Direkt zum Inhalt springen

"Die Weltgemeinschaft ist seit 1992 der nachhaltigen Entwicklung verpflichtet – jedes einzelne Land für sich, aber auch gemeinsam, müssen wir dieses Versprechen umsetzen."

Dr. Ursula Eid, Mitglied des Rates

Mehr Pressemitteilungen zum Thema : Energie | Umwelt | Forschung | Wirtschaft | Klima 

Hauff fordert Forschungsinitiative zu Kohlendioxid-Recycling

Ratsvorsitzender begrüßt Koalitionseinigung über CCS-Gesetz

Berlin, 16.06.2009. Der Vorsitzende des Rates für Nachhaltige Entwicklung, Volker Hauff, begrüßt die Einigung der Koalitionspartner im seit Monaten schwelenden Streit um ein Gesetz zur Abtrennung und Speicherung von Kohlendioxid (CO2) aus Kohlekraftwerken. Darüber hinaus fordert er die Bundesregierung auf, weiter zu gehen und einen starken Impuls zur Erforschung von CO2-Recyclingtechnologien zu geben.

Das Gesetz, das die Entwicklung und Erprobung des so genannten Carbon Capture and Storage (CCS), der Abscheidung und Einlagerung von CO2, regelt, sei zwar richtig, sagt der Nachhaltigkeitsberater der Bundesregierung. „Aber die eigentliche Hürde“, so Hauff, „liegt noch vor uns. Regierung und Wirtschaft müssen eine groß angelegte Forschungsinitiative zur Aufbereitung des CO2und zu dessen Einsatz als Rohstoff anstoßen.“

Die  unterirdische Speicherung von in Gas- und Kohlekraftwerken abgeschiedenem CO2 ist  nach Hauffs Auffassung zwar ein notwendiger Schritt, sie könne aber nur eine Übergangslösung sein. Die Regierung, so der ehemalige Bundesminister für Forschung und Technologie, stehe in der Pflicht, „ein langfristig tragfähiges Konzept für den Umgang mit CO2“ zu entwickeln. Voraussetzung dafür sei mutiges, von keinen Partikularinteressen behindertes Denken ihrer Entscheidungsträger.

Zwar möge die Vorstellung, CO2 aufzubereiten, einen Rohstoff daraus zu machen und es in die Kreislaufwirtschaft einzubinden, Skeptikern heute noch utopisch erscheinen, sagt Hauff. „Doch vor 30 Jahren hielten viele es für ebenso utopisch, Müllberge zu recyceln und verseuchte Flüsse von Schadstoffen zu befreien. Dennoch hat man das durch beharrliche Innovationspolitik geschafft.“

Fachleute aus CDU und SPD haben sich am 15.06.2009 über wesentliche Inhalte des umstrittenen Gesetzesentwurfs zur Abscheidung und unterirdischen Speicherung von CO2 geeinigt. Die Betreiber von Kohlekraftwerken suchen aufgrund verschärfter Klimaschutz-Auflagen nach Wegen zur Verringerung  ihres CO2-Ausstoßes. Am 19.06.2009 soll der Gesetzesentwurf vom Bundestag verabschiedet werden.

Suchen

Rat für Nachhaltige Entwicklung

Rat für Nachhaltige Entwicklung
Geschäftsstelle c/o GIZ
Dr. Günther Bachmann
Potsdamer Platz 10
10785 Berlin
Tel.: 030/408190-122
Fax: 030/408190-125
E-Mail: guenther.bachmann@
nachhaltigkeitsrat.de

Web: www.nachhaltigkeitsrat.de

Pressekontakt

Rat für Nachhaltige Entwicklung
Geschäftsstelle c/o GIZ
Katja Tamchina
Potsdamer Platz 10
10785 Berlin
Tel.: 030/408190-233
Fax: 030/408190-22233
E-Mail: katja.tamchina@
nachhaltigkeitsrat.de