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"Um ein neues Geschäftsmodell zu etablieren, das im Einklang mit der Natur arbeitet und wirtschaftliche Nachhaltigkeit letztlich möglich macht, brauchen wir die Unterstützung aller gesellschaftlichen Akteure."

Jochen Zeitz, kooptiertes Mitglied des Rates

20.12.2006

EMASplus trägt zur Messbarkeit von CSR bei

Seit 1993 können Unternehmen ihre Umweltleistung mit dem Managementsystem EMAS messen und verbessern. Vertreter aus Kirchen und Entwicklungszusammenarbeit haben das System nun um soziale und ökonomische Aspekte erweitert.

Das EMASplus genannte Nachhaltigkeits-Managementsystem bietet Instrumente zur Messung der unternehmerischen Verantwortung (Corporate Social Responsibility, CSR). Dies geschieht auf Grundlage des etablierten EMAS-Systems und der anerkannten Indikatoren der Global Reporting Initiative, erklärt Klaus Breyer, der Umweltbeauftragte der Evangelischen Kirche von Westfalen: „Statt für weitergehende Anforderungen ein völlig neues System zu entwickeln, ist es uns auf der Basis von EMAS gelungen, die sozialen und ökonomischen Faktoren in einem Managementsystem zu integrieren.“

Die Entwickler des Systems, zu denen unter anderem die Stuttgarter Kontaktstelle Umwelt & Entwicklung (KATE) und kirchliche Partner gehören, konnten bereits erste Einrichtungen der Sozialwirtschaft nach EMASplus zertifizieren. Derzeit wird ein Dialog mit Unternehmen geführt, um das System in weitere Branchen zu übertragen. Das der Bedarf vorhanden ist, steht für Günter Koschwitz, Geschäftsführer von KATE, fest: „Eine wachsende Zahl von Managern begreift, dass die ihnen anvertrauten Unternehmen nicht eindimensional auf Profit ausgerichtet werden dürfen, sondern auch ihren Mitarbeitern und der Gesellschaft verpflichtet sind.“

EMASplus wurde bereits Anfang November dem Bundesumweltministerium vorgestellt. In diesem Rahmen wurde auch ein Memorandum überreicht, das sich für klare CSR-Rahmenbedingungen ausspricht. Das Papier nennt Anforderungen an eine glaubwürdige und verantwortungsvolle Unternehmensführung und richtet sich gleichermaßen an Politik, Wirtschaft und Kirche.