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"Our society must engage in more intense discussion on what values our lifestyles need to be geared to and on the value of public matters."

Dr. Hans Geisler, Member of the Council

29.10.2009

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Europäische Nachhaltigkeitsräte für „Rio+20“-Gipfel

Das Europäische Netzwerk der Umwelt- und Nachhaltigkeitsräte EEAC macht sich für eine Nachfolgekonferenz zum sogenannten „Erdgipfel“ von 1992 stark. Grundlegende Ziele nachhaltiger Entwicklung sind nach Ansicht der Räte bisher nicht erreicht worden. Deshalb führe kein Weg an einem Gipfel „Rio+20“ im Jahr 2012 vorbei.  Die Weltgemeinschaft verabschiedete 1992 im brasilianischen Rio de Janeiro unter anderem das entwicklungs- und umweltpolitische Aktionsprogramm „Agenda 21“, das als Meilenstein auf dem Weg zur nachhaltigen Entwicklung gilt. 20 Jahre danach ist aber neuer Schwung nötig.

Weder die globale Umweltzerstörung, noch die weltweite Armut seien auf dem Rückzug, schreiben die europäischen Nachhaltigkeitsexperten in einem Empfehlungspapier, das sie am 24. Oktober in Dubrovnik während ihrer jährlichen Vollversammlung verabschiedet haben. Konventionelle Konjunkturprogramme, die die Staaten der Welt derzeit gegen die Wirtschafts- und Finanzmarktkrise in Stellung brächten, würden die nachhaltige Entwicklung untergraben. Daher sei es an der Zeit, neue Wege zur Verwirklichung einer weltweit nachhaltigen Wirtschaft und Gesellschaft zu suchen, heißt es in der Empfehlung.

Das Netzwerk stellt sich damit hinter eine Initiative der brasilianischen Regierung in den Vereinten Nationen. Es fordert die Europäische Kommission auf, diese Initiative in der EU-Nachhaltigkeitsstrategie zu unterstützen und einen intensiven Vorbereitungsprozess in Gang zu bringen. Hierzu führt die EEAC-Empfehlung detaillierte Vorschläge an. Rio+20 müsse nach vorne schauen und neue Schritte zu mehr Nachhaltigkeit in Wirtschaft und Gesellschaft aufzeigen.

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung ist dem Netzwerk 2002 beigetreten. Das Ratsmitglied Angelika Zahrnt hat sich in den vergangenen beiden Jahren in der Steuerungsgruppe des EEAC engagiert.

Der European Environment and Sustainable Development Advisory Council EEAC ist ein Netzwerk von mehr als 30 Umwelt- und Nachhaltigkeitsräten aus 16 europäischen Staaten. Die 17. EEAC -Jahreskonferenz fand vom 22. bis 24. Oktober in Dubrovnik statt. 19 EEAC-Mitgliedsorganisationen verabschiedeten dort auch die Stellungnahme Für zukunftsfähige europäische Infrastrukturen. Darin rufen sie die Europäische Kommission und die EU-Mitgliedstaaten auf, erneuerbare Energien weiter auszubauen und Verkehrs- und Stromnetze zukunftsfähig auszugestalten. Zu den deutschen Unterzeichnern des Dokuments zählen neben dem RNE der Wissenschaftliche Beirat Globale Umweltveränderungen (WBGU) und der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) der Bundesregierung.

Weiterführende Informationen

EEAC supporting a major Rio-plus-20 event in 2012 on a sustainable global society and economy. Empfehlungen der EEAC-Vollversammlung, 24.10.2009. [PDF, 49 KB]

Website der European Environment and Sustainable Development Advisory Councils, EEAC.

Europäische Umwelt- und Nachhaltigkeitsräte empfehlen: Stromnetze und Verkehrswege zukunftsfähig gestalten. Pressemitteilung des Sachverständigenrats für Umweltfragen, 27.10.2009.

Nachhaltige europäische Infrastrukturen. EEAC-Stellungnahme und Hintergrundpapier, Oktober 2009. [PDF, 186 KB]

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