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Aber was heißt das genau? Der Rat für Nachhaltige Entwicklung hat seine 18. Jahreskonferenz – sie fand Anfang Juni unter dem Motto „Thesen und Taten. Transformation!“ in Berlin statt – mit Blick auf die CO2-Menge evaluiert. So lässt sich der Weg hin zur klimaneutralen Veranstaltung beispielhaft nachzeichnen. Und die beginnt bereits mit der Planung.

Checklisten für CO2-Minderung

Werden die Namenschilder recycelt, ist das Catering regional, saisonal und vegetarisch, wird dafür Mehrweggeschirr verwendet? Einige Punkte, auf die zu achten ist, fallen jedem auf Anhieb ein. Doch gibt es hilfreiche Werkzeuge, um nicht lange grübeln zu müssen, sondern die Sache systematischer anzugehen – die Checkliste green-score-card zum Beispiel, die für rund 1000 Euro genutzt werden kann. Wer sie schon am Anfang der Organisation eines Events durchgeht, erkennt schnell, wo die entscheidenden Hebel für mehr Nachhaltigkeit sind: Aufgelistet sind 13 „Handlungsfelder“ mit mehr als 200 Vorschlägen für lohnende Maßnahmen. So liest man beim Handlungsfeld Mobilität Tipps wie: einen Veranstaltungsort mit guter Anbindung an den ÖPNV auszuwählen und auf Fahrpläne des ÖPNV in der Einladung oder dem Internet hinzuweisen oder einen Shuttle-Service etwa mit Velotaxen anzubieten. Die Maßnahmen sind immer sehr konkret beschrieben. Beim Punkt „Veranstaltungstechnik“ geht es etwa um den Einsatz sparsamer LED-Technik und bei „Übernachtungen“ um eine gute Anbindung an einen Fernbahnhof. Der Rat für Nachhaltige Entwicklung hat sich bei seiner Jahreskonferenz im Berliner Tempodrom, zu der knapp 1.400 Gäste kamen, an der Green Score Card orientiert, aber auch an einer eigenen Checkliste  sowie an einem Leitfaden des Umweltbundesamtes. Das Ergebnis ist eine detaillierte Bewertung zur Nachhaltigkeit der Veranstaltung, in diesem Fall 101 von 144 Punkten. Ein Zeichen dafür, dass auch der RNE besser werden kann.

Mobilität macht besonderes CO2-Problem

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung hat nach der Veranstaltung ermittelt, welcher CO2-Ausstoß für die Jahreskonferenz trotz aller Minderungsmaßnahmen noch zu verbuchen ist, und zwar über den Emissionsrechner der Münchener Firma Climate Partner. Ergebnis: 99,5 Tonnen CO2-Emissionen. Das Gros mit 77,3 Tonnen ging dabei auf Transporte von Stühlen, Utensilien, also die Mobilität für die Veranstaltung selbst zurück. Dahinter folgte der Aufwand fürs Catering. Der Rat für Nachhaltige Entwicklung hat dafür einen Ausgleich an Climate Partner bezahlt, so dass an anderer Stelle die Menge an CO2 eingespart wird. In diesem Fall wird das Geld in das 41-Megawatt-Wasserkraftwerk im indonesischen Renun investiert, es soll klimafreundlich Strom liefern, ohne – wie so manch anderes Megaprojekt – der Natur zu schaden. Das südostasiatische Land setzt bislang vor allem auf fossile Brennstoffe. Anbieter für CO2-Kompensation gibt es verschiedene. Die Experten der Stiftung Warentest haben zum Beispiel sechs von ihnen erst vor kurzem für die Finanztest 03/2018 unter die Lupe genommen. Climate Partner war nicht dabei, da das Unternehmen sich allein nur an Unternehmen und nicht an Privatpersonen und Verbraucher und Verbraucherinnen richtet. Atmosfair, Klima-Kollekte und Primaklima schnitten in letzterem Segment am besten ab.

Dax-30-Unternehmen werden klimaneutral

Stefanie Böther ist beim Umweltbundesamt Expertin für freiwillige CO2-Kompensation. Sie beobachtet mit ihren Kollegen und Kolleginnen den Markt in Deutschland schon lange und sagt: „Derzeit kompensieren vor allem deutsche Firmen ihre CO2-Emissionen, dazu gehören Dax-30-Unternehmen, aber auch die kleineren und mittleren Unternehmen, die KMU.“ Die Deutsche Post bietet mit GoGreen zum Beispiel einen klimaneutralen Versand. Der Münchener Versicherungskonzern Allianz bemüht sich, insgesamt seinen CO2-Fußabdruck zu verringern. Aber auch in der öffentlichen Verwaltung von Bund und Ländern spiele diese eine „immer stärkere“ Rolle, so Böther. Das Umweltbundesamt berechnet und organisiert bereits seit einigen Jahren die Kompensation für Dienstreisen von Mitarbeitenden der Bundesregierung und der Bundesverwaltung. Dazu hat sich die Bundesregierung mit dem Maßnahmenprogramm Nachhaltigkeit (Punkt 8 c) verpflichtet. Allein im Jahr 2016 ging es um eine Treibhausgasmenge entsprechend 235.240 Tonnen CO2.  Böther und ihre Kollegen listen auch Anbieter für die Klimakompensation auf. Die Expertin rät bei der Auswahl auf die „Qualität des Klimaschutzprojektes“ zu achten: „Es sollte nicht nur CO2 einsparen, sondern auch zur nachhaltigen Entwicklung vor Ort beitragen.“ Böther entwickelt derzeit auch einen Ratgeber des Umweltbundesamtes, der noch vor Herbst erscheinen soll. Vor allem betont sie aber einen Grundsatz: „CO2 zu sparen ist immer besser als es zu kompensieren.“" ["post_title"]=> string(44) "Auf dem Weg zur klimaneutralen Veranstaltung" ["post_excerpt"]=> string(329) "Der Rat für Nachhaltige Entwicklung hat die bei seiner Jahreskonferenz Anfang Juni entstandenen CO2-Emissionen mit einer Spende an ein Klimaschutzprojekt kompensiert. Ein Zwischenschritt. Sein Ziel ist, Kompensationen auf mittlere Sicht überflüssig zu machen – indem man eine Veranstaltung von Beginn an klimaschonend plant." ["post_status"]=> string(7) "publish" ["comment_status"]=> string(6) "closed" ["ping_status"]=> string(6) "closed" ["post_password"]=> string(0) "" ["post_name"]=> string(44) "auf-dem-weg-zur-klimaneutralen-veranstaltung" ["to_ping"]=> string(0) "" ["pinged"]=> string(0) "" ["post_modified"]=> string(19) "2018-10-23 09:32:11" ["post_modified_gmt"]=> string(19) "2018-10-23 07:32:11" ["post_content_filtered"]=> string(0) "" ["post_parent"]=> int(0) ["guid"]=> string(42) "https://www.nachhaltigkeitsrat.de/?p=10424" ["menu_order"]=> int(0) ["post_type"]=> string(4) "post" ["post_mime_type"]=> string(0) "" ["comment_count"]=> string(1) "0" ["filter"]=> string(3) "raw" } [1]=> object(WP_Post)#11125 (24) { ["ID"]=> int(10007) ["post_author"]=> string(1) "8" ["post_date"]=> string(19) "2018-06-22 16:03:04" ["post_date_gmt"]=> string(19) "2018-06-22 14:03:04" ["post_content"]=> string(6124) "In knapp zwölf Jahren sollen die UN-Nachhaltigkeitsziele, die Agenda 2030, weltweit weitgehend umgesetzt sein. Auch Deutschland will einen entscheidenden Beitrag leisten und setzt dabei auch auf die Wissenschaft. Als gemeinsame Anlaufstelle, um dieses Anliegen zu verwirklichen, hat die Bundesregierung die Wissenschaftsplattform Nachhaltigkeit 2030 ins Leben gerufen. „Die Agenda 2030 kann nur mit Hilfe der Wissenschaft umgesetzt werden“, sagte Patrizia Nanz, Ko-Vorsitzende der Wissenschaftsplattform und wissenschaftliche Direktorin am Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung e.V. (IASS) in Potsdam bei der RNE-Jahreskonferenz am 4. Juni. Forschung und Lehre seien wichtig für die Akzeptanz von Nachhaltigkeitskriterien und die Weiterentwicklung neuer Ansätze. Nanz äußerte sich beim Themenforum „Neue Kommunikation: Die Wissenschaftsplattform im Gespräch“. Die Geschäftsstelle der Wissenschaftsplattform ist am IASS angesiedelt. Aufgabe der Plattform sei es, Querverbindungen zwischen den 17 Zielen der UN-Nachhaltigkeitsagenda zu ziehen, Fragen zu stellen, die weit über die Agenda 2030 hinausgehen und Orientierungswissen zu geben. Im sogenannten Lenkungskreis der Wissenschaftsplattform sind 26 Mitglieder vertreten. Dazu zählen Wissenschaftler verschiedener Disziplinen und Vertreter aus Nichtregierungsorganisationen und der Wirtschaft. Die Plattform wird seitens der Bundesregierung von einem für alle Ressorts offenen Kreis begleitet, in dem zurzeit BMBF, BMUB, BMZ, BMEL sowie Bundeskanzleramt mitwirken. Derzeit gibt es vier Arbeitsschwerpunkte: Nachhaltiger Konsum, Zukunft der Arbeit, Global Commons und Mobilität.

Wissenschaftsplattform soll Fragen zur Zukunft stellen

Nanz zufolge hat die Wissenschaft die Aufgabe aufzuklären. Wie wollen wir in 20 oder 30 Jahren leben und was muss sich ändern, damit uns eine Transformation in Richtung Nachhaltigkeit gelingt? Über diese Themen soll mit Hilfe der Plattform debattiert und nach Options- und Handlungsmöglichkeiten gesucht werden. Ein Beispiel sei die Suche nach einem Standort für Atommüll in Deutschland. Es gehe in diesem Fall nicht nur um wirtschaftliche und ökologische Fragen, sondern auch um soziale und kulturelle Aspekte. Dasselbe gelte für den Kohleausstieg. „Wie schaffen wir es, all diese Themen zusammenzubinden? Dieser Frage müssen wir uns stellen.“ Wilfried Kraus vertrat das Bundesbildungsministerium im Themenforum. Er sieht die Bürgerinnen und Bürger als zentrale Schlüsselfiguren bei der erfolgreichen Umsetzung von Nachhaltigkeitsstrategien. Damit dieser Prozess angestoßen werde, müsse die Wissenschaft für Glaubwürdigkeit sorgen. Ihre Aufgabe sei es, an den Hochschulen oder in Forschungseinrichtungen relevante Themen anzusprechen, so Kraus.

Wissenschaft als Konfliktlöser

Gerade bei Themen wie der Endlagersuche oder dem Kohleausstieg müsse man in der Bevölkerung für Transparenz sorgen, um Akzeptanz für die Entscheidung zu erreichen. Kraus plädiert für einen integrierten Ansatz zur Erreichung von Nachhaltigkeitszielen, das bedeutet auch eine stärkere Vernetzung von Politik und Wissenschaft. Über das Instrument der Wissenschaftsplattform könnten Konflikte, die die UN-Ziele mit sich brächten, gelöst werden, so Kraus. „Die Politik macht den Plan A, die Wissenschaft ist für Plan B und C da.“ Gemeint sind beispielsweise das Zusammenspiel von wirtschaftlicher Entwicklung und Nachhaltigkeit im Kampf gegen Armut und Klimaschutzziele. Ulla Burchardt, Strategieberaterin und Mitglied im RNE, misst der Wissenschaftsplattform vor allem in einem Punkt eine große Bedeutung zu: Wo sind die Bremser? Wo gibt es Blockaden? Über die Plattform könnte sehr offen über Ziel- und Interessenskonflikte gesprochen werden, sagte Burchardt bei der RNE-Jahreskonferenz. „Nachhaltigkeit ist ein Prozess der kleinen Schritte“, ergänzte sie. Aber man bräuchte auch eine kohärente Forschungspolitik. So hätten Wissenschaftler frühzeitig auf den Klimawandel und die Notwendigkeit einer Energiewende aufmerksam gemacht. Aber passiert sei nur wenig. Burchardt sprach sich zudem für mehr „Selbstreflexion in der Wissenschaft“ aus. Man müsse weg von alten Denkmustern, die noch immer vor allem den technologischen Fortschritt im Blick hätten.

Nachhaltigkeit ist globales Thema

Klaus Milke, Geschäftsführer der Umweltorganisation Germanwatch und Mitglied im Lenkungskreis der Wissenschaftsplattform, pflichtet Burchardt bei. „Die Agenda 2030 hat eine Grundmessage: Raus aus den Silos“, sagte Milke im Themenforum. Er fordert einen Diskurs zum Thema Nachhaltigkeit in allen Wissenschaftsdisziplinen. Und das nicht nur in Deutschland, sondern international. „Wir müssen über den Tellerrand denken und auch mit Vertretern von Entwicklungs- und Schwellenländern sprechen“, sagte Milke. Die frühere SPD-Bundestagsabgeordnete Burchardt sieht letztlich die Bundesregierung in der Pflicht, beim Thema Nachhaltigkeit eine Führungsrolle zu übernehmen. „Wir müssen eine Politik machen, die auch enkeltauglich ist“, sagte das RNE-Mitglied. Ihr Appell: Die Bundesregierung muss Werbung machen für Nachhaltigkeit. Denn ohne die Bürgerinnen und Bürger würden aus Thesen keine Taten." ["post_title"]=> string(46) "Wissenschaft als Triebfeder der Nachhaltigkeit" ["post_excerpt"]=> string(312) "Was trägt die Wissenschaft zur Umsetzung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie bei – und welche Rolle spielt die Wissenschaftsplattform Nachhaltigkeit 2030? Auf der Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE) diskutierten Vertreter aus Wissenschaft und Politik über Ideen und konkrete Wege." ["post_status"]=> string(7) "publish" ["comment_status"]=> string(6) "closed" ["ping_status"]=> string(6) "closed" ["post_password"]=> string(0) "" ["post_name"]=> string(46) "wissenschaft-als-triebfeder-der-nachhaltigkeit" ["to_ping"]=> string(0) "" ["pinged"]=> string(0) "" ["post_modified"]=> string(19) "2018-06-22 16:03:04" ["post_modified_gmt"]=> string(19) "2018-06-22 14:03:04" ["post_content_filtered"]=> string(0) "" ["post_parent"]=> int(0) ["guid"]=> string(42) "https://www.nachhaltigkeitsrat.de/?p=10007" ["menu_order"]=> int(0) ["post_type"]=> string(4) "post" ["post_mime_type"]=> string(0) "" ["comment_count"]=> string(1) "0" ["filter"]=> string(3) "raw" } [2]=> object(WP_Post)#11235 (24) { ["ID"]=> int(9825) ["post_author"]=> string(1) "5" ["post_date"]=> string(19) "2018-06-22 15:32:09" ["post_date_gmt"]=> string(19) "2018-06-22 13:32:09" ["post_content"]=> string(6325) "Es sind gute Neuigkeit, die Sabine Pex auf die Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung mitbrachte: Pex ist Senior Manager Public Affairs bei ISS-oekom, eine Agentur, die Ratings dazu erstellt, wie Unternehmen und Staaten in Sachen Nachhaltigkeit abschneiden. Außerdem ist sie Vorstand des Forums Nachhaltige Geldanlagen (FNG). In beiden Bereichen, Finanzmärkte und Unternehmen, gibt es positive Entwicklungen in Sachen Nachhaltigkeit. Im jüngsten Marktbericht 2018 des FNG etwa stellten die Analysten fest, dass sich das Volumen verantwortlich investierten Geldes in Deutschland, Österreich und der Schweiz von 2014 bis 2017 verdreifacht hat, auf nunmehr 2,7 Billionen Euro. Explizit nicht enthalten sind dabei Anlagen, die schlicht kontroverse Geschäftsfelder wie etwa Rüstung, Kinderarbeit, Pornografie oder Atomkraft ausschließen und dann behaupten, sie seien nachhaltig. Damit wäre dann etwa ein Portfolio aus Automobilkonzernen, Herstellern genmanipulierten Saatgutes, Ölfirmen und Chemiekonzernen nachhaltig – vielen Anlegerinnen und Anlegern ist das viel zu lax. „Wir sehen eine qualitative Verbesserung beim Verhalten der verantwortlich Investierenden. Da wird mittlerweile ein Mix aus verschiedenen Anlagestrategien angelegt“, sagt Pex. Dennoch, ergänzt sie, gehe der Wandel zu langsam. „Mir fehlt im Moment der politische Wille. Wir haben von Frankreich, was das Thema Sustainable Finance angeht, eine ausgestreckte Hand. Die sollten wir ergreifen“, sagt sie.

ISS-oekom gibt Unternehmen bessere Noten

ISS-oekom wiederum stellt fest, dass Unternehmen in Industrieländern im fünften Jahr in Folge nachhaltiger wirtschaften. Sie schneiden immer besser ab, betrachtet man ihre Leistungen im Umweltbereich, bei Sozialstandards und in der verantwortungsvollen Unternehmensführung, kurz CSR vom englischen Corporate Social Responsibility. Von 3.800 von ISS-oekom untersuchten Unternehmen erzielen 43,6 Prozent moderate CSR-Ratings, das sind erstmals mehr als die Unternehmen, die schlecht abschneiden. Alles erfreulich, aber auch hier sei der Wandel zu langsam: „Wenn es in dem Tempo weitergeht, dann sind wir in 100 Jahren durch“, sagt Pex. Hinzu kommt eine dritte positive Entwicklung: Mittlerweile veröffentlichen deutschlandweit 360 Unternehmen Berichte nach dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex, rund ein Drittel kam erst seit Anfang des Jahres hinzu. Das Wachstum hängt mit politischer Regulierung zusammen: Seit dem Geschäftsjahr 2017 gibt es eine EU-weite CSR-Berichtspflicht für Unternehmen ab einer bestimmten Größe. Trotz allem scheint eine Grundsatzfrage noch lange nicht beantwortet, die Alexander Bassen stellte, Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Universität Hamburg und Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung: „Wie gestalte ich einen Kapitalmarkt, der nachhaltig ist? Geht das überhaupt?“, fragt er. Das Thema Sustainable Finance habe sich vor allem auf europäischer Ebene dynamisch entwickelt. Erst im März hat die EU-Kommission ihren Aktionsplan für ein nachhaltiges Finanzwesen vorgelegt und am 24. Mai erste Schritte zur Umsetzung präsentiert – etwa einen Vorschlag, wie künftig der CO2-Fußabdruck von Unternehmen einheitlich gemessen werden kann. In Deutschland versucht der im vergangenen Jahr von der Deutschen Börse und dem Rat für Nachhaltige Entwicklung gegründete Hub for Sustainable Finance (H4SF), die verschiedenen Initiativen und Akteure zu vernetzen.

Grünes im Immobiliensektor

Wie wichtig solche politischen Vorgaben wie die der EU sind, zeigt Thies Grothe, der als Abteilungsleiter Grundsatzfragen der Immobilienpolitik beim ZIA, dem Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, auch für Nachhaltigkeit zuständig ist. Beim ZIA schaue man genau auf die Reformen aus Brüssel. Die hätten massiven Einfluss auf die Bewertung und Finanzkraft von Immobilien. Noch allerdings gebe es beim Verband keine Zahlen, wie die Mitglieder mit Nachhaltigkeit umgehen. „Aber wir hören immer häufiger, dass Investoren nach grünen Bausteinen im Rahmen eines Investments nachfragen – und etwa wissen wollen, welche Rohstoffe in einer Immobilie verbaut werden.“ Woran es insgesamt fehlt, um die Wirtschaft und Finanzmärkte schnell genug auf einen nachhaltigen Pfad zu bringen, dazu gab es verschiedene Ansichten. Neben der immer wieder geäußerten Kritik, in Deutschland nehme die Politik das Thema Sustainable Finance nicht wichtig genug, gab es aus dem Publikum auch neue Ideen. So regte eine Zuschauerin an, die Akteure im H4SF sollten sich mit Graswurzelbewegungen wie Fossil Free und anderen Kampagnen vernetzen, die Druck machen, dass öffentliche Gelder nicht mehr in fossile Energien investiert werden. Ein anderer zeigte sich überrascht, dass der Fokus der Arbeit immer noch auf der traditionellen Finanzwirtschaft liege. „Wer weiß, ob die Deutsche Bank in fünf Jahren noch existiert“, so das Statement. Er verwies auf Alternativen wie Crowdfunding, das Revival der Genossenschaften und Startups im Finanzsektor, die mit dem Einsatz künstlicher Intelligenz die Branche umkrempeln könnten. Eine andere Zuhörerin verwies auf die über 1.000 Bürgerenergiegenossenschaften in Deutschland und die globale Gemeinwohlökonomie als potentielle Verbündete. Ein anderer Zuhörer monierte, das Thema Sustainable Finance würde in der Zivilgesellschaft auf fast kein Interesse stoßen – was auch fehlenden politischen Reformwillen in Deutschland mit erkläre. Pex hatte dazu auch Zahlen: 91 Prozent des Volumens nachhaltiger Geldanlagen in Deutschland sind öffentliche Gelder, nur neun Prozent privat. „Nachhaltiges Investieren ist weiterhin kaum im Privatgeschäft angekommen – leider“, sagte Pex. Das Thema Sustinable Finance geht also alle an, nicht nur Wirtschaft und Politik." ["post_title"]=> string(58) "Was der nachhaltigen Finanzwirtschaft in Deutschland fehlt" ["post_excerpt"]=> string(330) "Die Nachhaltige Finanzwirtschaft in Deutschland wächst immer schneller und dennoch zu langsam, berichteten Expertinnen und Experten auf der Jahreskonferenz des RNE. Schneller könnte es gehen, wenn nicht nur Politik und Wirtschaft aktiver werden – sondern die vielen Akteure aus der Zivilgesellschaft besser eingebunden werden." ["post_status"]=> string(7) "publish" ["comment_status"]=> string(6) "closed" ["ping_status"]=> string(6) "closed" ["post_password"]=> string(0) "" ["post_name"]=> string(58) "was-der-nachhaltigen-finanzwirtschaft-in-deutschland-fehlt" ["to_ping"]=> string(0) "" ["pinged"]=> string(0) "" ["post_modified"]=> string(19) "2018-06-22 16:13:53" ["post_modified_gmt"]=> string(19) "2018-06-22 14:13:53" ["post_content_filtered"]=> string(0) "" ["post_parent"]=> int(0) ["guid"]=> string(41) "https://www.nachhaltigkeitsrat.de/?p=9825" ["menu_order"]=> int(0) ["post_type"]=> string(4) "post" ["post_mime_type"]=> string(0) "" ["comment_count"]=> string(1) "0" ["filter"]=> string(3) "raw" } [3]=> object(WP_Post)#11437 (24) { ["ID"]=> int(9870) ["post_author"]=> string(1) "8" ["post_date"]=> string(19) "2018-06-20 11:59:12" ["post_date_gmt"]=> string(19) "2018-06-20 09:59:12" ["post_content"]=> string(4934) "In Politik, Wirtschaft und Wissenschaft wird seit langem über das Thema Nachhaltigkeit in Deutschland debattiert. Doch wo genau aus Debatten auch Taten werden, darüber wird nur wenig bekannt. Für die ehemalige Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul sind die Nachhaltigkeitsziele der Bundesregierung das „bestgehütete Geheimnis der deutschen Politik“. Dabei seien die Ziele der Agenda 2030, also die UN-Nachhaltigkeitsziele, in einer Zeit, in der immer mehr Staaten den Rückzug in den Nationalismus anträten, ein Bollwerk gegen Strömungen, die die Transformation aufhalten wollen, sagte Wieczorek-Zeul bei der Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE) am 4. Juni in Berlin. Die ehemalige Bundesministerin, die auch Mitglied im RNE ist, fordert die Bundesregierung auf, mehr für die Agenda 2030 zu werben. Sie plädiert zudem für einen UN-Nachhaltigkeitsrat, der weit über den Stichtag hinausdenkt. Ein solches Gremium könne dafür sorgen, dass die Agenda-Ziele nicht in Vergessenheit geraten, sagte Wieczorek-Zeul.

Nachhaltigkeit setzt beim Menschen an

Nachhaltigkeit ist bei weitem nicht nur ein globales Thema, beispielsweise, wenn es um Klimaschutz oder den Kampf gegen Armut weltweit geht. Eine nachhaltige Entwicklung setzt in erster Linie bei den Menschen an. Für Karin Fehres, Vorstand Sportentwicklung beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), ist Nachhaltigkeit ein zentrales Thema im Sport. In kaum einem anderen gesellschaftlichen Feld werde Integration und Inklusion so intensiv gelebt. „Sport ist eben mehr als 1:0“, sagte Fehres bei der RNE-Jahreskonferenz beim Programmpunkt „Taten – mitten in der Gesellschaft“. Der DOSB entwickelt derzeit eine eigene Nachhaltigkeitsstrategie, die die verschiedenen sozialen, ökologischen und ökonomischen Aspekte zusammenführt und Ziele für die Zukunft aufstellt. Rund 90.000 Sportvereine gibt es in Deutschland. Tausende Menschen engagieren sich in ihrer Freizeit und in der Regel ohne Bezahlung in den Vereinen. „Unser Land lebt vom Ehrenamt“, sagte Fehres. Sie wünscht sich eine stärkere Wertschätzung der Arbeit der Freiwilligen und eine ausgewogenere Berichterstattung über den Sport. Es sei nicht nur wichtig zu erfahren, welcher Spieler zur WM mitkomme, sondern auch andere Aspekte des Sports müssten mehr Raum bekommen. Dass Nachhaltigkeit in der Berichterstattung zu kurz kommt, räumt auch Thomas Bellut, Intendant des ZDF, ein. Zwar berichtet das Medienhaus in seinem Programm bereits über Umweltschutz, soziale Themen und nachhaltige Lebensweisen und will damit in die Gesellschaft hineinwirken. Zudem macht das Unternehmen über eigene Aktionen, zum Beispiel Preisverleihungen oder Spendenveranstaltungen, aufmerksam auf Missstände oder die Bedürfnisse bestimmter gesellschaftlicher Gruppen. Dennoch sagte Bellut in der Expertenrunde bei der RNE-Jahreskonferenz: „Wir müssen uns dem Thema verstärkt annehmen.“ Zum Beispiel, was die Integrationsarbeit über das Ehrenamt angeht oder was Nachhaltigkeit im Großen bewirken kann. Der Auftrag sei klar formuliert, sagte der ZDF-Intendant.

Nachhaltigkeit geht nicht ohne Bürgerbeteiligung

Das sieht auch Ullrich Sierau, Oberbürgermeister der Stadt Dortmund, so. „Die Lebenswirklichkeit der Menschen muss auf kommunaler Ebene verbessert werden“, sagte Sierau, stellvertretend für die Kommunen bei der RNE-Jahreskonferenz. „Nachhaltigkeit ohne Bürgergesellschaft geht nicht.“ Dortmund wurde mehrfach für sein nachhaltiges Engagement ausgezeichnet und wird häufig als Stadt der Transformation bezeichnet. Sierau forderte jedoch mehr Unterstützung – auch seitens des Bundes – bei der Integration. „Wir müssen die Armut bekämpfen. Wir werden mit dem Thema allein gelassen“, sagte der Oberbürgermeister. Als eines der dringlichsten Themen sieht er die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum und guten Arbeitsplätzen. Um eine echte nachhaltige Entwicklung voranzutreiben, sei hier das Zusammenspiel gesellschaftlicher, politischer und wirtschaftlicher Akteure nötig." ["post_title"]=> string(49) "Nachhaltigkeit: Ein Auftrag für die Gesellschaft" ["post_excerpt"]=> string(313) "Eine nachhaltige Entwicklung betrifft alle Lebensbereiche. Auf der Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE) kamen Vertreter aus dem Sport, den Medien, aus den Kommunen und der Entwicklungszusammenarbeit zu Wort. Ihre Forderung: Nachhaltigkeit ist Aufgabe aller und braucht mehr Unterstützung." ["post_status"]=> string(7) "publish" ["comment_status"]=> string(6) "closed" ["ping_status"]=> string(6) "closed" ["post_password"]=> string(0) "" ["post_name"]=> string(48) "nachhaltigkeit-ein-auftrag-fuer-die-gesellschaft" ["to_ping"]=> string(0) "" ["pinged"]=> string(0) "" ["post_modified"]=> string(19) "2018-06-20 12:19:37" ["post_modified_gmt"]=> string(19) "2018-06-20 10:19:37" ["post_content_filtered"]=> string(0) "" ["post_parent"]=> int(0) ["guid"]=> string(41) "https://www.nachhaltigkeitsrat.de/?p=9870" ["menu_order"]=> int(0) ["post_type"]=> string(4) "post" ["post_mime_type"]=> string(0) "" ["comment_count"]=> string(1) "0" ["filter"]=> string(3) "raw" } } ["post_count"]=> int(4) ["current_post"]=> int(-1) ["in_the_loop"]=> bool(false) ["post"]=> object(WP_Post)#3293 (24) { ["ID"]=> int(10424) ["post_author"]=> string(1) "5" ["post_date"]=> string(19) "2018-08-13 14:32:45" ["post_date_gmt"]=> string(19) "2018-08-13 12:32:45" ["post_content"]=> string(6054) "Eigentlich sollte es in Zeiten, in denen sich das Klima bedrohlich aufheizt, gang und gäbe sein: Eine Tagung, ein Kongress, eine Veranstaltung wird so organisiert, dass nicht nur die Gäste zufrieden sind, sondern auch die CO2-Bilanz stimmt, also so wenig Treibhausgase wie möglich anfallen. Aber was heißt das genau? Der Rat für Nachhaltige Entwicklung hat seine 18. Jahreskonferenz – sie fand Anfang Juni unter dem Motto „Thesen und Taten. Transformation!“ in Berlin statt – mit Blick auf die CO2-Menge evaluiert. So lässt sich der Weg hin zur klimaneutralen Veranstaltung beispielhaft nachzeichnen. Und die beginnt bereits mit der Planung.

Checklisten für CO2-Minderung

Werden die Namenschilder recycelt, ist das Catering regional, saisonal und vegetarisch, wird dafür Mehrweggeschirr verwendet? Einige Punkte, auf die zu achten ist, fallen jedem auf Anhieb ein. Doch gibt es hilfreiche Werkzeuge, um nicht lange grübeln zu müssen, sondern die Sache systematischer anzugehen – die Checkliste green-score-card zum Beispiel, die für rund 1000 Euro genutzt werden kann. Wer sie schon am Anfang der Organisation eines Events durchgeht, erkennt schnell, wo die entscheidenden Hebel für mehr Nachhaltigkeit sind: Aufgelistet sind 13 „Handlungsfelder“ mit mehr als 200 Vorschlägen für lohnende Maßnahmen. So liest man beim Handlungsfeld Mobilität Tipps wie: einen Veranstaltungsort mit guter Anbindung an den ÖPNV auszuwählen und auf Fahrpläne des ÖPNV in der Einladung oder dem Internet hinzuweisen oder einen Shuttle-Service etwa mit Velotaxen anzubieten. Die Maßnahmen sind immer sehr konkret beschrieben. Beim Punkt „Veranstaltungstechnik“ geht es etwa um den Einsatz sparsamer LED-Technik und bei „Übernachtungen“ um eine gute Anbindung an einen Fernbahnhof. Der Rat für Nachhaltige Entwicklung hat sich bei seiner Jahreskonferenz im Berliner Tempodrom, zu der knapp 1.400 Gäste kamen, an der Green Score Card orientiert, aber auch an einer eigenen Checkliste  sowie an einem Leitfaden des Umweltbundesamtes. Das Ergebnis ist eine detaillierte Bewertung zur Nachhaltigkeit der Veranstaltung, in diesem Fall 101 von 144 Punkten. Ein Zeichen dafür, dass auch der RNE besser werden kann.

Mobilität macht besonderes CO2-Problem

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung hat nach der Veranstaltung ermittelt, welcher CO2-Ausstoß für die Jahreskonferenz trotz aller Minderungsmaßnahmen noch zu verbuchen ist, und zwar über den Emissionsrechner der Münchener Firma Climate Partner. Ergebnis: 99,5 Tonnen CO2-Emissionen. Das Gros mit 77,3 Tonnen ging dabei auf Transporte von Stühlen, Utensilien, also die Mobilität für die Veranstaltung selbst zurück. Dahinter folgte der Aufwand fürs Catering. Der Rat für Nachhaltige Entwicklung hat dafür einen Ausgleich an Climate Partner bezahlt, so dass an anderer Stelle die Menge an CO2 eingespart wird. In diesem Fall wird das Geld in das 41-Megawatt-Wasserkraftwerk im indonesischen Renun investiert, es soll klimafreundlich Strom liefern, ohne – wie so manch anderes Megaprojekt – der Natur zu schaden. Das südostasiatische Land setzt bislang vor allem auf fossile Brennstoffe. Anbieter für CO2-Kompensation gibt es verschiedene. Die Experten der Stiftung Warentest haben zum Beispiel sechs von ihnen erst vor kurzem für die Finanztest 03/2018 unter die Lupe genommen. Climate Partner war nicht dabei, da das Unternehmen sich allein nur an Unternehmen und nicht an Privatpersonen und Verbraucher und Verbraucherinnen richtet. Atmosfair, Klima-Kollekte und Primaklima schnitten in letzterem Segment am besten ab.

Dax-30-Unternehmen werden klimaneutral

Stefanie Böther ist beim Umweltbundesamt Expertin für freiwillige CO2-Kompensation. Sie beobachtet mit ihren Kollegen und Kolleginnen den Markt in Deutschland schon lange und sagt: „Derzeit kompensieren vor allem deutsche Firmen ihre CO2-Emissionen, dazu gehören Dax-30-Unternehmen, aber auch die kleineren und mittleren Unternehmen, die KMU.“ Die Deutsche Post bietet mit GoGreen zum Beispiel einen klimaneutralen Versand. Der Münchener Versicherungskonzern Allianz bemüht sich, insgesamt seinen CO2-Fußabdruck zu verringern. Aber auch in der öffentlichen Verwaltung von Bund und Ländern spiele diese eine „immer stärkere“ Rolle, so Böther. Das Umweltbundesamt berechnet und organisiert bereits seit einigen Jahren die Kompensation für Dienstreisen von Mitarbeitenden der Bundesregierung und der Bundesverwaltung. Dazu hat sich die Bundesregierung mit dem Maßnahmenprogramm Nachhaltigkeit (Punkt 8 c) verpflichtet. Allein im Jahr 2016 ging es um eine Treibhausgasmenge entsprechend 235.240 Tonnen CO2.  Böther und ihre Kollegen listen auch Anbieter für die Klimakompensation auf. Die Expertin rät bei der Auswahl auf die „Qualität des Klimaschutzprojektes“ zu achten: „Es sollte nicht nur CO2 einsparen, sondern auch zur nachhaltigen Entwicklung vor Ort beitragen.“ Böther entwickelt derzeit auch einen Ratgeber des Umweltbundesamtes, der noch vor Herbst erscheinen soll. Vor allem betont sie aber einen Grundsatz: „CO2 zu sparen ist immer besser als es zu kompensieren.“" ["post_title"]=> string(44) "Auf dem Weg zur klimaneutralen Veranstaltung" ["post_excerpt"]=> string(329) "Der Rat für Nachhaltige Entwicklung hat die bei seiner Jahreskonferenz Anfang Juni entstandenen CO2-Emissionen mit einer Spende an ein Klimaschutzprojekt kompensiert. Ein Zwischenschritt. Sein Ziel ist, Kompensationen auf mittlere Sicht überflüssig zu machen – indem man eine Veranstaltung von Beginn an klimaschonend plant." ["post_status"]=> string(7) "publish" ["comment_status"]=> string(6) "closed" ["ping_status"]=> string(6) "closed" ["post_password"]=> string(0) "" ["post_name"]=> string(44) "auf-dem-weg-zur-klimaneutralen-veranstaltung" ["to_ping"]=> string(0) "" ["pinged"]=> string(0) "" ["post_modified"]=> string(19) "2018-10-23 09:32:11" ["post_modified_gmt"]=> string(19) "2018-10-23 07:32:11" ["post_content_filtered"]=> string(0) "" ["post_parent"]=> int(0) ["guid"]=> string(42) "https://www.nachhaltigkeitsrat.de/?p=10424" ["menu_order"]=> int(0) ["post_type"]=> string(4) "post" ["post_mime_type"]=> string(0) "" ["comment_count"]=> string(1) "0" ["filter"]=> string(3) "raw" } ["comment_count"]=> int(0) ["current_comment"]=> int(-1) ["found_posts"]=> string(1) "4" ["max_num_pages"]=> float(1) ["max_num_comment_pages"]=> int(0) ["is_single"]=> bool(false) ["is_preview"]=> bool(false) ["is_page"]=> bool(false) ["is_archive"]=> bool(true) ["is_date"]=> bool(false) ["is_year"]=> bool(false) ["is_month"]=> bool(false) ["is_day"]=> bool(false) ["is_time"]=> bool(false) ["is_author"]=> bool(false) ["is_category"]=> bool(false) ["is_tag"]=> bool(true) ["is_tax"]=> bool(false) ["is_search"]=> bool(false) ["is_feed"]=> bool(false) ["is_comment_feed"]=> bool(false) ["is_trackback"]=> bool(false) ["is_home"]=> bool(false) ["is_404"]=> bool(false) ["is_embed"]=> bool(false) ["is_paged"]=> bool(false) ["is_admin"]=> bool(false) ["is_attachment"]=> bool(false) ["is_singular"]=> bool(false) ["is_robots"]=> bool(false) ["is_posts_page"]=> bool(false) ["is_post_type_archive"]=> bool(false) ["query_vars_hash":"WP_Query":private]=> string(32) "ef9bbf3c2a06bc2b2c8d8b7ea7b43c39" ["query_vars_changed":"WP_Query":private]=> bool(false) ["thumbnails_cached"]=> bool(false) ["stopwords":"WP_Query":private]=> NULL ["compat_fields":"WP_Query":private]=> array(2) { [0]=> string(15) "query_vars_hash" [1]=> string(18) "query_vars_changed" } ["compat_methods":"WP_Query":private]=> array(2) { [0]=> string(16) "init_query_flags" [1]=> string(15) "parse_tax_query" } }