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Frage: Frau Pätzold, Sie haben auf der Tagung zur betrieblichen Altersversorgung, die der WWF, die Verbraucherzentrale Bremen und der RNE am 29. Mai in Berlin ausgerichtet haben, einen aufschlussreichen Vortrag zur europäischen Richtlinie EbAV-II für Pensionskassen und Pensionsfonds gehalten. Ihre Analyse hat viele der Anwesenden überrascht. Was sind Ihre wichtigsten Erkenntnisse?

Heidi Pätzold: Wir beobachten derzeit, dass die EU den Prozess für Sustainable Finance massiv vorantreibt und in diesem Zuge auch die Berücksichtigung von ESG-Kriterien in die EbAV-II-Richtlinie implementiert. Allerdings geschieht das noch sehr zurückhaltend, vor allem aber: Teilweise sind die Vorgaben widersprüchlich. So wird es zur freiwilligen Entscheidung der Einrichtungen der betrieblichen Altersvorsorge (EbAV) erklärt, ob sie ESG-Kriterien in ihrer Anlagepolitik berücksichtigen wollen. Im Risikomanagement allerdings ist es verpflichtend, diese Faktoren einzubeziehen – einerseits. Andererseits soll es nur für jene Einrichtungen der betrieblichen Altersvorsorge verpflichtend sein, ESG-Risiken zu beurteilen, die in ihrer Anlagepolitik Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigen. Auf Vorschlag der EU-Kommission sollen nun allerdings weitere Änderungen an der Richtlinie vorgenommen werden. Diese gehen meiner Meinung nach in die richtige Richtung, ob sie aber den skizzierten Widerspruch auflösen, lässt sich momentan noch nicht abschließend beurteilen.

Inzwischen liegt ein erster Referentenentwurf des Finanzministeriums vor, der die EbAV II-Richtlinie in deutsches Recht umsetzt. Was haben die Unternehmen dadurch konkret zu erwarten?

Das Bundesfinanzministerium setzt die Vorgaben der EbAV II-Richtlinie 1:1 um. Das bedeutet, Unternehmen, die bisher keine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt haben, werden auch künftig nicht verpflichtet, ESG-Faktoren bei den Anlageentscheidungen zu berücksichtigen. Ebenso wenig werden solche nicht-nachhaltigkeitsorientierten Unternehmen die Risiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel, der Ressourcennutzung oder soziale Risiken zu beurteilen haben, genauso wenig wie das Risiko von “stranded assets”– also von Anlagewerten, die aufgrund von geänderten Regulierungen unerwartet an Wert verlieren können. Denken Sie beispielsweise an ein Kohlekraftwerk, das aufgrund höherer Energie- und Emissionseffizienzkriterien nicht mehr betrieben werden darf. Auf der anderen Seite werden Unternehmen, die Nachhaltigkeitsaspekte im Rahmen ihrer Anlagepolitik und Anlageentscheidungen bereits beachten, dazu verpflichtet, die Risiken, die sich unter anderem aus dem Klimawandel ergeben, zu beurteilen. Diese Zweiteilung ist nicht nachvollziehbar, wenn man auf eine nachhaltige Finanzwirtschaft abzielen will.

Das klingt für den juristischen Laien so, als ob die Hürde, die betrieblichen Pensionsrücklagen nach nachhaltigen Kriterien anzulegen, dadurch höher gelegt wird?

Da nur für nachhaltig orientierte Pensionskassen und Pensionsfonds zusätzliche Vorgaben gemacht werden, treffen auch nur diese die höheren Anforderungen. Ich gehe aber davon aus, dass diese Institute zum Beispiel Klimarisiken ohnehin schon berücksichtigen. Es wäre allerdings nicht nur für diese Einrichtungen, sondern für alle Pensionskassen beziehungsweise Pensionsfonds angezeigt, etwa das Wertminderungsrisiko durch “stranded assets” im Rahmen des Risikomanagements zu beurteilen.

Nun sind in diesem Frühsommer weitere Gesetzesinitiativen zum Thema Sustainable Finance gestartet worden, die auch auf die betriebliche Altersversorgung Auswirkungen haben können: Die EU-Kommission hat im März ihren nachhaltigen Aktionsplan und, darauf beruhend, im Mai die ersten Gesetzgebungsvorschläge zur Sustainable Finance auf den Weg gebracht, und das EU-Parlament hat direkt im Anschluss mit breiter Zustimmung eine Resolution verabschiedet, die in eine ähnliche Richtung, sogar eher noch weiter, geht. Stimmt der Eindruck, dass diese beiden Initiativen einen anderen Ansatz verfolgen als die EbAV-II-Richtlinie?

Der Ansatz hin zu nachhaltig orientierter Finanzwirtschaft und dazu, finanzielle Klimarisiken zu vermindern und CO2-intensive Investitionen zu verringern, ist in allen EU-Initiativen erkennbar. Die bisherigen und aktuellen Gesetzesinitiativen der EU-Kommission und des EU-Parlaments zeigen die Entwicklung von einem zunächst vorsichtigen Ansatz, der sich immer mehr auf konkrete Umsetzungspläne fokussiert. Ich sehe dies als Teil eines Prozesses, der gerade massiv Fahrt aufnimmt, um Nachhaltigkeit im Finanzwesen zu verankern.

Auch aufgrund der Erfahrung mit der Entstehungsgeschichte der EbAV-II-Richtlinie: Inwieweit ist es sinnvoll, von den Inhalten der aktuell vorliegenden Vorschläge und Pläne auf deren tatsächliche Umsetzung zu schließen? Von welchem Zeithorizont kann man da ausgehen?

Die aktuellen Vorschläge der EU-Gremien sind Vorlagen, die nun in die Diskussion auf politischer und gesellschaftlicher Ebene gehen. Dabei werden nicht nur Entscheidungsträger auf EU-Ebene, sondern auch die von den Gesetzen betroffenen Institutionen einbezogen. Die Erfahrung zeigt, dass im Laufe dieses Prozesses noch verschiedene Änderungen der ambitionierten Vorschläge zu erwarten sind. Der Gesetzgebungsprozess zur EbAV II-Richtlinie hat mehrere Jahre gedauert, und der ursprüngliche Wortlaut der Richtlinie wurde immer wieder verändert und angepasst.

Geht man zu weit, wenn man vor diesem Hintergrund von einer rechtlichen Unsicherheit spricht, in der sich Einrichtungen bewegen, die sich für eine nachhaltige Ausrichtung ihrer betrieblichen Altersversorgung interessieren? Welche Folgen wird das voraussichtlich für die Entwicklung der bAV haben? Wie sollten die Institutionen mit der Situation umgehen?

Die Pensionskassen werden zunächst die Umsetzung der EbaV II-Richtlinie in deutsches Recht zum 13.01.2019 abwarten müssen. Ob kurzfristig weitergehende Regelungen greifen werden, lässt sich im Moment schwer vorhersagen. Ganz unabhängig davon tun aber alle Pensionskassen aus meiner Sicht gut daran, ihre Anlagepolitik nachhaltig auszurichten und die klimarelevanten Risiken ihrer Vermögenswerte zu beurteilen. Ich gehe nicht davon aus, dass die geplanten neuen Regelungen eine Ausrichtung auf Nachhaltigkeit blockieren werden. Im Gegenteil werden sie eher die Einrichtungen der betrieblichen Altersvorsorge, die sich mit dem Thema bisher nicht beschäftigt haben, vor neue Anforderungen stellen. Das Interview führte Carolyn Braun. [links] [link to="https://www.nachhaltigkeitsrat.de/aktuelles/betriebsrenten-und-nachhaltigkeit-kein-nischenthema/"] Zur Meldung „Betriebsrenten und Nachhaltigkeit: Kein Nischenthema" [/link] [/links]" ["post_title"]=> string(78) "„Pensionskassen tun gut daran, ihre Anlagepolitik nachhaltig auszurichten”" ["post_excerpt"]=> string(335) "Heidi Pätzold ist Rechtsanwältin in der Hamburger Kanzlei r.hs mit Schwerpunkt Bank- und Versicherungsrecht. Die promovierte Juristin unterstützt die Verbraucherzentralen Hamburg und Bremen im Bereich Finanzdienstleistungen und Nachhaltigkeit und hat die EbAV II-Richtlinie analysiert. Im Interview erläutert sie ihre Erkenntnisse." ["post_status"]=> string(7) "publish" ["comment_status"]=> string(6) "closed" ["ping_status"]=> string(6) "closed" ["post_password"]=> string(0) "" ["post_name"]=> string(71) "pensionskassen-tun-gut-daran-ihre-anlagepolitik-nachhaltig-auszurichten" ["to_ping"]=> string(0) "" ["pinged"]=> string(0) "" ["post_modified"]=> string(19) "2018-08-16 09:37:25" ["post_modified_gmt"]=> string(19) "2018-08-16 07:37:25" ["post_content_filtered"]=> string(0) "" ["post_parent"]=> int(0) ["guid"]=> string(42) "https://www.nachhaltigkeitsrat.de/?p=10477" ["menu_order"]=> int(0) ["post_type"]=> string(4) "post" ["post_mime_type"]=> string(0) "" ["comment_count"]=> string(1) "0" ["filter"]=> string(3) "raw" } [1]=> object(WP_Post)#10018 (24) { ["ID"]=> int(10461) ["post_author"]=> string(1) "5" ["post_date"]=> string(19) "2018-08-16 09:33:23" ["post_date_gmt"]=> string(19) "2018-08-16 07:33:23" ["post_content"]=> string(6584) "„Die betriebliche Altersversorgung kann einen wesentlichen Impuls zur Transformation des Kapitalmarktes leisten”, sagt Alexander Bassen, Professor für Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Kapitalmärkte und Unternehmensführung und Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE). „Durch ihre langfristige, an den Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ausgerichtete Zielsetzung drängt es sich förmlich auf, Nachhaltigkeitskriterien bei der Anlageentscheidung konsequent zu berücksichtigen”, so Bassens Analyse. Klimaschutz und Nachhaltigkeit stärker in der betrieblichen Altersversorgung (bAV) zu verankern: Das hatte die Tagung zum Ziel, zu der der RNE zusammen mit der Verbraucherzentrale Bremen und dem WWF am 29. Mai nach Berlin eingeladen hatte. Bei der bAV handelt es sich keineswegs um eine Nische an den Kapitalmärkten, das machte Heribert Karch, Vorstandsvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersversorgung (aba) und Metallrente-Geschäftsführer, in seiner Keynote klar: Immerhin 575 Milliarden Euro verwalteten die Anbieter im Jahr 2015 in Deutschland. Und so hatten sich rund 60 Interessierte trotz sommerlicher Hitze in der Berliner Stadtmission zusammengefunden, um den Keynotes, Vorträgen und Panel-Diskussionen von Interessenvertretern aus Politik, von Verbänden und NGOs zuzuhören. Die leitende Frage: Wie könnte ein Umdenken bei der bAV dazu beitragen, dass die Kapitalmärkte künftig stärker auch die so genannten ESG-Kriterien in ihre Entscheidungen einbeziehen – also ökologische und soziale Aspekte sowie die Art der Unternehmensführung („Environment Social Governance“).

Betriebliche Altersversorgung: Hoher Aufklärungsbedarf

Auf die Begrüßung durch Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, folgte aba-Vorstandvorsitzender Heribert Karch, der zu dem Schluss kam: „Die bAV kann kein Trendsetter sein, aber sie kann Trends aufnehmen.” RNE-Mitglied Alexander Bassen verwies in seiner Einführung auf das Potenzial des Hub for Sustainable Finance, die Initiative des RNE und der Deutschen Börse AG, die seit Sommer 2017 gemeinsam daran arbeiten, ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten im Finanzsektor zu koordinieren und weiter voranzutreiben: „Der Hub bietet eine Plattform für weitere Akteure und Initiativen, die zu einem nachhaltigen Finanzsystem in Deutschland beitragen wollen”, erläuterte er. Für Mitorganisatorin Ulrike Brendel, Leiterin des Projekts „Gut fürs Geld, gut fürs Klima" bei der Verbraucherzentrale Bremen, besteht bei dem Thema weiterhin erheblicher Aufklärungsbedarf. Viele Menschen hätten zwar schon einmal von einem ethisch-ökologischen Investmentfonds oder einer Nachhaltigkeitsbank gehört. Weniger bekannt hingegen sei, dass „auch bei der Anlage der bAV-Beiträge ethische, soziale oder ökologische Kriterien eine Rolle spielen können”. Positiv bewertet sie, dass die Anbieter schon seit über 15 Jahren dazu verpflichtet seien, im Rahmen des Versicherungsaufsichtsgesetzes Angaben darüber zu machen, ob und wie sie ethische, soziale und ökologische Belange berücksichtigen. Auf der bAV-Tagung hatten eine Reihe von Praxisbeispielen den aktuellen Stand dieser Berichtspflicht und deren Beitrag zu mehr Transparenz illustriert.

Auswirkungen der EbAV-II unklar

Intensiv diskutierten die Teilnehmenden auch über eine europäische Richtlinie zu den Tätigkeiten und der Beaufsichtigung von Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung, die EbAV II, die bis zum Januar 2019 in deutsches Recht gegossen werden muss. Mittlerweile liegt der Referentenentwurf für die nationale Umsetzung der Richtlinie vor. Im Rahmen eines öffentlichen Konsultationsprozesses wurde er den Verbänden und weiteren Stakeholdern mit der Aufforderung zur Kommentierung zugeschickt. Der RNE bittet in seiner Stellungnahme in dem Gesetzentwurf unter anderem vorzusehen, dass Versicherungsunternehmen über ein Nachhaltigkeitsmanagement im Sinne des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) sowie insbesondere ein wirksames internes Kontrollsystem verfügen müssen. Außerdem weist er darauf hin, dass sich neue Risiken, etwa im Kontext des Klimawandels, vor allem aus nicht nachhaltiger Entwicklung von Naturgütern, Sachwerten und Sozialkapital ergeben. Einblicke in die Logik der Richtlinie bot der Vortrag der Hamburger Rechtsanwältin Heidi Pätzold von der Hamburger Kanzlei r.hs, in dem sie auf eine Reihe von Fallstricken in der europäischen Richtlinie hinwies. Trotz aller Widersprüche kommt jedoch auch Pätzold zu dem Schluss, dass der Prozess, Nachhaltigkeit im Finanzwesen zu verankern, gerade massiv Fahrt aufnehme. [links] [link to="https://www.nachhaltigkeitsrat.de/aktuelles/pensionskassen-tun-gut-daran-ihre-anlagepolitik-nachhaltig-auszurichten/"]„Pensionskassen tun gut daran, ihre Anlagepolitik nachhaltig auszurichten” - Interview mit Rechtsanwältin Heidi Pätzold von der Hamburger Kanzlei r.hs [/link] [/links] „Die Veranstaltung hat gezeigt, dass einige Anbieter beim Thema nachhaltige Kapitalanlagen sehr engagiert sind und entsprechende Anlagekriterien berücksichtigen”, sagt Verbraucherschützerin Brendel. Sie seien Best Practice-Beispiele, die zeigten, was möglich, aber weiterhin die Ausnahme sei. Zwar setze sich immer mehr die Erkenntnis durch, dass ESG-Faktoren bei der Risikoanalyse berücksichtigt werden müssten – allerdings noch nicht flächendeckend: „Umso gespannter schauen alle Akteure auf die von der EU-Kommission vorgeschlagenen Maßnahmen zur Sustainable Finance.” Brendel zielt damit auf die ersten Gesetzgebungsvorschläge zum Thema ab, die im Mai auf den Weg gebracht wurden, beruhend auf dem nachhaltigen Aktionsplan der EU-Kommission aus dem März dieses Jahres." ["post_title"]=> string(52) "Betriebsrenten und Nachhaltigkeit: Kein Nischenthema" ["post_excerpt"]=> string(248) "Kann ein Umdenken bei der betrieblichen Altersvorsorge dazu beitragen, ESG-Kriterien an den Kapitalmärkten zu verankern? Und wie wahrscheinlich ist ein solches Umdenken? Eine Tagung von WWF, Verbraucherzentrale Bremen und RNE fand erste Antworten." ["post_status"]=> string(7) "publish" ["comment_status"]=> string(6) "closed" ["ping_status"]=> string(6) "closed" ["post_password"]=> string(0) "" ["post_name"]=> string(51) "betriebsrenten-und-nachhaltigkeit-kein-nischenthema" ["to_ping"]=> string(0) "" ["pinged"]=> string(0) "" ["post_modified"]=> string(19) "2018-08-16 09:33:23" ["post_modified_gmt"]=> string(19) "2018-08-16 07:33:23" ["post_content_filtered"]=> string(0) "" ["post_parent"]=> int(0) ["guid"]=> string(42) "https://www.nachhaltigkeitsrat.de/?p=10461" ["menu_order"]=> int(0) ["post_type"]=> string(4) "post" ["post_mime_type"]=> string(0) "" ["comment_count"]=> string(1) "0" ["filter"]=> string(3) "raw" } [2]=> object(WP_Post)#10094 (24) { ["ID"]=> int(8413) ["post_author"]=> string(1) "5" ["post_date"]=> string(19) "2018-04-17 09:34:18" ["post_date_gmt"]=> string(19) "2018-04-17 07:34:18" ["post_content"]=> string(5198) "Berlin, 17.04.2018 – Wie wird nachhaltige Mobilität Teil unserer Alltagskultur? Wann wird Nachhaltigkeit für Menschen ein Entscheidungskriterium, wenn sie ihr Transportmittel für den Weg von A nach B auswählen? Und wie können Vernetzung und Kommunikation dabei helfen, nachhaltige Mobilität in unserer Gesellschaft zu verankern? Der Rat für Nachhaltige Entwicklung sucht dazu innovative Projekte und Ideen über den Ideenwettbewerb „Mobilitätskultur und Nachhaltigkeit“, die einen Beitrag zur Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele leisten. Die besten Bewerbungen werden bis zu einem Jahr und bis zu einer Höhe von 50.000 Euro gefördert. Marlehn Thieme, Vorsitzende des Rates für Nachhaltige Entwicklung: „Wir müssen unsere Mobilitätskultur ändern. Sie muss angesichts von Luftverschmutzung, Staus in Ballungszentren und der zunehmenden Schließung von Bahnhöfen in ländlichen Regionen zukunftsfähig werden. Es geht jetzt um tragfähige Lösungen für eine nachhaltige und bezahlbare Mobilität, sowohl für die Menschen in den Städten als auch auf dem Land.“

Wer kann am Ideenwettbewerb teilnehmen?

Gemeinnützige Akteure, also zum Beispiel Vereine, Schulen, Initiativen wie außerschulische Lernorte und Gemeinden, können sich mit ihren Ideen bewerben. Dahinter können Praktikerinnen und Praktiker aus dem Bereich Mobilität stehen, zum Beispiel aus Verkehrsbetrieben oder aus der Verwaltung, Leute aus der Kreativbranche, Kultur- und Kunstschaffende – oder einfach engagierte Menschen, die unsere Welt nachhaltiger machen wollen. Wichtig: Es können ausschließlich solche Ideen eingereicht und gefördert werden, die noch nicht umgesetzt werden. Bestehende Projekte können mit einer Weiterentwicklungsidee teilnehmen. Ein Förderantrag ist über ein webbasiertes System auf dem Portal www.tatenfuermorgen.de bis zum 27.05.2018 einzureichen (> LogIn-Bereich > „Mein Konto“ > „Mein Fonds Antrag“ > „neues Projekt anlegen“). Alle nötigen Schritte dazu sind dort erklärt. Die endgültige Entscheidung über eine Förderung obliegt dem RNE nach abschließender Prüfung. Möglich wird dieser Wettbewerb durch ein neues Förderprogramm des RNE, den „Fonds Nachhaltigkeitskultur“. Auf Initiative des Bundestages stellt das Bundeskanzleramt beim Rat für Nachhaltige Entwicklung über einen Zeitraum von drei Jahren 7,5 Millionen Euro zur Einrichtung des Fonds bereit. Der RNE will in diesen drei Jahren mehrere Ideenwettbewerbe zu verschiedenen Bereichen der Alltagskultur (z.B. Essen, Mobilität, Wohnen/Bauen) ausrufen. Der Fonds soll bewährte Ansätze stärken und auch neue Wege gehen, um eine gesellschaftliche Transformation zu mehr Nachhaltigkeit anzustoßen.

Ansprechpartner für Projekte:

Bodo Richter Wissenschaftlicher Referent Rat für Nachhaltige Entwicklung Geschäftsstelle c/o GIZ GmbH Potsdamer Platz 10 D-10785Berlin Telefon: 030/338424-279 E-Mail: bodo.richter@nachhaltigkeitsrat.de

Ansprechpartnerin für Medien:

Katja Tamchina Medienreferentin Rat für Nachhaltige Entwicklung Geschäftsstelle c/o GIZ GmbH Potsdamer Platz 10 D-10785 Berlin Telefon: 030/338424-233 E-Mail: katja.tamchina@nachhaltigkeitsrat.de

Folgen Sie dem RNE per Newsletter und auf Twitter:

Newsletter des RNE Twitter RNE Der Rat für Nachhaltige Entwicklung wurde erstmals im April 2001 von der Bundesregierung berufen. Dem Rat gehören 15 Personen des öffentlichen Lebens an. Die Aufgaben des Rates sind die Entwicklung von Beiträgen für die Umsetzung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie, die Benennung von konkreten Handlungsfeldern und Projekten sowie Nachhaltigkeit zu einem wichtigen öffentlichen Anliegen zu machen. In der Wahl seiner Themen und Aktionsformen ist der Rat unabhängig. Ergebnisse aus der laufenden Arbeit sind zum Beispiel der Deutsche Nachhaltigkeitskodex, Stellungnahmen zur Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie, zu den Globalen Nachhaltigkeitszielen, zur Klimapolitik, zur Rohstoffpolitik und zur fiskalischen Nachhaltigkeit, zum Ökolandbau, die Gründung des Hub for Sustainable Finance, die zivilgesellschaftlichen Initiativen von Projekt Nachhaltigkeit, der Strategiedialog zur nachhaltigen Stadtentwicklung mit Oberbürgermeistern, die Impulse Jugendlicher und junger Erwachsener zur kommunalen Nachhaltigkeit und zur deutschen Nachhaltigkeitspolitik sowie Beiträge zum nachhaltigen Wirtschaften. Mehr unter www.nachhaltigkeitsrat.de" ["post_title"]=> string(90) "Ideenwettbewerb „Mobilitätskultur und Nachhaltigkeit“ - bis zum 27. Mai 2018 bewerben" ["post_excerpt"]=> string(0) "" ["post_status"]=> string(7) "publish" ["comment_status"]=> string(6) "closed" ["ping_status"]=> string(6) "closed" ["post_password"]=> string(0) "" ["post_name"]=> string(81) "ideenwettbewerb-mobilitaetskultur-und-nachhaltigkeit-bis-zum-27-mai-2018-bewerben" ["to_ping"]=> string(0) "" ["pinged"]=> string(0) "" ["post_modified"]=> string(19) "2018-04-17 10:20:10" ["post_modified_gmt"]=> string(19) "2018-04-17 08:20:10" ["post_content_filtered"]=> string(0) "" ["post_parent"]=> int(0) ["guid"]=> string(41) "https://www.nachhaltigkeitsrat.de/?p=8413" ["menu_order"]=> int(0) ["post_type"]=> string(4) "post" ["post_mime_type"]=> string(0) "" ["comment_count"]=> string(1) "0" ["filter"]=> string(3) "raw" } [3]=> object(WP_Post)#10095 (24) { ["ID"]=> int(7787) ["post_author"]=> string(1) "5" ["post_date"]=> string(19) "2018-04-06 10:52:28" ["post_date_gmt"]=> string(19) "2018-04-06 08:52:28" ["post_content"]=> string(10934) "Berlin, 06.04.2018 – Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) hat beim Ideenwettbewerb „Esskultur und Nachhaltigkeit“ 14 Projekte ausgewählt, die jeweils für bis zu 12 Monate mit maximal 50.000 Euro gefördert werden sollen. Ausgezeichnet wurden Projekte u.a. aus dem Bereich Bildung, Kreislaufwirtschaft und Wertschöpfungsketten sowie Stadtteilinitiativen und Theater. Die Verträge werden jetzt Zug um Zug fertig gestellt, so dass die Projekte noch in der ersten Jahreshälfte 2018 beginnen können. Das beantragte Gesamtfördervolumen des Wettbewerbs liegt bei ca. 600.000 Euro. Marlehn Thieme, Vorsitzende des RNE und Jury-Mitglied sieht der Umsetzung der Projekte mit großer Vorfreude entgegen: „Die Vielfalt der Ansätze und der Ideenreichtum zeigen, wie engagiert sich Menschen mit unserer aller Zukunft auseinandersetzen und eine nachhaltige Kultur aktiv unterstützen. Nicht zuletzt ist zur Erreichung der globalen Nachhaltigkeitsziele eine neue Kultur in Produktion und Konsum dringend nötig!“ Die Geschäftsstelle des Rates für Nachhaltige Entwicklung legte der Jury im Dezember 2017 eine Auswahl von 37 Projekten vor, die sich beworben hatten, allen Förderkriterien entsprachen und sich zusätzlich durch ihre besonders innovativen und transformativen Ansätze auszeichneten. Den Ausgewählten wird in besonderer Weise zugetraut, gesellschaftliche Denkmuster aufzubrechen, deren Reproduktion entgegenzuwirken und neue Wege zu nachhaltigem Handeln aufzuzeigen. Die Entscheidung über die Gewinnerprojekte traf eine Jury aus den Ratsmitgliedern Marlehn Thieme, Lucia Reisch, Olaf Tschimpke sowie dem RNE-Generalsekretär Günther Bachmann. Der Fonds Nachhaltigkeitskultur besteht seit 2017; auf Initiative des Bundestages stellte das Bundeskanzleramt über einen Zeitraum von drei Jahren 7,5 Millionen Euro zur Verfügung. Der RNE will in diesen drei Jahren mehrere Ideenwettbewerbe zu verschiedenen Bereichen der Alltagskultur (z.B. Essen, Mobilität, Bauen) ausrufen. Der Fonds soll bewährte Ansätze stärken und auch neue Wege gehen, um eine gesellschaftliche Transformation zu mehr Nachhaltigkeit anzustoßen. Weitere Information zum Fonds, anstehenden Wettbewerben und den Gewinnerprojekten des aktuellen Wettbewerbs finden Sie auf der Projektseite des Fonds Nachhaltigkeitskultur.

Die geförderten Projekte jeweils im Kurzporträt

Aktion Agrar e.V. Aktion Agrar e.V. stellt sich mit dem Projekt „Konzernfrei einkaufen“ der Herausforderung, Großunternehmen zwischen Acker und Teller zu umgehen. Neben dem Bildungsaspekt sollen durch verschiedene Formate, von der Supermarkt-Challenge bis zur Schnippeldisko, regionale Lieferketten in Niedersachsen gestärkt und damit das Klima geschont werden. Dr. Rainer Wild Stiftung Zusammen mit der Benediktiner-Abtei Stift Neuburg lädt die Stiftung zu einem Food-Value-Festival ein. Neben einer Mahlzeit aus geretteten Lebensmitteln ganz nach benediktinischer Tradition, die Essen als Gottesgabe manifestiert, bekommen Künstlerinnen und Künstler die Möglichkeit, in Skulpturen individuelle Auseinandersetzungen mit dem Thema „Lebensmittelverschwendung“ zu präsentieren und zu problematisieren. Green Economy Academy e.V. An einer langen Essenstafel auf dem Eisernen Steg in Frankfurt wird über das von Poetryslammern, Expertinnen und Experten aufbereitete Thema „Wertschöpfungskette von Kakao und Schokolade" debattiert. Dabei werden die von Teilnehmenden mitgebrachten „fairen“ Kakaospeisen verköstigt und die Diskussion bzgl. der Diskrepanz zwischen eigenem Anspruch und Handeln vertieft. Hans und Ilse Staab-Stiftung Eine Gruppe aus Ingenieurinnen und Ingenieuren, Tänzerinnen und Tänzern lädt zum „FreutagsTisch“ ein. Gemeinsame Kochabende werden von einem facettenreichen Kunst-, Musik- und Tanzangebot komplementiert und sollen den vielerorts zu beobachtenden Individualisierungsprozessen und der sozialen Vereinsamung entgegenwirken. Jugendkulturarbeit e.V. Das „Internationale Jugendprojekthaus“ im kulturell diversen Quartier „Oldenburg-Neu-donnerschwee“ baut im Zuge des mehrdimensionalen Projekts nicht nur eine sozial und ökologisch nachhaltige Quartiersküche auf, sondern widmet eine Reihe theaterpädagogischer Projekte und Workshops mit unterschiedlichen Ausrichtungen dem Thema Nachhaltigkeit, um diesem in der Breite Bekanntheit zu verschaffen. Landkreis Saarlouis Das Projekt „Heute lernen, was morgen noch zählt“ beinhaltet die Konzeption eines Bildungsangebotes im Rahmen des Schulentwicklungsprogramms „Gemeinsam Schule gestalten – Landkreis Saarlouis macht Schule“. Eine Sonderstellung erhält das Projekt durch die breite Zielgruppe und das weite Spektrum aus einmaligen und weiterführenden Aktionen zum Thema „Nachhaltigkeit und Esskultur“. Lust auf besser Leben gGmbH Im Stadtteil Frankfurt-Bornheim startet bald das Projekt „Berger Mehrwegbecher“, das auf dem freiwilligen Sharing-Ansatz beruht. Nach dem bereits erfolgreich laufenden „Tüten-System“, werden nun auch die Einwegbecher aus der Gastronomie gedrängt. Ein Pilotprojekt zur freiwilligen Kreislaufwirtschaft. Machbarschaft Borsig11 e.V. Mit einer wöchentlichen Lebensmittelsammelaktion und der anschließenden Verköstigung nach Rezepten der Bewohner des migrantisch geprägten Quartiers in Dortmund werden Menschen empowert und der Zugang zu Bildungsangeboten erleichtert. Die filmische Aufarbeitung der Aktion übernimmt das Jugendfilmteam der „Youngsters“, die ebenfalls in der Machbarschaft organisiert sind und leben. Philipps-Universität Marburg Die Universität verfolgt das Ziel „Nachhaltige Mensa“. Hierzu gibt es eine Pilotphase im Reallabor „Sustainable Innovation Lab“ für die Implementierung nachhaltiger Ernährung als regionale Systeminnovation. Eine regionale Kreislaufwirtschaft entsteht unter Einbeziehung der Universität, des Studentenwerkes, der Produzenten und Lieferanten, regionaler Politik und den Studierenden als Nutzern der nachhaltigen Mensa. Sarah-Wiener-Stiftung Die Stiftung konzipiert und pilotiert eine Multiplikatoren-Fortbildung zum Thema nachhaltig Handeln in Supermarkt und Küche mit interaktiven Online-Lernmodulen für Lehrkräfte in Kita und Grundschule. Die Lehrenden fungieren dabei als Multiplikatoren, um Kinder aus allen sozialen Milieus zu erreichen. Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, LV HH e.V. Die RENN-Partnerin plant ein Bildungsprojekt in Form einer Ausstellung, ergänzt durch interaktive Informationsveranstaltungen und künstlerische Darbietungen zum Thema „Nachhaltiger Konsum“ im Rahmen der Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit (DAN) im heterogenen Stadtteil Hamburg-Wilhelmsburg. Hier interagieren Menschen, deren Leben sonst in Parallelwelten verlaufen und die sich über das Projekt gemeinsam mit Themen einer nachhaltigen Entwicklung auseinandersetzen können. Stiftung Forum der Kulturen zu Fragen der Zeit Die in Bonn veranstaltete Wanderausstellung „Zur Nachahnung empfohlen – Expeditionen in Ästhetik und Nachhaltigkeit“ thematisiert unterschiedliche Nachhaltigkeitsthemen, u.a. Produktion und Konsum, Biodiversität, Wasser, Re- und Upcycling, Flächenversiegelung. Sie wurde schon mehrfach mit großem Erfolg in verschiedenen Ländern der Welt ausgestellt. Stiftung Internationales Begegnungszentrum St. Marienthal Die „neue Essklasse für Apfel & Co.“ widmet sich dem Aufbau regionaler Wertschöpfungsketten in der Oberlausitz sowie der Vermarktung regionaler Lebensmittel anhand neuer kreativ-künstlerischer Methoden, die sich mit der Bedeutung regionaler Strukturen und nachhaltiger Landwirtschaft auseinandersetzen. Zukunftsstiftung Landwirtschaft e.V. Jedem Menschen stehen durchschnittlich 2000 m² Ackerland zur Verfügung. Der tägliche Flächenverbrauch kann in der App „Flächenrechner“ plastisch dargestellt werden. Über spielerische Komponenten werden räumliche Dimensionen unserer täglichen Nahrungsaufnahme anschaulich dargestellt.

Projektleiter Fonds Nachhaltigkeitskultur:

Bodo Richter Wissenschaftlicher Referent Rat für Nachhaltige Entwicklung Geschäftsstelle c/o GIZ GmbH Potsdamer Platz 10 D-10785Berlin Telefon: 030/338424-279 E-Mail: bodo.richter@nachhaltigkeitsrat.de

Medienkontakt:

Katja Tamchina Medienreferentin Rat für Nachhaltige Entwicklung Geschäftsstelle c/o GIZ GmbH Potsdamer Platz 10 D-10785 Berlin Telefon: 030/338424-233 E-Mail: katja.tamchina@nachhaltigkeitsrat.de

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Newsletter des RNE Twitter RNE Der Rat für Nachhaltige Entwicklung wurde erstmals im April 2001 von der Bundesregierung berufen. Dem Rat gehören 15 Personen des öffentlichen Lebens an. Die Aufgaben des Rates sind die Entwicklung von Beiträgen für die Umsetzung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie, die Benennung von konkreten Handlungsfeldern und Projekten sowie Nachhaltigkeit zu einem wichtigen öffentlichen Anliegen zu machen. In der Wahl seiner Themen und Aktionsformen ist der Rat unabhängig. Ergebnisse aus der laufenden Arbeit sind zum Beispiel der Deutsche Nachhaltigkeitskodex, Stellungnahmen zur Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie, zu den Globalen Nachhaltigkeitszielen, zur Klimapolitik, zur Rohstoffpolitik und zur fiskalischen Nachhaltigkeit, zum Ökolandbau, die Gründung des Hub for Sustainable Finance, die zivilgesellschaftlichen Initiativen von Projekt Nachhaltigkeit, der Strategiedialog zur nachhaltigen Stadtentwicklung mit Oberbürgermeistern, die Impulse Jugendlicher und junger Erwachsener zur kommunalen Nachhaltigkeit und zur deutschen Nachhaltigkeitspolitik sowie Beiträge zum nachhaltigen Wirtschaften. Mehr unter www.nachhaltigkeitsrat.de" ["post_title"]=> string(126) "Gewinner des Ideenwettbewerbs „Esskultur und Nachhaltigkeit“ stehen fest: Fonds Nachhaltigkeitskultur fördert 14 Projekte" ["post_excerpt"]=> string(0) "" ["post_status"]=> string(7) "publish" ["comment_status"]=> string(6) "closed" ["ping_status"]=> string(6) "closed" ["post_password"]=> string(0) "" ["post_name"]=> string(119) "gewinner-des-ideenwettbewerbs-esskultur-und-nachhaltigkeit-stehen-fest-fonds-nachhaltigkeitskultur-foerdert-14-projekte" ["to_ping"]=> string(0) "" ["pinged"]=> string(0) "" ["post_modified"]=> string(19) "2018-04-20 09:11:59" ["post_modified_gmt"]=> string(19) "2018-04-20 07:11:59" ["post_content_filtered"]=> string(0) "" ["post_parent"]=> int(0) ["guid"]=> string(41) "https://www.nachhaltigkeitsrat.de/?p=7787" ["menu_order"]=> int(0) ["post_type"]=> string(4) "post" ["post_mime_type"]=> string(0) "" ["comment_count"]=> string(1) "0" ["filter"]=> string(3) "raw" } [4]=> object(WP_Post)#10096 (24) { ["ID"]=> int(2397) ["post_author"]=> string(1) "5" ["post_date"]=> string(19) "2017-07-27 13:08:10" ["post_date_gmt"]=> string(19) "2017-07-27 11:08:10" ["post_content"]=> string(5442) "

Die Industrienationen werden einer Vorbildrolle nicht gerecht. Das kritisieren die Autoren des aktuellen SDG-Index. Experten der Bertelsmann Stiftung haben den neuen Index zusammen mit dem Sustainable Development Solutions Network, SDSN, erarbeitet. Er zeigt, welches Land wo steht bei der Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele. Zwei Jahre ist es nun her, dass die Staats- und Regierungschefs der Welt die 17 Sustainable Development Goals verabschiedet haben. In seiner jüngst überarbeiteten Form erhebt der SDG-Index den Anspruch, erstmals abzubilden, wie sich der Lebensstandard in reichen Ländern auf ärmere Länder auswirkt.

Der SDG Index reagiert damit auf Anregungen, die Thomas Silberhorn, der Parlamentarische Staatssekretär im Entwicklungsministerium, noch am 30. Mai in folgende Worte packte: „Es wäre auch hilfreich, die wahren Kosten unseres Handelns besser abgebildet zu sehen. Im SDG-Index entsteht der Eindruck, dass der globale Norden schon sehr gut dasteht. Aber das liegt auch daran, dass wir unsere Ressourcennutzung outsourcen. Lässt sich nicht vielleicht ein Index erstellen, der Ressourcenverbrauch, Umweltverschmutzung und CO2-Ausstoß mit einpreist? Unser tägliches Handeln hat globale Konsequenzen, die kaum beziffert werden. Vielleicht könnte man dafür eine innovative Lösung finden!“

Das SDSN ist ein von Jeffrey Sachs, Wirtschaftsprofessor an der Columbia-Universität und UN-Berater seit Jahren aufgebautes, internationales Netzwerk von Wissensorganisationen, das auch nationale Untergliederungen hat. Dirk Messner, einer der beiden Vorsitzenden des SDSN Germany, sagt: „Die Belastungen, die die technologisch hoch entwickelten Industrieländer in ärmeren Ländern und in der globalen Umwelt verursachen, sind enorm.“

Skandinavier ganz oben

Messners Kollegen haben 157 Staaten anhand von 99 Indikatoren verglichen. Afrikanische Staaten wie die Zentralafrikanische Republik, Tschad oder die Demokratische Republik Kongo sind wegen Hunger und Armut am weitesten von den Zielvorgaben entfernt. Die Skandinavier kommen den Zielen am ehesten nah. Schweden liegt auf Platz eins, vor Dänemark und Finnland. Deutschland rangiert auf Platz sechs. Die Bundesrepublik punktet zum Beispiel bei der Bildung.

Erwartungsgemäß schlecht schneidet die Spitzengruppe bei den negativen Ausstrahlungseffekten, den sogenannten Spillover-Effekten, ab. Als Spillover-Effekt bezeichnen die Autoren den ökologischen Fußabdruck und weitere sogenannte externe Effekte, etwa Waffenexporte, den Schutz von Steueroasen oder mangelnde Finanzierung der Entwicklungszusammenarbeit.

Die Berechnung war also in vielen Fällen „Pionierarbeit“, sagt Messner. Als der Index 2016 in einer Textversion vorlag, warnte der Rat für Nachhaltige Entwicklung noch vor einer zu starken Vereinfachung und empfahl, der Beschaffung von Einzeldaten Priorität zu geben vor der rechnerischen Aggregation und Zusammenführung. Nun ergänzt das Ranking die von der UN Statistik-Kommission vereinbarten Indikatoren um offizielle Daten oder Daten von sogenannten verlässlichen alternativen Quellen. Allerdings räumt der Bericht ein, dass wesentliche Daten fehlen, um alle diese Effekte zu quantifizieren. Insofern bleibt es auch vorerst dabei, dass die Spitzengruppe aus reichen Europäischen Ländern besteht.

Leicht nachzuvollziehen sind allerdings die externen Effekte etwa bei den Waffenexporten. Da stehen Israel, Russland und Norwegen international an der Spitze der Waffenlieferanten, aber schon auf Platz 10 der Waffenexporte taucht Deutschland auf. Dazu kommt der Schutz von Steuerparadiesen, so dass anderen Ländern viel Geld entgeht. Großbritannien ist beispielsweise so ein Steuerparadies, etwa für große Unternehmen, aber auch Zypern und Irland liegen weit vorne.

Einbahnstraße Protektionismus“

Die Studienmacher warnen, dass die Entwicklungsziele nicht erreicht werden, wenn nationale Egoismen zunehmen. Sie nennen das „`my country first´-Ansätze“. Aart De Geus, Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann Stiftung, sagt: „Protektionismus ist eine Einbahnstraße, die uns nicht zur Umsetzung der Agenda 2030, sondern zurück ins Jahr 1930 bringen könnte.“ Durchweg schlecht sieht es beim Konsumverhalten in den Industriestaaten aus. In OECD-Länder fallen im Schnitt 18 Kilogramm Elektroschrott pro Person und Jahr an. In afrikanischen Ländern wie Burundi sind es 0,2 Kilogramm.

Ein Sprecher aus dem Bundesumweltministerium sagte: „Die kritischen Hinweise des Berichtes sind ernst zu nehmen, auch in Bezug auf die Spillover-Effekte.“ Für Jeffrey Sachs, Direktor des globalen SDSN-Netzwerks und UN-Sonderberater, zeigt sich, „dass alle Länder bei der Umsetzung der Ziele gefordert sind“ – auch jene auf den vorderen Plätzen.

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Frage: Frau Pätzold, Sie haben auf der Tagung zur betrieblichen Altersversorgung, die der WWF, die Verbraucherzentrale Bremen und der RNE am 29. Mai in Berlin ausgerichtet haben, einen aufschlussreichen Vortrag zur europäischen Richtlinie EbAV-II für Pensionskassen und Pensionsfonds gehalten. Ihre Analyse hat viele der Anwesenden überrascht. Was sind Ihre wichtigsten Erkenntnisse?

Heidi Pätzold: Wir beobachten derzeit, dass die EU den Prozess für Sustainable Finance massiv vorantreibt und in diesem Zuge auch die Berücksichtigung von ESG-Kriterien in die EbAV-II-Richtlinie implementiert. Allerdings geschieht das noch sehr zurückhaltend, vor allem aber: Teilweise sind die Vorgaben widersprüchlich. So wird es zur freiwilligen Entscheidung der Einrichtungen der betrieblichen Altersvorsorge (EbAV) erklärt, ob sie ESG-Kriterien in ihrer Anlagepolitik berücksichtigen wollen. Im Risikomanagement allerdings ist es verpflichtend, diese Faktoren einzubeziehen – einerseits. Andererseits soll es nur für jene Einrichtungen der betrieblichen Altersvorsorge verpflichtend sein, ESG-Risiken zu beurteilen, die in ihrer Anlagepolitik Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigen. Auf Vorschlag der EU-Kommission sollen nun allerdings weitere Änderungen an der Richtlinie vorgenommen werden. Diese gehen meiner Meinung nach in die richtige Richtung, ob sie aber den skizzierten Widerspruch auflösen, lässt sich momentan noch nicht abschließend beurteilen.

Inzwischen liegt ein erster Referentenentwurf des Finanzministeriums vor, der die EbAV II-Richtlinie in deutsches Recht umsetzt. Was haben die Unternehmen dadurch konkret zu erwarten?

Das Bundesfinanzministerium setzt die Vorgaben der EbAV II-Richtlinie 1:1 um. Das bedeutet, Unternehmen, die bisher keine Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt haben, werden auch künftig nicht verpflichtet, ESG-Faktoren bei den Anlageentscheidungen zu berücksichtigen. Ebenso wenig werden solche nicht-nachhaltigkeitsorientierten Unternehmen die Risiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel, der Ressourcennutzung oder soziale Risiken zu beurteilen haben, genauso wenig wie das Risiko von “stranded assets”– also von Anlagewerten, die aufgrund von geänderten Regulierungen unerwartet an Wert verlieren können. Denken Sie beispielsweise an ein Kohlekraftwerk, das aufgrund höherer Energie- und Emissionseffizienzkriterien nicht mehr betrieben werden darf. Auf der anderen Seite werden Unternehmen, die Nachhaltigkeitsaspekte im Rahmen ihrer Anlagepolitik und Anlageentscheidungen bereits beachten, dazu verpflichtet, die Risiken, die sich unter anderem aus dem Klimawandel ergeben, zu beurteilen. Diese Zweiteilung ist nicht nachvollziehbar, wenn man auf eine nachhaltige Finanzwirtschaft abzielen will.

Das klingt für den juristischen Laien so, als ob die Hürde, die betrieblichen Pensionsrücklagen nach nachhaltigen Kriterien anzulegen, dadurch höher gelegt wird?

Da nur für nachhaltig orientierte Pensionskassen und Pensionsfonds zusätzliche Vorgaben gemacht werden, treffen auch nur diese die höheren Anforderungen. Ich gehe aber davon aus, dass diese Institute zum Beispiel Klimarisiken ohnehin schon berücksichtigen. Es wäre allerdings nicht nur für diese Einrichtungen, sondern für alle Pensionskassen beziehungsweise Pensionsfonds angezeigt, etwa das Wertminderungsrisiko durch “stranded assets” im Rahmen des Risikomanagements zu beurteilen.

Nun sind in diesem Frühsommer weitere Gesetzesinitiativen zum Thema Sustainable Finance gestartet worden, die auch auf die betriebliche Altersversorgung Auswirkungen haben können: Die EU-Kommission hat im März ihren nachhaltigen Aktionsplan und, darauf beruhend, im Mai die ersten Gesetzgebungsvorschläge zur Sustainable Finance auf den Weg gebracht, und das EU-Parlament hat direkt im Anschluss mit breiter Zustimmung eine Resolution verabschiedet, die in eine ähnliche Richtung, sogar eher noch weiter, geht. Stimmt der Eindruck, dass diese beiden Initiativen einen anderen Ansatz verfolgen als die EbAV-II-Richtlinie?

Der Ansatz hin zu nachhaltig orientierter Finanzwirtschaft und dazu, finanzielle Klimarisiken zu vermindern und CO2-intensive Investitionen zu verringern, ist in allen EU-Initiativen erkennbar. Die bisherigen und aktuellen Gesetzesinitiativen der EU-Kommission und des EU-Parlaments zeigen die Entwicklung von einem zunächst vorsichtigen Ansatz, der sich immer mehr auf konkrete Umsetzungspläne fokussiert. Ich sehe dies als Teil eines Prozesses, der gerade massiv Fahrt aufnimmt, um Nachhaltigkeit im Finanzwesen zu verankern.

Auch aufgrund der Erfahrung mit der Entstehungsgeschichte der EbAV-II-Richtlinie: Inwieweit ist es sinnvoll, von den Inhalten der aktuell vorliegenden Vorschläge und Pläne auf deren tatsächliche Umsetzung zu schließen? Von welchem Zeithorizont kann man da ausgehen?

Die aktuellen Vorschläge der EU-Gremien sind Vorlagen, die nun in die Diskussion auf politischer und gesellschaftlicher Ebene gehen. Dabei werden nicht nur Entscheidungsträger auf EU-Ebene, sondern auch die von den Gesetzen betroffenen Institutionen einbezogen. Die Erfahrung zeigt, dass im Laufe dieses Prozesses noch verschiedene Änderungen der ambitionierten Vorschläge zu erwarten sind. Der Gesetzgebungsprozess zur EbAV II-Richtlinie hat mehrere Jahre gedauert, und der ursprüngliche Wortlaut der Richtlinie wurde immer wieder verändert und angepasst.

Geht man zu weit, wenn man vor diesem Hintergrund von einer rechtlichen Unsicherheit spricht, in der sich Einrichtungen bewegen, die sich für eine nachhaltige Ausrichtung ihrer betrieblichen Altersversorgung interessieren? Welche Folgen wird das voraussichtlich für die Entwicklung der bAV haben? Wie sollten die Institutionen mit der Situation umgehen?

Die Pensionskassen werden zunächst die Umsetzung der EbaV II-Richtlinie in deutsches Recht zum 13.01.2019 abwarten müssen. Ob kurzfristig weitergehende Regelungen greifen werden, lässt sich im Moment schwer vorhersagen. Ganz unabhängig davon tun aber alle Pensionskassen aus meiner Sicht gut daran, ihre Anlagepolitik nachhaltig auszurichten und die klimarelevanten Risiken ihrer Vermögenswerte zu beurteilen. Ich gehe nicht davon aus, dass die geplanten neuen Regelungen eine Ausrichtung auf Nachhaltigkeit blockieren werden. Im Gegenteil werden sie eher die Einrichtungen der betrieblichen Altersvorsorge, die sich mit dem Thema bisher nicht beschäftigt haben, vor neue Anforderungen stellen. Das Interview führte Carolyn Braun. [links] [link to="https://www.nachhaltigkeitsrat.de/aktuelles/betriebsrenten-und-nachhaltigkeit-kein-nischenthema/"] Zur Meldung „Betriebsrenten und Nachhaltigkeit: Kein Nischenthema" [/link] [/links]" ["post_title"]=> string(78) "„Pensionskassen tun gut daran, ihre Anlagepolitik nachhaltig auszurichten”" ["post_excerpt"]=> string(335) "Heidi Pätzold ist Rechtsanwältin in der Hamburger Kanzlei r.hs mit Schwerpunkt Bank- und Versicherungsrecht. Die promovierte Juristin unterstützt die Verbraucherzentralen Hamburg und Bremen im Bereich Finanzdienstleistungen und Nachhaltigkeit und hat die EbAV II-Richtlinie analysiert. Im Interview erläutert sie ihre Erkenntnisse." ["post_status"]=> string(7) "publish" ["comment_status"]=> string(6) "closed" ["ping_status"]=> string(6) "closed" ["post_password"]=> string(0) "" ["post_name"]=> string(71) "pensionskassen-tun-gut-daran-ihre-anlagepolitik-nachhaltig-auszurichten" ["to_ping"]=> string(0) "" ["pinged"]=> string(0) "" ["post_modified"]=> string(19) "2018-08-16 09:37:25" ["post_modified_gmt"]=> string(19) "2018-08-16 07:37:25" ["post_content_filtered"]=> string(0) "" ["post_parent"]=> int(0) ["guid"]=> string(42) "https://www.nachhaltigkeitsrat.de/?p=10477" ["menu_order"]=> int(0) ["post_type"]=> string(4) "post" ["post_mime_type"]=> string(0) "" ["comment_count"]=> string(1) "0" ["filter"]=> string(3) "raw" } ["comment_count"]=> int(0) ["current_comment"]=> int(-1) ["found_posts"]=> string(1) "5" ["max_num_pages"]=> float(1) ["max_num_comment_pages"]=> int(0) ["is_single"]=> bool(false) ["is_preview"]=> bool(false) ["is_page"]=> bool(false) ["is_archive"]=> bool(true) ["is_date"]=> bool(false) ["is_year"]=> bool(false) ["is_month"]=> bool(false) ["is_day"]=> bool(false) ["is_time"]=> bool(false) ["is_author"]=> bool(false) ["is_category"]=> bool(false) ["is_tag"]=> bool(true) ["is_tax"]=> bool(false) ["is_search"]=> bool(false) ["is_feed"]=> bool(false) ["is_comment_feed"]=> bool(false) ["is_trackback"]=> bool(false) ["is_home"]=> bool(false) ["is_404"]=> bool(false) ["is_embed"]=> bool(false) ["is_paged"]=> bool(false) ["is_admin"]=> bool(false) ["is_attachment"]=> bool(false) ["is_singular"]=> bool(false) ["is_robots"]=> bool(false) ["is_posts_page"]=> bool(false) ["is_post_type_archive"]=> bool(false) ["query_vars_hash":"WP_Query":private]=> string(32) "a0009dc0609cfb25656f9e41a3a87442" ["query_vars_changed":"WP_Query":private]=> bool(false) ["thumbnails_cached"]=> bool(false) ["stopwords":"WP_Query":private]=> NULL ["compat_fields":"WP_Query":private]=> array(2) { [0]=> string(15) "query_vars_hash" [1]=> string(18) "query_vars_changed" } ["compat_methods":"WP_Query":private]=> array(2) { [0]=> string(16) "init_query_flags" [1]=> string(15) "parse_tax_query" } }