmöglich eingerichtet werden.  </p><p>Damit kann auch verhindert werden, dass wir die Landschaft übernutzen. Deutschland hat sich zum Ziel Gesetz, den Verbrauch an natürlicher Fläche auf 30 Hektar am Tag zu begrenzen, entsprechend muss die Energiewende gestaltet und gesteuert werden. Sie darf nicht auf Kosten von Biodiversität oder Naturwert gehen, etwa durch eine weitere Verbreitung von Mais-Monokulturen für Biogasanlagen.  </p><p>Der Anreiz ist groß, gerade in dünn besiedelten Gebieten Windanlagen zu bauen, weil dort die Abstandsregeln zu Häusern problemlos eingehalten werden können. Deshalb müssen die Länder durch eine vernünftige Raum- und Regionalplanung Naturschutz mitdenken. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz wäre das falsche Instrument dazu. </p><p>Das Thema kann auch nicht den Kommunen überlassen werden, sonst gibt es einen Flickteppich an Planungen. Nur mit einer sorgfältigen, zentralen Flächenplanung bekommen auch Investoren in erneuerbare Energien die nötige Planungssicherheit. Insgesamt gilt: Die Debatte, wie Energiewende und Natur in Einklang bleiben können, muss jetzt dringend geführt werden. </p><p>Olaf Tschimpke ist Präsident des Naturschutzbundes Deutschland (NABU)  </p><p><strong>Weiterführende Informationen</strong></p><p><a href="http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/Gesetz/entwurf-eines-gesetzes-zur-grundlegenden-reform-des-erneuerbare-energien-gesetzes-und-zur-aenderung-weiterer-bestimmungen-des-energiewirtschaftsrechts,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf" target="_blank" class="rne-link"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" class="icon " width="24" height="24" aria-hidden="true" role="img" fill="none"><use href="#icon-external-link"></use></svg><span>EEG-Reform der Bundesregierung</span></a> [pdf, 3 MB]</p><p><a href="http://www.cbs.dk/en/research/departments-and-centres/department-of-intercultural-communication-and-management/staff/lrikl" target="_blank" class="rne-link"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" class="icon " width="24" height="24" aria-hidden="true" role="img" fill="none"><use href="#icon-external-link"></use></svg><span>Lucia Reisch</span></a>, an der Copenhagen Business School</p><p>Alois Glück, Energiewende – Sackgasse oder wegweisender Fortschritt, Referat [pdf, 15,5 KB]</p><p><a href="http://www.stiftung2grad.de/" target="_blank" class="rne-link"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" class="icon " width="24" height="24" aria-hidden="true" role="img" fill="none"><use href="#icon-external-link"></use></svg><span>Stiftung 2 Grad</span></a></p><p><a href="http://www.nabu.de/presse/pressemitteilungen/index.php?popup=true&amp;#038;show=10891&amp;#038;db=presseservice" target="_blank" class="rne-link"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" class="icon " width="24" height="24" aria-hidden="true" role="img" fill="none"><use href="#icon-external-link"></use></svg><span>Pressemitteilung Nabu</span></a> zur EEG-Reform</p>        </div>
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		<title>„Nachhaltiges Wirtschaften braucht mehr Planung“ – Interview mit dem Nachhaltigkeitsexperten Björn Stigson</title>
		<link>https://www.nachhaltigkeitsrat.de/aktuelles/nachhaltiges-wirtschaften-braucht-mehr-planung-interview-mit-dem-nachhaltigkeitsexperten-bjoern-stigson/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Nov 2013 21:00:00 +0000</pubDate>
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            <p>Professor Björn Stigson war Präsident des Unternehmensnetzwerks World Business Council for Sustainable Development. Auf Einladung der Bundesregierung leitete er in den vergangenen Monaten eine unabhängige internationale Expertengruppe, die zum zweiten Mal nach 2009 die nationale Nachhaltigkeitsstrategie Deutschlands bewertete. Im Interview erklärt Stigson, welche Aufgaben in der Nachhaltigkeitspolitik noch auf die Bundesrepublik warten.<br><strong>Welchen Eindruck haben Sie bei Ihren Besuchen von der deutschen Nachhaltigkeitspolitik gewonnen?</strong></p><p>Björn Stigson: Deutschland spielt mit Sicherheit eine führende Rolle in der nachhaltigen Entwicklung und es hat in den vergangenen Jahren viele wichtige Schritte unternommen. Es gibt eine große Bereitschaft, nachhaltig zu handeln und es hat meine Kollegen und mich beeindruckt, dass Deutschland trotz der weltweiten Finanzkrise weiter vorangeschritten ist. Es kann noch stärker zu einem globalen Anbieter von Nachhaltigkeitslösungen werden. Das passt sehr gut zu Deutschlands Rolle als Exportnation und wichtigem Anbieter von grünen Technologien. Die EU als Ganzes hat auf dem Weltmarkt für grüne Technologien einen Marktanteil von 30 Prozent. Die Hälfte davon entfällt auf Deutschland, und im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Staaten wächst die Wirtschaft hier noch.</p><p><strong>Auf einem wichtigen Zukunftsmarkt, der Solarindustrie, hat aber inzwischen China die Führung übernommen.</strong></p><p>Windindustrie und Elektromobilität könnten bald folgen. Die Welt befindet sich in einem grünen Wettbewerb. Die Volkswirtschaften konkurrieren darum, wer Lösungen für ressourcensparendes und Schadstoffe vermeidendes Wachstum anbietet. Wenn ich Politiker in den USA und auch hier in Europa berate, dann sage ich ihnen: Nachhaltige Entwicklung ist nicht nur eine Frage von Moral, sie ist auch eine Frage von Wettbewerb. Europa braucht in diesem Wettbewerb Führung, und deshalb finden meine Kollegen und ich, dass Deutschland eine aktivere Rolle in der EU übernehmen sollte. Die Rolle Deutschlands als Hafen Europas für die Märkte dieser Welt ist ein wichtiger Teil in der Erzählung der nachhaltigen Entwicklung.</p><p><strong>Mit der Energiewende versucht Deutschland gerade, die Führung auf einem Gebiet zu übernehmen. Die Bundesregierung hat dafür bisher aber eher allgemeine Ziele formuliert, beispielsweise den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2050 um 80 bis 95 Prozent zu senken. Wie müsste ein detaillierterer Plan für diesen sehr langen Prozess aussehen?</strong></p><p>Ich weiß nicht, wie dieser Plan aussehen müsste, aber ich weiß, dass Deutschland keinen Plan hat. Politisch scheint das hierzulande sehr schwierig zu sein. Mir ist zum Beispiel im Bundeswirtschaftsministerium die Haltung begegnet, dass man keine Planwirtschaft wie in der Sowjetunion wolle. Ich habe den Beamten gesagt, dass es bei der nachhaltigen Entwicklung nicht um sozialistische Planwirtschaft geht. Aber wenn man Aufgaben dieser Größenordnung bewältigen will, braucht man einen Plan – eine Idee, wie es funktionieren soll. Man braucht außerdem eine stärkere Koordination. Wir haben festgestellt, dass es Deutschland an einer ausreichenden Abstimmung und einem „Grand Design“ mangelt.</p><p><strong>Wie könnte ein solches „Grand Design” aussehen und wie könnte es der Öffentlichkeit am besten vermittelt werden?</strong></p><p>Deutschland hat ein interessantes Werkzeug dafür, die nationale Nachhaltigkeitsstrategie. Sie ist deshalb interessant, weil sie ein umfassendes Programm ist. Eine unserer Empfehlungen ist, schon heute mit den Arbeiten für die 2016 anstehende Revision der Nachhaltigkeitsstrategie zu beginnen. Auf diese Weise hat man drei Jahre Zeit für einen intensiven Dialog mit allen Betroffenen.</p><p><strong>Eine weitere Empfehlung Ihrer Expertengruppe ist es, sich stärker um die Finanzierung der nachhaltigen Entwicklung zu bemühen. Seit dem Beginn der Finanzkrise 2009 sind die Investitionsmöglichkeiten selbst großer Unternehmen aber sehr angespannt. Wie können unter diesen Bedingungen die enormen Kapitalmengen für die Finanzierung der nachhaltigen Entwicklung aufgebracht werden?</strong></p><p>Das ist die große Frage, das weiß im Moment niemand. Die Energiewende beispielsweise hat die großen Energiekonzerne wesentlich geschwächt, nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Teilen Europas. In der Vergangenheit waren sie das zentrale Element für neue Investitionen. Jetzt verändert sich ihre Rolle und sie können in keinster Weise mehr die gleiche Rolle wie früher für den Fortschritt in diesem Bereich spielen.</p><p><strong>Wie könnte die Lösung aussehen?</strong></p><p>Aus unserer Sicht gibt es nur eine sehr begrenzte Zusammenarbeit zwischen dem Finanzsektor und der Regierung darüber, wie der enorme Finanzbedarf für eine nachhaltige Entwicklung gedeckt werden kann. Ein zusätzliches Problem sind neue Kapitalmarktvorschriften der EU, die es zum Beispiel langfristig denkenden Pensionsfonds fast unmöglich machen, in Infrastruktur zu investieren. Es muss einen stärkeren Dialog zwischen dem Finanzsektor und der Regierung geben.</p><p><strong>Der Dialog zwischen der Regierung und der Energiewirtschaft läuft inzwischen sehr intensiv. In Ihrem Bericht schlagen Sie für weitere Branchen Fahrpläne hin zu einer nachhaltigen Entwicklung vor. Wie könnten diese das „Grand Design“ ergänzen?</strong></p><p>Diese Fahrpläne sollen den langfristigen strategischen Rahmen setzen: Wie sieht die Regierung den Energiesektor? Wie sieht sie die Automobilwirtschaft? Wie die Chemiebranche? Welche Verknüpfungen gibt es zwischen diesen branchenspezifischen Plänen? Wenn man beispielsweise eine starke Chemieindustrie in Deutschland will, braucht man auch eine hochwertige Stromversorgung.</p><p><strong>Die Eigeninitiative der Wirtschaft zeigt sich vor allem am Wuchern der Nachhaltigkeits-Labels. Helfen sie den Konsumenten oder sind sie bloßes Greenwashing?</strong></p><p>Ich habe nicht den Eindruck, dass die Hersteller sich lediglich reinwaschen wollen. Sie versuchen zu informieren; das Problem ist, dass es so viele unterschiedliche Arten dafür gibt. Schon 2009 hat uns das Verbraucherschutzministerium gesagt, dass es in Deutschland über 1000 Nachhaltigkeits-Labels gibt. Sich in einem solchen System nachvollziehbar zu informieren, ist unmöglich. Es ist eigenartig, dass Deutschland seine eigenen Labels haben kann, ohne stärker auf europäische Regeln achten zu müssen. Das ist eine Aufgabe, die wirklich in einer EU-Plattform gelöst werden muss.</p><p><strong>Kommen wir noch zu einer anderen Herausforderung, dem demografischen Wandel. Um diesem zu begegnen, empfehlen Sie längere Lebensarbeitszeiten und freiwillige Jobs für Rentner. Steht das nicht im Widerspruch zu den sozialen Aspekten der Nachhaltigkeit? </strong></p><p>In Deutschland wird die Erwerbsbevölkerung bis 2025 um 6,5 Millionen Menschen zurückgehen. Das ist ein ernstes Problem. Diese Menschen sind erfahren und hochqualifiziert, ihre Stellen werden aber nicht neu besetzt werden können. Wo bekommt man also 6,5 Millionen qualifizierte Beschäftigte her? Eine ganze Reihe von Maßnahmen ist nötig, zum Beispiel ein späteres Renteneintrittsalter und eine veränderte Familienpolitik. Man braucht eine höhere Zuwanderungsrate und eine entsprechende Integrationspolitik. Wenn man keine Antworten auf den demografischen Wandel findet, werden Arbeitsplätze ins Ausland verlagert werden.</p><p>Das Interview führte Manuel Berkel.</p><p><strong> </strong></p><p></p>        </div>
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                <h2>Weiterführende Links</h2>
                <div class="links">
                    
                            <a href="https://www.nachhaltigkeitsrat.de/projekte/peer-review/" class="rne-link" >
                                                                <span>Projektseiten &quot;Peer Review&quot; auf der Website des Rates</span>
                            </a>
                        
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			</item>
		<item>
		<title>Nachhaltigkeitspolitik in Zeiten wachsender Städte</title>
		<link>https://www.nachhaltigkeitsrat.de/aktuelles/nachhaltigkeitspolitik-in-zeiten-wachsender-staedte/</link>
		
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		<pubDate>Wed, 19 Jun 2013 18:00:00 +0000</pubDate>
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            <p>Seit 2008 leben weltweit mehr Menschen in Städten als auf dem Land. Bis 2050 werden schätzungsweise 70 Prozent der zunehmenden Weltbevölkerung in Städten leben. Die Studie „Intelligent Cities – Wege zu einer nachhaltigen, effizienten und lebenswerten Stadt“ von B.A.U.M e.V. und Accenture zeigt Optionen und Beispiele auf, wie urbane Räume nachhaltig entwickelt werden können.<br>
Bereits ein Blick auf COà²-Ströme belegt die Notwendigkeit, bei der Nachhaltigkeitspolitik die Entwicklung der Städte in den Blick zu nehmen: In Städten entstehen schon heute  70 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen. Die Studie <a href="http://intelligent-cities.net/Downloads.html" target="_blank" class="rne-link"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" class="icon " width="24" height="24" aria-hidden="true" role="img" fill="none"><use href="#icon-external-link"></use></svg><span>Intelligent Cities</span></a> zeigt an Best-practice-Beispielen Lösungswege für weitere globale Probleme auf, die sich in Städten zuspitzen oder die für stark verdichtete urbane Räume typisch sind, wie beispielsweise Ressourcen- und Energieverbrauch, steigende Emissionen aus dem Verkehrssektor oder Abfallentsorgung.<br>
Im analytischen Teil zählt die Studie drei Erfolgsfaktoren auf, um Städte nachhaltig zu machen. Eine mit allen Interessengruppen in der Kommune erarbeitete Vision sorgt den Autoren zufolge für einen klar formulierten Rahmen, aus dem einzelne Maßnahmen abgeleitet werden könnten. Zweitens solle ein Steuerungsgremium die Aktivitäten und Beteiligten koordinieren. Dazu gehöre auch das Management von fortlaufenden Beteiligungsprozessen. Drittens solle ein Monitoringsystem Fortschritte und Erfolge messen.<br>
Ein Praxisbeispiel aus dem Bereich Energie ist das EU-weite Forschungsprojekt Web2Energy. Es verknüpft  Energie- und Telekommunikationssysteme zu einem sogenannten Smart Grid, um in diesem intelligenten Netz den Energieverbrauch besser auf das schwankende Angebot an erneuerbaren Energien anzupassen. Durch ein einfaches Ampelfarbensystem erkennen die 200 Testhaushalte aus dem Bundesland Hessen, wann ausreichend Strom aus Windkraft oder Solarenergie vorhanden ist, sodass sie Elektrogeräte wie Waschmaschinen zu diesen Zeiten laufen lassen können.<br><strong>Chinas Metropolen setzen auf Elektromobilität</strong><br>
Ein Best-practice-Beispiel aus dem Bereich Mobilität kommt aus der Stadt Hai’an in China, wo sich durch das starke Bevölkerungswachstum und den zunehmenden Verkehr schon heute starke lokale, teilweise gesundheitsgefährdende Belastungen mit Feinstaub, Stickoxiden und anderen Schadstoffen zeigen. Hai’an setzt konsequent auf Elektromobilität, sodass vor Ort  keine Emissionen anfallen. Um dieses Fortbewegungsmittel effizient zu nutzen und für breite Bevölkerungsschichten zur Verfügung stellen zu können, werden mithilfe von Telekommunikationstechnik Car-Sharing-Angebote ermöglicht, die Nutzern schon für einzelne, kurzfristig gebuchte Fahrten offen stehen.<br>
Ein Projekt im russischen Skolkovo verdeutlicht das Potenzial einer intelligenten Stadtplanung und -verwaltung. Westlich von Moskau entsteht eine weitgehend autarke Smart City für bis zu 30.000 Menschen, die von Wohnungen über Handelsunternehmen bis zu Forschungslaboren die komplette, notwendige städtische Infrastruktur bereitstellt. Mit eingeplant wird eine eigenständige Stromversorgung aus erneuerbaren Energiequellen.<br>
Die 8000 Bewohner der britischen Stadt Totnes zeigen beispielhaft die Möglichkeiten intelligenten Wirtschaftens. Durch den Ausbau erneuerbarer Energien wollen sie ihre regionale Energiewende bis 2030 vollendet haben und komplett auf den fossilen Energieträger Erdöl verzichten. Lokale Kreisläufe sollen die Abhängigkeit von nicht-energetischen Rohstoffen verringern. Sogar in der  Lebensmittelproduktion arbeiten die Bewohner an der Autarkie, indem sie nach dem Prinzip des Urban Farming Nahrungsmittel direkt in der Stadt anbauen.
</p><p><strong>Weiterführende Informationen</strong></p><p><a href="http://www.intelligent-cities.net/" target="_blank" class="rne-link"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" class="icon " width="24" height="24" aria-hidden="true" role="img" fill="none"><use href="#icon-external-link"></use></svg><span>Projektwebsite</span></a> von Intelligent Cities</p><p><a href="http://intelligent-cities.net/Downloads.html" target="_blank" class="rne-link"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" class="icon " width="24" height="24" aria-hidden="true" role="img" fill="none"><use href="#icon-external-link"></use></svg><span>Download der Studie zu Intelligent Cities</span></a></p>        </div>
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