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Nachhaltige Entwicklung: Vom Schlagwort zur politischen Strategie
Programm:
Ab 9.15 Uhr Kaffee und Registrierung
10.00 Uhr Eröffnung
Prof. Dr. Josef Sayer
Moderation: Prof. Dr. Edda Müller
10.10 Uhr Nachhaltige Entwicklung - Herausforderung für die Politik
Dr. Volker Hauff, Vorsitzender des Rates für Nachhaltige Entwicklung
Diskussion
10.50 Uhr Die politischen Ziele der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie
der Bundesregierung und der Weg bis Johannesburg 2002
Hans Martin Bury, Staatsminister im Bundeskanzleramt
Diskussion
11.30 Uhr Kommunikation:
Wie den Gedanken der Nachhaltigkeit vermitteln?
Moderation: Dr. Günther Bachmann, Geschäftsstelle des Rates
Trio Inner Life
Präsentation
12.00 Uhr Mittagspause
13.00 Uhr Forum 1 im Seminarraum 3 (1. OG):Energie und KlimaschutzRainer Grohe, Prof. Dr. Eberhard Jochem, Hubert Weinzierl
13.00 Uhr Forum 2 im Auditorium B:
Mobilität und Verkehr
Jochen Flasbarth, Roland Heinisch, Heinz Putzhammer
Moderation: Hermann Josef Tenhagen
13.00 Uhr Forum 3 im Auditorium A:
Landwirtschaft, Umwelt, Ernährung und Gesundheit
Prof. Dr. Edda Müller, Prof. Dr. Josef Sayer,
Philip Freiherr von dem Bussche
14.45 Uhr Kaffeepause, Gespräche am Rande
15.30 Uhr Nachhaltige Entwicklung vor dem Hintergrund der Globalisierung
Prof. Dr. Klaus Töpfer, UNEP United Nations Environment Programme
ca. 16.30 Uhr Ende der Veranstaltung
Dokumentation:
Bericht zur Auftaktveranstaltung des Rates für Nachhaltige Entwicklung am 28.09.2001
zusammengestellt durch die Geschäftsstelle des Rates
Reden:
Eröffnungsrede von Dr. Volker Hauff (PDF, 152KB)
"Nachhaltige Entwicklung - Herausforderung für die Politik"
"Die Weltkarte mit anderen Augen..." (PDF, 215KB)
(Folien von Prof. Dr. Klaus Töpfer)
Foren:
Forum Energie und Klimaschutz
Folien (PDF, 153KB)
Teilnehmerliste (PDF, 19KB)
Forum Mobilität und Verkehr
Rede von Jochen Flasbarth (PDF, 78KB)
Folien (PDF, 108KB)
Teilnehmerliste (PDF, 14KB)
Forum Landwirtschaft, Umwelt, Ernährung und Gesundheit
Leitbild einer nachhaltigen Landwirtschaft (PDF, 47KB)
Diskussionsbeiträge (PDF, 129KB)
Teilnehmerliste (PDF, 26KB)
Bildergalerie zur Auftaktveranstaltung des Rates am 28. September 2001 in Berlin
Zum Vergrößern bitte auf die Fotos klicken.
© Rat für Nachhaltige Entwicklung
Eine-Welt-Koalition gegen Terror notwendig
Ratsvorsitzender Volker Hauff fordert nationale Nachhaltigkeitsstrategie mit quantifizierbaren Zielen ein
Berlin, 28.09.2001 "Die richtige Antwort gegen den Terror der vorvergangenen Woche kann nur eine Welt-Koalition sein. Aber: Es muss eine Eine-Welt-Koalition mit neuen Initiativen zur globalen Entwicklungs- und Umweltpolitik sein", so Volker Hauff, Vorsitzender des Rates auf der Eröffnungsveranstaltung am heutigen Freitag in Berlin. Mittel- und langfristig kann nur eine politische Strategie dem Terrorismus den Nährboden entziehen: "Die deutsche Agenda der Nachhaltigkeit muss auf den 11.09.2001 mit neuen Vorstößen zu Bekämpfung der Armut, Welternährung und globalen Ressourcenschutz reagieren". Neben der Diskussion der aktuellen Ereignisse standen die Ziele und Eckdaten einer nationalen Nachhaltigkeitsstrategie im Mittelpunkt der Veranstaltung.
Von entscheidender Bedeutung ist für den Rat dabei die Festschreibung eindeutiger Ziele: "Eine unserer ersten Empfehlungen an die Bundesregierung ist es, quantifizierte Ziele zum Eckpunkt der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie zu machen", so Volker Hauff wörtlich. Bereits bei der Definition des nationalen Klimaziels habe sich dieses Vorgehen bewährt. Mit klaren Zielgrößen habe Deutschland hier einen wesentlichen Beitrag geleistet. Mit seiner Arbeit will der Rat dazu beitragen, diese konkreten Ziele in drei Schwerpunktbereichen, der Landwirtschafts-, Energie- und Verkehrspolitik, zu definieren. Bereits seit Mitte des Jahres hat der Rat dazu drei Arbeitsgruppen zu den Themenbereichen "Energie und Klimaschutz", "Mobilität und Verkehr" sowie "Landwirtschaft, Ernährung, Gesundheit und Umwelt" berufen, deren Ansätze auf dem Kongress diskutiert werden.
Der "weitgehend ungebremste Flächenverbrauch" in der Bundesrepublik sowie die "Bekämpfung der Armut, des Hungers und des Ressourcenschutzes" sind für den Rat zwei weitere Themenbereiche, bei denen ein konkreter Beitrag Deutschlands notwendig sei, so Hauff in seinem Beitrag. Hier hat sich der Rat ebenfalls die Definition klarer Ziele in seine Agenda geschrieben.
Der Begriff der Nachhaltigen Entwicklung wurde bereits durch Volker Hauff in der Brundtland-Kommission geprägt. Auf dem Rio-Gipfel 1992 gelang es Klaus Töpfer, dem damaligen deutschen Umweltminister, dem Begriff zum politischen Durchbruch zu verhelfen.
Als Vorsitzender des Rates für Nachhaltige Entwicklung setzt sich Volker Hauff nunmehr für die konkrete Umsetzung einer zukunftsorientierten Umwelt- und Entwicklungspolitik ein. Klaus Töpfer ist als Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen heute an einer Schaltstelle der internationalen Umweltpolitik tätig. Als Mitglied des Nationalen Nachhaltigkeitsrates hat er eindringlich auf die Auswirkungen der Globalisierung auf Umwelt und Entwicklung hingewiesen.
Der Rat will einen Beitrag dazu leisten, die ehrgeizigen Maßstäbe, die mit dem Brundtland-Report, der Agenda 21 und den globalen Umwelt-Konventionen gesetzt worden sind, in die Praxis umzusetzen. Dabei könne es nicht darum gehen, den globalen Wandel zu stoppen, vielmehr sei es der Anspruch, diesen Wandel zu gestalten. Nachhaltige Entwicklung, so bringt es der Rat auf den Punkt, will ökologische Richtungssicherheit erreichen, eine Sicherheit im Wandel.
In seiner Tätigkeit verfolgt der Rat einen klaren Fahrplan. Mit der heutigen Veranstaltung hat der Rat für Nachhaltige Entwicklung die öffentliche Diskussion über Ziele und Wege der Nachhaltigen Entwicklung eingeleitet. Im November will der Rat ein Projektforum zur Nachhaltigen Entwicklung auf seiner Website einrichten.
Als ersten Zielpunkt seiner Arbeit sieht der Rat die Rio-Nachfolgekonferenz in Johannesburg. "Dort", so das ehemalige Mitglied der Brundtlandkommission, Volker Hauff, "wird man Deutschland an seinen Leistungen messen."






