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"Die Weltgemeinschaft ist seit 1992 der nachhaltigen Entwicklung verpflichtet – jedes einzelne Land für sich, aber auch gemeinsam, müssen wir dieses Versprechen umsetzen."

Dr. Ursula Eid, Mitglied des Rates

01.08.2002

Rat untersucht nachhaltiges Konsumverhalten

Können wir schon heute "nachhaltig" einkaufen und leben? Was kostet uns das? Sind die Waren überhaupt verfügbar? Wer verantwortungsvoll konsumieren möchte, sieht sich häufig vor Schwierigkeiten gestellt. Oft fehlen ausreichende Informationen, um entscheiden zu können, welches Produkt oder welche Dienstleistung am ehesten einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leistet. Um diese Fragen zu klären, hat der Nachhaltigkeitsrat das Pilot-Projekt "Zukunft gestalten durch Verbraucherverhalten" angestoßen und in Zusammenarbeit mit dem Institut für Markt-Umwelt-Gesellschaft e.V. (imug) einen "Nachhaltigen Warenkorb" entwickelt, den rund 100 ausgewählte Familien einen Monat lang testen werden.

Das Projekt orientiert sich bewusst an dem Statistischen Warenkorb des Bundesamtes für Statistik, der die Höhe und Struktur der Ausgaben privater Haushalte regelmäßig bemisst. Für möglichst viele der darin enthaltenen rund 750 Produkte und Dienstleistungen will der "Nachhaltige Warenkorb" Produkt- oder auch Verhaltensalternativen aufzeigen. Die Güter-Auswahl umfasst sechs besonders wichtige Konsumbereiche: Nahrung und Ernährung, Textilien und Bekleidung, Wohnen und Versorgung, Mobilität und Verkehr, Tourismus und Reisen, Finanzdienstleistungen.

Die Testphase ist Ende Juli 2002 angelaufen. Die Ergebnisse werden etwa Ende September dieses Jahres vorliegen. Unabhängig vom Test-Projekt bietet der "Nachhaltige Warenkorb" allen Interessierten, die beim Einkauf auf Gesundheit und Qualität, auf ökologische Verträglichkeit und auf faire Arbeitsbedingungen bei Herstellung und Vertrieb achten wollen, eine praktische Hilfe.