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Die Bundesregierung hätte den klaren Auftrag Deutschland bis 2050 klimaneutral zu machen. Der Pfad dafür müsse jetzt angelegt werden, anders sei das Ziel nicht zu erreichen, sagte die SPD-Politikerin bei der Konferenz mit dem Titel „Zukunft zur Heimat machen“. Große Hoffnung setzt Schulze dabei auf das Klimakabinett, das den Schutz des Klimas ressortübergreifend als Priorität auf der politischen Agenda halten soll. „Deutschland soll beim Klimaschutz auch international wieder vorne mitspielen.“ Dazu gehöre auch das Thema Müllvermeidung und die Reduktion von Plastik. Nur eine Maßnahme reiche aber nicht aus, um das Plastik aus der Umwelt zu bekommen, sagte Schulze. Landwirtschaft, Umwelt und Wirtschaft müssten zusammen gedacht werden.

VN-Nachhaltigkeitsziele als Standard setzen

Eine wichtige Bewährungsprobe ist der VN-Nachhaltigkeitsgipfel am 24. und 25. September in New York. Die Weltgemeinschaft soll dann zeigen, wie sie die VN-Nachhaltigkeitsziele bisher umgesetzt und welche Pläne sie für die Zukunft hat. Als Industrieland hätte Deutschland die Pflicht, einen relevanten Beitrag zu leisten. Das sieht Imme Scholz, kommissarische Direktorin des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik und Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung, ähnlich. Mit Blick auf den bisher versäumten Klimaschutz und die verfehlten Ziele rief sie dazu auf, „die Klimalücke jetzt zu schließen“,. Die Orientierung an den VN-Nachhaltigkeitszielen sei dabei essentiell. Sowohl auf EU-Ebene, als auch in internationalen Gremien wie der Weltbank, des Internationalen Währungsfonds (IWF) oder der Welthandelsorganisation (WTO). Ihr geht es um eine multilaterale Stärkung etwa des Pariser Klimaabkommens oder der Agenda 2030. So steht es auch in den zur Jahreskonferenz veröffentlichten Empfehlungen des Rates, die dieser der Bundesregierung pünktlich zur Weiterentwicklung der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie vorgelegt hat.

Konkrete Maßnahmen gegen Missstände ergreifen

Auch Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) rief alle Akteurinnen und Akteure dazu auf, Nachhaltigkeit in den Fokus ihres Handelns zu stellen. Im kommenden Jahr will er dazu ein Jahr der Nachhaltigkeit ausrufen. „Wir leben unseren Wohlstand zu Lasten anderer“, sagte Müller. Konkrete Maßnahmen, damit Missstände in der Welt aufhörten, würden von Jugendbewegungen wie „Fridays for Future“, von der Wirtschaft, von der Zivilgesellschaft sowie in der Politik gefordert. Als Beispiel nannte der Entwicklungsminister Produktionsstätten von Waren, die vor allem in armen Staaten anzusiedeln seien anstatt die Wertschöpfung den Industrieländern zu überlassen. Auch müssten in vielen Ländern Kinder auf Plantagen arbeiten, weil die Preise für Kaffee, Bananen & Co bei uns niedrig bleiben sollen. „Das könnten wir ändern durch unsere Einkaufsentscheidung“, sagte Müller und verwies auf seine Initiative „Der grüne Knopf“ für nachhaltig erzeugte Textilien. Zudem sprach er sich für scharfe gesetzliche Regelungen aus, wenn sich Firmen nicht an soziale und ökologische Kriterien hielten." ["post_title"]=> string(25) "Nachhaltigkeit im Aufwind" ["post_excerpt"]=> string(204) "Handeln statt nur Reden: Auf der RNE-Jahreskonferenz fordert Umweltministerin Svenja Schulze mehr Einsatz für den Klimaschutz und soziales Wirtschaften. Deutschland soll internationaler Vorreiter werden." ["post_status"]=> string(7) "publish" ["comment_status"]=> string(6) "closed" ["ping_status"]=> string(6) "closed" ["post_password"]=> string(0) "" ["post_name"]=> string(25) "nachhaltigkeit-im-aufwind" ["to_ping"]=> string(0) "" ["pinged"]=> string(0) "" ["post_modified"]=> string(19) "2019-06-19 10:05:27" ["post_modified_gmt"]=> string(19) "2019-06-19 08:05:27" ["post_content_filtered"]=> string(0) "" ["post_parent"]=> int(0) ["guid"]=> string(42) "https://www.nachhaltigkeitsrat.de/?p=16646" ["menu_order"]=> int(0) ["post_type"]=> string(4) "post" ["post_mime_type"]=> string(0) "" ["comment_count"]=> string(1) "0" ["filter"]=> string(3) "raw" } [1]=> object(WP_Post)#6897 (24) { ["ID"]=> int(14462) ["post_author"]=> string(1) "5" ["post_date"]=> string(19) "2019-05-16 14:42:51" ["post_date_gmt"]=> string(19) "2019-05-16 12:42:51" ["post_content"]=> string(8000) "

Herr Knie, vor zehn Jahren waren in Deutschland 41 Millionen Autos zugelassen, heute sind es 47 Millionen. Warum fällt den Deutschen der Abschied vom eigenen Wagen so schwer?

Prof. Dr. Andreas Knie: Weil das ein Routinegegenstand ist, wir sind damit groß geworden, nutzen es täglich, wir können uns einen Alltag ohne eigenen Wagen nicht vorstellen.

Geht es nur um Routine?

In den 50er, 60er oder 70er Jahren waren Autos knapp und wurden gehegt und gepflegt. Das war damals eine libidinöse Beziehung, das Auto eine Ikone der Moderne. Heute ist es aber nichts anders als Gas, Wasser, Strom - eine Commodity, also ein Gebrauchsgegenstand. Wir sehen eine Säkularisierung des Autos.

Das hat aber bisher nichts an der Zahl der Pkw geändert – werden selbstfahrende Autos den Trend umkehren?

Es gibt verschiedene Stufen des autonomen Fahrens. Es gibt Fahrzeuge, in denen gibt der Mensch die Kontrolle zwar an die Maschine ab, kann sie sich aber immer wieder vom System zurückholen. Dann wird das Auto womöglich erst recht attraktiv.

Der Verkehr nimmt zu?

Ja, weil ich dann schreiben, lesen, telefonieren kann und der letzte Grund entfällt, statt des Autos die Bahn zu nehmen. Anders ist das beim vollständig autonomen Roboterauto, in dem es nur noch Passagiere gibt. Die werden dann kein Auto mehr selbst besitzen, sondern nur noch einen Knopf drücken. Dann kommt ein Vehikel – und fährt sie wohin sie wollen. Das Verhältnis zum Auto bleibt anonym. Studien zeigen, dass die Zahl der Autos von derzeit 550 pro 1000 Einwohner innerhalb von 20 Jahren auf 50 fallen kann.

Wo werden sich die Roboterautos durchsetzen - auf dem Land oder in der Stadt?

Dort, wo weniger los ist, also in den ländlichen Gebieten, werden sie zuerst kommen. In der Stadt, im dichten Verkehr mit vielen Fußgängern, Radfahrern, der ganzen Komplexität von Leben, sind die Gefahren und damit die Anforderungen an die Computersysteme besonders groß.

Was wird aus Paketlastern, die heute Städte verstopfen?

Den Paketboten, der das im Internet bestellte Paar Schuhe die Treppen hoch schleppt, wird es in etwa drei bis fünf Jahren nicht mehr geben.

Stattdessen liefert die Drohne?

Sicher werden künftig Lieferdrohnen eingesetzt, aber vor allem werden die Kunden die bestellten Sachen an zentralen Punkten abholen, wo man sowieso vorbeikommt, etwa an einer Haltestelle oder einem Warenhaus. Das ist im Interesse der Lieferfirmen selbst, weil die letzte Meile in der Transportlogistik 80 Prozent der Kosten ausmacht.

Ampeln werden überflüssig, wenn es weniger Laster und Autos gibt?

Sie werden deutlich weniger, Zebrastreifen dafür deutlich mehr. Auch Fahrradwege nehmen zu, überhaupt Wege für alle möglichen Verkehrsmittel, auch solche, die wir heute noch gar nicht kennen. E-Tretroller sind der erste Schritt, dazu kommen E-Skateboards und die sogenannten Hoverboards mit zwei seitlichen Rädern. Für sie alle muss der Platz neu verteilt werden.

Ohne Konflikte wird das nicht gehen – was würden Sie tun, wären Sie Bürgermeister?

Ich würde den Leuten sagen, wir wollen das Auto nicht abschaffen. Aber dass alle für sich exklusiv einen bis zu zwei Tonnen schweren Pkw exklusiv reservieren, der die meiste Zeit aber rumsteht – das ist eine Idee aus den 50er Jahren, die wir uns aus den Köpfen schlagen sollten. Das können wir heute besser. Nutzen statt Besitzen ist viel schlauer.

Aber nicht so bequem?

Natürlich will niemand lange zur U-Bahn oder S-Bahn laufen, es ist schöner abgeholt und gebracht zu werden. Darum muss der öffentliche Verkehr mit einem Tür-zu-Tür-Transport erweitert werden. Mit den modernen digitalen Plattformen geht das, ich rufe dann zum Beispiel per App ein Sammeltaxi. Da sitzen noch andere Leute mit drin, dafür ist die Fahrt günstig.

Dann merken sich die Mobilitätsdienstleister, darunter große Konzerne wie Uber und Google, wo ich ein- und aussteige?

Entscheidend ist, dass die Daten anonymisiert werden und keine persönlichen Bewegungsprofile erstellt werden.

Kleinere Anbieter werden bei der enormen technischen Aufgabe doch kaum mithalten können - wer wird den Verkehr dirigieren?

Es geht darum, ihn zu orchestrieren. Die Kommunen werden da wie heute auch in Zukunft eine große Rolle spielen. Sie bestimmen den Umfang des öffentlichen Nahverkehrs, die Zahl der Fahrzeuge, sie dürfen Lizenzen für Mietwagen vergeben.

Was muss jetzt gesteuert werden?

Das Personenbeförderungsgesetz privilegiert herkömmliche Taxen. Neue Fahrdienste, wie die Sammeltaxen von Berlkönig und Clever-Shuttle oder die Bullis der VW-Tochter Moia haben es darum schwer. Doch können Kommunen nach Paragraph 2, Absatz 7 die Erprobung dieser Angebote für bis zu vier Jahre genehmigen. Berlin, Hannover, Hamburg machen das schon. Andere Städte sollten nachziehen. In ländlicheren Regionen müssen indessen moderne Fahrgemeinschaften erlaubt werden, damit morgens nicht fünf Leute mit fünf Autos in die Stadt fahren. Kommerzielle Fahrgemeinschaften sind nach dem Personenbeförderungsgesetz bisher ebenfalls verboten.

Das allein soll die Wende bringen?

Nein, das eigene Auto muss an Attraktivität verlieren, das Parken darf in Zukunft keine Selbstverständlichkeit mehr sein. Man kann ja auch seine alte Kommode nicht einfach auf die Straße stellen. Darum sollten am Tag mindestens zehn Euro Parkgebühren für ein Auto fällig werden, auch für Anwohner. In New York oder Stockholm kostet das schon heute mehr.

Wie wird die Stadt dann 2030 aussehen?

Sie wird klimafreundlicher, leiser, lebenswert sein – fangen wir jetzt an, das einzuführen, was technisch möglich ist. Tun wir das nicht, werden wir das erleben, was Menschen in Lagos, Rio de Janeiro oder Mexiko City schon heute kennen, nämlich das Gegenteil von Mobilität, heißt: Staus ohne Ende.

 

Andreas Knie, Professor für Soziologie, ist einer der führenden Verkehrsforscher in Deutschland. Er leitet die Forschungsgruppe Wissenschaftspolitik am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und das Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ).

Prof. Dr. Andreas Knie diskutiert auf der 19. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung das Thema „Klimaneutrale Mobilität – was kommt, was stört, was geht?“. Die Konferenz findet am 4. Juni 2019 in Berlin statt und kann auf Twitter via #RNE19 verfolgt werden. Die Veranstaltung ist ausgebucht. Das Programm im Plenum können Sie per Livestream verfolgen. Den Link dazu finden Sie am Tag der Veranstaltung auf unserer Jahreskonferenz-Seite oder der Startseite.

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Erstens: Nachhaltige kommunale Partnerschaften bilden

Sich gemeinsam auf den Weg machen – so wie Leipzig und Travnik, eine Stadt mit rund 50.000 Einwohnern etwa 100 Kilometer nordwestlich von Sarajevo, der Hauptstadt von Bosnien und Herzegowina. Ihre Städtepartnerschaft begann schon vor mehr als 20 Jahren, anfangs ging es um humanitäre Hilfe zur Beseitigung der Kriegsfolgen. Doch 2017 wurde daraus eine „Kommunale Nachhaltigkeitspartnerschaft“, die 2018 mit dem Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet wurde. Die beiden Städte entwickelten „Visionen für ein Nachhaltiges Leipzig - nachhaltiges Travnik - eine nachhaltige Städtepartnerschaft im Jahr 2030“. In Leipzig wurden zum Beispiel Unterrichtsmaterialien zur Nachhaltigkeit erarbeitet, in Travnik der Radverkehr ausgebaut. Der Leiter des dortigen Bürgermeisterbüros, Faris Hafizadic, war bei der Leipziger Tagung per Video zugeschaltet. Er ist überzeugt: „Egal, welches Ziel man ins Auge fasst, man kann es nie alleine erreichen. Städtepartnerschaften sollten Schule machen!“ Die Städtepartnerschaft wurde von Engagement Global begleitet. Eine Servicestelle dort unterstützt Kommunen, die die Nachhaltigkeit vor Ort und mit anderen zusammen voranbringen wollen. Auch Schülerpartnerschaften sind denkbar. Das sächsische Freiberg beispielsweise macht es in Nepal vor.

Zweitens: Aus Städten Reallabore machen

Neue Wege ausprobieren – etwa beim Klimaschutz. Andere Städte können von sogenannten Reallaboren wie in Berlin lernen. Die Hauptstadt will bis zum Jahr 2050 klimaneutral werden. Ein Forscherteam um den Soziologen Dr. Fritz Reusswig vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung hat dazu mit 100 Haushalten ein Jahr lang getestet, wie das zu schaffen ist - und was das für den Alltag bedeutet. Der Name des Projekts: Klimaneutral leben in Berlin, KliB. Die teilnehmenden Haushalte dokumentierten wöchentlich in einer App, dem KliB-CO2-Tracker, ihren Verbrauch und wurden im Alltag von Berliner Unternehmen unterstützt, die klimafreundliche Produkte und Dienstleistungen anbieten. Sie landeten bei 7,3 Tonnen CO2 pro Kopf und Jahr. Zum Vergleich: Der Bundesdurchschnitt liegt bei 11,6 Tonnen. In Reallaboren sei es möglich zu experimentieren, um Antworten zu finden auf Klimawandel oder Verkehrskollaps, so Reusswig. Er will das Experiment auch auf den ländlichen Raum ausweiten. Partnerschaften und Reallabore - das sind gute Ideen. Mindestens genauso wichtig ist aber: Miteinander reden, besser ins Gespräch kommen. Dabei können kommunale Bürgerumfragen helfen, wie sie zum Beispiel die Stadt Leipzig zum Thema Klimaschutz durchgeführt hat. Auf der Tagung gab es aber zahlreiche weitere Anregungen.

Viele Ideen für ein gutes Miteinander

Kommunen sollten „kommunizieren, was geht. Und nicht, was nicht geht“ so eine Forderung aus dem Publikum, wenn es gesetzliche Pflichten zu beachten gebe. Sie sollten Ansprechpartner genau benennen, damit nicht von Amt zu Amt rennen muss, wer in seinem Stadtviertel etwa eine autofreie Woche organisieren will. Andere wünschten sich, dass Städte und Gemeinden Räume für Gespräche zur Verfügung stellen. Entscheidend sei auch, dass Bürger Rückmeldungen bekommen, wenn sie an politischen Prozessen beteiligt werden: welche Ideen funktionieren, welche nicht - und warum nicht? Etwa weil sie zu teuer, zu aufwendig, oder zu kompliziert sind? Sonst entstehe ein „Ich-kann-nichts-bewirken-Frust“, der sogar kontraproduktiv sein könne. Ein letzter Vorschlag auf der Jahrestagung war schließlich noch, kommunale Unternehmen, deren Ausrichtung von Stadträten beeinflusst wird, mehr zu schätzen und zu fördern. Denn: neben der Gewinnerzielungsabsicht können diese mit Ihrem Handeln einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung einer Kommune oder Region leisten. Die 3. Jahrestagung von RENN.süd findet am 23. März in Ulm statt – Fokusthema wird dort „Initiativen rund um Nachhaltiges Leben“ sein. Wir dürfen gespannt sein auf viele interessante Diskussionen und gute Ideen auch von dort!" ["post_title"]=> string(108) "Nachhaltigkeit gemeinsam gestalten: So kommen Bürgerinnen und Bürger nachhaltig mit Kommunen ins Gespräch" ["post_excerpt"]=> string(290) "In Leipzig diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen und der Zivilgesellschaft bei der Jahrestagung von RENN.mitte, wie man Städte und Gemeinden gemeinsam zukunftsfähig machen kann. Am Ende stehen zahlreiche Ideen und der Auftakt für einen sächsischen Bürgermeisterdialog." ["post_status"]=> string(7) "publish" ["comment_status"]=> string(6) "closed" ["ping_status"]=> string(6) "closed" ["post_password"]=> string(0) "" ["post_name"]=> string(107) "nachhaltigkeit-gemeinsam-gestalten-so-kommen-buergerinnen-und-buerger-nachhaltig-mit-kommunen-ins-gespraech" ["to_ping"]=> string(0) "" ["pinged"]=> string(0) "" ["post_modified"]=> string(19) "2019-03-22 12:20:35" ["post_modified_gmt"]=> string(19) "2019-03-22 11:20:35" ["post_content_filtered"]=> string(0) "" ["post_parent"]=> int(0) ["guid"]=> string(42) "https://www.nachhaltigkeitsrat.de/?p=13231" ["menu_order"]=> int(0) ["post_type"]=> string(4) "post" ["post_mime_type"]=> string(0) "" ["comment_count"]=> string(1) "0" ["filter"]=> string(3) "raw" } } ["post_count"]=> int(3) ["current_post"]=> int(-1) ["in_the_loop"]=> bool(false) ["post"]=> object(WP_Post)#6884 (24) { ["ID"]=> int(16646) ["post_author"]=> string(2) "15" ["post_date"]=> string(19) "2019-06-19 10:04:06" ["post_date_gmt"]=> string(19) "2019-06-19 08:04:06" ["post_content"]=> string(4430) "Ihre Botschaft war mehr als klar: „Wir müssen wegkommen, davon, dass wir nur reden, sondern es muss etwas passieren.“ Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) nahm bei der Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE) in Berlin kein Blatt vor den Mund. Die Bundesregierung hätte den klaren Auftrag Deutschland bis 2050 klimaneutral zu machen. Der Pfad dafür müsse jetzt angelegt werden, anders sei das Ziel nicht zu erreichen, sagte die SPD-Politikerin bei der Konferenz mit dem Titel „Zukunft zur Heimat machen“. Große Hoffnung setzt Schulze dabei auf das Klimakabinett, das den Schutz des Klimas ressortübergreifend als Priorität auf der politischen Agenda halten soll. „Deutschland soll beim Klimaschutz auch international wieder vorne mitspielen.“ Dazu gehöre auch das Thema Müllvermeidung und die Reduktion von Plastik. Nur eine Maßnahme reiche aber nicht aus, um das Plastik aus der Umwelt zu bekommen, sagte Schulze. Landwirtschaft, Umwelt und Wirtschaft müssten zusammen gedacht werden.

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Eine wichtige Bewährungsprobe ist der VN-Nachhaltigkeitsgipfel am 24. und 25. September in New York. Die Weltgemeinschaft soll dann zeigen, wie sie die VN-Nachhaltigkeitsziele bisher umgesetzt und welche Pläne sie für die Zukunft hat. Als Industrieland hätte Deutschland die Pflicht, einen relevanten Beitrag zu leisten. Das sieht Imme Scholz, kommissarische Direktorin des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik und Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung, ähnlich. Mit Blick auf den bisher versäumten Klimaschutz und die verfehlten Ziele rief sie dazu auf, „die Klimalücke jetzt zu schließen“,. Die Orientierung an den VN-Nachhaltigkeitszielen sei dabei essentiell. Sowohl auf EU-Ebene, als auch in internationalen Gremien wie der Weltbank, des Internationalen Währungsfonds (IWF) oder der Welthandelsorganisation (WTO). Ihr geht es um eine multilaterale Stärkung etwa des Pariser Klimaabkommens oder der Agenda 2030. So steht es auch in den zur Jahreskonferenz veröffentlichten Empfehlungen des Rates, die dieser der Bundesregierung pünktlich zur Weiterentwicklung der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie vorgelegt hat.

Konkrete Maßnahmen gegen Missstände ergreifen

Auch Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) rief alle Akteurinnen und Akteure dazu auf, Nachhaltigkeit in den Fokus ihres Handelns zu stellen. Im kommenden Jahr will er dazu ein Jahr der Nachhaltigkeit ausrufen. „Wir leben unseren Wohlstand zu Lasten anderer“, sagte Müller. Konkrete Maßnahmen, damit Missstände in der Welt aufhörten, würden von Jugendbewegungen wie „Fridays for Future“, von der Wirtschaft, von der Zivilgesellschaft sowie in der Politik gefordert. Als Beispiel nannte der Entwicklungsminister Produktionsstätten von Waren, die vor allem in armen Staaten anzusiedeln seien anstatt die Wertschöpfung den Industrieländern zu überlassen. Auch müssten in vielen Ländern Kinder auf Plantagen arbeiten, weil die Preise für Kaffee, Bananen & Co bei uns niedrig bleiben sollen. „Das könnten wir ändern durch unsere Einkaufsentscheidung“, sagte Müller und verwies auf seine Initiative „Der grüne Knopf“ für nachhaltig erzeugte Textilien. Zudem sprach er sich für scharfe gesetzliche Regelungen aus, wenn sich Firmen nicht an soziale und ökologische Kriterien hielten." ["post_title"]=> string(25) "Nachhaltigkeit im Aufwind" ["post_excerpt"]=> string(204) "Handeln statt nur Reden: Auf der RNE-Jahreskonferenz fordert Umweltministerin Svenja Schulze mehr Einsatz für den Klimaschutz und soziales Wirtschaften. Deutschland soll internationaler Vorreiter werden." ["post_status"]=> string(7) "publish" ["comment_status"]=> string(6) "closed" ["ping_status"]=> string(6) "closed" ["post_password"]=> string(0) "" ["post_name"]=> string(25) "nachhaltigkeit-im-aufwind" ["to_ping"]=> string(0) "" ["pinged"]=> string(0) "" ["post_modified"]=> string(19) "2019-06-19 10:05:27" ["post_modified_gmt"]=> string(19) "2019-06-19 08:05:27" ["post_content_filtered"]=> string(0) "" ["post_parent"]=> int(0) ["guid"]=> string(42) "https://www.nachhaltigkeitsrat.de/?p=16646" ["menu_order"]=> int(0) ["post_type"]=> string(4) "post" ["post_mime_type"]=> string(0) "" ["comment_count"]=> string(1) "0" ["filter"]=> string(3) "raw" } ["comment_count"]=> int(0) ["current_comment"]=> int(-1) ["found_posts"]=> string(1) "3" ["max_num_pages"]=> float(1) ["max_num_comment_pages"]=> int(0) ["is_single"]=> bool(false) ["is_preview"]=> bool(false) ["is_page"]=> bool(false) ["is_archive"]=> bool(true) ["is_date"]=> bool(false) ["is_year"]=> bool(false) ["is_month"]=> bool(false) ["is_day"]=> bool(false) ["is_time"]=> bool(false) ["is_author"]=> bool(false) ["is_category"]=> bool(false) ["is_tag"]=> bool(true) ["is_tax"]=> bool(false) ["is_search"]=> bool(false) ["is_feed"]=> bool(false) ["is_comment_feed"]=> bool(false) ["is_trackback"]=> bool(false) ["is_home"]=> bool(false) ["is_privacy_policy"]=> bool(false) ["is_404"]=> bool(false) ["is_embed"]=> bool(false) ["is_paged"]=> bool(false) ["is_admin"]=> bool(false) ["is_attachment"]=> bool(false) ["is_singular"]=> bool(false) ["is_robots"]=> bool(false) ["is_posts_page"]=> bool(false) ["is_post_type_archive"]=> bool(false) ["query_vars_hash":"WP_Query":private]=> string(32) "65cae4ac287cd087f261bd565f000e0b" ["query_vars_changed":"WP_Query":private]=> bool(false) ["thumbnails_cached"]=> bool(false) ["stopwords":"WP_Query":private]=> NULL ["compat_fields":"WP_Query":private]=> array(2) { [0]=> string(15) "query_vars_hash" [1]=> string(18) "query_vars_changed" } ["compat_methods":"WP_Query":private]=> array(2) { [0]=> string(16) "init_query_flags" [1]=> string(15) "parse_tax_query" } ["queried_object"]=> object(WP_Term)#4961 (12) { ["term_id"]=> int(268) ["name"]=> string(12) "klimaneutral" ["slug"]=> string(12) "klimaneutral" ["term_group"]=> int(0) ["term_taxonomy_id"]=> int(268) ["taxonomy"]=> string(8) "post_tag" ["description"]=> string(0) "" ["parent"]=> int(0) ["count"]=> int(3) ["filter"]=> string(3) "raw" ["term_order"]=> string(1) "0" ["custom_order"]=> string(4) "9999" } ["queried_object_id"]=> int(268) }