20.12.2006
China will bei Beschaffung auf Öko-Label setzen
Die chinesische Regierung will künftig im Rahmen der öffentlichen Beschaffung umweltverträglicheren Produkten den Vorzug geben. Regierungsstellen sollen ab 2007 nur noch Erzeugnisse einkaufen, die das staatliche Umweltlabel tragen. Nur zertifizierte Produkte werden von den Finanzbehörden zukünftig bezahlt.
Das geht aus einer Meldung der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua von Ende November hervor. Demnach haben das Finanz- und das Umweltministerium des Landes eine Liste mit rund 1.000 Produkten veröffentlicht, an denen sich das Beschaffungsmanagement staatlicher Stellen künftig orientieren soll.
Laut Xinhua werden in dem Dokument insgesamt 14 Kategorien aufgeführt, darunter Fahrzeuge, Büro- und Baumaterialien. Die gelisteten Erzeugnisse wurden zuvor vom staatlichen Zertifizierungs-Komitee für Umweltzeichen geprüft und müssen den Umweltschutz- und Energieeffizienz-Standards des Umweltschutzministeriums genügen.
Die Liste gilt ab Januar 2007 zunächst für Behörden der Zentralregierung, für die Provinzregierungen sowie für beigeordnete Organisationen und ausgewählte Städte. Ab 2008 soll die „grüne“ Beschaffung landesweit gelten. Nach Angaben des Nachrichten-Portals China Daily betrugen die Beschaffungsausgaben der chinesischen Regierung im Jahr 2005 über 36 Milliarden US-Dollar.

