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"Nachhaltigkeit heißt vor allem, über die momentane Nützlichkeit hinaus langfristig zu denken und entsprechend Zukunftsverantwortung zu übernehmen."

Alois Glück, Mitglied des Rates

31.10.2007

Ranking der Nachhaltigkeitsberichte 2007: Wer liegt vorne, wer hinten?

Transparenz ist Voraussetzung für Vertrauen und damit eine Basis für gute Geschäfte. Das gilt umso mehr, je vernetzter und globaler die Wirtschaft wird. Ein Instrument, mit denen Unternehmen ihre Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft transparent machen, ist der Nachhaltigkeitsbericht. Wie deutsche Unternehmen es damit halten, zeigt eine Veranstaltung am 21. November. An diesem Tag werden das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und future e.V. das Ranking der Nachhaltigkeitsberichte 2007 vorstellen. Die Rangliste greift auf die Berichte der 150 größten deutschen Unternehmen zurück und wurde in diesem Jahr mit Unterstützung des Rates für Nachhaltige Entwicklung durchgeführt. Der Rat möchte damit den wettbewerblichen Vergleich von CSR- und Nachhaltigkeitsberichten stärken. Zugleich unterstreicht der Rat damit eine seiner Empfehlungen zur unternehmerischen Verantwortung von September 2006. Der Wirtschaft wurde darin empfohlen, die Informationen über die CSR-Aktivitäten so zu gestalten, dass sie sowohl für den Endverbraucher als auch für den Kapitalmarkt leicht zugänglich und transparent sind. Nachhaltigkeits- bzw. CSR-Berichte eigneten sich dafür besonders, so der Rat. Thomas Korbun, wissenschaftlicher Geschäftsführer des IÖW, möchte mit dem Ranking „Lernprozesse sowohl in Unternehmen als auch in Forschung und Politik anstoßen. Eine regelmäßige Bewertung der unternehmerischen Berichterstattung und die kontinuierliche Diskussion der zugrunde liegenden Kriterien sind dafür wichtig.“ Er sei überzeugt, dass die schon in den Vorjahren durchgeführten Rankings bei den Unternehmen manche Verbesserung angestoßen haben. Es gehe allerdings nicht darum, Unternehmen abzustrafen, vielmehr wolle man zu Verbesserungen anregen, ergänzt future-Geschäftsführer Dr. Udo Westermann. „Die wirklich schwarzen Schafe sind jene Unternehmen, die gar nicht über ihre Nachhaltigkeitsleistung berichten.“ Ergebnispräsentation und Preisverleihung des Rankings der Nachhaltigkeitsberichte 2007 finden am 21. November 2007 um 18 Uhr im GTZ-Haus, Reichpietschufer 20, 10785 Berlin, statt. Dr. Volker Hauff, Vorsitzender des Rates für Nachhaltige Entwicklung und Schirmherr des Rankings, wird auf der Veranstaltung einen Vortrag zum Thema halten. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, ist eine Anmeldung bis zum 14. November 2007 per E-Mail an kommunikation@ioew.de erforderlich.