archive

object(WP_Query)#5371 (52) { ["query"]=> array(1) { ["tag"]=> string(6) "europa" } ["query_vars"]=> array(64) { ["tag"]=> string(6) "europa" ["error"]=> string(0) "" ["m"]=> string(0) "" ["p"]=> int(0) ["post_parent"]=> string(0) "" ["subpost"]=> string(0) "" ["subpost_id"]=> string(0) "" ["attachment"]=> string(0) "" ["attachment_id"]=> int(0) ["name"]=> string(0) "" ["static"]=> string(0) "" ["pagename"]=> string(0) "" ["page_id"]=> int(0) ["second"]=> string(0) "" ["minute"]=> string(0) "" ["hour"]=> string(0) "" ["day"]=> int(0) ["monthnum"]=> int(0) ["year"]=> int(0) ["w"]=> int(0) ["category_name"]=> string(0) "" ["cat"]=> string(0) "" ["tag_id"]=> int(286) ["author"]=> string(0) "" ["author_name"]=> string(0) "" ["feed"]=> string(0) "" ["tb"]=> string(0) "" ["paged"]=> int(0) ["meta_key"]=> string(0) "" ["meta_value"]=> string(0) "" ["preview"]=> string(0) "" ["s"]=> string(0) "" ["sentence"]=> string(0) "" ["title"]=> string(0) "" ["fields"]=> string(0) "" ["menu_order"]=> string(0) "" ["embed"]=> string(0) "" ["category__in"]=> array(0) { } ["category__not_in"]=> array(0) { } ["category__and"]=> array(0) { } ["post__in"]=> array(0) { } ["post__not_in"]=> array(0) { } ["post_name__in"]=> array(0) { } ["tag__in"]=> array(0) { } ["tag__not_in"]=> array(0) { } ["tag__and"]=> array(0) { } ["tag_slug__in"]=> array(1) { [0]=> string(6) "europa" } ["tag_slug__and"]=> array(0) { } ["post_parent__in"]=> array(0) { } ["post_parent__not_in"]=> array(0) { } ["author__in"]=> array(0) { } ["author__not_in"]=> array(0) { } ["ignore_sticky_posts"]=> bool(false) ["suppress_filters"]=> bool(false) ["cache_results"]=> bool(false) ["update_post_term_cache"]=> bool(true) ["lazy_load_term_meta"]=> bool(true) ["update_post_meta_cache"]=> bool(true) ["post_type"]=> string(0) "" ["posts_per_page"]=> int(12) ["nopaging"]=> bool(false) ["comments_per_page"]=> string(2) "50" ["no_found_rows"]=> bool(false) ["order"]=> string(4) "DESC" } ["tax_query"]=> object(WP_Tax_Query)#6928 (6) { ["queries"]=> array(1) { [0]=> array(5) { ["taxonomy"]=> string(8) "post_tag" ["terms"]=> array(1) { [0]=> string(6) "europa" } ["field"]=> string(4) "slug" ["operator"]=> string(2) "IN" ["include_children"]=> bool(true) } } ["relation"]=> string(3) "AND" ["table_aliases":protected]=> array(1) { [0]=> string(21) "wp_term_relationships" } ["queried_terms"]=> array(1) { ["post_tag"]=> array(2) { ["terms"]=> array(1) { [0]=> string(6) "europa" } ["field"]=> string(4) "slug" } } ["primary_table"]=> string(8) "wp_posts" ["primary_id_column"]=> string(2) "ID" } ["meta_query"]=> object(WP_Meta_Query)#6931 (9) { ["queries"]=> array(0) { } ["relation"]=> NULL ["meta_table"]=> NULL ["meta_id_column"]=> NULL ["primary_table"]=> NULL ["primary_id_column"]=> NULL ["table_aliases":protected]=> array(0) { } ["clauses":protected]=> array(0) { } ["has_or_relation":protected]=> bool(false) } ["date_query"]=> bool(false) ["request"]=> string(1450) "SELECT SQL_CALC_FOUND_ROWS wp_posts.ID FROM wp_posts LEFT JOIN wp_term_relationships ON (wp_posts.ID = wp_term_relationships.object_id) JOIN wp_icl_translations wpml_translations ON wp_posts.ID = wpml_translations.element_id AND wpml_translations.element_type = CONCAT('post_', wp_posts.post_type) WHERE 1=1 AND ( wp_term_relationships.term_taxonomy_id IN (286) ) AND wp_posts.post_type = 'post' AND (wp_posts.post_status = 'publish' OR wp_posts.post_status = 'acf-disabled') AND ( ( ( wpml_translations.language_code = 'de' OR ( wpml_translations.language_code = 'de' AND wp_posts.post_type IN ( 'event','team' ) AND ( ( ( SELECT COUNT(element_id) FROM wp_icl_translations WHERE trid = wpml_translations.trid AND language_code = 'de' ) = 0 ) OR ( ( SELECT COUNT(element_id) FROM wp_icl_translations t2 JOIN wp_posts p ON p.id = t2.element_id WHERE t2.trid = wpml_translations.trid AND t2.language_code = 'de' AND ( p.post_status = 'publish' OR p.post_type='attachment' AND p.post_status = 'inherit' ) ) = 0 ) ) ) ) AND wp_posts.post_type IN ('post','page','attachment','wp_block','document','event','member','projects','team' ) ) OR wp_posts.post_type NOT IN ('post','page','attachment','wp_block','document','event','member','projects','team' ) ) GROUP BY wp_posts.ID ORDER BY wp_posts.menu_order, wp_posts.post_date DESC LIMIT 0, 12" ["posts"]=> &array(4) { [0]=> object(WP_Post)#6947 (24) { ["ID"]=> int(16993) ["post_author"]=> string(1) "5" ["post_date"]=> string(19) "2019-07-22 11:36:08" ["post_date_gmt"]=> string(19) "2019-07-22 09:36:08" ["post_content"]=> string(8226) "

Was ist beschlossen worden?

Derzeit lediglich eine Empfehlung, die aber wegweisend sein dürfte. Es geht um die Frage, wie Investoren und Firmen erkennen können, was eine ökologisch nachhaltige Geldanlage ist. Dazu gibt es keine in der EU einheitliche Definition, was zur Gefahr von „Greenwashing“ führt. Das hat die Technical Expert Group on Sustainable Finance, kurz TEG, jetzt geändert. Die EU-Kommission hatte sie, bestehend aus 35 Expertinnen und Experten, im Juli 2018 eingesetzt. Sie hat nun für 67 ökonomische Aktivitäten definiert, wie sie nachhaltig umgesetzt werden können. Und zwar in den Sektoren Landwirtschaft, Forstmanagement, Produktion, Energie, Mobilität, Wasser und Abfälle, Gebäude sowie Informations- und Telekommunikationstechnologie. Blandine Machabert ist Analystin beim internationalen Investorennetzwerk PRI, das an der Definition mitgearbeitet hat. Sie sagt: „Es geht bei der Taxonomie um eine gemeinsame Sprache in der Finanzwelt.“ Also darum, dass künftig klar ist: wovon ist die Rede, wenn jemand behauptet, eine Geldanlage sei nachhaltig.

Was heißt das konkret an einem Beispiel?

Angenommen, ein Investor will möglichst klimaschonende Stahlproduktion finanzieren, nach welchen Kriterien richtet er sich da? Die Antwort findet sich auf Seite 49 des „Taxonomy Technical Report“ der TEG: Da steht, nachhaltige Herstellung von Stahl oder Eisen gehe derzeit auf zwei Arten: Entweder, man orientiert sich in Sachen Treibhausgasemissionen an den jeweils besten Produktionsstätten auf dem Markt. Oder man fokussiert sich auf die ebenfalls als nachhaltig geltende Aufarbeitung von Alteisen. Die Taxonomie gibt dabei konkret an, wie viel Klimagase (CO2 und andere) pro Tonne Stahl maximal emittiert werden dürfen. Die Werte sollen aber künftig überarbeitet werden, und zwar sobald Technologien kommerziell verfügbar sind, die einen echten Durchbruch bei der Emissionsminderung bedeuten. Beispielsweise die direkte Elektrolyse von Roheisen. Oder, indem CO2 bei der Stahlproduktion mittels „Carbon Capture and Storage“ abgeschieden und unterirdisch gespeichert wird. Das PRI nennt als weiteres Beispiel PKW: Autos, die weniger als 50 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen, tragen laut Taxonomie substantiell zum Kampf gegen den Klimawandel bei.

Was ist mit anderen Umweltkriterien außer CO2-Ausstoß und was ist mit Sozialstandards?

Zwei Grundprinzipien bilden das Fundament der Taxonomie. Erstens müssen Investitionen in einem von sechs Bereichen des Umweltschutzes einen Beitrag leisten: Bekämpfung oder Anpassung an den Klimawandel, Schutz von Wasser und Meeren, Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft samt Recycling und Müllvermeidung, Vermeidung von Umweltverschmutzung oder der Schutz von Ökosystemen. Und zweitens dürfen die Investitionen keinem der sechs Umweltzielen zuwiderlaufen. So gab es lange eine Diskussion darüber, ob es nachhaltig sei, Kohlekraftwerke effizienter zu machen oder Atomkraftwerke zu bauen. Beides kann theoretisch den CO2-Ausstoß senken. Die Nutzung von Kohle verstößt aber gegen die Idee einer grundsätzlichen Transformation der Wirtschaft, die Nutzung der Atomkraft im Falle einer Havarie eigentlich allen Zielen. Deshalb gilt nun: Investitionen in Kohle und Atomkraft gelten in der EU als nicht nachhaltig. Bei sozialen Kriterien gibt es noch einen Dissens: Die TEG schlägt hier vor, dass alle Investitionen mindestens die sogenannten ILO-Kernarbeitsnormen einhalten müssen. Das EU-Parlament fordert hier als Mindeststandard die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, die als strenger gelten.

Wie verpflichtend ist die Taxonomie?

Sie ist nicht für alle Marktteilnehmenden verpflichtend. Sie ist auch kein Siegel oder Label für nachhaltige Geldanlagen. Das soll es allerdings auch geben, auch hier hat die TEG einen Vorschlag vorgestellt, für den die Taxonomie die Grundlage bildet. Die Taxonomie ist auch noch nicht endgültig verabschiedet – bis September können Interessierte noch Feedback einreichen. Zudem ist das Mandat der Expertinnen und Experten bis Ende des Jahres verlängert worden. Sie sollen unter anderem Guidelines erarbeiten, wie Investoren die Taxonomie auch praktisch anwenden können. Außerdem muss man wissen, dass die TEG ihre Vorschläge im Auftrag der EU-Kommission erarbeitet hat. Die Taxonomie ist die erste von zehn Maßnahmen eines Plans der EU, mit dessen Hilfe die Finanzmärkte dazu gebracht werden sollen, in die Agenda 2030 und die Pariser Klimaschutzziele zu investieren. Verhandelt werden diese Maßnahmen zwischen Parlament, Rat und Kommission. In Sachen Taxonomie haben bisher Kommission und Parlament ihre Positionen festgelegt. Der Rat, also die EU-Mitgliedsstaaten, sind gerade noch dabei. Erst dann beginnen die eigentlichen Verhandlungen, der sogenannte Trilog. Die Arbeit der TEG-Expertinnen und Experten ist dabei die einzige, die über Grundsatzfragen hinaus auch Details zu nachhaltigen Geldanlagen definiert, wie in den Beispielen oben ausgeführt. Deshalb wird sie Grundlage der späteren Richtlinie sein. Unklar ist dennoch, wie verpflichtend die Taxonomie sein soll. Müssen also alle, die behaupten, eine „nachhaltige“ Geldanlage anzubieten, diese allgemeine EU-Definition zugrunde legen? Hier hat etwa der EU-Ministerrat noch keine Position. Einige Experten glauben, dass sich die Taxonomie als de-facto-Standard auch ohne verpflichtende Anwendung durchsetzen wird. Das heißt, wenn ein Fondsmanager künftig eine Anlage als nachhaltig zu verkaufen versucht, aber gleichzeitig einräumen muss, dass er sich nicht um die EU-Definition für nachhaltige Geldanlagen schert, dann wird er schlicht keine Käufer finden.

Gibt es auch Kritik an der Arbeit der TEG?

Ja, die gibt es. Sie stammt beispielsweise von dem Grünen EU-Abgeordneten und Finanzexperten Sven Giegold und bezieht sich auf den Green Bonds Standard, also dem geplanten Siegel für nachhaltige Geldanlagen. „Der Vorschlag für einen EU-Standard für grüne Anleihen bringt keinen Mehrwert. Die Empfehlungen der Experten sind enttäuschend“, schreibt Giegold. Seine Begründung: Ein Versicherungsmanager, ein Rentenfonds, eine Investmentfirma oder wer auch immer die Taxonomie anwendet, muss nicht offenlegen, in welche konkreten Projekte er Geld steckt. In den Vorschlägen der TEG ist auf Seite 62 ausgeführt, was praktisch passieren könnte, wenn die Taxonomie angewendet wird: Demnach müssten Finanzmarktakteure genau erläutern, wie sich Produkte, die als nachhaltig verkauft werden, zur Taxonomie verhalten. Sie müssten ihre Strategie erläutern, wie sie die ökologische Nachhaltigkeit ihrer Investitionen sicherstellen. Trotzdem wäre es ihnen erlaubt, auch in Firmen oder Projekte zu investieren, die laut der neuen EU-Definition nicht nachhaltig sind. Grüne Finanzprodukte müssten ein Minimum an Investitionen enthalten, die laut Taxonomie nachhaltig sind und aufzeigen, wie hoch deren Prozentsatz ist: Laut EU-Taxonomie 30 Prozent nachhaltig, zum Beispiel. Eine Pflicht, die konkreten Firmen und Projekte offenzulegen, gibt es aber nicht. Die bleiben das Geschäftsgeheimnis der Anbieter grüner Finanzprodukte. Für Giegold ist das ein großes Ärgernis. Er glaubt, nur mit Transparenz könne Europa das Vertrauen umweltbewusster Investoren gewinnen und einen weltweiten Standard setzen." ["post_title"]=> string(70) "Experten legen EU-weite Definition für nachhaltige Finanzprodukte vor" ["post_excerpt"]=> string(346) "Was ist eine nachhaltige Geldanlage? Die Antwort auf diese Frage ist wichtig, um Klimaschutz und Agenda 2030 voranzutreiben. Über ein Jahr arbeiteten Expertinnen und Experten der Technical Expert Group on Sustainable Finance aus Finanzwirtschaft, Wissenschaft und NGOs im Auftrag der EU-Kommission an den Kriterien. Jetzt liegt das Ergebnis vor." ["post_status"]=> string(7) "publish" ["comment_status"]=> string(6) "closed" ["ping_status"]=> string(6) "closed" ["post_password"]=> string(0) "" ["post_name"]=> string(70) "experten-legen-eu-weite-definition-fuer-nachhaltige-finanzprodukte-vor" ["to_ping"]=> string(0) "" ["pinged"]=> string(0) "" ["post_modified"]=> string(19) "2019-07-22 11:36:08" ["post_modified_gmt"]=> string(19) "2019-07-22 09:36:08" ["post_content_filtered"]=> string(0) "" ["post_parent"]=> int(0) ["guid"]=> string(42) "https://www.nachhaltigkeitsrat.de/?p=16993" ["menu_order"]=> int(0) ["post_type"]=> string(4) "post" ["post_mime_type"]=> string(0) "" ["comment_count"]=> string(1) "0" ["filter"]=> string(3) "raw" } [1]=> object(WP_Post)#6933 (24) { ["ID"]=> int(14221) ["post_author"]=> string(1) "5" ["post_date"]=> string(19) "2019-05-06 13:40:23" ["post_date_gmt"]=> string(19) "2019-05-06 11:40:23" ["post_content"]=> string(5489) "„Keiner der beteiligten Interessengruppen wird es gelingen, die nachhaltige Transformation alleine zu verwirklichen.“ In ihrer Keynote zu Beginn des „Athens Sustainability Outlook“ betonte Yvonne Zwick, stellvertretende RNE-Generalsekretärin, eine zentrale Überzeugung, die der europäischen Konferenz zugrunde lag. Das gelte erst recht in einer Zeit, in denen Druck von zwei Seiten zu spüren sei: einerseits von der jungen Generation, die ein konsequentes Handeln gegen den Klimawandel fordert, andererseits von Gruppierungen, die die Vorteile einer globalisierten Welt nicht sehen können oder wollen, so Zwick. Unter diesen Vorzeichen trafen sich Anfang April rund 120 Expertinnen und Experten in Athen, um den gesamteuropäischen Stakeholder-Dialog zu nachhaltiger Entwicklung und unternehmerischer Verantwortung fortzusetzen und wichtige Entwicklungstrends zu identifizieren. Das Ergebnis der Konferenz wird der Europäischen Kommission vorgelegt, um diese bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals – SDGs) zu unterstützen. Die zweiteilige Veranstaltung bestand aus einem Stakeholder-Dialog im kleineren Kreis und einer offenen Konferenz am Folgetag. Organisiert haben sie die QualityNet Foundation (QNF), eine Non-Profit-Organisation, die die nachhaltige Entwicklung in Griechenland vorantreiben will, und der RNE. Die Gäste kamen insbesondere aus Griechenland sowie aus Belgien, den Niederlanden, Frankreich und den Balkan-Staaten.

Sustainability Code als Blaupause für andere Länder?

Als einer der 31 Rednerinnen und Redner auf der Konferenz kritisierte der stellvertretende griechische Umweltminister Socratis Famellos, dass Wohlstand immer noch nicht adäquat gemessen werde. Er wünschte sich einen Anstieg der Indizes, die auch soziale und ökologische Aspekte widerspiegeln. Auch in der Wirtschaftswelt sind solche Ansätze noch nicht weit genug verbreitet – das illustrierte die Aussage von Spyros Lioukas, Professor für Management Science & Technology an der Wirtschaftsuniversität Athen, der Business Schools im Fach Ethik mit einem „F“ – also der schlechtestmöglichen Bewertung – benotete. Thematische Schwerpunkte in Athen bildeten insbesondere die Debatten um Sustainable Finance und Berichterstattung zu nichtfinanziellen Leistungen von Unternehmen. „Auch das Interesse in anderen Ländern, ein vergleichbares Instrument wie den Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) zu etablieren, wurde diskutiert“, sagt Zwick, die auch das DNK-Büro leitet. Bereits vor drei Jahren hat Griechenland als erstes europäisches Land auf Basis des DNK nach einem zweijährigen Prozess den Griechischen Nachhaltigkeitskodex eingeführt. Hellenic Petroleum, Lidl Hellas und die Telekom-Tochter OTE-COSMOTE berichteten auf der Konferenz von ihren praktischen Erfahrungen mit dem griechischen Kodex. Aktuell hat die Türkei nachgezogen und lädt nun Unternehmen ein, den Turkish Sustainability Code als Instrument für ihren Einstieg in die Nachhaltigkeitsberichterstattung und beim Aufbau einer Nachhaltigkeitsstrategie zu nutzen.

Ein nachhaltiger „New Deal“ für Europa

Immer wieder kamen die Teilnehmenden auf die Frage zurück, ob und wie ein nachhaltiger „New Deal“ für Europa funktionieren könne. Europa müsse etwa bei den Themen Kreislaufwirtschaft und inklusive, faire Marktwirtschaft eine Führungsrolle einnehmen. Konkret ging es dabei um die Einführung eines europäischen Nachhaltigkeitspasses für Unternehmen. Dazu werden in den kommenden Monaten weitere Stakeholder-Dialoge stattfinden, die in einen ersten Entwurf für die EU-Kommission münden können. In ihren Abschlussbemerkungen fassten die Organisatorinnen Chrysoula Exarchou, QNF, und Yvonne Zwick, RNE, die gemeinsam herausgearbeiteten Voraussetzungen zusammen, die eine nachhaltige Entwicklung befördern und beschleunigen, vor allem mit Sicht auf den Klimawandel. Zuallererst sei eine Ethikdebatte vonnöten, ebenso unterstützende gesetzliche Rahmenbedingungen und die Schaffung von Marktmechanismen. Darüber hinaus brauche es auch eine europäische Strategie zu den SDGs, also den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen, die die verschiedenen politischen Ebenen anspreche. Ergänzt werden müssen diese durch einen Werkzeugkasten mit Instrumenten, die Unternehmen dabei unterstützen, Gutes zu tun und Prozesse aufzusetzen, die zu einer nachhaltigen Entwicklung in ihren Geschäftsbereichen beitrügen – solche Instrumente wären der DNK oder der angedachte Nachhaltigkeitspass für Unternehmen." ["post_title"]=> string(92) "Athens Sustainability Outlook 2019: Brauchen wir einen Nachhaltigkeitspass für Unternehmen?" ["post_excerpt"]=> string(313) "Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) setzt den europäischen Nachhaltigkeitsdialog fort: Eine Konferenz in Athen dreht sich um Sustainable Finance und Berichterstattung zu nicht-finanziellen Leistungen von Unternehmen und erörtert, wie die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen in die Bildung kommen." ["post_status"]=> string(7) "publish" ["comment_status"]=> string(6) "closed" ["ping_status"]=> string(6) "closed" ["post_password"]=> string(0) "" ["post_name"]=> string(90) "athens-sustainability-outlook-2019-brauchen-wir-einen-nachhaltigkeitspass-fuer-unternehmen" ["to_ping"]=> string(0) "" ["pinged"]=> string(0) "" ["post_modified"]=> string(19) "2019-05-27 16:29:20" ["post_modified_gmt"]=> string(19) "2019-05-27 14:29:20" ["post_content_filtered"]=> string(0) "" ["post_parent"]=> int(0) ["guid"]=> string(42) "https://www.nachhaltigkeitsrat.de/?p=14221" ["menu_order"]=> int(0) ["post_type"]=> string(4) "post" ["post_mime_type"]=> string(0) "" ["comment_count"]=> string(1) "0" ["filter"]=> string(3) "raw" } [2]=> object(WP_Post)#7075 (24) { ["ID"]=> int(13777) ["post_author"]=> string(1) "8" ["post_date"]=> string(19) "2019-04-23 15:39:41" ["post_date_gmt"]=> string(19) "2019-04-23 13:39:41" ["post_content"]=> string(5019) "Berlin, 23.04.2019 – Der Rat für Nachhaltige Entwicklung veröffentlicht die Antworten der Parteien auf eine Umfrage zum Thema Nachhaltigkeit im Kontext der Europawahl. Anlässlich der Wahlen zum Europäischen Parlament am 26. Mai 2019 sollten die im Bundestag vertretenen Fraktionen anhand von fünf Fragen ihre Positionen zu nachhaltiger Entwicklung im europäischen Kontext darlegen. Beiträge haben CDU/CSU, SPD, FDP, Die Linke sowie Bündnis 90/Die Grünen geliefert, eine Reaktion der AfD blieb aus. In den Fragen ging es darum, welche generelle Bedeutung die jeweilige Partei der nachhaltigen Entwicklung beimisst, mit welchen Mitteln die Ziele erreicht werden sollen und wie sie die Nachhaltigkeitspolitik auf EU-Ebene gestalten wollen. Zudem wurde zur Verknüpfung von Nachhaltigkeit und Digitalisierung gefragt, ebenso wie nach konkreten „Leuchttürmen“, mit denen die Parteien ihre Herangehensweise an das Thema am besten verdeutlichen. In ihren Antworten messen alle Parteien dem Thema generell große Bedeutung bei und wollen die Nachhaltigkeitspolitik in Europa kraftvoll fortentwickeln. Unterschiede bestehen beim ‚Wie‘. Hier scheinen die unterschiedlichen Werte der Parteien durch: CDU/CSU setzen auf die Ausgestaltung des Binnenmarktes unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit und eine effiziente „international wirksame Bepreisung von Treibhausgasemissionen“. Ein Zukunftsfonds soll Nachhaltigkeits-Start-Ups helfen und der Plastikflut will man durch Innovationen, eine EU-weite Strategie und internationale Abkommen beikommen. Die SPD will die EU auf sozial verträgliche Weise in die langfristige Nachhaltigkeit führen, denn „Ungleichheit ist auch ein ökologisches Problem, genauso wie Umweltzerstörung auch ein soziales Problem ist“. Digitalisierung und Transformation der Wirtschaft müsse für alle Menschen gerecht verlaufen und „keine digitalen Tagelöhnerinnen und Tagelöhner“ schaffen. Die FDP setzt auf Technologie und Bildung als Grundpfeiler für Nachhaltigkeit und sieht nachhaltige Entwicklung als eine „zweite Aufklärung“ des Menschen über die langfristigen Folgen des eigenen Handelns. Für einen grundsätzlichen sozial-ökologischen Umbau in Deutschland und Europa spricht sich die Linke aus, bei dem sie auch die Nachhaltigkeitsziele neu ausrichten will, wobei die Linke zwar nicht aus der EU austreten will, aber die gesamten EU-Verträge als „keine taugliche Grundlage“ in Frage stellt. Die Grünen fordern, den gesamten EU-Haushalt an den SDGs auszurichten und einen ‚Nachhaltigkeitscheck‘ einzuführen. Besonders heben sie hervor, dass wir „EU-weit sowohl unsere Produktionsweisen wie auch Konsummuster transformieren“ müssen, um die Agrar- und Ernährungspolitik hin zu einer „Ernährungswende“ zu verändern. Der Rat begrüßt, dass das Bewusstsein für großen Handlungsbedarf parteiübergreifend vorhanden ist und dies auf einen größeren Stellenwert des Themas in der neuen Legislaturperiode des Europaparlaments hindeutet. Die differenzierten Antworten sind auf der Website des Rates nachzulesen. Für die Wählerinnen und Wähler machen sie die unterschiedlichen Perspektiven und Herangehensweisen der Parteien deutlich. Wählerinnen und Wähler können sich ab sofort auf der RNE-Website gezielt zu den Positionen der Parteien rund ums Thema Nachhaltigkeit für die Wahlen zum Europäischen Parlament am 26. Mai 2019 informieren.     Der Rat für Nachhaltige Entwicklung wurde erstmals im April 2001 von der Bundesregierung berufen. Dem Rat gehören 15 Personen des öffentlichen Lebens an. Die Aufgaben des Rates sind die Entwicklung von Beiträgen für die Umsetzung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie, die Benennung von konkreten Handlungsfeldern und Projekten sowie Nachhaltigkeit zu einem wichtigen öffentlichen Anliegen zu machen. In der Wahl seiner Themen und Aktionsformen ist der Rat unabhängig. Ergebnisse aus der laufenden Arbeit sind zum Beispiel der Deutsche Nachhaltigkeitskodex, Stellungnahmen zu aktuellen Themen der deutschen, europäischen und internationalen Nachhaltigkeitspolitik, die Gründung des Hub for Sustainable Finance, die zivilgesellschaftlichen Initiativen im Rahmen der Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit und des Fonds Nachhaltigkeitskultur, der Dialog Nachhaltige Stadt mit Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeistern, der Nachhaltige Warenkorb sowie Beiträge zum nachhaltigen Wirtschaften. Mehr unter www.nachhaltigkeitsrat.de

Medienkontakt:

Marijke Eschenbach Medienreferentin Rat für Nachhaltige Entwicklung Geschäftsstelle c/o GIZ GmbH Potsdamer Platz 10 D-10785 Berlin Telefon: +49 (0)30 / 338424-233 E-Mail: marijke.eschenbach@nachhaltigkeitsrat.de" ["post_title"]=> string(54) "Europawahl 2019: Parteien zur Nachhaltigkeit in der EU" ["post_excerpt"]=> string(0) "" ["post_status"]=> string(7) "publish" ["comment_status"]=> string(6) "closed" ["ping_status"]=> string(6) "closed" ["post_password"]=> string(0) "" ["post_name"]=> string(53) "europawahl-2019-parteien-zur-nachhaltigkeit-in-der-eu" ["to_ping"]=> string(0) "" ["pinged"]=> string(0) "" ["post_modified"]=> string(19) "2019-04-23 18:06:04" ["post_modified_gmt"]=> string(19) "2019-04-23 16:06:04" ["post_content_filtered"]=> string(0) "" ["post_parent"]=> int(0) ["guid"]=> string(42) "https://www.nachhaltigkeitsrat.de/?p=13777" ["menu_order"]=> int(0) ["post_type"]=> string(4) "post" ["post_mime_type"]=> string(0) "" ["comment_count"]=> string(1) "0" ["filter"]=> string(3) "raw" } [3]=> object(WP_Post)#7076 (24) { ["ID"]=> int(13671) ["post_author"]=> string(1) "5" ["post_date"]=> string(19) "2019-04-23 12:05:17" ["post_date_gmt"]=> string(19) "2019-04-23 10:05:17" ["post_content"]=> string(7146) "+++ Alle Antworten der Parteien im Wortlaut finden Sie am Ende des Textes +++ Welchen Stellenwert die Parteien dem Thema Nachhaltigkeit in ihrem Wahlprogramm einräumen, zeigt eine Umfrage des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE). Anhand von fünf Fragen sollten die im Bundestag vertretenen Fraktionen ihre Positionen zu nachhaltiger Entwicklung im Kontext der Europawahl darlegen. Beiträge haben CDU/CSU, SPD, FDP, Die Linke, sowie Bündnis 90/Die Grünen geliefert, eine Antwort der AfD blieb aus. Die Parteien antworteten damit auf fünf konkrete Fragen des Rates. In diesen ging es darum, welche generelle Bedeutung die jeweilige Partei der nachhaltigen Entwicklung und der Verantwortung für das europäische Projekt beimisst, mit welchen Mitteln die 17 Ziele der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung erreicht werden sollten. Außerdem wurde mit Bezug auf das Reflektionspapier der EU-Kommission „Auf dem Weg zu einem nachhaltigen Europa bis 2030“ nach dem richtigen Umsetzungsinstrument für eine Nachhaltigkeitspolitik auf EU-Ebene gefragt. Zudem wurde zur Verknüpfung von Nachhaltigkeit und Digitalisierung gefragt, ebenso wie nach konkreten „Leuchttürmen“, mit denen die Parteien ihre Herangehensweise an das Thema am besten verdeutlichen. Auf Grundlage dieser Antworten können sich Wählerinnen und Wähler gezielt zu den Positionen der Parteien rund ums Thema Nachhaltigkeit für die Wahlen zum Europäischen Parlament am 26. Mai 2019 informieren. In ihren Antworten messen alle Parteien dem Thema generell große Bedeutung bei und wollen die Nachhaltigkeitspolitik in Europa kraftvoll fortentwickeln. Unterschiede bestehen beim ‚Wie‘ – hier scheinen die unterschiedlichen Werte der Parteien durch. CDU/CSU wollen, dass Europa auch für die nachfolgenden Generationen einen Rahmen für Frieden, Freiheit, Wohlstand, soziale Sicherheit und die Bewahrung der Schöpfung bietet. Die SPD will die EU auf sozial verträgliche Weise in die langfristige Nachhaltigkeit führen. Strukturwandel und die nötigen Umstellungen in bestimmten Industriebereichen müssten von der Politik begleitet werden. Die Liberalen bezeichnen eine nachhaltige Entwicklung als eine „zweite Aufklärung“ des Menschen über die langfristigen positiven und negativen Folgen des eigenen Handelns. Für einen grundsätzlichen sozial-ökologischen Umbau in Deutschland und Europa spricht sich die Linke aus, bei dem sie auch die Nachhaltigkeitsziele neu bestimmen ausrichten will, wobei die Linke zwar nicht aus der EU austreten will, aber die gesamten EU-Verträge als „keine taugliche Grundlage“ in Frage stellt. „Wir müssen EU-weit sowohl unsere Produktionsweisen wie auch Konsummuster transformieren, um der Agenda 2030 gerecht zu werden“, heißt es schließlich bei den Grünen.

Hohe Priorität für Agenda 2030 und Nachhaltigkeitsziele

Zentral sind für alle Parteien die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen und ihre 17 Ziele. Damit wird klar: das Thema Nachhaltigkeit ist in der gesamten Parteienlandschaft angekommen und genießt fraktionsübergreifend einen hohen Stellenwert. Dies verdeutlichen auch Umfang und Differenziertheit der gelieferten Antworten. Dass bei der Umsetzung der SDGs die Digitalisierung den entscheidenden Hebel setzen kann, davon sind alle Parteien überzeugt. Digitalisierung könnte der Schlüssel zu mehr Nachhaltigkeit sein – aber müsse im Sinne der Menschen verlaufen, heißt es von verschiedenen Seiten. Unterschiede in den Antworten werden dabei nur mit Blick auf Differenzen der grundsätzlichen parteipolitischen Ausrichtungen deutlich. Die CDU/CSU setzen auf die Ausgestaltung des Binnenmarktes unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit und eine effiziente „international wirksame Bepreisung von Treibhausgasemissionen“. Ein Zukunftsfonds soll Nachhaltigkeits-Start-Ups helfen und der Plastikflut will man durch Innovationen, eine EU-weite Strategie und internationale Abkommen beikommen. Die Sozialdemokraten sehen eine enge Verflechtung der Herausforderungen, denn „Ungleichheit ist auch ein ökologisches Problem, genauso wie Umweltzerstörung auch ein soziales Problem ist“. Digitalisierung und Transformation der Wirtschaft müsse für alle Menschen gerecht verlaufen und „keine digitalen Tagelöhnerinnen und Tagelöhner, die nur auf Abruf arbeiten können“ schaffen. Die FDP setzt auf Technologien und Bildung als tragende Säulen beim Thema Nachhaltigkeit. „Wir wollen digitale Technologien für eine nachhaltige Entwicklung nutzen, indem wir den Fortschritt auf diesem Gebiet ermöglichen“, heißt es im Beitrag der Liberalen. Dazu müssten bessere Rahmenbedingungen für Innovationen geschaffen werden, um neue Technologien und neue Geschäftsmodelle zu ermöglichen. Auch für die Linke hat die Umsetzung der Ziele der Agenda 2030 oberste Priorität und sie spricht sich für eine Selbstverpflichtung der EU und ihrer Mitgliedsstaaten als „Mindestziele“ und als „wichtige Grundlage für internationale Solidarität“ aus, auch wenn es dafür eines anderen Europas und einer anderen EU bedürfe. Die Grünen fordern beispielsweise den gesamten EU-Haushalt an den SDGs auszurichten und einen ‚Nachhaltigkeitscheck‘ einzuführen. Besonders heben sie hervor, dass wir „EU-weit sowohl unsere Produktionsweisen wie auch Konsummuster transformieren“ müssen, um die Agrar- und Ernährungspolitik hin zu einer „Ernährungswende“ zu verändern.

Nachhaltigkeitspolitik nicht länger Nischenthema

Deutlich wird: Alle großen Parteien haben eine Haltung zum Thema Nachhaltigkeit und sehen das Thema längst nicht mehr als marginales Politikfeld an. Ganz im Gegenteil. Ein Bewusstsein für großen Handlungsbedarf ist parteiübergreifend vorhanden und deutet auf einen größeren Stellenwert des Themas in der neuen Legislaturperiode des Europaparlaments hin. Dies unterstützt den Kurs der EU-Kommission, die mit ihrem Reflektionspapier die Nachhaltigkeitsziele fest auf die europäische Agenda gesetzt hat. Damit machen wir uns auf den Weg zu mehr Nachhaltigkeit in Europa. Nun ist es an den Wählerinnen und Wählern, am 26. Mai 2019 zu entscheiden, für welche Partei - und damit für welche Herangehensweise an das Thema Nachhaltigkeit - sie ihr Kreuz machen wollen.  

Alle Antworten der Parteien im Wortlaut

[accordion] [panel title="Antworten der CDU/CSU-Fraktion" open="false"] [document id="13653"] [/panel] [panel title="Antworten der SPD-Fraktion" open="false"] [document id="13639"] [/panel] [panel title="Antworten der FDP-Fraktion" open="false"] [document id="13654"] [/panel] [panel title="Antworten der Fraktion DIE LINKE" open="false"] [document id="13655"] [/panel] [panel title="Antworten der Bündnis 90/Die Grünen-Fraktion" open="false"] [document id="13656"] [/panel] [/accordion]" ["post_title"]=> string(60) "Europawahl 2019: Mehr Nachhaltigkeit in der EU? Keine Frage!" ["post_excerpt"]=> string(271) "An der Agenda 2030 kommen die Parteien nicht mehr vorbei. Was sie sich unter der Umsetzung der VN-Nachhaltigkeitsziele vorstellen und was für sie Nachhaltigkeit im Kontext der bevorstehenden Europawahl bedeutet, zeigt eine Umfrage des Rates für Nachhaltige Entwicklung." ["post_status"]=> string(7) "publish" ["comment_status"]=> string(6) "closed" ["ping_status"]=> string(6) "closed" ["post_password"]=> string(0) "" ["post_name"]=> string(57) "europawahl-2019-mehr-nachhaltigkeit-in-der-eu-keine-frage" ["to_ping"]=> string(0) "" ["pinged"]=> string(0) "" ["post_modified"]=> string(19) "2019-04-23 14:33:39" ["post_modified_gmt"]=> string(19) "2019-04-23 12:33:39" ["post_content_filtered"]=> string(0) "" ["post_parent"]=> int(0) ["guid"]=> string(42) "https://www.nachhaltigkeitsrat.de/?p=13671" ["menu_order"]=> int(0) ["post_type"]=> string(4) "post" ["post_mime_type"]=> string(0) "" ["comment_count"]=> string(1) "0" ["filter"]=> string(3) "raw" } } ["post_count"]=> int(4) ["current_post"]=> int(-1) ["in_the_loop"]=> bool(false) ["post"]=> object(WP_Post)#6947 (24) { ["ID"]=> int(16993) ["post_author"]=> string(1) "5" ["post_date"]=> string(19) "2019-07-22 11:36:08" ["post_date_gmt"]=> string(19) "2019-07-22 09:36:08" ["post_content"]=> string(8226) "

Was ist beschlossen worden?

Derzeit lediglich eine Empfehlung, die aber wegweisend sein dürfte. Es geht um die Frage, wie Investoren und Firmen erkennen können, was eine ökologisch nachhaltige Geldanlage ist. Dazu gibt es keine in der EU einheitliche Definition, was zur Gefahr von „Greenwashing“ führt. Das hat die Technical Expert Group on Sustainable Finance, kurz TEG, jetzt geändert. Die EU-Kommission hatte sie, bestehend aus 35 Expertinnen und Experten, im Juli 2018 eingesetzt. Sie hat nun für 67 ökonomische Aktivitäten definiert, wie sie nachhaltig umgesetzt werden können. Und zwar in den Sektoren Landwirtschaft, Forstmanagement, Produktion, Energie, Mobilität, Wasser und Abfälle, Gebäude sowie Informations- und Telekommunikationstechnologie. Blandine Machabert ist Analystin beim internationalen Investorennetzwerk PRI, das an der Definition mitgearbeitet hat. Sie sagt: „Es geht bei der Taxonomie um eine gemeinsame Sprache in der Finanzwelt.“ Also darum, dass künftig klar ist: wovon ist die Rede, wenn jemand behauptet, eine Geldanlage sei nachhaltig.

Was heißt das konkret an einem Beispiel?

Angenommen, ein Investor will möglichst klimaschonende Stahlproduktion finanzieren, nach welchen Kriterien richtet er sich da? Die Antwort findet sich auf Seite 49 des „Taxonomy Technical Report“ der TEG: Da steht, nachhaltige Herstellung von Stahl oder Eisen gehe derzeit auf zwei Arten: Entweder, man orientiert sich in Sachen Treibhausgasemissionen an den jeweils besten Produktionsstätten auf dem Markt. Oder man fokussiert sich auf die ebenfalls als nachhaltig geltende Aufarbeitung von Alteisen. Die Taxonomie gibt dabei konkret an, wie viel Klimagase (CO2 und andere) pro Tonne Stahl maximal emittiert werden dürfen. Die Werte sollen aber künftig überarbeitet werden, und zwar sobald Technologien kommerziell verfügbar sind, die einen echten Durchbruch bei der Emissionsminderung bedeuten. Beispielsweise die direkte Elektrolyse von Roheisen. Oder, indem CO2 bei der Stahlproduktion mittels „Carbon Capture and Storage“ abgeschieden und unterirdisch gespeichert wird. Das PRI nennt als weiteres Beispiel PKW: Autos, die weniger als 50 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen, tragen laut Taxonomie substantiell zum Kampf gegen den Klimawandel bei.

Was ist mit anderen Umweltkriterien außer CO2-Ausstoß und was ist mit Sozialstandards?

Zwei Grundprinzipien bilden das Fundament der Taxonomie. Erstens müssen Investitionen in einem von sechs Bereichen des Umweltschutzes einen Beitrag leisten: Bekämpfung oder Anpassung an den Klimawandel, Schutz von Wasser und Meeren, Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft samt Recycling und Müllvermeidung, Vermeidung von Umweltverschmutzung oder der Schutz von Ökosystemen. Und zweitens dürfen die Investitionen keinem der sechs Umweltzielen zuwiderlaufen. So gab es lange eine Diskussion darüber, ob es nachhaltig sei, Kohlekraftwerke effizienter zu machen oder Atomkraftwerke zu bauen. Beides kann theoretisch den CO2-Ausstoß senken. Die Nutzung von Kohle verstößt aber gegen die Idee einer grundsätzlichen Transformation der Wirtschaft, die Nutzung der Atomkraft im Falle einer Havarie eigentlich allen Zielen. Deshalb gilt nun: Investitionen in Kohle und Atomkraft gelten in der EU als nicht nachhaltig. Bei sozialen Kriterien gibt es noch einen Dissens: Die TEG schlägt hier vor, dass alle Investitionen mindestens die sogenannten ILO-Kernarbeitsnormen einhalten müssen. Das EU-Parlament fordert hier als Mindeststandard die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, die als strenger gelten.

Wie verpflichtend ist die Taxonomie?

Sie ist nicht für alle Marktteilnehmenden verpflichtend. Sie ist auch kein Siegel oder Label für nachhaltige Geldanlagen. Das soll es allerdings auch geben, auch hier hat die TEG einen Vorschlag vorgestellt, für den die Taxonomie die Grundlage bildet. Die Taxonomie ist auch noch nicht endgültig verabschiedet – bis September können Interessierte noch Feedback einreichen. Zudem ist das Mandat der Expertinnen und Experten bis Ende des Jahres verlängert worden. Sie sollen unter anderem Guidelines erarbeiten, wie Investoren die Taxonomie auch praktisch anwenden können. Außerdem muss man wissen, dass die TEG ihre Vorschläge im Auftrag der EU-Kommission erarbeitet hat. Die Taxonomie ist die erste von zehn Maßnahmen eines Plans der EU, mit dessen Hilfe die Finanzmärkte dazu gebracht werden sollen, in die Agenda 2030 und die Pariser Klimaschutzziele zu investieren. Verhandelt werden diese Maßnahmen zwischen Parlament, Rat und Kommission. In Sachen Taxonomie haben bisher Kommission und Parlament ihre Positionen festgelegt. Der Rat, also die EU-Mitgliedsstaaten, sind gerade noch dabei. Erst dann beginnen die eigentlichen Verhandlungen, der sogenannte Trilog. Die Arbeit der TEG-Expertinnen und Experten ist dabei die einzige, die über Grundsatzfragen hinaus auch Details zu nachhaltigen Geldanlagen definiert, wie in den Beispielen oben ausgeführt. Deshalb wird sie Grundlage der späteren Richtlinie sein. Unklar ist dennoch, wie verpflichtend die Taxonomie sein soll. Müssen also alle, die behaupten, eine „nachhaltige“ Geldanlage anzubieten, diese allgemeine EU-Definition zugrunde legen? Hier hat etwa der EU-Ministerrat noch keine Position. Einige Experten glauben, dass sich die Taxonomie als de-facto-Standard auch ohne verpflichtende Anwendung durchsetzen wird. Das heißt, wenn ein Fondsmanager künftig eine Anlage als nachhaltig zu verkaufen versucht, aber gleichzeitig einräumen muss, dass er sich nicht um die EU-Definition für nachhaltige Geldanlagen schert, dann wird er schlicht keine Käufer finden.

Gibt es auch Kritik an der Arbeit der TEG?

Ja, die gibt es. Sie stammt beispielsweise von dem Grünen EU-Abgeordneten und Finanzexperten Sven Giegold und bezieht sich auf den Green Bonds Standard, also dem geplanten Siegel für nachhaltige Geldanlagen. „Der Vorschlag für einen EU-Standard für grüne Anleihen bringt keinen Mehrwert. Die Empfehlungen der Experten sind enttäuschend“, schreibt Giegold. Seine Begründung: Ein Versicherungsmanager, ein Rentenfonds, eine Investmentfirma oder wer auch immer die Taxonomie anwendet, muss nicht offenlegen, in welche konkreten Projekte er Geld steckt. In den Vorschlägen der TEG ist auf Seite 62 ausgeführt, was praktisch passieren könnte, wenn die Taxonomie angewendet wird: Demnach müssten Finanzmarktakteure genau erläutern, wie sich Produkte, die als nachhaltig verkauft werden, zur Taxonomie verhalten. Sie müssten ihre Strategie erläutern, wie sie die ökologische Nachhaltigkeit ihrer Investitionen sicherstellen. Trotzdem wäre es ihnen erlaubt, auch in Firmen oder Projekte zu investieren, die laut der neuen EU-Definition nicht nachhaltig sind. Grüne Finanzprodukte müssten ein Minimum an Investitionen enthalten, die laut Taxonomie nachhaltig sind und aufzeigen, wie hoch deren Prozentsatz ist: Laut EU-Taxonomie 30 Prozent nachhaltig, zum Beispiel. Eine Pflicht, die konkreten Firmen und Projekte offenzulegen, gibt es aber nicht. Die bleiben das Geschäftsgeheimnis der Anbieter grüner Finanzprodukte. Für Giegold ist das ein großes Ärgernis. Er glaubt, nur mit Transparenz könne Europa das Vertrauen umweltbewusster Investoren gewinnen und einen weltweiten Standard setzen." ["post_title"]=> string(70) "Experten legen EU-weite Definition für nachhaltige Finanzprodukte vor" ["post_excerpt"]=> string(346) "Was ist eine nachhaltige Geldanlage? Die Antwort auf diese Frage ist wichtig, um Klimaschutz und Agenda 2030 voranzutreiben. Über ein Jahr arbeiteten Expertinnen und Experten der Technical Expert Group on Sustainable Finance aus Finanzwirtschaft, Wissenschaft und NGOs im Auftrag der EU-Kommission an den Kriterien. Jetzt liegt das Ergebnis vor." ["post_status"]=> string(7) "publish" ["comment_status"]=> string(6) "closed" ["ping_status"]=> string(6) "closed" ["post_password"]=> string(0) "" ["post_name"]=> string(70) "experten-legen-eu-weite-definition-fuer-nachhaltige-finanzprodukte-vor" ["to_ping"]=> string(0) "" ["pinged"]=> string(0) "" ["post_modified"]=> string(19) "2019-07-22 11:36:08" ["post_modified_gmt"]=> string(19) "2019-07-22 09:36:08" ["post_content_filtered"]=> string(0) "" ["post_parent"]=> int(0) ["guid"]=> string(42) "https://www.nachhaltigkeitsrat.de/?p=16993" ["menu_order"]=> int(0) ["post_type"]=> string(4) "post" ["post_mime_type"]=> string(0) "" ["comment_count"]=> string(1) "0" ["filter"]=> string(3) "raw" } ["comment_count"]=> int(0) ["current_comment"]=> int(-1) ["found_posts"]=> string(1) "4" ["max_num_pages"]=> float(1) ["max_num_comment_pages"]=> int(0) ["is_single"]=> bool(false) ["is_preview"]=> bool(false) ["is_page"]=> bool(false) ["is_archive"]=> bool(true) ["is_date"]=> bool(false) ["is_year"]=> bool(false) ["is_month"]=> bool(false) ["is_day"]=> bool(false) ["is_time"]=> bool(false) ["is_author"]=> bool(false) ["is_category"]=> bool(false) ["is_tag"]=> bool(true) ["is_tax"]=> bool(false) ["is_search"]=> bool(false) ["is_feed"]=> bool(false) ["is_comment_feed"]=> bool(false) ["is_trackback"]=> bool(false) ["is_home"]=> bool(false) ["is_privacy_policy"]=> bool(false) ["is_404"]=> bool(false) ["is_embed"]=> bool(false) ["is_paged"]=> bool(false) ["is_admin"]=> bool(false) ["is_attachment"]=> bool(false) ["is_singular"]=> bool(false) ["is_robots"]=> bool(false) ["is_posts_page"]=> bool(false) ["is_post_type_archive"]=> bool(false) ["query_vars_hash":"WP_Query":private]=> string(32) "44ea0d27474a95658598e4f66084deca" ["query_vars_changed":"WP_Query":private]=> bool(false) ["thumbnails_cached"]=> bool(false) ["stopwords":"WP_Query":private]=> NULL ["compat_fields":"WP_Query":private]=> array(2) { [0]=> string(15) "query_vars_hash" [1]=> string(18) "query_vars_changed" } ["compat_methods":"WP_Query":private]=> array(2) { [0]=> string(16) "init_query_flags" [1]=> string(15) "parse_tax_query" } ["queried_object"]=> object(WP_Term)#4997 (12) { ["term_id"]=> int(286) ["name"]=> string(6) "Europa" ["slug"]=> string(6) "europa" ["term_group"]=> int(0) ["term_taxonomy_id"]=> int(286) ["taxonomy"]=> string(8) "post_tag" ["description"]=> string(0) "" ["parent"]=> int(0) ["count"]=> int(10) ["filter"]=> string(3) "raw" ["term_order"]=> string(1) "0" ["custom_order"]=> string(4) "9999" } ["queried_object_id"]=> int(286) }