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"Um Lebensqualität zu schaffen und den damit verbundenen Ressourcen-
verbrauch zu verringern, müssen wir Nachhaltigkeit weiter in unserem täglichen Handeln verankern, als Mitarbeiter, Konsument und Bürger."

Kathrin Menges, Mitglied des Rates

Nachhaltiger Warenkorb (2002/2003)

(Aktueller Hinweis: Der Nachhaltige Warenkorb aus dem Jahre 2003 wurde runderneuert und auf den neuesten Informationsstand gebracht:
Zum Nachhaltigen Warenkorb 2013)

Unsere Konsumgewohnheiten stehen auf dem Prüfstand. Die damit verbundenen Fragen sind uns jedoch oft unbequem: Welche Lebensmittel kaufen wir ein? Was für eine Art Strom kommt aus meiner Steckdose? Wie verwende ich mein Geld, um mobil zu sein? Enthält meine Kleidung ungesunde Chemikalien?

Wer verantwortungsvoll konsumieren möchte, sieht sich häufig vor Schwierigkeiten gestellt. Oft fehlen ausreichende Informationen, um entscheiden zu können, welches Produkt oder welche Dienstleistung am ehesten einen positiven Beitrag zur Nachhaltigkeit leistet.

Mit dem Projekt Nachhaltiger Warenkorb will der Rat Möglichkeiten und Vorteile von nachhaltigem Konsum anschaulich machen. Das Projekt orientiert sich deshalb bewusst an dem Statistischen Warenkorb des Bundesamtes für Statistik, der die Höhe und Struktur der Ausgaben privater Haushalte regelmäßig bemisst. Für möglichst viele der darin enthaltenen rund 750 Produkte und Dienstleistungen sollten langfristig nachhaltige Produkt- oder auch Verhaltensalternativen aufgezeigt werden. Der neue Warenkorb, der vom Institut für Markt-Umwelt-Gesellschaft e.V. (imug) entwickelt wurde, enthält nachhaltige Produkte und Dienstleistungen aus den Konsumbereichen: Lebensmittel, Textilien und Bekleidung, Wohnen und Haushalt, Mobilität, Tourismus und Finanzdienstleistungen.

Rund 70 Familien haben den Einkaufsführer einen Monat lang getestet und ihren Konsumalltag im Sinne der Nachhaltigkeit gestaltet. Die Ergebnisse bestätigen, dass sich der Nachhaltige Warenkorb als Kommunikationsinstrument für die Ausgestaltung einer aktiven Verbraucherpolitik eignet. Neben dem Demonstrationscharakter hat das Projekt auch eine "Agenda-Setting"-Funktion. Der Rat hat mit Vertretern aus Wirtschaft, Handel, Wissenschaft und Politik Grundfragen nachhaltigen Konsumverhaltens diskutiert und an die Bundesregierung Empfehlungen zur Fortführung der Aktivitäten zur Förderung des nachhaltigen Konsums adressiert.

Das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft hat daraufhin in den Jahren 2005/2006 unter dem Titel „Echt gerecht. Clever kaufen.“ eine Kampagne zum nachhaltigen Konsum durchgeführt. Der Einkaufsführer wurde überarbeitet und um weitere Produktgruppen ergänzt. Derzeit gibt es keine Aktivitäten des BMELV in diesem Themenfeld.

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung plant für Herbst 2007 die Wiederaufnahme des Themas in Zusammenhang mit dem Themenfeld unternehmerischer Verantwortung/ Corporate Social Responsibility (CSR).

Download der Broschüre:
"Der Nachhaltige Warenkorb - Ein Wegweiser zum zukunftsfähigen Konsum" [PDF, 1.127KB]
Mai 2003
4. Auflage November 2006

[deutsch]

Broschüren des Rates können Sie ebenfalls mithilfe eines Online-Formulars kostenlos bestellen.

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