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"Societal awarness is a driving force for sustainability. Therefore we must show the consequences of societal acting and discuss sustainable approaches publicly."

Dr. Joachim Faber, Member of the Council

14.10.2011

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AUS DEM RAT FÜR NACHHALTIGE ENTWICKLUNG

Ratsmitglied Max Schön neuer Vorstand der „Initiative 2°“

Der Unternehmer Max Schön, Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) der Bundesregierung, übernimmt zum 15. Oktober den Vorstand der Initiative 2° – Deutsche Unternehmer für Klimaschutz. Das teilte das Präsidium der Initiative in Berlin mit. In der 2007 im Vorfeld des G8-Gipfels in Heiligendamm gegründeten Unternehmerinitiative setzen sich Schwergewichte der deutschen Wirtschaft für die Begrenzung der Erderwärmung auf zwei Grad Celsius bis zum Jahr 2050 ein. Die Einhaltung dieser Marke gilt als Voraussetzung für die Vermeidung katastrophaler Folgen der globalen Erwärmung. Ratsmitglied Schön begründet sein neues Engagement mit der Notwendigkeit schnellen Umsteuerns in der Klima- und Energiepolitik. Die Wirtschaft müsse die Politik dabei antreiben und beweisen, dass das Zwei-Grad-Ziel erreichbar ist.

Die Zwei-Grad-Marke, so das RNE-Mitglied, sei gesellschaftlich und politisch akzeptiert. Was vergessen werde, sei, dass zum Reduktionsziel ein Zeitziel gehöre: dass die Reduzierung des CO2-Ausstoßes um mindestens 90 Prozent bis zur Jahrhundertmitte erreicht werden müsse. Nach Schöns Einschätzung fällt der Innovationskraft der deutschen Wirtschaft bei der rechtzeitigen Erreichung dieses Ziels eine Schlüsselrolle zu. Die „Initiative 2°“ hatte sich in der Vergangenheit wiederholt gegenüber der Politik für ein höheres Tempo auf dem Weg in eine kohlenstoffarme Wirtschaft stark gemacht. Zuletzt forderte sie im Juni mehr Planungssicherheit für klimafreundliche Investitionen, verbindliche Energiespar- und Effizienzziele sowie ein Eintreten für höhere europäische Klimaschutzvorgaben. Darin lägen enorme Chancen für die deutsche Wirtschaft.

Max Schön wurde im Juni 2010 von Bundeskanzlerin Angela Merkel in den Rat für Nachhaltige Entwicklung berufen. Der Betriebswirt arbeitet unter anderem als Geschäftsführender Gesellschafter der Handelsgesellschaft bulthaup Max & Co. und der Max Schön Verwaltungsgesellschaft. Seit 2007 amtiert er als Präsident des Club of Rome Deutschland. Die Denkfabrik setzt sich für eine lebenswerte und nachhaltige Zukunft ein. Daneben ist Schön in mehreren Aufsichtsräten tätig. Dem Aufsichtsrat der Wüstenstrom-Initiative DESERTEC Foundation steht er vor. Jan Buck-Emden, Mitglied im Präsidium der „Initiative 2°“, sagt über Schön, er sei „bekannt dafür, quer- und vordenken zu können“.

Die „Initiative 2°“ sieht sich als Vorreiter beim unternehmerischen Klimaschutz. Getragen wird sie von einem Dutzend namhafter Vorstandsvorsitzender, Geschäftsführer und Familienunternehmer, darunter Joachim Faber, Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung und Vorstandsmitglied des Versicherungs- und Finanzdienstleisters Allianz SE, sowie den Chefs der Deutschen Telekom und der Deutschen Bahn, René Obermann, Rüdiger Grube und Jochen Zeitz, Vorsitzender des Verwaltungsrats der Puma AG. Mit Vattenfall und EnBW sind zwei Energiekonzerne über ihre Vorstandschefs vertreten. Den Anstoß für die Unternehmensinitiative gab 2007 der Aufsichtsratsvorsitzende der Otto Group, Michael Otto.

Weiterführende Informationen

Lebenslauf und Tätigkeitsschwerpunkte von Max Schön. Informationen auf der Website des Rates für Nachhaltige Entwicklung.

Otto holt Schön – Unternehmer Max Schön wird Vorstand der Initiative 2°. Pressemitteilung der „Initiative 2° – Deutsche Unternehmer für Klimaschutz“, 13.10.2011.

Energiewende: 2°-Unternehmen sehen große Chancen für innovative deutsche Produkte auf dem Weltmarkt. Pressemitteilung der „Initiative 2° – Deutsche Unternehmer für Klimaschutz“, 02.06.2011.

Meldungen zum Thema

„Die deutsche Wirtschaft kann zu den Gewinnern der Energiewende gehören“ – Interview mit dem Geschäftsführer der Klimaschutzinitiative deutscher Unternehmer „2 Grad“, Johannes Merck. News Nachhaltigkeit, 25.07.2011.

„Wir brauchen einen Markt für Energieeffizienz“ – Interview mit Felix Chr. Matthes, Forschungs-Koordinator Energie- und Klimapolitik beim Öko-Institut. News Nachhaltigkeit, 22.07.2011.

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