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Die Bundesregierung hätte den klaren Auftrag Deutschland bis 2050 klimaneutral zu machen. Der Pfad dafür müsse jetzt angelegt werden, anders sei das Ziel nicht zu erreichen, sagte die SPD-Politikerin bei der Konferenz mit dem Titel „Zukunft zur Heimat machen“. Große Hoffnung setzt Schulze dabei auf das Klimakabinett, das den Schutz des Klimas ressortübergreifend als Priorität auf der politischen Agenda halten soll. „Deutschland soll beim Klimaschutz auch international wieder vorne mitspielen.“ Dazu gehöre auch das Thema Müllvermeidung und die Reduktion von Plastik. Nur eine Maßnahme reiche aber nicht aus, um das Plastik aus der Umwelt zu bekommen, sagte Schulze. Landwirtschaft, Umwelt und Wirtschaft müssten zusammen gedacht werden.

VN-Nachhaltigkeitsziele als Standard setzen

Eine wichtige Bewährungsprobe ist der VN-Nachhaltigkeitsgipfel am 24. und 25. September in New York. Die Weltgemeinschaft soll dann zeigen, wie sie die VN-Nachhaltigkeitsziele bisher umgesetzt und welche Pläne sie für die Zukunft hat. Als Industrieland hätte Deutschland die Pflicht, einen relevanten Beitrag zu leisten. Das sieht Imme Scholz, kommissarische Direktorin des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik und Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung, ähnlich. Mit Blick auf den bisher versäumten Klimaschutz und die verfehlten Ziele rief sie dazu auf, „die Klimalücke jetzt zu schließen“,. Die Orientierung an den VN-Nachhaltigkeitszielen sei dabei essentiell. Sowohl auf EU-Ebene, als auch in internationalen Gremien wie der Weltbank, des Internationalen Währungsfonds (IWF) oder der Welthandelsorganisation (WTO). Ihr geht es um eine multilaterale Stärkung etwa des Pariser Klimaabkommens oder der Agenda 2030. So steht es auch in den zur Jahreskonferenz veröffentlichten Empfehlungen des Rates, die dieser der Bundesregierung pünktlich zur Weiterentwicklung der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie vorgelegt hat.

Konkrete Maßnahmen gegen Missstände ergreifen

Auch Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) rief alle Akteurinnen und Akteure dazu auf, Nachhaltigkeit in den Fokus ihres Handelns zu stellen. Im kommenden Jahr will er dazu ein Jahr der Nachhaltigkeit ausrufen. „Wir leben unseren Wohlstand zu Lasten anderer“, sagte Müller. Konkrete Maßnahmen, damit Missstände in der Welt aufhörten, würden von Jugendbewegungen wie „Fridays for Future“, von der Wirtschaft, von der Zivilgesellschaft sowie in der Politik gefordert. Als Beispiel nannte der Entwicklungsminister Produktionsstätten von Waren, die vor allem in armen Staaten anzusiedeln seien anstatt die Wertschöpfung den Industrieländern zu überlassen. Auch müssten in vielen Ländern Kinder auf Plantagen arbeiten, weil die Preise für Kaffee, Bananen & Co bei uns niedrig bleiben sollen. „Das könnten wir ändern durch unsere Einkaufsentscheidung“, sagte Müller und verwies auf seine Initiative „Der grüne Knopf“ für nachhaltig erzeugte Textilien. Zudem sprach er sich für scharfe gesetzliche Regelungen aus, wenn sich Firmen nicht an soziale und ökologische Kriterien hielten." ["post_title"]=> string(25) "Nachhaltigkeit im Aufwind" ["post_excerpt"]=> string(204) "Handeln statt nur Reden: Auf der RNE-Jahreskonferenz fordert Umweltministerin Svenja Schulze mehr Einsatz für den Klimaschutz und soziales Wirtschaften. Deutschland soll internationaler Vorreiter werden." ["post_status"]=> string(7) "publish" ["comment_status"]=> string(6) "closed" ["ping_status"]=> string(6) "closed" ["post_password"]=> string(0) "" ["post_name"]=> string(25) "nachhaltigkeit-im-aufwind" ["to_ping"]=> string(0) "" ["pinged"]=> string(0) "" ["post_modified"]=> string(19) "2019-06-19 10:05:27" ["post_modified_gmt"]=> string(19) "2019-06-19 08:05:27" ["post_content_filtered"]=> string(0) "" ["post_parent"]=> int(0) ["guid"]=> string(42) "https://www.nachhaltigkeitsrat.de/?p=16646" ["menu_order"]=> int(0) ["post_type"]=> string(4) "post" ["post_mime_type"]=> string(0) "" ["comment_count"]=> string(1) "0" ["filter"]=> string(3) "raw" } [1]=> object(WP_Post)#5404 (24) { ["ID"]=> int(16617) ["post_author"]=> string(1) "5" ["post_date"]=> string(19) "2019-06-18 12:11:54" ["post_date_gmt"]=> string(19) "2019-06-18 10:11:54" ["post_content"]=> string(6608) "Reizwort oder Chancentreiber? An digitalen Technologien kommt heute keiner mehr vorbei. Aber so notwendig die Digitalisierung auch ist, sie wirft viele Fragen auf. Welche gesellschaftlichen Veränderungen ergeben sich aus ihr? Im Alltag, in Wirtschaft und Politik? Wie beeinflusst sie unser Leben in Deutschland, in Europa und international? Bei der Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE) führten Expertinnen und Experten kontroverse Debatten darüber, wie Digitalisierung neu gedacht werden und der Fokus auf Nachhaltigkeitsaspekte gelingen kann. Gesche Joost, Designforscherin und ehemalige Internetbotschafterin der Bundesregierung sowie kooptiertes RNE-Mitglied, warnte vor einer sich vertiefenden digitalen Spaltung. Nicht nur zwischen den Generationen, sondern auch zwischen den Geschlechtern, zwischen arm und reich, so Joost beim Themenforum Digitalisierung der Jahreskonferenz mit dem Titel „Zukunft zur Heimat machen“. Man müsse dringend in digitale Bildung investieren. Dies gelte nicht nur für junge Menschen, sondern bis ins hohe Alter. Inklusive und barrierefreie Digitalisierung müsse auf die politische Agenda. Auch dürfe Digitalisierung nicht nur unter ökonomischen Aspekten betrachtet werden. „Sie steht für eine Vision eines nachhaltigen Lebens“, sagte Joost. Bleibt das Problem der enorm großen Datenmengen. Ohne sie können digitale Geräte schlicht nicht arbeiten. Aber die Datenflüsse wecken Begehrlichkeiten. Welche Auswüchse die Auswertung von digitalen Informationen hat, zeigt das Beispiel China und das dort herrschende Sozialkreditsystem. Dieses digitale System überwacht und bewertet alle Bürgerinnen und Bürger.

Bereitschaft für das „große Ding“ zeigen

Was wollen wir für die Zukunft? Diese Frage ist für Maja Göpel, Generalsekretärin des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltfragen (WBGU), zentral, wenn es um die Digitalisierung geht. Der Beirat hat im April ein Papier veröffentlicht, in dem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diese Frage diskutierten. Göpel plädiert dafür, sehr viel „ideologiebefreiter“ über die Digitalisierung und gesellschaftliche Veränderungen zu sprechen. „Wir brauchen mehr Bereitschaft für das große Ding!“ Für sie spielen unterschiedlichste Aspekte in die Debatte hinein. „Es geht um Teilhabe, um Ressourcen, um solidarische Ökonomie, darum, Strukturen, die bisher griffen, zu überdenken“, sagt Göpel. Gleichzeitig dürften die vielen Ängste, die die Digitalisierung hervorriefe nicht außer Acht gelassen werden. Zum Beispiel, wenn es um die sozialverträgliche Gestaltung von Transformation gehe oder um den Verlust von Arbeitsplätzen. Eine kluge Digitalisierung sei alles das, was Nachhaltigkeit berücksichtige und ernst nehme, sagte Stephan Rammler, Wissenschaftlicher Direktor am Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung GmbH. Dazu gehört für ihn, Technologierenditen nicht nur abzuschöpfen, sondern so wieder zu reinvestieren, dass soziale Innovationen oder Klimaschutz gefördert werden. Die Veränderungen seien immens, sagte Rammler. „Wir dürfen uns nicht scheuen vor einer ehrlichen Analyse. Ohne Veränderungen für jeden Einzelnen geht es nicht.“

Weniger Ausgaben durch nachhaltiges Wirtschaften

Diese Veränderungen verursachen Kosten. Dessen ist sich vor allem auch die Wirtschaft bewusst. Dirk Binding, Bereichsleiter beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK), wies auf die großen Herausforderungen hin, die die Unternehmen momentan meistern müssten. Nachhaltiges Wirtschaften, Umweltschutz, aber auch digitale Bildung zählten zu den Schwerpunkten, in die derzeit investiert würde. Langsam mache sich auch die Überzeugung breit, dass Geld gespart werden könne, wenn man nachhaltig wirtschafte. Zum Beispiel im Lebensmitteleinzelhandel. In Bäckereien oder anderen Geschäften kann die digitale Technologie helfen, besser zu planen, damit Lebensmittel nicht im Müll landen. Zudem sprach Binding sich dafür aus, mehr Geld für den Erwerb von digitalen Kompetenzen auszugeben. In der Ausbildung seien die Betriebe bereits dabei. Allerdings müsste auch in den Schulen mehr passieren. „Da muss mehr Geschwindigkeit rein.“ Peter Parycek, Mitglied im Digitalrat der Bundesregierung ergänzt, dass Technologien effektiv genutzt werden müssen. Die hohen Datenmengen hätten das Potenzial, viel weniger Ressourcen nutzen zu müssen. Seine Aufgabe im Digitalrat der Bundesregierung sei es, solche Hebel zu finden, um die „Gesellschaft in eine hoffnungsvolle digitale Welt zu führen“, sagte Parycek. Allerdings dürfe der Datenschutz dem nicht zum Opfer fallen. So unterschiedlich auch die Beweggründe sind, digitale Technologien zu nutzen - in einem sind sich alle Expertinnen und Experten einig: Nachhaltigkeit ist ein Schlüsselaspekt auf dem Weg ins digitale Zeitalter. Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft müssen dabei Hand in Hand arbeiten. Der Rat für Nachhaltige Entwicklung hat Ende 2018 Empfehlungen an die Bundesregierung unter dem Titel „nachhaltig UND digital“ veröffentlicht, in der er fordert, dass das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung den politischen Rahmen für den digitalen Wandel setzt." ["post_title"]=> string(54) "Mit nachhaltigen Konzepten gegen die digitale Spaltung" ["post_excerpt"]=> string(240) "Wie Datennutzung, soziale Innovationen und nachhaltiges Wirtschaften zusammen gedacht werden können, diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und dem Digitalrat der Bundesregierung bei der RNE-Jahreskonferenz." ["post_status"]=> string(7) "publish" ["comment_status"]=> string(6) "closed" ["ping_status"]=> string(6) "closed" ["post_password"]=> string(0) "" ["post_name"]=> string(54) "mit-nachhaltigen-konzepten-gegen-die-digitale-spaltung" ["to_ping"]=> string(0) "" ["pinged"]=> string(0) "" ["post_modified"]=> string(19) "2019-06-18 13:40:12" ["post_modified_gmt"]=> string(19) "2019-06-18 11:40:12" ["post_content_filtered"]=> string(0) "" ["post_parent"]=> int(0) ["guid"]=> string(42) "https://www.nachhaltigkeitsrat.de/?p=16617" ["menu_order"]=> int(0) ["post_type"]=> string(4) "post" ["post_mime_type"]=> string(0) "" ["comment_count"]=> string(1) "0" ["filter"]=> string(3) "raw" } [2]=> object(WP_Post)#6751 (24) { ["ID"]=> int(16544) ["post_author"]=> string(2) "15" ["post_date"]=> string(19) "2019-06-14 12:20:02" ["post_date_gmt"]=> string(19) "2019-06-14 10:20:02" ["post_content"]=> string(5047) "„Heute sagt keiner mehr, wir können so weitermachen wie bisher“, fasste Alexander Müller, Geschäftsführer von TMG ThinkTank for Sustainability und Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE), die Debatte rund um die Zukunft der Landwirtschaft am Ende zusammen. Mittlerweile seien die Probleme jedem bekannt. Häufig gebe es bereits vielversprechende Handlungsansätze, aber die reichten noch nicht aus: „Nur in der Auseinandersetzung, in einem Streit um die besseren Lösungen werden wir weiter vorwärtskommen.“ Eine solche Auseinandersetzung zwischen verschiedenen Sichtweisen hatte zuvor auf dem von ihm moderierten Podium auf der RNE-Jahreskonferenz stattgefunden. Über die Leitfrage „Wie geht eine lebendige natürliche Landwirtschaft?“ hatten Alexandra Brand, Nachhaltigkeitsbeauftragte bei Syngenta, der Politikberater Franz-Theo Gottwald von der Schweisfurt-Stiftung, Christian Hiß, Gründer der Regionalwert AG, und die Studentin und Jungbäuerin Lena Jacobi diskutiert.

Teil des Problems oder Teil der Lösung?

Es sage schon viel aus, dass es im Kabinett der Bundesregierung eine Ministerin gebe, die zuständig für das eine Thema, die Umwelt, sei, während eine andere sich um die Landwirtschaft kümmere, hatte Ulrich Schraml, Leiter der Abteilung Wald und Gesellschaft an der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) Baden-Württemberg  und RNE-Mitglied, in seinem Eingangsstatement gesagt. Alexander Müller ergänzte, es gebe zwei Sichtweisen: Aus der einen Ecke betrachtet sei die Landwirtschaft Teil des Problems, verantwortlich für schwindende Biodiversität und Hunger auf der einen Seite und für Verschwendung auf der anderen. Die Gegenposition sehe Landwirtschaft auch als Teil einer Lösung, die am Ende ein besseres Leben für alle ermöglichen könne. Weltweit würden 600 Milliarden US Dollar im Jahr für die Landwirtschaft ausgegeben – die Frage sei, ob diese Ausgaben gut für die Umwelt seien oder ihr schadeten. Lena Jacobi wies darauf hin, dass sich die niedrigen Erzeugerpreise und der gesellschaftliche Druck auch in einem rasanten Höfesterben niederschlage: „Da geht viel verloren, was Bäuerlichkeit ausmacht“, sagte die Jungbäuerin. „Wir dürfen nicht nur auf ökonomische und ökologische Nachhaltigkeit setzen, sondern müssen auch auf die soziale Nachhaltigkeit achten.“ Für die Landwirte sei es eine große Herausforderung, neben ihrer eigentlichen Arbeit auch immer noch um die gesellschaftliche Akzeptanz kämpfen zu müssen.

Nachhaltigkeitsaspekte müssen einberechnet werden

Christian Hiß, Sohn eines der ersten Bio-Landwirte Deutschlands und Gründer der Regionalwert AG, die mithilfe von Bürgeraktien in regionale Betriebe entlang der gesamten Lebensmittelwertschöpfungskette investiert, wies darauf hin, dass es immer auch um die Frage gehen müsse, was uns unsere Lebensmittel eigentlich wert seien: „Wir rechnen nicht richtig, wir bilanzieren falsch“, sagte er. „Wenn wir richtig rechnen würden, hätten wir eine andere Wirtschaft. Nachhaltigkeitsaspekte müssen in die Bilanzen der Betriebe mit rein.“ Erste Anzeichen eines Umdenkens zeigen sich aber auch schon auf Industrieseite. Syngenta-Vertreterin Brand hat erkannt: „Wenn wir als Unternehmen nicht darauf reagieren, was unsere Kunden und die Landwirte wollen, werden wir Marktanteile verlieren.“ Früher sei unter Nachhaltigkeit Flächenproduktivität verstanden worden, aber heute reiche Rentabilität als alleinige Zielgröße nicht mehr aus. Biodiversität sei zum Beispiel ein wichtiges Kriterium, das heute mitberücksichtigt werden müsse. Jahrzehntelang habe in der Forschung die Philosophie gegolten, Lösungen zu finden, die für alle anwendbar seien: „Von dieser One-Size-fits-all-Herangehensweise verabschieden wir uns, wir müssen diversifizieren“, sagte sie. „Diese Transformation durchlaufen wir gerade als Unternehmen.“ Politikberater Gottwald betonte erfreut, er habe bisher noch nie „aus einem Industriemund gehört, dass es eine Philosophie der Diversifizierung brauche“. Wie es genau weitergehen kann auf dem Weg in eine natürliche Landwirtschaft, was konkret getan werden muss, diese Lösung konnte auch die Runde der Diskutanten auf der RNE-Jahreskonferenz nicht liefern: „Wir sind uns schnell einig, dass alles besser werden muss“, sagte Gottwald. „Aber die Frage bleibt, welche Schritte die richtigen sind.“" ["post_title"]=> string(57) "Landwirtschaft der Zukunft - „Wir bilanzieren falsch“" ["post_excerpt"]=> string(232) "Es kann in der Landwirtschaft nicht so weitergehen wie bisher, aber was muss sich ändern? Auf der Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung suchte eine Diskussionsrunde nach Lösungsansätzen für eine bessere Zukunft." ["post_status"]=> string(7) "publish" ["comment_status"]=> string(6) "closed" ["ping_status"]=> string(6) "closed" ["post_password"]=> string(0) "" ["post_name"]=> string(49) "landwirtschaft-der-zukunft-wir-bilanzieren-falsch" ["to_ping"]=> string(0) "" ["pinged"]=> string(0) "" ["post_modified"]=> string(19) "2019-06-14 14:45:50" ["post_modified_gmt"]=> string(19) "2019-06-14 12:45:50" ["post_content_filtered"]=> string(0) "" ["post_parent"]=> int(0) ["guid"]=> string(42) "https://www.nachhaltigkeitsrat.de/?p=16544" ["menu_order"]=> int(0) ["post_type"]=> string(4) "post" ["post_mime_type"]=> string(0) "" ["comment_count"]=> string(1) "0" ["filter"]=> string(3) "raw" } [3]=> object(WP_Post)#6755 (24) { ["ID"]=> int(15252) ["post_author"]=> string(1) "8" ["post_date"]=> string(19) "2019-06-07 16:25:33" ["post_date_gmt"]=> string(19) "2019-06-07 14:25:33" ["post_content"]=> string(7447) "

„Auf allen Feldern müssen wir dazu beitragen, eine These zu widerlegen: dass es unseren Wohlstand verschlechtern wird, wenn wir nachhaltig wirtschaften. Das stimmt nicht. Wir werden ihn verbessern.“ So energisch schloss Bundesfinanzminister Olaf Scholz seine mit Spannung erwartete Rede auf der 19. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE). Wenn ein wirtschaftlich erfolgreiches Hochtechnologieland wie Deutschland es schaffe, mit wenig bis gar keinen Emissionen ein wirtschaftlich erfolgreiches Hochtechnologieland zu bleiben, sei das der beste Beweis für die Möglichkeit eines nachhaltigen Wandels. In Zusammenhang mit den Herausforderungen des Klimawandels und der Energiewende arbeitete Scholz auch die Bedeutung einer nachhaltigen Finanzwirtschaft – oder Sustainable Finance – heraus, eines der Schwerpunktthemen der Konferenz.

Insofern war es nur passend, dass zum ersten Mal bei einer RNE-Jahreskonferenz ein amtierender Bundesfinanzminister sprach. Auch Scholz’ Ankündigung, dass die Bundesregierung nur zwei Tage später, am 6. Juni, einen Beirat für Sustainable Finance einsetzen würde, passte zu diesem Fokus. Bereits seit Jahren treibt der RNE – unter anderem mit dem Hub for Sustainable Finance – das Thema voran. Am 4. Juli lädt der Rat erneut zu einem Roundtable zum Thema „Kompetenzaufbau Sustainable Finance im Banking, Investment- und Versicherungsgeschäft“, eine weitere Veranstaltung am 10. September widmet sich dem Thema Digitalisierung und Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft.

Auf der Jahreskonferenz hatte Ratsvorsitzende Marlehn Thieme die Bundesregierung aufgefordert, alles zu tun, um ihre selbst gesteckten Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Dies gelte selbstverständlich auch im Bereich Finanzwirtschaft, sagte sie. In seiner Rede betonte Bundesfinanzminister Scholz, dass die Industrie den Strukturwandel schaffen werde, wenn die entsprechenden Rahmenbedingungen geschaffen würden. Schnelles und konsequentes Handeln sei daher von großer Bedeutung.

Standards und Enddaten festlegen

Scholz betonte allerdings, dass marktwirtschaftliche Instrumente allein nicht ausreichen würden: „Das halte ich für eine Illusion“, sagte der Minister und erhielt dafür Applaus vom Publikum. Man sehe das zum Beispiel an den Mitteln aus dem Klimafonds, die nur in geringem Maße abgerufen würden. Deswegen müsse die Regierung Standards, Zwischenziele und ein Enddatum festlegen, zu dem diese erreicht sein sollten: „Ohne Zielperspektive wird das nichts werden.“ Ähnlich wie die Bundeskanzlerin will der Bundesfinanzminister die EU-Ratspräsidentschaft 2020 dazu nutzen, mit seinen Amtskolleginnen und -kollegen Vorhaben zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele zu besprechen und gemeinsame Maßnahmen zu verabreden.

In der Podiumsdiskussion, die an Scholz’ Rede anschloss, wies Alexander Bassen, Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Universität Hamburg und Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung, darauf hin, dass Deutschland derzeit noch weit davon entfernt sei, beim Thema Sustainable Finance eine Führungsrolle einzunehmen. „Internationale Diskussionen finden aktuell noch weitgehend ohne deutschen Beitrag statt“, sagte er. Bassen ist auch Teil des neu konstituierten Beirats für Sustainable Finance, der die Bundesregierung bei der Ausarbeitung und Umsetzung ihrer Sustainable-Finance-Strategie beraten, bestehende Expertise bündeln und den Dialog zwischen den relevanten Akteuren fördern soll. Die Entwicklung einer Sustainable-Finance-Strategie für Deutschland geht auf die Initiative des Bundesfinanz- und des Bundesumweltministeriums zurück und soll in enger Abstimmung mit dem Bundeswirtschaftsministerium erfolgen. Karsten Löffler von der Frankfurt School of Finance & Management und Geschäftsführer des Green and Sustainable Finance Clusters Germany wurde bei der ersten Sitzung zum Beiratsvorsitzenden bestimmt. Informationen zu den weiteren Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie dem Arbeitsprogramm will die Bundesregierung in Kürze veröffentlichen.

„Die Unternehmen hören uns zu“

Auf dem von Alexander Bassen und RNE-Generalsekretär Günther Bachmann moderierten Podium auf der Jahreskonferenz diskutierten Anja Mikus, Vorsitzende des Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung, und Alexander Schindler, Vorstandsmitglied bei Union Investment, die Chancen nachhaltiger Finanzanlagen. Mikus, die für den ersten Staatsfonds verantwortlich ist, der von Anfang an Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigt, wies darauf hin, dass diese die Rendite nicht schmälern, sondern steigern: „Zudem tragen sie dazu bei, Risiken und Schwankungen zu reduzieren.“ Schindler betonte die Verantwortung und die Einflussmöglichkeiten der Finanzwirtschaft: „Wir gehen soweit, dass wir ein Unternehmen wie Daimler dazu bringen, seine ganze Lieferkette auf Nachhaltigkeit zu überprüfen“, sagte er. „Die Unternehmen hören uns zu.“

Video- und Audiomitschnitte der 19. RNE-Jahreskonferenz inklusive der Rede von Bundesfinanzminister Olaf Scholz und dem Panel zu Sustainable Finance finden Sie hier.

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Berlin, 04.06.2019 - Auf der 19. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung im bcc Berlin ist Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft ein wichtiges Thema. Im Mittelpunkt der Konferenz steht dabei die Forderung an die Bundesregierung, alles zur Erreichung ihrer selbst gesteckten Nachhaltigkeitsziele zu tun. Dies gelte selbstverständlich auch im Bereich Finanzwirtschaft, so Ratsvorsitzende Marlehn Thieme.

Mit Spannung wurde die Rede des Bundesfinanzministers Olaf Scholz zu Sustainable Finance erwartet. Aus seiner Sicht handele es sich um ein neues Politikfeld, dem strategische Bedeutung für den Industriestandort Deutschland zukommt. In seiner Rede ging der Bundesfinanzminister darauf ein, die Industrie könne den Strukturwandel schaffen, wenn die entsprechenden Rahmenbedingungen geschaffen würden. „Jetzt schnell und konsequent handeln ist für den Industriestandort Deutschland von großer Bedeutung. Aber nur mit markwirtschaftlichen Instrumenten werden wir nicht davonkommen, so werden beispielsweise Klimafonds-Mittel kaum abgerufen.“ Die Bundesregierung müsse Standards festlegen und mit einem Zieldatum versehen, bis wann diese erreicht sein müssen.

„Wir sollten nicht nur hoffen, dass wir die Ziele bis 2030 erreichen, sondern Ziele so setzen und Instrumente so wählen, dass diese erreicht werden.“ Ähnlich wie die Bundeskanzlerin will der Bundesfinanzminister die EU-Ratspräsidentschaft 2020 dazu nutzen, mit seinen Amtskolleginnen und -kollegen Vorhaben zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele zu besprechen und gemeinsame Maßnahmen zu verabreden.

Der Bundesfinanzminister bekräftigte zum Abschluss: „Auf allen Feldern müssen wir dazu beitragen, eine These zu widerlegen: dass es unseren Wohlstand verschlechtert, wenn wir nachhaltig Wirtschaften. Das stimmt nicht. Wir werden ihn verbessern."

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung begrüßt, dass die Bundesregierung beschlossen hat, beim Thema Sustainable Finance eine Führungsrolle für Deutschland anzustreben. „Derzeit sind wir davon jedoch weit entfernt. Internationale Diskussion finden aktuell noch weitgehend ohne deutschen Diskussionsbeitrag statt“, so Ratsmitglied Alexander Bassen.

Der Rat beschäftigt sich Anfang Juli mit dem Thema Kompetenzentwicklung für Nachhaltigkeit im Bereich Banking, Analyse sowie der Bewertung von Kreditrisiken bei Banken & Finanzinstituten. Bereits übermorgen, am 06. Juni, ist zudem die konstituierende Sitzung des neu gegründeten Sustainable Finance Beirats geplant. Ratsmitglied Alexander Bassen ist Mitglied.

Verfolgen Sie den Plenarteil im Livestream und die Konferenz auf Twitter unter #RNE19.

Hintergrundinformationen:

Anfragen zu Ablauf und Organisation der 19. Jahreskonferenz:

Silke Eckert / Birthe Bruhns
MediaCompany – Agentur für Kommunikation GmbH
i. A. des Rates für Nachhaltige Entwicklung
Tel.: +49 (0)30 / 2888 453-26 / -17
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E-Mail: presse-rne2019@mediacompany.com

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Berlin, 04.06.2019 - Der Rat für Nachhaltige Entwicklung will zukunftsfähigere Politik. Beim Klimaschutz und der Biodiversität, aber auch in der Finanzwirtschaft, im sozialen Bereich und der Digitalisierung ruft der Nachhaltigkeitsrat mit seiner heutigen Jahreskonferenz im bcc Berlin dazu auf, sich gegen die Allmacht des Status quo zu stellen. Im Mittelpunkt steht dabei die Forderung an die Bundesregierung, alles zu tun, um die von ihr selbst gesteckten Nachhaltigkeitsziele auch tatsächlich zu erreichen.

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung legt dazu heute Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie vor. Mit insgesamt sechs konkreten und zugleich weitreichenden Empfehlungen soll die Nachhaltigkeitsstrategie verbessert werden. „Wir plädieren für eine harte Nachhaltigkeitsstrategie: Sie muss aufräumen mit den Defiziten. Sie muss Lösungen schaffen. Sie muss das Erreichen von Zielen liefern, statt die Ziele zu vertagen“, betont Ratsvorsitzende Marlehn Thieme.

Dabei wird deutlich: Nachhaltigkeit ist kein Nischenthema mehr. Das bisher Erreichte ist gut, aber viel zu wenig - gebraucht wird eine wirksamere Nachhaltigkeitspolitik als bisher. „Um die Zukunft zur Heimat zu machen, brauchen wir jetzt die Vorsorge für künftige Generationen. Dafür steht das Nachhaltigkeitsprinzip und dafür gehört es ins Grundgesetz“, fügt Marlehn Thieme mit Blick auf aktuelle Diskussionen und das kürzlich gefeierte Jubiläum des Grundgesetzes hinzu.

Die Bundesregierung hat angekündigt, die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie weiterzuentwickeln. Der Arbeitsprozess soll im Herbst 2019 starten. Hierfür hat der Rat wesentliche Eckpunkte empfohlen, denn eine Weiterentwicklung ist nötig.

Die Empfehlungen des Rates im Detail finden Sie hier, nachfolgend die sechs wesentlichen Empfehlungen:

  1. Die Gesellschaft als Akteur - Commitments aus der gesamten Gesellschaft
  2. Den europäischen und globalen Kontext hervorheben
  3. Aktionshebel Haushalte und öffentliche Investitionen nutzen
  4. Lücken in Signalbereichen schließen
  5. Interne Arbeitsprozesse zur Nachhaltigkeitsstrategie verbessern
  6. Durch die Auswahl von Indikatoren Diskurskompetenz erhöhen

In Ihrer Ansprache erklärt Ratsvorsitzende Marlehn Thieme, die Nachhaltigkeitsstrategie sei „ein ordentliches administratives Instrument, aber eben noch keine Kraft, die gesellschaftlich wahrgenommen wird.“ Der Nachhaltigkeitsrat zeige Wege auf, wie Kanzlerin Merkel die Nachhaltigkeitsstrategie zur zentralen Zukunfts-Plattform der ganzen Gesellschaft machen könne, was wiederum politischen Mut erfordere, so die Ratsvorsitzende in ihren Begrüßungsworten an die Bundeskanzlerin.

Bundeskanzlerin Angela Merkel kündigt sodann die Fortentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie von Herbst 2019 bis Ende 2020 an. Dabei geht sie auf das Einhalten der selbst gesteckten Ziele ein und kündigt eine Debatte im Klimakabinett mit der Frage einer CO2-Bepreisung im Juli sowie eine Entscheidung im September an. Umwelt- und Klimaschutz seien Themen mit hohem Stellenwert in der Bundesregierung. Bundeskanzlerin Merkel führte aus: „Der UN-Generalsekretär hat das Ziel Klimaneutralität bis 2050 ausgegeben. Wir müssen alles daran setzen, den Langfristpfad und zugleich das 2030-Ziel zu erreichen. Wir dürfen dabei das Handeln heute nicht vergessen." Frau Merkel weiter: „Wir werden Zukunft zur Heimat machen. Dafür bin ich bereit energisch zu handeln."

Frau Thieme freut sich besonders darüber, dass die Bundeskanzlerin der Idee näher tritt, Nachhaltigkeit Verfassungsrang zu geben.

Mit Spannung werden auch die Rede des Bundesfinanzministers Olaf Scholz zu Sustainable Finance ab 13:00 Uhr sowie die Diskussion um den kommenden Nachhaltigkeitsgipfel der Vereinten Nationen mit Bundesumweltministerin Svenja Schulze sowie Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller ab 17:30 Uhr erwartet. Verfolgen Sie den Plenarteil im Livestream und die Konferenz auf Twitter unter #RNE19.

Hintergrundinformationen:

Anfragen zu Ablauf und Organisation der 19. Jahreskonferenz:

Silke Eckert / Birthe Bruhns
MediaCompany – Agentur für Kommunikation GmbH
i. A. des Rates für Nachhaltige Entwicklung
Tel.: +49 (0)30 / 2888 453-26 / -17
Fax: +49 (0)30 / 2888 453-10
E-Mail: presse-rne2019@mediacompany.com

" ["post_title"]=> string(92) "Zukunft zur Heimat machen: Die deutsche Nachhaltigkeitspolitik muss endlich wirksamer werden" ["post_excerpt"]=> string(0) "" ["post_status"]=> string(7) "publish" ["comment_status"]=> string(6) "closed" ["ping_status"]=> string(6) "closed" ["post_password"]=> string(0) "" ["post_name"]=> string(91) "zukunft-zur-heimat-machen-die-deutsche-nachhaltigkeitspolitik-muss-endlich-wirksamer-werden" ["to_ping"]=> string(0) "" ["pinged"]=> string(0) "" ["post_modified"]=> string(19) "2019-06-04 13:27:16" ["post_modified_gmt"]=> string(19) "2019-06-04 11:27:16" ["post_content_filtered"]=> string(0) "" ["post_parent"]=> int(0) ["guid"]=> string(42) "https://www.nachhaltigkeitsrat.de/?p=14844" ["menu_order"]=> int(0) ["post_type"]=> string(4) "post" ["post_mime_type"]=> string(0) "" ["comment_count"]=> string(1) "0" ["filter"]=> string(3) "raw" } [6]=> object(WP_Post)#6750 (24) { ["ID"]=> int(14752) ["post_author"]=> string(1) "8" ["post_date"]=> string(19) "2019-05-28 09:04:37" ["post_date_gmt"]=> string(19) "2019-05-28 07:04:37" ["post_content"]=> string(5422) "

Berlin, 28.05.2019 – Verfehlte Klimaziele, Plastikozeane, Hitzewellen, weltweit Hunger und Flucht: Das ist der traurige Status quo. Aber zu zynischem Pessimismus besteht kein Grund. Die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen beginnen erst langsam zu wirken. Zu den positiven Entwicklungen gehört, dass das Thema Nachhaltigkeit im Alltag der meisten Menschen angekommen ist. Dies ist einer der vielen Schritte in Richtung Zukunft, in Richtung einer nachhaltigen Welt. Wie machen wir diese Zukunft zur politischen Heimat und stellen uns gegen die Allmacht des Status quo? Diese Frage steht im Mittelpunkt der 19. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung am 4. Juni 2019 im bcc in Berlin. Die Konferenz beleuchtet, wie wir dieses Ziel erreichen können – in Sachen Digitalisierung, Landwirtschaft, Mobilität, Plastik und Achtsamkeitspolitik. Weitere Themen sind Sustainable Finance und die globale Zusammenarbeit für Nachhaltigkeit.

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, Vize-Kanzler und Bundesfinanzminister Olaf Scholz, Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller, Bundesumweltministerin Svenja Schulze sowie weitere hochrangige Rednerinnen, Redner und Gäste haben ihre Teilnahme an der Jahreskonferenz bereits zugesagt.

Das Programm finden Sie auf unserer Website. Journalistinnen und Journalisten, Fotografinnen und Fotografen sowie Kamerateams können sich ab sofort online akkreditieren.

Von 12.15 Uhr bis 13.00 Uhr findet die Pressekonferenz mit Marlehn Thieme, Vorsitzende des Rates für Nachhaltige Entwicklung, und Heidemarie Wieczorek-Zeul, Ratsmitglied und Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung a. D. statt. Themen sind die Forderungen des Rates zur Weiterentwicklung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie sowie Erwartungen im Hinblick auf den kommenden Nachhaltigkeitsgipfel der Vereinten Nationen im September. Die Pressekonferenz findet ausschließlich in deutscher Sprache statt.

+++ Sollten Sie darüber hinaus Interesse an einzelnen Interviewslots mit den Ratsmitgliedern Frau Thieme (Nachhaltigkeitspolitik allgemein, RNE-Strategiepapier), Frau Wieczorek-Zeul (Multilateralismus, VN-Nachhaltigkeitsgipfel), Frau Scholz (Globale Verantwortung) oder Herrn Bassen (Sustainable Finance) haben, kommen Sie bitte direkt auf uns zu. +++

Der Plenarteil der Jahreskonferenz wird per Livestream übertragen.

Wir laden Sie ein, unter #RNE19 über die Veranstaltung zu twittern.

Bitte nutzen Sie für die Anreise das klimafreundliche Veranstaltungsticket der Deutschen Bahn und den öffentlichen Nahverkehr. Den Link zum Veranstaltungsticket und Hinweise zu Anreise und Veranstaltungsort finden Sie hier.

Barrierefreiheit ist eine Voraussetzung für Inklusion. Der Rat für Nachhaltige Entwicklung hat einen barrierefreien Veranstaltungsort gewählt. Teilnehmende, die besondere Unterstützung für ihre Teilnahme an der Konferenz benötigen, können ihren Bedarf anmelden.

Wie bereits in den Vorjahren wird die Jahreskonferenz nach den Kriterien eines nachhaltigen Veranstaltungsmanagements geplant und realisiert.

Hintergrundinformationen:

Anfragen zu Akkreditierung, Ablauf und Organisation:

Silke Eckert / Birthe Bruhns
MediaCompany – Agentur für Kommunikation GmbH
i. A. des Rates für Nachhaltige Entwicklung
Tel.: +49 (0)30 / 2888 453-26 / -17
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Herr Knie, vor zehn Jahren waren in Deutschland 41 Millionen Autos zugelassen, heute sind es 47 Millionen. Warum fällt den Deutschen der Abschied vom eigenen Wagen so schwer?

Prof. Dr. Andreas Knie: Weil das ein Routinegegenstand ist, wir sind damit groß geworden, nutzen es täglich, wir können uns einen Alltag ohne eigenen Wagen nicht vorstellen.

Geht es nur um Routine?

In den 50er, 60er oder 70er Jahren waren Autos knapp und wurden gehegt und gepflegt. Das war damals eine libidinöse Beziehung, das Auto eine Ikone der Moderne. Heute ist es aber nichts anders als Gas, Wasser, Strom - eine Commodity, also ein Gebrauchsgegenstand. Wir sehen eine Säkularisierung des Autos.

Das hat aber bisher nichts an der Zahl der Pkw geändert – werden selbstfahrende Autos den Trend umkehren?

Es gibt verschiedene Stufen des autonomen Fahrens. Es gibt Fahrzeuge, in denen gibt der Mensch die Kontrolle zwar an die Maschine ab, kann sie sich aber immer wieder vom System zurückholen. Dann wird das Auto womöglich erst recht attraktiv.

Der Verkehr nimmt zu?

Ja, weil ich dann schreiben, lesen, telefonieren kann und der letzte Grund entfällt, statt des Autos die Bahn zu nehmen. Anders ist das beim vollständig autonomen Roboterauto, in dem es nur noch Passagiere gibt. Die werden dann kein Auto mehr selbst besitzen, sondern nur noch einen Knopf drücken. Dann kommt ein Vehikel – und fährt sie wohin sie wollen. Das Verhältnis zum Auto bleibt anonym. Studien zeigen, dass die Zahl der Autos von derzeit 550 pro 1000 Einwohner innerhalb von 20 Jahren auf 50 fallen kann.

Wo werden sich die Roboterautos durchsetzen - auf dem Land oder in der Stadt?

Dort, wo weniger los ist, also in den ländlichen Gebieten, werden sie zuerst kommen. In der Stadt, im dichten Verkehr mit vielen Fußgängern, Radfahrern, der ganzen Komplexität von Leben, sind die Gefahren und damit die Anforderungen an die Computersysteme besonders groß.

Was wird aus Paketlastern, die heute Städte verstopfen?

Den Paketboten, der das im Internet bestellte Paar Schuhe die Treppen hoch schleppt, wird es in etwa drei bis fünf Jahren nicht mehr geben.

Stattdessen liefert die Drohne?

Sicher werden künftig Lieferdrohnen eingesetzt, aber vor allem werden die Kunden die bestellten Sachen an zentralen Punkten abholen, wo man sowieso vorbeikommt, etwa an einer Haltestelle oder einem Warenhaus. Das ist im Interesse der Lieferfirmen selbst, weil die letzte Meile in der Transportlogistik 80 Prozent der Kosten ausmacht.

Ampeln werden überflüssig, wenn es weniger Laster und Autos gibt?

Sie werden deutlich weniger, Zebrastreifen dafür deutlich mehr. Auch Fahrradwege nehmen zu, überhaupt Wege für alle möglichen Verkehrsmittel, auch solche, die wir heute noch gar nicht kennen. E-Tretroller sind der erste Schritt, dazu kommen E-Skateboards und die sogenannten Hoverboards mit zwei seitlichen Rädern. Für sie alle muss der Platz neu verteilt werden.

Ohne Konflikte wird das nicht gehen – was würden Sie tun, wären Sie Bürgermeister?

Ich würde den Leuten sagen, wir wollen das Auto nicht abschaffen. Aber dass alle für sich exklusiv einen bis zu zwei Tonnen schweren Pkw exklusiv reservieren, der die meiste Zeit aber rumsteht – das ist eine Idee aus den 50er Jahren, die wir uns aus den Köpfen schlagen sollten. Das können wir heute besser. Nutzen statt Besitzen ist viel schlauer.

Aber nicht so bequem?

Natürlich will niemand lange zur U-Bahn oder S-Bahn laufen, es ist schöner abgeholt und gebracht zu werden. Darum muss der öffentliche Verkehr mit einem Tür-zu-Tür-Transport erweitert werden. Mit den modernen digitalen Plattformen geht das, ich rufe dann zum Beispiel per App ein Sammeltaxi. Da sitzen noch andere Leute mit drin, dafür ist die Fahrt günstig.

Dann merken sich die Mobilitätsdienstleister, darunter große Konzerne wie Uber und Google, wo ich ein- und aussteige?

Entscheidend ist, dass die Daten anonymisiert werden und keine persönlichen Bewegungsprofile erstellt werden.

Kleinere Anbieter werden bei der enormen technischen Aufgabe doch kaum mithalten können - wer wird den Verkehr dirigieren?

Es geht darum, ihn zu orchestrieren. Die Kommunen werden da wie heute auch in Zukunft eine große Rolle spielen. Sie bestimmen den Umfang des öffentlichen Nahverkehrs, die Zahl der Fahrzeuge, sie dürfen Lizenzen für Mietwagen vergeben.

Was muss jetzt gesteuert werden?

Das Personenbeförderungsgesetz privilegiert herkömmliche Taxen. Neue Fahrdienste, wie die Sammeltaxen von Berlkönig und Clever-Shuttle oder die Bullis der VW-Tochter Moia haben es darum schwer. Doch können Kommunen nach Paragraph 2, Absatz 7 die Erprobung dieser Angebote für bis zu vier Jahre genehmigen. Berlin, Hannover, Hamburg machen das schon. Andere Städte sollten nachziehen. In ländlicheren Regionen müssen indessen moderne Fahrgemeinschaften erlaubt werden, damit morgens nicht fünf Leute mit fünf Autos in die Stadt fahren. Kommerzielle Fahrgemeinschaften sind nach dem Personenbeförderungsgesetz bisher ebenfalls verboten.

Das allein soll die Wende bringen?

Nein, das eigene Auto muss an Attraktivität verlieren, das Parken darf in Zukunft keine Selbstverständlichkeit mehr sein. Man kann ja auch seine alte Kommode nicht einfach auf die Straße stellen. Darum sollten am Tag mindestens zehn Euro Parkgebühren für ein Auto fällig werden, auch für Anwohner. In New York oder Stockholm kostet das schon heute mehr.

Wie wird die Stadt dann 2030 aussehen?

Sie wird klimafreundlicher, leiser, lebenswert sein – fangen wir jetzt an, das einzuführen, was technisch möglich ist. Tun wir das nicht, werden wir das erleben, was Menschen in Lagos, Rio de Janeiro oder Mexiko City schon heute kennen, nämlich das Gegenteil von Mobilität, heißt: Staus ohne Ende.

 

Andreas Knie, Professor für Soziologie, ist einer der führenden Verkehrsforscher in Deutschland. Er leitet die Forschungsgruppe Wissenschaftspolitik am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und das Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ).

Prof. Dr. Andreas Knie diskutiert auf der 19. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung das Thema „Klimaneutrale Mobilität – was kommt, was stört, was geht?“. Die Konferenz findet am 4. Juni 2019 in Berlin statt und kann auf Twitter via #RNE19 verfolgt werden. Die Veranstaltung ist ausgebucht. Das Programm im Plenum können Sie per Livestream verfolgen. Den Link dazu finden Sie am Tag der Veranstaltung auf unserer Jahreskonferenz-Seite oder der Startseite.

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Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, Bundesfinanzminister Olaf Scholz, Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller, Bundesumweltministerin Svenja Schulze sowie weitere hochrangige Rednerinnen, Redner und Gäste haben ihre Teilnahme an der Jahreskonferenz bereits zugesagt.

Das Programm finden Sie auf unserer Website. Journalistinnen und Journalisten, Fotografinnen und Fotografen sowie Kamerateams können sich ab sofort online akkreditieren.

Von 12.15 Uhr bis 13.00 Uhr findet die Pressekonferenz mit Marlehn Thieme, Vorsitzende des Rates für Nachhaltige Entwicklung, und Heidemarie Wieczorek-Zeul, Ratsmitglied und Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung a. D. statt. Themen sind die Forderungen des Rates zur Weiterentwicklung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie sowie Erwartungen im Hinblick auf den kommenden Nachhaltigkeitsgipfel der Vereinten Nationen im September. Die Pressekonferenz findet ausschließlich in deutscher Sprache statt.

Der Plenarteil der Jahreskonferenz wird per Livestream übertragen (Link siehe am Tag der Konferenz unter www.nachhaltigkeitsrat.de).

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Bitte nutzen Sie für die Anreise das klimafreundliche Veranstaltungsticket der Deutschen Bahn und den öffentlichen Nahverkehr. Den Link zum Veranstaltungsticket und Hinweise zu Anreise und Veranstaltungsort finden Sie hier.

Barrierefreiheit ist eine Voraussetzung für Inklusion. Der Rat für Nachhaltige Entwicklung hat einen barrierefreien Veranstaltungsort gewählt. Teilnehmende, die besondere Unterstützung für ihre Teilnahme an der Konferenz benötigen, können ihren Bedarf anmelden.

Wie bereits in den Vorjahren wird die Jahreskonferenz nach den Kriterien eines nachhaltigen Veranstaltungsmanagements geplant und realisiert.

Hintergrundinformationen:

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung wurde erstmals im April 2001 von der Bundesregierung berufen. Dem Rat gehören 15 Personen des öffentlichen Lebens an. Die Aufgaben des Rates sind die Entwicklung von Beiträgen für die Umsetzung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie, die Benennung von konkreten Handlungsfeldern und Projekten sowie Nachhaltigkeit zu einem wichtigen öffentlichen Anliegen zu machen.
In der Wahl seiner Themen und Aktionsformen ist der Rat unabhängig. Ergebnisse aus der laufenden Arbeit sind zum Beispiel der Deutsche Nachhaltigkeitskodex, Stellungnahmen zu aktuellen Themen der deutschen, europäischen und internationalen Nachhaltigkeitspolitik, die Gründung des Hub for Sustainable Finance, die zivilgesellschaftlichen Initiativen im Rahmen der Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit und des Fonds Nachhaltigkeitskultur, der Dialog Nachhaltige Stadt mit Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeistern, der Nachhaltige Warenkorb sowie Beiträge zum nachhaltigen Wirtschaften. Mehr unter www.nachhaltigkeitsrat.de

Anfragen zu Akkreditierung, Ablauf und Organisation:

Silke Eckert / Birthe Bruhns
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i. A. des Rates für Nachhaltige Entwicklung
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E-Mail: presse-rne2019@mediacompany.com

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VN-Nachhaltigkeitsziele als Standard setzen

Eine wichtige Bewährungsprobe ist der VN-Nachhaltigkeitsgipfel am 24. und 25. September in New York. Die Weltgemeinschaft soll dann zeigen, wie sie die VN-Nachhaltigkeitsziele bisher umgesetzt und welche Pläne sie für die Zukunft hat. Als Industrieland hätte Deutschland die Pflicht, einen relevanten Beitrag zu leisten. Das sieht Imme Scholz, kommissarische Direktorin des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik und Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung, ähnlich. Mit Blick auf den bisher versäumten Klimaschutz und die verfehlten Ziele rief sie dazu auf, „die Klimalücke jetzt zu schließen“,. Die Orientierung an den VN-Nachhaltigkeitszielen sei dabei essentiell. Sowohl auf EU-Ebene, als auch in internationalen Gremien wie der Weltbank, des Internationalen Währungsfonds (IWF) oder der Welthandelsorganisation (WTO). Ihr geht es um eine multilaterale Stärkung etwa des Pariser Klimaabkommens oder der Agenda 2030. So steht es auch in den zur Jahreskonferenz veröffentlichten Empfehlungen des Rates, die dieser der Bundesregierung pünktlich zur Weiterentwicklung der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie vorgelegt hat.

Konkrete Maßnahmen gegen Missstände ergreifen

Auch Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) rief alle Akteurinnen und Akteure dazu auf, Nachhaltigkeit in den Fokus ihres Handelns zu stellen. Im kommenden Jahr will er dazu ein Jahr der Nachhaltigkeit ausrufen. „Wir leben unseren Wohlstand zu Lasten anderer“, sagte Müller. Konkrete Maßnahmen, damit Missstände in der Welt aufhörten, würden von Jugendbewegungen wie „Fridays for Future“, von der Wirtschaft, von der Zivilgesellschaft sowie in der Politik gefordert. Als Beispiel nannte der Entwicklungsminister Produktionsstätten von Waren, die vor allem in armen Staaten anzusiedeln seien anstatt die Wertschöpfung den Industrieländern zu überlassen. Auch müssten in vielen Ländern Kinder auf Plantagen arbeiten, weil die Preise für Kaffee, Bananen & Co bei uns niedrig bleiben sollen. „Das könnten wir ändern durch unsere Einkaufsentscheidung“, sagte Müller und verwies auf seine Initiative „Der grüne Knopf“ für nachhaltig erzeugte Textilien. Zudem sprach er sich für scharfe gesetzliche Regelungen aus, wenn sich Firmen nicht an soziale und ökologische Kriterien hielten." ["post_title"]=> string(25) "Nachhaltigkeit im Aufwind" ["post_excerpt"]=> string(204) "Handeln statt nur Reden: Auf der RNE-Jahreskonferenz fordert Umweltministerin Svenja Schulze mehr Einsatz für den Klimaschutz und soziales Wirtschaften. Deutschland soll internationaler Vorreiter werden." ["post_status"]=> string(7) "publish" ["comment_status"]=> string(6) "closed" ["ping_status"]=> string(6) "closed" ["post_password"]=> string(0) "" ["post_name"]=> string(25) "nachhaltigkeit-im-aufwind" ["to_ping"]=> string(0) "" ["pinged"]=> string(0) "" ["post_modified"]=> string(19) "2019-06-19 10:05:27" ["post_modified_gmt"]=> string(19) "2019-06-19 08:05:27" ["post_content_filtered"]=> string(0) "" ["post_parent"]=> int(0) ["guid"]=> string(42) "https://www.nachhaltigkeitsrat.de/?p=16646" ["menu_order"]=> int(0) ["post_type"]=> string(4) "post" ["post_mime_type"]=> string(0) "" ["comment_count"]=> string(1) "0" ["filter"]=> string(3) "raw" } ["comment_count"]=> int(0) ["current_comment"]=> int(-1) ["found_posts"]=> string(1) "9" ["max_num_pages"]=> float(1) ["max_num_comment_pages"]=> int(0) ["is_single"]=> bool(false) ["is_preview"]=> bool(false) ["is_page"]=> bool(false) ["is_archive"]=> bool(true) ["is_date"]=> bool(false) ["is_year"]=> bool(false) ["is_month"]=> bool(false) ["is_day"]=> bool(false) ["is_time"]=> bool(false) ["is_author"]=> bool(false) ["is_category"]=> bool(false) ["is_tag"]=> bool(true) ["is_tax"]=> bool(false) ["is_search"]=> bool(false) ["is_feed"]=> bool(false) ["is_comment_feed"]=> bool(false) ["is_trackback"]=> bool(false) ["is_home"]=> bool(false) ["is_privacy_policy"]=> bool(false) ["is_404"]=> bool(false) ["is_embed"]=> bool(false) ["is_paged"]=> bool(false) ["is_admin"]=> bool(false) ["is_attachment"]=> bool(false) ["is_singular"]=> bool(false) ["is_robots"]=> bool(false) ["is_posts_page"]=> bool(false) ["is_post_type_archive"]=> bool(false) ["query_vars_hash":"WP_Query":private]=> string(32) "ce60b478f1659b0cfa59bf7890c3d461" ["query_vars_changed":"WP_Query":private]=> bool(false) ["thumbnails_cached"]=> bool(false) ["stopwords":"WP_Query":private]=> NULL ["compat_fields":"WP_Query":private]=> array(2) { [0]=> string(15) "query_vars_hash" [1]=> string(18) "query_vars_changed" } ["compat_methods":"WP_Query":private]=> array(2) { [0]=> string(16) "init_query_flags" [1]=> string(15) "parse_tax_query" } ["queried_object"]=> object(WP_Term)#7355 (12) { ["term_id"]=> int(247) ["name"]=> string(5) "RNE19" ["slug"]=> string(5) "rne19" ["term_group"]=> int(0) ["term_taxonomy_id"]=> int(247) ["taxonomy"]=> string(8) "post_tag" ["description"]=> string(0) "" ["parent"]=> int(0) ["count"]=> int(26) ["filter"]=> string(3) "raw" ["term_order"]=> string(1) "0" ["custom_order"]=> string(4) "9999" } ["queried_object_id"]=> int(247) }