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"Nachhaltigkeit heißt vor allem, über die momentane Nützlichkeit hinaus langfristig zu denken und entsprechend Zukunftsverantwortung zu übernehmen."

Alois Glück, Mitglied des Rates

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Logo: Deutscher Nachhaltigkeitskodex
Foto-Collage: Turbinenmontage/Finanz-Chart mit Bleistift - © Bosch/klosko, photocase.com

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung hat den Deutschen Nachhaltigkeitskodex (PDF, 2076 KB) in seiner Sitzung am 13.10.2011 einstimmig beschlossen. Das Instrument wurde mit der Empfehlung an die Bundesregierung überstellt, sich das Projekt zu eigen zu machen.

Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex macht Nachhaltigkeitsleistungen der Unternehmen in einer Datenbank sichtbar, mit einer höheren Verbindlichkeit transparent und vergleichbar. Eine eigenständige Projekt-Webseite zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex ging im Mai 2013 online. Der Rat für Nachhaltige Entwicklung verbreitert mit der DNK-Datenbank, die im Rahmen eines Projektes des SBI vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wurde, die Basis für die Umsetzung von Nachhaltigkeit. Der Nachhaltigkeitskodex eignet sich für Unternehmen jeder Größe und Rechtsform.

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel würdigte am 25.06.2012 in ihrer Rede bei der Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung den Deutschen Nachhaltigkeitskodex. Er sei eine gute Orientierung für nachhaltiges Wirtschaften: „Die Bundesregierung unterstützt diesen Kodex. Wir werben dafür, dass ihn auch noch mehr Unternehmen anwenden.“

Einige Statements weiterer Personen und Institutionen verdeutlichen das Wirkungspotenzial des Instruments:

„Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex ist - neben vielen anderen Möglichkeiten der Darstellung unternehmerischer Sozialverantwortung - ein gutes Instrument, mit dem eine nachhaltige Unternehmensführung dokumentiert werden kann. Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex ist ein sinnvolles Instrument, um die Bemühungen der deutschen Wirtschaft für eine nachhaltige Entwicklung noch stärker zu unterstützen. Unternehmen erhalten eine verlässliche und vor allem freiwillige Grundlage, anhand derer sie ihre Aktivitäten evaluieren, ausbauen und glaubhaft kommunizieren können. In Berlin wird sich die IHK auch künftig dafür einsetzen, das Thema Nachhaltigkeit in der Wirtschaft voranzutreiben. Der Kodex wird dabei gute Dienste leisten."

Dr. Eric Schweitzer, Ehemaliges Mitglied des Rates für Nachhaltige Entwicklung und Präsident der IHK Berlin

"Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex gibt den Untenrehmen einen kräftigen Impuls für mehr Transparenz und nachhaltige Verantwortung. Besonders positiv ist es, dass der Deutsche Nachhaltigkeitskodex in einem umfassenden Dialog entwickelt wurde - initiiert vom Rat für Nachhaltige Entwicklung und getragen von vielen unterschiedlichen Beteiligten. Jetzt geht es darum, die begonnene Zusammenarbeit konsequent voranzutreiben, damit möglichst viele Unternehmen den Deutschen Nachhaltigkeitskodex in der Praxis anwenden. Die REWE Group wird sich auch weiterhin aktiv engagieren und setzt damit - gerade mit Blick auf die aktuelle Diskussion über eine europäische Nachhaltigkeitsstrategie auf die Prinzipien der Transparenz, Glaubwürdigkeit, Verantwortung und Freiwilligkeit."

Alain Caparros, Vorstandsvorsitzender der REWE Group

" Der politische Mehrwert des Deutschen Nachhaltigkeitskodex für große, global operierende Unternehmen ist nicht zu bestreiten. Sie betreiben einen erheblichen Aufwand, den sehr unterschiedlichen Informationsanforderungen von Investoren gerecht zu werden. Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex ist sehr gut geeignet, eine Vereinheitlichung herbei zu führen. Es steht Deutschland gut an, hier Vorreiter zu sein. Kleine und mittlere Unternehmen, für die Managementsysteme und vorgegebene Berichtsformate nicht geeignet sind, können gleichwohl aus den Ansätzen des Nachhaltigkeitskodex wichtige und hilfreiche Anregungen für nachhaltiges Wirtschaften schöpfen."

Peter Clever, Mitglied der Hauptgeschäftsführung der BDA

„Mit dem DNK ist für Unternehmen aller Rechtsformen ein Instrument geschaffen, dass Transparenz über die Nachhaltigkeit und damit Qualitätsvergleiche erlaubt. Mit den richtigen Rahmenbedingungen wird der Kodex im Kapitalmarkt und bei allen Stakeholdern klar positive Wirkungen zeigen.“

Christian Strenger, Aufsichtsratsmitglied bei DWS Investment, Fraport, Tui

"Mit dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex haben Wirtschaft, Gesellschaft und Branchen nun Transparenz und Orientierung für die Bewertung aber auch für die Entwicklung nachhaltiger Lösungen, Strategien und Produkte. So können nun auch nicht börsennotierte Unternehmen ihre nachhaltige Unternehmensführung glaubwürdig anhand global gültiger Kriterien darstellen. Unseren Kunden und Partnern geben wir damit detaillierten Einblick in unsere nachhaltige Unternehmensstrategie und die damit verbundenen Handlungsfelder."

Michael Söffge, Geschäftsführer der Steinbeis Papier GmbH 

„Nachhaltigkeit ist heute wichtiger denn je – umso mehr ist das Engagement des Rats für nachhaltige Entwicklung zu begrüßen. Für uns als Verband kommunaler Unternehmen gehört nachhaltiges Wirtschaften seit jeher zu unserem Selbstverständnis. Der Nachhaltigkeits-Kodex ist dabei ein interessantes Instrument für die Kommunalwirtschaft, da er nachhaltiges Handeln transparent macht. Wer die Zukunft gestalten will, muss heute damit beginnen. Und wo geht das besser als vor Ort, in den Kommunen.“

Hans-Joachim Reck, Hauptgeschäftsführer VKU

Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex beschreibt in 20 Kriterien mit je bis zu zwei Leistungsindaktoren Aspekte der Ökologie, Sozialem und der Unternehmensführung (ESG). Er enthält außerdem einen Kommentar, der die Schritte zur Entsprechenserklärung beschreibt sowie Begriffe definiert. Zur Orientierung wird ein Template (Word/DOC, 196 KB) zur Verfügung gestellt. Zur Erstellung der Entsprechenserklärung erstellt die Geschäftsstelle interessierten Unternehmen und Organisationen ein Unternehmensprofil, das Zugang zu einer Eingabeoberfläche der Daten und Kurzberichte in die Datenbank verschafft.

Nach umfangreichen Vorarbeiten auf Expertenebene hatte der Nachhaltigkeitsrat am 29.11.2010 einen ersten Entwurf für den Deutschen Nachhaltigkeitskodex vorgelegt und die Öffentlichkeit und alle Unternehmen zu einem Dialog darüber eingeladen. Bis zum Ende der Dialogphase am 25.02.2011 wurden knapp achtzig Stellungnahmen und Diskussionsbeiträge eingereicht. In einem Qualifizierungs-Workshop mit Unternehmen am 09.05.2011 und durch Erfahrungen in der Anwendung des Kodex in einer Praxisphase von Juni bis August 2011 wurde der Entwurf stetig weiter entwickelt. Die aggregierten Ergebnisse der Praxisphase und die daraus resultierenden Änderungen im Kodexentwurf finden Sie in einer zusammenfassenden Präsentation (PDF, 219 KB) von Prof. Dr. Alexander Bassen.

Die Frage nach dem Geltungsbereich des Kodex und der Implementierung wurde in einem Multistakeholderforum am 26.09.2011 in Frankfurt a.M. öffentlich diskutiert. Diese Diskussion floss in die beschlussfassende Sitzung des Nachhaltigkeitsrates am 13. Oktober ein.

Weiter gehende Informationen zur Konzeption des Kodex, seinen Anliegen, den zentralen Diskussionspunkten im Entstehungsprozess und den Alternativen z.B. hinsichtlich der Verankerung des Kodex, finden Sie in einer Zusammenfassung (PDF, 340 KB) von Prof. Dr. Alexander Bassen von der Universität Hamburg. Er nimmt aktuell eine Sachstandanalyse und Bewertung des Nachhaltigkeitskodex ein Jahr nach der Einführung vor. Ein Zwischenstand der Analyse wurde beim Multistakeholderforum am 30.11.2012 in Berlin vorgestellt. Ihm sei an dieser Stelle für seine wissenschaftliche Begleitung herzlich gedankt.

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