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Hauff: Hilfe für Opel nur bei radikalem Strategiewechsel

Ratsvorsitzender fordert Verpflichtung zu Klimaschutz

Berlin, 26.02.2009 Der Vorsitzende des Rates für Nachhaltige Entwicklung, Volker Hauff, appelliert an die Bundesregierung und die Landesregierungen, dem angeschlagenen Autohersteller Opel nur dann ein Rettungspaket anzubieten, wenn sich das Unternehmen zu einem klimafreundlichen Strategiewechsel verpflichtet.

„Der Staat darf mit seinen Rettungspaketen keine Technologien und Geschäftsmodelle ohne Zukunftsperspektiven finanzieren“, sagt Hauff. „Hilfen für Autohersteller und -zulieferer müssen davon abhängen, ob die Unternehmen schlüssige Investitionsprogramme zu einer deutlichen Senkung von Treibstoffverbrauch und Emissionen vorlegen.“

Im globalen Wettbewerb seien deutsche Autobauer auf lange Sicht nur überlebensfähig, wenn sie sich klimafreundlichen und Ressourcen schonenden Modellstrategien verschrieben, so der frühere Bundesminister für Forschung und Technologie. Potenzial und Nachholbedarf attestiert Hauff der deutschen Autobranche vor allem beim Elektroantrieb, in der Hybrid- und in der Brennstoffzellentechnologie.

„Ein ‚Weiter so’ darf es unter diesen Umständen nicht geben“, sagt Hauff. „Es wäre schlimm und peinlich, wenn wir in zehn Jahren feststellen müssten, dass wir der Autoindustrie mit Steuergeldern beim Veralten geholfen haben.“

Hintergrund
Die Bundesregierung und einige Landesregierungen erwägen, Opel, der deutschen Tochtergesellschaft des amerikanischen Autokonzerns General Motors, mit staatlichen Finanzmitteln zur Hilfe zu kommen. Im Gespräch ist unter anderem eine staatliche Beteiligung an dem Unternehmen. Die Entscheidung über Staatshilfen soll von der Tragfähigkeit des Sanierungsplans abhängen, den Opel derzeit erarbeitet. Opel beschäftigt in Deutschland rund 25.000 Menschen.

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