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"Nachhaltigkeit als Leitidee im Handeln braucht bessere Bildung als Basis, dazu mehr Aktionspartnerschaften und Praxisbeispiele, lokal, regional und international."

Walter Hirche, Mitglied des Rates

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Generationendialog in der Praxis –
Bürger initiieren Nachhaltigkeit

Wettbewerb zum Generationendialog
Preisträger in Berlin geehrt

Auszeichnung des Projekts Wohnverwandtschaften als Leuchtturmprojekt des Wettbewerbs - © Rat für Nachhaltige Entwicklung

Die Bundesregierung und der Rat für Nachhaltige Entwicklung haben am 27.05.09 in Berlin die 40 Sieger des Bundeswettbewerbs "Generationendialog in der Praxis - Bürger initiieren Nachhaltigkeit" geehrt. Zehn besonders herausragende Initiativen aus diesem Kreis würdigten sie als "Leuchtturm-Projekte". Fotogalerie der Preisverleihung

Die Mitglieder der 40 ehrenamtlichen Gruppen aus dem gesamten Bundesgebiet zeichnen sich durch vorbildliches Engagement für das Miteinander von jung und alt aus. Mit hohem persönlichem Einsatz stärken sie unter anderem in Bildungspatenschaften, generationenübergreifenden Wohnprojekten und Netzwerken für Nachbarschaftshilfe den sozialen Zusammenhalt in einer sich ändernden Gesellschaftsstruktur.

"Der Wettbewerb zeigt, wie bewusst und wie positiv viele Menschen in Deutschland mit dem demografischen Wandel unserer Gesellschaft umgehen", sagte der Vorsitzende der Jury, Hans Geisler, Mitglied des Rates für Nachhaltige Entwicklung. Die Professionalität und vielfach auch das ökologische Verantwortungsbewusstsein, mit denen sich die ehrenamtlichen Gruppen für den Generationendialog einsetzten, seien "beeindruckend und ermutigend", so Geisler. Viele der preisgekrönten Initiativen sind nicht nur sozial vorbildlich, sondern zeichnen sich auch durch energieeffiziente Bauten, durch regionalen Einkauf  oder durch den Einsatz erneuerbarer Energien aus. Liste und Fotos der Preisträger

"Bei aller Unterschiedlichkeit der Formen des Engagements und ganz gleich, ob die Initiative von den Älteren oder den Jüngeren ausgeht - eines ist den ausgewählten Projekten gemeinsam: das Miteinander, die gemeinsamen Erlebnisse und Erfahrungen", sagte der Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Gerd Hoofe. Sie belegen: Bürgerschaftliches Engagement ist ein Gewinn für alle - für den Einzelnen ebenso wie  für die Gemeinschaft", so Hoofe.

Die Gesamtsumme der Preise beläuft sich auf 100.000 Euro. Beworben hatten sich 336 Projektgruppen. Bewertet wurden die Einsendungen von einer Fachjury aus Vertreterinnen und Vertretern der kommunalen Spitzenverbände, des Deutschen Instituts für Urbanistik, der Wissenschaft, des Rates für Nachhaltige Entwicklung, aus Experten für zivilgesellschaftliches Engagement und für lokale Nachhaltigkeit.

Hintergrund

Dr. Volker Hauff bei der Preisverleihung des Wettbewerbs am 27.05.2009 - © Rat für Nachhaltige Entwicklung

„Generationendialog in der Praxis – Bürger initiieren Nachhaltigkeit“ ist ein Beitrag zur nationalen Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung, die den Wettbewerb gemeinsam mit dem Rat für Nachhaltige Entwicklung ausrichtet. Die Regierung ist vertreten durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, das Bundesministerium für Gesundheit sowie das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Mit dem Wettbewerb wollen Bundesregierung und Rat für Nachhaltige Entwicklung das vielfältige ehrenamtliche Engagement von  Bürgerinnen und Bürger honorieren und stärken.

Teilnehmende

Der Wettbewerb richtet sich vorrangig an zivilgesellschaftlichen Akteure, die sich in generationenübergreifenden Zusammenhängen engagieren. Dabei kann es sich beispielsweise um Privatpersonen, Stadtteilgruppen, Vereine, Selbsthilfegruppen, örtliche Bildungsträger, regionalwirtschaftliche Kooperationen, Umweltgruppen, Verbraucherschützer, Kulturinitiativen, Bürgerstiftungen, Kirchen oder Gewerkschaften handeln.

Teilnahmekriterien

Folgende Kriterien waren von den Teilnehmern zu erfüllen:

  1. Sie sind Ausdruck des zivilgesellschaftlichen Engagements der Bürgerinnen und Bürger sowie der aktiven Gestaltung gesellschaftlicher Prozesse.
     
  2. Sie beziehen weitestgehend soziale, ökologische und ökonomische Aspekte im Sinne der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung ein, die darauf zielt, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und soziale Verantwortung so zusammenzuführen, dass Entwicklungen dauerhaft tragfähig sind.
     
  3. Sie stärken die intergenerative Vernetzung von Akteuren.
     
  4. Sie befinden sich in einer weit fortgeschrittenen Planungsphase oder sind schon realisiert.
     
  5. Wünschenswert ist es, wenn z.B. die Unterstützung oder Beteiligung von Stiftungen, Unternehmen, Kommunen oder eine Unterstützung des Projekts durch die Regionalplanung dokumentiert ist.

  6. Sie haben Modell- und Vorbildfunktion und regen zur Nachahmung an.

Preis

Die Gesamt-Preissumme betrug EUR 100.000. Sie wurde auf 40 vorbildliche Projekte aufgeteilt. Die Preisverleihung fand in feierlichem Rahmen unter Beteiligung des Rates für Nachhaltige Entwicklung und mehrerer Bundesministerien im Bundespresseamt in Berlin statt.

Jury

Die Projekte wurden von einer ehrenamtlichen Jury begutachtet, die auf Einladung der Bundesregierung zusammentrat. Sie besteht aus Vertreterinnen und Vertretern der kommunalen Spitzenverbände, Expertinnen und Experten der lokalen Nachhaltigkeit sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, dem Rat für Nachhaltige Entwicklung sowie dem Deutschen Institut für Urbanistik. Die Bundesregierung nahm beratend an der Jury-Sitzung ohne Stimmrecht teil.

Ein Wettbewerb
der Bundesregierung
und des Rates für
Nachhaltige Entwicklung

Kontakt

Eike Meyer
Rat für Nachhaltige Entwicklung
Geschäftsstelle
c/o GIZ
Potsdamer Platz 10
10785 Berlin
 
Tel.: 030/338424-171
Fax: 030/338424-22-171

E-Mail: eike.meyer@nachhaltigkeitsrat.de