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"Die Weltgemeinschaft ist seit 1992 der nachhaltigen Entwicklung verpflichtet – jedes einzelne Land für sich, aber auch gemeinsam, müssen wir dieses Versprechen umsetzen."

Dr. Ursula Eid, Mitglied des Rates

20.12.2006

Allzeithoch: Zustimmung zu Werten der Nachhaltigkeit

Die Zustimmung der Bundesbürger zur Idee einer nachhaltigen Lebens- und Wirtschaftsweise ist so ausgeprägt wie nie zuvor. Ob schonender Umgang mit natürlichen Ressourcen, Generationengerechtigkeit oder fairer Handel – zwischen 82 und 89 Prozent der Deutschen stimmen diesen Prinzipien zu.

Mehr als zwei Drittel sind sich zudem ihrer einflussreichen Rolle als Verbraucher bewusst und glauben, dass sie durch ihr Konsumverhalten wesentlich zum Umweltschutz beitragen können. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie „Umweltbewusstsein und Umweltverhalten in Deutschland 2006". Für die vom Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt in Auftrag gegebene Untersuchung wurden rund 2.000 Personen befragt.

Insgesamt bescheinigt die Studie dem Umweltschutz einen deutlichen Bedeutungszuwachs. Auf der Liste der wichtigsten Probleme in Deutschland rangiert das Thema hinter der Arbeitslosigkeit auf Platz 2. Als Grund hierfür macht die Studie den globalen Klimawandel aus. Es beginne „sich die Erkenntnis durchzusetzen, dass der Klimawandel auch den privaten Bereich betrifft“, heißt es dazu. Zwei Drittel der Befragten sprechen sich daher für eine Vorreiterrolle Deutschlands in der internationalen Klimaschutzpolitik aus – gegenüber der Vorläuferstudie aus dem Jahr 2002 ein Plus von 20 Prozent. Noch deutlicher unterstützten die Befragten den Ausbau erneuerbarer Energie: 87 Prozent wollen einen konsequenten Umstieg.