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"Eine Welt im Gleichgewicht ist seit 1972 für den Club of Rome eine Notwendigkeit – für unsere Arbeit im Nachhaltigkeitsrat die Herausforderung."

Max Schön, Mitglied des Rates

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Nachhaltigkeitsstrategie: Hans-Peter Repnik fordert eine Vision 2050 und zupackende Umsetzung

Berlin, 20.06.2011 Der Vorsitzende des Rates für Nachhaltige Entwicklung, Hans-Peter Repnik, begrüßt den von Bundeskanzlerin Angela Merkel heute vorgelegten Diskussionsentwurf zur Nachhaltigkeitsstrategie. „Gerade heute, wo die Energiewende in Turbo-Geschwindigkeit stattfindet, brauchen wir eine verlässliche Orientierung an langfristigen Zielvorstellungen, um Politik glaubwürdig und nachvollziehbar zu machen“, sagte Repnik vor 1500 Konferenzteilnehmern zur Begrüßung der Bundeskanzlerin beim diesjährigen politischen Nachhaltigkeitsgipfel. Der Regierungsstrategie zur Nachhaltigkeit komme daher große politische Bedeutung zu, der heute vorgelegte Entwurf müsse aber noch verbessert werden. Entscheidend für das Gelingen der Nachhaltigkeitspolitik sei, eine Vision für das Jahr 2050 mit Signalwirkung in die gesamte Gesellschaft hinein zu entwickeln.

Hans-Peter Repnik stimmt der Energiewende ausdrücklich zu und würdigt Fortschritte auch bei der regierungsinternen Nachhaltigkeitspolitik. So komme die Überprüfung der Gesetzesvorhaben voran, und die Bundesressorts berichten erstmalig umfassend über ihre jeweiligen Nachhaltigkeitsvorhaben. In der öffentlichen Beschaffung würden Schritt für Schritt Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigt. Zu diesen Fortschritten gibt der Regierungsbericht Auskunft.

Repnik merkt aber auch kritische Punkte an. „Wir müssen mehr dafür tun, dass die Idee der Nachhaltigkeit bei den Menschen und ihren Zukunftsvorstellungen ankommt.“ Dass das gehe, zeige das jüngste Dialogprojekt des Rates mit jungen Menschen „Unter 27“. Repnik empfiehlt der Politik, Zukunftsvisionen in die Nachhaltigkeitsstrategie einzubeziehen. Das sei auch für den Wirtschaftsstandort Deutschland nötig. „Wir brauchen die mutige Vision, Deutschland zum Rohstoffland zu machen. Das Recycling der wichtigen Metalle aus unseren Handys und TVBildschirmen muss unser Ziel sein“, fordert der Ratsvorsitzende. Das Gleiche gelte für die Etablierung eines Deutschen Nachhaltigkeitskodex, der eine wichtige Leitfunktion in der Wirtschaft übernehmen sollte.

Der Nachhaltigkeitsrat führt mit der Jahreskonferenz am 20.6. den diesjährigen politischen Nachhaltigkeitsgipfel in Deutschland durch. Aktuell legt der Nachhaltigkeitsrat seine Erwartungen an die Nachhaltigkeitsstrategie der Regierung vor, sowie weitere Empfehlungen:

Dialog der Verantwortung. Erwartungen des Nachhaltigkeitsrates an die
Fortschreibung der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie, Juni 2011
(PDF, 1655 KB)

Wie Deutschland zum Rohstoffland wird. Empfehlungen des Rates für Nachhaltige Entwicklung an die Bundesregierung, Juni 2011 (PDF, 476 KB)

Informationen zum Projekt Dialoge_Zukunft_Vision2050

Hinweis: Pressefotos ab 13 Uhr unter
http://www.nachhaltigkeitsrat.de/presseinformationen/pressefotos/
Bildvermerk (Quelle): Nachhaltigkeitsrat
 

Der Rat

Dem Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) gehören 15 Personen des öffentlichen Lebens an, die von der Bundeskanzlerin für eine Mandatszeit von drei Jahren berufen werden. Zu den Aufgaben des Rates gehören die Entwicklung von Beiträgen zur nationalen Nachhaltigkeitsstrategie, die Benennung von konkreten Handlungsfeldern und Projekten sowie Beiträge, um Nachhaltigkeit zu einem wichtigen öffentlichen Anliegen zu machen. In der Wahl seiner Themen und Aktionsformen ist der Rat unabhängig. Ergebnisse aus der laufenden Arbeit sind zum Beispiel der Deutsche Nachhaltigkeitskodex, der Zukunftsdialog_Vision2050, Stellungnahmen zur Rohstoffpolitik, zur fiskalischen Nachhaltigkeit, zum Ökolandbau, die Projekte der Werkstatt N, der Strategiedialog mit Oberbürgermeistern sowie Beiträge zur „Green Economy“.

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E-Mail: katja.tamchina@
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