Überblick
Nachhaltigkeit – die Wachstumsformel vom Mehr zum Besseren
5. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung
6. September 2005
Berliner Congress Center (bcc)
am Alexanderplatz 3, 10178 Berlin
8.30 Uhr bis ca. 19.30 Uhr
Unbegrenztes Wachstum ist nicht möglich, wo es nur um das „Größer, Fetter, Schwerer“ der alten Industriegesellschaft geht. Aber Wachstum, das sich an Mensch und Natur orientiert, Grenzen anerkennt und setzt, bedeutet Entwicklung. Der Rat für Nachhaltige Entwicklung hat gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH zu diesem Thema einen internationalen Dialog angestoßen: BRICS+G. Nachhaltigkeit und Wachstum in Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika – und in Deutschland. Dieses Projekt thematisiert die Rolle von Nachhaltigkeitsstrategien für das Wachstum. BRICS steht für eine Ländergruppe, der prognostiziert wird, dass sie in überschaubarer Zeit wirtschaftlich stärker sein wird als die USA, Europa und Japan.
Teilnehmer und Ergebnisse aus diesem Dialog werden auf der Jahreskonferenz des Rates eine Rolle spielen. Parlamentarier und Regierungsvertreter aus Deutschland werden Gelegenheit erhalten, Ihre Perspektiven auf die deutsche und internationale Nachhaltigkeitspolitik einer breiten Öffentlichkeit darzulegen.
Dokumente
Reden:
"Vom Mehr zum Besseren" (PDF, 94KB)
Rede von Marlehn Thieme zur Eröffnung der
5. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige
Entwicklung
(Berlin, 06.09.2005)
"Umweltzerstörung und Armut als Wachstumsbremsen" (PDF, 98KB)
Rede von Prof. Dr. Klaus Töpfer zur
5. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige
Entwicklung
(Berlin, 06.09.2005)
Forum 4: Afrika und die Millenniums-Ziele
Initial Statement (PDF, 26KB)
Speech by Prof. Alan Whiteside
Forum 4: Africa and the Millennium Goals
(Berlin, 06.09.2005)
Forum 5: Sustainet - Landwirtschaft als globaler Entwicklungsmotor
"Leuchtturmprojekte und Hunger bekämpfen durch nachhaltige Landwirtschaft" (PDF, 62KB)
Rede von Prof. Dr. Josef Sayer
Forum 5: Sustainet – Landwirtschaft als globaler Entwicklungsmotor
(Berlin, 06.09.2005)
"Organic Farming: The Real Green Revolution for Removal Of Poverty, Hunger And Ecological Insecurity"
Speech by Dr. Vandana Shiva (PDF, 198KB)
Forum 5: Sustainet - Agriculture as a Global
Development Engine
(Berlin, 06.09.2005)
Weitere Informationen:
Einladung, Programm und Foren (PDF, 264KB)
(Version vom 22.08.2005)
Aktualisierter Programmablauf (PDF, 62KB)
(Stand 30.08.2005)
Dialogprojekt BRICS+G:
Bildergalerie
Bildergalerie zur 5. Jahreskonferenz des Rates
am 6. September 2005 in Berlin
Zum Vergrößern bitte auf die Fotos klicken.
Fotos: Jürgen Stumpe, © Rat für Nachhaltige Entwicklung
Presse
Ölpreis macht die politische Fehlstelle Nachhaltigkeit deutlich
Berlin, 06. September 2005 „Deutschland braucht Wirtschaftswachstum – keine Frage“ - dieser These setzt der 5. Jahreskongress des Rates für Nachhaltige Entwicklung seine Forderung nach einem qualitativ besseren statt einfach nur mehr Wachstum entgegen. „Nur Wachstum, das sich an Mensch und Natur orientiert, Grenzen anerkennt und setzt, bringt eine tragfähige Entwicklung“, sagte Dr. Volker Hauff, Vorsitzender des Rates für Nachhaltige Entwicklung. Der hohe Ölpreis ist letztlich eine Folge nicht nachhaltiger Politik. Nicht jedes Wachstum ist per se sinnvoll. „Wo das „Mehr“ um seiner selbst Willen gefordert wird, wo es zu Umweltzerstörung und sozialer Ausgrenzung führt, ist es kontraproduktiv“. „Es muss uns vor allem um das „Besser“ gehen“, sagte Ratsmitglied Marlehn Thieme, Deutsche Bank Stiftung und Mitglied im Rat der Evangelischen Kirche in der Eröffnungsrede vor rund 1000 Gästen in Berlin.
Prof. Dr. Klaus Töpfer, Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen und Mitglied des Rates betonte, dass vor allem eine intakte Umwelt eine wesentliche Voraussetzung für wirtschaftliches Wachstum sei. Armut sei die „giftigste Substanz in unserer Welt“. Die Leistungen der Umwelt, das natürliche Kapital seien genauso wichtig beim Überwinden von Armut wie das Human- und Finanzkapital, sagte Töpfer mit Blick auf die UN-Generalversammlung zur Erreichung der Millenniums-Entwicklungsziele.
Der Nachhaltigkeitsrat kritisiert auch die internationale Politik. Die UN werde ihre eigenen Ziele zur Armutsbekämpfung kaum erreichen, wenn alles so weiter wie bisher geht. Am Vorabend der UN Generalversammlung in New York drängt er auf mehr Verantwortung in Politik und Wirtschaft. Hierzu gibt er der Bundesregierung eine Empfehlung unter dem Titel „Welt ohne Nachhaltigkeitspolitik!“ mit auf den Weg nach New York.
Mit Blick auf den aktuellen politischen Wettbewerb in Deutschland bemängelt Hauff die beliebige Verwendung des Begriffs „nachhaltig“. In der Politik würde seine Tragweite für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands immer noch viel zu wenig anerkannt. Nachhaltigkeit sei langfristig angelegte Ressourcenwirtschaft. Diese sei beispielsweise hinsichtlich des Öls, der Produktverantwortung, der Technologieentwicklung oder der Biodiversität der Kern jeder Art von Zukunftsorientierung, weil heutige Produktions- und Konsummuster keineswegs für einen Planeten mit acht Milliarden Menschen tragfähig sind. In einem Offenen Brief an die Fraktionen des Deutschen Bundestages hatte Hauff zuvor angemahnt, dass die Fragen von Umwelt und Entwicklung sowie nach der Stellung Deutschlands im globalen Ringen um nachhaltige Wachstumsstrategien im Wahlkampf nicht verdrängt werden dürften.
Im Vorfeld der 5. Jahreskonferenz hatte der Rat für Nachhaltige Entwicklung und die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH unter dem Titel „BRICS+G – Sustainability and Growth in Brazil, Russia, India, China, South Africa and Germany“ einen internationalen Dialogprozess zu nationalen Nachhaltigkeitsstrategien in Gang gesetzt. Im Zentrum des Dialogs standen Erfahrungen mit nationalen Strategien und Prozessen der Nachhaltigkeit, die vor allem an Beispielen der Energienutzung, des Ressourcenmanagements und der sozialen Sicherung diskutiert wurden.
Zum Abschluss des Kongresses wurden die Preisträger des Fotowettbewerbs „Facing Sustainability“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Als bester Beitrag wurde u.a eine Fotoserie des Fotografen Jan Zapper gekürt. Eines seiner Portraits zeigt einen Überlebenden eines russischen Gulags, der in Schulen für Völkerverständigung und dauerhaften Frieden wirbt.
Die vier prämierten Fotos (drei Jurypreise, ein Publikumspreis) wurden von Berliner Schülern in eine tänzerische Inszenierung umgesetzt. Die Choreographie war unter der Leitung Volker Eisenachs entstanden. Bekannt ist Eisenach durch seine Zusammenarbeit an den Projekten „Education@Bphil“ und der Filmdokumentation „Rythm is it“ mit den Berliner Philharmonikern und ihrem Dirigenten Sir Simon Rattle.
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- Eisenach: ASG-Frühjahrstagung: Wem gehört das Land?
- 23.05.
- Berlin: 10. Nachhaltigkeitsforum
- 23.05.
- Berlin: Autorenworkshop für das 4. Jahrbuch Nachhaltige Ökonomie










