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"Die Energiewende hat die Kosten für grünen Strom stark gesenkt. Er ist deshalb international wettbewerbsfähig und trägt zur Erreichung der globalen Nachhaltigkeitsziele ohne zusätzliche CO2-Emissionen bei."

Alexander Müller, Mitglied des Rates

30.09.2010

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Aus dem Rat für Nachhaltige Entwicklung

Rat würdigt 45 Nachhaltigkeitsprojekte mit Qualitätslabel „Werkstatt N“

„Werkstatt N“ - Öffnet einen externen Link zur Website www.werkstatt-n.de in einem neuen Fenster

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) hat auf seiner Jahreskonferenz am 27. September in Berlin 45 Projekte und Projektentwürfe für ein nachhaltigeres Deutschland mit seinem neuen Qualitätslabel „Werkstatt N“ ausgezeichnet. Die Menschen hinter den Initiativen zeigen nach Ansicht des Rates einfallsreich und engagiert, wie aus Ideen zur Nachhaltigkeit Taten und Mehrwert für die Gesellschaft werden können. Mit dem Qualitätslabel, das der RNE künftig jeweils für ein Jahr an 100 ausgewählte Projekte verleiht, möchte das von der Bundesregierung berufene Beratungsgremium richtungsweisenden Nachhaltigkeitsinitiativen zu stärkerer öffentlicher Wahrnehmung verhelfen und zu ihrer Nachahmung anregen. Bis Ende November läuft der Wettbewerb, in dessen Rahmen laufende oder geplante Vorhaben für die Auszeichnung „Werkstatt N“ eingereicht werden können.

Initiativen, die bereits konkrete Beispiele nachhaltigen Handelns vorweisen können, steht unter www.werkstatt-n.de die Bewerbung um die Auszeichnung „Werkstatt N-Projekt 2011“ offen. Wer mit seinem Vorhaben noch im Ideen- oder Entwurfsstadium ist, kann sich für das Label „Werkstatt N-Impuls 2011“ bewerben. Aus den eingereichten Beiträgen wählt eine Jury aus Mitgliedern des Rates und aus Experten der RNE-Geschäftsstelle geeignete Projekte und Projektentwürfe für die Auszeichnung aus. „Wir suchen Ideen, die die soziale, ökologische und ökonomische Dimension des Leitbilds Nachhaltigkeit ganzheitlich, effizient und praktisch umsetzen“, erklärte Marlehn Thieme, stellvertretende Vorsitzendes des Nachhaltigkeitsrates, auf dessen Jahreskonferenz.

Frau Thieme lobte die Vielfalt und Qualität der ersten 45 mit dem Qualitätslabel ausgezeichneten Projekte und Initiativen und  deren professionelle Umsetzung. „Die Menschen hinter diesen Initiativen zeigen, dass eine nachhaltigere Gesellschaft wirklich machbar ist“, so Thieme. Zehn Werkstatt-N-Projekte stellten sich während der größten deutschen Nachhaltigkeitskonferenz auf Ausstellungsflächen und im Rahmen des Bühnenprogramms vor, darunter das Wildniscamp am Falkenstein im Nationalpark Bayerischer Wald. Das Umweltbildungszentrum ermöglicht Kindern und Jugendlichen nachhaltiges Lernen von und in der Natur. Auf der Bühne präsentierte sich auch die ebenfalls mit dem Qualitätslabel ausgezeichnete Ausstellung Zur Nachahmung empfohlen. Die derzeit in Berlin gastierende Ausstellung schlägt eine Brücke zwischen Kunst und Nachhaltigkeit.

Etliche der ersten vom RNE gewürdigten Ideen zeichnen sich neben dem innovativen Nachhaltigkeitsansatz durch ein hohes Maß an bürgerschaftlichem Engagement aus: Beispielsweise das Projekt Nachhaltige Nachbarschaft Aktiv aus München, in dem Bürger und Nachbarn gemeinsam nach klimafreundlicheren Lebensstilen suchen. Die Hamburger Trinkwasserinitiative Viva con Agua de Sankt Pauli engagiert sich für eine bessere Trinkwasserversorgung in Entwicklungsländern.

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung wird sein Qualitätslabel „Werkstatt N“ künftig jedes Jahr an 100 Initiativen und Vorhaben aus dem gesamten Bundesgebiet vergeben. „Für mehr Nachhaltigkeit“, erklärte die stellvertretende Ratsvorsitzende Thieme in Berlin, „müssen wir die Menschen vor Ort erreichen“. Nur im Dialog mit ihnen lasse sich das Leitbild Nachhaltigkeit weiterentwickeln und sichtbarer machen. Mit „Werkstatt N“ entwickelt der Nachhaltigkeitsrat seine bisherige Ideenplattform „Mission Sustainability“ weiter.