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"Die Städte werden in Zukunft noch stärker Zentren technologischer und gesellschaftlicher Innovationen sein. Umso wichtiger sind die Bemühungen um eine nachhaltige Entwicklung unserer Städte."

Prof. Dr. Wolfgang Schuster, Mitglied des Rates

07.02.2007

Nachhaltigkeit und CSR: Auszeichnungen in Davos

Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility (CSR) wurden auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos nur am Rande behandelt. Dennoch würdigten zwei dort vorgestellte Ranglisten Unternehmen, die diese Leitbilder umfassend umzusetzen suchen.

 

Bereits zum dritten Mal zeichneten das kanadische Medienunternehmen Corporate Knights gemeinsam mit der Beratungsgesellschaft Innovest Strategic Value Advisors die hundert nachhaltigsten Unternehmen der Welt aus. Die sogenannte „Global 100 List“ vereint Firmen aus 16 Ländern und unterschiedlichen Branchen und gibt Auskunft darüber, wie effektiv die Unternehmensführung Nachhaltigkeitsgrundsätze in das Alltagsgeschäft einbindet. Als Vergleichsmaßstab dienen die jeweiligen Mitbewerber der Branche, rund 1.800 Firmen wurden berücksichtigt.

 

Ein knappes Viertel der Top-100-Unternehmen stammt aus Großbritannien, 19 aus den USA, 13 aus Japan. Deutschland ist in der Liste mit fünf Unternehmen vertreten. Neben dem Sportartikelhersteller Adidas wurden der Softwarekonzern SAP, der Chemieriese BASF sowie der Konsumgüterersteller Henkel und die Fresenius Medical Care AG in die Top 100 aufgenommen. Diese fünf Unternehmen waren auch im Vorjahr vertreten. Die Deutsche Telekom AG taucht in der aktuellen Liste hingegen nicht mehr auf.

 

BASF und Henkel zählen zudem zu den Bestplatzierten des Good Company Ranking 2007, das ebenfalls in Davos vorgestellt wurde. Die Rangliste, entwickelt vom manager magazin sowie den Beratungsunternehmen Deloitte und Kirchhoff Consult, zeichnet Unternehmen aus, „deren Personalpolitik und ökologisches und soziales Engagement sich positiv auf Unternehmensführung und Profitabilität niederschlagen“. Für das Ranking wurden die rund 120 größten Unternehmen Europas nach den Kriterien Mitarbeiter, Umwelt, Gesellschaft und Profitabilität untersucht.

 

Bei der diesjährigen Auswahl habe sich gezeigt, dass immer mehr Unternehmen systematisch Programme zur gesellschaftlichen Verantwortung in ihre Strategie einbauen, heißt es in einer Pressmitteilung. Auf den obersten Plätzen finden sich ausschließlich börsennotierte Kapitalgesellschaften. Dies läge daran, dass „viele Privat- und Staatsunternehmen nach wie vor so intransparent sind, dass sie vergleichsweise schlecht abschneiden“. Zur Jury des Good Company Ranking gehörte unter anderem der frühere Direktor des UN-Umweltprogramms und Mitglied des Rates für Nachhaltige Entwicklung, Prof. Dr. Klaus Töpfer.