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"Eine Welt im Gleichgewicht ist seit 1972 für den Club of Rome eine Notwendigkeit – für unsere Arbeit im Nachhaltigkeitsrat die Herausforderung."

Max Schön, Mitglied des Rates

29.09.2009

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Wegbereiter deutscher Umweltpolitik hält erste Carl-von-Carlowitz-Vorlesung

Wer könnte daran zweifeln: Die Ökologie ist ein Kernelement der nachhaltigen Entwicklung. Wirklich? Immer und überall? Oder widersprechen beide Lehren einander auch, geraten sie in Konflikt, werden sie gar zu feindlichen Schwestern? Professor Wolfgang Haber, Biologe und prägender Gestalter deutscher Umweltpolitik, geht diesen Fragen auf den Grund. Auf der Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung am 23. November in Berlin wird Haber, Zeitzeuge der deutschen Umweltbewegung, die vermeintlich untrennbare Liaison der Nachhaltigkeit mit der Ökologie einem überraschungsträchtigen Belastungstest unterziehen.

Mit seinem Beitrag „Ökologie und Nachhaltigkeit“ eröffnet der 84-Jährige die neue wissenschaftliche Vortragsreihe des Nachhaltigkeitsrates, die Carl-von-Carlowitz-Vorlesungen. Benannt ist die Reihe nach dem als Vater des Nachhaltigkeitsbegriffes in Deutschland geltenden sächsischen Oberberghauptmann Carl von Carlowitz, der Anfang des 18. Jahrhunderts das Wiederaufforsten gefällter Baumbestände zu einem Grundprinzip der Forstwirtschaft machte.

In den Carl-von-Carlowitz-Vorlesungen werden herausragende Wissenschaftler mit ihren Gedanken und Erfahrungen über Grundlagen, Wege und Selbstverständnis einer nachhaltigen Entwicklung sprechen. Der erste Vortragende, Professor Wolfgang Haber,  hat als Wissenschaftler und Berater die deutsche Umwelt- und Naturschutzpolitik über lange Zeiten wesentlich geprägt, kritisiert und vorangetrieben. 1993 wurde er mit dem ersten Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geehrt. Während seiner langen Laufbahn war Haber unter anderem Leiter des Lehrstuhls für Landschaftsökologie an der Technischen Universität München, Vorsitzender des Sachverständigenrates für Umweltfragen der Bundesregierung, gehörte dem Beirat für Naturschutz und Landschaftspflege beim Bundesumweltministerium an, war Präsident der Gesellschaft für Ökologie.

Der Wegbereiter moderner Landschaftspflege in Deutschland forscht unter anderem zu Grundsatzfragen der theoretischen Ökologie, zum Einfluss der Ökologie auf die Landnutzung und den Schutz der Natur. Haber half mit, die ersten deutschen Naturschutzparks zu etablieren, darunter den Nationalpark Bayerischer Wald.

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