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Berlin, 17.05.2019 – Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) hat für den Ideenwettbewerb „Land schreibt Zukunft“ 16 Gewinnerprojekte ausgewählt, die jeweils für bis zu 12 Monate mit maximal 50.000 Euro gefördert werden sollen. Alle Antragstellerinnen und Antragsteller werden nun informiert. In den kommenden Wochen werden die Verträge mit den Gewinnerprojekten erstellt. Ausgezeichnet wurden Projekte in den Kategorien Wertschöpfung & nachhaltiges Wirtschaften, Tourismus, Gesellschaftlicher Wandel, Bildung und Öffentliche Verwaltung. Die vollständige Liste finden Sie am Ende des Textes.

Bewerben konnten sich sowohl gemeinnützige Akteure, wie Vereine, Stiftungen, und Verbände, aber auch beispielsweise Schulen und Kindergärten. Die antragstellende Institution musste im ländlichen Raum verankert sein. Eine Kooperation mit der Gemeinde und/oder dem Landkreis war wünschenswert. Diese konnten aber auch selbst Antragsteller sein. Kleine und mittelgroße Städte mit bis zu 30.000 Einwohnerinnen und Einwohnern waren ebenfalls antragsberechtigt.

Insgesamt hatten sich 200 Projekte beworben. Der stellvertretende RNE-Generalsekretär und Projektleiter des Fonds Nachhaltigkeitskultur, Bodo Richter, zeigte sich beeindruckt: „Der ländliche Raum wird oft unterschätzt. Hier gibt es großes Potential für nachhaltige Entwicklung. Die hohe Anzahl der eingereichten Anträge bestätigt diesen Eindruck.“

Das Team des Fonds Nachhaltigkeitskultur legte der Jury, bestehend aus dem stellvertretenden Ratsvorsitzenden Olaf Tschimpke, den Ratsmitgliedern Ulla Burchardt, Lucia Reisch, Andreas Pickert sowie RNE-Generalsekretär Günther Bachmann, eine Auswahl von 40 eingereichten Projekten vor, die allen Förderkriterien entsprachen und sich zusätzlich durch ihre besonders innovativen und transformativen Ansätze auszeichneten. Die nun geförderten 16 Projekte tragen aus Sicht der Jury in besonderer Weise dazu bei, gesellschaftliche Denkmuster aufzubrechen und neue Wege zu nachhaltigem Handeln aufzuzeigen. Der Fonds Nachhaltigkeitskultur besteht seit 2017. Auf Initiative des Bundestages stellte das Bundeskanzleramt über einen Zeitraum von drei Jahren 7,5 Millionen Euro zur Verfügung. Der RNE ruft in diesen drei Jahren mehrere Ideenwettbewerbe zu verschiedenen Bereichen der Alltagskultur aus. Der Fonds soll bewährte Ansätze stärken und auch neue Wege gehen, um eine gesellschaftliche Transformation zu mehr Nachhaltigkeit anzustoßen.

Weitere Information zum Fonds, zu anstehenden Wettbewerben und den Gewinnerprojekten des aktuellen Wettbewerbs finden Sie hier.

Die geförderten Projekte zum Wettbewerb „Land schreibt Zukunft“ im Kurzportrait:

Ackerdemia e.V.

Das Bildungsprogramm GemüseAckerdemie stärkt die Wertschätzung von Lebensmitteln, fördert den sozialen Zusammenhalt, das Interesse und Wissen bezüglich einer gesunden Lebensweise und einem ressourcenschonenden Umgang mit der Umwelt. Durch die Einbindung von Seniorinnen als Mentoren an Lernorten im ländlichen Raum wird der Acker zum Ort für Begegnung & Austausch.

Berufsbildende Schulen I Uelzen

Im Rahmen einer Projektwerkstatt erarbeiten Schülerinnen der BBS Uelzen durch aktive Beteiligung, wie Künstliche Intelligenz die Lebensverhältnisse auf dem Land verbessern kann. Die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse ermöglichen es Entscheidungsträgern, nachhaltige Taten für morgen zu realisieren.

Große Kreisstadt Leutkirch im Allgäu

Die App Eat Me Up! ermöglicht virtuelle Reisen durch Raum & Zeit des Ernährungssystems. Ob Betriebsführungen im Hier & Jetzt oder Zeitreisen in die Vergangenheit, im Wissen über historische sowie über gegenwärtige Entwicklungen liegt die Grundlage für nachhaltiges Handeln.

Halle 36 e. V.

Mit „Handwerk für morgen“ begreifen Schülerinnen die Produktionskette vom Schaf bis zum Wollprodukt. Sie lernen verschiedene Handwerkstechniken und regionales Wirtschaften kennen. Sie erproben sich in einer Schülerfirma und entwickeln eine Wertschätzung des Handwerks und einen kritischen Blick auf die sozialen und ökologischen Bedingungen der Textilproduktion in Fernost.

Hermann-Lietz-Schule Haubinda

In einer sehr ländlichen Region arbeiten Schule und Gemeinde zusammen. Zwei Dorfläden werden zum Treffpunkt; ermöglichen Einkauf, Café, Kunst und Kultur - ganz ohne Autoverkehr. Jugendliche erleben, wie ihr Engagement das Dorfleben für alle attraktiver macht.

Landkreis Lüchow-Dannenberg

Der Landkreis Lüchow-Dannenberg möchte durch soziale Innovationen die Alltagskultur durch eine Neukonfiguration sozialer Praktiken positiv verändern. Es sollen Unterstützungsstrukturen initiiert werden, die eine dauerhafte Umsetzung des sozialen Wandels gewährleisten.

Natur schafft Wissen gGmbH

Die Natur schafft Wissen gGmbH hat es sich zur Aufgabe gemacht, zu verantwortungsbewusstem Denken und Handeln anzustiften. Mit einem Naturerlebnis-, Kultur und Begegnungszentrum entsteht ein Ort, an dem mit konkreten Taten für morgen, Nachhaltigkeitsgedanken im Kleinen und Großen gedacht werden.

Schweisfurth Stiftung

Das Ziel der Schweisfurth Stiftung ist es, ein Open Source Online Toolkit zu entwickeln, das regionale Akteure befähigt, in ihrer Region eine Mitmach-Konferenz zu veranstalten. Sie vernetzt lokale Organisationen, Politik und Einzelpersonen und bekräftigt diese in ihrer Wirksamkeit.

Senegal-Projekt des Oberstufenzentrums Märkisch-Oderland e.V.

Die „Schule für globales Lernen“ ist ein neuartiges, zentrales und offenes Jugendbildungsangebot im ländlichen Raum. Dabei bestimmen Jugendliche wie sie aussieht, die neue Struktur für kreatives Lernen und handfestes Engagement.

Stadt Geestland

Ein Netzwerk von Partnern aus Unternehmen, Politik, Gewerbevereinen und der Verwaltung, das sich im Bereich Nachhaltigkeit in Geestland engagiert und die Stadt Geestland aktiv unterstützt, um enkeltauglich zu agieren.

StadtLABOR Hildesheim e.V.

Klimaschutzmanagerin „zum Ausborgen“ - ein Pilotprojekt zum Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsmonitoring und zur Beratung zu Resilienz- und Suffizienzmaßnahmen für ländliche Kommunen, Unternehmen, Gewerbetreibende und Menschen in den Landkreisen Hildesheim und Peine.

Stadt Weißwasser / Citymanagement

Hinter „Helft Euch selbst!“ steckt eine Projektidee, welche die Installation einer Stadtwerkstatt mit eingebundenem Reparatur-Café und einer Bibliothek der Dinge beinhaltet.

Stechlin-Institut

Mit LandÜber soll eine Zukunftsstrategie 2025 entwickelt werden, um das Stechlin-Institut als Leuchtturm für nachhaltige Taten für morgen in der Region und darüber hinaus zu verankern.

Verein zur Förderung solidarischer Lebensgestaltung e.V.

Auf ehemals trockengelegten endlosen Moorwiesen werden nachwachsende Rohstoffe umweltfreundlich angebaut und zu gesunden Baustoffen verarbeitet, um daraus regionaltypische vorgefertigte Ferienhäuser (Kleinode) zu bauen.

Zentrum für Zukunftstechnologie Kunst und Design - Zentralwerkstatt Pfännerhall Geiseltal

Unter dem Slogan "wer etwas zu sagen hat der rede" wird das Zentrum für Zukunftstechnologie Kunst und Design aktive Menschen, die alle Altersgruppen und Schichten der Region des Geiseltales vertreten, in einem Anderen Parlament (DERGUTERAT) handelbar sein lassen.

Zukunftswerft

Im Brandenburger Havelland wird eine Community von Menschen geschaffen, die etwas bewegen möchten und sich inspiriert von und in Begleitung durch erfahrene Engagierte und Expert*innen aus ganz Deutschland gegenseitig bei der Realisierung ihrer Ideen unterstützen.

Projektleiter Fonds Nachhaltigkeitskultur:

Bodo Richter
Wissenschaftlicher Referent
Rat für Nachhaltige Entwicklung
Geschäftsstelle c/o GIZ GmbH
Potsdamer Platz 10
D-10785Berlin
Telefon: +49 (0)30 / 338424-279
E-Mail: bodo.richter@nachhaltigkeitsrat.de

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Große Wissenslücken bei den VN-Nachhaltigkeitszielen

Angefangen hat alles mit einem Angebot für Studierende im ersten Semester. Bittner testet das Konzept an Studienanfängerinnen und -anfängern. Und er bemerkt: Es gibt immense Wissenslücken. Bittner vermutet, auch in der Schule wird so gut wie gar nicht über die VN-Nachhaltigkeitsziele gesprochen. Sustainable Development Goals (SDGs)? VN-Leitlinien für ökologische, soziale und ökonomische Verbesserungen weltweit? Was die SDGs eigentlich sind, darüber weiß die breite Öffentlichkeit kaum Bescheid. „Diese Ziele der Vereinten Nationen sind immens wichtig. Doch kaum einer kennt sie“, sagt Bittner. Kinder und Jugendliche hält er für die Schlüsselzielgruppe. Um sie zu erreichen, kooperiert Bittners Firma mit dem Deutschen Jugendherbergswerk. Spielerisch sollen Schülerinnen und Schüler sowie junge Studierende während ihres Aufenthalts in den Jugendherbergen den 17 Nachhaltigkeitszielen auf die Spur kommen. Es geht nicht nur um den Klimawandel, sondern auch um unseren Konsum, unseren Alltag. Was hat mein Kleidungsstil eigentlich mit der Ausbeutung von Fabrikarbeiterinnen und –arbeitern in Indien zu tun? Wie viel Müll fällt bei mir zuhause an und was kann man gegen Abfallberge tun? Diesen Fragen nimmt sich die App an. „Das Essentielle bei den SDGs ist doch die Veränderung im Kleinen, im Leben eines jeden Menschen. Nur darüber lässt sich doch wirklich etwas erreichen“, sagt Bittner. Der 29-Jährige ist überzeugt: Viel hängt vom Handeln jedes Einzelnen ab. Ändert sich das Verhalten im Alltag, lässt sich auch Großes bewirken.

Bildung als Schlüssel zur Veränderung

Diese Haltung sowie der kreative Ansatz, über eine App die SDGs einem vor allem auch jungen Publikum bekannter zu machen, hat die Jury der Ausschreibung „Zukunft, fertig, los! – Bildungswettbewerb für Nachhaltigkeit“  des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE) überzeugt. Die SDG Entdecker App zählt zu den nominierten Projekten aus knapp 100 Einreichungen. Ziel des Wettbewerbs war es, die 17 Nachhaltigkeitsziele stärker im deutschen Bildungswesen zu verankern. Der Wettbewerb richtete sich an Organisationen, Institutionen, Kitas, Schulen sowie Berufs- und Hochschulen. „Die Begeisterung für die Inhalte der Bildungsangebote ist der Schlüssel für die Veränderung, die wir alle so dringend benötigen. Die Ideen und Wege für Veränderung hin zu nachhaltigerem Handeln sind durch unseren Wettbewerb aufgezeigt – jetzt gilt es diese zu unterstützen“, bewertete das kooptierte RNE-Ratsmitglied Dominik Naab die Auswahl der Nominierten. Die 22 nominierten Projekte haben ihre Ideen im Rahmen des Wettbewerbs potenziellen finanziellen und fachlichen Unterstützern vorgestellt. Rund 50 Prozent der Projekte werden inzwischen gefördert. Die SDG Entdecker App gehört dazu. Bittner und seine Kollegen wollen nun richtig durchstarten. Helfen soll ihnen dabei die Zusage für eine finanzielle Förderung durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Höhe von rund 80.000 Euro. Jetzt geht es vor allem um die technologische Entwicklung des Programms, um den Datenschutz und um Ideen, wie die App weiter vermarktet werden kann. Grundsätzlich soll die App im jeweiligen App-Store kostenlos zugänglich sein. Bittner schwebt vor, dass die SDG Entdecker App fester Bestandteil des Programms bei Klassenfahrten wird. Vorwissen oder viel Vorbereitung ist von den Lehrenden nicht gefordert. Auch dieses Material für die Schule und die Jugendherbergen stellt die App bereit. Im Sommer soll es die ersten größeren Testveranstaltungen geben. „Die Jugendherbergen sind nur der Anfang", sagt Bittner. Künftig will er auch mit anderen Bildungseinrichtungen zusammenarbeiten. Derzeit ist er auf der Suche nach einer Kooperation mit einer Schule. Die Firma ist in Paderborn angesiedelt, aus dieser Region soll auch der Partner kommen – zunächst soll vor Ort und schließlich auch eine bundesweite Vernetzung folgen." ["post_title"]=> string(37) "Auf der Jagd nach mehr Nachhaltigkeit" ["post_excerpt"]=> string(314) "Was sind eigentlich die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen? Und warum sind sie so wichtig? Eine App erklärt Jugendlichen dies auf spielerische Art. Die SDG Entdecker App wurde vom Rat für Nachhaltige Entwicklung beim „Zukunft, fertig, los! – Bildungswettbewerb für Nachhaltigkeit“ nominiert. 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Sie entschieden sich, gesellschaftspolitische Verantwortung zu übernehmen – und diesen Menschen bei der Integration zu helfen. Ihre logische Beobachtung: Auf der einen Seite gab es qualifizierte Flüchtlinge, auf der anderen Seite einen großen Fachkräftemangel im Handwerk, besonders in der Umwelttechnik. Hörnicke sagt, Flüchtlinge seien keine Bittsteller, sondern Menschen, die Potential mitbringen. „Viele derer, die hier angekommen sind, werden im normalen Regelsystem administriert und systematisch de-qualifiziert. Das wollten wir verhindern“, sagt Hörnicke. Er betont aber auch, dass das Projekt aufwändig sei und nur bei bereits gut qualifizierten Flüchtlingen greife. Diese bräuchten eine intensive und individuelle Begleitung, schon um zu vermeiden, dass es zu falschen Hoffnungen komme. „Für jemanden, der nur vier Jahre Schulbildung hat, ist unser Programm nichts“, sagt Hörnicke. Die Finanzierung hatte zunächst bis Ende 2018 die DBU übernommen. Inzwischen laufen die Umwelthandwerker bis 2022 im Rahmen des Projekts „Mission Zukunft“ weiter, das Zugewanderten mit akademischer Vorbildung Beratungen, Qualifizierungen und Schulungen im Bereich Umwelttechnik bietet. Gefördert wird das Projekt nun vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales und dem Europäischen Sozialfonds. RENN.nord, eine von insgesamt vier Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien, und der Rat für Nachhaltige Entwicklung zeichneten die Umwelthandwerker kürzlich als eines von vier „Transformationsprojekten 2018“ aus.

Jobcentern fehlen die Mittel für zielgerichtete Unterstützung

Das Projekt kommt ins Spiel, wenn die Geflüchteten die ersten Hürden in Deutschland bereits genommen haben, also anerkannte Flüchtlinge sind und eine Aufenthaltserlaubnis haben. Ab diesem Zeitpunkt unterstützen sie Behörden bei der Integration. „Viele anfangs noch traumatisierten Flüchtlinge sind nach zwei, drei Jahren an dem Punkt, dass sie die Sprache gut können, eine Wohnung haben und dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen“, sagt Hörnicke. Im öffentlichen System der Arbeitsvermittlung fehle es aber an Zeit, Mitteln und Verständnis, die Geflüchteten entsprechend ihrer Qualifikation weiterzubilden. Im ersten Teil des Projekts hat Hörnicke deshalb zunächst mit Jobcentern, Arbeitsagenturen, Migrationsberatungsstellen, Ehrenamtlichen und Betrieben ein Netzwerk aufgebaut, um überhaupt auf Geflüchtete mit technischer Vorbildung aufmerksam zu werden. „Ohne solche Partnerorganisationen geht es nicht“, sagt Hörnicke. Innerhalb einer vorgeschalteten Kompetenzfeststellung versuche man herauszufinden, was eine Geologin aus Kamerun oder ein Elektroingenieur aus Syrien an zusätzlichen Qualifikationen brauche, um hierzulande arbeiten zu können. „Manche geben zwar an, einen Ingenieurstitel zu besitzen, können aber eine Reihenschaltung nicht von einer Parallelschaltung auseinanderhalten. Andere dagegen könnten sofort an der Uni dozieren“, sagt Hörnicke. Hintergrund ist, dass mit dem Anerkennungsgesetz von 2012 zugewanderte Fachkräfte ihre Berufsabschlüsse hierzulande anerkennen lassen können. Fehlen Fachkenntnisse, wird der Abschluss zunächst teilweise anerkannt, der Rest kann später zusätzlich erlernt werden. Deshalb wurde bei den Umwelthandwerkern zunächst in einem mehrtägigen Kurs festgestellt, was an Vorwissen da ist. Schriftliche Aufgaben, die bei Bedarf auch ins Arabische übersetzt sind, mussten ebenso gelöst werden wie Praktisches: einen Ölbrenner auseinanderbauen, Teile und Funktion eines elektrisch angetriebenen Smarts erklären. Mittlerweile hat Hörnicke das Verfahren aber deutlich verkürzt und durch gezielte Gespräche ersetzt.

Zu wenig Qualifizierungsprogramme für Flüchtlinge

Wer ausreichend qualifiziert ist, erhält fünf Monate gezielter und individueller Fortbildung. Technisches Deutsch lernen dabei alle – in einem herkömmlichen Sprachkurs lerne niemand das Wort „Energieeinsparverordnung“. Die anderen Module werden mit Betrieben oder Bildungseinrichtungen abgesprochen. Anschließend finden manche direkt einen Job, andere fangen eine Ausbildung oder ein Studium an. Teil dieser Phase sind auch Exkursionen zu Windparks, Biogasanlagen, Müllverbrennungsanlagen oder in Umweltbetriebe. Bis 2018 führte das Team der Umwelthandwerker Beratungsgespräche mit rund 150 Geflüchteten, 44 nahmen anschließend an der mehrtägigen Kompetenzfeststellung teil, davon 37 an dem fünfmonatigen Programm. 30 davon fanden anschließend einen Jobs oder eine reguläre Fachqualifizierung. Eigentlich müsse es wesentlich mehr solcher Projekte geben, sagt Hörnicke. Er selbst hat für die Umwelthandwerker 1,75 Stellen finanziert bekommen, plus weitere Dozenten für die Kurse. „Über erfolgreiche Integration wird viel geschrieben. Aber wir sind nur ein Leuchtturm. Wir bekommen viel mehr Bewerber als wir aufnehmen können“. Er schlägt vor, dass ähnliche Programme künftig vom öffentlichen Regelsystem finanziert werden, damit auch andere Bildungseinrichtungen aufwändige Zusatzqualifikationen anbieten können. Bis 2022 haben die Umwelthandwerker in Hamburg jetzt eine Kapazität von zwei fünfmonatigen Qualifizierungskursen im Jahr mit jeweils 17 Teilnehmenden. Aber da draußen, sagt Hörnicke, gebe es tausende von Ingenieurinnen und Ingenieuren, die dringend gebraucht werden und im normalen öffentlichen Vermittlungssystem allmählich ihre Kompetenz verlieren. „Wenn diese Menschen sich hier etwas aufbauen können, dann können wir auch aufhören, sie 'Flüchtlinge' zu nennen. Weil sie dann wirklich hier angekommen sind“, sagt Hörnicke.   → Pressemitteilung vom 14.11.2018: Ausgezeichnet: Transformationsprojekte, die die Welt verändern" ["post_title"]=> string(58) "Wenn ein geflüchteter Ingenieur kein Flüchtling mehr ist" ["post_excerpt"]=> string(194) "Deutschland braucht dringend Fachkräfte – und versäumt es trotzdem oft, gut qualifizierte Flüchtlinge für die Jobs weiterzubilden. Das Projekt Umwelthandwerker in Hamburg will das ändern." ["post_status"]=> string(7) "publish" ["comment_status"]=> string(6) "closed" ["ping_status"]=> string(6) "closed" ["post_password"]=> string(0) "" ["post_name"]=> string(58) "wenn-ein-gefluechteter-ingenieur-kein-fluechtling-mehr-ist" ["to_ping"]=> string(0) "" ["pinged"]=> string(0) "" ["post_modified"]=> string(19) "2019-03-25 13:58:57" ["post_modified_gmt"]=> string(19) "2019-03-25 12:58:57" ["post_content_filtered"]=> string(0) "" ["post_parent"]=> int(0) ["guid"]=> string(42) "https://www.nachhaltigkeitsrat.de/?p=13251" ["menu_order"]=> int(0) ["post_type"]=> string(4) "post" ["post_mime_type"]=> string(0) "" ["comment_count"]=> string(1) "0" ["filter"]=> string(3) "raw" } [3]=> object(WP_Post)#6792 (24) { ["ID"]=> int(10007) ["post_author"]=> string(1) "8" ["post_date"]=> string(19) "2018-06-22 16:03:04" ["post_date_gmt"]=> string(19) "2018-06-22 14:03:04" ["post_content"]=> string(6124) "In knapp zwölf Jahren sollen die UN-Nachhaltigkeitsziele, die Agenda 2030, weltweit weitgehend umgesetzt sein. Auch Deutschland will einen entscheidenden Beitrag leisten und setzt dabei auch auf die Wissenschaft. Als gemeinsame Anlaufstelle, um dieses Anliegen zu verwirklichen, hat die Bundesregierung die Wissenschaftsplattform Nachhaltigkeit 2030 ins Leben gerufen. „Die Agenda 2030 kann nur mit Hilfe der Wissenschaft umgesetzt werden“, sagte Patrizia Nanz, Ko-Vorsitzende der Wissenschaftsplattform und wissenschaftliche Direktorin am Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung e.V. (IASS) in Potsdam bei der RNE-Jahreskonferenz am 4. Juni. Forschung und Lehre seien wichtig für die Akzeptanz von Nachhaltigkeitskriterien und die Weiterentwicklung neuer Ansätze. Nanz äußerte sich beim Themenforum „Neue Kommunikation: Die Wissenschaftsplattform im Gespräch“. Die Geschäftsstelle der Wissenschaftsplattform ist am IASS angesiedelt. Aufgabe der Plattform sei es, Querverbindungen zwischen den 17 Zielen der UN-Nachhaltigkeitsagenda zu ziehen, Fragen zu stellen, die weit über die Agenda 2030 hinausgehen und Orientierungswissen zu geben. Im sogenannten Lenkungskreis der Wissenschaftsplattform sind 26 Mitglieder vertreten. Dazu zählen Wissenschaftler verschiedener Disziplinen und Vertreter aus Nichtregierungsorganisationen und der Wirtschaft. Die Plattform wird seitens der Bundesregierung von einem für alle Ressorts offenen Kreis begleitet, in dem zurzeit BMBF, BMUB, BMZ, BMEL sowie Bundeskanzleramt mitwirken. Derzeit gibt es vier Arbeitsschwerpunkte: Nachhaltiger Konsum, Zukunft der Arbeit, Global Commons und Mobilität.

Wissenschaftsplattform soll Fragen zur Zukunft stellen

Nanz zufolge hat die Wissenschaft die Aufgabe aufzuklären. Wie wollen wir in 20 oder 30 Jahren leben und was muss sich ändern, damit uns eine Transformation in Richtung Nachhaltigkeit gelingt? Über diese Themen soll mit Hilfe der Plattform debattiert und nach Options- und Handlungsmöglichkeiten gesucht werden. Ein Beispiel sei die Suche nach einem Standort für Atommüll in Deutschland. Es gehe in diesem Fall nicht nur um wirtschaftliche und ökologische Fragen, sondern auch um soziale und kulturelle Aspekte. Dasselbe gelte für den Kohleausstieg. „Wie schaffen wir es, all diese Themen zusammenzubinden? Dieser Frage müssen wir uns stellen.“ Wilfried Kraus vertrat das Bundesbildungsministerium im Themenforum. Er sieht die Bürgerinnen und Bürger als zentrale Schlüsselfiguren bei der erfolgreichen Umsetzung von Nachhaltigkeitsstrategien. Damit dieser Prozess angestoßen werde, müsse die Wissenschaft für Glaubwürdigkeit sorgen. Ihre Aufgabe sei es, an den Hochschulen oder in Forschungseinrichtungen relevante Themen anzusprechen, so Kraus.

Wissenschaft als Konfliktlöser

Gerade bei Themen wie der Endlagersuche oder dem Kohleausstieg müsse man in der Bevölkerung für Transparenz sorgen, um Akzeptanz für die Entscheidung zu erreichen. Kraus plädiert für einen integrierten Ansatz zur Erreichung von Nachhaltigkeitszielen, das bedeutet auch eine stärkere Vernetzung von Politik und Wissenschaft. Über das Instrument der Wissenschaftsplattform könnten Konflikte, die die UN-Ziele mit sich brächten, gelöst werden, so Kraus. „Die Politik macht den Plan A, die Wissenschaft ist für Plan B und C da.“ Gemeint sind beispielsweise das Zusammenspiel von wirtschaftlicher Entwicklung und Nachhaltigkeit im Kampf gegen Armut und Klimaschutzziele. Ulla Burchardt, Strategieberaterin und Mitglied im RNE, misst der Wissenschaftsplattform vor allem in einem Punkt eine große Bedeutung zu: Wo sind die Bremser? Wo gibt es Blockaden? Über die Plattform könnte sehr offen über Ziel- und Interessenskonflikte gesprochen werden, sagte Burchardt bei der RNE-Jahreskonferenz. „Nachhaltigkeit ist ein Prozess der kleinen Schritte“, ergänzte sie. Aber man bräuchte auch eine kohärente Forschungspolitik. So hätten Wissenschaftler frühzeitig auf den Klimawandel und die Notwendigkeit einer Energiewende aufmerksam gemacht. Aber passiert sei nur wenig. Burchardt sprach sich zudem für mehr „Selbstreflexion in der Wissenschaft“ aus. Man müsse weg von alten Denkmustern, die noch immer vor allem den technologischen Fortschritt im Blick hätten.

Nachhaltigkeit ist globales Thema

Klaus Milke, Geschäftsführer der Umweltorganisation Germanwatch und Mitglied im Lenkungskreis der Wissenschaftsplattform, pflichtet Burchardt bei. „Die Agenda 2030 hat eine Grundmessage: Raus aus den Silos“, sagte Milke im Themenforum. Er fordert einen Diskurs zum Thema Nachhaltigkeit in allen Wissenschaftsdisziplinen. Und das nicht nur in Deutschland, sondern international. „Wir müssen über den Tellerrand denken und auch mit Vertretern von Entwicklungs- und Schwellenländern sprechen“, sagte Milke. Die frühere SPD-Bundestagsabgeordnete Burchardt sieht letztlich die Bundesregierung in der Pflicht, beim Thema Nachhaltigkeit eine Führungsrolle zu übernehmen. „Wir müssen eine Politik machen, die auch enkeltauglich ist“, sagte das RNE-Mitglied. Ihr Appell: Die Bundesregierung muss Werbung machen für Nachhaltigkeit. Denn ohne die Bürgerinnen und Bürger würden aus Thesen keine Taten." ["post_title"]=> string(46) "Wissenschaft als Triebfeder der Nachhaltigkeit" ["post_excerpt"]=> string(312) "Was trägt die Wissenschaft zur Umsetzung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie bei – und welche Rolle spielt die Wissenschaftsplattform Nachhaltigkeit 2030? Auf der Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE) diskutierten Vertreter aus Wissenschaft und Politik über Ideen und konkrete Wege." ["post_status"]=> string(7) "publish" ["comment_status"]=> string(6) "closed" ["ping_status"]=> string(6) "closed" ["post_password"]=> string(0) "" ["post_name"]=> string(46) "wissenschaft-als-triebfeder-der-nachhaltigkeit" ["to_ping"]=> string(0) "" ["pinged"]=> string(0) "" ["post_modified"]=> string(19) "2018-06-22 16:03:04" ["post_modified_gmt"]=> string(19) "2018-06-22 14:03:04" ["post_content_filtered"]=> string(0) "" ["post_parent"]=> int(0) ["guid"]=> string(42) "https://www.nachhaltigkeitsrat.de/?p=10007" ["menu_order"]=> int(0) ["post_type"]=> string(4) "post" ["post_mime_type"]=> string(0) "" ["comment_count"]=> string(1) "0" ["filter"]=> string(3) "raw" } } ["post_count"]=> int(4) ["current_post"]=> int(-1) ["in_the_loop"]=> bool(false) ["post"]=> object(WP_Post)#6512 (24) { ["ID"]=> int(14491) ["post_author"]=> string(1) "8" ["post_date"]=> string(19) "2019-05-17 20:13:44" ["post_date_gmt"]=> string(19) "2019-05-17 18:13:44" ["post_content"]=> string(10520) "

Berlin, 17.05.2019 – Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) hat für den Ideenwettbewerb „Land schreibt Zukunft“ 16 Gewinnerprojekte ausgewählt, die jeweils für bis zu 12 Monate mit maximal 50.000 Euro gefördert werden sollen. Alle Antragstellerinnen und Antragsteller werden nun informiert. In den kommenden Wochen werden die Verträge mit den Gewinnerprojekten erstellt. Ausgezeichnet wurden Projekte in den Kategorien Wertschöpfung & nachhaltiges Wirtschaften, Tourismus, Gesellschaftlicher Wandel, Bildung und Öffentliche Verwaltung. Die vollständige Liste finden Sie am Ende des Textes.

Bewerben konnten sich sowohl gemeinnützige Akteure, wie Vereine, Stiftungen, und Verbände, aber auch beispielsweise Schulen und Kindergärten. Die antragstellende Institution musste im ländlichen Raum verankert sein. Eine Kooperation mit der Gemeinde und/oder dem Landkreis war wünschenswert. Diese konnten aber auch selbst Antragsteller sein. Kleine und mittelgroße Städte mit bis zu 30.000 Einwohnerinnen und Einwohnern waren ebenfalls antragsberechtigt.

Insgesamt hatten sich 200 Projekte beworben. Der stellvertretende RNE-Generalsekretär und Projektleiter des Fonds Nachhaltigkeitskultur, Bodo Richter, zeigte sich beeindruckt: „Der ländliche Raum wird oft unterschätzt. Hier gibt es großes Potential für nachhaltige Entwicklung. Die hohe Anzahl der eingereichten Anträge bestätigt diesen Eindruck.“

Das Team des Fonds Nachhaltigkeitskultur legte der Jury, bestehend aus dem stellvertretenden Ratsvorsitzenden Olaf Tschimpke, den Ratsmitgliedern Ulla Burchardt, Lucia Reisch, Andreas Pickert sowie RNE-Generalsekretär Günther Bachmann, eine Auswahl von 40 eingereichten Projekten vor, die allen Förderkriterien entsprachen und sich zusätzlich durch ihre besonders innovativen und transformativen Ansätze auszeichneten. Die nun geförderten 16 Projekte tragen aus Sicht der Jury in besonderer Weise dazu bei, gesellschaftliche Denkmuster aufzubrechen und neue Wege zu nachhaltigem Handeln aufzuzeigen. Der Fonds Nachhaltigkeitskultur besteht seit 2017. Auf Initiative des Bundestages stellte das Bundeskanzleramt über einen Zeitraum von drei Jahren 7,5 Millionen Euro zur Verfügung. Der RNE ruft in diesen drei Jahren mehrere Ideenwettbewerbe zu verschiedenen Bereichen der Alltagskultur aus. Der Fonds soll bewährte Ansätze stärken und auch neue Wege gehen, um eine gesellschaftliche Transformation zu mehr Nachhaltigkeit anzustoßen.

Weitere Information zum Fonds, zu anstehenden Wettbewerben und den Gewinnerprojekten des aktuellen Wettbewerbs finden Sie hier.

Die geförderten Projekte zum Wettbewerb „Land schreibt Zukunft“ im Kurzportrait:

Ackerdemia e.V.

Das Bildungsprogramm GemüseAckerdemie stärkt die Wertschätzung von Lebensmitteln, fördert den sozialen Zusammenhalt, das Interesse und Wissen bezüglich einer gesunden Lebensweise und einem ressourcenschonenden Umgang mit der Umwelt. Durch die Einbindung von Seniorinnen als Mentoren an Lernorten im ländlichen Raum wird der Acker zum Ort für Begegnung & Austausch.

Berufsbildende Schulen I Uelzen

Im Rahmen einer Projektwerkstatt erarbeiten Schülerinnen der BBS Uelzen durch aktive Beteiligung, wie Künstliche Intelligenz die Lebensverhältnisse auf dem Land verbessern kann. Die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse ermöglichen es Entscheidungsträgern, nachhaltige Taten für morgen zu realisieren.

Große Kreisstadt Leutkirch im Allgäu

Die App Eat Me Up! ermöglicht virtuelle Reisen durch Raum & Zeit des Ernährungssystems. Ob Betriebsführungen im Hier & Jetzt oder Zeitreisen in die Vergangenheit, im Wissen über historische sowie über gegenwärtige Entwicklungen liegt die Grundlage für nachhaltiges Handeln.

Halle 36 e. V.

Mit „Handwerk für morgen“ begreifen Schülerinnen die Produktionskette vom Schaf bis zum Wollprodukt. Sie lernen verschiedene Handwerkstechniken und regionales Wirtschaften kennen. Sie erproben sich in einer Schülerfirma und entwickeln eine Wertschätzung des Handwerks und einen kritischen Blick auf die sozialen und ökologischen Bedingungen der Textilproduktion in Fernost.

Hermann-Lietz-Schule Haubinda

In einer sehr ländlichen Region arbeiten Schule und Gemeinde zusammen. Zwei Dorfläden werden zum Treffpunkt; ermöglichen Einkauf, Café, Kunst und Kultur - ganz ohne Autoverkehr. Jugendliche erleben, wie ihr Engagement das Dorfleben für alle attraktiver macht.

Landkreis Lüchow-Dannenberg

Der Landkreis Lüchow-Dannenberg möchte durch soziale Innovationen die Alltagskultur durch eine Neukonfiguration sozialer Praktiken positiv verändern. Es sollen Unterstützungsstrukturen initiiert werden, die eine dauerhafte Umsetzung des sozialen Wandels gewährleisten.

Natur schafft Wissen gGmbH

Die Natur schafft Wissen gGmbH hat es sich zur Aufgabe gemacht, zu verantwortungsbewusstem Denken und Handeln anzustiften. Mit einem Naturerlebnis-, Kultur und Begegnungszentrum entsteht ein Ort, an dem mit konkreten Taten für morgen, Nachhaltigkeitsgedanken im Kleinen und Großen gedacht werden.

Schweisfurth Stiftung

Das Ziel der Schweisfurth Stiftung ist es, ein Open Source Online Toolkit zu entwickeln, das regionale Akteure befähigt, in ihrer Region eine Mitmach-Konferenz zu veranstalten. Sie vernetzt lokale Organisationen, Politik und Einzelpersonen und bekräftigt diese in ihrer Wirksamkeit.

Senegal-Projekt des Oberstufenzentrums Märkisch-Oderland e.V.

Die „Schule für globales Lernen“ ist ein neuartiges, zentrales und offenes Jugendbildungsangebot im ländlichen Raum. Dabei bestimmen Jugendliche wie sie aussieht, die neue Struktur für kreatives Lernen und handfestes Engagement.

Stadt Geestland

Ein Netzwerk von Partnern aus Unternehmen, Politik, Gewerbevereinen und der Verwaltung, das sich im Bereich Nachhaltigkeit in Geestland engagiert und die Stadt Geestland aktiv unterstützt, um enkeltauglich zu agieren.

StadtLABOR Hildesheim e.V.

Klimaschutzmanagerin „zum Ausborgen“ - ein Pilotprojekt zum Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsmonitoring und zur Beratung zu Resilienz- und Suffizienzmaßnahmen für ländliche Kommunen, Unternehmen, Gewerbetreibende und Menschen in den Landkreisen Hildesheim und Peine.

Stadt Weißwasser / Citymanagement

Hinter „Helft Euch selbst!“ steckt eine Projektidee, welche die Installation einer Stadtwerkstatt mit eingebundenem Reparatur-Café und einer Bibliothek der Dinge beinhaltet.

Stechlin-Institut

Mit LandÜber soll eine Zukunftsstrategie 2025 entwickelt werden, um das Stechlin-Institut als Leuchtturm für nachhaltige Taten für morgen in der Region und darüber hinaus zu verankern.

Verein zur Förderung solidarischer Lebensgestaltung e.V.

Auf ehemals trockengelegten endlosen Moorwiesen werden nachwachsende Rohstoffe umweltfreundlich angebaut und zu gesunden Baustoffen verarbeitet, um daraus regionaltypische vorgefertigte Ferienhäuser (Kleinode) zu bauen.

Zentrum für Zukunftstechnologie Kunst und Design - Zentralwerkstatt Pfännerhall Geiseltal

Unter dem Slogan "wer etwas zu sagen hat der rede" wird das Zentrum für Zukunftstechnologie Kunst und Design aktive Menschen, die alle Altersgruppen und Schichten der Region des Geiseltales vertreten, in einem Anderen Parlament (DERGUTERAT) handelbar sein lassen.

Zukunftswerft

Im Brandenburger Havelland wird eine Community von Menschen geschaffen, die etwas bewegen möchten und sich inspiriert von und in Begleitung durch erfahrene Engagierte und Expert*innen aus ganz Deutschland gegenseitig bei der Realisierung ihrer Ideen unterstützen.

Projektleiter Fonds Nachhaltigkeitskultur:

Bodo Richter
Wissenschaftlicher Referent
Rat für Nachhaltige Entwicklung
Geschäftsstelle c/o GIZ GmbH
Potsdamer Platz 10
D-10785Berlin
Telefon: +49 (0)30 / 338424-279
E-Mail: bodo.richter@nachhaltigkeitsrat.de

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