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"Vernunft und Verantwortung unseres Handelns im sozialen, ökologischen und ökonomischen Bereich treffen sich in der Nachhaltigkeit!"

Michael Vassiliadis, Mitglied des Rates

20.11.2008

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Nachhaltiger Warenkorb – aktualisiert, konkretisiert, zur Diskussion gestellt

Um Entscheidungen für mehr Nachhaltigkeit an der Ladentheke zu unterstützen, hat der Rat für Nachhaltige Entwicklung bereits vor fünf Jahren einen „Nachhaltigen Warenkorb“ entwickelt. Dieser Einkaufsführer wurde jetzt vollständig überarbeitet, einen Entwurf der Neufassung stellte der Rat auf seiner Jahreskonferenz vor. Um diesen Entwurf weiter zu verbessern, ruft das Beratungsgremium der Bundesregierung zur Teilnahme an einer Online-Umfrage auf.

Mit der Neuauflage des „Nachhaltigen Warenkorbs“ will der Rat für Nachhaltige Entwicklung Impulse für nachhaltigere Kaufentscheidungen geben. Die Broschüre, die die imug Beratungsgesellschaft für sozial-ökologische Innovationen mbH im Auftrag des Rates erarbeitet hat, zeichnet dazu den aktuellen Stand der Diskussion um den nachhaltigen Konsum nach und gibt konkrete Tipps, mit denen der tägliche Konsum zukunftsfähiger gestaltet werden kann. 

Die Kernbotschaft lautet: „Nachhaltiges konsumieren ist heute schon möglich“. Und diese Möglichkeiten nehmen zu – trotz aller Einschränkungen. Klar ist auch: Je mehr Menschen nachhaltiges Konsumieren als Gewinn verstehen, desto mehr Anbieter werden sich finden, die diese Nachfrage aufgreifen. Und je schneller eine kritische Masse erreicht wird, desto schneller werden sich umfassende nachhaltige Konsumentenmärkte entwickeln.

Der Rat greift diese Zusammenhänge mit dem „Nachhaltigen Warenkorb“ auf. Er gibt in der Broschüre konkrete Hinweise auf nachhaltige Produkte und Dienstleistungen aus den Bereichen Lebensmittel, Textilien und Bekleidung, Wohnen und Haushalt, Mobilität, Tourismus und Finanzdienstleistungen. Der Entwurf des Warenkorbs wurde dazu auf den neusten Informationsstand gebracht und berücksichtigt nun beispielsweise auch jüngste Entwicklungen in sich schnell ändernden Konsumbereichen wie der Energieversorgung.

Die Broschüre differenziert nach täglichen und selteneren Einkäufen, beispielsweise Lebensmittel oder Haushaltsgeräte. Sie nimmt daneben die noch selteneren Anschaffungen wie den Kauf eines neuen Autos oder die Entscheidung für eine Geldanlage in den Blick. Der Warenkorb unterstützt dabei, in diesen Konsumbereichen neue Routinen zu entwickeln und zeigt, wie sich Lebensqualität und Zukunftsfähigkeit verbinden lassen.

Der „Nachhaltige Warenkorb“ trägt dazu auch der Tatsache Rechnung, dass es oft keine eindeutigen Antworten gibt. Ob zum Beispiel Bio-Lebensmittel aus dem Ausland ökologisch besser abschneiden als konventionelle aus der Region, lässt sich nicht immer eindeutig beantworten. Für solche Dilemmata liefert der Ratgeber einfache Faustregeln. Er folgt dabei der Devise: Nichts und niemand ist perfekt – aber bevor man alles beim Alten lässt, sollte man lieber nach guten Kompromissen suchen.

Der Rat ruft mit dem überarbeiteten Entwurf des „Nachhaltigen Warenkorbs“ zum Dialog auf, um die Diskussion um nachhaltiges Wirtschaften und Konsumieren weiter zu befördern. Bürgerinnen und Bürger, Expertinnen und Experten in Sachen nachhaltiger Lebensstile sowie Unternehmen oder Nichtregierungsorganisationen können ihre Expertise und Wünsche in diesen Dialog einbringen. Dazu hat der Rat eine Online-Umfrage gestartet, die noch bis zum 27. Februar geöffnet ist. 

Weitere Informationen

Der Nachhaltige Warenkorb Aktuell – Ein Einkaufsführer zum Ausprobieren und Diskutieren. November 2008. [PDF, 3,9 MB]

Bestellformular für die kostenlose Printversion.

Nachhaltiger Warenkorb 2009. Informationen des Rates für Nachhaltige Entwicklung.

Online-Umfrage zum Nachhaltigen Warenkorb.