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Die vier Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien (RENN) hatten bereits im Juli in Kooperation mit dem Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) 42 Nachhaltigkeitsprojekte ausgewählt, die in den vergangenen Monaten regional ausgezeichnet wurden oder es bis Jahresende noch werden. Von diesen 42 hob die Jury mit der zusätzlichen Auszeichnung als Transformationsprojekt nun vier besonders hervor, eines aus jedem der vier RENN-Gebiete Nord, Süd, West und Mitte. RNE-Generalsekretär Günther Bachmann sagte bei der Preisverleihung: „Die Transformationsprojekte haben einen kraftvollen Hebel, um die Gesellschaft zu verändern. Sie verfolgen einen neuen Ansatz und fördern neues Denken“. Außerdem seien sie langfristig angelegt und auf andere Regionen übertragbar – ein wichtiger Aspekt, da die RENN Nachhaltigkeit in den Regionen und über Ländergrenzen hinweg bekannter und praktisch erlebbar machen wollen. Neben der Urkunde wird jede RENN für ihr jeweiliges Transformationsprojekt einen Bio-zertifizierten Obstbaum pflanzen.

Die Transformationsprojekte

Umwelthandwerker (für RENN.nord)

Bei den Umwelthandwerkern handelt es sich um ein Projekt der Handwerkskammer Hamburg. Ziel ist es, geflüchtete Menschen aus Kriegs- und Krisengebieten (u.a. aus Syrien, Eritrea, Somalia und dem Irak) zu Umwelthandwerkern zu qualifizieren. In einem ersten Schritt werden die Kompetenzen der einzelnen Teilnehmenden festgestellt, anschließend folgt die Ausbildung in zwei aufeinander folgenden 5-monatigen Kursen zum Umwelthandwerker. Nach der Fachqualifizierung unterstützt das Projekt bei der Vermittlung an Arbeitgeber. Das Projekt besteht noch nicht lange, und trotzdem konnten bis heute bereits 30 Menschen in Berufe der Umwelt- und Energietechnik vermittelt werden. Die Initiative Umwelthandwerker leistet sowohl einen Beitrag zur Nachhaltigen Energieversorgung als auch zur Integration geflüchteter Menschen.

Klimapartnerschaft mit Costa Rica (für RENN.west)

Ausgezeichnet als Transformationsprojekt für RENN.west wird die Klimapartnerschaft des Rhein-Pfalz-Kreises mit La Fortuna, Costa Rica. Die kommunalen Klimapartnerschaften sind ein Projekt des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), das Kommunen unterstützt, Partnerschaften mit Gemeinden des globalen Südens einzugehen und Projekte im Bereich des Klimaschutzes umzusetzen. Im konkreten Fall wird etwa der Bau eines Wertstoffhofes in La Fortuna vorangetrieben. Damit soll die einzige Deponie in der Gegend von Abfallmengen entlastet und die Erfassung von Wertstoffen verbessert werden. Ein weiteres Projekt ist ein Schüleraustausch, in dessen Rahmen Workshops zu den Themen Naturschutz und nachhaltiger Tourismus, Wertstofftrennung oder Grundwasserschutz angeboten werden. Ziel ist, die Umwelt- und Klimabildung in Schulen langfristig voranzutreiben.

Perspektive N (für RENN.mitte)

Ausgezeichnet wird die Debattenreihe Perspektive N des Vereins Netzwerk n. Sie existiert seit 2016 und rückt die Hochschule selbst ins Zentrum – sie ist das Objekt, das es zu transformieren gilt. Dabei konzentriert man sich auf fünf Handlungsfelder: Lehre, Forschung, Betrieb, Governance und Transfer. Mit vielen interaktiven und aktivierenden Methoden wird ein Raum geschaffen, um den aktuellen Stand an der jeweiligen Hochschule aufzugreifen, Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen, Engagierte, Entscheiderinnen und Entscheider zu mobilisieren. Ziel ist es, perspektive N an möglichst vielen Hochschulen in Deutschland mit unterschiedlichen Kooperationspartnern auszurichten.

Lokale Agenda 21 – Für ein zukunftsfähiges Augsburg (für RENN.süd)

Seit 22 Jahren engagieren sich Augsburgerinnen und Augsburger gemeinsam im Lokalen Agenda 21-Prozess für eine nachhaltige Entwicklung. Mit dabei sind Umwelt- und Eine-Welt-Gruppen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen, kirchliche Gruppen, Vertreter der Wirtschaft, der Stadtverwaltung und andere Organisationen. Alle gemeinsam treibt die Frage an, wie sich Augsburg entwickeln soll, damit es nachhaltig, d.h. zukunftsfähig wird. Von den vielen verschiedenen Arbeitsgruppen werden Veranstaltungen durchgeführt, Projekte umgesetzt, Materialien erarbeitet und über den Nachhaltigkeitsbeirat Empfehlungen an den Stadtrat, die Stadtverwaltung und die Stadtgesellschaft formuliert. Zu den Transformationsprojekten 2018 Zu allen Gewinnern von Projekt Nachhaltigkeit 2018: www.projektnachhaltigkeit.renn-netzwerk.de Die nächste Ausschreibung für „Projekt Nachhaltigkeit 2019“ erfolgt Anfang 2019. Der Preis richtet sich an Initiativen und Projekte, die zukunftsgerichtet für Nachhaltigkeit wirken und einen Beitrag zur Umsetzung der globalen UN-Entwicklungsziele in unserer Gesellschaft leisten.

RENN – Stark in der Region

Die vier Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien (RENN) sind ein Projekt des Rates für Nachhaltige Entwicklung und werden vom Bund bis 2022 gefördert. Mit insgesamt 20 Partnerorganisationen vernetzen sie Akteure aus allen gesellschaftlichen Bereichen, damit die Agenda 2030 in unseren Regionen gelebte Praxis wird. Zu den diesjährigen Schwerpunktthemen Mobilität, Quartiersentwicklung, Konsum, Stadt- Land/Ländlicher Raum möchten die vier RENN nach der Auszeichnung von „Projekt Nachhaltigkeit“ in einen vertieften Austausch mit den Preisträgern und allen weiteren Bewerbern gehen. Mehr unter www.renn-netzwerk.de Verfolgen Sie die RENN.tage 2018 auch auf Twitter #renntage18

Folgen Sie dem RNE per Newsletter und auf Twitter:

Folgen Sie dem RNE auf Twitter: Twitter RNE Unser Newsletter informiert zu Themen und Projekten des RNE und zur Nachhaltigkeitspolitik.  Zur Anmeldung: Newsletter des RNE Der Rat für Nachhaltige Entwicklung wurde erstmals im April 2001 von der Bundesregierung berufen. Dem Rat gehören 15 Personen des öffentlichen Lebens an. Die Aufgaben des Rates sind die Entwicklung von Beiträgen für die Umsetzung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie, die Benennung von konkreten Handlungsfeldern und Projekten sowie Nachhaltigkeit zu einem wichtigen öffentlichen Anliegen zu machen. In der Wahl seiner Themen und Aktionsformen ist der Rat unabhängig. Ergebnisse aus der laufenden Arbeit sind zum Beispiel der Deutsche Nachhaltigkeitskodex, Stellungnahmen zur Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie, zu den Globalen Nachhaltigkeitszielen, zur Klimapolitik, zur Rohstoffpolitik und zur fiskalischen Nachhaltigkeit, zum Ökolandbau, die Gründung des Hub for Sustainable Finance, die zivilgesellschaftlichen Initiativen von Projekt Nachhaltigkeit, der Strategiedialog zur nachhaltigen Stadtentwicklung mit Oberbürgermeistern, die Impulse Jugendlicher und junger Erwachsener zur kommunalen Nachhaltigkeit und zur deutschen Nachhaltigkeitspolitik sowie Beiträge zum nachhaltigen Wirtschaften. Mehr unter www.nachhaltigkeitsrat.de

Medienkontakt:

Katja Tamchina Medienreferentin Rat für Nachhaltige Entwicklung Geschäftsstelle c/o GIZ GmbH Potsdamer Platz 10 D-10785 Berlin Telefon: 030/338424-233 E-Mail: katja.tamchina@nachhaltigkeitsrat.de Medienkontakt Projekt Nachhaltigkeit: Barbara Makowka Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e.V. (Gesamtkoordination) RENN.nord Telefon: 040/302 156 603 E-Mail: makowka@wald.de" ["post_title"]=> string(63) "Ausgezeichnet: Transformationsprojekte, die die Welt verändern" ["post_excerpt"]=> string(0) "" ["post_status"]=> string(7) "publish" ["comment_status"]=> string(6) "closed" ["ping_status"]=> string(6) "closed" ["post_password"]=> string(0) "" ["post_name"]=> string(61) "ausgezeichnet-transformationsprojekte-die-die-welt-veraendern" ["to_ping"]=> string(0) "" ["pinged"]=> string(0) "" ["post_modified"]=> string(19) "2018-11-14 10:05:06" ["post_modified_gmt"]=> string(19) "2018-11-14 09:05:06" ["post_content_filtered"]=> string(0) "" ["post_parent"]=> int(0) ["guid"]=> string(42) "https://www.nachhaltigkeitsrat.de/?p=11792" ["menu_order"]=> int(0) ["post_type"]=> string(4) "post" ["post_mime_type"]=> string(0) "" ["comment_count"]=> string(1) "0" ["filter"]=> string(3) "raw" } [1]=> object(WP_Post)#12120 (24) { ["ID"]=> int(11081) ["post_author"]=> string(1) "5" ["post_date"]=> string(19) "2018-10-08 10:19:38" ["post_date_gmt"]=> string(19) "2018-10-08 08:19:38" ["post_content"]=> string(8061) "Schon bevor es richtig los geht am 12. September mit der Veranstaltung „Projekt Nachhaltigkeit 2018: Auszeichnen, Vernetzen, Weiterdenken“ in der Berliner Repräsentanz der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, GIZ, pappen zahlreiche Zettel auf den beiden Pinnwänden für „Ihr Angebot“ und „Ihr Gesuch“. Jan von der Brelie von der Initiative Psychologie im Umweltschutz etwa bietet Beratung zur „Steigerung der Wirksamkeit von Nachhaltigkeits-Kampagnen“, Maria Wischeropp von der Bürgerstiftung Erfurt sucht „Best practice Beispiele“. Die Zettel sind eine Art Aushängeschild für die Fragen, die die 90 Teilnehmenden an diesem Tag klären wollen: Wie können diejenigen, die sich für Nachhaltigkeit engagieren, welche Themen am besten stemmen? Und: Welche neuen Bündnisse sind denkbar? Geladen hat RENN.mitte. Sie ist eine der insgesamt vier Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien, die vom Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) eingerichtet wurden. Am Ende stehen Geschichten über zahlreiche Projekte und viele Anregungen.

Digitalisierung geht alle an

Tilman Santarius ist Professor für sozial-ökologische Transformation und nachhaltige Digitalisierung am Einstein Centre Digital Futures und der Technischen Universität Berlin. Er zum Beispiel riet, den Dialog zu suchen mit Netzaktivisten wie dem Chaos Computer Club. Denn die Digitalisierung stelle das Leben wie kaum etwas anderes auf den Kopf. Ob sie die Welt von morgen ökologischer und sozialer mache, hänge davon ab, wie die Gesellschaft sie gestalte. So belaufe sich der Stromverbrauch aller Informations- und Kommunikationstechnologien bereits heute auf rund zehn Prozent der weltweiten Stromnachfrage und könne bis 2030 auf bis zu 50 Prozent ansteigen. Und wer einen 90-minütigen Hollywood-Streifen streame, spare im Vergleich zum Ausleihen einer DVD bis zu einem Drittel Treibhausgasemissionen ein. Doch werde der Vorteil aufgefressen, weil allerorten Filme gestreamt würden, an der Bushaltestelle, in der Bahn, und so der Konsum insgesamt steige. Santarius, Mitautor des Buches „Smarte grüne Welt – Digitalisierung zwischen Überwachung, Konsum und Nachhaltigkeit“, plädiert für eine „transformative Digitalpolitik“. Für ihn gehört, erklärte er, dazu erstens die Regulierung wie etwa eine Öko-Designrichtlinie für Informations- und Kommunikationstechnik; zweitens: eine kritische digitale Bildung, um das Medienangebot besser zu verstehen. Und drittens die „breite Bewegung“, also Bürger, die sich einmischen und zeigen, wie sich Zukunft gestalten lässt.

Die vier Feinde der Nachhaltigkeit

Neue Themen zu entdecken, neue Bündnisse zu schmieden ist aber nur das eine, das andere: durchhalten. Wie schafft man das? Oft bleibe Anerkennung aus für das eigene Engagement, meinte Pia Paust-Lassen von Berlin 21 e.V.. Lob sei aber wichtig – und darum auch der Wettbewerb Projekt Nachhaltigkeit, den der RNE vor Jahren initiiert hat und der seit diesem Jahr von RENN.mitte und den anderen drei Regionalstellen in Nord, Süd und West durchgeführt wird. So würden Projekte auch „sichtbarer“ und mehr Aufmerksamkeit in Landes- und Bezirksregierungen geschaffen. Die Projekte machten vor, wie die Gesellschaft transformiert werden könne, erklärte Olaf Tschimpke, stellvertretender Vorsitzender des Rates für Nachhaltige Entwicklung, darum gebühre „ihnen Dank“. Zusammen mit dem grünen Berliner Justizsenator Dirk Behrendt, zuständig auch für das wichtige Thema Verbraucherschutz, zeichnete er in der GIZ-Repräsentanz die Preisträger aus der Region RENN.mitte aus, also Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Darunter etwa die Potsdamer Gemüseackerdemie, die Schulen und Kitas dabei unterstützt, Gemüseäcker anzulegen, so dass Kinder einen realen Bezug zu Lebensmitteln bekommen können. Oder der Bürgertreff in der „Kleinen Markthalle“ in Stendal, den die Freiwilligen-Agentur Altmark e.V. gegründet hat – als „Impulsstätte für Engagement“. Die Nachhaltigkeit habe „vier Feinde“, sagte Behrendt, „Bequemlichkeit, fehlender Mut, Profitdenken, Gewohnheit.“ Die ausgezeichneten Teams zeigten, es gebe „auch die Freunde“. Aber wie lassen sich die Feinde überwinden? Was also gibt den Ausschlag fürs Gelingen, wo liegen die Hürden? Einige der vielen Tipps der Teilnehmenden aus den drei Workshops nach der Preisverleihung: Etwa von Tilman Kunowski, er hat zusammen mit seiner Frau Brit Eismann im brandenburgischen Dorf Himmelpfort ein ehemaliges Mühlengelände in der Ortsmitte in eine Begegnungsstätte mit Herberge, Bibliothek, Seminarräumen, Kulturveranstaltungen umgewidmet und dafür den Verein „Craftwerk“ gegründet. Kunowski erklärte: „Persönlicher Einsatz ist am wichtigsten für den Erfolg.“ Ihn hat es Geduld und teure Gutachten gekostet, bis das Bauamt schließlich seinen Segen für den Beherbergungsbetrieb gab. Der Ärger mit bürokratischen Behörden – für Kunowksi ist es das „größte Hindernis“.

Raus aus der grünen Blase

Und Davide Brocchi meinte, Nachhaltigkeit brauche ungewöhnliche Allianzen, nicht nur die üblichen Verdächtigen, die Umweltakteure, sondern auch Leute aus Lokalökonomie, soziale Bewegung. Er hat den Tag des guten Lebens in Köln initiiert, ein autofreier Sonntag in einem Stadtteil der rheinischen Metropole, an dem die Nachbarn die Straße mit ihren Ideen füllen. Brocchi nennt das „Quartiersentwicklung von unten“. Man müsse verhindern, in die Öko- oder eine andere bestimmte Schublade gesteckt zu werden, sonst machten „nicht so viele Bürger mit.“ Raus aus der grünen Blase? Dazu gab es noch weitere Anregungen. Eine Teilnehmerin meinte: „Es ist besser eine Hüpfburg aufzustellen als einen veganen Imbissstand aufzubauen, wenn man viele Bürger bekommen will“. Eine andere plädierte dafür, nicht nur das Öko-Argument zu betonen, sondern auch andere Vorteile umweltfreundlichen Verhaltens wie „Du kannst Geld sparen, wenn Du nicht das Auto nimmst“ oder „Du kannst hundert Jahre leben, wenn Du gesundes Essen isst.“ Die Veranstaltung „Auszeichnen, Vernetzen und Weiterdenken“ hat gefruchtet, am Ende hängt an der Pinnwand sogar der Zettel „Biete Garten“. [breaking-news title=] Erfahrungen austauschen, von Angeboten profitieren, sich gegenseitig unterstützen, Vorbild sein, wie die Gesellschaft sich nachhaltig wandeln kann – das sind die Ziele des Wettbewerbs Projekt Nachhaltigkeit. RENN.mitte und auch die drei anderen Regionalstellen Nachhaltigkeit RENN.nord, RENN.west und RENN.süd zeichnen ihre Preisträger 2018 auf Veranstaltungen aus. Insgesamt werden so 40 Projekte prämiert. 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Berlin will in den nächsten drei Jahren für den Bau von 1,5 Millionen Wohnungen sorgen und fünf Milliarden Euro in den sozialen Wohnungsbau stecken. So weit, so bekannt. Nur: Entstehen dabei auch lebenswerte, sozial ausgewogene und ökologische Stadtteile? Das war das große Thema auf der Jahrestagung von RENN.nord in Hannover, den Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien für Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Der niedersächsische Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz, Olaf Lies (SPD), warnte eindringlich vor Schnellschüssen: „Wir dürfen nicht den Fehler machen, aus der Hektik der Situation heraus – wir haben dringenden Wohnungsbedarf – wieder die Augen zu verschließen vor den Zukunftsfolgen, wenn wir heute nicht breit denken.“ Was macht lebenswerte Quartiere aus? Das war die Leitfrage der Veranstaltung mit Vertretern aus Verwaltung, Politik, Verbänden und Zivilgesellschaft, die Lies eröffnete. Warnend blickte er in die 70er-Jahre zurück, als Wohnblöcke entstanden, von denen einige heute schon wieder abgerissen werden – weil sie nicht ins Umfeld eingebunden seien, keine soziale Durchmischung ermöglichten und keine Entwicklungschance mehr für Städte böten, so Lies. Es brauche heute bei der Planung von Quartieren einen ganzheitlichen Ansatz, bei dem Leben, Wohnen, Arbeiten, Energieversorgung und Mobilität zusammen gedacht werden. Und da laufe bereits heute einiges in die falsche Richtung: Als Beispiel nannte der Minister die Stellplatzverordnungen in Deutschland, die bei Neubauten vorschreibt, eine bestimmte Menge an Parkplätzen mit anzulegen – in Großstädten angesichts neuer Mobilitätskonzepte wie Carsharing kaum mehr zeitgemäß. Künftig brauche es im Mittelpunkt eines Quartiers Möglichkeiten, Carsharing-Fahrzeuge zu nutzen und wieder abzustellen. Auch beim Thema Energie müsse größer gedacht werden: „Wir überlegen, wie wir in einer Wohnung oder in einem Haus Energie sparen können, aber lasst uns doch im Quartier überlegen, wie ein kluges Konzept zur Wärmeversorgung aussieht“, sagte Olaf Lies.

Hamburg und Bremen zeigen, wie es geht

Wie Quartiere nachhaltig entwickelt werden können, das zeigten die Referentinnen und Referenten auf der Tagung. Michael Glotz-Richter etwa, Referent für nachhaltige Mobilität beim Bremer Senator für Umwelt, erläuterte, wie die Stadt mit dem Projekt Sunrise das Quartier Alte Neustadt fahrradfreundlicher macht und Raum für Carsharing schafft. Wolfgang Dickhaut, Professor an der HCU Hamburg, zeigte, wie sich Hamburg mit dem Projekt Kliq auf den Klimawandel vorbereitet: Er und sein Team erarbeiten Ratgeber für Kommunen, wie sich dicht bebaute Stadtteile – in Hamburg etwa St. Georg – gegen extreme Hitze wappnen können oder vor Überflutungen wegen häufiger vorkommender Starkregen schützen können. Das Quartier solle also Ausgangspunkt der Überlegungen sein, aber was genau ist das eigentlich, ein Quartier? Das definierte Olaf Schnur, wissenschaftlicher Leiter und Bereichsmanager im Bereich Forschung und Beratung beim Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung. „Quartier“ sei heute ein Buzzword, ein Schlagwort, das inflationär verwendet werde, so Schnur. Gerade die Immobilienwirtschaft bezeichne hochpreisige Neubauprojekte gern als „Quartier“. Schnur forderte einen Perspektivenwechsel, weg von der rein ökonomischen Betrachtung von Wohnraum. Er rekurrierte auf den indischen Wirtschaftsnobelpreisträger Amartya Sen und dessen Capability Approach, bei dem es um Verwirklichungschancen und Freiheiten des Einzelnen geht – auf ein Quartier heruntergebrochen heißt das: Welche sozialen Chancen etwa beim Zugang zu Bildung, welche politischen Freiheiten durch Teilhabe haben dort einzelne? Es gehe um Zugänge zum Arbeitsmarkt, um ökologische Sicherheit wie etwa den Schutz vor Emissionen und natürlich auch um die Verfügbarkeit von Wohnraum. „Ein Quartier an sich ist eigentlich eine soziale Konstruktion und kein Ding, das wir hinstellen können“, sagte Schnur. Als ein Beispiel von Faktoren, die weit über Infrastruktur oder Wohnungsbau hinausgehen, nannte er das Miteinander in einem Quartier, das durch Symbole oder bedeutungsvolle Orte entstehe – etwa ein Mehrgenerationenhaus, eine Brücke, ein Park oder der Spätkauf, der zum Treffpunkt wird. Ein Fazit von Schnur ist, dass die Entwicklung von Quartieren konsequent partizipativ sein muss, also eine Co-Produktion zwischen den üblichen Stakeholdern und den Bewohnerinnen und Bewohnern. Die wichtigste Frage sei: „Wer gestaltet und für wen?“

Nutzen von Bürgerbeteiligungen

Doch was kann Partizipation leisten und wie funktioniert sie praktisch? Ruth Drügemöller von der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen, einem Partner von RENN.nord, warnte vor zu großen Erwartungen: „Wie Modethemen das so an sich haben, hat das Instrument Bürgerbeteiligung seine Tücken und Fallstricke“, sagte sie – auch wenn man es natürlich brauche. Sie nannte unter anderem das Problem, dass sozial Benachteiligte oft bei Bürgerbeteiligungen nicht mitmachten oder auch Mütter und Väter aus zeitlichen Gründen ausgeschlossen seien. Beteiligungen brauchten Ressourcen, Zeit und Geld, und da sei besonders bei komplexen Verfahren der Aufwand für Bürgerinnen und Bürger sehr hoch. Am Ende sei mehr Mitbestimmung auch nicht zwangsläufig ein Maßstab für mehr Qualität eines Vorhabens. Lothar Nolte, Geschäftsführer der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen, verwies auf Fehler der Vergangenheit, gerade bei der Energiewende seien in Sachen Partizipation zu viele Erwartungen geweckt worden. „Wichtig ist, dass man die Leute früh informiert, wo die Grenzen der eigenen Legitimation liegen“, sagte er. Das treffe allerdings nur zu, wenn es um Flughafenerweiterungen, Stromtrassen oder Bahnhöfe gehe, erwiderte Henning Austmann. Er ist Professor an der Hochschule Hannover und Gründer der „Ideenwerkstatt Dorfzukunft“ , ein „loser Zusammenschluss“ engagierter Bürgerinnen und Bürger in den niedersächsischen Dörfern Flegessen, Hasperde und Klein Süntel. „Die Leute werden bei uns eingeladen zu träumen und zu spinnen und eben nicht in den Grenzen der Legitimation zu denken“, sagte Austmann. Sein vielfach ausgezeichnetes Projekt hat das Leben in den drei Ortschaften umgekrempelt, entstanden sind – partizipativ und gemeinschaftlich – in den letzten Jahren etwa eine eigene Zeitung, ein Dorfladen, eine Film- und Theater-AG, eine Dorfhochschule, eine Webseite, eine gemeinwohlorientierte Immobilienvermittlung, ein Dorfkino und vieles mehr.

Hamburg Mitte Altona wird umgestaltet

Ähnliche Beteiligungen versucht das Projekt Q8 Sozialraumentwicklung in Quartieren. Dabei entwickeln Bewohnerinnen und Bewohner, Unternehmen und Institutionen zusammen ihre Stadtviertel – beispielsweise den Hamburger Stadtteil Mitte Altona, der durch Diskussionen in einem gemeinsamen Forum inklusiv und barrierefrei für alle werden soll. „Was in diesem Forum besonders war: Vertreterinnen und Vertreter der Politik und Verwaltung waren dabei und haben gezeigt, wo Grenzen sind und wie man gemeinsam Lösungen finden konnte“, sagt Lea Gies von Q8. Beteiligung sei „wahnsinnig aufwändig“, aber eben auch geprägt durch „Leute, die stark und nicht kleinzukriegen sind“. Für Wolfgang Schuster, Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung und ehemaliger Oberbürgermeister von Stuttgart, sind Quartiere gefühlter Ort der Geborgenheit, des Vertrauten und des Verstandenwerdens. „Je globaler und komplexer unser Leben wird, je mehr viele das Gefühl der Fremdbestimmtheit haben, desto größer ist die Renaissance der Nahwelt“, sagte Schuster. Gerade jetzt, wo Rechtspopulisten versuchten, den Begriff Heimat zu vereinnahmen, sei das wichtig: „Für mich ist die Frage, ob wir nicht den abstrakten Begriff der Nachhaltigkeit mit dem emotionalen Begriff der Heimat verbinden können“, sagte Schuster. Er beantwortete damit die Frage, was ein lebenswertes Quartier ausmacht, mit einem Gedanken, den wohl jeder nachvollziehen kann. Es geht um weit mehr als um Wohnraum: Um das Schaffen von Heimat." ["post_title"]=> string(32) "Guter Wohnungsbau ist nachhaltig" ["post_excerpt"]=> string(246) "Die Wohnungsnot in deutschen Metropolen ist eines der großen sozialen Themen unserer Zeit. Doch wie gelingt es, nicht nur blindwütig zu bauen, sondern lebenswerte Quartiere zu schaffen? RENN.nord suchte auf seiner Jahrestagung nach Antworten. " ["post_status"]=> string(7) "publish" ["comment_status"]=> string(6) "closed" ["ping_status"]=> string(6) "closed" ["post_password"]=> string(0) "" ["post_name"]=> string(32) "guter-wohnungsbau-ist-nachhaltig" ["to_ping"]=> string(0) "" ["pinged"]=> string(0) "" ["post_modified"]=> string(19) "2018-10-17 14:51:09" ["post_modified_gmt"]=> string(19) "2018-10-17 12:51:09" ["post_content_filtered"]=> string(0) "" ["post_parent"]=> int(0) ["guid"]=> string(42) "https://www.nachhaltigkeitsrat.de/?p=10935" ["menu_order"]=> int(0) ["post_type"]=> string(4) "post" ["post_mime_type"]=> string(0) "" ["comment_count"]=> string(1) "0" ["filter"]=> string(3) "raw" } [3]=> object(WP_Post)#12232 (24) { ["ID"]=> int(10143) ["post_author"]=> string(1) "5" ["post_date"]=> string(19) "2018-07-11 12:42:54" ["post_date_gmt"]=> string(19) "2018-07-11 10:42:54" ["post_content"]=> string(5263) "Berlin, 11.07.2018 – Die Preisträgerinnen und Preisträger für das „Projekt Nachhaltigkeit 2018“ sind ausgewählt – insgesamt gab es 450 Einreichungen, fast doppelt so viele wie im Jahr zuvor. Der seit 2011 vom Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) vergebene Preis wurde erstmals von den vier Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien (RENN) in Kooperation mit dem RNE verliehen. Projekt Nachhaltigkeit hat dadurch noch mehr Menschen in allen Bundesländern und Regionen erreicht. Von den eingereichten Projekten bewarb sich ein Großteil mit einem Schwerpunktthema zur Umsetzung der globalen UN-Nachhaltigkeitsziele, davon knapp die Hälfte mit einem Fokus auf nachhaltigem Konsum. 80 Projekte wurden zum Thema Quartiersentwicklung eingereicht, 61 zum Thema Stadt- Land/Ländlicher Raum und 39 mit einem Schwerpunkt auf nachhaltige Mobilität. Die überwiegende Anzahl der Projekte stammt aus Deutschland, neun Projekte kommen aus Österreich, Finnland, Ungarn und der Schweiz. Mit 88 eingereichten Projekten und Initiativen ist Nordrhein-Westfalen der Vorreiter unter den Bundesländern. Von den Einreichungen werden 42 Projekte ausgezeichnet – zehn für jedes der vier RENN-Gebiete Nord, Süd, Mitte und West und zwei internationale Projekte als Sonderpreis. Die 42 Gewinnerprojekte erhalten jeweils 1.000 € Förderung, um ihre Projekte weiter voranzutreiben. Des Weiteren werden die ausgezeichneten Projekte in die eingerichtete Akteurslandkarte des RENN-Netzwerks aufgenommen. Diese neue Plattform bietet die Möglichkeit, sich mit neuen Akteuren zu vernetzen und auszutauschen. Zu den Gewinnern: www.projektnachhaltigkeit.renn-netzwerk.de. Die Jury wählte die Projekte und Initiativen nach folgenden Kriterien aus: Die nächste Ausschreibung für „Projekt Nachhaltigkeit 2019“ erfolgt Anfang 2019. Der Preis richtet sich an Initiativen und Projekte, die zukunftsgerichtet für Nachhaltigkeit wirken und einen Beitrag zur Umsetzung der globalen UN-Entwicklungsziele in unserer Gesellschaft leisten.

RENN – Stark in der Region

Die vier Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien (RENN) werden vom Bund über eine Dauer von fünf Jahren mit insgesamt 10 Millionen Euro gefördert. Als bundesweites Netzwerk von 20 Nachhaltigkeitsakteuren fördert RENN die lokale und länderübergreifende Vernetzung diverser Akteure zu Fragen einer nachhaltigen Entwicklung. Unter anderem zu den diesjährigen Schwerpunktthemen Mobilität, Quartiersentwicklung, Konsum, Stadt- Land/Ländlicher Raum möchten die vier RENN nach der Auszeichnung von „Projekt Nachhaltigkeit“ in einen vertieften Austausch mit den Preisträgern und allen weiteren Bewerbern gehen. Ziel ist es, die Themen in den Regionen stärker zu verankern und über Vernetzung und weitere Angebote zu stärken. Mehr unter www.renn-netzwerk.de Der Rat für Nachhaltige Entwicklung wurde erstmals im April 2001 von der Bundesregierung berufen. Dem Rat gehören 15 Personen des öffentlichen Lebens an. Die Aufgaben des Rates sind die Entwicklung von Beiträgen für die Umsetzung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie, die Benennung von konkreten Handlungsfeldern und Projekten sowie Nachhaltigkeit zu einem wichtigen öffentlichen Anliegen zu machen. Mehr unter www.nachhaltigkeitsrat.de

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Katja Tamchina Medienreferentin Rat für Nachhaltige Entwicklung Geschäftsstelle c/o GIZ GmbH Potsdamer Platz 10 D-10785 Berlin Telefon: 030/338424-233 E-Mail: katja.tamchina@nachhaltigkeitsrat.de

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Barbara Makowka Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e.V. 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Allerdings heißt das nicht, dass sie alle dasselbe darunter verstehen. „Wenn einem Kind ein Herzenswunsch verwehrt wird, dann sagt es: Ungerecht!“, erklärt der Brandenburgische SPD-Umweltminister Jörg Vogelsänger. Das sei die „subjektive Sicht“, bei der der eigene Vorteil im Blick steht. Jedoch gehe es bei der Gerechtigkeit gar nicht um die „grenzenlose Befriedigung materieller Bedürfnisse“, sondern um das richtige Maß. Doch was heißt Gerechtigkeit dann genau? Wer derzeit eine Mehrheit für den nötigen Wandel der Gesellschaft gewinnen will, müsse sich mit dieser Frage beschäftigen. Da sind sich die rund 120 Gäste einig, die RENN.mitte Mitte April zu seiner Jahrestagung nach Potsdam geladen hat und bei der Vogelsänger den Eingangsvortrag hält. RENN.mitte ist eine der vier Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien in Deutschland, die den Erfahrungsaustausch derjenigen fördern wollen, die sich vor Ort einsetzen für eine zukunftsfähige Entwicklung, sich nicht abgeben wollen mit dem, was ist. Die Menschen stünden derzeit „am gefährlichsten Zeitpunkt ihrer Geschichte“. So habe das der britische Astrophysiker Stephen Hawking gesagt, betont der Moderator der Veranstaltung. Hawking, vor kurzem verstorben, hatte etwa den Klimawandel, den Rückgang der Artenvielfalt und Epidemien angeprangert und auch vor sozialer Ungleichheit gewarnt. Er erklärte unter anderem: „Die Ressourcen konzentrieren sich immer mehr in den Händen weniger, weshalb wir lernen müssen, weit mehr als bisher zu teilen.“ Was „weit mehr“ heißen soll, ist bislang allerdings offen. 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Wie redet man darüber? „Vor dreißig Jahren konnten Sie mit einem Durchschnittseinkommen eine Familie gut ernähren, heute brauchen Sie zwei dafür.“ Jürgen Maier, Geschäftsführer des Forums Umwelt und Entwicklung, in dem sich gut 40 Verbände zusammen getan haben, legt in Potsdam los. Das Bruttosozialprodukt habe sich derweil verdoppelt, Leiharbeit und prekäre Arbeit zugenommen, Paketboten müssten zwei Jobs machen. Das Protestventil aber sei die AFD, nicht die progressive Gesellschaft. „Wir müssen die Sprache normaler Menschen sprechen“, meint Maier. „Reden wir über Dörfer, wo Perspektiven verschwinden, nicht nur über bessere Lebensmittel für Städter.“ Wissenschaftler könnten das Transformation nennen, Menschen aber müssten verstehen: Es geht um die Lösung sozialer Probleme. Und dabei könnten die Bürgerinnen und Bürger mitarbeiten. 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Laut einer neuen Studie der Universität Lancashire im Auftrag des EU-Parlaments gibt es europaweit über 100 verschiedene Label für nachhaltigen Tourismus. Auch hier äußern die Autoren die Sorge, dass die Zahl und Verschiedenheit der Siegel Konsumenten eher verunsichert, als ihnen zu helfen. Die Studie empfiehlt der EU-Kommission, eine Arbeitsgruppe zum Thema Label für nachhaltigen Tourismus einzurichten. „Nachhaltigkeit muss authentisch sein" Das Thema Label und Siegel war auch in Lübeck wichtig – und kontrovers. „Ich halte von den ganzen Logos und Zertifikaten wenig“, sagte etwa Christian Kresse. Man müsse den Kunden vor Ort zeigen, dass Nachhaltigkeit einen Mehrwert schaffe. Barbara Kenner, Betreiberin des Bio-Hotels Kenners LandLust, sah dagegen durchaus Positives: „Der Austausch unter den gemeinsam Zertifizierten ist enorm wichtig. Man lernt voneinander und schaut, wie die anderen es machen“, sagte sie. 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Film über die RENN.tage Berlin am 17. und 18.11.2017

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Kleine Projekte, große Wirkung

Anstoß für einen solchen gesellschaftlichen Wandel bringen Nachhaltigkeitsprojekte, die im Kleinen etwa in den Städten und Gemeinden entstehen und dann ganze soziale Bewegungen anstoßen. Etliche gute Beispiele setzt die Anstiftung München um. In Repair-Cafés, in denen Elektrogeräte vor dem Müll gerettet werden oder in der Opensource-Bewegung, die Software für alle kostenlos bereitstellt, sieht die Geschäftsführerin der Initiative, Christa Müller, einen Weg, eine bessere Welt zu gestalten. „Es geht immer darum, Dinge in die Welt zu bringen, die gut sind“, sagte Müller. Sie sieht in den Projekten Möglichkeiten, neue Dinge auszuprobieren, abseits der gängigen und etablierten Modelle. Alternativen zu entwickeln braucht Zeit, Experten und den Raum, ohne finanziellen Druck an Nachhaltigkeitsprojekten zu tüfteln. Für Sylvia Veenhoff vom Umweltbundesamt ist die Nische der passende Ort dafür. Die Behörde selbst arbeitet an Projekten, die nach Alternativen etwa in der Infrastrukturtechnologie oder auch für die kommunale Versorgung sucht. Projekte anzustoßen, reicht ihr jedoch nicht aus. „Die Förderung von Nischen muss eingebettet sein in einen größeren Rahmen“, sagte Veenhoff. Nischen seien ein wichtiger Baustein, aber letztlich müssten sie zu konkretem politischen Handeln führen.

Gesellschaftlicher Wandel braucht Zeit

Doch kann sich die Gesellschaft leisten, sich diese Zeit zu nehmen? Die Erderwärmung ist kaum aufzuhalten, die Müllberge wachsen, politische Querelen verhindern strengere Vorgaben für mehr Klimaschutz. „Unser Handeln ist dringlich“, sagte Christine Wenzl, Leiterin Nachhaltigkeit beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). „Wenn wir die planetaren Grenzen wahren wollen, dann müssen wir unseren Ressourcenverbrauch drastisch reduzieren.“ Sie drückt aufs Tempo, wenn es um Nachhaltigkeitsmaßnahmen geht. Für sie sind kleine und kommunale Bewegungen ebenso wichtig wie politische Vorgaben, etwa die Öko-Design-Richtlinie. Über sie sollen die Umweltfolgen bei der Herstellung, Verwendung und Entsorgung von Produkten gemindert werden. Doch sorgt ein erhöhter zeitlicher Druck automatisch für Erfolge auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit? „Soziale Prozesse brauchen Zeit und haben eine eigene Logik“, sagt Sozialpsychologe Harald Welzer. Sein Appell: Von der Dringlichkeit darf man sich nicht verrückt machen lassen." ["post_title"]=> string(55) "Nachhaltigkeitsprojekte: Raus aus der Nische. Aber wie?" ["post_excerpt"]=> string(260) "Energie sparen, weniger Müll, aus alten Dingen Neues machen: Bundesweit gibt es zahlreiche Projekte für mehr Nachhaltigkeit. Doch wie schaffen es diese Aktivitäten in den Mainstream? Experten diskutierten bei den RENN.tagen Berlin über Wege aus der Nische." ["post_status"]=> string(7) "publish" ["comment_status"]=> string(4) "open" ["ping_status"]=> string(4) "open" ["post_password"]=> string(0) "" ["post_name"]=> string(47) "nachhaltigkeitsprojekte-raus-aus-der-nische-wie" ["to_ping"]=> string(0) "" ["pinged"]=> string(0) "" ["post_modified"]=> string(19) "2017-12-01 11:53:22" ["post_modified_gmt"]=> string(19) "2017-12-01 10:53:22" ["post_content_filtered"]=> string(0) "" ["post_parent"]=> int(0) ["guid"]=> string(41) "https://www.nachhaltigkeitsrat.de/?p=4434" ["menu_order"]=> int(0) ["post_type"]=> string(4) "post" ["post_mime_type"]=> string(0) "" ["comment_count"]=> string(1) "0" ["filter"]=> string(3) "raw" } [8]=> object(WP_Post)#12510 (24) { ["ID"]=> int(4359) ["post_author"]=> string(1) "5" ["post_date"]=> string(19) "2017-11-28 13:18:13" ["post_date_gmt"]=> string(19) "2017-11-28 12:18:13" ["post_content"]=> string(6463) "Weniger CO2-Ausstoß, ein sozialverträglicher Lebensstil, ein Konsum, der Ressourcen schont: Damit Nachhaltigkeitskriterien landesweit und langfristig greifen, braucht es Ideen und Maßnahmen, die von allen Bürgerinnen und Bürgern umgesetzt werden können. Eine Schlüsselrolle dabei haben die Städte und Gemeinden. „Nachhaltigkeit ist eine kommunale, eine regionale Aufgabe“, sagt Susanne Dähner vom Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung. In einer Studie hat die Wissenschaftlerin untersucht, wie Städte und Gemeinden Nachhaltigkeitsstrategien angehen. Bei der ersten Dialogkonferenz „RENN.tage Berlin 2017“ der Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien (RENN) diskutierten Nachhaltigkeitsakteure und Experten über die Ergebnisse der Studie und welche Unterstützung die Kommunen brauchen. Zehn Städte wurden für die Erhebung „Viele Ziele, wenig Plan“ des Berlin-Instituts untersucht. Große und wohlhabendere Kommunen waren ebenso dabei wie Regionen, in denen klamme Kassen die Haushaltslage bestimmen. Das Ergebnis: Alle untersuchten Städte und Gemeinden sind auf ihre Art und Weise nachhaltig aktiv. Doch wie sie das Thema Nachhaltigkeit verstehen und umsetzen, ist recht unterschiedlich.

Wachstum als Herausforderung für Nachhaltigkeit

Zum Beispiel in Freiburg. Die Universitätsstadt im Süden Baden-Württembergs gilt als Vorreiter, wenn es um Nachhaltigkeit geht. Klimaschutz ist seit langem ein Thema. Es gibt etliche Beispiele für energieeffizientes Bauen, Öko-Stromprojekte, neue Ideen für den Stadtverkehr, damit die Menschen eher mit dem Rad zur Arbeit oder an die Universität fahren als mit dem Auto. Die Lebensqualität wird als sehr hoch eingeschätzt und lockt viele Menschen an. „Doch Wachstum bringt auch Herausforderungen“, sagt Dähner. Sie brauchen Wohnraum, Krankenhäuser, Kinder müssen in die Schule, Kitas müssen gebaut werden. Und mit den Menschen nimmt auch der Verkehr zu. Für all diese Aspekte braucht die Kommune Lösungen. „Die Stadt will alles richtig machen“, sagt Dähner. „Gleichzeitig wird es mit dem Wachstum schwieriger, nachhaltig zu agieren.“ Wie Nachhaltigkeitskriterien an- und umzusetzen sind, damit beschäftigt sich auch die Stadt Oelsnitz im Erzgebirge. Anders als in Freiburg kämpft die sächsische Stadt gegen den Bevölkerungsschwund. Um vor allem Familien in die Region zu locken, bietet Oelsnitz Bauland an und damit Wohnraum in ausreichender Größe und zu erschwinglichen Preisen. Die Stadt will sich attraktiv machen für neue Bürger. Klimaschutz, gutes Wohnen und hohe Lebensqualität will die Kommune zum Standard machen. Aber bei ihren Konzepten gerät die Stadt an ihre finanziellen Grenzen. Auch zusätzliches Bauland lockt nicht mehr Familien in die Region.

Langfristiges Engagement gefordert

Wie vielfältig die Herausforderungen sind, wissen kommunale Vertreter seit langem. Aber Nachhaltigkeitsaspekte spielen in der kommunalen Politik eine immer größere Rolle, bestätigt auch Thomas Vodde, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters der Nordseeinsel Juist. Die Gemeinde hat sich ein großes Ziel gesetzt: Bis 2030 will die Insel klimaneutral werden. 1700 Menschen leben auf Juist. Sie alle spüren den Klimawandel täglich, denn der Meeresspiegel steigt und Sturmfluten nehmen zu. „Wir müssen langfristig etwas tun“, sagt Vodde. Gemeinsam mit den entsprechenden Gremien, zum Beispiel dem Gemeinderat, haben die politisch Verantwortlichen ein sogenanntes Lebenskonzept mit der Bevölkerung verabschiedet – auf freiwilliger Basis. Darüber sollen die Bedürfnisse der Menschen auf der Insel in Einklang mit den Klimaschutzzielen gebracht werden. „Verpflichtungen hätten es nicht einfacher gemacht“, sagt Vodde. Er plädiert für Anreize und spricht sich gegen Sanktionen aus. Diese seien für die Motivation und die Umsetzung der Ziele nicht förderlich. In Dortmund arbeitet man seit rund 20 Jahren daran, Nachhaltigkeitsaspekte in der städtischen Politik voranzutreiben. „Die Pläne werden unter großer Bürgerbeteiligung umgesetzt“, sagt Helga Jänsch aus dem Stadtamt für Angelegenheiten des Oberbürgermeisters in Dortmund. So hat die Stadt beispielsweise Initiativen für mehr Energieeffizienz gestartet oder Aktionspläne für eine Soziale Stadt, gegen Rechtsextremismus und für eine erfolgreiche Integration aufgelegt. Ihre Arbeit wurde bereits mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis belohnt. Ausruhen dürfe sich die Stadt jedoch nicht auf solchen Preisen, sagt Jänsch. Geplant ist, einen Nachhaltigkeitsbericht für Dortmund aufzulegen. Anhand spezifischer Indikatoren könnten dann Nachhaltigkeitsaspekte weiter entwickelt werden. Damit sollen die bestehenden Konzepte, Pläne und Programme zu Themenfeldern wie beispielsweise Stadtentwicklung, Klimaschutz, Mobilität oder Migration gebündelt und in eine Nachhaltigkeitsstrategie für Dortmund überführt werden. Für Wissenschaftlerin Dähner müssen die Ausgangslagen der Kommunen genau untersucht werden. Der demografische Wandel spielt eine Rolle, auch ökonomische Voraussetzungen gilt es zu beachten. Aber: Wenig Geld in den kommunalen Haushaltskassen ist kein Hinderungsgrund. „Es geht vielmehr um den langen Atem und um Ausdauer“, sagt Dähner. Einer Kommune, die vielleicht finanziell nicht schlecht da stehe, aber wenig Personal hätte, falle es deutlich schwerer an den Themen dran zu bleiben. Langfristig plädiert Dähner für mehr Klarheit darüber, welche Politikfelder in Sachen Nachhaltigkeit angegangen werden müssen. Etwa beim Verkehr oder beim Bau von Häusern. Sie ermuntert die kommunalen Vertreter, mehr Mut zu haben – auch zu in der Bevölkerung unbeliebten Entscheidungen." ["post_title"]=> string(40) "Starke Kommunen für mehr Nachhaltigkeit" ["post_excerpt"]=> string(276) "Bei der Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele kommt es auch auf die Kommunen an. Auf den RENN.tagen Berlin diskutierten Akteure und Experten über Herausforderungen und Chancen für Städte und Gemeinden. Wichtigstes Resultat: Auch wer wenig Geld hat, kann viel bewegen." ["post_status"]=> string(7) "publish" ["comment_status"]=> string(4) "open" ["ping_status"]=> string(4) "open" ["post_password"]=> string(0) "" ["post_name"]=> string(40) "starke-kommunen-fuer-mehr-nachhaltigkeit" ["to_ping"]=> string(0) "" ["pinged"]=> string(0) "" ["post_modified"]=> string(19) "2017-12-01 12:04:13" ["post_modified_gmt"]=> string(19) "2017-12-01 11:04:13" ["post_content_filtered"]=> string(0) "" ["post_parent"]=> int(0) ["guid"]=> string(41) "https://www.nachhaltigkeitsrat.de/?p=4359" ["menu_order"]=> int(0) ["post_type"]=> string(4) "post" ["post_mime_type"]=> string(0) "" ["comment_count"]=> string(1) "0" ["filter"]=> string(3) "raw" } [9]=> object(WP_Post)#12511 (24) { ["ID"]=> int(2290) ["post_author"]=> string(1) "5" ["post_date"]=> string(19) "2017-05-05 13:01:37" ["post_date_gmt"]=> string(19) "2017-05-05 11:01:37" ["post_content"]=> string(7009) "
Wo steht Deutschland bei der Umsetzung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen? Diese soll, kurz gesagt,  Frieden und ein gutes Leben für alle Menschen auf der Erde bringen. Das bedeutet auch, dass die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) „in, durch und mit Deutschland“ verwirklicht werden müssen. So formulierte es Olaf Tschimpke, stellvertretender Vorsitzender des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE), zur Eröffnung eines Abendempfangs des RNE zur Governance der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie.
Andreas Jung, Vorsitzender des Parlamentarischen Beirates für nachhaltige Entwicklung, betonte ebenfalls die Verpflichtung der Agenda 2030: „Sie ist ein Weltzukunftsvertrag. Deutschland hat sich gemeinsam mit allen UN-Mitgliedern verpflichtet, kraftvoll für eine nachhaltige Entwicklung einzutreten und die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele umzusetzen. Als Bundestagsabgeordnete müssen wir dabei eine wichtige Rolle übernehmen und die Nachhaltigkeitsziele mit Leben füllen – im Parlament und durch unsere Arbeit in den Wahlkreisen. Die überarbeitete Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie ist für uns dabei ein wichtiger Kompass.“
Aus Sicht von Olaf Tschimpke zeigten die SDGs allerdings auch, dass hierzulande Defizite bei zentralen Zukunftsfeldern bestehen. Voraussetzungen für eine verbesserte Governance sind für ihn die strukturelle Einbindung aller gesellschaftlichen Akteure sowie eine bessere Koordination der Bundesministerien, um die Kohärenz der Politik zu stärken.
„Der Rat für Nachhaltige Entwicklung setzt auf bewährte Verfahren wie Dialoge mit den verschiedenen Akteuren. Gleichzeitig gehen wir Neues an“, sagte Tschimpke. Er nannte beispielsweise die vier Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien (RENN), die deutschlandweit Akteure zwischen Regionen und über Ländergrenzen hinweg vernetzen. Der RNE werde sich an der Weiterentwicklung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie beteiligen und dabei insbesondere die Managementregeln zur Umsetzung der Strategie prüfen. Außerdem wolle der RNE einen weiteren Peer Review durchführen, in dem die deutsche Nachhaltigkeitspolitik von unabhängigen internationalen Experten beurteilt wird, sagte Tschimpke.
Wichtig sei auch die Frage, ob die Nachhaltigkeitsstrategie als Baustein für eine Zukunftspolitik Deutschlands in die Regierungsbildung im Herbst eingeht. Die Indikatoren, mit denen die Ziele der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie überprüft werden, müssten weiterentwickelt werden, die bisherigen seien teilweise „nur Verlegenheitslösungen“, so Tschimpke.
Enttäuschung aus Sicht junger Menschen 
Die Geschäftsführerin des Deutschen Bundesjugendrings, Clara Wengert, hatte konkrete Ideen, welche Indikatoren zusätzlich gebraucht werden: „Wir kritisieren zum Beispiel, dass Kinderrechte als Indikator für eine nachhaltige Entwicklung fehlen. Zur Kinder- und Jugendarmut sagt die Bundesregierung nichts, obwohl dies Faktoren in einer Nachhaltigkeitsstrategie sein müssten“, sagte Wengert. Sie kritisierte die bisherige Form der Nachhaltigkeitsstrategie deutlich: „Aus der Perspektive junger Menschen und künftiger Generationen bleibt auch die Neuauflage der Strategie eine Enttäuschung.“
So fehlten auch Indikatoren für eine jugendgerechte Mobilität, vor allem zum Aus- und Umbau des öffentlichen Nahverkehrs. Für Kinder und Jugendliche sei das aber der Schlüssel zur Teilhabe, Zugang zu Wissen und für neue Erfahrungen. Bei der Digitalisierung liege der Fokus zu sehr auf den wirtschaftlichen Aspekten. „Die sozialen oder ökologischen Aspekte der Digitalisierung bleiben außen vor“, so Wengert. Enttäuschend sei, dass Ideen zur politischen Teilhabe junger Menschen fehlten, obwohl das ausdrücklich eines der Ziele der SDGs sei. „Immerhin hat die Bundesregierung erklärt, dass sie mit Interessenvertretungen junger Menschen ins Gespräch kommen will“, schloss Wengert.
Nachhaltigkeits-TÜV für Gesetze
Bernd Bornhorst, der Vorsitzende des Dachverbandes der entwicklungspolitischen Nichtregierungsorganisationen in Deutschland, Venro, sieht „positive Strukturelemente“ in der Nachhaltigkeitsarchitektur in Deutschland – etwa die in jedem Bundesministerium neu eingesetzten Ressortkoordinatoren. „Das reicht aber nicht“, sagte Bornhorst. Ihm schwebt ein „Nachhaltigkeits-TÜV“ und eine Gesetzesfolgenabschätzung vor, um zu prüfen, wie sich Gesetze auf die nachhaltige Entwicklung auswirken. Auch er mahnt an, dass alle Politikbereiche auf die Nachhaltigkeitsstrategie ausgerichtet sein müssten. „Für uns wäre es das Schlimmste, wenn die Nachhaltigkeitsstrategie – und damit auch die Arbeit des RNE – lediglich auf eine Umwelt- und Entwicklungsagenda reduziert werden würde“, so Bornhorst.
Bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie und der SDGs gehe es weniger um technische oder ökonomische Fragen. Wichtiger sei eine Auseinandersetzung mit den politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Interessenskonflikten und Widersprüchen, die einer nachhaltigen Entwicklung entgegenstünden. „Im Zentrum geht es dabei auch um unsere Wirtschaftsweise und den Glauben an Wirtschaftswachstum als Allheilmittel“, sagte Bornhorst.
Alle Akteure müssen an einem Strang ziehen
Wie wichtig das Zusammenspiel aller Kräfte ist, das betonte Wolfgang Große Entrup, Vorstandsvorsitzender von Econsense, dem Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft. „Wir benötigen System- und keine Insellösungen“, sagte er. Die Bundesregierung müsse auf Kohärenz in der Nachhaltigkeitspolitik achten, Unternehmen müssten mit Innovationen nachhaltige Lösungen in ihrem jeweiligen Kerngeschäft vorantreiben.
Die Zivilgesellschaft müsse Nachhaltigkeit einfordern und honorieren. „Es ist für uns entscheidend, dass die Wirtschaft aktiv in die Governance der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie eingebunden wird. Der Austausch mit der Wirtschaft kann nicht nur punktuell erfolgen, sondern muss institutionell verankert sein“, sagte Große Entrup. Zudem appellierte er an die internationale Verantwortung der Bundesrepublik. „Deutschland kann bei der Umsetzung der Agenda 2030 und den 17 SDGs nicht alleine vorangehen, sondern nur abgestimmt im internationalen Verbund.“
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Thüringen nimmt die internationalen Verpflichtungen Deutschlands ernst: Bereits im Dezember hatte der Landtag mit den Stimmen der rot-rot-grünen Koalition einen Beschluss gefasst, wie das Bundesland die 2030-Agenda zur globalen nachhaltigen Entwicklung und den Weltklimavertrag der Vereinten Nation vor Ort umsetzen will. Die Initiative zu diesem Beschluss ging vom Verein Zukunftsfähiges Thüringen e.V. und der Global Marshall Plan Initiative – Sektion Thüringen aus. Im Februar 2016 führten sie im Thüringer Landtag die Veranstaltung „Perspektiven nachhaltiger Entwicklung für Thüringen“ mit über 100 Teilnehmenden durch. Im Ergebnis der Veranstaltung legten Verein und Initiative den Entwurf für einen Landtagsbeschluss vor, der von den Parteien der rot-rot-grünen Regierungskoalition beraten und weiter ergänzt wurde. Zum ersten Mal überhaupt in einem Bundesland richtet der Landtag in Erfurt damit auch einen „Parlamentarischen Beirat zur Nachhaltigen Entwicklung“ ein. Zwar gibt es in einigen Bundesländern eigene Nachhaltigkeitsräte oder wissenschaftliche Beratungsgremien, viele haben auch eine eigene Nachhaltigkeitsstrategie formuliert. Einen Beirat auf parlamentarischer Ebene gibt es bisher allerdings nirgends.
„Der Parlamentarische Beirat für nachhaltige Entwicklung des Bundestages ist dabei ganz klar unser Vorbild“, sagt Dagmar Becker, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD im Landtag von Erfurt. Sie hat den Beirat gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Umweltausschuss, Tilo Kummer (Die Linke), im Landtag initiiert. Ein Selbstläufer war das neue Parlamentsgremium nicht. Vorangetrieben hatte ihn der Beirat zur Nachhaltigen Entwicklung in Thüringen, in dem Vertreter der Zivilgesellschaft sitzen. Dessen Vorsitzender, Ron Hoffmann, zugleich Landeschef des BUND, sagt: „Das hat einiges an Überzeugungskraft gekostet. Viele Parlamentarier haben uns gefragt: Warum noch ein Beirat, wir haben doch schon so viel zu tun?“
Drei Gremien für Nachhaltigkeit Wann der Beirat erstmals tagt, ist noch nicht klar. Becker geht von März 2017 aus. Thüringen hat dann auf Landesebene drei Gremien, die sich um die nachhaltige Entwicklung kümmern: Eine Staatssekretärsarbeitsgruppe im Umweltministerium, dazu kommt der eben erwähnte, zivilgesellschaftliche „Beirat zur Nachhaltigen Entwicklung“, nicht zu verwechseln mit dem dritten Gremium, der jetzt neu gegründete parlamentarische Beirat. „In dieser Dreierkonstellation können wir in Thüringen viel bewegen“, sagt Hoffmann.
Das Bundesland hat sich in Sachen Nachhaltigkeit viel vorgenommen. So will sich Thüringen, um einige Beispiele zu nennen, bis 2040 zu hundert Prozent mit erneuerbaren Energien versorgen, die Landwirtschaft komplett auf Ökolandwirtschaft umstellen oder die Bildung für Nachhaltige Entwicklung stärken – dazu zählt auch, dass die Quoten von Schulabbrechern sinken sollen. Langfristig soll auch der Flächenverbrauch netto auf Null reduziert werden.
Das sind nur einige Beispiele aus dem Programm. Sämtliche Ministerien arbeiten momentan an Aktionsplänen, wie Nachhaltigkeit in den einzelnen Häusern umgesetzt werden kann. „Die ersten Pläne sind schon da und sehen vielversprechend aus. Die Idee, dass Nachhaltigkeit die Klammer für alle politischen Aktivitäten sein muss, ist angekommen“, sagt Hoffmann. Wie der parlamentarische Beirat arbeiten wird
Welche Rolle der neue parlamentarische Beirat dabei genau spielen soll, wird noch verhandelt und muss dann in der Geschäftsordnung des Landtages verankert werden. Tilo Kummer und Dagmar Becker erläutern, wie er vom Grundsatz her funktionieren soll:
- Jeder Fachausschuss des Landtages entsendet ein Mitglied in den parlamentarischen Beirat zur Nachhaltigen Entwicklung.
- Der Beirat könnte im Rhythmus der anderen Ausschüsse tagen, also rund ein Mal im Monat. Beschlossen ist das aber noch nicht.
- Die Mitglieder des Beirates entscheiden selbst, welche Gesetze sie auf ihre Wirkung im Sinne der Nachhaltigkeit prüfen wollen. Wie diese Prüfung aussehen soll, ist noch offen. Dabei sollen nicht automatisch alle Gesetze geprüft werden. „Wir stoßen sonst zeitlich an unsere Grenzen“, erklärt Kummer. Er verweist auf drei Untersuchungsausschüsse im Landtag, darunter einer zur Terrororganisation NSU, sowie auf den Koordinationsaufwand, den eine Koalition aus drei Parteien mit sich bringt.
- Der übliche parlamentarische Ablauf bleibt, wie er ist: „Gesetze können, wie sonst auch, über die Fachausschüsse oder über Anträge im Plenum verändert werden“, erklärt Dagmar Becker. Dort müssten also auch Änderungen von den Mitgliedern des Beirates eingebracht werden. Wirkung hängt vom Einsatz der Mitglieder ab
Bleibt die Frage, wie effizient und einflussreich der parlamentarische Beirat damit sein kann. Hoffmann sieht in dem neuen Gremium vor allem ein Instrument, dessen Wirkung vom Einsatz seiner Mitglieder abhängt. Ohnehin lasse sich Nachhaltigkeit nicht an einen Beirat delegieren. „Wir fordern, dass alle Gesetze und Verordnungen in Thüringen auf ihre Nachhaltigkeit überprüft werden“, sagt Hoffmann. Das aber müsse im gesamten Politikbetrieb verankert werden, angefangen bei den Ministerien.
Prinzipiell sei das Land, so Hoffmann, auf einem guten Weg bei der Transformation hin zu mehr Nachhaltigkeit. 2011 hatte Thüringen eine Nachhaltigkeitsstrategie verabschiedet. Es gibt inzwischen auch Initiativen auf kommunaler Ebene, eine Übersicht findet sich auf der Homepage der Bundesregierung. Der Rat für Nachhaltige Entwicklung koordiniert zudem ein neues, regional organisiertes Netzwerk von (vornehmlich zivilgesellschaftlichen) Nachhaltigkeitsakteuren – die Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien (RENN). Konsortialführer für die Region Mitte (Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen) ist der Verein Zukunftsfähiges Thüringen mit Sitz in Erfurt.
Die CDU hat im Landtag gegen den neuen Beirat gestimmt. Es gebe mit dem Beirat für Nachhaltige Entwicklung und der Staatssekretärs-Arbeitsgruppe bereits zwei Gremien, die sich mit dem Thema beschäftigten, so Pressesprecher Felix Voigt. Zudem sollte ursprünglich zwischen CDU und Regierungskoalition ein gemeinsamer Antrag zur Nachhaltigkeit erarbeitet werden, doch Rot-Rot-Grün habe sich den Ideen der CDU „komplett verweigert“. Die Partei habe Vorschläge gemacht, doch „leider wurden diese nicht einmal mit einer Antwort bedacht“, so Voigt. Kritik von CDU und AfD
Eine Komplettumstellung auf erneuerbare Energien bis 2040 sei zudem nicht realistisch. „Weiterhin können wir einer nur ideologisch begründeten, radikalen und kurzfristigen Umstellung der konventionellen Landwirtschaft auf eine ökologische Landwirtschaft aus ökonomischen Gründen nicht zustimmen“, schreibt Voigt. Dennoch will die CDU Mitglieder in den neuen Beirat entsenden.
Doch die Suche nach Mitgliedern gestaltet sich schwer, sagt Tilo Kummer von der Linken: „Ich bin froh, wenn ich einen Freiwilligen in jedem Fachausschuss finde“, sagt er. Auch die AfD, die gegen den Nachhaltigkeitsbeirat gestimmt hat, will einen Vertreter entsenden. Der Antrag zum Beirat liefere keine konkreten Vorschläge, wie die Klimaziele erreicht werden könnten, ohne die Bevölkerung zu sehr zu belasten, schreibt ein AfD-Sprecher. „Wir müssen deshalb davon ausgehen, dass der Beirat lediglich Lobbyarbeit für die Erneuerbare-Energien-Branche betreiben wird.“
Was Kummer positiv stimmt: Die Nachhaltigkeitsstrategie des Landes ist unter der CDU-Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht verabschiedet worden. Im Prinzip herrscht also große Einigung, dass die darin formulierten Ziele richtig sind: „Thüringen ist historisch eine der Kernregionen nachhaltiger Entwicklung“, heißt es in der Nachhaltigkeitsstrategie.
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Merkel: "Vor Ort Ideen bündeln"

Die Kanzlerin bezog sich auf eine Stellungnahme, in der die Länder in diesem Frühjahr erklärt haben: „Zur Umsetzung der 2030-Agenda ist nach Überzeugung der Länder ein abgestimmtes, gemeinsames Handeln notwendig, sowohl zwischen Bund und Ländern als auch bei der Zusammenarbeit mit Kommunen, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Kirchen. Merkel sagte: „Diese Zusammenarbeit wollen und können wir intensivieren.“ Die RENN würden etabliert, um „vor Ort praktische Ideen zu bündeln und konkretes Engagement zu koordinieren.“ Alle vier RENN sind an bestehende, gemeinnützige Organisationen angedockt, um Doppelstrukturen zu vermeiden. Die Länder haben die Einrichtungen vorgeschlagen, der Rat für Nachhaltige Entwicklung hat ihre Konzepte auf Basis verschiedener Kriterien bewertet und nun erklärt, wo welche Stelle angesiedelt werden soll, nämlich: RENN West bei der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW e.V, Bonn, RENN Nord bei der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Landesverband Hamburg e.V. in Hamburg, RENN Süd beim Nachhaltigkeitsbüro der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg in Karlsruhe und RENN Mitte beim Verein Zukunftsfähiges Thüringen e.V. in Arnstadt. Der Vergabeprozess ist damit eingeleitet, über die vorgelegten Förderanträge wird das Bundeskanzleramt voraussichtlich im Sommer entscheiden.

Zehn Millionen Euro Förderung

Die vier RENN sollen, so hat der Bundestag bereits entschieden, über eine Dauer von 5 Jahren mit insgesamt zehn Millionen Euro gefördert werden. Im September werden die RENN voraussichtlich starten. Sie werden dann vor allem daran arbeiten, das Engagement der Zivilgesellschaft über die Grenzen der Bundesländer hinweg besser mit der Politik zu verzahnen. „Wir müssen die Chancen zur Stärkung des Nachhaltigkeitsgedankens wie auch die Bereitschaft, selbst etwas zu tun – die ich als sehr wertvoll einschätze –, nicht nur erkennen, sondern auch wirklich nutzen“, so Merkel. Unterstützt werden die RENN von einer Leitstelle beim RNE. Sie wird den regionalen Aktivitäten auch bundespolitisch Gehör verschaffen." ["post_title"]=> string(38) "Nachhaltigkeit wird regional verankert" ["post_excerpt"]=> string(273) "Künftig sollen sich Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft in Sachen Nachhaltigkeit besser vernetzen. Die Arbeit koordinieren werden „Regionale Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien“, kurz RENN – jetzt ist bekannt, bei welchen Organsiationen sie angesiedelt werden." ["post_status"]=> string(7) "publish" ["comment_status"]=> string(4) "open" ["ping_status"]=> string(4) "open" ["post_password"]=> string(0) "" ["post_name"]=> string(38) "nachhaltigkeit-wird-regional-verankert" ["to_ping"]=> string(0) "" ["pinged"]=> string(0) "" ["post_modified"]=> string(19) "2017-11-02 12:11:11" ["post_modified_gmt"]=> string(19) "2017-11-02 11:11:11" ["post_content_filtered"]=> string(0) "" ["post_parent"]=> int(0) ["guid"]=> string(82) "http://www.nachhaltigkeitsrat.de/aktuelles/nachhaltigkeit-wird-regional-verankert/" ["menu_order"]=> int(0) ["post_type"]=> string(4) "post" ["post_mime_type"]=> string(0) "" ["comment_count"]=> string(1) "0" ["filter"]=> string(3) "raw" } } ["post_count"]=> int(12) ["current_post"]=> int(-1) ["in_the_loop"]=> bool(false) ["post"]=> object(WP_Post)#4720 (24) { ["ID"]=> int(11792) ["post_author"]=> string(1) "5" ["post_date"]=> string(19) "2018-11-14 10:05:06" ["post_date_gmt"]=> string(19) "2018-11-14 09:05:06" ["post_content"]=> string(8378) "Berlin, 14.11.2018 – In Berlin sind gestern Abend bei den RENN.tagen 2018 die vier „Transformationsprojekte 2018“ ausgezeichnet worden – als Höhepunkt des diesjährigen Wettbewerbs „Projekt Nachhaltigkeit 2018“. Die vier Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien (RENN) hatten bereits im Juli in Kooperation mit dem Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) 42 Nachhaltigkeitsprojekte ausgewählt, die in den vergangenen Monaten regional ausgezeichnet wurden oder es bis Jahresende noch werden. Von diesen 42 hob die Jury mit der zusätzlichen Auszeichnung als Transformationsprojekt nun vier besonders hervor, eines aus jedem der vier RENN-Gebiete Nord, Süd, West und Mitte. RNE-Generalsekretär Günther Bachmann sagte bei der Preisverleihung: „Die Transformationsprojekte haben einen kraftvollen Hebel, um die Gesellschaft zu verändern. Sie verfolgen einen neuen Ansatz und fördern neues Denken“. Außerdem seien sie langfristig angelegt und auf andere Regionen übertragbar – ein wichtiger Aspekt, da die RENN Nachhaltigkeit in den Regionen und über Ländergrenzen hinweg bekannter und praktisch erlebbar machen wollen. Neben der Urkunde wird jede RENN für ihr jeweiliges Transformationsprojekt einen Bio-zertifizierten Obstbaum pflanzen.

Die Transformationsprojekte

Umwelthandwerker (für RENN.nord)

Bei den Umwelthandwerkern handelt es sich um ein Projekt der Handwerkskammer Hamburg. Ziel ist es, geflüchtete Menschen aus Kriegs- und Krisengebieten (u.a. aus Syrien, Eritrea, Somalia und dem Irak) zu Umwelthandwerkern zu qualifizieren. In einem ersten Schritt werden die Kompetenzen der einzelnen Teilnehmenden festgestellt, anschließend folgt die Ausbildung in zwei aufeinander folgenden 5-monatigen Kursen zum Umwelthandwerker. Nach der Fachqualifizierung unterstützt das Projekt bei der Vermittlung an Arbeitgeber. Das Projekt besteht noch nicht lange, und trotzdem konnten bis heute bereits 30 Menschen in Berufe der Umwelt- und Energietechnik vermittelt werden. Die Initiative Umwelthandwerker leistet sowohl einen Beitrag zur Nachhaltigen Energieversorgung als auch zur Integration geflüchteter Menschen.

Klimapartnerschaft mit Costa Rica (für RENN.west)

Ausgezeichnet als Transformationsprojekt für RENN.west wird die Klimapartnerschaft des Rhein-Pfalz-Kreises mit La Fortuna, Costa Rica. Die kommunalen Klimapartnerschaften sind ein Projekt des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), das Kommunen unterstützt, Partnerschaften mit Gemeinden des globalen Südens einzugehen und Projekte im Bereich des Klimaschutzes umzusetzen. Im konkreten Fall wird etwa der Bau eines Wertstoffhofes in La Fortuna vorangetrieben. Damit soll die einzige Deponie in der Gegend von Abfallmengen entlastet und die Erfassung von Wertstoffen verbessert werden. Ein weiteres Projekt ist ein Schüleraustausch, in dessen Rahmen Workshops zu den Themen Naturschutz und nachhaltiger Tourismus, Wertstofftrennung oder Grundwasserschutz angeboten werden. Ziel ist, die Umwelt- und Klimabildung in Schulen langfristig voranzutreiben.

Perspektive N (für RENN.mitte)

Ausgezeichnet wird die Debattenreihe Perspektive N des Vereins Netzwerk n. Sie existiert seit 2016 und rückt die Hochschule selbst ins Zentrum – sie ist das Objekt, das es zu transformieren gilt. Dabei konzentriert man sich auf fünf Handlungsfelder: Lehre, Forschung, Betrieb, Governance und Transfer. Mit vielen interaktiven und aktivierenden Methoden wird ein Raum geschaffen, um den aktuellen Stand an der jeweiligen Hochschule aufzugreifen, Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen, Engagierte, Entscheiderinnen und Entscheider zu mobilisieren. Ziel ist es, perspektive N an möglichst vielen Hochschulen in Deutschland mit unterschiedlichen Kooperationspartnern auszurichten.

Lokale Agenda 21 – Für ein zukunftsfähiges Augsburg (für RENN.süd)

Seit 22 Jahren engagieren sich Augsburgerinnen und Augsburger gemeinsam im Lokalen Agenda 21-Prozess für eine nachhaltige Entwicklung. Mit dabei sind Umwelt- und Eine-Welt-Gruppen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen, kirchliche Gruppen, Vertreter der Wirtschaft, der Stadtverwaltung und andere Organisationen. Alle gemeinsam treibt die Frage an, wie sich Augsburg entwickeln soll, damit es nachhaltig, d.h. zukunftsfähig wird. Von den vielen verschiedenen Arbeitsgruppen werden Veranstaltungen durchgeführt, Projekte umgesetzt, Materialien erarbeitet und über den Nachhaltigkeitsbeirat Empfehlungen an den Stadtrat, die Stadtverwaltung und die Stadtgesellschaft formuliert. Zu den Transformationsprojekten 2018 Zu allen Gewinnern von Projekt Nachhaltigkeit 2018: www.projektnachhaltigkeit.renn-netzwerk.de Die nächste Ausschreibung für „Projekt Nachhaltigkeit 2019“ erfolgt Anfang 2019. Der Preis richtet sich an Initiativen und Projekte, die zukunftsgerichtet für Nachhaltigkeit wirken und einen Beitrag zur Umsetzung der globalen UN-Entwicklungsziele in unserer Gesellschaft leisten.

RENN – Stark in der Region

Die vier Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien (RENN) sind ein Projekt des Rates für Nachhaltige Entwicklung und werden vom Bund bis 2022 gefördert. Mit insgesamt 20 Partnerorganisationen vernetzen sie Akteure aus allen gesellschaftlichen Bereichen, damit die Agenda 2030 in unseren Regionen gelebte Praxis wird. Zu den diesjährigen Schwerpunktthemen Mobilität, Quartiersentwicklung, Konsum, Stadt- Land/Ländlicher Raum möchten die vier RENN nach der Auszeichnung von „Projekt Nachhaltigkeit“ in einen vertieften Austausch mit den Preisträgern und allen weiteren Bewerbern gehen. Mehr unter www.renn-netzwerk.de Verfolgen Sie die RENN.tage 2018 auch auf Twitter #renntage18

Folgen Sie dem RNE per Newsletter und auf Twitter:

Folgen Sie dem RNE auf Twitter: Twitter RNE Unser Newsletter informiert zu Themen und Projekten des RNE und zur Nachhaltigkeitspolitik.  Zur Anmeldung: Newsletter des RNE Der Rat für Nachhaltige Entwicklung wurde erstmals im April 2001 von der Bundesregierung berufen. Dem Rat gehören 15 Personen des öffentlichen Lebens an. Die Aufgaben des Rates sind die Entwicklung von Beiträgen für die Umsetzung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie, die Benennung von konkreten Handlungsfeldern und Projekten sowie Nachhaltigkeit zu einem wichtigen öffentlichen Anliegen zu machen. In der Wahl seiner Themen und Aktionsformen ist der Rat unabhängig. Ergebnisse aus der laufenden Arbeit sind zum Beispiel der Deutsche Nachhaltigkeitskodex, Stellungnahmen zur Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie, zu den Globalen Nachhaltigkeitszielen, zur Klimapolitik, zur Rohstoffpolitik und zur fiskalischen Nachhaltigkeit, zum Ökolandbau, die Gründung des Hub for Sustainable Finance, die zivilgesellschaftlichen Initiativen von Projekt Nachhaltigkeit, der Strategiedialog zur nachhaltigen Stadtentwicklung mit Oberbürgermeistern, die Impulse Jugendlicher und junger Erwachsener zur kommunalen Nachhaltigkeit und zur deutschen Nachhaltigkeitspolitik sowie Beiträge zum nachhaltigen Wirtschaften. Mehr unter www.nachhaltigkeitsrat.de

Medienkontakt:

Katja Tamchina Medienreferentin Rat für Nachhaltige Entwicklung Geschäftsstelle c/o GIZ GmbH Potsdamer Platz 10 D-10785 Berlin Telefon: 030/338424-233 E-Mail: katja.tamchina@nachhaltigkeitsrat.de Medienkontakt Projekt Nachhaltigkeit: Barbara Makowka Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e.V. (Gesamtkoordination) RENN.nord Telefon: 040/302 156 603 E-Mail: makowka@wald.de" ["post_title"]=> string(63) "Ausgezeichnet: Transformationsprojekte, die die Welt verändern" ["post_excerpt"]=> string(0) "" ["post_status"]=> string(7) "publish" ["comment_status"]=> string(6) "closed" ["ping_status"]=> string(6) "closed" ["post_password"]=> string(0) "" ["post_name"]=> string(61) "ausgezeichnet-transformationsprojekte-die-die-welt-veraendern" ["to_ping"]=> string(0) "" ["pinged"]=> string(0) "" ["post_modified"]=> string(19) "2018-11-14 10:05:06" ["post_modified_gmt"]=> string(19) "2018-11-14 09:05:06" ["post_content_filtered"]=> string(0) "" ["post_parent"]=> int(0) ["guid"]=> string(42) "https://www.nachhaltigkeitsrat.de/?p=11792" ["menu_order"]=> int(0) ["post_type"]=> string(4) "post" ["post_mime_type"]=> string(0) "" ["comment_count"]=> string(1) "0" ["filter"]=> string(3) "raw" } ["comment_count"]=> int(0) ["current_comment"]=> int(-1) ["found_posts"]=> string(2) "13" ["max_num_pages"]=> float(2) ["max_num_comment_pages"]=> int(0) ["is_single"]=> bool(false) ["is_preview"]=> bool(false) ["is_page"]=> bool(false) ["is_archive"]=> bool(true) ["is_date"]=> bool(false) ["is_year"]=> bool(false) ["is_month"]=> bool(false) ["is_day"]=> bool(false) ["is_time"]=> bool(false) ["is_author"]=> bool(false) ["is_category"]=> bool(false) ["is_tag"]=> bool(true) ["is_tax"]=> bool(false) ["is_search"]=> bool(false) ["is_feed"]=> bool(false) ["is_comment_feed"]=> bool(false) ["is_trackback"]=> bool(false) ["is_home"]=> bool(false) ["is_404"]=> bool(false) ["is_embed"]=> bool(false) ["is_paged"]=> bool(false) ["is_admin"]=> bool(false) ["is_attachment"]=> bool(false) ["is_singular"]=> bool(false) ["is_robots"]=> bool(false) ["is_posts_page"]=> bool(false) ["is_post_type_archive"]=> bool(false) ["query_vars_hash":"WP_Query":private]=> string(32) "28ed6b31c5045ebe9210391076fc03d5" ["query_vars_changed":"WP_Query":private]=> bool(false) ["thumbnails_cached"]=> bool(false) ["stopwords":"WP_Query":private]=> NULL ["compat_fields":"WP_Query":private]=> array(2) { [0]=> string(15) "query_vars_hash" [1]=> string(18) "query_vars_changed" } ["compat_methods":"WP_Query":private]=> array(2) { [0]=> string(16) "init_query_flags" [1]=> string(15) "parse_tax_query" } }