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"Eine Welt im Gleichgewicht ist seit 1972 für den Club of Rome eine Notwendigkeit – für unsere Arbeit im Nachhaltigkeitsrat die Herausforderung."

Max Schön, Mitglied des Rates

20.12.2006

Emissionsfreie Kraftwerke: EU-Technologieplattform legt Strategien vor

Im Kampf gegen die Erderwärmung werden große Hoffnungen in die Abscheidung und Speicherung von CO2 gesetzt. Eine von der Europäischen Union eingesetzte Technologieplattform hat diese Verfahren unter die Lupe genommen und Empfehlungen veröffentlicht.

Die „Zero Emission Fossil Fuel Power Plants Technology Platform (ZEP) versammelt seit Dezember 2005 Energieunternehmen, Zulieferer, Wissenschaftler sowie Vertreter der Mitgliedsstaaten und der Zivilgesellschaft. Die Zusammenführung zielt auf eine drastische Verringerung der Umweltauswirkungen fossiler Brennstoffe, insbesondere der Kohle. Im Kern geht es um die Entwicklung von Technologien, mit deren Hilfe Kohlendioxid eingefangen und unterirdisch gespeichert werden kann.

Derzeit werden diese Techniken nach Ansicht der ZEP wesentlich von zwei Faktoren gehemmt. Dazu zählt zum einem die Höhe der Kosten bei der Umstellung auf eine CO2-freie Energieproduktion aus fossilen Brennstoffen. Zum anderen nennt die Plattform fehlende gesetzliche Rahmenbedingungen auf nationaler und europäischer Ebene.

In einer strategischen Forschungs- und einer strategischen Umsetzungsagenda haben die Teilnehmer nun Empfehlungen vorgelegt, mit denen die Entwicklung emissionsfreier Kraftwerke vorangetrieben werden soll. In der Forschungsagenda wird unter anderem die Umsetzung von zehn bis zwölf Demonstrationsprojekte angeregt, mit denen bis 2020 CO2-freie Technologien entwickelt werden könnten. Daneben spricht sich die ZEP für die Stärkung der Grundlagenforschung sowie für die Verbesserung der Zusammenarbeit auf allen Ebenen aus. Außerdem seien unmittelbar die Bedingungen zu klären, unter denen diese Technologien in das Emissions-Handelssystem der EU eingebracht werden können.