Nachhaltiger Konsum

Nachhaltig zu konsumieren bedeutet, bewusster und gelegentlich auch weniger zu kaufen, auf jeden Fall mit Blick auf die soziale und ökologische Seite der Produkte und Dienstleistungen. Damit das möglich wird, müssen auch die Produkte selbst nachhaltiger werden. Die öffentliche Beschaffungspraxis kann ein wichtiger Verstärker für nachhaltigen Konsum sein und den Markt verändern.

Mit Konsum zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen

Bürgerinnen und Bürger könnten mit ihren Konsum- und Lebensgewohnheiten ganze Branchen verändern. Rund 60 Prozent der Deutschen achten nach eigenem Bekunden beim Einkauf gelegentlich auch darauf, ob Produkte nachhaltig sind. Tatsächlich gekauft wird allerdings viel weniger. Nachhaltiger Konsum liegt zwar im Trend, dominiert aber noch lange nicht den Markt.

Nicht alles kann der Verbraucher selbst bestimmen, oft stehen die Rahmenbedingungen einem nachhaltigeren Konsum entgegen. Aber auch mit dieser Einschränkung lässt sich der sogenannte „ökologische Fußabdruck“ im eigenen Einflussbereich erheblich senken. Ein ökologischer Fußabdruck von zwei Tonnen pro Kopf wäre klimaverträglich, derzeit beträgt dieser in Deutschland jährlich 11,8 Tonnen.

Nachhaltige Beschaffung

Eine wichtige mögliche Hebelwirkung für nachhaltige Produkte und Dienstleistungen hat auch die öffentliche Hand. Mit einem geschätzten Volumen von 150 bis 500 Milliarden Euro repräsentiert die öffentliche Beschaffung 5,5 bis 18 Prozent des Bruttoinlandsprodukt (BIP). Davon wird bislang nur ein geringer Anteil nachhaltig beschafft. Verlässliche Zahlen zum Gesamtvolumen der Beschaffung gibt es bis dato nicht. Sicher aber weiß man: Nachhaltigkeit muss auch hier eine größere Rolle spielen. Das Kompetenzzentrum nachhaltige Beschaffung der Bunderegierung steht Interessierten aus Bund, Ländern und Kommunen mit Beratung und Schulung zur Verfügung.

Der Nachhaltigkeitsrat setzt bei seiner größten Veranstaltung – der Jahreskonferenz mit rund 1.000 Teilnehmenden – Maßstäbe für nachhaltiges Veranstaltungsmanagement.

Der Nachhaltige Warenkorb: Ratgeber für nachhaltigen Konsum

Damit Bürgerinnen und Bürger nachhaltig konsumieren können, brauchen sie entsprechende Informationen und Orientierungshilfen. Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) hilft mit dem Ratgeber „Der Nachhaltige Warenkorb“ beim Kauf von Bio-Lebensmitteln bis hin zur nachhaltigen Geldanlage. Der Ratgeber stellt die wichtigsten glaubwürdigen Siegel vor und gibt mit Faustregeln Orientierungen für den Alltag. Der Nachhaltige Warenkorb wird regelmäßig aktualisiert, um dem neuesten Stand der Diskussion gerecht zu werden. Der Nachhaltigkeitsrat verfolgt mit dem Projekt sein Anliegen, Nachhaltigkeit alltagstauglich zu übersetzen.

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