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"Nachhaltigkeit als Leitidee im Handeln braucht bessere Bildung als Basis, dazu mehr Aktionspartnerschaften und Praxisbeispiele, lokal, regional und international."

Walter Hirche, Mitglied des Rates

05.05.2011

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Aus dem Rat für Nachhaltige Entwicklung

Dichterwettkampf und Ideenfeuerwerk auf der RNE-Jahreskonferenz

Grünpflanzen für die Hauptstadt, Jugendliche, die aus der Reihe tanzen,  ein generationenübergreifender Dichterwettkampf – Nachhaltigkeit findet zahllose Ausdrucksformen. Einige besonders spannende präsentiert der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) auf seiner 11. Jahreskonferenz am 20. Juni im Berliner Tempodrom. Die Veranstaltung zeigt neue, ungewöhnliche Wege zur Nachhaltigkeit, darunter die Ideen der Kreativen aus der „Werkstatt N“ des Nachhaltigkeitsrates und der erste „dead or alive Poetry Slam zur Nachhaltigkeit“. Der Dichterwettkampf am Abend könnte zum größten Poetry Slam in Deutschland überhaupt werden.

Mit dem Qualitätslabel Werkstatt N zeichnet der Rat die kreative und engagierte besonders interessante Nachhaltigkeitsinitiativen aus. Einige solcher Projekte gibt es auf der Bühne und in einer begleitenden Ausstellungen zu erleben. Zum Beispiel „El Pan Alegre“, das fröhliche Brot – ein Modell, mit dem Gemeinden lokale und regionale Ressourcenkreisläufe verbessern und sich so nachhaltiger mit Energie und Nahrung versorgen können. Außerdem im Programm: die „Faster-than-Light-Dance-Company“ – eine Tanzgruppe engagierter Jugendlicher – Carrotmob – junge Nachhaltigkeitsengagierte, die mit einem positiven „Buykott“ Unternehmen mit Nachhaltigkeitszielen fördern – und eine Berliner Studentengruppe, die sich der Begrünung der Hauptstadt verschrieben hat. Im und auf dem Tempodrom kann man den ganzen Tag mit Werkstatt-N-Machern ins Gespräch kommen und sich zu einzelnen Projekten informieren.

Zum Ausklang des Tages tragen die Poetry-Slammer um den Wortkünstler Felix Römer einen generationenübergreifender Dichterwettkampf aus. Im „dead or alive Poetry Slam zur Nachhaltigkeit“ treten lebende Literaten gegen verstorben Dichter wie Thomas Bernhard oder Kurt Schwitters, an, die von Schauspielern zu neuem Leben erweckt werden. Römer will mit dem Slam einen ganz neuen Zugang zum Thema Nachhaltigkeit öffnen, neuzeitliche Auffassungen von Natur an naturphilosophischen Schriften der Vergangenheit messen. Der Slam, sagt Römer, werde zeigen, was „Dichter aus vergangen Zeiten und der Neuzeit über den Erhalt und den Schutz unserer Ressourcen zu sagen haben“. Und zwar auf „sehr eindringlich und erfrischend direkte“ Weise, verspricht er.

Die auftretenden Künstler sind die Stars ihrer Zunft: Mit dabei sind neben Römer der dreifache deutschsprachige Poetry Slam Meister Volker Strübing, der aktuelle Prix Pantheon Preisträger Sebastian 23, Cathleen Gawlich von der Schaubühne Berlin, Matthias Winter vom Landestheater Oberpfalz, der deutsche Kleinkunstpreisträger Sebastian Krämer, der Rap-Poet Gauner aus Berlin und der beste Bühnenpoet der Schweiz, Gabriel Vetter. Tatkräftigen Beistand leistet den Wortkünstlern die Showband „the incredible Herrengedeck“, moderieren wird Römer selbst. Die Abendveranstaltung ist wie die Jahreskonferenz öffentlich, kostet allerdings Eintritt. Der Einlass beginnt um 19:00 Uhr. Die Eintrittspreise liegen bei 9 Euro, ermäßigt 7 Euro. Eintrittskarten gibt es ab 10:00 an der Tageskasse des  Tempodrom, an allen bundesweit bekannten Vorverkaufsstellen und auf der Konferenzwebsite des RNE.

Weiterführende Informationen

11. Jahreskonferenz des Nachhaltigkeitsrates
20. Juni 2011
Tempodrom Berlin
Möckernstraße 10, 10963 Berlin
8.30 Uhr bis ca. 18.30 Uhr
ab 19.30 Uhr „dead or alive - Poetry Slam zur Nachhaltigkeit“

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