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"Sustainable consumption behaviour will continue to be embraced merely by a dedicated minority for as long as the wrong incentives are provided and structures fail to support it."

Prof. Dr. Lucia A. Reisch, Member of the Council

13.12.2011

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AUS DEM RAT FÜR NACHHALTIGE ENTWICKLUNG

Deutscher Nachhaltigkeitskodex: Ratsinitiative gewinnt weitere Fürsprecher

Der Mitte Oktober vom Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) verabschiedete Deutsche Nachhaltigkeitskodex DNK stößt national und international auf große Zustimmung. Lobend zum neuen Transparenzstandard für nachhaltiges Wirtschaften äußerten sich zuletzt neben Bundesumweltminister Norbert Röttgen und etlichen deutschen Wirtschaftsgrößen auch Achim Steiner, Chef des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP), und die Europäischen Kommissare für Binnenmarkt sowie Industrie und Unternehmen, Barnier und Tajani. Unternehmen, die ihre Nachhaltigkeitsleistung mit dem DNK transparent machen wollen, können ab sofort Entsprechenserklärungen zur Veröffentlichung auf der Rats-Website einreichen.

Unter www.deutscher-nachhaltigkeitskodex.de steht ihnen eine Vorlage zur Verfügung, die die Unternehmen bei der Erstellung der Erklärung unterstützt. Der Nachhaltigkeitsrat wird auf der Seite künftig neue Entsprechenserklärungen veröffentlichen. Mit dem DNK, den die Nachhaltigkeitsberater der Bundesregierung in den vergangenen zwei Jahren mit Unternehmensvertretern, Investoren, Finanzanalysten, Verbänden und Wissenschaftlern erarbeitet haben, wird die Nachhaltigkeitsleistung von Unternehmen erstmals durch ausgewählte Indikatoren zu Ökologie, Sozialem und Fragen der Unternehmensführung mess- und vergleichbar. Davon erhofft sich der RNE weitere Impulse für nachhaltiges Wirtschaften. Der Kodex eignet sich für Unternehmen jeder Größe und Rechtsform.

Nach Einschätzung von Bundesumweltminister Norbert Röttgen taugt der DNK als Mindeststandard für die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen. Im Interview mit dem Journal des Bundesverbands für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft sagte er im November, der Kodex könne auch für kleine, nicht börsennotierte Firmen „als Kommunikationsinstrument hilfreich sein“. Mit DNK-Entsprechenserklärungen und ihrer darin bescheinigten Nachhaltigkeitsleistung könnten sie sich als Zulieferer globaler Marken profilieren. Nachhaltigkeit, so Röttgen, entwickele sich „mehr und mehr zu einem Alleinstellungsmerkmal und erlangt damit auch ökonomisch eine größere Bedeutung“.

Das Büro von Antonio Tajani, Vizepräsident der EU-Kommission und EU-Kommissar für Industrie und Unternehmen, wertet den neuen Transparenzstandard in einem Brief an Ratsvorsitzenden Hans-Peter Repnik als „wichtigen Beitrag in den Debatten um die ‚Green Economy’ und die nachhaltige Entwicklung“. Zustimmend äußert sich auch EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier. Er will die Nachhaltigkeitsleistung europäischer Unternehmen erhöhen und plant für kommendes Jahr Regeln, die ihre Berichterstattung verbindlicher machen sollen. Der DNK und die Erfahrungen, die der RNE in den Beratungen zu seiner Entwicklung gemacht habe, seien dafür von „großem Wert“, so Barnier in einem Schreiben an den RNE.

Ebenfalls lobend äußert sich Achim Steiner, Chef des Umweltprogramms der Vereinten Nationen. Der DNK spiele eine „ausschlaggebende Rolle“ auf dem Weg zu mehr unternehmerischer Nachhaltigkeit, so der deutsche UN-Politiker gegenüber dem RNE. Große deutsche Konzerne teilen diese Einschätzung: 32 Schwergewichte der deutschen Wirtschaft, darunter DAX-Größen wie die Allianz, BASF, BMW, Daimler, die Deutsche Bank, RWE, Siemens oder Volkswagen, hatten kurz nach Verabschiedung des DNK ihre Zustimmung zum Kodex erklärt. Diese im Forum Nachhaltige Entwicklung der deutschen Wirtschaft, econsense, zusammengeschlossenen Konzerne beurteilen den DNK als „gutes Instrument“, um die Nachhaltigkeitsleistung deutscher Unternehmen sichtbarer zu machen. Er könne die Berichterstattung darüber auf eine breitere Basis stellen.

Weiterführende Informationen

Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex: Rat für Nachhaltige Entwicklung verabschiedet Standard für Transparenz über die Nachhaltigkeitsleistungen. Pressemitteilung des Rates für nachhaltige Entwicklung, 13.10.2011.

Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex (DNK). Oktober 2011. [PDF. 160 KB]

Template zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex. Dezember 2011 [Word/DOC, 202 KB]

Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex. Empfehlung des Rates für Nachhaltige Entwicklung an die Bundesregierung, Oktober 2011. [PDF, 22 KB]

Dialog „Deutscher Nachhaltigkeitskodex“. Informationen des Rates für Nachhaltige Entwicklung.

Die Energieeffizienz ist eine Kernfrage der Energiewende. Interview mit Bundesumweltminister Norbert Röttgen im Journal des Bundesverbands für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft, BWA-Journal, Ausgabe 3/2011, November 2011.

econsense-Positionierung zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex, Oktober 2011. [PDF, 38 KB]

A systematic comparison of the German Sustainability Code with the principles of the UN Global Compact and the OECD Guidelines for Multinational Enterprises. Hintergrundinformationen des Rates für Nachhaltige Entwicklung.

Meldungen zum Thema

econsense-Unternehmen unterstützen Nachhaltigkeitskodex. News Nachhaltigkeit, 25.10.2011.

Rat verabschiedet Deutschen Nachhaltigkeitskodex. News Nachhaltigkeit, 14.10.2011.

„Deutscher Nachhaltigkeitskodex strahlt europaweit aus“ – Interview mit Prof. Alexander Bassen, Inhaber des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre an der Universität Hamburg. News Nachhaltigkeit, 23.09.2011.

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