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"Nachhaltigkeit und Schöpfungsverantwortung sind für mich die tragfähigsten Säulen, auf denen sich eine zukunftsnahe Gesellschaft begründen ließe."

Hubert Weinzierl, Mitglied des Rates

29.10.2009

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Angelika Zahrnt mit dem Deutschen Umweltpreis ausgezeichnet

Dr. Angelika Zahrnt, Ehrenvorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und Mitglied des Rates für Nachhaltige Entwicklung, ist mit dem Deutschen Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) ausgezeichnet worden. Bundespräsident Horst Köhler überreichte ihr und drei weiteren Preisträgern die Auszeichnung vor rund 1.200 Gästen im Rahmen einer Gala-Veranstaltung am 25. Oktober in Augsburg.

Mit dem Deutschen Umweltpreis würdigt die Stiftung Leistungen, „die entscheidend und in vorbildhafter Weise zum Schutz und zur Erhaltung unserer Umwelt beigetragen haben bzw. in Zukunft zu einer deutlichen Umweltentlastung beitragen werden.“ Zahrnt wurde insbesondere für ihren jahrzehntelangen ehrenamtlichen Einsatz für den Schutz der Umwelt ausgezeichnet.

In seinem Grußwort sagte Bundespräsident Köhler, Zahrnt beweise, „dass man mit unermüdlichem Engagement, intellektueller Brillanz und mit persönlicher Überzeugungskraft die Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit aus den Expertenzirkeln heraus in die Mitte der Gesellschaft und an die Spitze der politischen Agenda bringt“. Es sei für ihn persönlich „immer ein Gewinn“ gewesen, mit Angelika Zahrnt zu diskutieren. In einer Unterredung habe sie sich von ihm gewünscht: „Setzen Sie weiter auf Nachhaltigkeit.“

DBU-Generalsekretär Fritz Brickwedde würdigte Zahrnt mit der Aussage, sie habe „erkannt, dass die Natur nur dann eine Überlebenschance hat, wenn sich umweltfreundliches Verhalten fest in der Gesellschaft verankert“. Ihr Einsatz für die Umwelt habe auch einen „Wertewandel der Lebensstile in hoch entwickelten Industriegesellschaften angestoßen“. Als „kompetenter Mahnerin“ sei es Zahrnt gelungen, auf Politiker, Wirtschaftsvertreter und gesellschaftliche Gruppen einzuwirken. Ihre Botschaft dabei: Statt „weiter, schneller, mehr“ solle das Motto für nachhaltiges Leben „besser, anders, weniger“ lauten.

Der Deutschen Umweltpreis 2009 ging an vier Personen: Neben Dr. Angelika Zahrnt wurden die Unternehmer Petra Bültmann-Steffin und Dr. Carsten Bührer sowie der Wissenschaftler Prof. Dr. Bo Barker Jørgensen ausgezeichnet. Im Jahre 2002 wurde  bereits der stellvertretende Vorsitzende des Nachhaltigkeitsrates, Prof. Dr. Klaus Töpfer, mit dem Deutschen Umweltpreis ausgezeichnet.

Die 1944 geborene Diplom-Volkswirtin Angelika Zahrnt arbeitete zunächst in der Wirtschaft und im öffentlichen Dienst, bis sie wegen inhaltlicher Differenzen zur Politik des Wirtschaftswachstums und wegen des Wachstums der eigenen Familie aus der hessischen Staatskanzlei ausschied. Seitdem ist Zahrnt freiberuflich und ehrenamtlich tätig. Sie engagierte sich in der Frauenbewegung, der Ökologiebewegung und der Kommunalpolitik, wurde wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Öko-Institut in Freiburg und beim BUND. 1990 wurde sie dessen stellvertretende Vorsitzende, von 1998 bis 2007 leitete sie die Organisation als Vorsitzende, seit 2008 ist sie BUND-Ehrenvorsitzende. Seit 2001 gehört sie dem von der Bundesregierung berufenen Rat für Nachhaltige Entwicklung an.