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"Die Weltgemeinschaft ist seit 1992 der nachhaltigen Entwicklung verpflichtet – jedes einzelne Land für sich, aber auch gemeinsam, müssen wir dieses Versprechen umsetzen."

Dr. Ursula Eid, Mitglied des Rates

14.05.2009

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Bundesregierung will Vorbild für nachhaltiges Bauen und Konsumieren werden

Die Bundesregierung sieht große Exportchancen für nachhaltige Produkte aus Deutschland, da sie hohe Ansprüche an Langlebigkeit, Energieeffizienz und Umweltverträglichkeit erfüllen. In Zukunft will die Regierung daher selbst stärker auf solche Produkte zurückgreifen und beim nachhaltigen Konsumieren und Bauen Maßstäbe setzen.  

Ob nachhaltige Produkte es in die Supermarktregale und in die Einkaufswagen schafften, entschieden zwar vor allem die Verbraucherinnen und Verbraucher, sagte Bundesminister Thomas de Maizière am 04. Mai 2009 nach einem Fachgespräch zum Thema „Nachhaltiger Konsum – nachhaltiges Bauen“ im Staatssekretärsausschuss für nachhaltige Entwicklung. „Als Staat können wir aber einen vernünftigen Rahmen vorgeben, für Transparenz sorgen und selber mit gutem Beispiel vorangehen.“

Während des Fachgesprächs bestand nach Angaben der Bundesregierung Einigkeit darüber, dass klare Kennzeichnungen für den Absatz nachhaltiger Produkte „unverzichtbar“ sind. Siegel seien immer Markenzeichen, die für deutsche Unternehmen Chancen auf Auslandsmärkten eröffneten, heißt es in einer Mitteilung der Bundesregierung.

Damit auch der hiesige Bausektor von diesen Absatzchancen profitieren kann, will das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) möglichst rasch das „Deutsche Gütesiegel Nachhaltiges Bauen“ etablieren. Um den Prozess zu beschleunigen, will sich die Bundesregierung künftig bei Errichtung und Modernisierung von Bundesgebäuden an den Anforderungen des Gütesiegels messen lassen. Das „Deutsche Gütesiegel Nachhaltiges Bauen“ bewertet die Nachhaltigkeit eines Gebäudes anhand ökologischer, ökonomischer und soziokultureller Kriterien.

Zu dem Fachgespräch hatte die Bundesregierung unter anderem Gerd Billen, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbandes, und Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbands des Deutschen Einzelhandels, eingeladen. Das Gespräch diente der Umsetzung der fortgeschriebenen nationalen Nachhaltigkeitsstrategie, die das Bundeskabinett am 29. Oktober 2008 verabschiedet hatte.

Der Förderung von nachhaltigem Konsum widmet die nationale Nachhaltigkeitsstrategie ein eigenes Kapitel. Die Bundesregierung unterstreicht darin die zunehmende Bedeutung einer an Nachhaltigkeitskriterien ausgerichteten Beschaffungspolitik der Öffentlichen Hand.

Dennoch drängt der Rat für Nachhaltige Entwicklung die Bundesregierung seit Langem, ihr Beschaffungswesen wesentlich entschlossener und glaubwürdiger auf Nachhaltigkeit zu trimmen. Andernfalls, so der Nachhaltigkeitsrat in einer im August 2008 der Bundesregierung vorgelegten Empfehlung, bestehe die Gefahr, dass der Steuerzahler doppelt zahlen müsse. „Zum einen zahlt er, wenn Einsparmöglichkeiten und Effizienz nicht beachtet werden, zum anderen, wenn die ökologische und soziale Zeche zu zahlen ist, die aus Fehlentscheidungen folgt“.

Weiterführende Informationen

Nachhaltig einkaufen und nachhaltig bauen – Bundesregierung geht mit gutem Beispiel voran. Pressemitteilung des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung, 04.05.2009. 

Für ein nachhaltiges Deutschland. Fortschrittsbericht 2008 der Bundesregierung zur nationalen Nachhaltigkeitsstrategie, 29.10.2008. [PDF, 3,0 MB]

Glaubwürdig – wirtschaftlich – zukunftsfähig: Eine moderne Beschaffungspolitik muss nachhaltig sein. Empfehlung des Rates für Nachhaltige Entwicklung an die Bundesregierung, August 2008.

Der Nachhaltige Warenkorb Aktuell. Ein Einkaufsführer zum Ausprobieren und Diskutieren. Broschüre des Rates für Nachhaltige Entwicklung, November 2008.

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