archive

object(WP_Query)#10034 (52) { ["query"]=> array(1) { ["tag"]=> string(17) "vereinte-nationen" } ["query_vars"]=> array(63) { ["tag"]=> string(17) "vereinte-nationen" ["error"]=> string(0) "" ["m"]=> string(0) "" ["p"]=> int(0) ["post_parent"]=> string(0) "" ["subpost"]=> string(0) "" ["subpost_id"]=> string(0) "" ["attachment"]=> string(0) "" ["attachment_id"]=> int(0) ["name"]=> string(0) "" ["pagename"]=> string(0) "" ["page_id"]=> int(0) ["second"]=> string(0) "" ["minute"]=> string(0) "" ["hour"]=> string(0) "" ["day"]=> int(0) ["monthnum"]=> int(0) ["year"]=> int(0) ["w"]=> int(0) ["category_name"]=> string(0) "" ["cat"]=> string(0) "" ["tag_id"]=> int(314) ["author"]=> string(0) "" ["author_name"]=> string(0) "" ["feed"]=> string(0) "" ["tb"]=> string(0) "" ["paged"]=> int(0) ["meta_key"]=> string(0) "" ["meta_value"]=> string(0) "" ["preview"]=> string(0) "" ["s"]=> string(0) "" ["sentence"]=> string(0) "" ["title"]=> string(0) "" ["fields"]=> string(0) "" ["menu_order"]=> string(0) "" ["embed"]=> string(0) "" ["category__in"]=> array(0) { } ["category__not_in"]=> array(0) { } ["category__and"]=> array(0) { } ["post__in"]=> array(0) { } ["post__not_in"]=> array(0) { } ["post_name__in"]=> array(0) { } ["tag__in"]=> array(0) { } ["tag__not_in"]=> array(0) { } ["tag__and"]=> array(0) { } ["tag_slug__in"]=> array(1) { [0]=> string(17) "vereinte-nationen" } ["tag_slug__and"]=> array(0) { } ["post_parent__in"]=> array(0) { } ["post_parent__not_in"]=> array(0) { } ["author__in"]=> array(0) { } ["author__not_in"]=> array(0) { } ["ignore_sticky_posts"]=> bool(false) ["suppress_filters"]=> bool(false) ["cache_results"]=> bool(false) ["update_post_term_cache"]=> bool(true) ["lazy_load_term_meta"]=> bool(true) ["update_post_meta_cache"]=> bool(true) ["post_type"]=> string(0) "" ["posts_per_page"]=> int(12) ["nopaging"]=> bool(false) ["comments_per_page"]=> string(2) "50" ["no_found_rows"]=> bool(false) ["order"]=> string(4) "DESC" } ["tax_query"]=> object(WP_Tax_Query)#16501 (6) { ["queries"]=> array(1) { [0]=> array(5) { ["taxonomy"]=> string(8) "post_tag" ["terms"]=> array(1) { [0]=> string(17) "vereinte-nationen" } ["field"]=> string(4) "slug" ["operator"]=> string(2) "IN" ["include_children"]=> bool(true) } } ["relation"]=> string(3) "AND" ["table_aliases":protected]=> array(1) { [0]=> string(21) "wp_term_relationships" } ["queried_terms"]=> array(1) { ["post_tag"]=> array(2) { ["terms"]=> array(1) { [0]=> string(17) "vereinte-nationen" } ["field"]=> string(4) "slug" } } ["primary_table"]=> string(8) "wp_posts" ["primary_id_column"]=> string(2) "ID" } ["meta_query"]=> object(WP_Meta_Query)#16675 (9) { ["queries"]=> array(0) { } ["relation"]=> NULL ["meta_table"]=> NULL ["meta_id_column"]=> NULL ["primary_table"]=> NULL ["primary_id_column"]=> NULL ["table_aliases":protected]=> array(0) { } ["clauses":protected]=> array(0) { } ["has_or_relation":protected]=> bool(false) } ["date_query"]=> bool(false) ["queried_object"]=> object(WP_Term)#16768 (12) { ["term_id"]=> int(314) ["name"]=> string(17) "Vereinte Nationen" ["slug"]=> string(17) "vereinte-nationen" ["term_group"]=> int(0) ["term_taxonomy_id"]=> int(314) ["taxonomy"]=> string(8) "post_tag" ["description"]=> string(0) "" ["parent"]=> int(0) ["count"]=> int(2) ["filter"]=> string(3) "raw" ["term_order"]=> string(1) "0" ["custom_order"]=> string(4) "9999" } ["queried_object_id"]=> int(314) ["request"]=> string(1450) "SELECT SQL_CALC_FOUND_ROWS wp_posts.ID FROM wp_posts LEFT JOIN wp_term_relationships ON (wp_posts.ID = wp_term_relationships.object_id) JOIN wp_icl_translations wpml_translations ON wp_posts.ID = wpml_translations.element_id AND wpml_translations.element_type = CONCAT('post_', wp_posts.post_type) WHERE 1=1 AND ( wp_term_relationships.term_taxonomy_id IN (314) ) AND wp_posts.post_type = 'post' AND (wp_posts.post_status = 'publish' OR wp_posts.post_status = 'acf-disabled') AND ( ( ( wpml_translations.language_code = 'de' OR ( wpml_translations.language_code = 'de' AND wp_posts.post_type IN ( 'event','team' ) AND ( ( ( SELECT COUNT(element_id) FROM wp_icl_translations WHERE trid = wpml_translations.trid AND language_code = 'de' ) = 0 ) OR ( ( SELECT COUNT(element_id) FROM wp_icl_translations t2 JOIN wp_posts p ON p.id = t2.element_id WHERE t2.trid = wpml_translations.trid AND t2.language_code = 'de' AND ( p.post_status = 'publish' OR p.post_type='attachment' AND p.post_status = 'inherit' ) ) = 0 ) ) ) ) AND wp_posts.post_type IN ('post','page','attachment','wp_block','document','event','member','projects','team' ) ) OR wp_posts.post_type NOT IN ('post','page','attachment','wp_block','document','event','member','projects','team' ) ) GROUP BY wp_posts.ID ORDER BY wp_posts.menu_order, wp_posts.post_date DESC LIMIT 0, 12" ["posts"]=> &array(2) { [0]=> object(WP_Post)#16669 (24) { ["ID"]=> int(19665) ["post_author"]=> string(1) "5" ["post_date"]=> string(19) "2019-09-24 09:35:48" ["post_date_gmt"]=> string(19) "2019-09-24 07:35:48" ["post_content"]=> string(9234) "

Ihre Ansage könnte deutlicher nicht sein. Die Politik muss sich bewegen, denn es geht um nichts Geringeres als die Rettung des Planeten. Rund 300 Menschen folgten am vergangenen Dienstag in Berlin dem Aufruf des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE) klare Forderungen an die Vertreterinnen und Vertreter der Staatengemeinschaft zu stellen.

Dies geschah wenige Tage vor der VN-Generalversammlung sowie dem Klimagipfel in New York. Im Rahmen der Konferenz treffen sich am 24. und 25. September die Staats- und Regierungschefs erstmalig auch zu einem Gipfel zu den VN-Nachhaltigkeitszielen.

Ziel ist es, die Umsetzung der Agenda 2030 und der darin enthaltenen Ziele für nachhaltige Entwicklung zu überprüfen. Es ist das erste große Treffen auf höchster politischer Ebene seit Verabschiedung der Ziele im September 2015.

16 Pitcher*innen gaben in vier Bootcamps Input und diskutierten mit den Teilnehmenden der Veranstaltung „DIE ANSAGE“ des RNE in Kooperation mit der RENN-Leitstelle ihre wichtigsten Anliegen. Dazu dienten die Schlagworte Lebensmodell Zukunft, Agenda 2030, Internationale Leitkultur Nachhaltigkeit und Nachhaltigkeitsbewegung als Überschrift für die Diskussion von Ideen und Anregungen. Es ging unter anderem dann im Detail um gute Ernährung, um ein würdevolleres Zusammenleben, um Achtsamkeit und eine liberale Zukunft, um Müllvermeidung, nachhaltigen Konsum, alternative Mobilitätskonzepte, um Jugendbeteiligung – und immer wieder um Klima und Klimagerechtigkeit.

In den Bootcamps tauschten sich die Teilnehmenden über ihre Vorstellungen auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit aus. Zum Beispiel, ob Verbote für klimaschädliche Autos sinnvoll sein könnten. Oder ob Suchmaschinen-Algorithmen grundsätzlich auf Nachhaltigkeit trainiert sein sollten.

Tom Patzelt von „Fridays for Future“ hob die Dringlichkeit des Handelns eindrücklich hervor. „Wir können viel über Konsum reden, am Ende ist das Verhalten, was wir brauchen, Aktivismus.“ Er forderte: „Wir müssen Banden bilden und den politischen Akteuren auf die Finger hauen – wenn nötig.“ Seit Monaten mache die Bewegung konkrete Ansagen, aber bisher würde noch wenig passieren.

Ähnlich äußerte sich Wolfgang Oels, Chief Operation Officer bei Ecosia „Es gibt keinen zeitlichen Puffer, die Projekte umzusetzen“, betonte Oels. Sein Unternehmen funktioniert nach gemeinwohlorientierten Regeln. Konkret steht Ecosia für eine Nachhaltigkeitssuchmaschine. Mit den Einnahmen aus den Suchanfragen pflanzt die Firma Bäume, dort „wo sie dringend benötigt werden“. Es sind bereits mehr als 60 Millionen.

Mehr Anstrengung zur Umsetzung der VN-Nachhaltigkeitsziele

Wie groß die Notwendigkeit für eine neue Nachhaltigkeitspolitik, einen sozioökonomischen Wandel sei, machte auch die ehemalige Bundesentwicklungsministerin und heutiges RNE-Mitglied, Heidemarie Wieczorek-Zeul, klar. Die wirtschaftsstarken Länder bürdeten den wirtschaftsschwachen Ländern im Globalen Süden viel auf, sagte Wieczorek-Zeul zum Auftakt der RNE/RENN-Veranstaltung „DIE ANSAGE – Impulse zur Nachhaltigkeit“.

Sie appellierte an Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft, die VN-Nachhaltigkeitsziele bekannt zu machen und zu verbreiten – und sich für deren Umsetzung mehr anzustrengen. Wieczorek-Zeul plädierte für einen VN-Nachhaltigkeitsrat, der dafür sorge, dass die Ziele erreicht würden. Auch Josef Ahlke, Konsortialführer von RENN.mitte, forderte einen konkreten und schnellen Einsatz. Er setzt auf die Initiativen vor Ort in den einzelnen Bundesländern. „Wir haben es drauf. Wir machen das heute“, sagte Ahlke.

Am Ende der Diskussionen in den Bootscamps wurde abgestimmt – aus 12 Ansagen wurden vier, das Ergebnis war knapp. Die meisten Klicks bekamen diese vier Ansagen, die die Bundesregierung beim VN-Nachhaltigkeitsgipfel in New York vortragen soll und die Dr. Ingolf Dietrich vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) im Gepäck haben wird:

  1. Ökologische und soziale Kosten in Produkte einspeisen
  2. Politische Ansagen den wissenschaftlichen Erkenntnissen anpassen
  3. Sagt die Wahrheit und mutet den Menschen etwas zu
  4. Wir brauchen einen globalen progressiven CO2-Preis

Wissenschaft und Zivilgesellschaft ernst nehmen

Die Vorsitzende des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE), Marlehn Thieme, zeigte sich beeindruckt von der Dichte der Diskussionen in den Bootcamps. Insbesondere der Appell an die Politik, wissenschaftliche Erkenntnisse ernst zu nehmen und umzusetzen, sei wichtig. Dies gelte auch in Diskussionen mit anderen Staaten, sagte Thieme.

„Das ist keine Regierungsveranstaltung in New York“, betonte Dietrich. Die Umsetzung der VN-Nachhaltigkeitsziele sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Verschiedenste Berichte hätten bereits im Vorfeld der Konferenz gezeigt: beim Artenschutz, beim Schutz des Klimas, der Geschlechtergerechtigkeit oder beim Kampf gegen die Verschmutzung der Meere liegt die Staatengemeinschaft deutlich zurück.

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel werde am Dienstag beim Gipfel sprechen und sich für die Umsetzung der VN-Ziele stark machen. „Das Thema ist sehr hoch auf der politischen Agenda angesiedelt“, sagte Dietrich. Geplant seien für das kommende Jahr verschiedene Aktionsprogramme. Zudem soll eine Dekade für nachhaltige Entwicklung ausgerufen werden.

Die RNE-Vorsitzende Thieme kündigte weitere Neuerungen für den VN-Gipfel an. Ein vom RNE ins Leben gerufenes Globales Forum von Nachhaltigkeitsräten und ähnlichen Gremien werde bald seine Arbeit aufnehmen. Unterstützt werde die Initiative bereits von Costa Rica, Holland, Kolumbien, von Finnland, Spanien oder Namibia – und der deutschen Bundesregierung. „Das ist ein Meilenstein“, sagte Thieme. Aber nicht nur New York markiere einen wichtigen Termin auf der politischen Agenda zu mehr Nachhaltigkeit. Auch die Bundesregierung müsse im Klimakabinett die Weichen für mehr Klimaschutz stellen.

Thieme forderte die politischen Vertreterinnen und Vertreter auf, die Empfehlung für einen CO2-Preis dort aufzunehmen und sich für eine CO2-Senkung einzusetzen. Zudem betonte sie erneut die Bedeutung einer verbesserten deutschen Nachhaltigkeitspolitik. Ende Oktober ist der Auftakt zu einer bundesweiten Reihe von Veranstaltungen zur Weiterentwicklung der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie geplant.

[document id="19943"]

Weitere Videomitschnitte und Fotos der Veranstaltung finden Sie hier.

" ["post_title"]=> string(104) "Zeit zu handeln – Gäste von RENN und RNE formulieren #DIEANSAGE mit vier Forderungen an den VN-Gipfel" ["post_excerpt"]=> string(203) "Vor dem VN-Gipfel zu den 17 Nachhaltigkeitszielen formulieren Vertreterinnen und Vertreter aus der Zivilgesellschaft klare Forderungen an die Politik. Ihre Botschaft: Reden allein reicht nicht mehr aus. " ["post_status"]=> string(7) "publish" ["comment_status"]=> string(6) "closed" ["ping_status"]=> string(6) "closed" ["post_password"]=> string(0) "" ["post_name"]=> string(99) "zeit-zu-handeln-gaeste-von-renn-und-rne-formulieren-dieansage-mit-vier-forderungen-an-den-vn-gipfel" ["to_ping"]=> string(0) "" ["pinged"]=> string(0) "" ["post_modified"]=> string(19) "2019-09-26 14:52:06" ["post_modified_gmt"]=> string(19) "2019-09-26 12:52:06" ["post_content_filtered"]=> string(0) "" ["post_parent"]=> int(0) ["guid"]=> string(42) "https://www.nachhaltigkeitsrat.de/?p=19665" ["menu_order"]=> int(0) ["post_type"]=> string(4) "post" ["post_mime_type"]=> string(0) "" ["comment_count"]=> string(1) "0" ["filter"]=> string(3) "raw" } [1]=> object(WP_Post)#16760 (24) { ["ID"]=> int(16810) ["post_author"]=> string(2) "15" ["post_date"]=> string(19) "2019-07-03 19:18:53" ["post_date_gmt"]=> string(19) "2019-07-03 17:18:53" ["post_content"]=> string(8288) "Niemanden zurücklassen, „leaving noone behind“, so versprachen es die Vereinten Nationen im September 2015. Damals verabschiedete die Staatengemeinschaft die Agenda 2030, die eine nachhaltige ökologische, soziale und ökonomische Entwicklung für alle Länder anstrebt. 17 globale Nachhaltigkeitsziele, kurz SDGs, enthält das Programm. Vier Jahre später zieht der jüngste World Economic Situation and Prospects Report der VN eine ernüchternde Zwischenbilanz. Obwohl die ökonomische Situation global stabil zu sein scheint, verhülle sie die Risiken und Ungleichgewichte in vielen Entwicklungsländern. Menschen mit niedrigen Einkommen hätten nichts von dem Wachstum gehabt und die Hälfte der Weltbevölkerung habe keinen Zugang zu sozialer Absicherung. „Diese Situation lässt die Ziele, Armut zu beseitigen und menschenwürdige Jobs für alle zu schaffen, in weite Ferne rücken und beeinflusst auch die Erreichbarkeit der anderen SDGs“, heißt es in dem Bericht. Der Generalsekretär des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE), Prof. Dr. Günther Bachmann erklärt dazu: „Die einseitige Wachstumsfixierung führt zu dramatischen Verschiebungen im Nord-Süd-Schema, die beispielsweise Luanda (Angola) 2018 zur teuersten Stadt der Welt machen. Gegen diese neue Dynamik brauchen wir eine fundamentale Transformation an allen Fronten - politisch, wirtschaftlich und im Hinblick auf unser aller Verhalten“. Eine aufschlussreiche Bilanz mit den Stimmen vieler Stakeholder liefere der Bericht des Sustainable Development Transition Forum 2018. Das jährliche Treffen des High Level Political Forum on Sustainable Development (HLPF) findet vom 9. bis 18. Juli in New York statt. Der Rat für Nachhaltige Entwicklung nennt das Forum die „institutionelle Heimat der SDGs“. Zu dem Treffen reisen Nachhaltigkeitsexpertinnen und -experten aus der ganzen Welt an, darunter Regierungsvertreterinnen und -vertreter, Ministerinnen und Minister sowie Vertreterinnen und Vertreter von NGOs. Sie ziehen Bilanz, tauschen sich über Erfolge und Misserfolge aus, dieses Mal zu den SDGs 4 (Hochwertige Bildung), 8 (Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum), 10 (Weniger Ungleichheiten), 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz), 16 (Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen) und 17 (Partnerschaften zur Erreichung der Ziele). Das Forum soll aufzeigen, was getan werden muss, damit die SDGs insgesamt erreichbar werden. Erstmals wird dort ein Bericht zur nachhaltigen Entwicklung weltweit vorgestellt, der Global Sustainable Development Report. „Als Gremium ist das HLPF ein Unikum: Es ist das mit Abstand wichtigste Zentrum des Multilateralismus und wird am wenigsten beachtet. In der zerrütteten Geopolitik ist das HLPF der fast einzige Anker zur gemeinsamen Verständigung, aber die Medien behandeln es als Nebensache. Dabei hinkt die Veränderung der Produktions- und Konsummuster den Umweltschäden und dem sozialen Gefälle hinterher, die Klima-Emissionen steigen. Nicht Wachstum vom Immergleichen, sondern ein mutiger Schritt gegen Korruption und Versklavung von Mensch und Umwelt ist nötig. Das geht nur mit den SDGs“, so Günther Bachmann. Das Treffen dient auch als Vorbereitung auf den September 2019: Da tagen die Staats- und Regierungschefs der Welt im Rahmen der VN-Generalversammlung zur Agenda 2030, was alle vier Jahre vorgesehen ist. Sie legen das Arbeitsprogramm für die Zeit bis 2023 fest. Sie befassen sich ebenfalls im September mit Klimaschutz und der Finanzierung von Entwicklung. Alle drei Themen sind eng miteinander verknüpft. Hier drei Punkte, um die es jetzt im Juli auf dem Vorbereitungstreffen in New York geht:

1. Freiwillige Länderberichte: Voluntary National Reviews

Die Staaten haben sich verpflichtet, regelmäßig zu berichten, wie sie die Agenda 2030 umsetzen. Diese Voluntary National Reviews sind allerdings freiwillig, rund 140 Staaten haben bisher welche abgegeben. Doch besonders aussagekräftig scheinen sie nicht zu sein. Es bestünden Zweifel daran, dass die Berichte die Umsetzung der Agenda 2030 voranbringen, schrieb der Nachhaltigkeitsrat in seiner Stellungnahme bereits im vergangenen Jahr. Es gibt zwar Richtlinien, Mindestanforderungen und Lerngruppen, wie die Berichte zu erstellen sind, außerdem präsentieren Länder ihre Berichte auf den jährlichen Treffen des HLPF vor und stellen sich auch kritischen Fragen etwa von NGOs. Trotzdem zieht der RNE eine kritische Bilanz: „Es mangelt am Gesamtüberblick über die Umsetzung der Agenda 2030.“ Vor allem gebe es keine Arbeitsprozesse, die der wechselseitigen Abhängigkeit der SDGs Rechnung tragen: So blieben auf dem HLPF 2018 etwa die Expertinnen und Experten für Ziel 6 (Sauberes Wasser und sanitäre Einrichtungen) unter sich. Der RNE regt beispielsweise an, für die nationalen Berichte der einzelnen Länder Peer Reviews von unabhängigen Expertinnen und Experten aus dem Ausland in Auftrag zu geben.

2. Reform des HLPF

Der RNE hat Reformvorschläge für das HLPF entwickelt, die Bachmann 2018 auch international mit Erfolg in ein internationales Statement eingebracht hat, das dem HLPF offiziell vorliegt. Erst kürzlich hat ein VN-interner Workshop konstatiert, dass institutionalisierte Stakeholder-Beteiligung ein Schlüssel zur Umsetzung der SDGs ist. Die Zeiten seit 2015 haben sich allerdings massiv verändert: „Die Vernunft ist unter Beschuss. Zunehmend isolationistisch orientierte Regierungen initiieren und ermutigen eine stetige Erosion der internationalen Zusammenarbeit in der Welt“, schrieb der Rat für Nachhaltige Entwicklung im April in einer Stellungnahme. Er fordert von der Bundesregierung, aus der Not eine Tugend zu machen, den Konflikten nicht auszuweichen und vor allem zu verhindern, dass die Agenda 2030 rückabgewickelt wird. Das wollen auch EU und Bundesregierung nicht. Brüssel und Berlin fokussieren sich für den September-Gipfel deshalb darauf, dass überhaupt eine gemeinsame Erklärung aller Staaten zur nachhaltigen Entwicklung verabschiedet wird. So wollen sie ein Zeichen setzen, dass der Multilateralismus lebt und die Agenda 2030 ein von allen Staaten anerkanntes Rahmenwerk ist, auch von den USA. Washington hatte in der Vergangenheit immer wieder Vorbehalte gegen Formulierungen in Bezug auf den Klimawandel geltend gemacht. Die Trump-Administration zweifelt die Existenz des Klimawandels an und steht multilateralem Vorgehen zum Schutz der Erde skeptisch gegenüber.

3. Finanzierung von Entwicklung

Ohne eine Finanzierung kann die Agenda 2030 nicht umgesetzt werden. Das Problem stellt sich ähnlich wie beim Klimaschutzabkommen von Paris. Immer wieder steht die Frage im Raum, wie Finanzhilfen, Investments und Finanzmärkte umgebaut werden können, damit sie die Agenda 2030 umsetzen - ohne dass bislang Wesentliches geschehen ist. „Die freiwilligen Berichte (VNRs) müssen anders als bisher gelesen und genutzt werden, nämlich als eine Quelle für das Identifizieren von wesentlichen Kosten, Risiken und Chancen für Investitionen oder Finanzhilfen. Sie müssen einen Wert erhalten, ob die Staaten das wollen oder nicht“, fordert Bachmann. Nur so werde das Verhältnis von politischer Selbstdarstellung der Staaten einerseits und Finanzierung respektive Finanzmärkten andererseits neu zu denken sein, und zwar auf allen Seiten." ["post_title"]=> string(38) "Die Agenda 2030 als Auftrag zur Unruhe" ["post_excerpt"]=> string(264) "Die Agenda 2030 fordert bis 2030 eine Welt ohne Armut und Hunger zu schaffen und die Umwelt zu erhalten. Doch das Ziel ist weiter entfernt denn je. Ab dem 9. Juli trifft sich in New York das High Level Forum on Sustainable Development und versucht, gegenzusteuern." ["post_status"]=> string(7) "publish" ["comment_status"]=> string(6) "closed" ["ping_status"]=> string(6) "closed" ["post_password"]=> string(0) "" ["post_name"]=> string(37) "die-agenda2030-als-auftrag-zur-unruhe" ["to_ping"]=> string(0) "" ["pinged"]=> string(0) "" ["post_modified"]=> string(19) "2019-07-08 09:39:54" ["post_modified_gmt"]=> string(19) "2019-07-08 07:39:54" ["post_content_filtered"]=> string(0) "" ["post_parent"]=> int(0) ["guid"]=> string(42) "https://www.nachhaltigkeitsrat.de/?p=16810" ["menu_order"]=> int(0) ["post_type"]=> string(4) "post" ["post_mime_type"]=> string(0) "" ["comment_count"]=> string(1) "0" ["filter"]=> string(3) "raw" } } ["post_count"]=> int(2) ["current_post"]=> int(-1) ["in_the_loop"]=> bool(false) ["post"]=> object(WP_Post)#16669 (24) { ["ID"]=> int(19665) ["post_author"]=> string(1) "5" ["post_date"]=> string(19) "2019-09-24 09:35:48" ["post_date_gmt"]=> string(19) "2019-09-24 07:35:48" ["post_content"]=> string(9234) "

Ihre Ansage könnte deutlicher nicht sein. Die Politik muss sich bewegen, denn es geht um nichts Geringeres als die Rettung des Planeten. Rund 300 Menschen folgten am vergangenen Dienstag in Berlin dem Aufruf des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE) klare Forderungen an die Vertreterinnen und Vertreter der Staatengemeinschaft zu stellen.

Dies geschah wenige Tage vor der VN-Generalversammlung sowie dem Klimagipfel in New York. Im Rahmen der Konferenz treffen sich am 24. und 25. September die Staats- und Regierungschefs erstmalig auch zu einem Gipfel zu den VN-Nachhaltigkeitszielen.

Ziel ist es, die Umsetzung der Agenda 2030 und der darin enthaltenen Ziele für nachhaltige Entwicklung zu überprüfen. Es ist das erste große Treffen auf höchster politischer Ebene seit Verabschiedung der Ziele im September 2015.

16 Pitcher*innen gaben in vier Bootcamps Input und diskutierten mit den Teilnehmenden der Veranstaltung „DIE ANSAGE“ des RNE in Kooperation mit der RENN-Leitstelle ihre wichtigsten Anliegen. Dazu dienten die Schlagworte Lebensmodell Zukunft, Agenda 2030, Internationale Leitkultur Nachhaltigkeit und Nachhaltigkeitsbewegung als Überschrift für die Diskussion von Ideen und Anregungen. Es ging unter anderem dann im Detail um gute Ernährung, um ein würdevolleres Zusammenleben, um Achtsamkeit und eine liberale Zukunft, um Müllvermeidung, nachhaltigen Konsum, alternative Mobilitätskonzepte, um Jugendbeteiligung – und immer wieder um Klima und Klimagerechtigkeit.

In den Bootcamps tauschten sich die Teilnehmenden über ihre Vorstellungen auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit aus. Zum Beispiel, ob Verbote für klimaschädliche Autos sinnvoll sein könnten. Oder ob Suchmaschinen-Algorithmen grundsätzlich auf Nachhaltigkeit trainiert sein sollten.

Tom Patzelt von „Fridays for Future“ hob die Dringlichkeit des Handelns eindrücklich hervor. „Wir können viel über Konsum reden, am Ende ist das Verhalten, was wir brauchen, Aktivismus.“ Er forderte: „Wir müssen Banden bilden und den politischen Akteuren auf die Finger hauen – wenn nötig.“ Seit Monaten mache die Bewegung konkrete Ansagen, aber bisher würde noch wenig passieren.

Ähnlich äußerte sich Wolfgang Oels, Chief Operation Officer bei Ecosia „Es gibt keinen zeitlichen Puffer, die Projekte umzusetzen“, betonte Oels. Sein Unternehmen funktioniert nach gemeinwohlorientierten Regeln. Konkret steht Ecosia für eine Nachhaltigkeitssuchmaschine. Mit den Einnahmen aus den Suchanfragen pflanzt die Firma Bäume, dort „wo sie dringend benötigt werden“. Es sind bereits mehr als 60 Millionen.

Mehr Anstrengung zur Umsetzung der VN-Nachhaltigkeitsziele

Wie groß die Notwendigkeit für eine neue Nachhaltigkeitspolitik, einen sozioökonomischen Wandel sei, machte auch die ehemalige Bundesentwicklungsministerin und heutiges RNE-Mitglied, Heidemarie Wieczorek-Zeul, klar. Die wirtschaftsstarken Länder bürdeten den wirtschaftsschwachen Ländern im Globalen Süden viel auf, sagte Wieczorek-Zeul zum Auftakt der RNE/RENN-Veranstaltung „DIE ANSAGE – Impulse zur Nachhaltigkeit“.

Sie appellierte an Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft, die VN-Nachhaltigkeitsziele bekannt zu machen und zu verbreiten – und sich für deren Umsetzung mehr anzustrengen. Wieczorek-Zeul plädierte für einen VN-Nachhaltigkeitsrat, der dafür sorge, dass die Ziele erreicht würden. Auch Josef Ahlke, Konsortialführer von RENN.mitte, forderte einen konkreten und schnellen Einsatz. Er setzt auf die Initiativen vor Ort in den einzelnen Bundesländern. „Wir haben es drauf. Wir machen das heute“, sagte Ahlke.

Am Ende der Diskussionen in den Bootscamps wurde abgestimmt – aus 12 Ansagen wurden vier, das Ergebnis war knapp. Die meisten Klicks bekamen diese vier Ansagen, die die Bundesregierung beim VN-Nachhaltigkeitsgipfel in New York vortragen soll und die Dr. Ingolf Dietrich vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) im Gepäck haben wird:

  1. Ökologische und soziale Kosten in Produkte einspeisen
  2. Politische Ansagen den wissenschaftlichen Erkenntnissen anpassen
  3. Sagt die Wahrheit und mutet den Menschen etwas zu
  4. Wir brauchen einen globalen progressiven CO2-Preis

Wissenschaft und Zivilgesellschaft ernst nehmen

Die Vorsitzende des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE), Marlehn Thieme, zeigte sich beeindruckt von der Dichte der Diskussionen in den Bootcamps. Insbesondere der Appell an die Politik, wissenschaftliche Erkenntnisse ernst zu nehmen und umzusetzen, sei wichtig. Dies gelte auch in Diskussionen mit anderen Staaten, sagte Thieme.

„Das ist keine Regierungsveranstaltung in New York“, betonte Dietrich. Die Umsetzung der VN-Nachhaltigkeitsziele sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Verschiedenste Berichte hätten bereits im Vorfeld der Konferenz gezeigt: beim Artenschutz, beim Schutz des Klimas, der Geschlechtergerechtigkeit oder beim Kampf gegen die Verschmutzung der Meere liegt die Staatengemeinschaft deutlich zurück.

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel werde am Dienstag beim Gipfel sprechen und sich für die Umsetzung der VN-Ziele stark machen. „Das Thema ist sehr hoch auf der politischen Agenda angesiedelt“, sagte Dietrich. Geplant seien für das kommende Jahr verschiedene Aktionsprogramme. Zudem soll eine Dekade für nachhaltige Entwicklung ausgerufen werden.

Die RNE-Vorsitzende Thieme kündigte weitere Neuerungen für den VN-Gipfel an. Ein vom RNE ins Leben gerufenes Globales Forum von Nachhaltigkeitsräten und ähnlichen Gremien werde bald seine Arbeit aufnehmen. Unterstützt werde die Initiative bereits von Costa Rica, Holland, Kolumbien, von Finnland, Spanien oder Namibia – und der deutschen Bundesregierung. „Das ist ein Meilenstein“, sagte Thieme. Aber nicht nur New York markiere einen wichtigen Termin auf der politischen Agenda zu mehr Nachhaltigkeit. Auch die Bundesregierung müsse im Klimakabinett die Weichen für mehr Klimaschutz stellen.

Thieme forderte die politischen Vertreterinnen und Vertreter auf, die Empfehlung für einen CO2-Preis dort aufzunehmen und sich für eine CO2-Senkung einzusetzen. Zudem betonte sie erneut die Bedeutung einer verbesserten deutschen Nachhaltigkeitspolitik. Ende Oktober ist der Auftakt zu einer bundesweiten Reihe von Veranstaltungen zur Weiterentwicklung der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie geplant.

[document id="19943"]

Weitere Videomitschnitte und Fotos der Veranstaltung finden Sie hier.

" ["post_title"]=> string(104) "Zeit zu handeln – Gäste von RENN und RNE formulieren #DIEANSAGE mit vier Forderungen an den VN-Gipfel" ["post_excerpt"]=> string(203) "Vor dem VN-Gipfel zu den 17 Nachhaltigkeitszielen formulieren Vertreterinnen und Vertreter aus der Zivilgesellschaft klare Forderungen an die Politik. Ihre Botschaft: Reden allein reicht nicht mehr aus. " ["post_status"]=> string(7) "publish" ["comment_status"]=> string(6) "closed" ["ping_status"]=> string(6) "closed" ["post_password"]=> string(0) "" ["post_name"]=> string(99) "zeit-zu-handeln-gaeste-von-renn-und-rne-formulieren-dieansage-mit-vier-forderungen-an-den-vn-gipfel" ["to_ping"]=> string(0) "" ["pinged"]=> string(0) "" ["post_modified"]=> string(19) "2019-09-26 14:52:06" ["post_modified_gmt"]=> string(19) "2019-09-26 12:52:06" ["post_content_filtered"]=> string(0) "" ["post_parent"]=> int(0) ["guid"]=> string(42) "https://www.nachhaltigkeitsrat.de/?p=19665" ["menu_order"]=> int(0) ["post_type"]=> string(4) "post" ["post_mime_type"]=> string(0) "" ["comment_count"]=> string(1) "0" ["filter"]=> string(3) "raw" } ["comment_count"]=> int(0) ["current_comment"]=> int(-1) ["found_posts"]=> string(1) "2" ["max_num_pages"]=> float(1) ["max_num_comment_pages"]=> int(0) ["is_single"]=> bool(false) ["is_preview"]=> bool(false) ["is_page"]=> bool(false) ["is_archive"]=> bool(true) ["is_date"]=> bool(false) ["is_year"]=> bool(false) ["is_month"]=> bool(false) ["is_day"]=> bool(false) ["is_time"]=> bool(false) ["is_author"]=> bool(false) ["is_category"]=> bool(false) ["is_tag"]=> bool(true) ["is_tax"]=> bool(false) ["is_search"]=> bool(false) ["is_feed"]=> bool(false) ["is_comment_feed"]=> bool(false) ["is_trackback"]=> bool(false) ["is_home"]=> bool(false) ["is_privacy_policy"]=> bool(false) ["is_404"]=> bool(false) ["is_embed"]=> bool(false) ["is_paged"]=> bool(false) ["is_admin"]=> bool(false) ["is_attachment"]=> bool(false) ["is_singular"]=> bool(false) ["is_robots"]=> bool(false) ["is_posts_page"]=> bool(false) ["is_post_type_archive"]=> bool(false) ["query_vars_hash":"WP_Query":private]=> string(32) "d373275139edfd1596acebd353fb903d" ["query_vars_changed":"WP_Query":private]=> bool(false) ["thumbnails_cached"]=> bool(false) ["stopwords":"WP_Query":private]=> NULL ["compat_fields":"WP_Query":private]=> array(2) { [0]=> string(15) "query_vars_hash" [1]=> string(18) "query_vars_changed" } ["compat_methods":"WP_Query":private]=> array(2) { [0]=> string(16) "init_query_flags" [1]=> string(15) "parse_tax_query" } }