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Berlin, 11.06.2019 - Die 40 Preisträgerinnen und Preisträger für das „Projekt Nachhaltigkeit 2019“ stehen fest. Aus mehr als 500 Projekten hat die Expertenjury vor wenigen Tagen ihre zehn Favoriten in jeder RENN-Region – Nord, Mitte, West und Süd – ausgewählt. Die Gewinner-Projekte erhalten eine Förderung und Zugang zum bundesweiten RENN-Netzwerk. Hinter der Auszeichnung stehen die Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien (RENN) in Kooperation mit dem Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE).

Nachhaltige Entwicklung in Deutschland ist vielseitig, und so sind auch ihre Akteure. Das Spektrum der eingereichten Projekte reicht von lokalen Bürgerinitiativen über bundesweite Bildungsprojekte bis hin zu internationalen Entwicklungsprojekten. Abwechslungsreich sind auch die Themen: Ein Großteil bewarb sich mit einem Schwerpunktthema zur Umsetzung der globalen VN-Nachhaltigkeitsziele, davon knapp die Hälfte mit einem Fokus auf nachhaltigem Konsum. 84 Projekte wurden zum Thema Stadt-Land eingereicht, die neuen Themen Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaft waren mit 75 und 53 Bewerbern ebenfalls beliebt. Diese thematische Bandbreite spiegelt sich auch in der Entscheidung der Jury, bestehend aus den vier RENN-Konsortialführern, RENN-Leitstelle sowie externen Experten, wider.

Die überwiegende Anzahl der eingereichten Projekte stammt aus Deutschland, fünf Projekte kommen aus Österreich, Finnland und der Schweiz. Mit 68 eingereichten Projekten und Initiativen ist Nordrhein-Westfalen der Vorreiter unter den Bundesländern. Durch das stetig wachsende Netzwerk der RENN konnten noch mehr Menschen quer durch alle Bundesländer und Regionen erreicht werden als in den letzten Jahren. Die Preisträgerinnen und Preisträger profitieren von der Arbeit der RENN, indem sie neue Kontakte knüpfen, Impulse bekommen und ihre Ideen über die zahlreichen Partnerinitiativen verbreiten. Die 40 Gewinnerprojekte erhalten zudem jeweils 1.000 EUR Förderung, um ihre Arbeit weiter voranzutreiben.

Die Liste der Gewinner finden Sie untenstehend sowie detailliert auf der Projektseite.

Die Preisträgerinnen und Preisträger 2019

RENN.süd

RENN.west

RENN.mitte

RENN.nord

Projekt Nachhaltigkeit – ein Qualitätssiegel

Die Auszeichnung „Projekt Nachhaltigkeit“ ist ein etabliertes Qualitätssiegel mit bundesweiter Bekanntheit. Sie bietet den Preisträgern viele Vorteile: Zugang zu einem attraktiven, regionalen und bundesweiten Netzwerk, verstärkte öffentliche Aufmerksamkeit sowie die Chance, den öffentlichen Diskurs zu prägen und weitere Unterstützung zu gewinnen. So erhalten die Gewinner beispielsweise eine exklusive Einladung zu den bundesweiten RENN.tagen. Darüber hinaus winkt ein Preisgeld von insgesamt 40.000 €.

Auszeichnung der Transformationsprojekte

Vier Projekte (ein Projekt pro RENN), die besonders viel bewegen und einen transformativen Charakter aufweisen, werden zudem als Transformationsprojekt auf Bundesebene ausgezeichnet. Die Auszeichnung erfolgt dieses Jahr erneut bei den RENN.tagen im Dezember.

RENN - stark in der Region

Vier Regionale Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien (RENN) mit insgesamt 20 Partnerorganisationen vernetzen Akteure und Initiativen für eine nachhaltige Entwicklung, laden ein zum Erfahrungsaustausch und geben Impulse für einen gesellschaftlichen Wandel. So machen die RENN das komplexe Konzept der Nachhaltigkeit über Regionen und Ländergrenzen hinweg erlebbar. „Nachhaltiger Konsum“, „Soziale Gerechtigkeit“, „Stadt – Land/ländlicher Raum“ sowie „Nachhaltiges Wirtschaften“ sind die Schwerpunktthemen im Jahr 2019. Die RENN sind ein Projekt des Rates für Nachhaltige Entwicklung und werden vom Bund bis 2022 gefördert.

Weitere Informationen zu „Projekt Nachhaltigkeit“ finden Sie unter: www.projektnachhaltigkeit.renn-netzwerk.de.

Folgen Sie „Projekt Nachhaltigkeit“ auf Facebook und Instagram und unter #projektnachhaltigkeit.

Kontakt Projekt Nachhaltigkeit:

Barbara Makowka
Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e. V. (Gesamtkoordination)
RENN.nord
Telefon: 040 /302 156 603
E-Mail: makowka@wald.de

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Wer kann sich bewerben?

Der Preis richtet sich an zivilgesellschaftliche Organisationen, Initiativen der sozialen Innovation, Privatpersonen, Kommunen, öffentliche Einrichtungen (Schulen, Universitäten, Bibliotheken etc.), Unternehmen, Start-ups und Kooperationen derselben. Voraussetzung ist, dass sich das Projekt bereits in der Umsetzung befindet.

Was bringt die Auszeichnung?

Die Auszeichnung „Projekt Nachhaltigkeit“ ist ein etabliertes Qualitätssiegel, das durch den Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) bundesweite Bekanntheit erlangt hat. Preisträger erhalten verstärkte öffentliche Aufmerksamkeit für ihr Projekt, Zugang zu einem engagierten, regionalen und bundesweiten Netzwerk sowie eine exklusive Einladung zu den bundesweiten RENN.tagen, einer Konferenz mit herausragenden Nachhaltigkeitsinitiativen aus ganz Deutschland. Die 40 ausgezeichneten Projekte werden mit je 1.000 € bedacht. Vier Projekte (ein Projekt pro RENN), die besonders viel bewegen und einen transformativen Charakter aufweisen, werden außerdem als Transformationsprojekt auf Bundesebene ausgezeichnet.

RENN – stark in der Region

Vier Regionale Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien (RENN) mit insgesamt 20 Partnerorganisationen vernetzen Akteure und Initiativen für eine nachhaltige Entwicklung, laden ein zum Erfahrungsaustausch und geben Impulse für einen gesellschaftlichen Wandel. So machen die RENN das komplexe Konzept der Nachhaltigkeit über Regionen und Ländergrenzen hinweg erlebbar. „Nachhaltiger Konsum“, „Soziale Gerechtigkeit“, „Stadt – Land/ländlicher Raum“ sowie „Nachhaltiges Wirtschaften“ sind die Schwerpunktthemen im Jahr 2019. Die RENN sind ein Projekt des Rates für Nachhaltige Entwicklung und werden vom Bund bis 2022 gefördert. Weitere Informationen zu „Projekt Nachhaltigkeit“ und zur Teilnahme: www.projektnachhaltigkeit.renn-netzwerk.de   Folgen Sie dem RNE und den RENN per Newsletter und auf Twitter: www.nachhaltigkeitsrat.de/newsletter @RNE_DE und #RENN_de Folgen Sie „Projekt Nachhaltigkeit“ auf Facebook, Instagram und Twitter: www.facebook.com/projektnachhaltigkeit www.instagram.com/projektnachhaltigkeit #projektnachhaltigkeit Der Rat für Nachhaltige Entwicklung wurde erstmals im April 2001 von der Bundesregierung berufen. Dem Rat gehören 15 Personen des öffentlichen Lebens an. Die Aufgaben des Rates sind die Entwicklung von Beiträgen für die Umsetzung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie, die Benennung von konkreten Handlungsfeldern und Projekten sowie Nachhaltigkeit zu einem wichtigen öffentlichen Anliegen zu machen. In der Wahl seiner Themen und Aktionsformen ist der Rat unabhängig. Ergebnisse aus der laufenden Arbeit sind zum Beispiel der Deutsche Nachhaltigkeitskodex, Stellungnahmen zur Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie, zu den Globalen Nachhaltigkeitszielen, zur Klimapolitik, zur Rohstoffpolitik und zur fiskalischen Nachhaltigkeit, zum Ökolandbau, die Gründung des Hub for Sustainable Finance, die zivilgesellschaftlichen Initiativen von Projekt Nachhaltigkeit, der Strategiedialog zur nachhaltigen Stadtentwicklung mit Oberbürgermeistern, die Impulse Jugendlicher und junger Erwachsener zur kommunalen Nachhaltigkeit und zur deutschen Nachhaltigkeitspolitik sowie Beiträge zum nachhaltigen Wirtschaften. Mehr unter www.nachhaltigkeitsrat.de

Medienkontakt beim Rat für Nachhaltige Entwicklung

Sabine Gerhardt RENN-Leitstelle Rat für Nachhaltige Entwicklung Geschäftsstelle c/o GIZ GmbH Potsdamer Platz 10 D-10785 Berlin Telefon: 030/338424-861 E-Mail: sabine.gerhardt@nachhaltigkeitsrat.de

Medienkontakt Projekt Nachhaltigkeit

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Die Transformationsprojekte

Umwelthandwerker (für RENN.nord)

Bei den Umwelthandwerkern handelt es sich um ein Projekt der Handwerkskammer Hamburg. Ziel ist es, geflüchtete Menschen aus Kriegs- und Krisengebieten (u.a. aus Syrien, Eritrea, Somalia und dem Irak) zu Umwelthandwerkern zu qualifizieren. In einem ersten Schritt werden die Kompetenzen der einzelnen Teilnehmenden festgestellt, anschließend folgt die Ausbildung in zwei aufeinander folgenden 5-monatigen Kursen zum Umwelthandwerker. Nach der Fachqualifizierung unterstützt das Projekt bei der Vermittlung an Arbeitgeber. Das Projekt besteht noch nicht lange, und trotzdem konnten bis heute bereits 30 Menschen in Berufe der Umwelt- und Energietechnik vermittelt werden. Die Initiative Umwelthandwerker leistet sowohl einen Beitrag zur Nachhaltigen Energieversorgung als auch zur Integration geflüchteter Menschen.

Klimapartnerschaft mit Costa Rica (für RENN.west)

Ausgezeichnet als Transformationsprojekt für RENN.west wird die Klimapartnerschaft des Rhein-Pfalz-Kreises mit La Fortuna, Costa Rica. Die kommunalen Klimapartnerschaften sind ein Projekt des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), das Kommunen unterstützt, Partnerschaften mit Gemeinden des globalen Südens einzugehen und Projekte im Bereich des Klimaschutzes umzusetzen. Im konkreten Fall wird etwa der Bau eines Wertstoffhofes in La Fortuna vorangetrieben. Damit soll die einzige Deponie in der Gegend von Abfallmengen entlastet und die Erfassung von Wertstoffen verbessert werden. Ein weiteres Projekt ist ein Schüleraustausch, in dessen Rahmen Workshops zu den Themen Naturschutz und nachhaltiger Tourismus, Wertstofftrennung oder Grundwasserschutz angeboten werden. Ziel ist, die Umwelt- und Klimabildung in Schulen langfristig voranzutreiben.

perspektive n (für RENN.mitte)

Ausgezeichnet wird die Debattenreihe „perspektive n" des Vereins „netzwerk n". Sie existiert seit 2016 und rückt die Hochschule selbst ins Zentrum – sie ist das Objekt, das es zu transformieren gilt. Dabei konzentriert man sich auf fünf Handlungsfelder: Lehre, Forschung, Betrieb, Governance und Transfer. Mit vielen interaktiven und aktivierenden Methoden wird ein Raum geschaffen, um den aktuellen Stand an der jeweiligen Hochschule aufzugreifen, Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen, Engagierte, Entscheiderinnen und Entscheider zu mobilisieren. Ziel ist es, „perspektive n" an möglichst vielen Hochschulen in Deutschland mit unterschiedlichen Kooperationspartnern auszurichten.

Lokale Agenda 21 – Für ein zukunftsfähiges Augsburg (für RENN.süd)

Seit 22 Jahren engagieren sich Augsburgerinnen und Augsburger gemeinsam im Lokalen Agenda 21-Prozess für eine nachhaltige Entwicklung. Mit dabei sind Umwelt- und Eine-Welt-Gruppen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen, kirchliche Gruppen, Vertreter der Wirtschaft, der Stadtverwaltung und andere Organisationen. Alle gemeinsam treibt die Frage an, wie sich Augsburg entwickeln soll, damit es nachhaltig, d.h. zukunftsfähig wird. Von den vielen verschiedenen Arbeitsgruppen werden Veranstaltungen durchgeführt, Projekte umgesetzt, Materialien erarbeitet und über den Nachhaltigkeitsbeirat Empfehlungen an den Stadtrat, die Stadtverwaltung und die Stadtgesellschaft formuliert. Zu den Transformationsprojekten 2018 Zu allen Gewinnern von Projekt Nachhaltigkeit 2018: www.projektnachhaltigkeit.renn-netzwerk.de Die nächste Ausschreibung für „Projekt Nachhaltigkeit 2019“ erfolgt Anfang 2019. Der Preis richtet sich an Initiativen und Projekte, die zukunftsgerichtet für Nachhaltigkeit wirken und einen Beitrag zur Umsetzung der globalen UN-Entwicklungsziele in unserer Gesellschaft leisten.

RENN – Stark in der Region

Die vier Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien (RENN) sind ein Projekt des Rates für Nachhaltige Entwicklung und werden vom Bund bis 2022 gefördert. Mit insgesamt 20 Partnerorganisationen vernetzen sie Akteure aus allen gesellschaftlichen Bereichen, damit die Agenda 2030 in unseren Regionen gelebte Praxis wird. Zu den diesjährigen Schwerpunktthemen Mobilität, Quartiersentwicklung, Konsum, Stadt- Land/Ländlicher Raum möchten die vier RENN nach der Auszeichnung von „Projekt Nachhaltigkeit“ in einen vertieften Austausch mit den Preisträgern und allen weiteren Bewerbern gehen. Mehr unter www.renn-netzwerk.de Verfolgen Sie die RENN.tage 2018 auch auf Twitter #renntage18

Folgen Sie dem RNE per Newsletter und auf Twitter:

Folgen Sie dem RNE auf Twitter: Twitter RNE Unser Newsletter informiert zu Themen und Projekten des RNE und zur Nachhaltigkeitspolitik.  Zur Anmeldung: Newsletter des RNE Der Rat für Nachhaltige Entwicklung wurde erstmals im April 2001 von der Bundesregierung berufen. Dem Rat gehören 15 Personen des öffentlichen Lebens an. Die Aufgaben des Rates sind die Entwicklung von Beiträgen für die Umsetzung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie, die Benennung von konkreten Handlungsfeldern und Projekten sowie Nachhaltigkeit zu einem wichtigen öffentlichen Anliegen zu machen. In der Wahl seiner Themen und Aktionsformen ist der Rat unabhängig. Ergebnisse aus der laufenden Arbeit sind zum Beispiel der Deutsche Nachhaltigkeitskodex, Stellungnahmen zur Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie, zu den Globalen Nachhaltigkeitszielen, zur Klimapolitik, zur Rohstoffpolitik und zur fiskalischen Nachhaltigkeit, zum Ökolandbau, die Gründung des Hub for Sustainable Finance, die zivilgesellschaftlichen Initiativen von Projekt Nachhaltigkeit, der Strategiedialog zur nachhaltigen Stadtentwicklung mit Oberbürgermeistern, die Impulse Jugendlicher und junger Erwachsener zur kommunalen Nachhaltigkeit und zur deutschen Nachhaltigkeitspolitik sowie Beiträge zum nachhaltigen Wirtschaften. Mehr unter www.nachhaltigkeitsrat.de

Medienkontakt:

Katja Tamchina Medienreferentin Rat für Nachhaltige Entwicklung Geschäftsstelle c/o GIZ GmbH Potsdamer Platz 10 D-10785 Berlin Telefon: 030/338424-233 E-Mail: katja.tamchina@nachhaltigkeitsrat.de Medienkontakt Projekt Nachhaltigkeit: Barbara Makowka Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e.V. (Gesamtkoordination) RENN.nord Telefon: 040/302 156 603 E-Mail: makowka@wald.de" ["post_title"]=> string(63) "Ausgezeichnet: Transformationsprojekte, die die Welt verändern" ["post_excerpt"]=> string(0) "" ["post_status"]=> string(7) "publish" ["comment_status"]=> string(6) "closed" ["ping_status"]=> string(6) "closed" ["post_password"]=> string(0) "" ["post_name"]=> string(61) "ausgezeichnet-transformationsprojekte-die-die-welt-veraendern" ["to_ping"]=> string(0) "" ["pinged"]=> string(0) "" ["post_modified"]=> string(19) "2018-11-21 08:58:43" ["post_modified_gmt"]=> string(19) "2018-11-21 07:58:43" ["post_content_filtered"]=> string(0) "" ["post_parent"]=> int(0) ["guid"]=> string(42) "https://www.nachhaltigkeitsrat.de/?p=11792" ["menu_order"]=> int(0) ["post_type"]=> string(4) "post" ["post_mime_type"]=> string(0) "" ["comment_count"]=> string(1) "0" ["filter"]=> string(3) "raw" } [3]=> object(WP_Post)#6752 (24) { ["ID"]=> int(11081) ["post_author"]=> string(1) "5" ["post_date"]=> string(19) "2018-10-08 10:19:38" ["post_date_gmt"]=> string(19) "2018-10-08 08:19:38" ["post_content"]=> string(8061) "Schon bevor es richtig los geht am 12. September mit der Veranstaltung „Projekt Nachhaltigkeit 2018: Auszeichnen, Vernetzen, Weiterdenken“ in der Berliner Repräsentanz der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, GIZ, pappen zahlreiche Zettel auf den beiden Pinnwänden für „Ihr Angebot“ und „Ihr Gesuch“. Jan von der Brelie von der Initiative Psychologie im Umweltschutz etwa bietet Beratung zur „Steigerung der Wirksamkeit von Nachhaltigkeits-Kampagnen“, Maria Wischeropp von der Bürgerstiftung Erfurt sucht „Best practice Beispiele“. Die Zettel sind eine Art Aushängeschild für die Fragen, die die 90 Teilnehmenden an diesem Tag klären wollen: Wie können diejenigen, die sich für Nachhaltigkeit engagieren, welche Themen am besten stemmen? Und: Welche neuen Bündnisse sind denkbar? Geladen hat RENN.mitte. Sie ist eine der insgesamt vier Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien, die vom Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) eingerichtet wurden. Am Ende stehen Geschichten über zahlreiche Projekte und viele Anregungen.

Digitalisierung geht alle an

Tilman Santarius ist Professor für sozial-ökologische Transformation und nachhaltige Digitalisierung am Einstein Centre Digital Futures und der Technischen Universität Berlin. Er zum Beispiel riet, den Dialog zu suchen mit Netzaktivisten wie dem Chaos Computer Club. Denn die Digitalisierung stelle das Leben wie kaum etwas anderes auf den Kopf. Ob sie die Welt von morgen ökologischer und sozialer mache, hänge davon ab, wie die Gesellschaft sie gestalte. So belaufe sich der Stromverbrauch aller Informations- und Kommunikationstechnologien bereits heute auf rund zehn Prozent der weltweiten Stromnachfrage und könne bis 2030 auf bis zu 50 Prozent ansteigen. Und wer einen 90-minütigen Hollywood-Streifen streame, spare im Vergleich zum Ausleihen einer DVD bis zu einem Drittel Treibhausgasemissionen ein. Doch werde der Vorteil aufgefressen, weil allerorten Filme gestreamt würden, an der Bushaltestelle, in der Bahn, und so der Konsum insgesamt steige. Santarius, Mitautor des Buches „Smarte grüne Welt – Digitalisierung zwischen Überwachung, Konsum und Nachhaltigkeit“, plädiert für eine „transformative Digitalpolitik“. Für ihn gehört, erklärte er, dazu erstens die Regulierung wie etwa eine Öko-Designrichtlinie für Informations- und Kommunikationstechnik; zweitens: eine kritische digitale Bildung, um das Medienangebot besser zu verstehen. Und drittens die „breite Bewegung“, also Bürger, die sich einmischen und zeigen, wie sich Zukunft gestalten lässt.

Die vier Feinde der Nachhaltigkeit

Neue Themen zu entdecken, neue Bündnisse zu schmieden ist aber nur das eine, das andere: durchhalten. Wie schafft man das? Oft bleibe Anerkennung aus für das eigene Engagement, meinte Pia Paust-Lassen von Berlin 21 e.V.. Lob sei aber wichtig – und darum auch der Wettbewerb Projekt Nachhaltigkeit, den der RNE vor Jahren initiiert hat und der seit diesem Jahr von RENN.mitte und den anderen drei Regionalstellen in Nord, Süd und West durchgeführt wird. So würden Projekte auch „sichtbarer“ und mehr Aufmerksamkeit in Landes- und Bezirksregierungen geschaffen. Die Projekte machten vor, wie die Gesellschaft transformiert werden könne, erklärte Olaf Tschimpke, stellvertretender Vorsitzender des Rates für Nachhaltige Entwicklung, darum gebühre „ihnen Dank“. Zusammen mit dem grünen Berliner Justizsenator Dirk Behrendt, zuständig auch für das wichtige Thema Verbraucherschutz, zeichnete er in der GIZ-Repräsentanz die Preisträger aus der Region RENN.mitte aus, also Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Darunter etwa die Potsdamer Gemüseackerdemie, die Schulen und Kitas dabei unterstützt, Gemüseäcker anzulegen, so dass Kinder einen realen Bezug zu Lebensmitteln bekommen können. Oder der Bürgertreff in der „Kleinen Markthalle“ in Stendal, den die Freiwilligen-Agentur Altmark e.V. gegründet hat – als „Impulsstätte für Engagement“. Die Nachhaltigkeit habe „vier Feinde“, sagte Behrendt, „Bequemlichkeit, fehlender Mut, Profitdenken, Gewohnheit.“ Die ausgezeichneten Teams zeigten, es gebe „auch die Freunde“. Aber wie lassen sich die Feinde überwinden? Was also gibt den Ausschlag fürs Gelingen, wo liegen die Hürden? Einige der vielen Tipps der Teilnehmenden aus den drei Workshops nach der Preisverleihung: Etwa von Tilman Kunowski, er hat zusammen mit seiner Frau Brit Eismann im brandenburgischen Dorf Himmelpfort ein ehemaliges Mühlengelände in der Ortsmitte in eine Begegnungsstätte mit Herberge, Bibliothek, Seminarräumen, Kulturveranstaltungen umgewidmet und dafür den Verein „Craftwerk“ gegründet. Kunowski erklärte: „Persönlicher Einsatz ist am wichtigsten für den Erfolg.“ Ihn hat es Geduld und teure Gutachten gekostet, bis das Bauamt schließlich seinen Segen für den Beherbergungsbetrieb gab. Der Ärger mit bürokratischen Behörden – für Kunowksi ist es das „größte Hindernis“.

Raus aus der grünen Blase

Und Davide Brocchi meinte, Nachhaltigkeit brauche ungewöhnliche Allianzen, nicht nur die üblichen Verdächtigen, die Umweltakteure, sondern auch Leute aus Lokalökonomie, soziale Bewegung. Er hat den Tag des guten Lebens in Köln initiiert, ein autofreier Sonntag in einem Stadtteil der rheinischen Metropole, an dem die Nachbarn die Straße mit ihren Ideen füllen. Brocchi nennt das „Quartiersentwicklung von unten“. Man müsse verhindern, in die Öko- oder eine andere bestimmte Schublade gesteckt zu werden, sonst machten „nicht so viele Bürger mit.“ Raus aus der grünen Blase? Dazu gab es noch weitere Anregungen. Eine Teilnehmerin meinte: „Es ist besser eine Hüpfburg aufzustellen als einen veganen Imbissstand aufzubauen, wenn man viele Bürger bekommen will“. Eine andere plädierte dafür, nicht nur das Öko-Argument zu betonen, sondern auch andere Vorteile umweltfreundlichen Verhaltens wie „Du kannst Geld sparen, wenn Du nicht das Auto nimmst“ oder „Du kannst hundert Jahre leben, wenn Du gesundes Essen isst.“ Die Veranstaltung „Auszeichnen, Vernetzen und Weiterdenken“ hat gefruchtet, am Ende hängt an der Pinnwand sogar der Zettel „Biete Garten“. [breaking-news title=] Erfahrungen austauschen, von Angeboten profitieren, sich gegenseitig unterstützen, Vorbild sein, wie die Gesellschaft sich nachhaltig wandeln kann – das sind die Ziele des Wettbewerbs Projekt Nachhaltigkeit. RENN.mitte und auch die drei anderen Regionalstellen Nachhaltigkeit RENN.nord, RENN.west und RENN.süd zeichnen ihre Preisträger 2018 auf Veranstaltungen aus. Insgesamt werden so 40 Projekte prämiert. [/breaking-news]" ["post_title"]=> string(79) "Die Projekte Nachhaltigkeit 2018: Gesellschaft aus der Region heraus verändern" ["post_excerpt"]=> string(236) "Mehr Anerkennung, neue Bündnisse, besserer Austausch – bei der Veranstaltung „Projekt Nachhaltigkeit 2018: Auszeichnen, Vernetzen, Weiterdenken“ entwickeln die Teilnehmenden Tipps und Strategien, um ihre Projekte voranzubringen." ["post_status"]=> string(7) "publish" ["comment_status"]=> string(6) "closed" ["ping_status"]=> string(6) "closed" ["post_password"]=> string(0) "" ["post_name"]=> string(78) "die-projekte-nachhaltigkeit-2018-gesellschaft-aus-der-region-heraus-veraendern" ["to_ping"]=> string(0) "" ["pinged"]=> string(0) "" ["post_modified"]=> string(19) "2018-10-08 10:19:38" ["post_modified_gmt"]=> string(19) "2018-10-08 08:19:38" ["post_content_filtered"]=> string(0) "" ["post_parent"]=> int(0) ["guid"]=> string(42) "https://www.nachhaltigkeitsrat.de/?p=11081" ["menu_order"]=> int(0) ["post_type"]=> string(4) "post" ["post_mime_type"]=> string(0) "" ["comment_count"]=> string(1) "0" ["filter"]=> string(3) "raw" } [4]=> object(WP_Post)#7096 (24) { ["ID"]=> int(10143) ["post_author"]=> string(1) "5" ["post_date"]=> string(19) "2018-07-11 12:42:54" ["post_date_gmt"]=> string(19) "2018-07-11 10:42:54" ["post_content"]=> string(5263) "Berlin, 11.07.2018 – Die Preisträgerinnen und Preisträger für das „Projekt Nachhaltigkeit 2018“ sind ausgewählt – insgesamt gab es 450 Einreichungen, fast doppelt so viele wie im Jahr zuvor. Der seit 2011 vom Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) vergebene Preis wurde erstmals von den vier Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien (RENN) in Kooperation mit dem RNE verliehen. Projekt Nachhaltigkeit hat dadurch noch mehr Menschen in allen Bundesländern und Regionen erreicht. Von den eingereichten Projekten bewarb sich ein Großteil mit einem Schwerpunktthema zur Umsetzung der globalen UN-Nachhaltigkeitsziele, davon knapp die Hälfte mit einem Fokus auf nachhaltigem Konsum. 80 Projekte wurden zum Thema Quartiersentwicklung eingereicht, 61 zum Thema Stadt- Land/Ländlicher Raum und 39 mit einem Schwerpunkt auf nachhaltige Mobilität. Die überwiegende Anzahl der Projekte stammt aus Deutschland, neun Projekte kommen aus Österreich, Finnland, Ungarn und der Schweiz. Mit 88 eingereichten Projekten und Initiativen ist Nordrhein-Westfalen der Vorreiter unter den Bundesländern. Von den Einreichungen werden 42 Projekte ausgezeichnet – zehn für jedes der vier RENN-Gebiete Nord, Süd, Mitte und West und zwei internationale Projekte als Sonderpreis. Die 42 Gewinnerprojekte erhalten jeweils 1.000 € Förderung, um ihre Projekte weiter voranzutreiben. Des Weiteren werden die ausgezeichneten Projekte in die eingerichtete Akteurslandkarte des RENN-Netzwerks aufgenommen. Diese neue Plattform bietet die Möglichkeit, sich mit neuen Akteuren zu vernetzen und auszutauschen. Zu den Gewinnern: www.projektnachhaltigkeit.renn-netzwerk.de. Die Jury wählte die Projekte und Initiativen nach folgenden Kriterien aus: Die nächste Ausschreibung für „Projekt Nachhaltigkeit 2019“ erfolgt Anfang 2019. Der Preis richtet sich an Initiativen und Projekte, die zukunftsgerichtet für Nachhaltigkeit wirken und einen Beitrag zur Umsetzung der globalen UN-Entwicklungsziele in unserer Gesellschaft leisten.

RENN – Stark in der Region

Die vier Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien (RENN) werden vom Bund über eine Dauer von fünf Jahren mit insgesamt 10 Millionen Euro gefördert. Als bundesweites Netzwerk von 20 Nachhaltigkeitsakteuren fördert RENN die lokale und länderübergreifende Vernetzung diverser Akteure zu Fragen einer nachhaltigen Entwicklung. Unter anderem zu den diesjährigen Schwerpunktthemen Mobilität, Quartiersentwicklung, Konsum, Stadt- Land/Ländlicher Raum möchten die vier RENN nach der Auszeichnung von „Projekt Nachhaltigkeit“ in einen vertieften Austausch mit den Preisträgern und allen weiteren Bewerbern gehen. Ziel ist es, die Themen in den Regionen stärker zu verankern und über Vernetzung und weitere Angebote zu stärken. Mehr unter www.renn-netzwerk.de Der Rat für Nachhaltige Entwicklung wurde erstmals im April 2001 von der Bundesregierung berufen. Dem Rat gehören 15 Personen des öffentlichen Lebens an. Die Aufgaben des Rates sind die Entwicklung von Beiträgen für die Umsetzung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie, die Benennung von konkreten Handlungsfeldern und Projekten sowie Nachhaltigkeit zu einem wichtigen öffentlichen Anliegen zu machen. Mehr unter www.nachhaltigkeitsrat.de

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Medienkontakt Rat für Nachhaltige Entwicklung

Katja Tamchina Medienreferentin Rat für Nachhaltige Entwicklung Geschäftsstelle c/o GIZ GmbH Potsdamer Platz 10 D-10785 Berlin Telefon: 030/338424-233 E-Mail: katja.tamchina@nachhaltigkeitsrat.de

Medienkontakt Projekt Nachhaltigkeit

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Berlin, 11.06.2019 - Die 40 Preisträgerinnen und Preisträger für das „Projekt Nachhaltigkeit 2019“ stehen fest. Aus mehr als 500 Projekten hat die Expertenjury vor wenigen Tagen ihre zehn Favoriten in jeder RENN-Region – Nord, Mitte, West und Süd – ausgewählt. Die Gewinner-Projekte erhalten eine Förderung und Zugang zum bundesweiten RENN-Netzwerk. Hinter der Auszeichnung stehen die Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien (RENN) in Kooperation mit dem Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE).

Nachhaltige Entwicklung in Deutschland ist vielseitig, und so sind auch ihre Akteure. Das Spektrum der eingereichten Projekte reicht von lokalen Bürgerinitiativen über bundesweite Bildungsprojekte bis hin zu internationalen Entwicklungsprojekten. Abwechslungsreich sind auch die Themen: Ein Großteil bewarb sich mit einem Schwerpunktthema zur Umsetzung der globalen VN-Nachhaltigkeitsziele, davon knapp die Hälfte mit einem Fokus auf nachhaltigem Konsum. 84 Projekte wurden zum Thema Stadt-Land eingereicht, die neuen Themen Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaft waren mit 75 und 53 Bewerbern ebenfalls beliebt. Diese thematische Bandbreite spiegelt sich auch in der Entscheidung der Jury, bestehend aus den vier RENN-Konsortialführern, RENN-Leitstelle sowie externen Experten, wider.

Die überwiegende Anzahl der eingereichten Projekte stammt aus Deutschland, fünf Projekte kommen aus Österreich, Finnland und der Schweiz. Mit 68 eingereichten Projekten und Initiativen ist Nordrhein-Westfalen der Vorreiter unter den Bundesländern. Durch das stetig wachsende Netzwerk der RENN konnten noch mehr Menschen quer durch alle Bundesländer und Regionen erreicht werden als in den letzten Jahren. Die Preisträgerinnen und Preisträger profitieren von der Arbeit der RENN, indem sie neue Kontakte knüpfen, Impulse bekommen und ihre Ideen über die zahlreichen Partnerinitiativen verbreiten. Die 40 Gewinnerprojekte erhalten zudem jeweils 1.000 EUR Förderung, um ihre Arbeit weiter voranzutreiben.

Die Liste der Gewinner finden Sie untenstehend sowie detailliert auf der Projektseite.

Die Preisträgerinnen und Preisträger 2019

RENN.süd

RENN.west

RENN.mitte

RENN.nord

Projekt Nachhaltigkeit – ein Qualitätssiegel

Die Auszeichnung „Projekt Nachhaltigkeit“ ist ein etabliertes Qualitätssiegel mit bundesweiter Bekanntheit. Sie bietet den Preisträgern viele Vorteile: Zugang zu einem attraktiven, regionalen und bundesweiten Netzwerk, verstärkte öffentliche Aufmerksamkeit sowie die Chance, den öffentlichen Diskurs zu prägen und weitere Unterstützung zu gewinnen. So erhalten die Gewinner beispielsweise eine exklusive Einladung zu den bundesweiten RENN.tagen. Darüber hinaus winkt ein Preisgeld von insgesamt 40.000 €.

Auszeichnung der Transformationsprojekte

Vier Projekte (ein Projekt pro RENN), die besonders viel bewegen und einen transformativen Charakter aufweisen, werden zudem als Transformationsprojekt auf Bundesebene ausgezeichnet. Die Auszeichnung erfolgt dieses Jahr erneut bei den RENN.tagen im Dezember.

RENN - stark in der Region

Vier Regionale Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien (RENN) mit insgesamt 20 Partnerorganisationen vernetzen Akteure und Initiativen für eine nachhaltige Entwicklung, laden ein zum Erfahrungsaustausch und geben Impulse für einen gesellschaftlichen Wandel. So machen die RENN das komplexe Konzept der Nachhaltigkeit über Regionen und Ländergrenzen hinweg erlebbar. „Nachhaltiger Konsum“, „Soziale Gerechtigkeit“, „Stadt – Land/ländlicher Raum“ sowie „Nachhaltiges Wirtschaften“ sind die Schwerpunktthemen im Jahr 2019. Die RENN sind ein Projekt des Rates für Nachhaltige Entwicklung und werden vom Bund bis 2022 gefördert.

Weitere Informationen zu „Projekt Nachhaltigkeit“ finden Sie unter: www.projektnachhaltigkeit.renn-netzwerk.de.

Folgen Sie „Projekt Nachhaltigkeit“ auf Facebook und Instagram und unter #projektnachhaltigkeit.

Kontakt Projekt Nachhaltigkeit:

Barbara Makowka
Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e. V. (Gesamtkoordination)
RENN.nord
Telefon: 040 /302 156 603
E-Mail: makowka@wald.de

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