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"Nachhaltiges Konsumverhalten wird solange Sache einer engagierten Minderheit bleiben, wie Anreize falsch gesetzt sind und Strukturen es nicht unterstützen."

Prof. Dr. Lucia A. Reisch, Mitglied des Rates

Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung am 27.09.2010 in Berlin

„Die Uhr neu stellen: 2050“

Überblick

Die Uhr neu stellen: 2050 - © Foto: photocase/fotosearch

Mehr als 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft empfing der Rat für Nachhaltige Entwicklung auf seiner 10. Jahreskonferenz unter dem Motto „Die Uhr neu stellen: 2050“. Die größte deutsche Tagung zum Thema Nachhaltigkeit fand am 27. September 2010 im Berliner Congress Centrum (bcc) statt. Leitthema der Veranstaltung: eine Vision für das Jahr 2050 – warum sich Deutschland trotz Krisen und tagespolitischer Zwänge an langfristigen Nachhaltigkeitszielen orientieren muss. Die Bundeskanzlerin nahm Stellung zur Nachhaltigkeitspolitik der Regierung. Der im Juni 2010 neu berufene Nachhaltigkeitsrat stellte sich auf der Konferenz in seiner neuen Besetzung vor.

Programm (PDF, 1,4 MB,
Stand: 25.09.2010) | Textversion

Programm

Gesamtmoderation:

                      Nikolaus Brender, Journalist
                      Conny Czymoch, Moderatorin bei PHOENIX

08.15 Uhr    Registrierung und Begrüßungskaffee

09.00 Uhr    Eröffnung

                      Dr. Günther Bachmann
                      Generalsekretär des Rates für Nachhaltige Entwicklung

                      Begrüßung

                      Hans-Peter Repnik
                      Vorsitzender des Rates für Nachhaltige Entwicklung

09.15 Uhr    Podium mit den neuen Ratsmitgliedern

10.00 Uhr    Nachhaltigkeit und Menschenrechte*

                      Prof. Dr. Olivier de Schutter
                      UN-Sonderbeauftragter für das Recht auf Ernährung

10.30 Uhr    Pause

11.00 Uhr    parallele Themenforen

12.45 Uhr    Mittagspause

14.00 Uhr    Nachhaltigkeitspolitik der Bundesregierung

                      Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel

15.00 Uhr    Werkstatt N

15.30 Uhr    Kaffeepause

16.00 Uhr    Rio plus 20: Was vor uns liegt

                      Global Sustainability
                      Achim Steiner
                      Exekutivdirektor des UN-Umweltprogramms (UNEP)

                      anschließende Diskussionsrunde mit
                      Frank Bsirske
                      Vorsitzender der Gewerkschaft ver.di
                      MdB Andreas Jung
                      Vorsitzender des Parlamentarischen Beirates für
                      nachhaltige Entwicklung des Deutschen Bundestags
                      Gudrun Kopp
                      Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für
                      wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
                      Klaus Milke
                      Vorstandsvorsitzender Germanwatch
                      Hans-Peter Repnik
                      Vorsitzender des Rates für Nachhaltige Entwicklung

17.30 Uhr    Empfang
 

*Vortrag in englischer Sprache mit Simultanübersetzung

Parallele Themenforen (11.00 Uhr – 12.45 Uhr)

Forum 1) 2050: Wie finanziert man unternehmerische Visionen?
Nachhaltigkeit und Kapitalmarkt

Kapital ist flüchtig. Es gibt zwar einen Trend zur Nachhaltigkeit – doch ist er stark genug, um wirkungsvolle Zukunftsinvestitionen zu finanzieren? Im Forum werden Alternativen zu der Unternehmensbewertung mit kurzatmigen Quartalszahlen diskutiert.

Prof. Dr. Dr. h.c. Jörg Baetge, Leiter des Forschungsteams an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

Ralf Frank, Geschäftsführer der Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management (DVFA)

Claudia Kruse, Senior Governance und Sustainability-Spezialistin bei der APG All Pension Group

Thorsten Pinkepank, Head of Sustainability Coordination der BASF

Moderation: Marlehn Thieme, Mitglied des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Direktorin der Deutschen Bank AG, stellvertretende Vorsitzende des Rates für Nachhaltige Entwicklung

Forum 2) Carl-von-Carlowitz-Vorlesung 2010: „Wirtschaft. Wissenschaft. Nachhaltigkeit“

Führen uns gegenwärtige Paradigmen der Wirtschaftswissenschaft in eine nachhaltige Zukunft? Prof. Dr. Carlo C. Jaeger, Leiter des Forschungsfeldes
Transdisziplinäre Konzepte und Methoden am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), setzt die Carl-von-Carlowitz-Vorlesungen fort und stellt das Verhältnis von Wirtschaftswissenschaft und Nachhaltigkeit auf den Prüfstand. In der Carl-von-Carlowitz-Vorlesung, benannt nach dem Schöpfer des deutschen Nachhaltigkeitsbegriffs, diskutieren herausragende Wissenschaftler über Grundlagen, Wege und Selbstverständnis einer nachhaltigen Entwicklung.

Einführung und Moderation: Prof. Dr. Lucia Reisch, Copenhagen Business School/Hochschule Calw, Rat für Nachhaltige Entwicklung

Forum 3) 2050: Die Zukunft der Städte

Leere Kassen, demografischer Wandel, Globalisierungsdruck und Klimaveränderungen – die Städte stehen vor einem tief greifenden Wandel. Eine Politik, die das Morgen mitdenkt, eröffnet jedoch auch neue Chancen. Was bedeutet der Blick auf das Jahr 2050 für Kommunalpolitik heute? Welche Weichen müssen die Städte jetzt stellen? Wie können sie ihre Handlungsspielräume erweitern?

Ulrich Mädge, Oberbürgermeister der Stadt Lüneburg

Hep Monatzeder, Dritter Bürgermeister der Landeshauptstadt München

Heiko Rosenthal, Bürgermeister und Beigeordneter der Stadt Leipzig

Werner Spec, Oberbürgermeister der Stadt Ludwigsburg

Moderation: Conny Czymoch, Moderatorin bei PHOENIX

Forum 4) Qualität der Arbeit – Qualität des Sozialstaates

Die Arbeitswelt hat sich grundlegend verändert. Sie verlangt von den Menschen ein großes Maß an Flexibilität und Mobilität. Viele spüren das als Belastung. Große Teile der Bevölkerung sind armutsgefährdet. Wie müssen die Erwerbsarbeit, die Arbeitswelt und der Sozialstaat aussehen, um den Menschen gerecht zu werden, sozialen Zusammenhalt und Teilhabe zu ermöglichen?

Hans-Joachim Fuchtel, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Arbeit und Soziales

Prof. Dr. Kerstin Jürgens, Universität Kassel, Leiterin des Fachgebiets Mikrosoziologie

Michael Kauch, MdB, Vorsitzender des Bundesfachausschusses Soziales der FDP, Mitglied des Parlamentarischen Beirats für nachhaltige Entwicklung des Deutschen Bundestags

Michael Vassiliadis, Vorsitzender IG BCE, Rat für Nachhaltige Entwicklung

Moderation: Kirsten Frohnert, IFOK

Forum 5) Das Menschenrecht auf Ernährung als Prüfstein nachhaltiger Entwicklung

Hunger und Armut nehmen weltweit zu. Armut ist immer noch ein starkes Umweltgift. Was muss eine Nachhaltigkeitspolitik national wie international tun, wenn sie das Recht auf Ernährung zur Richtschnur ihres Handelns macht?

Dr. Jeroen Bordewijk, Präsident der Sustainable Agriculture Initiative und Mitglied der Expertengruppe zum Peer Review der deutschen Nachhaltigkeitspolitik

Bernt Farcke, Leiter der Unterabteilung Nachhaltigkeit, Nachwachsende Rohstoffe im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Cornelia Füllkrug-Weitzel, Direktorin für Ökumenische Diakonie im Diakonischen Werk der EKD

Prof. Dr. Olivier de Schutter, UN-Sonderbeauftragter für das Recht auf
Ernährung

Moderation: Dr. Minu Hemmati

Format: Fishbowl
Diskussion z.T. in englischer Sprache mit Simultanübersetzung

Forum 6) „Was Ihr wollt“ – Das Partizipationsexperiment:
Bildung und Nachhaltigkeit

Das Thema ist gewählt: Bildung und Nachhaltigkeit

Um ein hohes Maß an Interaktion zu ermöglichen, werden die beiden Ratsmitglieder mit den gewählten Vertretern und weiteren im Plenum anwesenden Experten das Thema diskutieren. Grundlegende Strukturen sind in der vorausgegangenen Diskussion im Internet gelegt worden.

Walter Hirche, Präsident der Deutschen UNESCO-Kommission, Rat für Nachhaltige Entwicklung

Dr. Eric Schweitzer, Vorstandsmitglied ALBA AG, Präsident der Berliner Industrie- und Handelskammer, Rat für Nachhaltige Entwicklung

Natasha Walker und Stephan Pernau, gewählte Teilnehmervertreter

Moderation: Markus Heidmeier, Kooperative Berlin

Format: Fishbowl

Wegen der hohen Zahl der Anmeldungen können wir leider keine neuen Teilnehmer aufnehmen. Angemeldete können sich aber weiterhin im Teilnehmerbereich an der Diskussion beteiligen.

KONFERENZMANAGEMENT

lab concepts GmbH
Tel. 0228 2498110
RNE-Jahreskonferenz-2010@lab-concepts.de

Dokum.

Meldungen zum Thema:

Fotos

Bildergalerie zur 10. Jahreskonferenz des Rates am 27. September 2010 in Berlin

Zum Vergrößern und Herunterladen hochauflösender Fotodateien bitte auf die Vorschaubilder klicken.

Download aller 60 Fotos als ZIP-komprimiertes Archiv (184MB)

Weitere Bilder der Auszeichnungen mit dem Qualitätslabel „Werkstatt N“ auf der Jahreskonferenz des Rates finden Sie hier.

Fotos: Rainer Lutter, Andrea Linß-Stelte, LIBOMEDIA
© Rat für Nachhaltige Entwicklung

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Videos zur 10. Jahreskonferenz des Rates am 27. September 2010 in Berlin

© Rat für Nachhaltige Entwicklung

Repnik: Keine Kompromisse bei Erneuerbaren

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Hans-Peter Repnik, der Vorsitzende des Rates für Nachhaltige Entwicklung, hat auf dessen 10. Jahreskonferenz am 27. September in Berlin die Bundesregierung zu einem kompromisslosen Ausbau der erneuerbaren Energien gemahnt. Es dürfe nicht zu einem Erosionsprozess kommen, in dem Lobby-Interessen die ambitionierten deutschen Klimaziele zu erneuerbaren Energien und Energieeffizienz abschwächten. Repnik sicherte Bundeskanzlerin Merkel die Unterstützung des Nachhaltigkeitsrates bei der Durchsetzung dieser Ziele gegen Lobby-Interessen zu.

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Merkel: Reform der UN-Umweltpolitik drängt

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Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am 27. September auf der 10. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE) in Berlin den Startschuss für einen Bürgerdialog zur Fortschreibung der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie Deutschlands gegeben und sich für eine Aufwertung des UN-Umweltprogramms UNEP zu einer vollwertigen UN-Organisation ausgeprochen. Die internationale Umweltpolitik, sagte Merkel, müsse den Erfordernissen des 21. Jahrhunderts angepasst werden und den gleichen Rang wie die internationale Gesundheits- oder Handelspolitik erhalten.

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Steiner: "Deutschlands Beispiel enorm wichtig"

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Der Exekutivdirektor des UN-Umweltprogramms UNEP, Achim Steiner, hat Deutschland auf der Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung am 27. September 2010 in Berlin aufgefordert, der Welt als Beispiel zu dienen. Die Diskussion um Energiepolitik, die gerade in Deutschland geführt werde, habe großen Einfluss auf die Entwicklung in vielen anderen Ländern. Deutschland habe aufgrund seiner Möglichkeiten und seiner gegenwärtigen wirtschaftlichen Erholung keinen Grund, seine Anstrengungen für einen klimafreundlichen Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft zu verringern.

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Carl-von-Carlowitz-Vorlesung: Prof. Carlo Jaeger, Potsdam Institut für Klimafolgenforschung

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Prof. Carlo Jaeger vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) analysierte am 27.09.2010 auf der Jahreskonferenz des Nachhaltigkeitsrates das Verhältnis zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Nachhaltigkeit. Er legte dar, warum das ökonomische Paradigma angesichts der Herausforderung der Nachhaltigkeit weiterentwickelt werden muss – und zeigte auf, wie das geschehen kann. Jaeger ist Leiter des Forschungsfeldes Transdisziplinäre Konzepte und Methoden am PIK, Professor für Modellierung sozialer Systeme an der Universität Potsdam und Professor für Risikomanagement an der Beijing Normal University. Er setzte die im Jahr 2009 von dem Ökologiewissenschaftler Prof. Wolfgang Haber eröffnete Carl-von-Carlowitz-Vorlesungsreihe des Nachhaltigkeitsrates fort.

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Presse

Digitale Pressemappe: 10. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung in Berlin (27.09.2010)

Hier können Sie die digitale Pressemappe zur 10. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung in Berlin in drei ZIP-komprimierten Dateien mit allen Dokumenten und Fotos herunterladen oder alternativ auch die einzelnen Dokumente der Pressemappe.

Stand: Mo., 06.12.2010

Alle Dokumente der Pressemappe in drei Dateien:

Download der Dokumente, Stand: Mo., 06.12.2010
(ZIP-komprimiertes Archiv, 5,1MB, 18 Dateien)

Download der Pressefotos zur Jahreskonferenz, Stand: Fr., 12.11.2010
(ZIP-komprimiertes Archiv, 184MB, 60 JPG-Dateien)

Download der Pressefotos zu Werkstatt N, Stand: Fr., 12.11.2010
(ZIP-komprimiertes Archiv, 130MB, 37 JPG-Dateien)

Einzeldokumente der Pressemappe:

Pressefotos:

Die in der Pressemappe enthaltenen Fotos sind hochauflösende, druckfähige Versionen der Fotos, die Sie in unserer Bildergalerie zur Konferenz bzw. in der Bildergalerie zum Qualitätslabel „Werkstatt N“ auf der Jahreskonferenz einsehen und von dort aus bei Bedarf auch einzeln herunterladen können. Klicken Sie dazu bitte in der Bildergalerie auf ein Vorschaubild. In der sich dann öffnenden Großansicht des Bildes finden Sie einen Link zur hochauflösenden JPG-Fotodatei.

nachhaltig2.0

nachhaltig 2.0

Die Jahreskonferenz wird nach Kriterien der Nachhaltigkeit durchgeführt. Im vergangenen Jahr haben wir Ansätze zum nachhaltigen Veranstaltungsmanagement ausgewertet und auf die spezifischen Bedingungen unserer Jahreskonferenz und des Veranstaltungsortes weiterentwickelt. Auf diesen Erfahrungen aufbauend ergänzen wir in diesem Jahr diese Ansätze.

Auch in diesem Jahr sind wir an Ihrer Meinung interessiert. Welche Maßnahmen haben Sie im vergangenen Jahr als Teilnehmende der Konferenz bemerkt? Gab es aus Ihrer Sicht positive Effekte oder fühlten Sie sich beeinträchtigt? Wir freuen uns über Ihr Feedback an
RNE-Jahreskonferenz-2010@lab-concepts.de.

Bis zur Veranstaltung werden Sie an dieser Stelle fortlaufend neue und aktuelle Informationen zur Weiterentwicklung des Konzeptes zum nachhaltigen Veranstaltungsmanagement finden.

Einzelbausteine des nachhaltigen Veranstaltungsmanagements

Einladungsmanagement

Umsetzung einfach
Kosten null
Effekt hoch

2009 haben wir auf den Druck und Versand von Einladungen zur Konferenz verzichtet. Allerdings hatten wir uns die Option offen gehalten bei zu geringen Anmeldezahlen Einladungen nachzudrucken. Um möglichst kurzfristig in der Lage zu sein aus dem Web-Programm eine Druckversion zu erstellen, hatten wir das Design entsprechend angepasst. Einige wenige Einladungen haben wir 2009 per Post versendet, da uns keine E-Mail Adressen vorlagen, auf die sonst übliche große Aussendung konnten wir verzichten.

Dieser Ansatz hat sich bewährt. Wir werden deshalb auch zur 10. Jahreskonferenz bis auf einzeln versendete Briefe ausschließlich per Mail und über den Newsletter einladen. Wenn Sie noch nicht im Einladungsverteiler sind, oder diese Information an Ihre Partner versenden möchten schicken Sie uns bitte eine E-Mail an RNE-Jahreskonferenz-2010@lab-concepts.de.

CO2-Bilanz

Abstimmungsboxen für das Mobilitätsverhalten auf der 10. Jahreskonferenz des Rates - Foto: Rainer Lutter, LIBOMEDIA, © Rat für Nachhaltige Entwicklung

Wir haben CO2-Bilanzen für die Jahreskonferenzen 2009 und 2010 von unabhängigen Instituten berechnen lassen. Der größte Faktor ist jeweils die An- und Abreise der Teilnehmer. Um diese noch exakter berechnen zu können, haben wir die Teilnehmer der Jahreskonferenz gebeten, nach der Veranstaltung mit dem Einwurf der Namensschilder in die entsprechenden Abstimmungsboxen ihr Mobilitätsverhalten zu dokumentieren. 2010 wurde zusätzlich für Flugreisen und Autoanfahrten die Distanz abgefragt.

Über den Verkauf der Bahn-Jahreskonferenztickets haben wir sehr detaillierte anonymisierte Informationen über die Entfernungen bekommen. Diese Tickets konnten wir über die Deutsche Bahn CO2-neutral stellen.

Mit den endgültigen Daten hat First Climate die CO2-Bilanz im November noch einmal nachjustiert. Hier stellen wir Ihnen die Emissionsberechnung (PDF, 271 KB) und den Kurzvergleich zwischen den Berechnungen der Jahreskonferenzen 2009 und 2010 (PDF, 92 KB) zur Verfügung.

Anreise

Umsetzung einfach
Kosten gering
Effekt hoch

Um Sie optimal bei einer umweltbewussten Anreise zu unterstützen, haben wir auch 2010 mit der Deutschen Bahn kooperiert und konnten Ihnen als Veranstalter das CO2-freie Veranstaltungsticket anbieten. Dabei wird die für Ihre Reise benötigte Energie ausschließlich aus deutschen erneuerbaren Energiequellen bezogen.

Mit dem Mobilitätsrechner können Sie Ihre individuelle CO2-Bilanz und Ihre eingesparte Menge ermitteln: www.bahn.de/p/view/buchung/auskunft/ueb2_adresse.shtml

Hier finden Sie nähere Informationen zur Anreise.

Übernachtung

Umsetzung handhabbar
Kosten null/gering
Effekt niedrig

Im vergangenen Jahr haben wir bereits versucht, ein Hotel ausfindig zu machen, das nach der Umweltmanagementnorm zertifiziert ist und ggf. seinen Gästen Ausgleichsmaßnahmen für nichtvermeidbare Emissionen anbietet. Laut Auskunft der Tourismuszentrale Berlin sind solche Hotels noch sehr wenig nachgefragt und daher bietet kaum ein Hotel in Berlin diesen Service an. Die Recherche für die 10. Jahreskonferenz ergab wenig Neues. Daher haben wir für die Referenten wieder ein Kontingent an Zimmern im Park Inn am Alexanderplatz gebucht, von wo aus der Veranstaltungsort in wenigen Minuten zu Fuß zu erreichen ist. Wir hoffen aber, dass sich durch die wiederholte Nachfrage nach zertifizierten Hotels dieser Standard in Berlin bald durchsetzt.

Sollten Sie bei der Auswahl eines Hotels Hilfe benötigen, finden Sie auf der Seite der Green Meetings Berlin Anbieter, die bereits aktiv ökologisch nachhaltige Maßnahmen umsetzen und sich zu einem verantwortlichen Einsatz natürlicher Ressourcen verpflichtet haben.

Digitales Informationsangebot

Umsetzung einfach
Kosten null
Effekt hoch

2009 haben wir zum ersten Mal auf Konferenzmappen als Information für die Teilnehmenden verzichtet. So haben wir fast 60.000 DIN-A4-Kopien vermieden. Anstelle der sonst üblichen Mappen hatten wir den Teilnehmern für den Transport ihrer Materialien (Peer Review, Bürger initiieren Nachhaltigkeit (BIN), Mission Sustainability) umweltfreundlich und fair produzierte Baumwolltaschen mit dem RNE-Logo bereitgestellt, die auch nach der Veranstaltung z.B. beim Einkaufen gute Dienste leisten.

Wir haben die sonst üblichen Informationen aus den Mappen vorab digital bereit gestellt und unbedingt notwendige Informationen, wie das aktuelle Programm und die Raumpläne, komprimiert dargestellt und Ihnen ausgehändigt. Unser Eindruck ist, dass Sie mit diesem neuen Service sehr gut zurechtgekommen sind, daher werden wir auch in diesem Jahr versuchen, möglichst viele Kopien zu vermeiden.

In den kommenden Wochen werden Sie an dieser Stelle alle wichtigen Dokumente zur Konferenz finden. Alle nicht vermeidbaren Kopien werden auf vom FSC (Forest Stewardship Council) zertifiziertem Papier doppelseitig gedruckt.

Catering

Umsetzung einfach
Kosten mäßig
Effekt mittel

Das Angebot an Speisen und Getränken während der Konferenz ist wie in den vergangenen Jahren saisonal ausgerichtet, aus ökologischem Anbau und fair gehandelt.

Es wird besonders darauf geachtet, dass vorrangig Produkte verarbeitet werden, die aus der Region Berlin-Brandenburg kommen.

Für das Catering werden ausschließlich ökologisch vorteilhafte Verpackungen, d.h. Nachfüllgrößen und Mehrwegverpackungen, genutzt werden, um Abfall zu reduzieren. Der Caterer kauft den angebotenen Fisch gemäß der Empfehlung des „Einkaufsratgebers Fische & Meeresfrüchte“ des WWF ein.

Auch bei diesem Thema hat der gezielte Einsatz von Ressourcen oberste Priorität. Wegen der großen Teilnehmerzahl war im letzten Jahr das Mittagessen so genau kalkuliert, dass keinerlei Reste übrig blieben. Lediglich beim Abendbuffet sind Speisen an die gemeinnützige Berliner Tafel e.V. abgegeben worden. Wir werden versuchen, in diesem Jahr noch genauer zu kalkulieren und das Angebot der Speisen am Abend verringern. Die übrigen Speisen werden dann aber wieder an die Tafel weitergegeben.

Wir werden in diesem Jahr auf Ihren vielfach geäußerten Wunsch hin den Anteil des vegetarischen Angebotes beim Catering erhöhen, und zusätzlich für den kleinen Hunger saisonales Obst aus der Region anbieten.

Die in der Küche entstandenen Bioabfälle werden durch den Entsorger zu Biogas und dann zu Strom und Wärme verarbeitet. Außerdem wird durch den Gebrauch innovativer Küchentechnologie, wie z.B. Induktionskochfelder und wassersparende Geschirrspüler mit Energierückgewinnung der frühere Energiebedarf um bis zu 40% gesenkt.

Bereits auf der Jahreskonferenz 2009 wurde Leitungswasser anstelle von Mineralwasser angeboten. Foto: Rainer Lutter, LIBOMEDIA, © Rat für Nachhaltige Entwicklung

Unsere Initiative, Leitungswasser statt Mineralwasser anzubieten, wurde im letzten Jahr von den Teilnehmern und von den Medien ausgesprochen positiv angenommen.

Der Konferenzort

Umsetzung einfach
Kosten null/gering
Effekt hoch

Das bcc

Das bcc liegt zentral und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut erreichbar. Bei dem Umbau 2003 wurde viel Wert auf Nachhaltigkeit gelegt. 90% der Tagungsräume sind mit Tageslicht und wärmereflektierender Außenverschattung ausgestattet und gleichzeitig verläuft die Regulierung der lüftungstechnischen Anlagen energiebewusst mittels einer zentralen Gebäudeleittechnik.

Das bcc verwendet in den Waschräumen ausschließlich WC- und Hygienepapiere aus wiederaufbereiteten Altpapieren. Sensor- und zeitgesteuerte Armaturen sowie moderne Start-/Stop-Toilettenspülungen helfen, Wasser zu sparen. Die Reinigung des gesamten Hauses erfolgt mit zertifizierten Reinigungsmitteln ohne ökotoxikologische Inhaltsstoffe. Um das Engagement kontinuierlich zu verbessern, ist das bcc eingetragenes Mitglied der von der Berlin Tourismus Marketing GmbH ins Leben gerufenen Initiative „Green Meetings“.

Die Energieversorgung

Bei unserer Planung und Durchführung steht die Vermeidung von unnötigem Energie- und Ressourcenverbrauch im Vordergrund. Dass wir alle Möglichkeiten des Stromsparens nutzen, zeigen einige Beispiele: Die Hausbeleuchtung des bcc erfolgt über moderne, energiesparende Leuchtstoffmittel und wird zentral und teilweise sensorgesteuert. Durch die Umstellung auf neueste IT- und Servertechnologie wurde die Anzahl der Server und somit der Stromverbrauch und die benötigte Kühlung erheblich reduziert.

Zusätzlich hatten wir auch schon im vergangenen Jahr das bcc gebeten, mit seinem Stromversorger Vattenfall einen Sondervertrag für die Durchführung der RNE-Jahreskonferenz abzuschließen und für diesen Tag Strom aus regenerativen Energien einzukaufen. Leider war dies wegen des langfristigen Liefervertrages laut Auskunft von Vattenfall nicht möglich. Alternativ wurden uns RECS-Zertifikate zum Kauf angeboten. Diese Situation hat sich in diesem Jahr nicht geändert. Nach nochmaliger Prüfung der Sachlage zu den angebotenen RECS-Zertifikaten haben wir uns entschlossen, auch in diesem Jahr diese Zertifikate zu erwerben.

Uns sind die kritischen Argumente gegen diese Form der Zertifizierung bekannt, die u.a. im Greenpeace-Artikel „Was Greenpeace Energy an RECS-Zertifikaten kritisiert“ (PDF, greenpeace.de) beschrieben werden. Vattenfall nahm auf unsere Bitte hin Stellung zu dieser Kritik (PDF, 108 KB). Diese Anmerkungen haben uns bei der Entscheidung nicht befriedigt. Daher haben wir das Öko-Institut um Rat gebeten, das uns folgende Stellungnahme geschickt hat:

„Tatsächlich bieten sich bei solchen Einzel-Veranstaltungen für Sie als Ausrichter bzw. Teilnehmer in aller Regel zwei Möglichkeiten an, um Ihren Energiebedarf ökologischer darzustellen - entweder CO2-Kompensation oder handelbare Herkunftsnachweise wie bspw. RECS-Zertifikate (...) Zur Frage Kompensation oder Herkunftsnachweise stellen Herkunftsnachweise insofern die sinnvollere Alternative dar, da Sie (bei einer sinnvollen Auswahl) ebenfalls auf die direkte Vermeidung von Emissionen abzielen statt auf deren nachträgliche Kompensation. Die Kritik an RECS basiert zu weiten Teilen darauf, dass diese oft aus alten abgeschriebenen Anlagen stammen und in diesem Fall mit ihrem Bezug in aller Regel keine Ausbauwirkung auf EE verbunden ist. Dass das bei den sonst üblichen sogenannten vertraglichen Lieferungen aus alten EE-Anlagen genauso der Fall ist, wird hier leider vernachlässigt. Entscheidend ist also eine gezielte und sinnvolle Auswahl der Kraftwerke, für welche die Herkunftsnachweise ausgestellt wurden.“
Dominik Seebach, Öko-Institut e.V.

Nach Abwägen der Argumente ist für den Kauf der Zertifikate für uns die Information von Vattenfall ausschlaggebend, dass die uns zum Kauf angebotenen RECS-Zertifikate aus neu gebauten Anlagen stammen, die keine staatliche Förderung erhalten haben.

Die im Vorjahr vom bcc zusätzlich als sichtbares und bildliches Zeichen gepflanzten Obstbäume in der angrenzenden Kindertagesstätte "Traumzauberbaum" wandeln natürlich auch in diesem und in den Folgejahren CO2 in leckere Früchte um.

Darüber hinaus lassen wir derzeit zusätzlich den CO2-Verbrauch der Konferenz berechnen. Dazu ziehen wir die Werte des vergangenen Jahres heran, werden aber nach der Konferenz eine Überprüfung dieser durchführen, um so ggf. noch genauere Berechnungen zu ermöglichen. Dazu benötigen wir allerdings Ihre tatkräftige Mithilfe.

Die Ausstattung

Bei der Ausstattung der Jahreskonferenz verwenden wir weitestgehend das vorhandene Mobiliar und die bcc-Technik. Zudem nutzen wir die in allen Veranstaltungsräumen des bcc fest installierte Konferenztechnik. So minimieren wir die Transporte.

Desweiteren wird die Foyer-Beleuchtung beim Abendempfang in diesem Jahr durch energiesparende LED-Floors realisiert.

Mülltrennstationen im bcc ermöglichen es, den Müll ordnungsgemäß zu entsorgen.

Unser Servicegedanke beinhaltet auch, Ihnen die Orientierung im bcc zu erleichtern. Neben den Hostessen, die Ihnen jederzeit gerne den Weg zeigen werden, setzen wir dabei auf ein effizientes Leitsystem. Seit dem vergangenen Jahr verzichten wir dabei auf die Produktion von Forexschildern, stattdessen wird recycelbarer Displaykarton genutzt.

Neben dem Wegeleitsystem finden Sie an der einen oder anderen Stelle Banner oder Hintersetzer, die bei den Jahreskonferenzen und anderen Veranstaltungen des Rates verwendet werden.

Bühnengestaltung

Umsetzung einfach
Kosten null/gering
Effekt nicht bewertbar
Bühnenszene auf der 9. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung - Foto: Rainer Lutter, Andrea Linß-Stelte, LIBOMEDIA, © Rat für Nachhaltige Entwicklung

Zu jeder Veranstaltung gehört natürlich auch das entsprechende Ambiente auf der Bühne. Seit vier Jahren haben wir ein sehr reduziertes Bühnenbild und arbeiten mit Materialien, die wir möglichst oft wiederverwenden. Die Motive der vergangenen Jahreskonferenzen schmücken die Räume der Geschäftsstelle des Rates.

Die Blumen für die Bühne sind aus saisonalem Angebot, fair gehandelt. Blumen aus ökologischem Anbau konnten wir leider im vergangenen Jahr nicht beschaffen, da ein solches Angebot wegen bisheriger zu geringer Nachfrage nicht vorhanden war. Wir werden es aber auch in diesem Jahr versuchen und Ihnen berichten, ob sich die Angebotssituation geändert hat.

Zudem achten wir darauf, dass bei der Blumendekoration, wenn importierte Blumen angeboten werden, diese mit dem FLP-Siegel (Flower Label Programme) zertifiziert sind. Im letzten Jahr haben wir jedoch gänzlich auf Importblumen verzichtet und ausschließlich Blumen aus saisonalem und regionalem Angebot verwendet.

Namensschilder

Umsetzung einfach
Kosten null/gering
Effekt niedrig

Bisher gibt es in Deutschland keine gute Alternative zu Plastik-Badges. Entweder ist die Anschaffung sehr teuer oder aber die Schilder sind nur zum Teil recycelbar, was den Entsorgungsprozess unverhältnismäßig kompliziert gestaltet. Daher bleiben wir bei den Plastikschildern und verwenden die aus den vergangenen Jahren wieder. Im vergangenen Jahr hatten wir Sie gebeten, uns über die Rückgabe Ihres Badges mitzuteilen, wie Sie angereist sind. Dafür hatten wir eigens Wahlurnen aufgestellt, in die Sie Ihr Namensschild werfen konnten. So haben wir aussagekräftige Informationen für die Berechnung des CO2-Austoßes für die Veranstaltung bekommen und sehr viel mehr Schilder zurückbekommen als üblich. Danke dafür! Auch in diesem Jahr möchten wir über Ihr Namensschild mehr über Ihre Anreise zur Konferenz erfahren. Wir werden dafür wieder am Ende der Veranstaltung am Eingang Boxen bereithalten und bedanken uns, schon mal an dieser Stelle für Ihre Unterstützung.

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Teilnehmerbereich Forum 6: „Was Ihr
wollt“ - Das Partizipationsexperiment

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