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"Eine Welt im Gleichgewicht ist seit 1972 für den Club of Rome eine Notwendigkeit – für unsere Arbeit im Nachhaltigkeitsrat die Herausforderung."

Max Schön, Mitglied des Rates

20.12.2006

WWF untersucht nachhaltige Bioenergieproduktion

Energie aus Biomasse gilt als zukunftsträchtig. Derzeit sind aber noch viele Fragen zu den sozialen und ökologischen Auswirkungen einer steigenden Biomassenachfrage offen. International anerkannte Nachhaltigkeitsstandards fehlen. Die Umweltstiftung WWF hat mögliche Folgen erfasst und erste Empfehlungen formuliert.

Grundlage der WWF-Studie „Sustainability Standards für Bioenergy“ war eine umfassende Literaturauswertung, auf deren Basis Nachhaltigkeitsstandards für den internationalen Biomasseanbau entwickelt wurden. Die Studie nennt rechtliche Rahmenbedingungen zur Verankerung solcher Standards und skizziert Schritte zu deren Umsetzung.

Erheblichen Handlungsbedarf sieht der WWF im Bereich Biodiversität. So könnte die steigende Nachfrage nach Biomasse Monokulturen und eine zunehmende Bodendegradation begünstigen. Die Untersuchung mache aber deutlich, „dass diese Probleme nicht nur über Standards adressiert werden können. Es müssen Regelungen zur Anwendung kommen, die negative Veränderungen der Landnutzung auf der Grundlage von digital mapping dokumentieren und sanktionieren“, erklärt Imke Lübbeke vom WWF Deutschland.

Auch künftig besteht Forschungsbedarf. Die WWF-Studie zeigt, dass noch nicht alle möglichen Folgen ausreichend erfasst und analysiert wurden. Beispielsweise sei „unklar, welche Auswirkungen der Biomasseanbau auf die Nahrungsmittelversorgung in Entwicklungsländern“ haben werde, so Studienleiterin Lübbeke. Die Empfehlungen bedürften daher einer weiteren Präzisierung.